Kategorien
#kunsttalk #KUNSTTALK 2 artistic Research «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild Bildträger Echtzeit Existenzfrage Experiment gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis im Fotografischen künstlerisch experimentieren künstlerisch forschen künstlerische Forschung KünstlerSein kunstbasiert Forschen kunstbasierte Forschung Kunstforschung Medienmündigkeit Metabilder Praxis des Schreibens visuelle Kunst

#kunsttalk 2.6 am 14.07.2020

ab 19:00 h

«ZOOM» MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

ACHTUNG: «LIVE-STREAMING» ca. 90 Minuten

Fotografien dürfen anstrengen

fotosinn.de zu schwarz-weiss Fotografien – Portraits im Fotografischen

Critical Zones

werden wir in diesem letzten #kunsttalk 2.6 der 2. Stafel – vor der Sommerpause – sprechen



Häuschen & Schrein zum Ausdrucken und Selber bauen

Carmelstückchen verpackt
Kategorien
#kunsttalk #KUNSTTALK 2 artistic Research «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild Bildträger Echtzeit Existenzfrage Experiment gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis im Fotografischen künstlerisch experimentieren künstlerisch forschen künstlerische Forschung KünstlerSein kunstbasiert Forschen kunstbasierte Forschung Kunstforschung Medienmündigkeit Metabilder Praxis des Schreibens visuelle Kunst

#kunsttalk 2.5 am 30.06.2020

ab 19:00 h

«ZOOM» MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

ACHTUNG: «LIVE-STREAMING» ca. 90 Minuten

Critical Zones

Päckchen M Welt bis 2 kg


Häuschen & Schrein zum Ausdrucken und Selber bauen

https://www.gewuerzmuehle-brecht.de/produkt/bourbon-vanillezucker/

https://www.spektrum.de/lexikon/physik/fraktale/5252

http://www.food-info.net/uk/colour/caramel.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/Detail

Irmgard Gottschlich Den Prozess kann man nur ahnen, deine Begeisterung kommt rüber, zumal das Foto hier einfach toll aussieht, ich kann mich gar nicht satt sehen. Verrückt, Andreas, ich hätte gern ein solches Kleid- diese morbide Backpapier, die klebrigen Braun- Töne, das eingestreute, das aufgelaufene- ich träume von rinem Kleid aus Caramelstücken💃💃💃

immer vorwärts, hin zur antiken Definition – als Entsprechung von Wort und Tat!

Kategorien
#KUNSTTALK 2 artistic Research Ausstellung bild im bild Bildträger der anfang im Fotografischen künstlerisch forschen LecturePerformance Metabilder

das bild wird hoch gehalten

Der blinde Fleck bezeichnet den Moment, der sich vor oder hinter der Leinwand (aus 100% Leinen – grob bis fein gewebt – un-grundiert) für Bildträger (beim Malen, Betrachten, Verstehen und Denken) herstellt.

Die wissenschafts-philosophische Reflexion der Kunst wirkt auf den ersten Blick wie ein sehr ungewöhnliches und obendrein aussichtsloses Unterfangen, gilt doch die Kunst zumeist als etwas, was überhaupt nicht in den Bereich der wissenschaftlichen Disziplinen fällt und mit diesen auch nicht konkurriert oder konkurrieren will. Von der künstlerischen Praxis wird angenommen, dass sie, obgleich ihr Bildungswert zugesprochen wird, schlicht anderen Zielen und Zwecken dient als wissenschaftlicher Forschungen.

Kategorien
Allgemein artistic Research bild im bild der anfang Fotografisches im Fotografischen Versionsgeschichte visuelle Kunst

lang-weilig bis andauernd

Frage: Weshalb wurde der Äbtissin das Münzrecht von Zürich abgenommen?
Die Kirche Fraumünster mit Frauenkloster wurde 853 von König Ludwig dem Deutschen gestiftet. Es wurde von Frauen des europäischen Hochadels bewohnt. Das Kloster genoss die Gunst von Königen und die Äbtissin hatte das Münzrecht von Zürich bis ins 13. Jahrhundert. Die Frage: Weshalb wurde der Äbtissin das Münzrecht von Zürich abgenommen?
Bilder beschwören – Bilderverschwörung – Verschwörungsbilder
Kategorien
#kunsttalk #KUNSTTALK 2 artistic Research öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang Fotografisches genuin postmodernistische praxis im Fotografischen künstlerisch forschen künstlerische Forschung kunstbasierte Forschung Kunstforschung kunsttalk kunsttalks Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens Seite der Künstler*in transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#kunsttalk

Caramel waschen, als wüsche ich Gold: Bernsteingold in Analogie: Birgits Zuckerarchitektur wird reduziert.

https://drive.google.com/file/d/1GWeDjXO6_oxEz4OANpwJk3OE5Zpc70R9/view?fbclid=IwAR3TMQTQV9ja0xSMHfLX4DK644NrVJ694GhK3zc6i7yPhu7_zxY6umB47X8

pdf in farbe ausgedruckt, konturen wirken intensiver sichtbar als im schwarz – weiss modus; verschiedene DIN A4 papierqualitäten ausgewählt für’s weitere bearbeiten bis Dienstag: 02.06.2020 ff

@Peter Mönnike’s Resultat im Fotografischen:
Bastelei zur Telefonkritzelei, zoom Inframince: Francesca in den Wänden – gespenstisch – medial Laminainterferenzen bis zum pdf – zum Ausdrucken und Selber bauen – do it yourself /// an und mit und durch die – Architektur: Gehäuse, Hausschachtel und Aufbewahrungsort basteln bis fotografisch – für die Zucker-Karamel-Kandisfragmente, die @Andreas Peschka & @Birigt Matter verschenken, verbreiten und versenden – first come – first serve – und so weiter
Kategorien
#KUNSTTALK 2 Allgemein Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild buchseiten der anfang Duchamp Echtzeit Essay essay Existenzfrage Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstler*in künstler*in Künstlerbuchseite künstlerisch forschen künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung kunstprozesse KunstSchaffen kunsttalk kunsttalks Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens schreiben Seite der Künstler*in Theoriebildung transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#KUNSTTALK 2.1 am 05.05.2020

ERSTE MEETING #KUNSTTALK 2.1:

ACHTUNG: LIVE-STREAMING 90 Minuten

#KUNSTTALK 2.1

ZUGANG: MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

THEMA MARCEL DUCHAMP

BEI DEM DIE KUNST, IM NAMEN DER PERSPEKTIV, FREI MIT DEM BETRACHTER AUSGEHANDELT WIRD:

*KONZEPT(e)KUNST

https://www.youtube.com/results?search_query=Duchamp

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit#

browserbasiert über https://zoom.us/

2. Meeting #kunsttalk Staffel 2.2 19.05.2020 INHALT  

3. Meeting #kunsttalk Staffel 2.3 02.06.2020 INHALT  

4. Meeting #kunsttalk Staffel 2.4 16.06.2020 INHALT  

5. Meeting #kunsttalk Staffel 2.5 30.06.2020 INHALT  

6. Meeting #kunsttalk Staffel 2.6 14.07.2020 INHALT  

https://praxistipps.chip.de/zoom-online-nutzen-videokonferenzen-im-browser_118718

welche Spuren – Ankündigung – #KUNSTTALK – ZOOM – abrufbereit

endlich-mal-erklärt-warum-ist-einUrinalkunst

Seit Duchamp wissen wir, dass der „Rahmen“ wichtig ist, indem die Kunst erscheint. Aus diesem Grund experimentieren wir mit Meetinglösungen im Gartner Magic Quadrant 2019 für und im #kunsttalk am Diensttag zweiwöchentlich.

Am 5.5.2020 um 19:00h beginnt es live und läuft weiter mit:

ZUGANG

MEETINGPASSWORT: 060049

Duchamp – Andreas Peschka – Geburtstag
Kategorien
Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang doppeltes Bild oder Bild im Bild #BIB oder #PIP oder Mise en abyme Essay Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen im Fotografischen Künstler*in Künstlerbuchseite künstlerisch forschen Künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung KunstSchaffen Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens Seite der Künstler*in Versionsgeschichte visuelle Kunst

gemeinschafts-katalog

Entwurf:

@Filterraum kommentierte am 22. März 2020 via Twitter:
das artikelbild sieht aus wie was ausgekotztes @Pymwater
@testa_alfred
@adloquii : Konzentrationsschwäche
@hansnoed Bundesamt: nicht schön
@BirgitMatter

und weitere werden kommentieren…

ich erlaube und gestattet mir zu gestalten, zu vergrössern und fett die Begriffe zu markieren, die relevant werden, da diese häufiger erscheinen, zitiert, erläutert, erklärt, aber noch selten definiert werden.

Menu – Menü in 26 Buchstabenzeichen – foto – grafisches Material

Kochen als die älteste bildende Kunst beschreiben?
Peter Kubelka, 1934 in Wien geboren, mehr als nur Professor, der an der Städelschule in Frankfurt eine „Klasse für Film und Kochen als Kunstgattung“ hatte, zudem Koch, vergleichender Theoretiker, scharfsinniger Beobachter, Kulturanthropologe, Sammler, Künstler, Mitbegründer der Anthology Film Archives in New York, Filmemacher, Avantgardist, Musiker, Reisender und subtiler Theoretiker des Essens, hat das praktische Denken über das Kochen auf ein philosophisches Niveau gehoben und auf kulturenvergleichendeweise den irritierenden Nachweis erbracht, dass Kochen Kunst ist. Mehr noch, er hat die vorschnell benannte Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ad absurdum geführt und durch den geweiteten Blick auf andere Ess- und Kochkulturen die gefährliche Enge eurozentrischer Betrachtungen und Wahrnehmungen vor Augen geführt. Er gab zahlreiche Interviews, schrieb Texte etwa über „die essbare Metapher, die Kommunikation einer nicht wortgebundenen Weltanschauung mit Beispielen zum Ansehen, Anfühlen oder Verkosten“....
Peter Kubelka

https://www.qiio.de/meinung-ist-kunst-mit-lebensmitteln-ein-ethisches-no-go/

https://www.kunstplaza.de/kunstlexikon/art-o-gramm-was-ist-eigentlich-performance-art/

https://www.sueddeutsche.de/stil/kunst-mit-lebensmitteln-bei-anruf-suess-1.1537261

«Ausstellungskatalog»

gemein-schafts-katalog, der (nur) im Internet veröffentlicht – online – jederzeit auszudrucken ist. An die Wäscheleine gehängt werden darf – drinnen oder ja, draussen – damit dieser anderswo – im Kontext räumlicher Bedingungen und Verhältnisse des Geländes und der «Landschaft» – sehenswürdig und erkennbar wird.

Situationen künstlerischer Performance und Arbeit am gemein – schafts – katalog dieser visuellen und ästhetischen Kommunikation – werden nach wie vor sowie zurzeit im #kunsttalk – #smartsetting – #experimentieren – #forschen – #künstlerisch – #kunstbasiert fortgesetzt. Da es zu «Grundlagen» – Ansätzen und Erkenntnissen – beitragen wird, die erklären helfen,

wie sich Kunst verändert, sobald sie als forschende Gemeinschaftsleistung verstanden und aufgezeichnet wird!.

Hypothesen und Forschungsfragestellungen werden sich zusehend zu Working Papers / Arbeitspapieren entwickeln, die dem Künstler und Wissenschaftler sowie distanzierten Beobachter gleichermassen verständlich werden (könnten). Sowohl asketische Logiker und Analytiker als auch mystische Artefaktiker und bildende bis darstellende Künstler werden auf ihre Kosten kommen. Sowie die vernunftbetonten, selbstbestimmten, autonomen und freien Personen und Menschen, die – Kunst und Forschung – interessiert. Wahrnehmen im Sehen. Hören. Denken. Handeln. Erzählen bis Erklären. Gemeinsam schreiben. Aufzeichnungen, Inhaltsverzeichnisse, Videocuts und Formate werden folgen. Es noch sichtbarer, offensichtlicher, vitalisierender, effektiver bis automatisch herstellen?

A:P: Da wüsst ich mal gern, was denn für Kosten aufgewandt wurden, die hier wwweh-schreibend/bildernd aufgewogen werden sollen, nach billiger Forderung? Oder ob es nicht hätte heißen müssen: auf’s Kosten kommen, als eine intensivere Art von, auf den Geschmack. Mithin halt würd uns auf das Gerechteste jene Aufmerksamkeit zuteil, die Geschmackstester, gar Gourmets einem Kostbaren an Augen-Zungen-Nasen-Arbeit einverleibend und aneignend zukommen lassen — und noch über Rest, dem Teesatz und «Kompost», sich orakelnd hermachen.

B:M: Ja, dies wüsste ich auch gerne. Die Kosten für WordPress sind bekannt. Die Kosten für Ästhetische Geschmacksurteile und Geschmacksbeurteilungen kaum. Auf’s Kosten komme ich jeweils, sobald ich anfange. (1) Ohne Name ist der Anfang des Himmels und der Erde (2) ‚Nichts‘ ist Name des Anfangs von Himmel und Erde (George Spencer Brown). Wie gliedern – wer gliedert diesen Text – Inhaltsverzeichnis und Index? Okay – können wir später machen. Vorerst schreiben. Später die Aufbereitung für die schnelle Durch- und Übersicht: macht das Sinn?

Wie die Ansätze in- und gegen sowie miteinander oder auch ineinander greifen – nacheinander – aufgeblättert – aufgefaltet oder aufgefädelt werden. Kaum, wie Zuckerwatte verwebt und versponnen. Wie farbige Zuckerperlen auf die Gummischnur gereiht. Die übrigen Zuckerkrümmel, -körner oder -kristalle werden aufgefegt, die zuvor auf die Unterlage gestreut wurden. Die grüne Schneideunterlage – mit oder ohne Innenkern – trägt sichtbar weisse raffinierte Zuckerkristalle, die zuvor aus den Zeitungsseiten geschüttelt und gestrichen wurden. Auf dem grünem Kunststoff werden sie gut sichtbar für den Genuss als Augenschmaus. Im Einzelnen auch offensichtlich erkennbar. Die Millimeter-Einteilung auf der speziellen Oberfläche, die das Ausrutschen des Messers verhindert. Die Unterlage wird nicht geknickt. Vor Sonneneinstrahlung und dem Tageslicht geschützt. Als Mouse Pad kann sie eingesetzt werden. Die Schneideunterlage, die ich für die künstlerische Arbeit nutze, liegt zurzeit funktionslos unter dem Bett. Sie wartet geduldig auf den nächsten Einsatz.

A:P: Wie raffiniert! Anders gedreht geht es auch: Kaum wie Zuckerperlen, wie ich sie von Kiosk der Badeanstalt holte und vom Handgelenk knabberte in einer vom Süßen abgelenkten eigen-Zärtlichkeit, die ich 10jährig, dünnhäutig nicht zugegeben haben würde, mithin doch also der Zuckerwatte weich klebrige Widerspruch zu den distinkt zur Neige gehenden Perlen. Imaginierend tauchen, statt zu messen. {Zuckerwatte Topos weiter verfolgen}

Derweil werden die versandten Gedankenbilder (der Textseiten des Linden-, Eichen- und Kastanienblatts) aufgeschichtet, entfaltetet und handgreiflich glattgestrichen. Das Verpackungsmaterial des «Zuckerbergs» (mit Rotwein übergossen, mit Caramel überzogen)

#kunsttalk zwischendurch

In der «Zuckerbergwelt», sobald wir im Internet – social media – facebook – twitter – instagram – youtube & co online – anwesend – sind? Oder zum Beispiel bei «genderopen» versuchen diese Textsorte des Gemeinschaftskatalogs einzugeben?

Postkartenmotive: Frauenporträts oder Frauenmodelle an der Schrankwand
Trivialkunstsammlung
©trivialARTcollection-bimatter-2013

Wie an eine Wäscheleine wurden diese Postkarten nicht aufgehängt, dazu fehlten Leine und Klammern. Diese Postkarten – genauer Kunstdruckpostkarten – an der Schrankwand des Durchgangs oder Tunnels sind eher axiomatisch gesetzt, ausgerichtet und mit Tesafilm punktuell angeklebt. Sie ergeben Ausschnitte aus dem Koordinaten- oder Ordnungssystem, die nach einem – nämlich meinen – ästhetischen Geschmacksmustern zusammengesetzt sind. Nicht zufällig und willkürlich, sondern bewusst und überlegt entschied ich mich – sowohl beim Kauf der Karte als auch beim Ankleben. Könnte es jederzeit begründen und erklären: weshalb – wieso

  • künstlerische Arbeiten mit Text-en und Bild-ern – entstehen
  • bestimmte Wissensordnungen sich verändern, Forschungsgebiete sich erweitern und andere Möglichkeiten der «knowledge production» entstehen
  • Forschungsresultate und -ergebnisse – so weit entfernt sind
  • Mit Abstand: Wissenschaft und Kunst (Systemlogiken)

die bislang hier nur aufgelistet und als Zettel an die Wäscheleine in den WIND gehängt werden. Hierbei kommt es nämlich darauf an, wie Bilder – mit und ohne Text – in Zukunft gemeinsam – nicht nur produziert sondern geschaffen – gesehen und gelesen werden.

Künstlerisches Zusammensein: um der Kunst zu dienen?! Was für ein Quatsch und Unsinn! Welche fixen Leitideen werden dazu kommen? Befinden wir uns im Zeitgeist der Diktatur: #Kunstdiktatur, #Gesundheitsdiktatur, #Kapitaldiktatur, #Technologiediktatur usw. oder im Ausnahme- und Notzustand?!

Oder wird nur der besondere Fall = Sonderfall behandelt?

Parallel beginnen Andreas Peschka und Birgit Matter zu lesen: Science Fiction Romane. David Foster Wallace „Unendlicher Spass – Infinite Jest“ von 1996 – in der deutschen Übersetzung von 2009 – sowie die Kunst- und Denkmaschine von Dietmar Dath „Niegeschichte“. Auch um andere Bücher – zu lesen – zu besprechen. Die Entscheidung (Bifurkation) trifft, setzt und markiert jeweils der Künstler formal bis farbig.

Jede-r kann heute schnell die Grenzen der Sprache oder des Sprachlichen anzeigen. (Wer über NEUES redet, muss neue Wörter dafür finden?! Aber es muss immer an Altes anknüpfen, oder?! Damit es verstanden werden kann?!). Jede-r kann Grenzen anzeigen: akustisch – haptisch – gestisch – retinal – visuell sicht- und verstehbar. Jede-r kann die Grenzen des Vorstellbaren, Phantastischen, Hörbaren, Greifbaren etc. anzeigen. Um in den Sichtweisen – auf die Sache, die Dinge und das Zeugs an sich – eventuell allgemein gesprochen zur Ruhe oder in Unruhe, Bewegung und Dynamik zu kommen. Die neuen Sichtweisen der Situation zu erkennen. Methodenlehren befassen sich damit, wie man zu klaren Sachverhalten gelangt oder gelangen kann. Dieser Anspruch wird widersprüchlicher, paradoxer und unsinniger zugleich!!!

Wird die Form bevorzugt oder die Formen der Unruhe – Störungen – Irritationen? Oder werden die farblichen Zonen bevorzugt, um über den Sachverhalt auf zu klären oder den Sachverhalt zu erklären? Wem und wozu werden diese Aufklärungsversuche dienen?

Sobald und wenn bildliche und textliche Gestaltungen gemeinsam & zusammen, kooperativ & künstlich bis künstlerisch forschend (weiter und tiefergehend) erzeugt werden?! Wird die Aufmerksamkeit auf den durch die Kunst hervorgebrachten Effekt gerichtet?

A:P: So nah wohl nicht, daß Neues sich einschlingend mit Altem verknüpft, wo es doch zum Abriß heftig davon abstemmt, fortspringt, um im individuellen Moment abdriftender Loslösung abgesondert sprachlos eigen sein zu können. Lächerlich die Bemühungen aus dem Alten heraus einfangend nachzufassen. Hierher müssen sie erst mal kommen!

„Versteht mich nicht!“

„!“

Qualitative Forschungsverfahren begründen ihr Vorgehen in Abgrenzung zu quantitativen Verfahren mit dem besonderen Charakter ihres Gegenstandes: Qualitative Forschung re-konstruiert Sinn und/oder subjektive Sichtweisen, die im Einzelnen sehr unterschiedlich gefasst sind und werden: “subjektiver Sinn“ – “latente Sinnstruktur“ – “Alltagstheorien oder subjektive Theorie“ – “Deutungsmuster“ – “Wirklichkeitskonzepte oder -konstruktionen“ – “Muster“ oder “narrative Identität“.

Forschungsauftrag ist Verstehen: gearbeitet wird mit bildlichen und sprachlichen Kommunikationsträgern – Äusserungen – bildlichen und sprachlichen Handlungen. ‚Symbolisch vorstrukturierten Gegenständen, die einen allgemein bekannten Basiswert (z.B. Würfelzucker, Eier) besitzen. Mit (hand-)schriftlichen Texten (z.B. an der PC-Tastatur) – “geronnenen Formen“ – ‚Zeichen, Zeichnen, Zeichenakt in Zwischenräumen‘, die fotografisch gefilmt und aufgezeichnet werden. Öffentlich zugänglich gemacht. Der Gegenstands- und Gattungsbereich (»Instant Kunst«)


Copyright: Eric Hattan, Basel
Foto: Stefano Schröter, Luzern

kann auch als Denkfigur für soziale Skulptur oder Neue Soziale Plastik verstanden werden. Kommunikation und Offenheit sind der “kleinste gemeinsame Nenner“: Zählen, Rechnen und Messen (der methodische Zugang in der standardisierten quantitativen Forschung). Die qualitative Forschung hingegen zeigt: wie Raum für Äusserungen des differenten Sinns und deren Bedeutung geschaffen wird. Die folgenden Bedeutungen des Sinns sind kaum “objektiv“ gegeben, wie jede-r weiss, sondern werden durch subjektive – intersubjektive – Aktionen – Interaktion der Menschen und Personen gebildet. Sie sind nicht zufällig und einfach beliebig – sie werden konstruiert und kommuniziert.

@Andreas Peschka, unknow artist, Quelle Pinterest

Da Einzelerscheinungen (Phänomene – Meme) als Indikatoren – Anhaltspunkte – Vektoren – Träger der Kommunikation in Beziehung stehen und in einem Ausstellungsraum in Beziehung und Verbindung gesetzt werden. Zumindest zu einem – zu Grunde liegenden Ansatz – Grundsatz (A priori) – Regel – Gesetz – Ordnung – Plan: Konzept, Muster, Schema, Konstruktion etc. subjektiver ästhetischer Kunsterfahrung – Kunstbetrachtung – Kunstverstehen. Die These und die Annahme dieser qualitativen Forschung ist (mir wird milchglasklar bewusst, weshalb ich soeben über diesen Satz mit oder ohne Schreibfehler gestolpert bin; es lag kaum an der Beschreibung, Erklärung und den Kenntnissen zu qualitativen Forschungsverfahren, deren Methoden und Bemühungen oder deren Berechtigung in den Human- Sozial – Kulturwissenschaften sowie der Soziologie etc. Sondern an dem Verb bei dieser These und Annahme, die eben keine Fragestellung: ist! Denn dies kleine Tu-Wörtchen stellt fest, stützt ab und sichert. Hiermit wird die These und Annahme nicht nur aufgestellt, sondern sogleich «felsenfest» behauptet: das ist so und zwar genauso – und nicht und in keinem Fall anders. Und einiges oder viel dazu unternommen wird, zu beweisen: wie wahr das (es) ist oder wie das (es) wahr wird).

Eric Hattan, Basel St. Jakobshalle „Unverrückbar“ https://hattan.ch/home/

Dennoch: auch nach dieser Information stimmt irgend etwas weiterhin nicht. Es ist die ungewöhnliche Form der Betonstütze, die das Prinzip der Säule grundsätzlich auf den Kopf stellt: das Kapitell, hier der Findling, liegt unten, wo diese Säule zudem dünner ist als oben.

Es ist das Spiel mit den Erwartungen, das den Betrachter so verwirrt: Im Gegensatz zu dem Stein, der mit 24 t Gewicht praktisch unverrückbar ist, ist die übliche Konstruktion komplett umgedreht.

Und, zumindest gedankliche Bewegung ist in diesem Kunstwerk drin.

ZUERST DER STEIN – «Unverrückbar» Kunst und Bau von Eric Hattan in der St. Jakobshalle Basel als Video zur Bewegung

: durch die Einzeläusserungen hindurch lassen sich zugrundeliegende künstlerische Muster und/oder das Konzept und kunstbasierte Konzepte identifizieren. Denn einerseits sind die Einzeläusserungen Ausdruck dieses zu Grunde liegenden Musters oder Konzepts, andererseits wird das Muster und Konzept durch die Vielzahl seiner Äusserungen und Aufzeichnungen erfasst, transformiert, eventuell adaptiert bis zu angeeignet sowie in Erinnerung behalten. Es wird demnach keine dauerhaft fixierte, feste und stabile und abgesicherte Struktur, die hier gezeigt und im Weiteren besprochen wird!

 

Fast perfekt fertig.

Video-Aufzeichnung zum gemeinschaftskatalog 01 – den Anfang nicht geschnitten

Silber-halo-genid-Kristalle – heute «Mikrokristalle» – und auch Zuckerkristalle sind empfindlich für auftreffendes Licht. Ihre Größe ist sehr unterschiedlich. In der Regel sind sie viel kleiner als 1/1000 mm. Und ihre Anordnung innerhalb der Gelatineschicht ist eher zufällig.

(Um filmübliches, transparentes Trägermaterial – z. B. Acetat, Polyester, früher die feuerempfindliche Nitrocellulose – lichtempfindlich zu machen, werden Kaliumbromid und Silbernitrat in flüssiger Gelatine gelöst (Silberbromid entsteht, ein lichtempfindliches Silberhalogenid), welches auf das Trägermaterial gegossen wird. Es bildet sich das feine Netz aus Silberhalogenid-Kristallen, die aus gleichmäßigen Gittern aus Bromionen und kleinen Silberionen bestehen. Durch Erhitzen wachsen die Kristalle zusammen und die gleichmäßigen Kristallgitter werden etwas gestört. Aber genau diese Störung ist sehr wichtig für den fotografischen Prozess, denn dadurch verlassen permanent Silberionen die ursprünglichen Plätze auf ihren Kristallen).

Das latente Bild

Kristalle_2
extrem winziger Teil davon, extrem vergrößert

Auswirkung der Belichtungzeit


Trifft nun Licht auf das Kristall, so werden von Bromionen Elektronen gelöst, die ebenso wie die freien Silberionen beweglich sind. Die freien Elektronen und die Silberionen re-kombinieren und es entsteht elementares Silber. Aus einer Vielzahl winziger Silberatome (metallisches Silber) entsteht auf unserem Filmbild auf diese Weise das so genannte latente Bild.

Das Bild ist auf dem Film festgehalten, aber noch nicht entwickelt. Es kann, wenn es weiterem Licht ausgesetzt wird, auch wieder zerstört werden. Bei der Entwicklung wird schließlich um die kleinen Silberhäufchen herum weiteres Silber abgeschieden. Dadurch entstehen an stark belichteten Stellen dunkle Bereiche. Die restlichen Bereiche werden beim Fixieren ausgewaschen und werden transparent.

A:P: Transparenz macht Unsichtbar.

B:M: JAAAA!!!

B.M: Bei Michael Hampe hatte ich es gelesen – müsste die Quellenangabe hierzu noch heraussuchen. Was machen wir hier: die tatsächlich gemachten Erfahrungen (fiktional) transformieren und ohne normative Absichten zu (re-)produzieren? Die «Form des Körpers» – die «Form der Skulptur» – die «Form der neuen Sozialen Plastik» (neu) inszenieren und in Szene setzen?

Unfertiges und bewusst Antiperfektes werden automatisch zu Artefakten

Kulturgut und Kulturgüter aus Nahrungs- und Lebensmittel werden automatisch zu Artefakten der Gegenwartskunst. Resultate und das Fazit der künstlerischen bis kunstbasierten Forschung werden heutzutage automatisch zur Kunstforschung oder für die Kunst- und Kulturwissenschaft genutzt? Aus laufenden künstlerisch-forschenden und kunstbasierten Projekten und/oder der Kunstforschung werden sie hier möglichst sicht- und lesbar dargestellt: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken etc. im Fotografischen bis Filmischen mit und ohne zusätzlichen Text.

Fragmente und Fragen:

  • Werden sie zu ästhetischen Körpern, Programmen, Formaten, Serien und/oder zum Manifest oder Plan?
  • Werden sie hierdurch zu Kunstwerken mit Quellencode?
  • Sobald sie angeschaut – ausgedruckt – aufgehängt und veröffentlicht werden?

Das architektonische Zentrum wird vorerst dies Content – Management – System WordPress sein: SOBALD WIR ONLINE SIND. Die Philosophie wird die „Mutter“ der Logik: Sprache und Erde. Die Zone für medienphilosophische Exkursionen, um zu zeigen, wie heute über Kunst, Farben und Form-en gedacht, gesprochen und geschrieben, geredet wird und werden könnte. Kritische Fragen werden – in jedem Fall – die Werkzeuge für die Toolbox sein. Die objektorientierte Programmierung wird zum „Vater“ für das ästhetische und bildgebende Kunstschaffen. Hierdurch wird eventuell WordPress mehr und mehr zum führenden Autorensystem in Zukunft werden?! Ich will nicht führen! Ich will Autor und Schriftsteller, visuelle Künstlerin und Forscherin – künstlerisch & wissenschaftlich – sein:

A:P: Du bist ja noch echt hart drauf! Ich höre schon die Fragebögen knistern, die wir an uns selber verteilen! Und dann kommen die Analysen: quantitativ und qualitativ (37:40)-

Begin (document) / frontpage – frontmatter / make title / list of figures / list of tables / table of contents / mainmatter – chapter – appendix – backmatter – end (document).

A.P: tradieren der Konventionen der Buchdruck Kultur – wie im Kino – erzkonservativ – mal‘ sehen.

Homepage & Content – Management – Systeme werden zunehmend zum experimental System mit Möglichkeiten für’s künstlerische Atelier, die Schreibwerkstatt und das Basiscamp, Labor sowie Studio im Design der Smartphone Version «mobile first». Das Smartphone muss zur Hand sein, sobald es heissen wird: «what’s the matter»?.

Die Frage, die hinter alldem und den #kunsttalks steht, lautet:

„Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“ Wodurch wird Forschung zu Forschung und/oder Wissenschaft?

Oh, du heilige Programmatik —

B:M: Geschichten setzen den Lauf der Dinge und die Abfolge der Bilder von Menschen hinter und unter sowie neben ein-an-der. Chronologie wird zum Fluss, dessen Bett sich kaum verändert. Es wird mehr zur Routine als zur Notwendigkeit. Denn Geschichte zu schreiben ist keine Wissenschaft, die Regeln folgt. Allerdings ist sie auch noch keine Kunst – Potpourri an Meinungen – der kaum, wenig oder gar nicht spezialisierten Künstler. Sogenannte Generalisten haben es heute schwer, denn sie können nur kompensieren und improvisieren, was an Orientierungswissen verloren gehen wird.

Projekte beginnen hier:

B:M: Anfangen bezeichnet und definiert Erwartungen? Ja, ich komme mit «Erwartung». Es kommt eventuell auch ganz anders. Der Kreis-Verkehr könnte jeweils auch anders aussehen_ // mir geht’s um die besseren Alternativen – Optionen – Möglichkeiten:

A:P: Birgit kommt mit Erwartung – irgendetwas mit dem es anfängt, dies klingt und tönt so zielgerichtet auf Erfüllung und Ausrichtung konzentriert – dies öffnet nicht, sondern schliesst sofort ab.

B:M: an das Original: wirkliches – echtes – wahres – reales – einmaliges – schönes und künstlerisch – fast Perfektes (Perfekt bis Perfektion ist vollendete Vergangenheit) bis Antiperfektes als Artefakte (aus den laufenden 16 Projekten heraus auszustellen). Um nur und ausschliesslich das Beste(!) zu zeigen: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Masken, Fotografisches bis Filmisches und Texte, Dokumente und Bücher, die zum Kunstwerk mit Geschichte, Revisionen und Quellencodes werden. Ich nenne es deshalb kurz: «what’s the matter»

A:P: Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich bastel mir sowas wie ein Ökotop, eine Landschaft. Die werde ich bereisen. Sie entwirft Details, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, die ich mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.
Ich steile vor allem nicht auf: wahr, einmalig, etc – was heißt das schon? Hineinstolper-Upps: Falsch angefangen – Beckett im Kursbuch Nr. 1.

Video-Aufzeichnung zum gemeinschaftskatalog 02

Künstler ködern https://alaska.si.edu/record.asp?id=66 mit dem Ice Scratcher – das Bild

Ice Scratcher
Annäherung und Anschleichen des Eskimos mit der Benutzung des Ice Scratchers (Seehundkralle) an die Robbe – die seltsame Hand berührt den Schnee auf dem Eis – sie wollen, dass wir konkurrieren?

B:M: warten – warten auf? «Samuel Beckett»? Du beschreibst es mit Basteln. Mit Basteln kenne ich mich aus und mit dem Reisen auch. Doch Reisen und Tourismus sind zurzeit durch die Ausnahmesituationen und Ausgangssperren in Europa lahmgelegt – aufgrund der Pandemie durch den Virus «COVID 19» weltweit – ‚One World: Together at home‘ verordnet und weist an: zuhause zu bleiben. Doch, was wird da-:nn sehenswürdig – was wird zur Sehenswürdigkeit: zum Bildmotiv an diesem und einem anderen Ort?! Für den Augenblick und die Dauer, sobald reisen in die Landschaften –nicht Phantasie und Fantastik – unterbunden wird? Wie stellt die Landschaft und/oder Phantasie Sehenswürdigkeiten für Reisende, Touristen sowie Daheimgebliebene her, die zuhause am Tisch sitzen bleiben? Die Kursbuchseiten «Falsch anfangen» von dir – Andreas – fügen sich hier herrlich ein, die ab dem 10. Juni 1965 erhältlich waren. Und auch als Fehlstart zu übersetzen wären. Richtungslosigkeit und Menge an Raum für Interpretationen werden mit dem Kursbuch seit 1964 eröffnet. Im Juni 1965 begann ich zu laufen. Faktennarrativ – uninteressant – »sprachlose (nonverbale) Intelligenz« –

BAND 266 KUNSTFORUM
Die Kunst des Gehens
sinnlich – anarchisch – eigensinnig

„Spazieren muss ich unbedingt, um mich zu beleben“ – Robert Walser verstand Gehen als ästhetisches Verfahren und als unerschöpfliche Inspirationsquelle, ohne die er nicht schreiben konnte. (Robert Walser Der Spaziergang 15. Auflage 2019 Suhrkamp Zürich & Frankfurt am Main). Für die leidenschaftliche Wanderin Simone de Beauvoir war jeder «Ausflug ein Kunstwerk». Und (Zuckerberg), auch Mark Zuckerberg oder Barack Obama nutzen „Walking Meetings“ für ihre Besprechungen, um innovatives Denken zu fördern.

(Wann, wodurch und wie wird Denken innovativ?)

In der Kindheit einst mühevoll erlernt, erscheint uns Gehen als Bewegungstechnik im späteren Leben so selbstverständlich – ein im Alltag uns unbewusst begleitender Existenzakt. Dass Gehen so viel mehr ist als Fortbewegung, zeigen (die hier gesammelten) Beiträge, die das künstlerische und kulturelle Potential nicht nur des Gehens oder Voranschreitens erforschen.

Dieser Themenband blickt auf das ästhetische und poetische Verfahren, das diesen Existenzakt in der Kunst und in angrenzenden Bereichen wie Tanz, Land Art, Performance-Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Philosophie begleitet.

Vom anarchischen Bewegen bis zum sinnlichen Flanieren: im Moment des Gehens zeigt sich ein poetisches Konzept, das sich der Beschleunigung unseres Lebenstempos widersetzt.

«Spaziergang»

Aus diesem Grund gehe und spaziere ich fast täglich ins INTERNET – in den CHAT – in das Meeting

A:P: Habe ich auf der Startseite von http://vorversion1.geopoet.de/
[http://enzensberger.germlit.rwth-aachen.de/kursbuch.htmlhttps://www.spiegel.de/kultur/literatur/feuilleton-institution-kursbuch-wird-eingestellt-a-559115.html]

Womit eigentlich? Angefangen. Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich mach mir sowas wie eine Landschaft, eine Topographie.

B:M: Topographie – „die Landkarte ist nicht die Landschaft“ – Tomographie – Tomografie. Bildgebende Verfahren und Schnitte – schreibend bis beschreibend. Bastelsituationen? Nicht der Bastel-, Kaufmanns- oder Bauchladen! Heute spricht man eher von Onlinestore oder -shop. Kunststoffdispersionen? Was wird aus der «Angst vor dem Apparat»?

A:P: Eine karte des Landes im Maßstab 1:1. Wie man sie macht, wie man sie nutzt, wie unmöglich eine solche ist (?zu sein scheint).

A:P: Den Finger des Geistes auf der Landkarte ausführen.

A:P: Es gibt diese Übergänge zwischen den außen und den innen durchwanderten Landschaften. Überhaupt kann ich sie kaum mehr anders erleben, denn als Interferenzenschwimmer. Gibt es ein Wanderschwimmen, Wandertauchen, wandernd in Lösung gehen und sich in gleicher Bewegung zusammenfinden? Ach, „Paddler“ heißen im Perry Rhodan Universum Extraterristrische, die fremde Stofflichkeiten annehmen können, die eigene Struktur dabei aber nicht verlieren. Sie reparieren komplexeste Maschinen. Ist auch eine Maschine eine Landschaft?

B:M: Nun, versuche bei Google das Hintergrundbild zu wechseln, die erste Kategorie, die mir zum Wechsel angeboten wird: LANDSCHAFT!

Wenn es ein Land gibt, dass bekannt ist. Wenn es nicht bekannt ist, dann ist es um so irrer beim Betreten. Erstreckung und Raum – Landschaften sind für mich: immer abstrakter – offener – erstaunlicher geworden – Mikro – Meso – Makro Ebenen. In dem Moment, wo man sich einlässt: viele „Strukturdinger„. Speziell, wenn man Musik hört. Die werde ich bereisen. Es gibt Details, wie Sehenswürdigkeiten, die ich evtl. mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.

Insgesamt stehe/steile ich nicht auf: wahr, einmalig, o.ä. – was heißt das schon? Fiktion ist’s, die Wissen schafft. Bin nicht der Bannerträger für solche Sachen, Werte …. Oder doch, flattern lassen, was ist das für ein Wind? Sobald etwas digitalisiert wird – z.B. ein analoges Gemälde, Besuch im Museum, wird per Digitalkamera aufgenommen und gelangt ins Internet. Stellt man sich vor, wie es flitzt, knallt, kompliziert verzweigt auf viele Empfänger. Ein Tropfen Code verbreitet sich im Gewebe.

A:P: Mein Schreibtisch war im Wohnzimmer. Hinter den Büchern lief die Gardine des Fensters noch etwas weiter. Ein Store kleiner, weißer, harter Kästchen, langweilig, aber in den Gedankenpausen, mit meinem Pelikanfüller, nein die Tinte war blau, auch wenn sie wie Blut aus der Feder floß … brauchte ich bloß die Spitze an eine der Kreuzungen halten und beobachten, wie sich die Farbe im Stoff ausbreitete. Kästchen um Kästchen Quadrate fraß, doch bald als runder Fleck, immer als runder Fleck, immer langsamer, auch wenn ich mit Geduld und immer auf der Hut, die Mutter könnte gerad hereinkommen und sehen, wie ich lernte —

A:P: „Man stellt es ins Internet“? Was, stehen statt eilen? Stell dir vor, d.h. als ein Vorkommen. Ausdehnung, Verdichtungen, Senken, Höhen, Falten, Reichweite. Wenn so, kommt etwas Statisches bei raus – wie bewegt auch immer. Träges Beharren, der Überall-Speicher. Nicht eilen, sondern warten! Es wird von Speicher zu Speicher verteilt, Kopien in Ablage, also eher gelegt. Die Speicher sind mehr oder weniger stabile Regale, tragen mehr oder weniger verläßlich, sind einigermaßen – zugänglich.

Zugänglichkeit. Daher also „gestellt“: Stehen meint Bereitschaft. Ungeduld? Jede Vervielfältigung wartet darauf, sich weiterhin zu vervielfältigen.

Handyspeicher – ’s geht durch geht durch; es läuft von Kopf zu Kopf, von Bewusstsein zu Bewusstsein, und jedesmal hinterläßt’s vervielfältigt Abgelegtes. Orte des Speicherns – Intimität | interessant; was ist damit? Ist doch Erinnerung schon Entäußerung, Monitor heißt, ich zeige.

Aus dem Speicher wecken, einen Kitzel rühren, durch die vielen Falten der Kleidung, warme Höhlung über die Haut, Nähe, die wartet es sei doch das menschliche Gedächtnis Intimität nicht Speicher – Erinnerung – Ebenbildproduktion, wird verinnerlicht = Metapher. Wirksame Metapher — eventuell?

B:M: Ja, was heisst und wird als wahr, einmalig, echt, real usw. heute wirklich noch bezeichnet? Ja, und diese Metaphern: Künstler sprechen in Metaphern und metaphernreich. Und der Peter Kubelka schreibt auch Texte: „die essbare Metapher, die Kommunikation einer nicht wortgebundenen Weltanschauung mit Beispielen zum Ansehen, Anfühlen oder Verkosten“. Welche Qualitäten werden hierdurch signalisiert, vermittelt, angesprochen und gespeichert?

A:P:
WIRKLICH – was ist das? „wirksam“?
ECHT – ist es entweder sowieso, da bei mir in unmittelbarer Mache // andererseits gar nicht, da voraussetzungsreich und abgehoben
Kunst.
WAHR – die Problematik der Wahrheit geschultert, wow uff tough –
REAL –  … die Aura – Kontaktfläche und so weiter – Glanz bis dunkel düster;
· A U R A · I S T · E R N Ü C H T E R N D ·
Ok, DAS war es jetzt! Die Enttäuschung vor dem Original. Das ist sowas von …!… kreativ: daß man sich vom Original ernüchtern läßt.

A:P: Kntktfläche Begegnung. Grenzfläche, unmittelbares Aneinander, Abstand = inframince – damit ist eine Unterscheidung substanziiert, ist ein Etwas, nun offen, offen, so groß zu werden, wie man es sich nur vorstellen will. Ein Raum für die Begegnung geschaffen, mag sein, ein Tempel, darin zentral hinten aufgestellt das Ding, nun entgegenstehend, nach mir greifend, vereinnahmend darin ohnmächtig [ist vielleicht selbst geraubt, Beute (wie grenzenlos das Nehmen), Signum eines Sieges, so hingestellt und promt unerreichbarer als zu vor, auch wenn einfach transportabel, ein Schild], näher, als hart an diese Ferne, bin ich nicht zu kriegen. Im Licht tanzt Staub, es zieht kühl, ein Apparat, wie er meiner Erscheinung Partikel abzieht und auf Platte bannt, macht nur ein Photo*. Die Faszination ist gebrochen: die Attraktion verschiebt sich – >> wenn jene Grenzfläche, so weit sie auch sei, das Moment „Kontakt“ bewahrt, zeugt sie selbst wieder Kontaktfächen à gogo, die inframice unmittelbar aneinander unterschieden vervielfältigen substanziiert ZWISCHEN … zwiebelhautKlaffen, petticoatHorizonte, spärenweltLaminate … expandiert.
*) So stark auch der geschilderte Tiefensog in den Raum einer Imagination, der den Betrachter sonst alles vergessen läßt, vom Gemälde bis zur VI-Brille absturzgleich, doch: Oberfläche bleibt abweisend.

B:M: ja, was ist Wahrheit – was ist real? Ja, wie ist Wahrheit, wie wird diese real? Reden, sprechen und schreiben wir jetzt aneinander vorbei oder treffen wir uns? Müssen wir uns überhaupt noch treffen, seitdem wir vereinbart haben, um hier jetzt (zu Kunstwerk und Quellcode) zu schreiben?

A:P: Kunstwerk und Quellcode – das ist eine spannende Angelegenheit. Das wäre mal zu besprechen. Konzeptuelle Begründung. Kann man ein Kunstwerk knacken? Wie oft?

Oder ist ein Quellencode etwas anderes? Ein quellender Code, ein Code aus Quellen, kommend aus, bestehend aus?

Ok, ich weiß. Wie geraten die eigene Arbeit und die Webseite aneinander/ineinander? Wechselwirkungen, Framing, wie werden sie zusammen wahrgenommen. Vergiftet die Eigenart der Internetpräsentation, ihre Struktur und Anlage, … wird die eigene Arbeit vom Internet vergiftet.

Ich habe eine ähnliche Scheu vor Therapien. Da jeder Therapeut mit mächtigen Instrumenten auf mich zukommt, die seine Wahrnehmung formen, die mein Verhalten bestimmen können, mich verändern (nachdem sie Therapeuten eingelassen, haben sich schon Klöster aufgelöst) – plötzlich bin ich kein Künstler mehr, jedenfalls nicht mehr so.

Zur Zeit will ich das Internet als Werkzeug auffassen, mit dem bestimmte Sachen möglich sind, die anders nicht möglich wären. {Liste machen, wie. & Könnte man versuchen, Grenzen auszutesten, das System zu unterwandern?}

A:P: https://de.wikipedia.org/wiki/Quelltext Wo kommt das her, das mit dem Quellcode. „geknackt“ In der Genetik hat man den Quellcode, seit Genome in eine menschenverständliche Form übersetzt werden können. Eine Basisinformation des Lebens, der Biosphäre; auch wenn man noch lang nicht versteht, was man da liest. Dennoch ist es nun möglich Veränderungen der Biosphäre gezielt zu performen.

B:M: Biosphäre: eintauchen «Landschaft mit dem Sturz des Ikarus» – Infosphäre auftauchen. Sag‘ mal ein anderen Begriff für NATUR!

Das Ölgemälde Landschaft mit dem Sturz des Ikarus zeigt im Stile der Niederländischen Renaissance eine Szene aus den Metamorphosen des Ovid. Die bekannteste Ausfertigung befindet sich in den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel und misst etwa 73,5 Zentimeter in der Höhe und 112 Zentimeter in der Breite. Lange wurde angenommen, sie stamme vom flämischen Maler Pieter Bruegel dem Älteren. Während dessen Urheberschaft bezüglich der Komposition als gesichert gilt, ist zweifelhaft, ob er die konkrete Fassung gemalt hat. Möglicherweise handelt es sich um eine frühe Kopie eines Originals von Bruegel.

B:M: Grenzen des Systems und der Umgebung „auszutesten“, dies fordert mich schon länger heraus? Listen macht jede-r und Anwendungsprogramme für diese Listenform gibt es zahlreiche. Liste – Listen (hören) – Katalog. Hier treffen Ansichts- und Arbeitsweisen zusammen. Das Internet als Werkzeug und Toolbox zu nutzen. Welche Sachen werden genau möglich, die anders nicht möglich werden? Wird die Eigenart der Internetpräsenz durch Struktur, Anlage und Architektur verzuckert und vergiftet? Wird Arbeit und künstlerische Arbeit durch’s Internet vergiftet? Wie werden die Wechselwirkungen und Framings sowie die farbigen Zonen wahrgenommen? Wie geraten Arbeiten und die Beiträge aneinander und ineinander? Wollen wir hierzu chatten? 22.03.2020 15:56h – in den nächsten Tagen?

B:M: Zum Beispiel bin ich mit berechtigter Sicherheit davon ausgegangen, dass es in der zivilisierten Vergangenheit zu einem Kunstobjekt (schwarz weiss Fotografie und Ölgemälde und kunsthandwerklich verzierter Brieföffner, Dosenöffner und Schlüssel) Quellen gibt. Ich weiss lediglich nichts von ihnen oder über sie. Der Ursprung der Idee oder gar des Modells muss nicht in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Als Forschende heute finde ich die erhofften Schriftstücke und bin zum Teil ziemlich erfreut und zufrieden. Das Gefundene als solches ist für mich die Bestätigung für mein Vermuten, Vertrauen und Hoffen und Wissen. Es verursacht keine Überraschung mehr, eventuell noch Erinnerung.

Die hier vorgelegt Schrift ist jedoch etwas Besonderes und eventuell wird eventuell auch überraschen. Sie bedarf – in jedem Fall – erläuternde Hinweise. Denn sie liegt ausserhalb dessen, was im Vergleich zu allgemein bekannter Kunstliteratur, künstlerischer Literatur und Forschung sowie Wissenschaft erwartet und als Landschaft und Topografie gesehen werden darf und gesehen wird?

Wir ergänzen (nicht nur) bereits Bekanntes. Wie Verfasser grundsätzlich «*Wesentliches» beschreiben. Werden zu Entdeckungen. Form und Inhalt sowie Formen und Inhalte zeigen dem Charakter nach: wesentliches?! Sie offenbaren Grundsätze, Schemen und Muster, deren Bedeutung bisher un-bekannt und deren Wesentliches verborgen und rätselhaft war. Die Gewichtung des Gesagten, Geschriebenen und Gezeigten lässt sich im vorhin- oder vorherein nicht bemessen. Mit Sicherheit wird viel gesagt werden: ohne die hier dargelegte Grammatik, Symbolik und Semantik der Zeichen – Formen – Farben zu kennen.

  • Wird künstlerische Ästhetik freigesetzt?

https://blog.kulturbanause.de/2012/09/wordpress-dateien-zum-download-anbieten/

soll ich weiter machen auch wenn du es scheisse findest?

B:M: GAIA oder Ge oder Geo – basteln und/oder entwerfen bis konstruieren – wildes und domestiziertes Denken – spätestens seit Claude Lévi-Strauss. Für die Syntax gegen die Semantik _____________________/// und was ist mit der Grammatik? Nicht jede-r ist gleichmassen befähigt, Theorie und / oder Poesie zu entdecken, aber niemand braucht ein Genie zu sein, um brauchbare Theorie und / oder Poesie zu generieren (Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss). Jede-r kann anfangen «Phänomene» zu untersuchen.

A:P: In jedem Fall ist Querlüften gefährlich, da die Zettel mit den so wichtigen Notaten all der Basissätze und Evidenzen durch-ein-an-der-fliegen. Wieso werden die Zettel nicht angeklammert – angefügt – aufgehängt, um sie jederzeit griffbereit zu haben? Weil die Überlegungen, die Prozeduren, die Messungen schnell und spontan auf ein an der folgen, die Notizen dazu sekundär sind, Vermittlungen an Auftraggeber, bestenfalls an die eigene spätere, später gar nicht besonders notwendige Erinnerung. Zwischen fliegende Zettel kann man leichter einfügen. Es wird sich schon jemand finden, der Versionsgeschichte schreibt (vllt ein Bot?).

B:M: wird kurz aufgerufen https://kunstderkunsttherapie.com/2020/03/27/blogs-2015-2020/ und schon geht’s weiter – immer weiter – voran: Viele derjenigen in wissenschaftlich, kühlabwägenden Traditionen aus- und weitergebildeter und erzogener Kollegen rümpfen über den Grossteil des in diesem Bereich erstellten Schreibens und Schrifttums eventuell nur die «NASE» – zu viel Zuckerwatte, zu unspezifisch, unbewiesen und auch noch … zu wenig romantisch. (Nase, ich rieche und denke an »William Kentridge« – Oper – Operation – Aufführungen bis Ausstellungen). Ich habe es bei etlichen Gelegenheiten selbst erlebt und nicht selten waren die Reaktionen auch berechtigt. Mir liegt deshalb viel daran, andere und bessere Möglichkeiten zu finden.

Betreiben wir eine Studie?

Inge Löök, Zuckerwatte im Park

>Layoutmäßig s.o. bin ich soweit, den alten Zuckerwattedamen ihre Linksbündigkeit zu lassen, da sie ohnehin ständig wieder dahin rutschen! Tzzz! Immerhin links.<

»Inge Löök« Entdecken sie die phantasievolle Welt oder „Altwerden funktionaler und formaler Differenzierung“ * und die „nächste Gesellschaft“?

*) Wie sich das anhört!? f&f Diff. und nächste – (too much, echt zu viel, zwei Alte an Zuckerwatte, laß ich mir noch gefallen, aber Quarantäne mit Feenfolk, nein. Es braucht Kartoffen, nüchterne, Knubbelexempel. [A:P:)

JA!

Moritz von Schwind: «Der Traum des Gefangenen»

Zu den Bereichen Malerei, Fotografie, Videokunst, Performance und Musik sowie Poesie zur jeweiligen Persönlichkeit des Künstlers nüchterne Knubbelexempel (Beispiels) und Kartoffen? Kartoffeln wären mir lieber_ Kartäuser sprechen kaum und sind anders offen.

Jedes Medium ein Gitterfenster.

„Das Bewusstsein bewegt sich in engen Schranken, eingespannt in eine kurze Zeitstrecke zwischen Anfang und Ende, die erst noch etwas um ein Drittel durch periodischen Schlaf verkürzt wird. Das Leben des Körpers dauert etwas länger, es fängt stets früher an und hört sehr oft später auf als das Bewusstsein. Anfang und Ende sind die unvermeidlichen Aspekte aller Vorgänge. Jedoch bei näherem Zusehen fällt es ungeheuer schwer, anzugeben, wo etwas anfängt und wo etwas aufhört, denn die Ereignisse und Vorgänge, die Anfänge und Beendigungen bilden genaugenommen ein nirgends teilbares Kontinuum. Wir teilen Vorgänge ab zum Zwecke der Unterscheidung und des Erkennens, im Grunde dabei wissend, dass jede Trennung arbiträr und konventionell ist. In das Kontinuum des Weltvorganges greifen wir damit nicht ein, denn «Anfang» und «Ende» sind in allererster Linie Notwendigkeiten unseres bewussten Erkenntnisprozesses“ (vgl. C.G. Jung : Wirklichkeit des Seele. Rascher-Verlag Zürich und Stuttgart, S. 161).

A:P: Ist vielleicht möglich, von Zukünftigem her | „Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“ | zu umgrübeln, immer um diese Grube rum, von der man nicht wissen kann, ob sie nicht etwa ein Grab ist.
Vor welchen Entwicklungsaufgaben stehen nun mal die kunstbesessen Tätigen derzeit auf dieser Höhe der Zeit / Senke der Zeit.

A:P: Im Modus der Schlaflosigkeit, ist’s vielleicht erlaubt
kryptisch unerschlossen kurz zu posten:
— Viertel vor fünf, früher Morgen
— Stichwort-
— Entwürfe ad Nachtgedanken:
— Blicke nach vorn zurück nach vorn … treiben
— Entwicklungsaufgaben für die Künste am Rande der Welt
— Globalokale Imagination, Phantasie, Entwurfsfähigkeit – Kunst
— verstehend und ausarbeitend universalisierend öffnend
— ScienceFiction ist auszuweiten, #Quellcodeknaxe
— umgrübeln

A:P: Was ist die Botschaft der Pandemie?
— Die Biosphäre textet und testet virale Symbioseangebote an die Menschen
gen delivery service logistics
— die Macht der Viren in der Evolution,
— Virolutionen, im Meer genetischer Information
— Viralizität des Kosmos, heuristisch, stochastisch
— kombinatorisch, die Gene flüstern miteinander Grauses
— Kurs halten bei tödlichem Selektionsdruck aus unterschiedlichen
— Richtungen; wollen die Menschen die mörderischen Wege
— nicht gehen, aber die gen-Kommunikation nicht abreißen lassen
— notwendigerweise, da Updates, manche, je diese …, nützen
— dann?
[s. Quellcodeknax nr. 1]

Tun wir also etwas, was Viren auch tun; möglicherweise brauchbare Sinnfetzen kommunizieren, einbauen und per Evolution bedenken?

Ein Wort ist vielleicht anzumerken: „#Quellcodeknaxe“. Ich halte es bewußt etwas häßlich, Bruchschmerz. Man hat angfangen, die Geninformation der Biosphäre zu lesen und ihre Anweisungsstruktur zu nutzen; damit haben Menschen einen extrem direkten Zugang zu den biologischen Grundlagen. Der Quellcode ist geknackt. Dies nehme ich als Exempel. Mir scheint, es lohnt danach zu suchen, ob Ähnliches nicht auch woanders passiert. So sind die Versuche, der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, das erste absichtliche Geoengineering Projekt in Korrektur eines unabsichtlichen. Oder: Die Abwendung von fossilen Energieträgern bringt, daß Energie im Grunde überall zu ernten wäre, in die Aufmerksamkeit der Ingenieure.
Geopoetische Plastik.

B:M: Sobald mit dem 3-D-Drucker – #Quellcodeinformation – erstellt werden könnte.

B:M: Der Ursprung einer Idee oder gar eines Modells muss (nicht) in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Ein Einfall, gleich ob es sich um den eigenen oder einen entliehenen handelt, ist vermutlich nutzlos. Solange der Künstler ihn nicht aus einer blossen Anekdote in ein anderes und auch theoretisches Element transformiert. Einsichten und Einfälle versuchen wir hier in relevante Kategorien – Eigenschaften und ja, Hypothesen zu verwandeln. Und die Moral: dass man solcherart Reflexionen über persönliche künstlerische theoretische Erfahrungen wohlweislich kultivieren sollte. Häufig unterdrücken wir sie oder schreiben ihnen den Status von blossen Meinungen zu, anstatt sie als Sprungbrett zu nutzen. Es obliegt jede-m die geborgten Einfälle in eigene Einfälle zu verwandeln oder umzumünzen. Der Kunstgriff besteht bisher darin, das, was man für theoretisch möglich oder wahrscheinlich hält, dem gegenüberzustellen, was man in der Landschaft und auf dem Feld antrifft.

Zwischenfrage: wie positionieren wir uns zum »radikalen Konstruktivismus« »Dadaismus« und sonstigen *ismus bis *ismen?

A:P: Positionspotentiale. Dies Schreiben selbst als Metapher. Es geht nicht auf große kompositorische Bögen, mir fehlt dazu der Abstand, da ich drin bleibe, Körnigkeit, Flickarbeit, kurze Schübe, Hineinzitiertes auch von mir Selbst, Verweise, … unwahrscheinlich, daß uns derart „Anfang, 1., 2., dritte & Haupthöhebung, Abfall, Rausschmeißer, Schluß“ o.ä. Muster kommen. Andere aber, welche? Zu was sind all over Geschiebe, Brekzien, brekszientistische Erfahrungs- und Frageanlässe fähig, wenn wir sie ansetzten. Nicht positionieren wir uns, sondern mal diesen, mal jenen -ismus.
[Was in Schulen zu Lernstoff verkommt, parallel zum kunstwissenschaftlich fixierten Lehrplan: malt nach impressionistischem, expressionistischen, dadaistischem, bauhäuslerischen usw. Muster, das ist nun auch so und nur Stoff, ein „So könnt man, jetzt, dank den Riesen und ihren Schultern, mal weitermachen …“.]

Was wäre nach Farben zu zahlen? Wieviel kostet blau?

Es entsteht eine Tropflinie, ein Tropfentext, ein Twitterfall, der aus den Intervallen entsteht. Zwischen den Absätzen, Wörtern, Lettern, (Auch des Codes?) gibt es genug virtualisierte Leere, die Möglichkeiten ins Sein lockt. Weit draußen, wo die Leere am leeresten, am ärmsten ist, da nehmen die Dinge der Welt sich endlos zerteilend Abstände ein, spannungsreiche, und warten. Was mag eine Linie dort im Felde der Potentiale sein? Was springt dort zwischen „weit“ „draußen“ in die Wirklichkeit?

Das könnten verkittete Fragmente sein, Hesiods Theogonie gegenseitig umfaßt ad Aktuelle Vakuumkosmogonie. Das war mal flüssig. Hat neue und alte Bruchspalten. Und so weiter. Als Text ist es auch Musik.
[Von Geomartin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10289506]

Uran-reiche Quarz-Haematit Brekzie am Mt. Gee, Mt. Painter Gebiet, South Australia; unterschiedlich große Trümmer

Die Erde als Planetoidenbrekzie. Wir als eine solche. Wir sollten das bisherige mal Verschlagworten. Wenn schon mehrD-Plastik, dann doch nicht ohne Landmarken. Zudem, kann zeitlich mindestens Neues automatisch markiert werden, wo es auch plaziert erscheint?

Bei aller Schwankungsweite – es stellen sich Fragen bzgl. der Handhabbarkeit und des Zusammenarbeitens:

Letzte Revisionen sind im Vergleich immer schnell nachzuvollziehen!

Indexieren?

ZOOM-Kanal-CHAT-Meeting

Autodokumentarisch, wir arbeiten autodokumentarisch. Darin ist die klarste Objektivität, das Einschalten der Aufnahme-, Verbreitungs-maschinen und die schwebendste Phantastik, unser Bemühen um die  Inszenierung unserer Gegenwart, von Vorstellungen und Auseinandersetzungen aufgehoben.

Ob nun in diesem „Gemeinschaftskatalog“, oder im „KunstTalk“ Daten entrieseln uns wie Hautschuppen, verflüchtigen sich, wie Schweiß, oder haften schneckenschmierartig als Fingerabdrücke.

Wir setzen uns wachsamen Objektiven aus, die, indem wir subjektiv steuern, indem wir uns als Gegenstände darbieten, sie die Maschinen als Subjektive verwenden, eigentlich sogar, denn das Phantastischste ist die aufkeimende Maschinenwelt, deren Gehirn ein brodelnder Haufen intelligent träumender Biosphäre ist, eigentlich sogar also betrachten wir objektiv sie, diese, in gegenseitiger Einflußnahme. Autodokumentation. Offenlegen, was ist. Ein seltsames Gespinst von Daten, die wir geben, die uns gegeben sind. Abstandshalter objektiver wie subjektiver Distanz. Dabei beobachten wir uns nicht, analysieren uns nicht, reflektieren nicht, spiegeln uns nicht einmal, denn die Webcams sind nicht Spiegel (auch wenn es eine “Bild spiegeln” Einstellung gibt), wir agieren, Akteure eher als Autoren, aktivistisch im Sinne einer Ecriture Automatique, nur daß wir die Surrealität nicht mehr provozieren müssen, wir sind in ihr, wir haben sie, indem sie uns hat, wehren wir uns nicht gegen unsere Verhältnisse, sondern prononcieren sie. Eine seltsame Schamlosigkeit von Macht und Ohnmacht, als Widerstand, denn objektiver, als in gegenseitiger, allseitiger Berührung, kann man sich nicht ausmessen. Das ganze Elend, sachlich, ist da; und erfindet ständig neue Meßlatten, Realisate unserer Phantasie. Artimeter, Soziometer (100 Soziogramm, gelebt), messen Sichtweiten am Monitor neu aus Präsenzmetern, Psychometer, wie nackt die mit den freigewählten wirtutellen Hintergründen interagierenden Selbstportraits, … — bunt-weiße Flecken, auf Alices weißer Seekarte, shnarkjagend.

Wir pflegen weiße Modelle, Engel, putzen, wedeln, daß sie keinen Staub anlagern, schon gar nicht den der Jahrhunderte, denn so liegen sie frei, bleich, blank, zukünftiges Jetzt. Bruch, aber natürlich durch die geknisterte Schaumwand der Zone Möglichkeit. Nein, ich rede nicht in Rätseln.

„Da kommt ein Wort aus dem Text heraus wie ein Stein und erschlägt mich.“

Es ist die seltsamste Erfahrung, daß man mit Steinflügeln fliegen kann. Man braucht dazu ein Lamm, das wach ist, das lauscht. Seine Aufmerksamkeit wächst sich aus zum Flausch also – zunächst weiche Landung. In der Weigerung Engel zu sein, erfühlt sich eine Erdnähe, des Himmels, zum Unterirdischen: wo es die Flügel steinern braucht.

Unbefangene Gewichte, wer hätte das erwartet? Das Lamm braucht es, damit ich wissen kann, daß ich geträumt werde, daß, indem ich geträumt werde, beobachtet bin, die wachen Augen … so hätte ich mir nicht vorgestellt versunken zu sein. Soviel grünes Gestrüpp. Ob sie Angorawolle trägt? So tragen Engel das Fliegen, shoppingcindy, die moderne Frau, trägt Hosen und ein günstiges Fliegen heute und sanfte Landung flauschschafschlaf.

Die Augen schließen, um erst recht gesehen zu werden, Aufnahme zu finden. Was auch immer ich zu sehen meine, was auch immer gegenüber das Schaf zu sehen meint, dieser mediale Anlaß, schafvermittelt, objektivgefesselt, auf jeden Fall etwas anderes, als zu sehen ist, gegenseitig. Geduld. Daher die so ultralangsam schwingenden Flügel. Man landet anders, wenn man von unten kommt. Aus der Tiefe der Augen, die aus der Tiefe eines Traumens aus der Tiefe eines Schlafes aus der Tiefe … die kenn ich doch irgendwoher? Hüfte, Nase. Wie auch nicht, bin ich doch von ihr ein Traum, wie sie mich in changierenden Gestalten als nie denselben, nein, sie weiß nicht, hier nicht, daß etwas tief in ihr mich malt, Photon, ich bin nicht sicher, daß sie Frau ist. Es gibt Traumsteine, Traummetalle, Traumgestrüpp, Traumgeschaf, Traumgefrau. Das war in der Tiefe schon zurückgelassen.

Das Schaf als verkappte Kamera. So wie Pferde, nach denen Mädchen sich sehnen, die sie allabendlich striegeln, die sie an der langen Leine reiten, Salto mortale Likes, das Selfie vom Pferd, so wie also Pferde verkappte Drachen sind Träume vom großen Leben, vom prachtvollen Abheben, von den schwerelosen Lasten, dem Flug als Macht, Schaffen, Lenken, Steigen, Gefressen werden im Flug, vom Flug. Projektionen. Bilder, die sich gegenseitig anschauen: auch eine Form von Melancholie. Daher jenes flauschwollige, Angorapulli, osterlämmlige – das Schaf ahnt was. Kamera zwischen Okular und Objektiv zerrieben.

Licht, raumzeitlich, ist überall zugleich.

Sie schaut durch die Augen des Lamms jene fremdgeträumte Gestalt zurückschauend durch die Augen des Lamms ihre Traumaugen bannend.

Auf diese wunderbare Fortschreibung wird mit BB und taghelle Magie geantwortet. Licht – raumzeitlich – ist überall und nirgends zugleich. Dieser Gemeinschaftskatalog wird keine Kunst werden, da dieser von zwei Personen erstellt, geschrieben und beschrieben wird, oder? In jedem Fall von zwei Autoren [zu ersetzen durch das Wort „Amalgam“ in einer gleich wertigen, anders sich ausbildenden quecksilbrig autonomen Kraft: zwei und mehr Urhebende – Das Amalgam! (A.P.)] zumindest, denen Flügel zu waschen und wachsen scheinen – wunderbar – verbinden sich Steine zu fliegenden Häuschen am Faden. Häuser und Schreine für Caramel-Zucker-Schmuckstückchen anstelle der rosafarbenden Zuckerwatte. [Nicht verpassen an dieser Stelle über den Unterschied von Zuckerwatte und Filz nachzudenken.(A.P.)] Zu zweit ist es sofort Kultur, nicht wahr?!. Nur alleine ist Kunst zu schaffen!. Doch «bildende Kunst», egal: jetzt – nach welchem oder erweiterten Begriff – wird es nur im ZusammenSein, so viel scheint klar und wahr zu werden. Als Autor aus dem stillen Kämmerlein heraus [„heraus“, (A.P.) aus dem Umherum, die Kammer ohne Außentür (ihr Schildbürger) gewaltsam öffnend, in die Tiefe eines Gehirns Physis zu beforschen, knisternd die molekularen Interaktionen; „heraus“, aus dem Inherin, der Kammer ohne Innentür (du Ingenieur) mit Klopfzeichen in Schwingungen, als Hände, als Füße, als Mund, klaffend m-o-u-th, in Durchführungen vor und zurück, bifurkativ zu versetzen saugstoßhaft ein mit dem Dinghaften interagierender Horizont –] zu schreiben – zu zeichnen, zu malen, zu performen – welch‘ wunderbare Vorstellung und Imagination. Die gegenseitige Annäherung an die Seiten der Fantastik – «Phantastik», man wird gerührt, berührt und gebürstet – nicht nur vom Wasserstrahl des Hahns. Die zwei weissen Eier mit dem Sparschäler schälen. Obgleich sich die Produktionskosten für ein Ei um das vielfache erhöht haben, sind die Eierpreise der 10-er Packung nahezu stabil – seit den 1960iger Jahren – geblieben, wenn ich mich nicht irre. Die «Eierpreise» schwanken heute lediglich im Bereich von Cents, Rappen oder sonstigen Währungseinheiten. Doch wen interessiert es oder – dies – schon? Und was hat es, wenn und überhaupt – mit Kunst – zu tun? Das weisse Ei!, meine ich, das im weissen Porezllaneierbecher. Die weissen Zuckerwürfel und diese bernsteinfarbenden Caramelstückchen sowie dies orangefarbende Gericht aus dem Woktopf, welches längst gegessen, verzehrt sowie verstoffwechselt worden ist. Der Sommer steht vor der Tür und die Lilien im Garten reichen und duften stärker in der Nacht als am Tag. Was hat es «heute» mit Kunst zu tun? Okay, das Abbild und Foto erscheint weiterhin als Beitragsbild. Dies scheint zu überzeugen. Evidenz auf den Autor und das Artefakt im Fotografischen als Kunstwerk hervor zurufen, welches sowohl – off- und online sein – kann und vorhanden ist. Diese Paradoxien sind doch irreführend, oder?

Dies »ungefragte Subjekt« und die Frage, wie verändert sich Kunst, wenn sie man sie als Forschung versteht? Schon in der Vorstellung wechseln Fragen und die Fragestellungen jedesmal die Richtung. Wie unverschämt. Ungefragt hatte es sich RAUM verschafft. War auch in die Fänge der Omnie-potenz-phantasien geraten. Wieso meinte dies »ungefragte Subjekt« sich in zahlreiche mögliche Phantasien hineindenken zu können? Identifiziert sich mal mir der einen Rolle, mal mit einer anderen und flüchtet dennoch vor Festlegung? Lässt sich dieses »ungefragte Subjekt« als Effekt der unspezifischen und ausweichenden Verallgemeinerungslogik verstehen, die die Verwendung des Wortes »man» oder «wir» einfach mit sich bringt?

Künstlerpaare – Künstlerehen – Künstlerduo? Zwei Autoren sind nicht auf einen Autor zu reduzieren.

Die artgerechte, moralische und ethische unbedenkliche Haltung und Pflege der Roboter
Kategorien
#kunsttalk artistic Research Ausstellung öffentlich schreiben bild im bild Echtzeit Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstlerbuchseite künstlerisch forschen künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung kunstprozesse kunsttalk LecturePerformance Medienmündigkeit Metabilder Praxis des Schreibens Probe schreiben Seite der Künstler*in transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

mass-stabs-getreues

Moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie visueller Kunst wird heute sofort erkannt. Über die klassische, moderne bis postmoderne oder auch die typischen Versuche der «Disziplinierung» und «Spezialisierung» visueller Ästhetik wird heute kaum gesprochen, die in erster Linie künstlerisch kommunizieren. Aufklärungs- und Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis, Praktiken und Performance, die immer ästhetisch – ohne Worte – «kommunizieren». Keiner weiteren Erklärung, Vermittlung und Analyse, noch Erzählung oder Erklärung bedürfen. Bilder, Videos und Aufzeichnungen im Fotografischen, die selbst-er-klärend erzeugt und freigegeben werden.

Klar ist, ich zeichne auf. Kopiere, füge ein, verändere und schreibe. Lösche, transformiere, gestalte, verwende und verlinke. So wie jede-r heute versucht ist, es zu machen? Ich meine, die Bilder im Fotografischen aus dem Internet zu verwenden. Mit und ohne #hashtag, Text und Sprache sowie zusätzlichen Audiospur-en zu posten. Diese hoch- und herunter sich auf den Bildschirm ein-zu-laden. «Raum- und Bewegungsbilder» bis «Farbklänge» im fotografischen – mit und ohne zusätzliche Effekte und Animation oder Musik – audiovisuell – herzustellen.

Könnte ich das Audiopaper oder Hörspiel mit dem Mikrophone am Computer aufzeichnen? Das animierte Tik Tok Video mit der App. dazu herstellen? Das Manifest dazu auf Papier verfassen? Anstelle mit den Fingern hier auf der Tastatur herumzudrücken, damit die schwarzen Lettern im grauen Absatz erscheinen.

Wahrscheinlich wird es heute sowieso kaum einer mehr lesen, da es zu lang – grau und langweilig – kompliziert und verschachtelt daher kommt. Wer bevorzugt heute noch grau, blau, weiss usw.

MacBook Air schwarze Tastatur – iPhone graue Buchstabenfelder – iMac weisse Tasten

Um sich «sozial» an möglichen «Schnitt- oder Teilmengen» – Gruppen – «Public Domain» und der sogenannten «Gemeinfreiheit» zu beteiligen. Am «Diskurs» oder der «Diskussion» Bildbetrachtung und Bildverstehen teilzunehmen. An den Prozessen künstlerischer und kunstbasierter Forschung, Kunstforschung und Wissenschaft (OpenScience) jederzeit aktiv-er mit-zu-machen. Wozu thematisch tagtäglich Blogs geschrieben und Vlogs zusammen-geschnitten werden? Um Bilder im Fotografischen (Visual Literacy) und Texte (Oral-History) möglicherweise in – mit – durch künstlerische Anwendungsmöglichkeiten (besser) zu verstehen, die ästhetisch sowieso immer kommunizieren? Oder, um Bildakte visuell Kunstschaffender gegenwärtig – in direkter An- und Abwesenheit der Künstler*innen – im Zusammensein zu betrachten und zu besprechen?

Wer beteiligt sich heute aktiv an den Systemen, die «Kulturgut» – «Museum» – «Kunstsoziologie», «Kunstbetrieb» – «Kunstsystem» – «Medienkunst« – «Kommunikation» – «Performance-Art» etc. betreffen?

In wie weit «Schönheit» – «Gesundheit» und «Krankheit» – «Wissen» – offene, freie bis zweckorientierte «Wissenschaft» – «Literatur» – «Kunstgeschichte» – «Gesellschaft» der nächsten Gesellschaft – «Politik» – «Kultur» – «Natur» – «Äther» – «Philosophie» – «Physik» – «Mathematik» – «Musik» – «Informatik» und so weiter hierbei die Rolle spielen, muss mich oder jede-n Einzelnen dies im Detail wirklich interessieren? Mache vorerst so weiter, da es funktioniert.

Entscheide, lösche und wische, verdränge, mische oder wähle heute sowieso wie jede-r selbst – selektiv -aus. (Diese Auflistung folgt keiner Ordnung, keinem Konzept, Programm, Plan oder Code etc. und lässt sich problemlos erweitern, verändern oder löschen sowie anders definieren, sehen und zusammenstellen). Hierfür nutze ich bislang verschiedene Tools, Pools und Geräte und Utensilien. Geht es um den Zugang und Zugänge – den Zugang zu finden – die Zugangsberechtigung zu erhalten usw.?

Auch wenn Präsenz heute oft bedeutet Befasstsein, Tätigsein und Zeugesein für visuelles Kunstschaffen, ohne dabei angeheuert, ausgestellt und angestellt zu sein. Sollte ich es genauer, treffender und präziser formulieren, dass jede-r heute Erfahrenes und Erlebtes fotografisch, filmisch und schriftlich sowie audiovisuell aufzeichnet und speichert sowie verbreitert. Grosses Interesse an Kunst zeigst, sei es in Form von Musik, Malerei und Reisen sowie dem ständig unterwegssein preisgibt. Die Furcht, die von Anfang da war, ist die Annahme, Kunst werde durch Design- und Organisations-Vorgaben so verändert, dass ihr autonomer Status verloren gehe, möchte ich kaum teilen. Künstlerinnen und Künstler verbinden oft ihren autonomen Status mit ästhetischen Theorien und Handlungsfreiheit, die sie kommunikativ begründen. Der Begriff Forschung ist in der deutschsprachigen Diskussion sehr umstritten und nicht selten lautet der Vorschlag, es sei »ästhetisches Denken«. Lautes sprechendes Denken, Erzählen, Erklären und Aufschreiben sowie die performative Imitation mit An- und Abwesendem.

Befinde ich mich auf Forschungsreisen, der Expedition oder Exkursion?

Hauptsächlich Frauen zwischen 60 und 80 Jahren nehmen den Biografiekurs auf, um ihre Autobiografie zu schreiben, wie ich erfahren durfte. Dies bestätigt auch das Datum 08.03.2020 Frauentag. Zumindest Gemeinsamkeiten (vgl. Andrea Züger Leben schreiben. Eine qualitative Studie zu Praktiken des autobiografischen Schreibens, 2019, S.12), die Frauen teilen. Doch, egal welchen Alters, Geschlechts und sonstigem Status, weshalb werden Menschen heute zum «autobiografischen Schreiben» und damit auch «KünstlerSein» aufgefordert?

Jene-n möchte ich auch verstehen, die oder der es boykottiert. Unterlässt und nicht mitmachen will.

Vom «Nullpunkt der Literatur» – Ende der Kunst – aus, lässt sich in Bildern denken. In Bildern Denken, wie illustrierte Seiten im Buch:

Verstehens-Erwartung scheint in allen Ecken zu lauern. Die Lebensgeschichte (nur) eines einzigen Bildes oder Bildakts als visuell-ästhetischen Kunstanspruch zu beschreiben. Bildakt und Rezeptionshabitus werden ästhetisch im Kontext der Epoche übernommen (vgl. Marianne Karabelnik Das Kunstversprechen Lebensgeschichte eines Bildes 2018). Die Musealisierung der Vergangenheit und Erinnerung oder die Verdrängung der Gegenwart spielen möglicherweise die Rolle dabei, sobald ich beginne zu schreiben und aufzuzeichnen? Text und Sprache werden immer irgendwie mit eingeplant, sobald es um visuelle Kunst, ästhetische Theorien und Handlungsfreiheit geht. Die im Widerstand meiner Sprache und Mundart sowie Kunst- und Bildsprache als Performance entstehen. Ästhetisch zu kommunizieren. Visuelle, malerische bis mund- und handwerklich geartete Kunst zu schaffen. Künstlerisch bis literarisch in meiner Sprache, Art und Weise zu forschen, aufzuzeichnen und zu schreiben sowie dokumentieren und auch archivieren.

In den Formen mit freiheitlichen, symbolischen und offenen Ausgängen. Kultur und Kapital, wie heute schnell gesagt wird: Human- und Sozialkapital. „Im Schreiben und Erzählen ordnet sich mein Leben“ meinen Autor*in-nen, die Biografisches und Autobiografisches im Alltag und der Kunst aufzeichnen. Auch die, welche bewusst mit oder unter Pseudonym schreiben und anonym publizieren.

So öffnen sich bereits zahlreiche Fenster, Zugänge und Ansätze, Aufsätze und Artikel, die nur angeklickt, angetippt und leicht berührt werden (müssen)?

Die Nichtverstehens-Erwartung besteht darin, dass zwar vieles sofort gesehen, gehört und verstanden wird und ich nahezu zappelig, sehr unruhig und verärgert werde. Verärgert darüber, dass in der Ausstellung und Herstellung beim Schreiben so gar nichts Neues, Irritierendes, Verstörtes und Fremdes zu sehen sein wird. Auch, da ich einzelne Bildakte im Fotografischen, Grafischen und Malerischen kaum als «Interferenzphänomen» erkennen und besprechen mag. Sie bleiben hier zumindest im beengten Rahmen und in der Form der Erwartung und des Erwartbaren stecken:

Was heute unter die Kategorien der Kunstfotografie, visueller Kunst sowie autobiografischer Literatur, Kunstliteratur sowie Kunstforschung, künstlerischer Forschung, Video- und Medienkunst sowie Dokumentation und Liste verstanden wird.

Zettelchen im Wind

Nur spezielle Kunstausstellungen – visuelle Kunstherstellungen – bekannter Bild*Künstler*innen sowie deren kunstwissenschaftliche Resultate belegen bis heute, dass eben diese Erwartung auch unterlaufen wird und werden kann, ja sogar auch immer wieder unterlaufen werden muss!

Ich will das Gezeigte (nicht) verstehen, welches ästhetisch kommuniziert. Ich will mich daran *abarbeiten*, damit auseinandersetzen und zu verbessern helfen. Hierzu habe ich zwei Sauer-teig-kulturen zum Brotbacken #KeineBrotloseKunst anlegt, die wilde Tomatenpflanze in den Tontopf gesetzt und in den Wald unter alte Laubbäume gestellt. Die #Schafe – einschliesslich mich – an die Holzwiesstrasse und auf den Holzweg getrieben. Die #Schafe in diesem Jahr an die Herde des Wanderschäfers verschenkt, da ich diese nicht verkaufen konnte. Ich will nicht klagen, mich beklagen. Weder den Ärger und die Verärgerung herauslassen – noch freisetzen – wozu auch? Wem würde dies Nützen? Wen interessieren? Was ich wesentlich kritisiere im Anstimmen des Kanons und Chors hier: Kunst verkommt zum Sedativum, zum Erlebnispark, zum Fabrik- und Outlet- und Atelierbesuch: allüberall (auf der Höhe der Zeit) diese Ausrufe: Wie sinnlich, wie taktil, wie haptisch, wie innovativ, wie genial und produktiv! Ohh, wie schööööööön.

Nun, manche sagen *paraphrasierend*: das war schon immer so! Und zwar genauso und nicht anders.

Ja, das war es. Nur seit zehn, zwanzig Jahren und heute wird der Sprung, Re-produktion und Re-load etc. innerhalb der Generierung von symbolischem und sozialem Kapital gemacht, die ihresgleichen suchen:

Biografie. Ein Spiel / Theater und autobiografisches in Szene setzen

Bildwahrnehmung und der Habitus der Rezeption zum Beispiel werden durch die präzise Reportagefotografie (oder Biografie) und Filmsequenzen (die Filme sind unter uns) seit den ca. 1930er vorkonfiguriert. Filme (Filmtheorie), Radio (Radiotheorie) sowie Literatur (Literaturtheorie) und Bild (Bildtheorie-n) sind in diesen Zusammenhängen zu nennen. Durch Museums-, Theater- bis Opernbesuche, Betrachtungen der Gemälde und Kunstwerke im Original, spezielle Kunstausstellungen und Performances und so weiter werden «Investigationen» (Nachforschungen, Untersuchungen sowie experimentelle Forschungen) konfiguriert. Angeregt: künstlerisch, kunstbasiert und technisch und sonst wie zu experimentieren.

Zu versuchen, den Versuchen andere Möglichkeiten zu finden, kann ich kaum und nur mässig widerstehen. Immer (wieder) anzufangen und neu anzufangen ist kaum zu widerstehen. Mögliches will ich ausprobieren – auf die Probe und zur Probe stellen:

Alltagserfahrungen werden häufig an die Nichtverstehens- oder Verstehenserwartung des Bildes im Fotografischen, Filmischen und auch Malerischen angelehnt. Mit visuellem Kunstanspruch re-produziert und für die An- und Abwesenden hergestellt. Wobei Verständnisfragen hier ausdrücklich kein «Tabu» sein werden.

PC 6208 See, Speak, Hear No Evil, Vintage Japanese Photography Published by Catch Publishing at the heart of the image http://www.catch.nl/ angelehnt an das Drei-Affen-Prinzip der Verneinung und negativen Bedeutungswandel in der westlichen Kultur

Kunst wird als etwas Unverstehbares gesetzt.

Verständliche und durchschaubare Arbeiten, Untersuchungen sowie Experimente künstlerischer Forschungen der Künstler*innen verfehlen ihre Absicht, den Zweck und ein spezielles Ziel. Keine «richtigen» oder «wahren» Kunstwerke sowie »künstlerische Arbeit» zu sein, sobald sie durchschaut und durchschaubar werden. Häufig wird Präsenz, Anwesenheit und sichtbare Performance sowie Stellungnahme der Künstler*innen zu visuellen Arbeiten erwartet. Zum Beispiel, um vom Original, echten und wirklichen sowie „wahrhaften“ visuellen Kunsterlebnis -künstlerisch-wissenschaftlicher-Forschungsbemühung – Aktion – Dokumentation usw. zu sprechen.

In diesem Zusammenhang wird auch noch oft von «Authentizität» (wie in der «bildenden Kunst der Moderne») gesprochen oder diese (auch dementsprechend) erwartet.

In solchen Situationen richte ich meine Aufmerksamkeit auf einzelne Bilder, Szenen und Sequenzen. Fokussiere ich auf den Bildakt, nach ästhetischer Erwartung zur Rezeption und auch Nicht-Erwartung! Übriges Beiwerk oder Ornamente und Rahmung blende ich aus. Den Text sowie das Gemurmel und Gerede sowie die Geräusche versuche ich vorerst zu überblenden und zu überhören. Doch – selbst die ausgewählten Bilder – werden oft nur mit bestehenden Ordnungsmustern (historio-grafischen Ordnungsschemata oder axiomatischen Systemen, »Algorithmic« sowie «humanen Assoziationen») erfassbar. Mit Kontexten, Verhältnissen, Landschaften oder Orten, Epochen, Erinnerungen und Erfahrungen sowie Worten, Wissen und Konzepten und Theorien verglichen (oder abgeglichen) und beurteilt.

Der Anstieg an Informationsdichte im visuellen Bereich (Display) des Einzelnen kann Gefühle und Affekte des Unverständnis, der Langeweile und Überforderung oder Blockade verstärken. Denn Bilder binden unsere Aufmerksamkeit und Begehren auch dann, wenn sie nicht, kaum verstanden werden und unbekannt bleiben. Auf zu schreiben und aufzuzeichnen, worüber und wovon gesprochen werden kann, geredet und erzählt wird, kann helfen sich in der Situation zurechtzufinden oder zu orientieren, wie einige heute zu sagen pflegen. Sich einzumischen in den laufenden Diskurs, Dialoge und Diskussionen sind für mich die zärtlichsten Formen der Annäherung an *neue Erkenntnisse; ja auch Erfahrungen und Experimente sowie zu immer auch zu proben. Anschlussfähigkeiten zu künstlerischen und kunstbasierten Forschungsmöglichkeiten der Künstler-in-nen, visueller Kunst und deren Erkenntnismöglichkeiten, die gesucht und gefunden bis aufrecht erhalten werden. Sowie die Leinwand – in aufgespannter Rahmung durch Holzkeile – hoch zu halten und zu tragen. Selbst das Wort ergreifen: frei zu sprechen und zu schreiben sowie damit anzufangen – entweder allein – zu zweit – zu dritt – zu viert oder in der formellen bis informellen Gruppe oder Gesellschaft. Bildlich gestalten, zu fotografieren und selbst aufzuzeichnen jeden Tag. Auch wenn es auf den ersten Blick, wie die «Investigation» und «Intervention», «Beweisführung» und «Rechenschaft» oder «Argumentation» sowie «Begründung» wirken mag.

Giorgio Agamben analysierte den griechischen Begriff «stasis», der sowohl Bürgerkrieg (Weltbürgerkrieg) als auch Unveränderlichkeit bedeutet: etwas, das potenziell sehr dynamisch ist, aber auch das völlige Gegenteil sein könnte. In den 80iger Jahren war die Verwendung dieses Begriffs noch umstritten, da einige versuchten, die (deutsche) Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und deutsche Verbrechen aller Art herunterzuspielen. Viele andere Denker, darunter Hannah Arendt in Über die Revolution (1965), haben diesen Begriff reformuliert. Jean-Luc Nancy, Michael Hard und Antonio Negri neben vielen anderen gebrauchen ihn. Ursprünglich bedeutet stasis: Stillstand, Standpunkt und Stellungnahme. Doch mich interessieren die Fluchtpunkte, um dem Stillstand, den Standpunkt und die blosse Stellungnahme zu verflüssigen …

Restitution und Begründung zu «Kulturbesitz» scheinen die Rolle des «Identitären in Kunst und Kultur» zu spielen. «Feuilleton» oder «Kunstforschung» als Kunstgeschichte-n, Science Fiktion-en oder Roman-e, Spiel- und Kinofilme, auch in Games, im Theater, in Musik etc. scheinen heute genauso – nebeneinander und parallel – als Schaustücke bedeutend zu sein. Eben noch erzählte mir «Andreas Peschka» von der Theateraufführung: «Helges Leben». Im «Narrativ» des einzelnen Menschen wird es (wieder) erkennbar und erinnert. Obgleich es in anderen «Features» und «Formaten», wie zum Beispiel http://www.soundstudieslab.org/what-is-an-audio-paper/, «Podcast», «Games» und wirklich kurze Videos (TikTok) zurzeit laufend parallel oder auch live auf YouTube etc. veröffentlicht und gezeigt wird. Auf die Definition der Sprache oder Worte scheint es dabei kaum und nicht mehr anzukommen, sondern nur um deren Gebrauch und Anwendung? Jede-r weiss heute sofort, wovon gesprochen wird?

Wozu visuell künstlerisches bis kunstbasiertes »Forschendes schreiben« und fortschreiben?

Jede-r performt und kommuniziert heute interaktiv mittels der Technik. Applikationen (Apps), da diese selbsterklärend und animierend sind – mit zahlreichen Effekten (die kaum innovativ oder Innovation sind) – kinderleicht bis sofort – meist kostenlos – zu bedienen und anwendbar werden. Gespielt, kreativ gestaltet und geschnitten bis aufgezeichnet wird – zumeist in Form von der Videoaufzeichnung. Die immer neue kreative Kontrollformen mit freiheitlichen – witzigen Aussehen – bis künstlerisch ästhetischen Inhalten produzieren und liefern, die zur schnellen, friedlichen und interkulturellen Verständigung zum Gemeinwohl beitragen können?

Interferenzphänomene (Stroop Effekte) des Lesens und Verstehens des Visuellen, Sprachlichen und Ästhetischen werden wichtig beim Betrachten, forschenden Schreiben und in den #kunsttalk Aufzeichnungen. Texte bis Texturen oder Kontexte werden häufig ausgeblendet, ausgespart oder ab- und weggeschnitten. An diese Stelle tritt das komische oder dramatische Schauspiel oder Schaustück, die «bösartige» Komödie der „kreativen Unterhaltung“. Die keiner Auseinandersetzungen, wie tiefergehender oder tiefergreifender Analyse und Kommunikation mehr Bedarf, da es ästhetisch: sofort, direkt, sauber, bequem und herrlich angerichtet sowie reflektiert serviert wird. Etwas – gegen das sich die künstlerische Arbeit – kaum mehr zu widersetzen scheint – ausser es wird angefangen: forschend zu schreiben.

Dennoch hält mich die Lektüre James Joyce „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ (2012) – «A Portrait of the Artist as a Young Man“ (1916/17) – Jean Paul Vorschule der Ästhetik (1980-1990) – Natalie Lettner Maria Lassnig Die Biografie (2017) – «Feministische Avantgarde» sowie die Historie, Geschichten und zurzeit die Niegeschichte von Dietmar Dath oder der unendlichen Geschichte sowie der unendliche Spass von David Foster Wallace von der letzten Print-Tankstelle vor der Datenautobahn, sozusagen – im wahrsten -Sinn der gedruckten Worte noch befangen. Sowie die Dinge und Geschichte-n an sich. Die wilden Jahre des Lesens und Sprechens, die «Ulrich Raulff» als kleines Porträt der «Generation Theorie» verfasste. Welche er kaum freiwillig preisgeben wollte. Wer das Erleben historischer Phasen erleben will, greift leicht zur maritimen Metaphorik »die Welle kennen, auf welcher wir im Ozean treiben, allein wir sind diese Welle selbst.« Doch reicht diese Kenntnis? Sobald als forschende Künstlerin im Internet, mit sozialen Netzen und in WordPress zum Kunstschaffen geschrieben wird.

„Wovon man nicht sprechen oder erzählen kann“: Ästhetik Mystik MedienNaturAtmosphäreAuraÄtherAngstEmotionKitschAlltagskunstStreetartVolkskunst und so weiter?

Visuelle Kunst: Bilder, künstlerischer Ausdruck und Mittel, Bildfahrzeuge oder -vehikel und andere bildtragenden sowie bildgebenden Verfahren, Medien und Fotografien (Visual Literacy). Kaum mehr sind diese als Kunstgattung oder als nur die Kategorie oder nur das Format oder Feature zu verstehen. Ihre komplexen Bedeutungen können sich bis zum gewissen Grad von der Sprache, ihrer Begrifflichkeit und auch den Worten und den semantischen – algorithmischen – logischen Berechnungen der Ökonomie, Organisation und Programmierungssprache-n emanzipieren; Semiotik von den Schulen bis Akademien und Universitäten – den Infrastrukturen und Architekturen ab-lösen. Hin zu «Interferenzphänomene» möglicherweise, die verschieden verstanden und ausgelegt werden können – mit dem Bild und den Videoproduktionen sowie Aufzeichnungen, die veröffentlicht sind und noch werden.

Bilderflut, noch nie gab es eine Zeit, in der so viele Menschen so häufig und in solcher Menge selbst Fotografien, Aufzeichnungen und Videos auf verschiedensten Kanälen herstellen, schneiden, zusammenstellen, verbreiten und kommentieren, wie heute. Die hohe Vertrautheit mit Fotografie, Film und Radio führt kaum zwingend zu differenzierter Wahrnehmung. Bildgestaltung- und Medienkompetenz sowie die Fähigkeiten und Kompetenzen zu ästhetischer Anschlusskommunikation. In den Formen der Audiospuren des Sprechens, Erzählen und Schreiben sowie passenden Bildmaterial dazu visualisieren und illustrieren. Gefühls- und Denkbewegungen, Körper- und Handbewegungen, Gesten, die sofort symbolisch – nonverbal – ästhetisch kommunizieren und interagieren. Beobachten und Zeigen als audiovisuelle Kulturtechniken, die kaum mehr umständlich gelesen und verstanden werden müssen?

Die Verstehens-Erwartung, denn kaum alle visuellen Aus- und Herstellungen haben in erster Linie Kunst- oder Literaturanspruch. Oft werden zum Beispiel Fotografien historisch gesammelt, um Ereignisse, Erfahrungen und Geschichten zu dokumentieren. Jede-r erkennt implizit. Spürt die Absichten und Angelegenheiten der Bilder. Schwingt mit im Kommunikationsmodus der Bilder im Fotografischen. Dabei ist es weniger aktives, bewusstes Durchdringen der Materie als eher die Abwesenheit von Irritation, Unverständnis und Betroffenheit. Nur unter Verzicht auf eine aktive Auseinandersetzung und nur bei ausdrücklicher Nachfrage, die sich schnell verflüchtigt, gehe ich vom Gefühl es Verstanden zu haben aus. Oft verlasse ich die Räume mit dem Gefühl, den eigenen Horizont *leicht* oder *stark* mit Erkenntnissen erweitert zu haben. Oft lande ich jedoch wieder bei dem handfesten oder barfüssigen. Selbstständig umsetzen, schreiben und gestalten sowie verlinken und performen.

Ent-täuschte Verstehens-Erwartungen: heute begegnen die gegenwärtigen bis hypergegenwärtigen Kunst- und Bildproduktionen jedoch nach wie vor dem blanken und auch reinen Unverständnis oder der spezialisierten ästhetischen Kunstkompetenz des Kunstbetriebs. Es wird möglicherweise dasselbe Unverständnis sein? Die sowohl Kunst-Liebhaber*innen als auch Künstler*innen gerne im angemessenen «Feature» der Darstellungsform zu sich nehmen. Welches von der Kunst, visueller Kunst, Kunstforschung und künstlerischer Forschung sowie Gegenwartskunst heute erwartet wird. Erst an diesen feierlichen Inszenierungen des vermeintlich «Zwecklosen im Namen der Kunst» entzündet sich dann der Ärger und das Ärgernis des Unverständigen. Dabei fühlen sie sich ausgeschlossen. Und gleichzeitig wird die Erlebnisbasis unter diesen Bedingungen sehr schmal, eng und unsicher bis unruhig.

Abwesende Verstehens-Erwartung, die kein Verständnis erwartet, sondern nur das Erlebnis oder Spektakel. Hier wird kaum davon ausgegangen, dass sich in einem Bild, Kunstwerk und künstlerischer Arbeit der komplexe Sinngehalt subjektiviert, objektiviert sowie operationalisiert. Welcher mittels intensiver Anschauung oder Interpretation durchaus zu erschliessen wäre. Hierzu zählt beispielsweise, nie über das Gezeigte, Dargestellte und Sichtbare explizit zu reden und zu schreiben. Das Meiste im Verborgenen und Unsichtbaren zu halten oder auch zu sein wird.

Täglich fange ich an.

Nehme es sogenannt in Angriff, damit es nicht andere für mich und anstelle von mir tun. Möglicherweise können sie es einfacher, leichter und effizienter erledigen und wesentlich besser schreiben und darstellen als ich, egal, denn für mich ergibt es Sinn. So wie andere und Maschinen heute dazu in der Lage sind. Besser zu zeichnen, malen, schreiben, zu designen und zu kommunizieren und auch zu performen. Hierum geht es mir in erster Linie nicht. Ich schreibe trotzdem, gestalte und forsche weiter – im Widerstand. Und der massengeleiteten ästhetischen Kommunikation und den Designvorlagen zu widerstehen. Ich versuche es anders anzupacken. Versuche häufiger den Punkt zu setzen. Die Pause-n auch zu machen und zu nutzen. Anschlusskommunikation wird zu den Bestandteilen der Bild- und Medienkompetenz, soweit das Fazit.

Das Instrumentarium, um über Bilder im Fotografischen zu reden und zu erzählen. Nutze ich ausreichend die Möglichkeit den Bildakt in unterschiedlichen Bild-Kontexten zu betrachten? Je nach Blickwinkel, Bildposition und Bildreproduktion gelangen verschiedene Ensemble und Assemblage sowie Bricolage auch als mögliche «Interferenzphänomene» oder Auren oder was weiss ich ins Blickfeld.

Wobei es nach, wie vor ungewiss sein wird, was wirklich passiert, sobald ich hier forschend zu schreiben und zu performen anfange. Keineswegs meine ich die Form des «Einschreibens», die bekannt ist. Die ich nutze, um etwas zu dem bestimmten Zweck oder mit bestimmten Fragestellungen (per Post) und Einschreiben zu adressieren. In der Erwartung auf Antwort und Beantwortung der Fragen und Fragestellungen:

einschreiben – sammlungen momente auswählen – freigeben

In der Art und Weise, wie ich es bislang erfahre, dass es vor-formatiert, bewertet und definiert, beurteilt, mit-gemacht und unterlassen wird: entweder als (visuelle) Kunst oder Nicht-Kunst. Der Anfang war zum Beispiel: Automatismen der «Kulturtechnik», der «Wissenschaft» und des «Kunstbetriebs», und auch des «Kunstsystems» oder «Kunstbetriebs» kennenzulernen. Hier ergeben sich sichtbare Fortschritte und auch Erkenntnisse.

Wegzulaufen, hin- und her zu laufen. Wandern, reisen, sich bewegen, fliegen, kreisen, tanzen etc. umherzuschweifen, aufzusuchen, zu gestalten und nachzudenken. Zu Überlegen. Zu lesen und zu erzählen und auszuprobieren. Kunst in Zeiten des globalen „Bürgerkriegs“, „Coronakrise“, „Weltkunst“ und „Intermedia Art“ in verschiedenen Lagern, Settings und Alltagskulturen zu schaffen?

Welche Rolle spielt visuelle Kunst in der globalen Kette der Projektionen als Produktion, Re-produktion, Re-Produsing? Die «Begriffe» und Auffassungen interessieren mich, die heute diskutiert werden.

Wird der Hyper- und Metatext (m-einer geschriebenen, künstlichen und natürlichen) Sprachzeichen, Symbole, Tönungen und Stimmlagen es herstellen? Damit der Bild- und Schreibakt die aktuelle Performance zur Gegenwartskunst (Hypergegenwart) visueller Kunst und Kunstforschung wird? Versucht diese angewandte künstlerische Forschung, die möglichst hohe ökologische Validität mit dem «Forschungsdesign» und «Responsive Webdesign» in der Gruppe und im Verlinken zu anderen Plattformen dies schon zu gewährleisten? Wird es sich hier von «journalistischen Textsorten» zu künstlerischen und wissenschaftlichen oder poetischen und literarischen Textsorten differenziert werden?

Sogleich wird es kaum an dem Anderen, Fremden und Unbekannten und dem Liebhaberpublikum abgleiten, da bin und bleibe ich sicher!

Trotzdem versuch ich künstlerisch weiter zu forschen: „Sieh es doch so“ – den Wechsel- und Drehpunkt, manche nennen diesen auch Angel- oder Sehpunkte, der Merkmale und Eigenschaften sichtbar oder noch sichtbarer herzustellen als Erkenntnis. Zu Aspekten, der lieb gewordenen und vertrauten Perspektive, unter Kunst, Ästhetik und Wissenschaft (Open Science) etc. mit zu machen. Ich liebe die Geschichte und Geschichten, aber die Geschichte (oder auch Historie) liebt mich nicht. Wie Hito Steyerl schreibt: Egal, wann ich sie anrufe, immer geht ihr Anrufbeantworter dran. Sie sagt: «Logo hier einfügen» (vgl. Hito Steyerl Duty Free Art Kunst in Zeiten des globalen Bürgerkriegs aus dem Englischen von Sabine Schulz 2017, S. 7).

Bild- und Kunstgeschichte sowie «Bildtheorie» und genauer Bildtheorien: wissenschaftliche, künstlerische, kulturelle, historische und philosophische Erkenntnisse (immer wieder) zu lesen und in Frage zu stellen. Aus diesem Grund: experimentiere ich damit. Mit verschiedenen Zugängen, Anschlüssen und Verbindungen zu Laborsituationen, Umgebungen und Feldern oder grünen Wiesen und Wäldern in situ, in place und am Ort: Experimentalsysteme und experimentelle Systeme.

Informationen aus dem Büchergestell, «World Wide Web» sowie dem (surrealen) Studio und Büro motivieren mich, um es direkt hier hinein zu schreiben, einzufügen und erneut zu verlinken. Der Speicherort, den ich jeder Zeit aufrufen, lesen und verändern, freischalten sowie wieder löschen kann?

Gedanken oder Assoziationen und «Denkfiguren» zum Bildakt als «Lemma» werden zentral.

Sobald diese ästhetisch kommunizieren. (Kunst-Therapien, die visuelle Kunst von anderen Bereichen des Lebens und der menschlichen Praxis abzugrenzen und zu integrieren versuchen). Zentral für den Begriff Kunst und visuelle Kunst sei somit die Differenz zu anderem, die (ästhetisch immer) mit kommuniziert werden. Mit geht es darum, dem Gefühl von Unverständnis (wie wahrscheinlich jede-m) zwischen Formen emotionalen Erlebens und nur der mentalen Verarbeitung der gezeigten Bilder (Rationalisierung) zu begegnen. Da sich die (ästhetische) Kommunikation und die Interaktion der Menschen mehr und mehr auch nur allein sich in visuellen Bereichen abzuspielen scheint, die beobachtet und verstanden werden.

Zurzeit stelle ich den «Bildakt», die «Pathosformel» und den «Fetisch» sowie das Schlagbild, Schlagwort und Bildfahrzeug in den Vordergrund.

Die ästhetische Kommunikation mit künstlerischer Performance und Erzählung werden zur formverändernden Akteurin. Und somit schon in den Fokus offener Wissenschaft und Kunst gestellt. Die künstlerische Praxis wird dabei nicht stillgestellt oder nur ausgestellt. Mit dem (auch autobiografischen) Schreiben hier, mag es sich momentan und dauerhaft ver-ändern. Heute wird (immer noch) erwartet, dass die Künstler*in in (sozialen) Räumen und Umgebungen für’s Publikum „ein“ Bild oder Bilderserie als Ausstellung zeigt. Die sie möglichst selbst her- und ausstellt hat (siehe hierzu Beitrag #wikiD 20190219 #OpenScience ab ca. 1:04:03). Wobei ich davon ausgehe, dass das erfahrene Publikum sehr sensibel auf «gefühlte» Bevormundung und Überzeugungskraft sowie Rede reagieren mag.

ab ca. 1:04:03 in diesem video-live-stream auf youtube veröffentlicht seit dem 20190219

Wahrscheinlich, weil ich so sozialisiert wurde. Sofort entsprechend darauf reagiere. Mich dementsprechend verhalte, mit Demut und Zurückhaltung oder herausfordernden Fragestellungen. Die jederzeit – weiterhin – automatisch und laufend durch die Umgebungen, wie zum Beispiel «SmartSetting» (Environment, Soziale Räume, Institutionen, #kunsttalk etc. und Menschen sowie Maschinen) sozialisiert werden. Ich konfrontiere mich damit, wie jede-r andere vermutlich auch. Da die Grenzen der Institutionen und Organisationen unscharf geworden sind, sowie sich ständig neu bilden. Informationen, die in jeder Form auch sicht- und unsichtbares (ästhetisch) und (unbewusst) mit kommunizieren.

Sobald ich anfange Bilder zu sammeln, zusammen zu fügen und neu her- und zusammen zustellen. Auszuwählen, zu fokussieren und zu entscheiden. Diese länger und intensiver betrachte, von tiefer möchte ich kaum sprechen, denn sie stellen für mich die Oberfläche dar. Da es ästhetisch in der einen und anderen Form-en sowohl speziell als auch allgemein-gültig ästhetisch kommuniziert oder kommunizieren kann. Ich überlege und denke längere Zeit nach:

Zeitgleich und weiterhin wird das Bild der Schrift hier vor-formatiert, mathematisch berechnet und gedanklich vor mir hergestellt, damit es jederzeit und allerorts (wieder) angesehen, beobachtet und bearbeitet wird. Die Versuche der «Definition» in diesem «Format» und «Feature» entsprechen dem, wie ich es augenblicklich und in diesem Moment sehe, wahrnehme und erkenne. Sobald ich es hier einfüge, dann setzen sich Maschinen und Programme sowie anderes in Bewegung oder Gang. Stellen Verbindungen, Verknotungen und andere Beziehungen oder Verlinkungen sowie verstricken, verhäkeln, verköppeln, verweben, verwerten oder verflüssigen her. Auch, um mit Angeboten, Informationen, Dienstleistungen, Hilfestellungen oder Beratungen, um es mir und Anderen mit Angeboten «Recht» zu machen. Die jetzt (noch) unbekannt sind und wahrscheinlich bleiben werden, wenn es nur «Lurker», Hilfsprogramme oder Bots etc. als Maschinen bleiben werden. Sie entscheiden, beurteilen, kontrollieren, beobachten und zensieren sowie überwachen (immer) mit. Die Maschinen (Bots), Menschen, Kunstschaffenden und Künstler*in-nen, die subjektiv und aus ihrer Sicht Aufmerksamkeit, Beobachtung und Feedback schenken, kritisieren, reden und Kontakt aufnehmen, mitwirken und schreiben, sind mir immer herzlich willkommen. Tönt blöd: ich weiss! Wird «Aufmerksamkeit» für Bild und Text in diesem Design WordPress heute überhaupt noch befürwortet, um künstlerisch zu forschen oder weiter forschen zu können? Die Textblöcke und Threats sind zu lang – schon klar!

Ästhetik und Kunstforschung in aktueller visueller Hyper-Gegenwartskunst der Künstler*in-nen ist, bleibt und wird vielfältig. Sogar kompliziert bis komplex, auch sobald es befürwortet und beobachtet wird. Und nicht nicht kommuniziert wird. Ästhetisch kommuniziert es immer, soweit die Annahme und der Grundsatz.

Wem nützen ästhetische Bildangebote zur Identifikation im Fotografischen? «Bild» und «Textur» geben Zwischenraum – Space sowie Raum – für Eigenwilliges, für Verweigerung, den Widerspruch und die Experimente der Künstler*in-nen allein, selbst und in der Gruppe. Künstlerische Experimente, Resultate und Ergebnisse sowie Entwürfe, Nachweise und Geschichten kommunizieren ästhetisch formal und inhaltlich, auch wenn sie sich hier zusätzlich (nicht) herstellen. Die Schriftform, die gewählte Sprache und Ausdrücke sowie das Design, Mode und Trend oder Dresscode beeinflussen die Darstellung der Ereignisse post factum.

Zu urheberrechtlich geschützten Werken gehören die künstlerischen Arbeiten und Entwürfe (ca. 70 – 110 Jahre), die nach wie vor gelten und den juristisch-geregelten Einfluss darstellen:

Erforderlich ist immer, dass das Werk in körperlich wahrnehmbarer Form vorhanden ist – blosse – Ideen, die nicht realisiert worden sind, geniessen keinen Schutz. Es geht darum, dass das Bild und Werk das Ergebnis der persönlichen geistigen »Schöpfung« ist. Das Gesetz spricht davon, dass der Urheber das ausschliessliche Recht hat, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten. Dieses Recht (Urheberrecht, im Englischen: Copyright, auch Right to copy) umfasst das Vervielfältigungsrecht = Reproduktionsrecht. Bei Werken der bildenden Kunst besonders wichtig, das erlaubt, Vervielfältigungen des Werkes herzustellen.

Gleichviel ob vorübergehend oder dauerhaft, in welchem Verfahren oder in welcher Zahl oder Anzahl. Auch das bei Werken der bildenden Künste wichtige Ausstellungsrecht gehört zu den dem Urheber zustehenden Verwertungsrechten. Es ist das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke eines Werkes der bildenden Künste zur Schau zu stellen. Das Ausstellungsrecht ist das einzige der Verwertungsrechte, das mit dem Verkauf des Originals eines Werkes der bildenden Künste auf den Käufer übergeht (sofern der Urheber sich beim Verkauf das Ausstellungsrecht nicht ausdrücklich vorbehält, was in der Praxis so gut wie nie vorkommt). Alle anderen Verwertungsrechte bleiben auch bei einem Verkauf oder Verschenken eines Kunstwerks beim Urheber. Der Urheber hat ferner das ausschliessliche Recht der öffentlichen Zugänglichmachung; dies ist das Recht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben (Recht der öffentlichen Wiedergabe).

Das scheint wichtig.

Hierin liegt wohl die nie endende Lust am wesentlichen, dem Wesen «visueller Kunst»: Indem Ideale von ihr entworfen – gedacht – gestaltet und sichtbar werden; erfindet sie sich selbst?! In Vergleichen und Entwickeln, in Selbst- und visueller Kunsterfahrung oder in künstlerischer Performance der anwesenden Künstler*in-nen beim Kunstschaffen im Setting, Environment oder bei der Performance. Hieraus ergibt sich für mich zum Beispiel auch die Geschichte und der Kontext der visuellen Kunst als moderne Beschränkungsform.

In den heute möglichen Darstellungsformen, die künstlerisch und wissenschaftlich interessieren, wenn sie zur weiteren Kunstforschung verwandt werden. Kunstwerke, Bildakte sowie Performance der Künstler*in sind oft rätselhaft und geheimnisvoll. sowie unverständlich. Selten sofort zu verstehen. Auch wenn sie die Selbst- und Kunsterfahrung der Künstler*in_nen visuell, schriftlich offensichtlich fotografisch als Bildakt dokumentieren. Mit der Kunstsprache der Künstler*in und Gruppe mit visueller Alphabetisierung zu Visual oder Oral Literacy werden.

Bewegende oder statische Bildakte im Fotografischen, die ästhetisch sofort kommunizieren, warenförmig, vielfältig und im Prinzip tot, wesens- und leblos sind. Auf dieser Homepage werden sie gesammelt und in social media frei- und preisgegeben. Heute beobachtet: mit gefällt mir / gefällt nicht beurteilt. Schnell weggewischt, wiederholt aufgerufen, bearbeitet, gespeichert, verändert oder gelöscht. Mit Freigabe und Veröffentlichung bewegen sich Bildakte im Fotografischen und die Schreibakte als Block (oder auch Buch) angeblich nach eigenen Gesetzen und Prinzipien, die bislang mit «Informationstheorie», «Theoriekritik» und «TextezurKunst» sowie Veranstaltungen, Workshops, Kursen, LecturePerformance, #kunsttalk etc. weiter bekannt werden.

Verständnis der Ästhetik als (mögliche) Entgrenzung, die immer mit kommuniziert? In dieser Perspektive eröffnen sich Fragen zur «Gestalt», «Plastik», «Figur» etc.. Deren «Interferenz» und «Intersektionalität» wird in diesem «Environment» oder #SmartSetting interessant. Im fotografischen Bildakt und Text sowie der Videoaufzeichnung sind Erinnerungen, Erfahrungen sowie Erlebtes enthalten. Fragmente, Information und Daten, die aufbewahrt und speichert werden. Mich interessiert der Zugang und Ansatz zu dem in ihnen entgrenzten und (sich) entgrenzenden Formalismus, der sich ästhetisch mit visuellem KunstSchaffen und Schreiben frei setzt. Neu formiert, gestaltet und gleichzeitig ästhetisch kommuniziert wird.

  • Wozu Kunst, was kann Kunst und wie denkt Kunst sind für mich Fragen.
  • Im Zuge des «Posthumanismus», «Posthistorie», «Postoperaismus» etc. stellen sich für mich immer wieder Fragen zur visuellen (Hyper-)Gegenwartskunst.
  • «Kreativität» und «Kompetenzen» der Künstler*in-nen, Forscher*in-nen und Autor*in-nen werden sich anders visuell herstellen, die nach wie vor ästhetisch kommunizieren.

Visuelle (Hyper-)Gegenwartskunst evoziert ästhetische Verfahren mit dem Ansatz, die an «Devianz» mit (un-)sicherem Ausgang zu reichen drohen. Mit diesem massstabsgetreuen Angriff sind die Technofrauen als Mythos der Maschine des 20. und 21. Jahrhunderts (Alex und Siri), das Cybermädchen und die Katze oder alte Frau (Silversurfer) als Symptom von Instabilität und das Guerilla Girl als Künstler*in heute gemeint. Das Guerilla Girl im Interieur des #SmartSettings im Lokalen in Zürich, Bern und Aarau, Studio, Büro und Atelier in Herrliberg.

Diejenige, die schon häufiger im Kreis Kunstschaffender, Künstler*in-nen, Wissenschaftler*in-nen und Anderer sass. Ästhetisch wortlos konsumiert und nur beobachtet und zugeschaute. Nicht nicht kommunizierte und kritisierte. Anders als bislang zu intervenieren, nachzuforschen und zu untersuchen versuchte. Offen ist, bleibt und wird der Zugang des „Wechselspiels von Theorie und Empirie“. Ziel ist es, die Offenheit für das, was und welches die künstlerische und ästhetische Forschung ergibt, zu bewahren. Dass heisst für mich: die eigenen theoretischen und ästhetischen Vorstellungen nicht überzubewerten. Ich will offen und neugierig bleiben auf die Fragen, die generiert und sich ergeben werden. Und die es tagtäglich anzupacken gilt.

Die «Guerrilla Girls», ursprünglich die anonym operierende feministische «Gruppe» in «New York», deren Ziel es ist «Sexismus» und «Rassismus» in der Kunstwelt zu bekämpfen.

1%









«Guerilla Girls» und Vorkämpferinnen werden in der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum als Bewegung aktiv. Wird es in diesem Bildakt im Fotografischen augenscheinlich so hergestellt und ästhetisch kommuniziert, wie es zu den «Guerrilla Girls» in der Wikipedia beschrieben wird? Wo und wann wird es die Aufschreie geben? Wo sind und bleiben Robin Hood, Batman, Bat Boy und all die anderen Figuren?

visuell KunstSchaffen, künstlerisch forschen, ästhetisch kommunizieren und bewegen

Gestern: Der modernen, postmodernen und heute post-postmodernen Autonomie visueller Kunst in klassischer und typischer Disziplinierung der freien ästhetischen künstlerischen Praxis versuche ich mich anzunähern und gleichzeitig zu widersetzen. Vermutlich, um mich vor der Art und Weise nur einer Identifizierung nach typischen (menschlichen, personengebundenen, psychologischen, biologischen, sozialen, soziologischen, kultur- und humanwissenschaftlichen und körperlichen) Merkmalen visueller Kunst (der KunstTherapie) im face to face Kontakt an einem Platz, in einer Position, einem Bild und einem Ort und Raum zu entziehen.

Hieraus bedingt sich für mich die Geschichte der visuellen Kunst auch als moderner Beschränkungs- und Erweiterungsform. In Bild- und Warenformen im fotografischen, die ästhetisch kommunizieren. In wie weit sie als *Selfie*, *Selbstbildnis*, *Porträt* und *Image* oder auch nur *Logo* ästhetisch kommunizieren, ist bisher unbekannt. Heute nur mit gefällt mir nicht oder gefällt mir sofort beurteilt werden. Das Bild, die Szene und die Intervention im Vordergrund und vor dem Hintergrund in der Umgebung und dem Kontext und Raum wahrzunehmen, (auch wenn ich sie kaum mehr verstehen kann) sind Herausforderungen. Verständnis der visuellen Ästhetik, als deren mögliches Medium zur Entgrenzung im Fotografischen: was und wie sowie wie lange kommuniziert? In dieser Perspektive eröffnen sich Fragen zur Performance und Gestaltung der Form, Plastik, Skulptur, Maske und des Körpers in der Szene, Situation und Projektion als Performance. Im Setting der Umgebung und dem Environment, in dem es stattfindet und stattgefunden hat und stattfinden wird.

Mich interessieren die Zugänge und Ansätze zu entgrenzten und (sich) entgrenzenden Formalismen, die künstlerisch ästhetisch kommunizieren.

Diese evoziert in visueller Gegenwartskunst ästhetische Verfahren und Kommunikationsmöglichkeiten mit den Ansätzen, die an «Devianzen» mit (un-)sicheren Ausgängen reichen und zu driften drohen. Sobald diese nur mit der Idee, dem Ideal und Gedanken bemessen, verglichen und entwickelt werden, die sich verschriftlichen und aufzeichnen.

In diesem Angriff wird das Guerrilla Girl in den Vordergrund gerückt. Der Angriff im Fotografischen, auf das Interieur des Settings in einem lokalen Raum, wo es auch ästhetisch wortlos mit anderen kommuniziert. «GuerrillaGirls», die ursprünglich die «anonym» operierende feministische «Gruppe» in New York waren, deren Ziel es ist «Sexismus und Rassismus» in der Kunstwelt zu „bekämpfen“. «Guerilla Girls» sind in der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum (Köln, Berlin, Hamburg etc.) aktiv. Mit dieser Fotografie wird es für mich jedoch augenscheinlich auch: redundant. Sobald der «methodische Störsinn» in Form der Unruhe im «Smart Setting» nur partizipierend und beobachten sowie nicht nicht kommunizierend wird. Ästhetisch nur durch Anwesenheit und Präsenz kommuniziert. Jederzeit wieder abrufbar wird. Doch denen nur zugänglich wird, welche die Möglichkeit und den Zugang hierzu finden.

gegen-reformation – gegen-öffentlichkeit – re-integration mit visuell-methodischem störsinn. ausblenden der körper – face to face – ästhetische sowie soziale kommunikation am 7.09.2018

Vielen Dank gilt den visuell Kunstschaffenden und kunstbasiert forschenden Künstler*in-nen in social media, vielerorts und Vorort im Cafe Gloria Josefstrasse 59, 8005 Zürich, „Rote Fabrik“ sowie Tina Piazzi & Stefan M. Seydel (http://dfdu.org/) Asylstrasse 9 CH 8032 Zürich-Hottingen, Zürcher Hochschule der Künste und Universitäten sowie C.G.Jung Institut. Danke an Hansruedi Matter, die Familienangehörigen und vielen Freunden im Atelier, Studio, Büro, Zuhause, Museum und Kunsteinrichtungen sowie auf ZOOM im #SmartSetting. Auf der Strasse, im Auto, auf der Vespa oder mit dem Velo, öffentlichen Verkehrsmittel oder welche zu Fuss und auch ganz anders unterwegs sind. Mit und ohne Natel, mobile Medien und Datenträgern, die sie zumeist in der Hand halten. Damit vor den Augen (zu haben), um sich zu orientieren und in der Welt zurecht zu finden.

Ohne euch wären und werden massstabsgetreue Angriffe mit methodischem Störsinn aktualisierender visueller (Hyper-)Gegenwartskunst – Open Science – Forschung – Kunst sowie LecturePerformance etc. kaum möglich. Weder hier herzustellen, noch zu schreiben, die visuell-ästhetisch kommunizieren. Ohne Informationstechnik etc. und bestimmte Institutionen (auch wenn ihre Grenzen unscharf geworden sind) wären diese Herausforderungen zukunftsweisend kaum möglich und weiterhin reizvoll. Auch ihnen gilt mein Dank. Die Danksagung in alphabetischer Anordnung täuscht die Gleichheit der Hilfeleistungen vor, die nicht existiert. Die Abstufung zwischen viel und wenig, zwischen Sachhilfen und technischen Hilfen, zwischen Angehörigen, Freuden und Kollegen sowie Filterraum und Künstlern möchte ich erwähnen.

Kunst der KunstTherapie, die Anliegen des Projekts Kunst der Gruppe und Visueller Kunstforschung hätte ich vermutlich auf sich beruhen und in Zukunft liegen gelassen. Kaum unter den Bezügen des Aufbaus dieser Seiten und Blogs sowie Infrastruktur in Bild und Text in Angriff genommen. Neu ist diese Herausforderung bis 2020 es wieder, immer wieder an- und aufzufassen und diese Verbindung nicht abreissen zu lassen, sondern noch stärker als bisher zu verketten, zu verknoten und zu verlinken. Damit diese Seiten und Blogs und Videos weiterhin interaktiv – möglichst frei, spontan und zufällig – weitergetragen oder verbreitet werden. Trotz des erhöhten Risikos, dass sich Fehler, Lücken, Unverständnis und Unverfügbares und auch Fehlendes und Fehler damit einschleichen, womit bislang keiner oder kaum jemand rechnet. Zu Items, Faktoren, Parameter, Merkmalen, Kategorien, Titeln, Überschriften, Gestalten und Formen und Lemmata sowie Artikeln, die auch subjektiv und ästhetisch kommunizieren. Die sich genau auf die Aspekte beziehen und individuelle Bedeutung haben, wie zum Beispiel:

  • visuell
  • ästhetisch
  • theoretisch
  • künstlerisch
  • wissenschaftlich
  • mathematisch
  • physikalisch
  • psychisch
  • materiell
  • grafisch
  • bildlich
  • textur
  • text
  • kontext

ohne titel – sammlungen – momente auswählen – heute und sofort freigeben – ohne kommentar

am klavier, die weissen und schwarzen tasten anschlagend und es buchstäblich nach draussen und ins öffentliche zu stellen – zu setzen – zu hängen – zu zeigen – zu präsentieren

Bei «künstlerisch relevanten Performern», die sich den gängigen Mechanismen verweigern. Beispielsweise die Einmaligkeit ihrer Performances dadurch steigern, daß sie die Dokumentation durch Foto oder Video verbieten, und daher öffentlich wenig bekannt sind oder bleiben wollen. Wenn es dann trotzdem das Echo bei anerkannten Kritikern, Agenturen oder Institutionen oder Organisationen der Performance-Szene gibt, ist die Relevanz sozusagen „mehr Wert” als bei Performern, die nur auf dem Medienklavier spielen und die »Dokumentation« und »Edition» (möglicherweise anderswo) anfertigen und drucken lassen.


«print matters»

Schliesslich wird im Französischen und anderen lateinischen Sprachen die Ausstellung als «Exposition» bezeichnet. Und nicht als «Imposition» oder «Komposition». «Saskia Sassen» charakterisiert diese Aktivitäten als «Bürgerpraktiken, die über die Nation hinausgehen.»

«Stasis» wirkt als Mechanismus, der das Kosmopolitische ins Korporative und die Polis ins Proprietäre konvertiert.

Kategorien
#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben bild im bild der anfang Echtzeit Existenzfrage Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstler*in künstlerisch forschen Kunst Kunstforschung kunstprozesse Medienmündigkeit Metabilder Original schreiben Seite der Künstler*in transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#kunsttalk vom 1.10 – 31.03.2020 1. Staffel

  1. Fazit: Es gibt *ganz* tolle Künstler & es lohnt sich dabei zu sein!
  2. Zusammensein, Agenda und Chat zeigen an, was heute dran ist!
  3. Künstler*innen reden über Geld & Malerei & Porträt & Bild & Plastik & Performance der Gegenwartskunst
  4. #kunsttalk
  5. 07. Januar 2020 von 19:00 – 20:00 Uhr via Skype (Videoanruf) Birgit Matter – Naomi Greenberg – Andreas Peschka – Godot Krull – Günter LierschofAndré Jonas – Blazenka Kostolna – KreativBabs – Norma Prina – und andere
  6. zweiwöchentlich – dienstagabends – demokratisch
  7. von Oktober 2019 bis April 2020 – Sessions mit Videoaufzeichnungen, Subtext-en und Video-Cuts als Zusammenfassungen mit Musik, Googledoc, Beiträgen usw.
  8. jede-r wird willkommen sein: sprechen – chatten – technische raffinesse-n präsentieren & austauschen
  9. künstler*sein mit & ohne werk selbst versuchen & präsentieren: inszenieren – zeigen – performen
  10. sprechendes denken, visualisieren, handeln in – mit – durch Kunst
  11. die Kunstfigur-en als unverzichtbare Beiträge zur GesellschaftPolitik – Kultur – Ökonomie
  12. partizipieren, emanzipieren, transformieren
  13. kunsttalks: why – how – who – what collaboration in video – artform – audiovisual-material – science – etc.
  14. gemeinschaftskatalog, der veröffentlicht wird
#kunsttalk 6 26.11.2019 Rohversion
#kunsttalk 6 26.11.2019 Vorspann und Vorbereitung

kunsttalk 05 Cut von filterraum #kunsttalk 6 Rohverion
#kunsttalk 7 10.12.2019 Rohversion
Kategorien
der anfang im Fotografischen Künstler*in künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung KunstSchaffen

weiss

birgit matter

Kategorien
Ausstellung bild im bild der anfang Fotografie im Fotografischen Künstler*in künstler*in künstlerische Forschung Kunst kunstprozesse KunstSchaffen Metabilder visuelle Kunst

planung – entwurf – logo

Skizze – Zeichnung – Entwurf in einer Gruppensitzung mit Laura Carmona Ayuso,
Nicole Ottiger, Lucia Baruelli, Claire Schubnell, Blazenka Kostolna, Norma E. Prina,
Maja Seifert, Birgit Matter auf der Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016
Body Map – Laura Carmona Ayuso

logo – logisch: kunst denkt – kunst kann – kunst wird. durch bildakte und geste der künstler*in-nen, die visuelle kunst schaffen. hierdurch werden sie gleichsam zumindest eine binäre gruppe und gemeinschaft als fortwährende zeitgenossenschaft. mit vorurteilen und unverfügbarem in figurationen des denkens, die sie entwerfen. zeichnen, schreiben, bewegen, tanzen, malen, musizieren, dichten und aufschreiben. sie werden zu künstlerischen visuellen verfahren, die beobachtet werden.

zur form und formen des bildaktes, der beobachtet oder betrachtet wird. alleine hierdurch, dass der bildakt in einem anderen kontext und environment zusammengestellt wird.

will ich der, auf einem frühen, überholten entwicklungsstadium basierende greif-mensch sein? für den eine auf die weitere zukunft bezogene tätigkeit nicht existiert? will ich ein wirklich technologisch be-unruhigter und besorgter europäer und weltbürger sein? will ich in der mitte zwischen rätsel, magie und logos zwischen wunder, wissen und bildung sowie der instrumente, materialien und technologien stehen bleiben?

ist es nur das symbol, die assoziation und die geste des bildaktes mit dem ich mich zurecht finden will? zwischen zupackenden greifmenschen und verharrenden begriffsmenschen fällt der symbolische pakt zum bildakt, soweit ist es klar.

das denken im symbolischen und gestischen weist über die blosse orientierung am menschlichen körper weit hinaus, dass es prozesse beschreibt statt konventionelle zeichen, ist offensichtlich. letztlich kann es als strukturgebendes und strukturablösendes moment menschlicher weltverhältnisse verstanden werden, die kommunizieren.

das sie systemisch und ästhetisch sowie sogar systematisch kommunizieren wird offensichtlicher werden. zum beispiel, wenn phänomene gezeichnet und zur denkfigur werden.

ansatz und anfang werden zur künstlerischen arbeit visuellen kunstschaffens in digitaler Allmende und «Wissensallmende».

mit diesen seiten zum bildakt, video und text u.a. werden sich beiträge situtieren, die im zentrum der genese künstlerischer, sprachlicher und theoretischer visueller hervorbringungen der künstler*in- und künstler*in-nen waren.

fotografischer input durch Nicole Ottiger
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Nicole Ottiger
fotografischer input durch Birgit Matter
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Nicole Ottiger
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle 2016: Gruppensitzung Claire Schubnell, Nicole Ottiger, Blazenka Kostolna, Norma E. Prina, Maja Seifert Metz von links; (Lucia Baruelli, Laura Carmona Ayuso und Birgit Matter anwesend)
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Gruppensitzung – es zeigt sich
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 nur im fotografischen Bildakt?
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Hinblicke und Merkmale der Künstler*in-nen

Zur Information:

diese Gruppensitzung fand auf einer Plattform vor dem Kunstwerk des amerikanischen Künstlers Mike Bouchet 2016 statt. Auf der 11. Manifesta in Zürich wurde die 80 Tonnen schwere Kunstinstallation, die zu großen Teilen aus menschlichen Fäkalien bestand, gezeigt. Sie befand sich im Hintergrund der beleuchteten Fenster in einem separaten Raum.

Aus einem veröffentlichen Interview mit Agata Waleczek und Mike Bouchet: „Der Titel hat offensichtlich mit der Stadt zu tun. Die Arbeit habe ich für die Manifesta passend zum Konzept „What People Do For Money“ angefertigt. „The Zurich Load“ besteht aus den menschlichen Fäkalien, die Zürich an einem Tag herstellt. Zürich hat fast 400.000 Einwohner, die pro Tag durchschnittlich 80 Tonnen Klärschlamm produzieren. Das Wort „load“ hat viele Bedeutungen im Englischen. Die wohl grundlegendste ist die Ladung, wie eine Lastwagenladung Ziegelsteine. Es steht auch für Belastung. Das Gewicht der Installation liegt gerade so unter dem Wert, den der Boden legal tragen darf – 500 kg pro Quadratmeter, in der Ausstellung beträgt die Belastung 480 Kilogramm pro Quadratmeter. Umgangssprachlich bedeutet „load“ auch „Bürde“. Und dann steht es noch für Kot. Titel sind mir wichtig, sie müssen offen sein.

Wo hast du die Scheiße besorgt?

Sie kommt komplett von Menschen und stammt aus dem Zürcher Klärwerk. Ich habe das Werk besucht und war sehr beeindruckt. Die Menge an Abfall, den die Menschen machen, ist unglaublich. Ich war in einem Raum mit 25.000 Tonnen dieses Materials, was in Zürich in drei bis vier Wochen produziert wird. Und das ist eine kleine Stadt. Ich war auch irgendwie von der Schönheit getroffen. Es riecht wie ein Bauernhof, sieht aus wie einer, das Material ist homogen zusammengemixt und hat diese tiefe, braune Farbe. Und ich dachte nur: Wow, das sieht großartig aus.

Du hast bereits im Klärwerk gedacht, dass das schön ist?

Ja, absolut. Ich war beeindruckt. Das hatte ich nicht erwartet. Und ich bin nicht die Art Künstler, die sich normalerweise von formal schönen Materialien angezogen fühlt wie: Oh, ich liebe diese Rotnuance. Ich interessiere mich mehr für Inhalte. Ich bin eher ein Konzeptkünstler.

In deiner Kunst fokussierst du dich auf Werbung und Konsumkultur – Dinge, die traditionsgemäß stark kritisiert werden. Ist „The Zurich Load“ auch deine Art, die ultimative Kritik zu äußern?

Nein, diese Arbeit bedeutete einen ziemlich großen Wandel für mich. Ich habe bereits früher Arbeiten aus Müll und Mist gemacht. Das war in den späten 90ern, da habe ich Platten aus Pferde- oder Kuhdung gemacht. In Berlin füllte ich zur 4. Berlin Biennale 2006 drei Räume mit Kompost aus dem Tegeler Gefängnis. Diese Arbeiten hatten was mit Kritik zu tun, aber bei diesem Werk ging es mir eher um die formalen Eigenschaften. Ich definiere die Konsumkultur als menschliche Kultur. Ich meine, kennst du eine Kultur, in der Menschen nichts konsumieren?

Schwer vorstellbar.

Genau. Was „The Zurich Load“ von anderen meiner Arbeiten unterscheidet, ist, dass ich ein Material nutze, das in unserer Gesellschaft relativ unsichtbar ist. Jeder begutachtet seinen eigenen Kot am Morgen, das macht er in einem kleinen, sauberen Raum. Aber als Gesellschaft nehmen wir ziemliche Mühen auf uns, das zu verstecken. Das ist ein Luxus. Ich war an einer Zelebrierung unserer technischen Errungenschaften interessiert. Aber ich wollte auch eine Arbeit machen, die uns aus dem geschlossenen, kleinen Raum in einen großen White Cube bringt, wo wir das gemeinsam erleben können, wo das Gefühl von Gemeinschaft entsteht, wo wir uns mit dem Jetzt und dem Gegenüber in einem größeren, historischen Kontinuum verbinden können. Ich glaube, darum geht es größtenteils bei Kunst. Und mir ist bewusst geworden, dass Fäkalien ein wundervolles Material sind, um das zu tun. Und es war eine großartige Chance. Wann in der Geschichte hätte ein Projekt wie dieses schon realisiert werden können?

War es schwierig, die Leute der Manifesta von deiner Idee zu überzeugen?

Nein, die Manifesta hat mich unterstützt. Das Zürcher Klärwerk auch, aber mit vielen Einschränkungen. Es gibt viele Sicherheitsvorkehrungen, die ich befolgen musste. Es handelt sich um gefährlichen Abfall. Manche Menschen waren skeptisch. Und andere fanden es interessant. Für mich war es wichtig, passend zum Konzept der Ausstellung, zu dem Punkt zurückzukommen: Das ist, was Menschen für Geld machen. Das ist ein Teil jeder Stadt, jedes Dorfes, den wir gern ignorieren. Es ist ein sehr wichtiger Aspekt modernen Lebens. Wir könnten sonst zum Beispiel keine Wolkenkratzer haben. Die Arbeit ist auch als Hommage an die Menschen gedacht, die dort arbeiten. Für das Klärwerk war es eine Chance zu zeigen, wie viel Material es gibt, mit dem man sich befassen muss. Wir arbeiteten alle zusammen, um das Werk umzusetzen. Wir mussten eine Erlaubnis von der Stadt einholen, von der Institution, die eingewilligt hat, es auszustellen. Die Mieter des Gebäudes hatten berechtigte Sorgen, aber sie haben darüber hinweggesehen und gesagt: „Hey, wir würden diese Arbeit gern sehen, sie ist anspruchsvoll, radikal.“ Die positive Einstellung der Leute hat mich umgehauen.

Aber es handelt sich, wie du schon sagtest, um gefährliche Abfälle. Welche Hygienemaßnahmen musstest du für die Ausstellung beachten?

Du meinst für die Besucher?

Ja.

Das Wasser, das in der Masse vorhanden ist, musste gebunden und der Geruch bis zu einem gewissen Grad eingedämmt werden. Die Leute dürfen auch nicht in der Lage sein, die Arbeit zu berühren. Sie muss sich in einer stabilen Umgebung befinden. Sie darf nicht nass werden. Eine Kunstinstitution ist glücklicherweise ziemlich gut dafür, diese Dinge zu gewährleisten. Die Besucher sind sich bewusst, dass sie die Exponate nicht anfassen sollten. Was das Material selbst angeht, mussten wir viel herum probieren. Im Laufe fast eines ganzen Jahres haben wir eine Mixtur entwickelt. Sie enthält Beton, Brandkalk, etwas Pigment und wurde in einem Zementmixer mit dem Schlamm vermischt. Das konserviert die Farbe, festigt das Material und absorbiert das Wasser, das sonst austreten könnte. Der Kalk neutralisiert die Bakterien und bewahrt die Arbeit vor Schimmelbefall. Technisch gesehen handelt es sich um ein Fresko. Ich arbeitete für diese Rezeptur mit einer Konservatorin zusammen, die mich auf die Ähnlichkeit aufmerksam machte.

„The Zurich Load“, Installationsansicht. Foto und Arbeit mit freundlicher Genehmigung von Mike Bouchet © Photo: Camilo Brau – auch die Künstler*in-nen haben es fotografiert

Und wie hast du daraus Würfel gemacht?

Es handelt sich um 252 Blöcke – jeder handgeformt. Das Material in Formen zu pressen war physisch sehr anstrengend. Ich hätte das von einer Maschine machen lassen können, aber es war mir wichtig, dass die Arbeit die Qualität und Schönheit des Handgemachten hat. Jeder Würfel ist einzigartig.

Hast du es genossen, diese Masse mit deinen Händen zu bearbeiten?

Nein, überhaupt nicht. Das war eine wirklich anstrengende, schwierige Angelegenheit. Aber es war für die Arbeit wichtig. Natürlich hat jeder mit Schutzkleidung, mit Masken und Handschuhen gearbeitet.

Wie steht es um den Geruch in der Ausstellung? Kann man noch riechen, dass es sich um menschliche Ausscheidungen handelt?

Nein, aber ich habe auch schon so viel Zeit in der Nähe dieses Materials verbracht. Der Stoff hat einen Eigengeruch, aber es riecht mehr nach Bauernhof oder Zoo. Mir hat diese Idee gefallen, ich meine, irgendwie sind alle Städte wie menschliche Zoos. Der Geruch der Arbeit ist sehr abgeschwächt und verändert. Andererseits ist die menschliche Wahrnehmung von Gerüchen sehr subjektiv. Manche finden den Geruch sehr stark, anderen scheint er überhaupt nichts auszumachen. Es gibt Leute, die sich wirklich Zeit nehmen, die Installation anzuschauen. Die Spezialisten für Geruchskontrolle und Belüftung, mit denen wir zusammenarbeiteten, waren alle beeindruckt davon, wie wenig die Arbeit riecht, wenn man ihre 80 Tonnen Gewicht bedenkt. Menschliche Scheiße ist viel länger haltbar als die von Tieren. Sie riecht auch viel länger.

Weißt du, warum das so ist?

Nein, aber ich denke, es hat etwas mit unserer Stellung in der Nahrungskette zu tun. Wir sind Allesfresser. Es ist wohl eine Mischung unterschiedlicher Umstände. Einerseits geht es um die Vielfalt unserer Kost. Andererseits müssen Tiere, die weiter oben in der Nahrungskette stehen, ihre Fäkalien nicht mehr so sehr verstecken. Der Kot kleiner vegetarischer Tiere riecht nicht stark. Aber Löwenscheiße stinkt ganz schön. Aber die des Menschen stinkt noch viel mehr. Menschlicher Kot ist auch giftig. Wenn man Menschenscheiße im Boden vergräbt, dann vergiftet sie den umliegenden Bereich. Die Vorstellung, man könnte sie als Dünger recyclen, ist nicht wahr. Das ist verboten. Weil da so viele Schwermetalle und giftige Stoffe drin sind.

Wie haben die Besucher auf deine Arbeit reagiert?

Viele finden die Arbeit sehr schön, das habe ich aus Rückmeldungen erfahren. Ich bin mir bewusst, dass es sich um ein sehr vorbelastetes, geladenes Material handelt. Mein Ziel war es, davon ausgehend zu einer grundlegenderen Diskussion zu gelangen. Und ich war positiv überrascht, dass die Leute es geschafft haben, ihre Vorurteile abzulegen und sich auf eine tiefere Bedeutung einzulassen. Das hatte auch mit der Form der Installation zu tun – etwas worüber ich sehr lange nachgedacht und woran ich sehr lange gearbeitet habe. Ich habe mich für diese reduzierte, monumentale Form entschieden, die den Menschen bekannt ist. Sie ist nicht überwältigend oder spektakulär. Wir haben eine lange Beziehung zu Blöcken in dieser Form und Größe. Ich wollte eine Harmonie in den Formen finden, die im Kontrast zum Inhalt steht. Teil meiner Arbeit ist es, widersprüchliche Elemente zusammenzubringen. Manche nennen es Minimalismus, aber die Ursprünge liegen viel weiter zurück in der Zivilisationsgeschichte. Man denke an Architektur. Darin erkennen wir eine Schönheit.

Du kommst aus Kalifornien, aber lebst in Frankfurt. Hat es dich als Künstler beeinflusst, Amerikaner zu sein?

Ich glaube, dass die Kindheit generell starke Ausgangspunkte für das Machen von Kunst liefert. Egal, um wen es geht. Man stellt mir diese Frage oft, weil ein Teil meiner Arbeit amerikanisch aussieht. Das ist erstaunlich, weil ich mein Material in Deutschland schöpfe. Allerdings interessiere ich mich nicht für Nostalgie. In meiner Arbeit ist das, was jetzt gerade geschieht, wichtig.

In einem Interview hast du mal gesagt, dass die Kunst des 20. Jahrhunderts „full of shit“ sei. Kannst du ein paar Beispiele von „Scheiß-Kunst“ nennen?

Oh ja, die Geschichte menschlicher Fäkalien in der Kunst des 20. Jahrhunderts ist ziemlich bekannt. Beginnend mit Duchamps „Fountain“, wo es nicht unbedingt um Kot geht – es ist ein Urinal, aber das Thema und Alchemie werden angesprochen. Und was ist die ultimative Form der Alchemie? Die Umwandlung von Scheiße zu Gold. Die Dadaisten und Surrealisten machten viele Arbeiten mit Anspielungen auf das Formlose und Organische. Und es gibt viele Abbildungen von Scheiße in ihren Arbeiten. Die Fluxuskünstler benutzten echte Fäkalien. Kurt Schwitters machte kleine Tierfiguren aus Scheiße. George Maciunas, der irgendwie der Vater des Fluxus war, hatte eine riesige Sammlung Scheiße. Er stellte Tier- und Menschenkot aus. Natürlich ist Piero Manzonis Künstlerscheiße in Dosen die bekannteste Scheiß-Arbeit. Dann gibt es natürlich die Wiener Aktionisten. Aber die Art, wie sie Scheiße benutzt haben, war mehr Anti-Establishment und Provokation als Diskussion von Alchemie. Natürlich war es im Endeffekt auch Alchemie. Und dann am Ende des 20. Jahrhunderts Wim Delvoyes „Cloaca“, eine sehr bekannte und wirklich bemerkenswerte Skulptur, die die Diskussionen von Scheiße in der Kunst in dem Jahrhundert abrundet. Aber all diese Arbeiten haben eine Art von Humor, die mit Sprache, Künstlerwitzen und der Anspielung auf den Künstler als Alchemisten zu tun hat. Im 21. Jahrhundert war es mir nun wichtig, mich von all dem zu distanzieren. Und die Herausforderung war, eine ganz andere, monumentale Perspektive auf das Thema zu entwickeln.

Was passiert mit der Arbeit nach der Manifesta?

Eine Möglichkeit ist, dass sie zerstört wird. Die Stadt hat verlangt, dass wir einen Plan vorlegen, wie mit dieser Arbeit nach der Manifesta umgegangen wird. Interessant ist, dass sie in der Schweiz von den Behörden als Kunst neu kategorisiert werden kann.

Dann könnte sie bewahrt werden.

Nun, ich weiß nicht, wie lange irgendwas bewahrt werden kann. Aber dass eine Gesellschaft auf dem Behördenlevel sagt „Hey, wer sind wir, zu sagen, das sei keine Kunst?“ ist eine große Errungenschaft.

Steht die Arbeit eigentlich zum Verkauf?

Ich weiß nicht, das habe ich nicht besprochen. Ich vermute mal, alles ist verkäuflich. Aber das ist bei dieser Arbeit nicht mein Hauptanliegen.

Planst du, auch in Zukunft mit menschlichen Fäkalien zu arbeiten?

Momentan habe ich da keine konkreten Pläne. Aber ich habe den Eindruck, dass es ein extensives Material ist, das viele Fragen aufwirft und ziemlich unerforscht ist.“ (Copy by Birgit Matter)

Die absolute Verneinung der Scheisse und nur Befürwortung der Schönheit ist Kitsch, im wirklichen, wie auch übertragenden Sinn. In diesem Sinn wird jede Art und Weise der Auseinandersetzung und Kritik mit jedem Bildakt in den Mittelpunkt gesetzt.

Mike Bouchet Gemeinschaftskunstwerk 2016 gesehen und fotografiert von Birgit Matter im Juni 2016

Verschwindet der Geruch?

Könnte die Masse für Erde gehalten werden?

Mike Bouchet findet sie «so schön», da er beim ersten Besuch im Klärwerk und der Kläranlage fasziniert war. Vom Material, welches sonst verbrannt wird. Er beugte sich leicht über eine der Holzschachteln. Betrachtete es und sagte: «Alle Zürcherinnen und Zürcher haben es gemeinsam in einem Tag geschaffen. Unglaublich.»

schreiben ist visuelle Kunst – die keine Grenzen kennt. Sich mit jedem Tastendruck freisetzt und sogleich zu formalisieren droht. wenn es gesehen wird und medienwechsel beginnen
bilder, die bildakte freizusetzen, damit sie selber laufen lernen, war das anliegen. diese folgten keinem ordnungsprinzip, der weltsicht nur eines menschens oder einer person, die (ästhetisch) kommunizieren.

arbeite, wie jeder hier seit den 70iger oder später «eklektisch». nicht und kaum neu, doch welche Chancen und neuen Merkmale und Aspekte zur gegenwärtigen visuellen kunst, kultur und kunstforschung ergeben sich, wenn es hier (zudem) freigesetzt oder veröffentlicht werden? werden laufende veränderungen bemerkt?

Während Thomas Carlyle die künftige Benennung der Helden als Stars oder Shooting Stars vorbereitete, setzte Honoré Daumier in Paris zu einer neuen Demystifikation der antiken Helden an. 1841 begann er im Charivari die Serie Histoire ancienne, deren fünfzig Blätter die kleinen und grossen Heldinnen und Helden der Antike veräppelten, wie etwa den Menelaos, der nach dem Fall von Troja Helena mit sich führt, oder den Herkules, der degoutiert (zum Beispiel: Wolfsberg Arts Forum: Shooting Stars, Prof. Bätschmann 22.11.2004 – http://www.wolfsberg.com 6/24).

In jedem Fall den stinkenden Stall des Augias ausmisten sollend. Ich weise auf diesen Gegenläufigkeit von Erhebung und Erniedrigung hin, weil sich bei den Künstlern und Künstler*innen hier Ähnliches abzeichnete oder abzuzeichnen vermag. Es wird stinken, verwesen und verstauben und sich auflösen, entsorgt und bereinigt werden – welches interessant sein und bleiben wird.