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#KUNSTTALK 2.1 am 05.05.2020

ERSTE MEETING #KUNSTTALK 2.1:

ACHTUNG: LIVE-STREAMING 90 Minuten

#KUNSTTALK 2.1

ZUGANG: MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

THEMA MARCEL DUCHAMP

BEI DEM DIE KUNST, IM NAMEN DER PERSPEKTIV, FREI MIT DEM BETRACHTER AUSGEHANDELT WIRD:

*KONZEPT(e)KUNST

https://www.youtube.com/results?search_query=Duchamp

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit#

browserbasiert über https://zoom.us/

2. Meeting #kunsttalk Staffel 2.2 19.05.2020 INHALT  

3. Meeting #kunsttalk Staffel 2.3 02.06.2020 INHALT  

4. Meeting #kunsttalk Staffel 2.4 16.06.2020 INHALT  

5. Meeting #kunsttalk Staffel 2.5 30.06.2020 INHALT  

6. Meeting #kunsttalk Staffel 2.6 14.07.2020 INHALT  

https://praxistipps.chip.de/zoom-online-nutzen-videokonferenzen-im-browser_118718

welche Spuren – Ankündigung – #KUNSTTALK – ZOOM – abrufbereit

endlich-mal-erklärt-warum-ist-einUrinalkunst

Seit Duchamp wissen wir, dass der „Rahmen“ wichtig ist, indem die Kunst erscheint. Aus diesem Grund experimentieren wir mit Meetinglösungen im Gartner Magic Quadrant 2019 für und im #kunsttalk am Diensttag zweiwöchentlich.

Am 5.5.2020 um 19:00h beginnt es live und läuft weiter mit:

ZUGANG

MEETINGPASSWORT: 060049

Duchamp – Andreas Peschka – Geburtstag
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vor-bereiten #kunsttalks

blau = definitiv

kollaborativ wird das format #kunsttalk via skype.com/de & ZOOM vorbereitet

  • es wird immer aufgezeichnet! (auch wenn wir technisches und organisatorisches auf der „Hinterbühne“ – backstage – backoffice – als Admins bis Host besprechen)
  • es wird protokolliert!
  • es könnte öffentlich werden! (durch Live-Streamen oder die Extraentscheidung)
  • jede-r kann Mitmachen beim #kunsttalk

wechseln zu Enterprise-Videokonferenzen mit Instant-Messaging und Content-Sharing – Meeting – Optionen

https://www.youtube.com/channel/UCrrySgaQ4OSqabo5cRDF8mQ?view_as

Accumulation: Searching for Destination, 2014 – 2016

Chiharu Shiota

Informationsgrundlagen für das Verständnis von Struktur und Entwicklung (sowie System-en) des Kunstfeldes (#kunsttalk) werden für das Verhalten, Teilnehmen und Teilgeben der Akteure interessant. Es regt zur Selbstreflexion an und bewahrt davor, in einem luftleeren Raum zu agieren bis zu experimentieren. Unmögliches zu verlangen, zu erwarten und zu wünschen. Wobei zunehmend Phantasie – Illusion – Zauber – Poesie – Geheimnis – Faszination – Magie – Ästhetik – Sinnlichkeit – Selbermachen – Assoziationen – Unverfügbares usw. der Gegenwartskunst im #kunsttalk interessieren. Zur Vorbereitung der Videokommunikation im „neuen“ Format ZOOM wird hier kurz pausiert. Dieser Wechsel wird das „Kinderspiel“ für die Anwender werden. Wir freuen uns auf den ersten Dienstagabend im Mai, den 05.05. 2020 um 19:00 Uhr.

Weitere Fragen werden auf Globalisierung und deren Rückfluss auf die Kunst zielen. Wie weit reicht Inklusion, und ja, wo ist diese mehr Wunsch als Realität?

Interessant ist, zu beobachten, wie sich Präferenzen gegenüber künstlerischen Medien (wie Geräten, Hilfsmitteln, Instrumenten, Enterprise-Videokonferenzen mit Instant-Messaging und Content-Sharing – Meeting per ZOOM bei (bildenden) Künstler*innen etc.) ändern.

Malerei und Skulptur sowie inzwischen auch Installationskunst und Fotografie dominieren das Interesse des Publikums selbst angesichts der von manchen ausgerufenen «Postmedia-Ära». Video und digitale Produktionen hingegen bilden das Schlusslicht der Präferenzliste. Ungeachtet des gesellschaftlichen Stellenwerts, welchen das Internet und die (virtuelle) Welt und Welten und (social media) Netzwerkkulturen mittlerweile gewonnen haben.

«Open Access» mit verschiedensten Zugängen, Möglichkeiten und Funktionen der neueren und älteren Geräten (Device), d.h. Mobiltelefone – Computer – Tablet etc. per »ZOOM« für den #kunsttalk schaffen und einrichten.

Ziel – Zweck – Nutzen: Teilnahme ist parallel – synchron – mit ZOOM möglich: mit oder ohne Kamera (Video) – mit oder ohne Hintergrundbild – stumm oder sprechend (Mikrofon) – schreibend oder teilend – beobachtend oder zuhörend – parallel sichtbar chatten – streamen – aufzeichnen usw.

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit?usp=sharing

https://docs.google.com/document/d/1ROSiy7woW_BAO9XAGpeLHKUb7M3502QmRnxDaFtU5_k/edit#heading=h.38pxbihw2cgz

kinderleicht!

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vorschauen auf #kunsttalks

Heiner Altmeppen
„GRÜNES UFER, GRÜNER SEE“
ACryl auf Karton auf Holz
26 x 23 cm










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zum #kunsttalk : ein bild wird getragen

Anfang – alles dreht sich um den Anfang – etwas anzufangen und zu beginnen: danke.

Die Wendung zum Affekt und zur (brieflichen, mündlichen, sprachlichen und namentlichen) Adressierung kommt jetzt etwas unerwartet – plötzlich. Die Welt der digitalen Gefühle wurden früher eher etwas robuster imaginiert. Weniger differenziert. Eher höflich überformt und mit der passenden Anrede versehen, um es als «REENACTMENTS» anzusehen. Die Annäherung an die diffuse Performancepraxis im Alltag. Die Beliebtheit der namentlichen Ansprache beruht bis heute in ihrer persönlichen Aufdringlichkeit und Direktheit?

Aufzeichnung ist heute jedoch das jederzeit vorhandene Medium auf den mobilen «Displays». Kostengünstiger Notbehelf?! Und der Text bedarf weder komplizierter Technik, noch sperriger Gerätschaften, Utensilien und Ausstattung. Heute kann sich der Text mit passenden Maschinen und Programmen sogar fast von selbst herstellen, ausbreiten und übersetzen und ja, auch transformieren. Ohne Dazutun. Ohne Verstehen, das Fremde oder Befremdliche zu verstehen. Untertitel, die bei jedem Gespräch zwischen Menschen automatisch mitgeschrieben und aufgezeichnet werden. Sobald «Bildtelefon» und der «Videochat» mit entsprechenden Konferenzfunktionen, Aufzeichnungsmodalitäten und Fenstern per App aktiviert werden. In Lautsprache und Mundart gesprochen bis geredet oder diktiert wird. Beginnt die Maschine und das Programm sofort im gleichen Takt die Audiospur zu «transkribieren».

Damit bedarf es weder majestätischer Flügeltüren, noch den Bibliotheksausweis, um den Blick auf den Raum voller Bücher und Bilder zu eröffnen. Keine meterhohen Regale mit funkelnden Buchstaben, die eintätowiert von den leuchtenden Bücherrücken aus den Regalen als Bilder abstrahlen. Keine Gerüste oder fahrbaren Leitern, die geräuschlos hin und her geschoben werden. Kein vorsichtiges Abtasten der fremden, noch unbekannten und verschollenen Magazine, Bilderwelten und Landschaften zwischen den Buchdeckeln. Keine mit Leder, Papier oder Textil überzogene Gewebe, die den schweren Buchblock vor Stössen, Beschädigung und Traumata schützt. Kein Binden oder Heften der Seiten im Fadenkreuz. Dort, wo die Augen und Blicke noch träumerisch hängen bleiben könnten. Kein haptisches Erlebnis der Buchseiten und Bild(er)seiten mehr, welches durch Gewicht und Menge in den Händen spürbar bleibt. Kein Daumenkino der Kapitel und Eselsohren an den Passagen der Buchseiten, auf die – wie zum Beweis – gedeutet werden könnte. Da diese gerade besonders wichtig und bedeutend erscheinen oder sind. Beim Weiterblättern keine seltsam aufsteigenden Gerüche und Düfte der längst vergangenen Zeit. Einer längst vergangenen, geheimen und in sich zurück gezogenen „Buchkultur“. Auf leisen Sohlen, da diese Menschen so empfindsam sind. Sie bevorzugen die Ruhe, Stille und Abgeschiedenheit in den Regionen. Kein aufschlagen, zeigen, hinweisen, lesen oder nachschlagen und hängen bleiben in den auf dem Rücken liegenden Bücherflügeln. Kein Bild – kein Foto: nur auf Sparflamme bedruckte Flachgebiete an Seiten mit Buchstaben – meist schwarz auf weiss oder grau.

Künstliche bis künstlerische Aktionsformen – Vitalitätsformen – Experimentalformen und -systeme – jetzt: der humane Aufschrei, die Sprache und Stimme, die sich ermächtigt. Die deutlich widerspricht. Wobei die Endgeräte, Maschinen, Techniken und Programme weniger interessieren, aber doch die entscheidende Rolle mit spielen, falls es funktioniert.

Jede*r freut sich: es funktioniert, die audiovisuell Übertagung und Aufzeichnung läuft. In zeitlichen Verzögerungen und Verzerrungen, die kaum bemerkt werden. Da die Diskussion zum Thema und so weiter als Vorbereitungen zum #kunsttalk als Agendamachen stattfinden. Irritationen treten lediglich durch technische Störungen oder Beziehungen auf: Tonübertragungen fallen aus oder das bewegte Bild gefriert ein zum Standbild, welches sich jede-r wünscht & lacht!

Zurzeit verschmilzt es. Die viktorianische Affektökonomie – in verknappter Sprache, Rede sowie Geste – zur Performance. Fragen zur Technik und Medien treten in den Vordergrund. Kaum die «Blogs», »Vlogs« und «Features» oder «Formate» sowie deren Möglichkeiten zu Vernetzungen sowie Verbindungen sind im Fokus des Blickfeldes. Flüssige Essays: Erzählungen im Rede- und Textfluss der Visualisierung. Bildfahrzeuge – Bilderfluten – Skulpturen – soziale Plastiken in Film- und Videosequenzen, die noch nicht geschnitten und musikalisch untermalt oder zusammengefasst sind, um das Fazit, Resultat oder die Konsequenz #kunsttalk 1. 2. 3. Staffel zu präsentieren.

Vlogs: Gorillia und Media? Aloïse Corbaz oder Robert Walser? Auf nach Basel, Bregenz, Biel, Bern, Berlin, Wien, New York, London, Tokio etc. Beziehungsgeschichten zwischen deutsch & englischsprachigem: zurück oder vor? Im Moment : Zuhause sitzend und sitzen geblieben.

Gleichzeitig unverblümt und keusch, reduziert und zart bis zärtlich, kühn und schüchtern bis zurückhaltend, bescheiden, leicht bis affektbeladen – schwer bis verspielt: in jedem Fall performativ!

Regressiv oder reduziert: Bilder lesen, schreiben, zeichnen oder malen bzw. mit Acrylfarben übergiessen oder Zucker bestreuen?

Expressiv, progressiv, mutiges oder ausdrucksstarkes? Bilder, Texte und Projekte selbst gestalten. Sowie mit-zu-machen?

Do it yourself, oder so? Komplizierte bis radikale und komplexe Mit-Teilungen und Beiträge zum Bild, Text und Projekten kommunizieren?

Hingegen überlässt der komprimierte Text es den Gefühlen der Menschen (und später dann eventuell auch den Tieren, wie zum Beispiel Katzen, Hunden, Schafen, Huhn, Affen etc.) die Leerstellen, Lücken und Zwischenräume selbst zu füllen. Fehler oder wesentlich Fehlendes selbst zu verbessern, auszubessern und zu erneuern.

Kennst du Leere, kennen Sie Leere?

Kennst du leere Plätze – leere Räume? Diese Art der Konzentration, diese Entleerung (im Bataille’schen Sinne, sorry, rutschte mir dazwischen «die innere Erfahrung») stellt letztlich die Abstraktion und Distanz der Körper aus ihrer Gegenwart dar. Die Distanz, der Vergangenheit, die beständig an Wert zu verlieren scheint. In der Konzentration und Gegenwart wird der «Gegenstand» irreal, surreal und ja, sogar ziemlich antisozial, aber möglicherweise künstlerisch, wirtschaftlich, ökonomisch und kulturell valutiert.

Hohle Worte ködern, ziehen sich zurück und spielen nur. Reduktion, Rückzug und Verborgenheit steigern die Intensität bis zur Sensation, dem Höhepunkt, das FEST, der oder die Feierlichkeit, dem FESTIVAL? Wir feiern gern-e…

Unterhaltung, Schauplätze oder Bühnen werden kaum zu visueller Kunst und Performance genutzt, da sie der künstlerischen Erwartung, den Ansprüchen und der Forschung kaum entsprechen, die heute wissenschaftlich gefordert wird. Und wer glaubt, Wissenschaft sei Mittel zum Zweck, verwechselt sie mit Technik. Wer glaubt, Wissenschaft biete Orientierung und Sinn, verwechselt sie mit Religion. Wer glaubt, Wissenschaft macht die Welt transparenter, verwechselt transparent mit Durch- oder Hellsichtigkeit. Wer das Wissenschaftliche der Wissenschaft sucht, ist auf gutem Weg.

In Zeiten des globalen Bürgerkriegs und der Krisen werden diese weiterhin zu Unterlassungen, Sammlungen, Archiven, Freilagern der Bilder visueller Kunst führen. Sie verhüllen die vernetzten Operationen gesellschaftlicher und computerbasierter Erzeugung und Automatisierung: bestimmter Selektion und Filterung. Sie animieren zur Sammlung. Die Daten eher zu „klauen“ als diese selber zu machen: do it yourself DIYS. Die Voreinstellungen maschinellen Sehens und Erkennens, die mit strikt gekoppelten Ideologien der Präferenzen – wie Werbung, Marketing, Propaganda etc. mit Bild- und Spracherkennung heute funktionieren: https://ai.googleblog.com/2015/06/inceptionism-going-deeper-into-neural.html

https://andandand.org/

Dies soweit

Wird es sich um lexikalische, die »Indexikalität« relevanter «Informationen» noch handeln, die visuell – ästhetisch – subjektiv bis intersubjektiv in Form von Macht, Geld, Liebe, Kunst und Wahrheit kommunizieren? Wie werden visuell künstlerische Erfahrungen und Erlebnisse heute in wissenschaftliche, theoretische und literarische Bedeutung transformiert und umgewandelt? Wird die Ästhetik des Performativen und die *Neue Soziale Plastik behandelt? Oder gerade bewusst davon abgelenkt und in Rücksichtnahme gelenkt? Werden Verbindungen, Vernetzungen sowie Zunahmen an Verkoppelungen / Verlinkungen / Verbreiterungen der Texte und Bilder sowie Kritiken zunehmend in Breite und Weite zu erwarten sein? Was ist mit dem Medienbruch? Der Tiefe des Einbruchs beim Wechsel des Musters? Falls ja, handelt es sich nur um die Kategorisierungen und Indexierungen? Um die Rahmungen der Axiomatik definierter Namen(s)konventionen im Kontext: weiblicher, männlicher (gerne auch anderer und unbekannter an- und abwesender) Künstler

Performer*innen, Performance-Künstler*innen, Autor*innen, Forscher*innen, Wissenschaftler*innen, Schriftsteller*innen, Theoretiker*innen, Maler*innen, Beobachter*innen, Zeug*innen oder sonstige Typen etc. möglicher sozialer Rollen kunstschaffender Menschen, die in der Gegenwart der Maschine zu Maschine Kommunikation des #SmartSettings sind und sein werden. Menschen, die auch dabei sein wollen und möchten, teilnehmen und geben.

Die Kunstrichtung «Performance»: im englischen Sprachraum „Performance Art“, die sich seit ungefähr den 1960er Jahren auch in den Bildenden Künsten weiter entwickelte. Wieso und weshalb wird heute dazu wissenschaftlich und künstlerisch geforscht und damit weiter gemacht? Es wird doch sofort sicht- und abrufbar, sobald es als Video aufgezeichnet und über Kanäle hochgeladen wird. Geschichte und Erzählung sicht- und erkennbar weiterläuft. Da es im Live-Stream im Fotografischen und Filmischen mit Text – audiovisuell – aufgenommen, aufgezeichnet und dokumentiert wird. Jederzeit wieder abrufbar, falls es (wieder) gefunden, mit einem Klick aktiviert und angesehen wird.

Ein_Bild_ist_ein_Bild_Wie_funktioniert_unsere_Wahrnehmung

*Ein Bild ist ein Bild*

Womöglich ist nur sehr wenig wirklich geschehen; gleichzeitig unendlich viel passiert, welches sich parallel ereignet. Der (kanadische) Medientheoretiker Marshall McLuhan, der immer wieder und viel zitiert wird, hat 1964 schon den prophetischen «Aphorismus» geschrieben: «von den Nerven der gesamten Menschheit umgeben. Sie sind nach aussen gewandert und bilden eine elektrische Umwelt».

Entwurf speichern, abonnieren nicht vergessen

wir arbeiten daran

Zwischendurch aktualisieren, Pause machen. Medien wechseln, die Hände waschen : nicht vergessen!

Komplexe Themen müssen, dürfen und sollen komplex sein und bleiben, auch wenn sie (schriftlich – ästhetisch – bildlich – malerisch – zeichnerisch – mündlich, wissenschaftlich, empirisch etc.) kommuniziert werden. Jedes Detail, Ding, Zeugs erklären und dazu erzählen, wie mühsam wird das denn? Manchmal reicht es, den Einblick zu gewähren, wie Experimentieren und Forschen generell funktioniert, um Interesse und «Wissensdurst» sowie Neugierde zu wecken. Und falls es nicht funktioniert?!

Die Formate waren dann ästhetisch oder kooperativ vermutlich zu wenig abgestimmt, unangepasst und wurden ab- und weggeschnitten, gelöscht und schnell beiseite gewischt. Visualisierung und Bildgebung sowie (ästhetische) Kommunikation und die Ästhetik des Performativen funktionieren sichtbar bis unmittelbar.

«Wikipedia» und/oder Wikidata sowie Medienpädagogik etc. ersetzen selbstverständlich keine Wissenschaft und visuelle Kunst und künstlerische Forschungen. Auch kein visuelles Kunstschaffen, die Kunstperformance und LecturePerformance, da diese dem anderen Code folgen? Wikipedia kann kaum akademische, künstlerische Werke sowie Theoriefindungen aufwiegen. Wikipedia und Wikidata erinnert allenfalls daran, wie unklug es wäre, aus Arroganz das Internet zu meiden. Dies Terrain im Wissens- und Kunstfeld zu verspielen.  Diese Onlineenzyklopädie bleibt das Mysterium : vom Kollektiv für alle frei zugänglich geschaffen, gratis und omnipräsent.

Mit Wikipedia und Wikidata usw. explodiert das Wissen. Die Allerweltsenzyklopädie bringt in Erinnerung, wie radikal Demokratie in ihrer Gleichheitsforderung für die nächsten Gesellschaften sein wird? Und sie zeigt, wie wenig sich Gleichheit gerade in Wohlstandsgesellschaften auf Ökonomie reduzieren lässt – sobald die Reichtümer wie Wissen und visuelle und bildende Kunst – da sind. Sich präsentieren, nach vorne schieben in den Suchmaschinen wie die Luft zum Atmen.

Noch während des überwiegenden Teils der menschlichen Geschichte ist die Reproduktion von Bilder problematischer gewesen als die von Worten. Nicht einmal die grössenwahnsinnigsten Fürsten oder Tyrannen hatten sich je vorgestellt, alle Kunstwerke der Menschheit an einem Ort zu versammeln – so viele Einzelobjekte – zusammenzuführen. Dies erschien immer als aussichtsloses Unterfangen. Mit dem Aufkommen der Fotografie zeichnet sich jedoch die Möglichkeit ab, dass der Gelehrte Repräsentationen sammeln konnte, was der Tyrann nicht als Beute zu sammeln vermochte.

Man kann heute ohne «Übertreibung» sagen, dass die Fotografie die akademische Disziplin Kunstgeschichte = Kunstforschung überhaupt erst möglich gemacht hat. Das Diaformat homogenisierte Grössen, Stile und Epochen und naturalisierte die «Teleologien» der Kunstgeschichte. Überdies wird das mechanistische Repräsentationsregime des Fotografischen ein Kernstück für die Entwicklung der Semiotik des Bildes. Die Fotografie wird zugleich die »Apotheose« und Infragestellung der Realismusvorstellung-en der Malerei. Die Idee der Wissenschaft des Zeichens, des semiotischen Diskurses selbst, hängt vom Fotoeffekt ab. Und:

»Warum sollte der Mensch nicht sein Geheimnis haben? Oder ein Tagebuch?« Eva Demski (1999) Zettelchens Traum. Über autobiografisches Schreiben, visuell künstlerisches Forschen und Kunstschaffen oder durch Performen (ästhetisch bis gestisch) kommunizieren. Und es gehört schon einige Ignoranz zur Behauptung, wer realistisch male oder skulpturiere, habe sich gleich die Beachtung des Kunstbetriebs oder der Politik verscherzt.

«Ästhetische Arbeiten», «Halbpräsizierungen», «Erzählungen», «Entwürfe» und «Preenactments» werden in dieser Art und Weise, mit diesem Feature, Design und System auch automatisch zur *Hyper-Gegenwart* und *Hypertext (Ted Nelson). Revisionen, Kommentare und Kritiken mit der Veröffentlichung als Live-Streaming interessieren?

Anders als im rückwärtsgewandten Reenactment werden im Preenactment exemplarische Gegenwartsphänomene aufgespürt und mit den Mitteln der Performance in die Zukunft fortgeschrieben sowie fortgesetzt. Ausgehend von der gegenwärtigen Ökonomisierung öffentlicher Güter erforschte zum Beispiel das „Preenactment Sprachlabor Babylon“ das Zukunftsszenario der Privatisierung der Sprache. Wird die Zukunft privatisiert?

Klar: was wird passieren:

(Kunst-)Sprache, (Bild-)Sprache, (Schreib-)Sprache, (Theorie-)Sprache bis (Philosophie-)Sprache etc. sind artifiziell. Schaffen Artefakte bis Science Fiction. Sie werden sich weiter entwickeln in öffentlichem (mit denkendem) Sprechen (Moritz Klenk)? Welche Bedeutung und welcher Wert wird der spontanen «Assoziation», «Metapher» und Symbolik bei der Bildbetrachtung (heute noch) zugesprochen und zugeschrieben? Dass wir uns in Bezug auf unsere Techniken der Bildproduktion im vergleichbaren Zeitalter des Wandels, Umbruchs oder der Revolution und Gegenreformation befinden, wissen wir. Nun müssen wir untersuchen, ob wir uns in den entscheidenden Entwicklungsstufen einer ähnlichen Transformation unserer Technik des Betrachtens, des Beobachtens, der Beobachtung der Beobachter etc. befinden….. Hierzu laufen u.a. Gruppenaktivitäten bis – reflexionen im Dialog, Trialog bis Polylog.

Die Zunahme an außer- und innereuropäischer deutschsprachiger Kompetenz (Kunst-, Kultur- oder Religionsvergleich, Ethnologie etc.) macht es immer wieder erforderlich, terminologisch-konzeptuelle und ideologische Festlegungen, Festschreibungen oder Definitionen der Begriffe und Konzepte sowie Kategorien der Zeichnungen und Grafiken zu hinterfragen. Und zwar die, welche explizit oder stillschweigend auf westlicher Tradition, Kultur und Gewohnheit der Bildbetrachtung der Ikone, des Vorbildes, des Denkmals und des Fetischs oder auch der Vision sowie Vorstellung beruhen.

Im Licht der audiovisuellen Live-Stream-Performanz werden andersartige Evidenzen, Erfahrungen und Wahrnehmungen beleuchtet, die Bild- und Kunstbetrachtung aktuell zu erweitern und zu bereichern suchen. Realität-Indexikalität-Kunst-Inframince-Zwischenraum-Wahrnehmung-Reflexion-Gesellschaft und digitales Zeitalter werden hierzu auf die Fläche des Monitors, Bildschirms, Displays oder Plattform gerufen.

Der Entwurf wird auf makro- meso- und mikroanalytischem Niveau in Verbindung zur Text- und Bildvorgabe und Videosequenzen behandelt. Wobei jedoch die Hauptanliegen darin bestehen, angemessene Sprachen für Elastizität, Bewegung und Dynamik, Eigenleben sowie Wahrnehmung zu finden. Verhaltens- und Deutungsoptionen, die heute herzustellen, zu repräsentieren, auszustellen und zu eröffnen sind:

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mass-stabs-getreues

Moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie visueller Kunst wird heute sofort erkannt. Über die klassische, moderne bis postmoderne oder auch die typischen Versuche der «Disziplinierung» und «Spezialisierung» visueller Ästhetik wird heute kaum gesprochen, die in erster Linie künstlerisch kommunizieren. Aufklärungs- und Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis, Praktiken und Performance, die immer ästhetisch – ohne Worte – «kommunizieren». Keiner weiteren Erklärung, Vermittlung und Analyse, noch Erzählung oder Erklärung bedürfen. Bilder, Videos und Aufzeichnungen im Fotografischen, die selbst-er-klärend erzeugt und freigegeben werden.

Klar ist, ich zeichne auf. Kopiere, füge ein, verändere und schreibe. Lösche, transformiere, gestalte, verwende und verlinke. So wie jede-r heute versucht ist, es zu machen? Ich meine, die Bilder im Fotografischen aus dem Internet zu verwenden. Mit und ohne #hashtag, Text und Sprache sowie zusätzlichen Audiospur-en zu posten. Diese hoch- und herunter sich auf den Bildschirm ein-zu-laden. «Raum- und Bewegungsbilder» bis «Farbklänge» im fotografischen – mit und ohne zusätzliche Effekte und Animation oder Musik – audiovisuell – herzustellen.

Könnte ich das Audiopaper oder Hörspiel mit dem Mikrophone am Computer aufzeichnen? Das animierte Tik Tok Video mit der App. dazu herstellen? Das Manifest dazu auf Papier verfassen? Anstelle mit den Fingern hier auf der Tastatur herumzudrücken, damit die schwarzen Lettern im grauen Absatz erscheinen.

Wahrscheinlich wird es heute sowieso kaum einer mehr lesen, da es zu lang – grau und langweilig – kompliziert und verschachtelt daher kommt. Wer bevorzugt heute noch grau, blau, weiss usw.

MacBook Air schwarze Tastatur – iPhone graue Buchstabenfelder – iMac weisse Tasten

Um sich «sozial» an möglichen «Schnitt- oder Teilmengen» – Gruppen – «Public Domain» und der sogenannten «Gemeinfreiheit» zu beteiligen. Am «Diskurs» oder der «Diskussion» Bildbetrachtung und Bildverstehen teilzunehmen. An den Prozessen künstlerischer und kunstbasierter Forschung, Kunstforschung und Wissenschaft (OpenScience) jederzeit aktiv-er mit-zu-machen. Wozu thematisch tagtäglich Blogs geschrieben und Vlogs zusammen-geschnitten werden? Um Bilder im Fotografischen (Visual Literacy) und Texte (Oral-History) möglicherweise in – mit – durch künstlerische Anwendungsmöglichkeiten (besser) zu verstehen, die ästhetisch sowieso immer kommunizieren? Oder, um Bildakte visuell Kunstschaffender gegenwärtig – in direkter An- und Abwesenheit der Künstler*innen – im Zusammensein zu betrachten und zu besprechen?

Wer beteiligt sich heute aktiv an den Systemen, die «Kulturgut» – «Museum» – «Kunstsoziologie», «Kunstbetrieb» – «Kunstsystem» – «Medienkunst« – «Kommunikation» – «Performance-Art» etc. betreffen?

In wie weit «Schönheit» – «Gesundheit» und «Krankheit» – «Wissen» – offene, freie bis zweckorientierte «Wissenschaft» – «Literatur» – «Kunstgeschichte» – «Gesellschaft» der nächsten Gesellschaft – «Politik» – «Kultur» – «Natur» – «Äther» – «Philosophie» – «Physik» – «Mathematik» – «Musik» – «Informatik» und so weiter hierbei die Rolle spielen, muss mich oder jede-n Einzelnen dies im Detail wirklich interessieren? Mache vorerst so weiter, da es funktioniert.

Entscheide, lösche und wische, verdränge, mische oder wähle heute sowieso wie jede-r selbst – selektiv -aus. (Diese Auflistung folgt keiner Ordnung, keinem Konzept, Programm, Plan oder Code etc. und lässt sich problemlos erweitern, verändern oder löschen sowie anders definieren, sehen und zusammenstellen). Hierfür nutze ich bislang verschiedene Tools, Pools und Geräte und Utensilien. Geht es um den Zugang und Zugänge – den Zugang zu finden – die Zugangsberechtigung zu erhalten usw.?

Auch wenn Präsenz heute oft bedeutet Befasstsein, Tätigsein und Zeugesein für visuelles Kunstschaffen, ohne dabei angeheuert, ausgestellt und angestellt zu sein. Sollte ich es genauer, treffender und präziser formulieren, dass jede-r heute Erfahrenes und Erlebtes fotografisch, filmisch und schriftlich sowie audiovisuell aufzeichnet und speichert sowie verbreitert. Grosses Interesse an Kunst zeigst, sei es in Form von Musik, Malerei und Reisen sowie dem ständig unterwegssein preisgibt. Die Furcht, die von Anfang da war, ist die Annahme, Kunst werde durch Design- und Organisations-Vorgaben so verändert, dass ihr autonomer Status verloren gehe, möchte ich kaum teilen. Künstlerinnen und Künstler verbinden oft ihren autonomen Status mit ästhetischen Theorien und Handlungsfreiheit, die sie kommunikativ begründen. Der Begriff Forschung ist in der deutschsprachigen Diskussion sehr umstritten und nicht selten lautet der Vorschlag, es sei »ästhetisches Denken«. Lautes sprechendes Denken, Erzählen, Erklären und Aufschreiben sowie die performative Imitation mit An- und Abwesendem.

Befinde ich mich auf Forschungsreisen, der Expedition oder Exkursion?

Hauptsächlich Frauen zwischen 60 und 80 Jahren nehmen den Biografiekurs auf, um ihre Autobiografie zu schreiben, wie ich erfahren durfte. Dies bestätigt auch das Datum 08.03.2020 Frauentag. Zumindest Gemeinsamkeiten (vgl. Andrea Züger Leben schreiben. Eine qualitative Studie zu Praktiken des autobiografischen Schreibens, 2019, S.12), die Frauen teilen. Doch, egal welchen Alters, Geschlechts und sonstigem Status, weshalb werden Menschen heute zum «autobiografischen Schreiben» und damit auch «KünstlerSein» aufgefordert?

Jene-n möchte ich auch verstehen, die oder der es boykottiert. Unterlässt und nicht mitmachen will.

Vom «Nullpunkt der Literatur» – Ende der Kunst – aus, lässt sich in Bildern denken. In Bildern Denken, wie illustrierte Seiten im Buch:

Verstehens-Erwartung scheint in allen Ecken zu lauern. Die Lebensgeschichte (nur) eines einzigen Bildes oder Bildakts als visuell-ästhetischen Kunstanspruch zu beschreiben. Bildakt und Rezeptionshabitus werden ästhetisch im Kontext der Epoche übernommen (vgl. Marianne Karabelnik Das Kunstversprechen Lebensgeschichte eines Bildes 2018). Die Musealisierung der Vergangenheit und Erinnerung oder die Verdrängung der Gegenwart spielen möglicherweise die Rolle dabei, sobald ich beginne zu schreiben und aufzuzeichnen? Text und Sprache werden immer irgendwie mit eingeplant, sobald es um visuelle Kunst, ästhetische Theorien und Handlungsfreiheit geht. Die im Widerstand meiner Sprache und Mundart sowie Kunst- und Bildsprache als Performance entstehen. Ästhetisch zu kommunizieren. Visuelle, malerische bis mund- und handwerklich geartete Kunst zu schaffen. Künstlerisch bis literarisch in meiner Sprache, Art und Weise zu forschen, aufzuzeichnen und zu schreiben sowie dokumentieren und auch archivieren.

In den Formen mit freiheitlichen, symbolischen und offenen Ausgängen. Kultur und Kapital, wie heute schnell gesagt wird: Human- und Sozialkapital. „Im Schreiben und Erzählen ordnet sich mein Leben“ meinen Autor*in-nen, die Biografisches und Autobiografisches im Alltag und der Kunst aufzeichnen. Auch die, welche bewusst mit oder unter Pseudonym schreiben und anonym publizieren.

So öffnen sich bereits zahlreiche Fenster, Zugänge und Ansätze, Aufsätze und Artikel, die nur angeklickt, angetippt und leicht berührt werden (müssen)?

Die Nichtverstehens-Erwartung besteht darin, dass zwar vieles sofort gesehen, gehört und verstanden wird und ich nahezu zappelig, sehr unruhig und verärgert werde. Verärgert darüber, dass in der Ausstellung und Herstellung beim Schreiben so gar nichts Neues, Irritierendes, Verstörtes und Fremdes zu sehen sein wird. Auch, da ich einzelne Bildakte im Fotografischen, Grafischen und Malerischen kaum als «Interferenzphänomen» erkennen und besprechen mag. Sie bleiben hier zumindest im beengten Rahmen und in der Form der Erwartung und des Erwartbaren stecken:

Was heute unter die Kategorien der Kunstfotografie, visueller Kunst sowie autobiografischer Literatur, Kunstliteratur sowie Kunstforschung, künstlerischer Forschung, Video- und Medienkunst sowie Dokumentation und Liste verstanden wird.

Zettelchen im Wind

Nur spezielle Kunstausstellungen – visuelle Kunstherstellungen – bekannter Bild*Künstler*innen sowie deren kunstwissenschaftliche Resultate belegen bis heute, dass eben diese Erwartung auch unterlaufen wird und werden kann, ja sogar auch immer wieder unterlaufen werden muss!

Ich will das Gezeigte (nicht) verstehen, welches ästhetisch kommuniziert. Ich will mich daran *abarbeiten*, damit auseinandersetzen und zu verbessern helfen. Hierzu habe ich zwei Sauer-teig-kulturen zum Brotbacken #KeineBrotloseKunst anlegt, die wilde Tomatenpflanze in den Tontopf gesetzt und in den Wald unter alte Laubbäume gestellt. Die #Schafe – einschliesslich mich – an die Holzwiesstrasse und auf den Holzweg getrieben. Die #Schafe in diesem Jahr an die Herde des Wanderschäfers verschenkt, da ich diese nicht verkaufen konnte. Ich will nicht klagen, mich beklagen. Weder den Ärger und die Verärgerung herauslassen – noch freisetzen – wozu auch? Wem würde dies Nützen? Wen interessieren? Was ich wesentlich kritisiere im Anstimmen des Kanons und Chors hier: Kunst verkommt zum Sedativum, zum Erlebnispark, zum Fabrik- und Outlet- und Atelierbesuch: allüberall (auf der Höhe der Zeit) diese Ausrufe: Wie sinnlich, wie taktil, wie haptisch, wie innovativ, wie genial und produktiv! Ohh, wie schööööööön.

Nun, manche sagen *paraphrasierend*: das war schon immer so! Und zwar genauso und nicht anders.

Ja, das war es. Nur seit zehn, zwanzig Jahren und heute wird der Sprung, Re-produktion und Re-load etc. innerhalb der Generierung von symbolischem und sozialem Kapital gemacht, die ihresgleichen suchen:

Biografie. Ein Spiel / Theater und autobiografisches in Szene setzen

Bildwahrnehmung und der Habitus der Rezeption zum Beispiel werden durch die präzise Reportagefotografie (oder Biografie) und Filmsequenzen (die Filme sind unter uns) seit den ca. 1930er vorkonfiguriert. Filme (Filmtheorie), Radio (Radiotheorie) sowie Literatur (Literaturtheorie) und Bild (Bildtheorie-n) sind in diesen Zusammenhängen zu nennen. Durch Museums-, Theater- bis Opernbesuche, Betrachtungen der Gemälde und Kunstwerke im Original, spezielle Kunstausstellungen und Performances und so weiter werden «Investigationen» (Nachforschungen, Untersuchungen sowie experimentelle Forschungen) konfiguriert. Angeregt: künstlerisch, kunstbasiert und technisch und sonst wie zu experimentieren.

Zu versuchen, den Versuchen andere Möglichkeiten zu finden, kann ich kaum und nur mässig widerstehen. Immer (wieder) anzufangen und neu anzufangen ist kaum zu widerstehen. Mögliches will ich ausprobieren – auf die Probe und zur Probe stellen:

Alltagserfahrungen werden häufig an die Nichtverstehens- oder Verstehenserwartung des Bildes im Fotografischen, Filmischen und auch Malerischen angelehnt. Mit visuellem Kunstanspruch re-produziert und für die An- und Abwesenden hergestellt. Wobei Verständnisfragen hier ausdrücklich kein «Tabu» sein werden.

PC 6208 See, Speak, Hear No Evil, Vintage Japanese Photography Published by Catch Publishing at the heart of the image http://www.catch.nl/ angelehnt an das Drei-Affen-Prinzip der Verneinung und negativen Bedeutungswandel in der westlichen Kultur

Kunst wird als etwas Unverstehbares gesetzt.

Verständliche und durchschaubare Arbeiten, Untersuchungen sowie Experimente künstlerischer Forschungen der Künstler*innen verfehlen ihre Absicht, den Zweck und ein spezielles Ziel. Keine «richtigen» oder «wahren» Kunstwerke sowie »künstlerische Arbeit» zu sein, sobald sie durchschaut und durchschaubar werden. Häufig wird Präsenz, Anwesenheit und sichtbare Performance sowie Stellungnahme der Künstler*innen zu visuellen Arbeiten erwartet. Zum Beispiel, um vom Original, echten und wirklichen sowie „wahrhaften“ visuellen Kunsterlebnis -künstlerisch-wissenschaftlicher-Forschungsbemühung – Aktion – Dokumentation usw. zu sprechen.

In diesem Zusammenhang wird auch noch oft von «Authentizität» (wie in der «bildenden Kunst der Moderne») gesprochen oder diese (auch dementsprechend) erwartet.

In solchen Situationen richte ich meine Aufmerksamkeit auf einzelne Bilder, Szenen und Sequenzen. Fokussiere ich auf den Bildakt, nach ästhetischer Erwartung zur Rezeption und auch Nicht-Erwartung! Übriges Beiwerk oder Ornamente und Rahmung blende ich aus. Den Text sowie das Gemurmel und Gerede sowie die Geräusche versuche ich vorerst zu überblenden und zu überhören. Doch – selbst die ausgewählten Bilder – werden oft nur mit bestehenden Ordnungsmustern (historio-grafischen Ordnungsschemata oder axiomatischen Systemen, »Algorithmic« sowie «humanen Assoziationen») erfassbar. Mit Kontexten, Verhältnissen, Landschaften oder Orten, Epochen, Erinnerungen und Erfahrungen sowie Worten, Wissen und Konzepten und Theorien verglichen (oder abgeglichen) und beurteilt.

Der Anstieg an Informationsdichte im visuellen Bereich (Display) des Einzelnen kann Gefühle und Affekte des Unverständnis, der Langeweile und Überforderung oder Blockade verstärken. Denn Bilder binden unsere Aufmerksamkeit und Begehren auch dann, wenn sie nicht, kaum verstanden werden und unbekannt bleiben. Auf zu schreiben und aufzuzeichnen, worüber und wovon gesprochen werden kann, geredet und erzählt wird, kann helfen sich in der Situation zurechtzufinden oder zu orientieren, wie einige heute zu sagen pflegen. Sich einzumischen in den laufenden Diskurs, Dialoge und Diskussionen sind für mich die zärtlichsten Formen der Annäherung an *neue Erkenntnisse; ja auch Erfahrungen und Experimente sowie zu immer auch zu proben. Anschlussfähigkeiten zu künstlerischen und kunstbasierten Forschungsmöglichkeiten der Künstler-in-nen, visueller Kunst und deren Erkenntnismöglichkeiten, die gesucht und gefunden bis aufrecht erhalten werden. Sowie die Leinwand – in aufgespannter Rahmung durch Holzkeile – hoch zu halten und zu tragen. Selbst das Wort ergreifen: frei zu sprechen und zu schreiben sowie damit anzufangen – entweder allein – zu zweit – zu dritt – zu viert oder in der formellen bis informellen Gruppe oder Gesellschaft. Bildlich gestalten, zu fotografieren und selbst aufzuzeichnen jeden Tag. Auch wenn es auf den ersten Blick, wie die «Investigation» und «Intervention», «Beweisführung» und «Rechenschaft» oder «Argumentation» sowie «Begründung» wirken mag.

Giorgio Agamben analysierte den griechischen Begriff «stasis», der sowohl Bürgerkrieg (Weltbürgerkrieg) als auch Unveränderlichkeit bedeutet: etwas, das potenziell sehr dynamisch ist, aber auch das völlige Gegenteil sein könnte. In den 80iger Jahren war die Verwendung dieses Begriffs noch umstritten, da einige versuchten, die (deutsche) Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und deutsche Verbrechen aller Art herunterzuspielen. Viele andere Denker, darunter Hannah Arendt in Über die Revolution (1965), haben diesen Begriff reformuliert. Jean-Luc Nancy, Michael Hard und Antonio Negri neben vielen anderen gebrauchen ihn. Ursprünglich bedeutet stasis: Stillstand, Standpunkt und Stellungnahme. Doch mich interessieren die Fluchtpunkte, um dem Stillstand, den Standpunkt und die blosse Stellungnahme zu verflüssigen …

Restitution und Begründung zu «Kulturbesitz» scheinen die Rolle des «Identitären in Kunst und Kultur» zu spielen. «Feuilleton» oder «Kunstforschung» als Kunstgeschichte-n, Science Fiktion-en oder Roman-e, Spiel- und Kinofilme, auch in Games, im Theater, in Musik etc. scheinen heute genauso – nebeneinander und parallel – als Schaustücke bedeutend zu sein. Eben noch erzählte mir «Andreas Peschka» von der Theateraufführung: «Helges Leben». Im «Narrativ» des einzelnen Menschen wird es (wieder) erkennbar und erinnert. Obgleich es in anderen «Features» und «Formaten», wie zum Beispiel http://www.soundstudieslab.org/what-is-an-audio-paper/, «Podcast», «Games» und wirklich kurze Videos (TikTok) zurzeit laufend parallel oder auch live auf YouTube etc. veröffentlicht und gezeigt wird. Auf die Definition der Sprache oder Worte scheint es dabei kaum und nicht mehr anzukommen, sondern nur um deren Gebrauch und Anwendung? Jede-r weiss heute sofort, wovon gesprochen wird?

Wozu visuell künstlerisches bis kunstbasiertes »Forschendes schreiben« und fortschreiben?

Jede-r performt und kommuniziert heute interaktiv mittels der Technik. Applikationen (Apps), da diese selbsterklärend und animierend sind – mit zahlreichen Effekten (die kaum innovativ oder Innovation sind) – kinderleicht bis sofort – meist kostenlos – zu bedienen und anwendbar werden. Gespielt, kreativ gestaltet und geschnitten bis aufgezeichnet wird – zumeist in Form von der Videoaufzeichnung. Die immer neue kreative Kontrollformen mit freiheitlichen – witzigen Aussehen – bis künstlerisch ästhetischen Inhalten produzieren und liefern, die zur schnellen, friedlichen und interkulturellen Verständigung zum Gemeinwohl beitragen können?

Interferenzphänomene (Stroop Effekte) des Lesens und Verstehens des Visuellen, Sprachlichen und Ästhetischen werden wichtig beim Betrachten, forschenden Schreiben und in den #kunsttalk Aufzeichnungen. Texte bis Texturen oder Kontexte werden häufig ausgeblendet, ausgespart oder ab- und weggeschnitten. An diese Stelle tritt das komische oder dramatische Schauspiel oder Schaustück, die «bösartige» Komödie der „kreativen Unterhaltung“. Die keiner Auseinandersetzungen, wie tiefergehender oder tiefergreifender Analyse und Kommunikation mehr Bedarf, da es ästhetisch: sofort, direkt, sauber, bequem und herrlich angerichtet sowie reflektiert serviert wird. Etwas – gegen das sich die künstlerische Arbeit – kaum mehr zu widersetzen scheint – ausser es wird angefangen: forschend zu schreiben.

Dennoch hält mich die Lektüre James Joyce „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ (2012) – «A Portrait of the Artist as a Young Man“ (1916/17) – Jean Paul Vorschule der Ästhetik (1980-1990) – Natalie Lettner Maria Lassnig Die Biografie (2017) – «Feministische Avantgarde» sowie die Historie, Geschichten und zurzeit die Niegeschichte von Dietmar Dath oder der unendlichen Geschichte sowie der unendliche Spass von David Foster Wallace von der letzten Print-Tankstelle vor der Datenautobahn, sozusagen – im wahrsten -Sinn der gedruckten Worte noch befangen. Sowie die Dinge und Geschichte-n an sich. Die wilden Jahre des Lesens und Sprechens, die «Ulrich Raulff» als kleines Porträt der «Generation Theorie» verfasste. Welche er kaum freiwillig preisgeben wollte. Wer das Erleben historischer Phasen erleben will, greift leicht zur maritimen Metaphorik »die Welle kennen, auf welcher wir im Ozean treiben, allein wir sind diese Welle selbst.« Doch reicht diese Kenntnis? Sobald als forschende Künstlerin im Internet, mit sozialen Netzen und in WordPress zum Kunstschaffen geschrieben wird.

„Wovon man nicht sprechen oder erzählen kann“: Ästhetik Mystik MedienNaturAtmosphäreAuraÄtherAngstEmotionKitschAlltagskunstStreetartVolkskunst und so weiter?

Visuelle Kunst: Bilder, künstlerischer Ausdruck und Mittel, Bildfahrzeuge oder -vehikel und andere bildtragenden sowie bildgebenden Verfahren, Medien und Fotografien (Visual Literacy). Kaum mehr sind diese als Kunstgattung oder als nur die Kategorie oder nur das Format oder Feature zu verstehen. Ihre komplexen Bedeutungen können sich bis zum gewissen Grad von der Sprache, ihrer Begrifflichkeit und auch den Worten und den semantischen – algorithmischen – logischen Berechnungen der Ökonomie, Organisation und Programmierungssprache-n emanzipieren; Semiotik von den Schulen bis Akademien und Universitäten – den Infrastrukturen und Architekturen ab-lösen. Hin zu «Interferenzphänomene» möglicherweise, die verschieden verstanden und ausgelegt werden können – mit dem Bild und den Videoproduktionen sowie Aufzeichnungen, die veröffentlicht sind und noch werden.

Bilderflut, noch nie gab es eine Zeit, in der so viele Menschen so häufig und in solcher Menge selbst Fotografien, Aufzeichnungen und Videos auf verschiedensten Kanälen herstellen, schneiden, zusammenstellen, verbreiten und kommentieren, wie heute. Die hohe Vertrautheit mit Fotografie, Film und Radio führt kaum zwingend zu differenzierter Wahrnehmung. Bildgestaltung- und Medienkompetenz sowie die Fähigkeiten und Kompetenzen zu ästhetischer Anschlusskommunikation. In den Formen der Audiospuren des Sprechens, Erzählen und Schreiben sowie passenden Bildmaterial dazu visualisieren und illustrieren. Gefühls- und Denkbewegungen, Körper- und Handbewegungen, Gesten, die sofort symbolisch – nonverbal – ästhetisch kommunizieren und interagieren. Beobachten und Zeigen als audiovisuelle Kulturtechniken, die kaum mehr umständlich gelesen und verstanden werden müssen?

Die Verstehens-Erwartung, denn kaum alle visuellen Aus- und Herstellungen haben in erster Linie Kunst- oder Literaturanspruch. Oft werden zum Beispiel Fotografien historisch gesammelt, um Ereignisse, Erfahrungen und Geschichten zu dokumentieren. Jede-r erkennt implizit. Spürt die Absichten und Angelegenheiten der Bilder. Schwingt mit im Kommunikationsmodus der Bilder im Fotografischen. Dabei ist es weniger aktives, bewusstes Durchdringen der Materie als eher die Abwesenheit von Irritation, Unverständnis und Betroffenheit. Nur unter Verzicht auf eine aktive Auseinandersetzung und nur bei ausdrücklicher Nachfrage, die sich schnell verflüchtigt, gehe ich vom Gefühl es Verstanden zu haben aus. Oft verlasse ich die Räume mit dem Gefühl, den eigenen Horizont *leicht* oder *stark* mit Erkenntnissen erweitert zu haben. Oft lande ich jedoch wieder bei dem handfesten oder barfüssigen. Selbstständig umsetzen, schreiben und gestalten sowie verlinken und performen.

Ent-täuschte Verstehens-Erwartungen: heute begegnen die gegenwärtigen bis hypergegenwärtigen Kunst- und Bildproduktionen jedoch nach wie vor dem blanken und auch reinen Unverständnis oder der spezialisierten ästhetischen Kunstkompetenz des Kunstbetriebs. Es wird möglicherweise dasselbe Unverständnis sein? Die sowohl Kunst-Liebhaber*innen als auch Künstler*innen gerne im angemessenen «Feature» der Darstellungsform zu sich nehmen. Welches von der Kunst, visueller Kunst, Kunstforschung und künstlerischer Forschung sowie Gegenwartskunst heute erwartet wird. Erst an diesen feierlichen Inszenierungen des vermeintlich «Zwecklosen im Namen der Kunst» entzündet sich dann der Ärger und das Ärgernis des Unverständigen. Dabei fühlen sie sich ausgeschlossen. Und gleichzeitig wird die Erlebnisbasis unter diesen Bedingungen sehr schmal, eng und unsicher bis unruhig.

Abwesende Verstehens-Erwartung, die kein Verständnis erwartet, sondern nur das Erlebnis oder Spektakel. Hier wird kaum davon ausgegangen, dass sich in einem Bild, Kunstwerk und künstlerischer Arbeit der komplexe Sinngehalt subjektiviert, objektiviert sowie operationalisiert. Welcher mittels intensiver Anschauung oder Interpretation durchaus zu erschliessen wäre. Hierzu zählt beispielsweise, nie über das Gezeigte, Dargestellte und Sichtbare explizit zu reden und zu schreiben. Das Meiste im Verborgenen und Unsichtbaren zu halten oder auch zu sein wird.

Täglich fange ich an.

Nehme es sogenannt in Angriff, damit es nicht andere für mich und anstelle von mir tun. Möglicherweise können sie es einfacher, leichter und effizienter erledigen und wesentlich besser schreiben und darstellen als ich, egal, denn für mich ergibt es Sinn. So wie andere und Maschinen heute dazu in der Lage sind. Besser zu zeichnen, malen, schreiben, zu designen und zu kommunizieren und auch zu performen. Hierum geht es mir in erster Linie nicht. Ich schreibe trotzdem, gestalte und forsche weiter – im Widerstand. Und der massengeleiteten ästhetischen Kommunikation und den Designvorlagen zu widerstehen. Ich versuche es anders anzupacken. Versuche häufiger den Punkt zu setzen. Die Pause-n auch zu machen und zu nutzen. Anschlusskommunikation wird zu den Bestandteilen der Bild- und Medienkompetenz, soweit das Fazit.

Das Instrumentarium, um über Bilder im Fotografischen zu reden und zu erzählen. Nutze ich ausreichend die Möglichkeit den Bildakt in unterschiedlichen Bild-Kontexten zu betrachten? Je nach Blickwinkel, Bildposition und Bildreproduktion gelangen verschiedene Ensemble und Assemblage sowie Bricolage auch als mögliche «Interferenzphänomene» oder Auren oder was weiss ich ins Blickfeld.

Wobei es nach, wie vor ungewiss sein wird, was wirklich passiert, sobald ich hier forschend zu schreiben und zu performen anfange. Keineswegs meine ich die Form des «Einschreibens», die bekannt ist. Die ich nutze, um etwas zu dem bestimmten Zweck oder mit bestimmten Fragestellungen (per Post) und Einschreiben zu adressieren. In der Erwartung auf Antwort und Beantwortung der Fragen und Fragestellungen:

einschreiben – sammlungen momente auswählen – freigeben

In der Art und Weise, wie ich es bislang erfahre, dass es vor-formatiert, bewertet und definiert, beurteilt, mit-gemacht und unterlassen wird: entweder als (visuelle) Kunst oder Nicht-Kunst. Der Anfang war zum Beispiel: Automatismen der «Kulturtechnik», der «Wissenschaft» und des «Kunstbetriebs», und auch des «Kunstsystems» oder «Kunstbetriebs» kennenzulernen. Hier ergeben sich sichtbare Fortschritte und auch Erkenntnisse.

Wegzulaufen, hin- und her zu laufen. Wandern, reisen, sich bewegen, fliegen, kreisen, tanzen etc. umherzuschweifen, aufzusuchen, zu gestalten und nachzudenken. Zu Überlegen. Zu lesen und zu erzählen und auszuprobieren. Kunst in Zeiten des globalen „Bürgerkriegs“, „Coronakrise“, „Weltkunst“ und „Intermedia Art“ in verschiedenen Lagern, Settings und Alltagskulturen zu schaffen?

Welche Rolle spielt visuelle Kunst in der globalen Kette der Projektionen als Produktion, Re-produktion, Re-Produsing? Die «Begriffe» und Auffassungen interessieren mich, die heute diskutiert werden.

Wird der Hyper- und Metatext (m-einer geschriebenen, künstlichen und natürlichen) Sprachzeichen, Symbole, Tönungen und Stimmlagen es herstellen? Damit der Bild- und Schreibakt die aktuelle Performance zur Gegenwartskunst (Hypergegenwart) visueller Kunst und Kunstforschung wird? Versucht diese angewandte künstlerische Forschung, die möglichst hohe ökologische Validität mit dem «Forschungsdesign» und «Responsive Webdesign» in der Gruppe und im Verlinken zu anderen Plattformen dies schon zu gewährleisten? Wird es sich hier von «journalistischen Textsorten» zu künstlerischen und wissenschaftlichen oder poetischen und literarischen Textsorten differenziert werden?

Sogleich wird es kaum an dem Anderen, Fremden und Unbekannten und dem Liebhaberpublikum abgleiten, da bin und bleibe ich sicher!

Trotzdem versuch ich künstlerisch weiter zu forschen: „Sieh es doch so“ – den Wechsel- und Drehpunkt, manche nennen diesen auch Angel- oder Sehpunkte, der Merkmale und Eigenschaften sichtbar oder noch sichtbarer herzustellen als Erkenntnis. Zu Aspekten, der lieb gewordenen und vertrauten Perspektive, unter Kunst, Ästhetik und Wissenschaft (Open Science) etc. mit zu machen. Ich liebe die Geschichte und Geschichten, aber die Geschichte (oder auch Historie) liebt mich nicht. Wie Hito Steyerl schreibt: Egal, wann ich sie anrufe, immer geht ihr Anrufbeantworter dran. Sie sagt: «Logo hier einfügen» (vgl. Hito Steyerl Duty Free Art Kunst in Zeiten des globalen Bürgerkriegs aus dem Englischen von Sabine Schulz 2017, S. 7).

Bild- und Kunstgeschichte sowie «Bildtheorie» und genauer Bildtheorien: wissenschaftliche, künstlerische, kulturelle, historische und philosophische Erkenntnisse (immer wieder) zu lesen und in Frage zu stellen. Aus diesem Grund: experimentiere ich damit. Mit verschiedenen Zugängen, Anschlüssen und Verbindungen zu Laborsituationen, Umgebungen und Feldern oder grünen Wiesen und Wäldern in situ, in place und am Ort: Experimentalsysteme und experimentelle Systeme.

Informationen aus dem Büchergestell, «World Wide Web» sowie dem (surrealen) Studio und Büro motivieren mich, um es direkt hier hinein zu schreiben, einzufügen und erneut zu verlinken. Der Speicherort, den ich jeder Zeit aufrufen, lesen und verändern, freischalten sowie wieder löschen kann?

Gedanken oder Assoziationen und «Denkfiguren» zum Bildakt als «Lemma» werden zentral.

Sobald diese ästhetisch kommunizieren. (Kunst-Therapien, die visuelle Kunst von anderen Bereichen des Lebens und der menschlichen Praxis abzugrenzen und zu integrieren versuchen). Zentral für den Begriff Kunst und visuelle Kunst sei somit die Differenz zu anderem, die (ästhetisch immer) mit kommuniziert werden. Mit geht es darum, dem Gefühl von Unverständnis (wie wahrscheinlich jede-m) zwischen Formen emotionalen Erlebens und nur der mentalen Verarbeitung der gezeigten Bilder (Rationalisierung) zu begegnen. Da sich die (ästhetische) Kommunikation und die Interaktion der Menschen mehr und mehr auch nur allein sich in visuellen Bereichen abzuspielen scheint, die beobachtet und verstanden werden.

Zurzeit stelle ich den «Bildakt», die «Pathosformel» und den «Fetisch» sowie das Schlagbild, Schlagwort und Bildfahrzeug in den Vordergrund.

Die ästhetische Kommunikation mit künstlerischer Performance und Erzählung werden zur formverändernden Akteurin. Und somit schon in den Fokus offener Wissenschaft und Kunst gestellt. Die künstlerische Praxis wird dabei nicht stillgestellt oder nur ausgestellt. Mit dem (auch autobiografischen) Schreiben hier, mag es sich momentan und dauerhaft ver-ändern. Heute wird (immer noch) erwartet, dass die Künstler*in in (sozialen) Räumen und Umgebungen für’s Publikum „ein“ Bild oder Bilderserie als Ausstellung zeigt. Die sie möglichst selbst her- und ausstellt hat (siehe hierzu Beitrag #wikiD 20190219 #OpenScience ab ca. 1:04:03). Wobei ich davon ausgehe, dass das erfahrene Publikum sehr sensibel auf «gefühlte» Bevormundung und Überzeugungskraft sowie Rede reagieren mag.

ab ca. 1:04:03 in diesem video-live-stream auf youtube veröffentlicht seit dem 20190219

Wahrscheinlich, weil ich so sozialisiert wurde. Sofort entsprechend darauf reagiere. Mich dementsprechend verhalte, mit Demut und Zurückhaltung oder herausfordernden Fragestellungen. Die jederzeit – weiterhin – automatisch und laufend durch die Umgebungen, wie zum Beispiel «SmartSetting» (Environment, Soziale Räume, Institutionen, #kunsttalk etc. und Menschen sowie Maschinen) sozialisiert werden. Ich konfrontiere mich damit, wie jede-r andere vermutlich auch. Da die Grenzen der Institutionen und Organisationen unscharf geworden sind, sowie sich ständig neu bilden. Informationen, die in jeder Form auch sicht- und unsichtbares (ästhetisch) und (unbewusst) mit kommunizieren.

Sobald ich anfange Bilder zu sammeln, zusammen zu fügen und neu her- und zusammen zustellen. Auszuwählen, zu fokussieren und zu entscheiden. Diese länger und intensiver betrachte, von tiefer möchte ich kaum sprechen, denn sie stellen für mich die Oberfläche dar. Da es ästhetisch in der einen und anderen Form-en sowohl speziell als auch allgemein-gültig ästhetisch kommuniziert oder kommunizieren kann. Ich überlege und denke längere Zeit nach:

Zeitgleich und weiterhin wird das Bild der Schrift hier vor-formatiert, mathematisch berechnet und gedanklich vor mir hergestellt, damit es jederzeit und allerorts (wieder) angesehen, beobachtet und bearbeitet wird. Die Versuche der «Definition» in diesem «Format» und «Feature» entsprechen dem, wie ich es augenblicklich und in diesem Moment sehe, wahrnehme und erkenne. Sobald ich es hier einfüge, dann setzen sich Maschinen und Programme sowie anderes in Bewegung oder Gang. Stellen Verbindungen, Verknotungen und andere Beziehungen oder Verlinkungen sowie verstricken, verhäkeln, verköppeln, verweben, verwerten oder verflüssigen her. Auch, um mit Angeboten, Informationen, Dienstleistungen, Hilfestellungen oder Beratungen, um es mir und Anderen mit Angeboten «Recht» zu machen. Die jetzt (noch) unbekannt sind und wahrscheinlich bleiben werden, wenn es nur «Lurker», Hilfsprogramme oder Bots etc. als Maschinen bleiben werden. Sie entscheiden, beurteilen, kontrollieren, beobachten und zensieren sowie überwachen (immer) mit. Die Maschinen (Bots), Menschen, Kunstschaffenden und Künstler*in-nen, die subjektiv und aus ihrer Sicht Aufmerksamkeit, Beobachtung und Feedback schenken, kritisieren, reden und Kontakt aufnehmen, mitwirken und schreiben, sind mir immer herzlich willkommen. Tönt blöd: ich weiss! Wird «Aufmerksamkeit» für Bild und Text in diesem Design WordPress heute überhaupt noch befürwortet, um künstlerisch zu forschen oder weiter forschen zu können? Die Textblöcke und Threats sind zu lang – schon klar!

Ästhetik und Kunstforschung in aktueller visueller Hyper-Gegenwartskunst der Künstler*in-nen ist, bleibt und wird vielfältig. Sogar kompliziert bis komplex, auch sobald es befürwortet und beobachtet wird. Und nicht nicht kommuniziert wird. Ästhetisch kommuniziert es immer, soweit die Annahme und der Grundsatz.

Wem nützen ästhetische Bildangebote zur Identifikation im Fotografischen? «Bild» und «Textur» geben Zwischenraum – Space sowie Raum – für Eigenwilliges, für Verweigerung, den Widerspruch und die Experimente der Künstler*in-nen allein, selbst und in der Gruppe. Künstlerische Experimente, Resultate und Ergebnisse sowie Entwürfe, Nachweise und Geschichten kommunizieren ästhetisch formal und inhaltlich, auch wenn sie sich hier zusätzlich (nicht) herstellen. Die Schriftform, die gewählte Sprache und Ausdrücke sowie das Design, Mode und Trend oder Dresscode beeinflussen die Darstellung der Ereignisse post factum.

Zu urheberrechtlich geschützten Werken gehören die künstlerischen Arbeiten und Entwürfe (ca. 70 – 110 Jahre), die nach wie vor gelten und den juristisch-geregelten Einfluss darstellen:

Erforderlich ist immer, dass das Werk in körperlich wahrnehmbarer Form vorhanden ist – blosse – Ideen, die nicht realisiert worden sind, geniessen keinen Schutz. Es geht darum, dass das Bild und Werk das Ergebnis der persönlichen geistigen »Schöpfung« ist. Das Gesetz spricht davon, dass der Urheber das ausschliessliche Recht hat, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten. Dieses Recht (Urheberrecht, im Englischen: Copyright, auch Right to copy) umfasst das Vervielfältigungsrecht = Reproduktionsrecht. Bei Werken der bildenden Kunst besonders wichtig, das erlaubt, Vervielfältigungen des Werkes herzustellen.

Gleichviel ob vorübergehend oder dauerhaft, in welchem Verfahren oder in welcher Zahl oder Anzahl. Auch das bei Werken der bildenden Künste wichtige Ausstellungsrecht gehört zu den dem Urheber zustehenden Verwertungsrechten. Es ist das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke eines Werkes der bildenden Künste zur Schau zu stellen. Das Ausstellungsrecht ist das einzige der Verwertungsrechte, das mit dem Verkauf des Originals eines Werkes der bildenden Künste auf den Käufer übergeht (sofern der Urheber sich beim Verkauf das Ausstellungsrecht nicht ausdrücklich vorbehält, was in der Praxis so gut wie nie vorkommt). Alle anderen Verwertungsrechte bleiben auch bei einem Verkauf oder Verschenken eines Kunstwerks beim Urheber. Der Urheber hat ferner das ausschliessliche Recht der öffentlichen Zugänglichmachung; dies ist das Recht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben (Recht der öffentlichen Wiedergabe).

Das scheint wichtig.

Hierin liegt wohl die nie endende Lust am wesentlichen, dem Wesen «visueller Kunst»: Indem Ideale von ihr entworfen – gedacht – gestaltet und sichtbar werden; erfindet sie sich selbst?! In Vergleichen und Entwickeln, in Selbst- und visueller Kunsterfahrung oder in künstlerischer Performance der anwesenden Künstler*in-nen beim Kunstschaffen im Setting, Environment oder bei der Performance. Hieraus ergibt sich für mich zum Beispiel auch die Geschichte und der Kontext der visuellen Kunst als moderne Beschränkungsform.

In den heute möglichen Darstellungsformen, die künstlerisch und wissenschaftlich interessieren, wenn sie zur weiteren Kunstforschung verwandt werden. Kunstwerke, Bildakte sowie Performance der Künstler*in sind oft rätselhaft und geheimnisvoll. sowie unverständlich. Selten sofort zu verstehen. Auch wenn sie die Selbst- und Kunsterfahrung der Künstler*in_nen visuell, schriftlich offensichtlich fotografisch als Bildakt dokumentieren. Mit der Kunstsprache der Künstler*in und Gruppe mit visueller Alphabetisierung zu Visual oder Oral Literacy werden.

Bewegende oder statische Bildakte im Fotografischen, die ästhetisch sofort kommunizieren, warenförmig, vielfältig und im Prinzip tot, wesens- und leblos sind. Auf dieser Homepage werden sie gesammelt und in social media frei- und preisgegeben. Heute beobachtet: mit gefällt mir / gefällt nicht beurteilt. Schnell weggewischt, wiederholt aufgerufen, bearbeitet, gespeichert, verändert oder gelöscht. Mit Freigabe und Veröffentlichung bewegen sich Bildakte im Fotografischen und die Schreibakte als Block (oder auch Buch) angeblich nach eigenen Gesetzen und Prinzipien, die bislang mit «Informationstheorie», «Theoriekritik» und «TextezurKunst» sowie Veranstaltungen, Workshops, Kursen, LecturePerformance, #kunsttalk etc. weiter bekannt werden.

Verständnis der Ästhetik als (mögliche) Entgrenzung, die immer mit kommuniziert? In dieser Perspektive eröffnen sich Fragen zur «Gestalt», «Plastik», «Figur» etc.. Deren «Interferenz» und «Intersektionalität» wird in diesem «Environment» oder #SmartSetting interessant. Im fotografischen Bildakt und Text sowie der Videoaufzeichnung sind Erinnerungen, Erfahrungen sowie Erlebtes enthalten. Fragmente, Information und Daten, die aufbewahrt und speichert werden. Mich interessiert der Zugang und Ansatz zu dem in ihnen entgrenzten und (sich) entgrenzenden Formalismus, der sich ästhetisch mit visuellem KunstSchaffen und Schreiben frei setzt. Neu formiert, gestaltet und gleichzeitig ästhetisch kommuniziert wird.

  • Wozu Kunst, was kann Kunst und wie denkt Kunst sind für mich Fragen.
  • Im Zuge des «Posthumanismus», «Posthistorie», «Postoperaismus» etc. stellen sich für mich immer wieder Fragen zur visuellen (Hyper-)Gegenwartskunst.
  • «Kreativität» und «Kompetenzen» der Künstler*in-nen, Forscher*in-nen und Autor*in-nen werden sich anders visuell herstellen, die nach wie vor ästhetisch kommunizieren.

Visuelle (Hyper-)Gegenwartskunst evoziert ästhetische Verfahren mit dem Ansatz, die an «Devianz» mit (un-)sicherem Ausgang zu reichen drohen. Mit diesem massstabsgetreuen Angriff sind die Technofrauen als Mythos der Maschine des 20. und 21. Jahrhunderts (Alex und Siri), das Cybermädchen und die Katze oder alte Frau (Silversurfer) als Symptom von Instabilität und das Guerilla Girl als Künstler*in heute gemeint. Das Guerilla Girl im Interieur des #SmartSettings im Lokalen in Zürich, Bern und Aarau, Studio, Büro und Atelier in Herrliberg.

Diejenige, die schon häufiger im Kreis Kunstschaffender, Künstler*in-nen, Wissenschaftler*in-nen und Anderer sass. Ästhetisch wortlos konsumiert und nur beobachtet und zugeschaute. Nicht nicht kommunizierte und kritisierte. Anders als bislang zu intervenieren, nachzuforschen und zu untersuchen versuchte. Offen ist, bleibt und wird der Zugang des „Wechselspiels von Theorie und Empirie“. Ziel ist es, die Offenheit für das, was und welches die künstlerische und ästhetische Forschung ergibt, zu bewahren. Dass heisst für mich: die eigenen theoretischen und ästhetischen Vorstellungen nicht überzubewerten. Ich will offen und neugierig bleiben auf die Fragen, die generiert und sich ergeben werden. Und die es tagtäglich anzupacken gilt.

Die «Guerrilla Girls», ursprünglich die anonym operierende feministische «Gruppe» in «New York», deren Ziel es ist «Sexismus» und «Rassismus» in der Kunstwelt zu bekämpfen.

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«Guerilla Girls» und Vorkämpferinnen werden in der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum als Bewegung aktiv. Wird es in diesem Bildakt im Fotografischen augenscheinlich so hergestellt und ästhetisch kommuniziert, wie es zu den «Guerrilla Girls» in der Wikipedia beschrieben wird? Wo und wann wird es die Aufschreie geben? Wo sind und bleiben Robin Hood, Batman, Bat Boy und all die anderen Figuren?

visuell KunstSchaffen, künstlerisch forschen, ästhetisch kommunizieren und bewegen

Gestern: Der modernen, postmodernen und heute post-postmodernen Autonomie visueller Kunst in klassischer und typischer Disziplinierung der freien ästhetischen künstlerischen Praxis versuche ich mich anzunähern und gleichzeitig zu widersetzen. Vermutlich, um mich vor der Art und Weise nur einer Identifizierung nach typischen (menschlichen, personengebundenen, psychologischen, biologischen, sozialen, soziologischen, kultur- und humanwissenschaftlichen und körperlichen) Merkmalen visueller Kunst (der KunstTherapie) im face to face Kontakt an einem Platz, in einer Position, einem Bild und einem Ort und Raum zu entziehen.

Hieraus bedingt sich für mich die Geschichte der visuellen Kunst auch als moderner Beschränkungs- und Erweiterungsform. In Bild- und Warenformen im fotografischen, die ästhetisch kommunizieren. In wie weit sie als *Selfie*, *Selbstbildnis*, *Porträt* und *Image* oder auch nur *Logo* ästhetisch kommunizieren, ist bisher unbekannt. Heute nur mit gefällt mir nicht oder gefällt mir sofort beurteilt werden. Das Bild, die Szene und die Intervention im Vordergrund und vor dem Hintergrund in der Umgebung und dem Kontext und Raum wahrzunehmen, (auch wenn ich sie kaum mehr verstehen kann) sind Herausforderungen. Verständnis der visuellen Ästhetik, als deren mögliches Medium zur Entgrenzung im Fotografischen: was und wie sowie wie lange kommuniziert? In dieser Perspektive eröffnen sich Fragen zur Performance und Gestaltung der Form, Plastik, Skulptur, Maske und des Körpers in der Szene, Situation und Projektion als Performance. Im Setting der Umgebung und dem Environment, in dem es stattfindet und stattgefunden hat und stattfinden wird.

Mich interessieren die Zugänge und Ansätze zu entgrenzten und (sich) entgrenzenden Formalismen, die künstlerisch ästhetisch kommunizieren.

Diese evoziert in visueller Gegenwartskunst ästhetische Verfahren und Kommunikationsmöglichkeiten mit den Ansätzen, die an «Devianzen» mit (un-)sicheren Ausgängen reichen und zu driften drohen. Sobald diese nur mit der Idee, dem Ideal und Gedanken bemessen, verglichen und entwickelt werden, die sich verschriftlichen und aufzeichnen.

In diesem Angriff wird das Guerrilla Girl in den Vordergrund gerückt. Der Angriff im Fotografischen, auf das Interieur des Settings in einem lokalen Raum, wo es auch ästhetisch wortlos mit anderen kommuniziert. «GuerrillaGirls», die ursprünglich die «anonym» operierende feministische «Gruppe» in New York waren, deren Ziel es ist «Sexismus und Rassismus» in der Kunstwelt zu „bekämpfen“. «Guerilla Girls» sind in der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum (Köln, Berlin, Hamburg etc.) aktiv. Mit dieser Fotografie wird es für mich jedoch augenscheinlich auch: redundant. Sobald der «methodische Störsinn» in Form der Unruhe im «Smart Setting» nur partizipierend und beobachten sowie nicht nicht kommunizierend wird. Ästhetisch nur durch Anwesenheit und Präsenz kommuniziert. Jederzeit wieder abrufbar wird. Doch denen nur zugänglich wird, welche die Möglichkeit und den Zugang hierzu finden.

gegen-reformation – gegen-öffentlichkeit – re-integration mit visuell-methodischem störsinn. ausblenden der körper – face to face – ästhetische sowie soziale kommunikation am 7.09.2018

Vielen Dank gilt den visuell Kunstschaffenden und kunstbasiert forschenden Künstler*in-nen in social media, vielerorts und Vorort im Cafe Gloria Josefstrasse 59, 8005 Zürich, „Rote Fabrik“ sowie Tina Piazzi & Stefan M. Seydel (http://dfdu.org/) Asylstrasse 9 CH 8032 Zürich-Hottingen, Zürcher Hochschule der Künste und Universitäten sowie C.G.Jung Institut. Danke an Hansruedi Matter, die Familienangehörigen und vielen Freunden im Atelier, Studio, Büro, Zuhause, Museum und Kunsteinrichtungen sowie auf ZOOM im #SmartSetting. Auf der Strasse, im Auto, auf der Vespa oder mit dem Velo, öffentlichen Verkehrsmittel oder welche zu Fuss und auch ganz anders unterwegs sind. Mit und ohne Natel, mobile Medien und Datenträgern, die sie zumeist in der Hand halten. Damit vor den Augen (zu haben), um sich zu orientieren und in der Welt zurecht zu finden.

Ohne euch wären und werden massstabsgetreue Angriffe mit methodischem Störsinn aktualisierender visueller (Hyper-)Gegenwartskunst – Open Science – Forschung – Kunst sowie LecturePerformance etc. kaum möglich. Weder hier herzustellen, noch zu schreiben, die visuell-ästhetisch kommunizieren. Ohne Informationstechnik etc. und bestimmte Institutionen (auch wenn ihre Grenzen unscharf geworden sind) wären diese Herausforderungen zukunftsweisend kaum möglich und weiterhin reizvoll. Auch ihnen gilt mein Dank. Die Danksagung in alphabetischer Anordnung täuscht die Gleichheit der Hilfeleistungen vor, die nicht existiert. Die Abstufung zwischen viel und wenig, zwischen Sachhilfen und technischen Hilfen, zwischen Angehörigen, Freuden und Kollegen sowie Filterraum und Künstlern möchte ich erwähnen.

Kunst der KunstTherapie, die Anliegen des Projekts Kunst der Gruppe und Visueller Kunstforschung hätte ich vermutlich auf sich beruhen und in Zukunft liegen gelassen. Kaum unter den Bezügen des Aufbaus dieser Seiten und Blogs sowie Infrastruktur in Bild und Text in Angriff genommen. Neu ist diese Herausforderung bis 2020 es wieder, immer wieder an- und aufzufassen und diese Verbindung nicht abreissen zu lassen, sondern noch stärker als bisher zu verketten, zu verknoten und zu verlinken. Damit diese Seiten und Blogs und Videos weiterhin interaktiv – möglichst frei, spontan und zufällig – weitergetragen oder verbreitet werden. Trotz des erhöhten Risikos, dass sich Fehler, Lücken, Unverständnis und Unverfügbares und auch Fehlendes und Fehler damit einschleichen, womit bislang keiner oder kaum jemand rechnet. Zu Items, Faktoren, Parameter, Merkmalen, Kategorien, Titeln, Überschriften, Gestalten und Formen und Lemmata sowie Artikeln, die auch subjektiv und ästhetisch kommunizieren. Die sich genau auf die Aspekte beziehen und individuelle Bedeutung haben, wie zum Beispiel:

  • visuell
  • ästhetisch
  • theoretisch
  • künstlerisch
  • wissenschaftlich
  • mathematisch
  • physikalisch
  • psychisch
  • materiell
  • grafisch
  • bildlich
  • textur
  • text
  • kontext

ohne titel – sammlungen – momente auswählen – heute und sofort freigeben – ohne kommentar

am klavier, die weissen und schwarzen tasten anschlagend und es buchstäblich nach draussen und ins öffentliche zu stellen – zu setzen – zu hängen – zu zeigen – zu präsentieren

Bei «künstlerisch relevanten Performern», die sich den gängigen Mechanismen verweigern. Beispielsweise die Einmaligkeit ihrer Performances dadurch steigern, daß sie die Dokumentation durch Foto oder Video verbieten, und daher öffentlich wenig bekannt sind oder bleiben wollen. Wenn es dann trotzdem das Echo bei anerkannten Kritikern, Agenturen oder Institutionen oder Organisationen der Performance-Szene gibt, ist die Relevanz sozusagen „mehr Wert” als bei Performern, die nur auf dem Medienklavier spielen und die »Dokumentation« und »Edition» (möglicherweise anderswo) anfertigen und drucken lassen.


«print matters»

Schliesslich wird im Französischen und anderen lateinischen Sprachen die Ausstellung als «Exposition» bezeichnet. Und nicht als «Imposition» oder «Komposition». «Saskia Sassen» charakterisiert diese Aktivitäten als «Bürgerpraktiken, die über die Nation hinausgehen.»

«Stasis» wirkt als Mechanismus, der das Kosmopolitische ins Korporative und die Polis ins Proprietäre konvertiert.

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#kunsttalk001 Echtzeit gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen integrative Forschung künstlerisch forschen künstlerische Forschung Kunst kunstprozesse Medienmündigkeit Theoriebildung

#kunsttalk 8

vor diesem kunsttalk ist nach diesem kunsttalk

Was also, lässt sich fragen, ist eigentlich das Problem?

Das Problem ist, dass wir zu viel wissen oder zumindest auf diffuse Weise ahnen, um selbst eine radikale ernüchterte Verehrungsfähigkeit für die Kunst noch irgendwie zu bewahren. Und dass wir zu viel wissen, ist Resultat der Tatsache, dass unter den Bedingungen der Digitalisierung ein ABSOLUTISMUS DER TRANSPARENZ regiert, der die Akzeptanz des Autor- und KünstlerSeins etc. nicht nur im konkreten Fall, sondern auch in grundsätzlicher Weise unterminiert. Was immer gesagt und getan wird, vermag in neuer Leichtigkeit öffentlich zu werden. Lässt sich, einmal digitalisiert und im Netz, leichthändig durchsuchen, kaum noch zensieren, kontrollieren und handeln – es wird frei?

zwei Formen von #Wissen trafen sich am Rand; das erste Wissen sagte: schau‘ die Spannung, die sich zwischen Gesagten & Gezeigten auftut, ist offensichtlich. Das zweite Wissen sagte: schau‘ die Zone, die sich zwischen Bild & Begriff als Fraktur auftut, ist offensichtlich. Da sagte der Mensch, das sei vollkommener Unfug.

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#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben bild im bild der anfang Echtzeit Existenzfrage Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstler*in künstlerisch forschen Kunst Kunstforschung kunstprozesse Medienmündigkeit Metabilder Original schreiben Seite der Künstler*in transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#kunsttalk vom 1.10. – 31.03.2020 staffel-ei

  1. Fazit: Es sind tolle Künstler & es lohnt sich dabei zu sein!
  2. Zusammensein – Agenda & Chat – zeigen an, was dran ist!
  3. Künstler*innen reden über Geld & Malerei & Porträt & Bild & Plastik & Performance & Pattern & Musik & Film & Farben & Formen & Techniken & Ausstellungen & Gegenwartskunst
  4. #kunsttalk wird in Staffeln – Serie – gesendet & hergestellt
  5. 07. Januar 2020 von 19:00 – 20:00 Uhr via Skype (Videoanruf) Birgit Matter – Naomi Greenberg – Andreas Peschka – Günter Lierschof – André Jonas – Blazenka Kostolna – KreativBabs – Norma Prina – und andere, die dabei sein möchten – wollen – mögen
  6. zweiwöchentlich – dienstagabends – demokratisch
  7. ab Oktober 2019 – November 2020 – Sessions mit Videoaufzeichnungen – Subtext-en – Zusammenfassungen mit & ohne Musik, Googledoc, künstlerische Arbeiten
  8. jede-r wird willkommen sein: sprechen – chatten – technische raffinesse-n austauschen, zeigen, ausprobieren
  9. künstler*sein mit & ohne werk – selbst versuchen & do it yourself präsentieren: inszenieren – zeigen – performen
  10. sprechendes denken, visualisieren, handeln in – mit
  11. die Kunstfigur-en als unverzichtbare Beiträge zur Gesellschaft – Politik – Kultur – Ökonomie usw.
  12. partizipieren, emanzipieren, transformieren
  13. kunsttalks: why – how – who – what collaboration in video – artform – audiovisual-material – science – art – aesthetic – performance
  14. gemeinschaftskatalog, der veröffentlicht wird
#kunsttalk 6 26.11.2019 Rohversion
#kunsttalk 6 26.11.2019 Vorspann und Vorbereitung

kunsttalk 05 Cut von filterraum #kunsttalk 6 Rohverion
#kunsttalk 7 10.12.2019 Rohversion
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Ausstellung bild im bild der anfang Fotografie im Fotografischen Künstler*in künstler*in künstlerische Forschung Kunst kunstprozesse KunstSchaffen Metabilder visuelle Kunst

planung – entwurf – logo

Skizze – Zeichnung – Entwurf in einer Gruppensitzung mit Laura Carmona Ayuso,
Nicole Ottiger, Lucia Baruelli, Claire Schubnell, Blazenka Kostolna, Norma E. Prina,
Maja Seifert, Birgit Matter auf der Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016
Body Map – Laura Carmona Ayuso

logo – logisch: kunst denkt – kunst kann – kunst wird. durch bildakte und geste der künstler*in-nen, die visuelle kunst schaffen. hierdurch werden sie gleichsam zumindest eine binäre gruppe und gemeinschaft als fortwährende zeitgenossenschaft. mit vorurteilen und unverfügbarem in figurationen des denkens, die sie entwerfen. zeichnen, schreiben, bewegen, tanzen, malen, musizieren, dichten und aufschreiben. sie werden zu künstlerischen visuellen verfahren, die beobachtet werden.

zur form und formen des bildaktes, der beobachtet oder betrachtet wird. alleine hierdurch, dass der bildakt in einem anderen kontext und environment zusammengestellt wird.

will ich der, auf einem frühen, überholten entwicklungsstadium basierende greif-mensch sein? für den eine auf die weitere zukunft bezogene tätigkeit nicht existiert? will ich ein wirklich technologisch be-unruhigter und besorgter europäer und weltbürger sein? will ich in der mitte zwischen rätsel, magie und logos zwischen wunder, wissen und bildung sowie der instrumente, materialien und technologien stehen bleiben?

ist es nur das symbol, die assoziation und die geste des bildaktes mit dem ich mich zurecht finden will? zwischen zupackenden greifmenschen und verharrenden begriffsmenschen fällt der symbolische pakt zum bildakt, soweit ist es klar.

das denken im symbolischen und gestischen weist über die blosse orientierung am menschlichen körper weit hinaus, dass es prozesse beschreibt statt konventionelle zeichen, ist offensichtlich. letztlich kann es als strukturgebendes und strukturablösendes moment menschlicher weltverhältnisse verstanden werden, die kommunizieren.

das sie systemisch und ästhetisch sowie sogar systematisch kommunizieren wird offensichtlicher werden. zum beispiel, wenn phänomene gezeichnet und zur denkfigur werden.

ansatz und anfang werden zur künstlerischen arbeit visuellen kunstschaffens in digitaler Allmende und «Wissensallmende».

mit diesen seiten zum bildakt, video und text u.a. werden sich beiträge situtieren, die im zentrum der genese künstlerischer, sprachlicher und theoretischer visueller hervorbringungen der künstler*in- und künstler*in-nen waren.

fotografischer input durch Nicole Ottiger
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Nicole Ottiger
fotografischer input durch Birgit Matter
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Nicole Ottiger
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle 2016: Gruppensitzung Claire Schubnell, Nicole Ottiger, Blazenka Kostolna, Norma E. Prina, Maja Seifert Metz von links; (Lucia Baruelli, Laura Carmona Ayuso und Birgit Matter anwesend)
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Gruppensitzung – es zeigt sich
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 nur im fotografischen Bildakt?
Terrasse Schwarzcafe Kunsthalle Zürich 2016 Hinblicke und Merkmale der Künstler*in-nen

Zur Information:

diese Gruppensitzung fand auf einer Plattform vor dem Kunstwerk des amerikanischen Künstlers Mike Bouchet 2016 statt. Auf der 11. Manifesta in Zürich wurde die 80 Tonnen schwere Kunstinstallation, die zu großen Teilen aus menschlichen Fäkalien bestand, gezeigt. Sie befand sich im Hintergrund der beleuchteten Fenster in einem separaten Raum.

Aus einem veröffentlichen Interview mit Agata Waleczek und Mike Bouchet: „Der Titel hat offensichtlich mit der Stadt zu tun. Die Arbeit habe ich für die Manifesta passend zum Konzept „What People Do For Money“ angefertigt. „The Zurich Load“ besteht aus den menschlichen Fäkalien, die Zürich an einem Tag herstellt. Zürich hat fast 400.000 Einwohner, die pro Tag durchschnittlich 80 Tonnen Klärschlamm produzieren. Das Wort „load“ hat viele Bedeutungen im Englischen. Die wohl grundlegendste ist die Ladung, wie eine Lastwagenladung Ziegelsteine. Es steht auch für Belastung. Das Gewicht der Installation liegt gerade so unter dem Wert, den der Boden legal tragen darf – 500 kg pro Quadratmeter, in der Ausstellung beträgt die Belastung 480 Kilogramm pro Quadratmeter. Umgangssprachlich bedeutet „load“ auch „Bürde“. Und dann steht es noch für Kot. Titel sind mir wichtig, sie müssen offen sein.

Wo hast du die Scheiße besorgt?

Sie kommt komplett von Menschen und stammt aus dem Zürcher Klärwerk. Ich habe das Werk besucht und war sehr beeindruckt. Die Menge an Abfall, den die Menschen machen, ist unglaublich. Ich war in einem Raum mit 25.000 Tonnen dieses Materials, was in Zürich in drei bis vier Wochen produziert wird. Und das ist eine kleine Stadt. Ich war auch irgendwie von der Schönheit getroffen. Es riecht wie ein Bauernhof, sieht aus wie einer, das Material ist homogen zusammengemixt und hat diese tiefe, braune Farbe. Und ich dachte nur: Wow, das sieht großartig aus.

Du hast bereits im Klärwerk gedacht, dass das schön ist?

Ja, absolut. Ich war beeindruckt. Das hatte ich nicht erwartet. Und ich bin nicht die Art Künstler, die sich normalerweise von formal schönen Materialien angezogen fühlt wie: Oh, ich liebe diese Rotnuance. Ich interessiere mich mehr für Inhalte. Ich bin eher ein Konzeptkünstler.

In deiner Kunst fokussierst du dich auf Werbung und Konsumkultur – Dinge, die traditionsgemäß stark kritisiert werden. Ist „The Zurich Load“ auch deine Art, die ultimative Kritik zu äußern?

Nein, diese Arbeit bedeutete einen ziemlich großen Wandel für mich. Ich habe bereits früher Arbeiten aus Müll und Mist gemacht. Das war in den späten 90ern, da habe ich Platten aus Pferde- oder Kuhdung gemacht. In Berlin füllte ich zur 4. Berlin Biennale 2006 drei Räume mit Kompost aus dem Tegeler Gefängnis. Diese Arbeiten hatten was mit Kritik zu tun, aber bei diesem Werk ging es mir eher um die formalen Eigenschaften. Ich definiere die Konsumkultur als menschliche Kultur. Ich meine, kennst du eine Kultur, in der Menschen nichts konsumieren?

Schwer vorstellbar.

Genau. Was „The Zurich Load“ von anderen meiner Arbeiten unterscheidet, ist, dass ich ein Material nutze, das in unserer Gesellschaft relativ unsichtbar ist. Jeder begutachtet seinen eigenen Kot am Morgen, das macht er in einem kleinen, sauberen Raum. Aber als Gesellschaft nehmen wir ziemliche Mühen auf uns, das zu verstecken. Das ist ein Luxus. Ich war an einer Zelebrierung unserer technischen Errungenschaften interessiert. Aber ich wollte auch eine Arbeit machen, die uns aus dem geschlossenen, kleinen Raum in einen großen White Cube bringt, wo wir das gemeinsam erleben können, wo das Gefühl von Gemeinschaft entsteht, wo wir uns mit dem Jetzt und dem Gegenüber in einem größeren, historischen Kontinuum verbinden können. Ich glaube, darum geht es größtenteils bei Kunst. Und mir ist bewusst geworden, dass Fäkalien ein wundervolles Material sind, um das zu tun. Und es war eine großartige Chance. Wann in der Geschichte hätte ein Projekt wie dieses schon realisiert werden können?

War es schwierig, die Leute der Manifesta von deiner Idee zu überzeugen?

Nein, die Manifesta hat mich unterstützt. Das Zürcher Klärwerk auch, aber mit vielen Einschränkungen. Es gibt viele Sicherheitsvorkehrungen, die ich befolgen musste. Es handelt sich um gefährlichen Abfall. Manche Menschen waren skeptisch. Und andere fanden es interessant. Für mich war es wichtig, passend zum Konzept der Ausstellung, zu dem Punkt zurückzukommen: Das ist, was Menschen für Geld machen. Das ist ein Teil jeder Stadt, jedes Dorfes, den wir gern ignorieren. Es ist ein sehr wichtiger Aspekt modernen Lebens. Wir könnten sonst zum Beispiel keine Wolkenkratzer haben. Die Arbeit ist auch als Hommage an die Menschen gedacht, die dort arbeiten. Für das Klärwerk war es eine Chance zu zeigen, wie viel Material es gibt, mit dem man sich befassen muss. Wir arbeiteten alle zusammen, um das Werk umzusetzen. Wir mussten eine Erlaubnis von der Stadt einholen, von der Institution, die eingewilligt hat, es auszustellen. Die Mieter des Gebäudes hatten berechtigte Sorgen, aber sie haben darüber hinweggesehen und gesagt: „Hey, wir würden diese Arbeit gern sehen, sie ist anspruchsvoll, radikal.“ Die positive Einstellung der Leute hat mich umgehauen.

Aber es handelt sich, wie du schon sagtest, um gefährliche Abfälle. Welche Hygienemaßnahmen musstest du für die Ausstellung beachten?

Du meinst für die Besucher?

Ja.

Das Wasser, das in der Masse vorhanden ist, musste gebunden und der Geruch bis zu einem gewissen Grad eingedämmt werden. Die Leute dürfen auch nicht in der Lage sein, die Arbeit zu berühren. Sie muss sich in einer stabilen Umgebung befinden. Sie darf nicht nass werden. Eine Kunstinstitution ist glücklicherweise ziemlich gut dafür, diese Dinge zu gewährleisten. Die Besucher sind sich bewusst, dass sie die Exponate nicht anfassen sollten. Was das Material selbst angeht, mussten wir viel herum probieren. Im Laufe fast eines ganzen Jahres haben wir eine Mixtur entwickelt. Sie enthält Beton, Brandkalk, etwas Pigment und wurde in einem Zementmixer mit dem Schlamm vermischt. Das konserviert die Farbe, festigt das Material und absorbiert das Wasser, das sonst austreten könnte. Der Kalk neutralisiert die Bakterien und bewahrt die Arbeit vor Schimmelbefall. Technisch gesehen handelt es sich um ein Fresko. Ich arbeitete für diese Rezeptur mit einer Konservatorin zusammen, die mich auf die Ähnlichkeit aufmerksam machte.

„The Zurich Load“, Installationsansicht. Foto und Arbeit mit freundlicher Genehmigung von Mike Bouchet © Photo: Camilo Brau – auch die Künstler*in-nen haben es fotografiert

Und wie hast du daraus Würfel gemacht?

Es handelt sich um 252 Blöcke – jeder handgeformt. Das Material in Formen zu pressen war physisch sehr anstrengend. Ich hätte das von einer Maschine machen lassen können, aber es war mir wichtig, dass die Arbeit die Qualität und Schönheit des Handgemachten hat. Jeder Würfel ist einzigartig.

Hast du es genossen, diese Masse mit deinen Händen zu bearbeiten?

Nein, überhaupt nicht. Das war eine wirklich anstrengende, schwierige Angelegenheit. Aber es war für die Arbeit wichtig. Natürlich hat jeder mit Schutzkleidung, mit Masken und Handschuhen gearbeitet.

Wie steht es um den Geruch in der Ausstellung? Kann man noch riechen, dass es sich um menschliche Ausscheidungen handelt?

Nein, aber ich habe auch schon so viel Zeit in der Nähe dieses Materials verbracht. Der Stoff hat einen Eigengeruch, aber es riecht mehr nach Bauernhof oder Zoo. Mir hat diese Idee gefallen, ich meine, irgendwie sind alle Städte wie menschliche Zoos. Der Geruch der Arbeit ist sehr abgeschwächt und verändert. Andererseits ist die menschliche Wahrnehmung von Gerüchen sehr subjektiv. Manche finden den Geruch sehr stark, anderen scheint er überhaupt nichts auszumachen. Es gibt Leute, die sich wirklich Zeit nehmen, die Installation anzuschauen. Die Spezialisten für Geruchskontrolle und Belüftung, mit denen wir zusammenarbeiteten, waren alle beeindruckt davon, wie wenig die Arbeit riecht, wenn man ihre 80 Tonnen Gewicht bedenkt. Menschliche Scheiße ist viel länger haltbar als die von Tieren. Sie riecht auch viel länger.

Weißt du, warum das so ist?

Nein, aber ich denke, es hat etwas mit unserer Stellung in der Nahrungskette zu tun. Wir sind Allesfresser. Es ist wohl eine Mischung unterschiedlicher Umstände. Einerseits geht es um die Vielfalt unserer Kost. Andererseits müssen Tiere, die weiter oben in der Nahrungskette stehen, ihre Fäkalien nicht mehr so sehr verstecken. Der Kot kleiner vegetarischer Tiere riecht nicht stark. Aber Löwenscheiße stinkt ganz schön. Aber die des Menschen stinkt noch viel mehr. Menschlicher Kot ist auch giftig. Wenn man Menschenscheiße im Boden vergräbt, dann vergiftet sie den umliegenden Bereich. Die Vorstellung, man könnte sie als Dünger recyclen, ist nicht wahr. Das ist verboten. Weil da so viele Schwermetalle und giftige Stoffe drin sind.

Wie haben die Besucher auf deine Arbeit reagiert?

Viele finden die Arbeit sehr schön, das habe ich aus Rückmeldungen erfahren. Ich bin mir bewusst, dass es sich um ein sehr vorbelastetes, geladenes Material handelt. Mein Ziel war es, davon ausgehend zu einer grundlegenderen Diskussion zu gelangen. Und ich war positiv überrascht, dass die Leute es geschafft haben, ihre Vorurteile abzulegen und sich auf eine tiefere Bedeutung einzulassen. Das hatte auch mit der Form der Installation zu tun – etwas worüber ich sehr lange nachgedacht und woran ich sehr lange gearbeitet habe. Ich habe mich für diese reduzierte, monumentale Form entschieden, die den Menschen bekannt ist. Sie ist nicht überwältigend oder spektakulär. Wir haben eine lange Beziehung zu Blöcken in dieser Form und Größe. Ich wollte eine Harmonie in den Formen finden, die im Kontrast zum Inhalt steht. Teil meiner Arbeit ist es, widersprüchliche Elemente zusammenzubringen. Manche nennen es Minimalismus, aber die Ursprünge liegen viel weiter zurück in der Zivilisationsgeschichte. Man denke an Architektur. Darin erkennen wir eine Schönheit.

Du kommst aus Kalifornien, aber lebst in Frankfurt. Hat es dich als Künstler beeinflusst, Amerikaner zu sein?

Ich glaube, dass die Kindheit generell starke Ausgangspunkte für das Machen von Kunst liefert. Egal, um wen es geht. Man stellt mir diese Frage oft, weil ein Teil meiner Arbeit amerikanisch aussieht. Das ist erstaunlich, weil ich mein Material in Deutschland schöpfe. Allerdings interessiere ich mich nicht für Nostalgie. In meiner Arbeit ist das, was jetzt gerade geschieht, wichtig.

In einem Interview hast du mal gesagt, dass die Kunst des 20. Jahrhunderts „full of shit“ sei. Kannst du ein paar Beispiele von „Scheiß-Kunst“ nennen?

Oh ja, die Geschichte menschlicher Fäkalien in der Kunst des 20. Jahrhunderts ist ziemlich bekannt. Beginnend mit Duchamps „Fountain“, wo es nicht unbedingt um Kot geht – es ist ein Urinal, aber das Thema und Alchemie werden angesprochen. Und was ist die ultimative Form der Alchemie? Die Umwandlung von Scheiße zu Gold. Die Dadaisten und Surrealisten machten viele Arbeiten mit Anspielungen auf das Formlose und Organische. Und es gibt viele Abbildungen von Scheiße in ihren Arbeiten. Die Fluxuskünstler benutzten echte Fäkalien. Kurt Schwitters machte kleine Tierfiguren aus Scheiße. George Maciunas, der irgendwie der Vater des Fluxus war, hatte eine riesige Sammlung Scheiße. Er stellte Tier- und Menschenkot aus. Natürlich ist Piero Manzonis Künstlerscheiße in Dosen die bekannteste Scheiß-Arbeit. Dann gibt es natürlich die Wiener Aktionisten. Aber die Art, wie sie Scheiße benutzt haben, war mehr Anti-Establishment und Provokation als Diskussion von Alchemie. Natürlich war es im Endeffekt auch Alchemie. Und dann am Ende des 20. Jahrhunderts Wim Delvoyes „Cloaca“, eine sehr bekannte und wirklich bemerkenswerte Skulptur, die die Diskussionen von Scheiße in der Kunst in dem Jahrhundert abrundet. Aber all diese Arbeiten haben eine Art von Humor, die mit Sprache, Künstlerwitzen und der Anspielung auf den Künstler als Alchemisten zu tun hat. Im 21. Jahrhundert war es mir nun wichtig, mich von all dem zu distanzieren. Und die Herausforderung war, eine ganz andere, monumentale Perspektive auf das Thema zu entwickeln.

Was passiert mit der Arbeit nach der Manifesta?

Eine Möglichkeit ist, dass sie zerstört wird. Die Stadt hat verlangt, dass wir einen Plan vorlegen, wie mit dieser Arbeit nach der Manifesta umgegangen wird. Interessant ist, dass sie in der Schweiz von den Behörden als Kunst neu kategorisiert werden kann.

Dann könnte sie bewahrt werden.

Nun, ich weiß nicht, wie lange irgendwas bewahrt werden kann. Aber dass eine Gesellschaft auf dem Behördenlevel sagt „Hey, wer sind wir, zu sagen, das sei keine Kunst?“ ist eine große Errungenschaft.

Steht die Arbeit eigentlich zum Verkauf?

Ich weiß nicht, das habe ich nicht besprochen. Ich vermute mal, alles ist verkäuflich. Aber das ist bei dieser Arbeit nicht mein Hauptanliegen.

Planst du, auch in Zukunft mit menschlichen Fäkalien zu arbeiten?

Momentan habe ich da keine konkreten Pläne. Aber ich habe den Eindruck, dass es ein extensives Material ist, das viele Fragen aufwirft und ziemlich unerforscht ist.“ (Copy by Birgit Matter)

Die absolute Verneinung der Scheisse und nur Befürwortung der Schönheit ist Kitsch, im wirklichen, wie auch übertragenden Sinn. In diesem Sinn wird jede Art und Weise der Auseinandersetzung und Kritik mit jedem Bildakt in den Mittelpunkt gesetzt.

Mike Bouchet Gemeinschaftskunstwerk 2016 gesehen und fotografiert von Birgit Matter im Juni 2016

Verschwindet der Geruch?

Könnte die Masse für Erde gehalten werden?

Mike Bouchet findet sie «so schön», da er beim ersten Besuch im Klärwerk und der Kläranlage fasziniert war. Vom Material, welches sonst verbrannt wird. Er beugte sich leicht über eine der Holzschachteln. Betrachtete es und sagte: «Alle Zürcherinnen und Zürcher haben es gemeinsam in einem Tag geschaffen. Unglaublich.»

schreiben ist visuelle Kunst – die keine Grenzen kennt. Sich mit jedem Tastendruck freisetzt und sogleich zu formalisieren droht. wenn es gesehen wird und medienwechsel beginnen
bilder, die bildakte freizusetzen, damit sie selber laufen lernen, war das anliegen. diese folgten keinem ordnungsprinzip, der weltsicht nur eines menschens oder einer person, die (ästhetisch) kommunizieren.

arbeite, wie jeder hier seit den 70iger oder später «eklektisch». nicht und kaum neu, doch welche Chancen und neuen Merkmale und Aspekte zur gegenwärtigen visuellen kunst, kultur und kunstforschung ergeben sich, wenn es hier (zudem) freigesetzt oder veröffentlicht werden? werden laufende veränderungen bemerkt?

Während Thomas Carlyle die künftige Benennung der Helden als Stars oder Shooting Stars vorbereitete, setzte Honoré Daumier in Paris zu einer neuen Demystifikation der antiken Helden an. 1841 begann er im Charivari die Serie Histoire ancienne, deren fünfzig Blätter die kleinen und grossen Heldinnen und Helden der Antike veräppelten, wie etwa den Menelaos, der nach dem Fall von Troja Helena mit sich führt, oder den Herkules, der degoutiert (zum Beispiel: Wolfsberg Arts Forum: Shooting Stars, Prof. Bätschmann 22.11.2004 – http://www.wolfsberg.com 6/24).

In jedem Fall den stinkenden Stall des Augias ausmisten sollend. Ich weise auf diesen Gegenläufigkeit von Erhebung und Erniedrigung hin, weil sich bei den Künstlern und Künstler*innen hier Ähnliches abzeichnete oder abzuzeichnen vermag. Es wird stinken, verwesen und verstauben und sich auflösen, entsorgt und bereinigt werden – welches interessant sein und bleiben wird.

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artistic Research «#DieKunst» Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen integrative Forschung Künstler*in künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung kunstprozesse

knotenkonzepte nebenbei überarbeiten

Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus



Musculus gluteus maximus ist der großflächige Muskel mit weitgefächertem Ursprung und kräftiger Ansatzsehne. Er entspringt vom Darmbeinkamm (Ala ossis ilii), der Rückfläche vom Kreuzbein und Steißbein (Os sacrum und Os coccygis), dem Ligamentum sacrotuberale und der Fascia thoracolumbalis
roten faden verstricken
anfang und ende des roten fadens finden
rote faden konzepte ablegen und/oder wiederaufnehmen
mit goldenem faden zusammennähen oder am goldenen faden aufhängen?
erklären – erläutern – zeigen – erzählen – handschriftlich notieren
zeigen, was so wie so bekannt ist: inhaltästhetisch – materialästhetisch -gehaltsästhetisch – reflexive moderne bis momente
das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit aufschichten, auffädeln, verschachteln, verpacken und versenden?



an autoscopic moment, 2010 Acrylic on wood – 22.5 x 27.5

Autoscopy is defined here as a visual experience where the subject sees an image of herself in external space, viewed from within her own physical body. Autoscopy may arise from a convergence of several variables, including gender, personality factors, neurological and/or psychiatric disease, exhaustion and dissociation, whose interaction may override the normal inhibition of temporal lobe activity. A cognitive neuropsychological hypothesis is proposed, together with avenues for future research.



https://www.facebook.com/birgit.matter.7/posts/713426565478104
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wie die Bilder laufen und fliegen lernen

im fotografischen – workflows und work in progress – bilder befreien und freisetzen – den bildakt befreien und frei setzen https://www.facebook.com/bimatter/

Cafe Gloria Zürich September 2016 Lucia, Maja, Birgit, Nicole und Blazenka fotografiert

Malerei ist – bleibt – wird der Kollektivsingular (Sammelbegriff) für die KunstderKunst-Therapie?

Für das KünstlerSein und KünstlerZusammenSein mit und ohne Werk als Projekt, Gruppe, Team und Interessengemeinschaft?

Bereits Platon lässt Sokrates ausführen, dass für die Malerei dasselbe wie für die Sprache gelte. Deren bezeichnende Sache oder Ding nicht etwa in aller Ausführlichkeit zu wiederholen sei, sondern zugreifend durch Auslassung charakterisieren solle.

Beispielsweise die Serie durch Auslassungen der Reihenfolge, das Dreieck durch die Ecke und den Kreis durch Viertelkreise, den Faden durch die Linie dazustellen. Es gäbe, so Sokrates, weder Worte noch Kunstwerke, wenn diese die Dinge nachahmend lediglich verdoppeln (abbilden oder fotografieren) würden.

Worte wie Gemälde besitzen durch ihre Fähigkeit zur verknappender Darstellung vielmehr die klassifikatorische (nicht klassifizierende) Kraft der bezeichnenden Wiedergabe. Die Platon schon im «Timaios» etwa Modellen der Astronomie zuerkannt hat. Der Anfang des Timaios in der ältesten erhaltenen mittelalterlichen Handschrift:

Und über Zusammensetzungen bis Kompostionen und Wirkungsweisen des Kosmos „ohne genaueres Betrachten der Modelle sprechen zu wollen“ so führt er aus, „wäre vergebliche Mühe“ (schreibt der Kunsthistoriker Horst Bredekamp 2010, S. 39 zum Bildakt).

visuelle kunst – praxis – ästhetisch kommuniziert – die liebe zur malerei: weiss zeichnen

ästhetische wirkungen künstlerischer und gestalterischer bildakte werden heute zu «bilderwolken». «bilderfahrzeugen». im fotografischen bis videofilmerischen : dynamisierte, bewegte und schnell wechselnde bis automatisch animierte features. merkmale vor hinter- und untergründen, die auf höhe der zeit wahrgenommen werden können. bilder, modelle, muster, ordnungssysteme usw., die als sogenannte «blick- und effektfelder oder zonen» vom sogenannten publikum aufmerksam gesehen, beobachtet, wahrgenommen sowie auch erkannt und anerkannt werden. da sie immer auch ästhetisch kommunizieren. investigationen, interventionen und gegenwärtige kunstaktionen, die der gesellschaft (preis-)gegeben sowie verantwortet werden

künstlerische forschung und performance wird aus der nische, ecke und winkel heraus produziert. im büro, in der fabrik, halle, kirche, kathedrale, küche, keller und in anderen architektonischen räumen und landschaftsgärten vorbereitet. im kollektiven wohnzimmer und automobil, auf der trace, strasse und strecke durch die landschaften der kulturen zubereitet. bevor es den tunnel, die durch- und zugänge zur stadt und die urbanen regionen der gross- weltstädte passiert. öffentlich und global gesendet und empfangen wird. geblitzt, kontrolliert und monetarisiert ist. so zu sagen auf dem radar erscheint. im bild – text und werk – mit und ohne signature – des kunstschaffenden dargestellt wird.

im öffentlichen – frei- und zwischenraum – der «LecturePerformance» werden bilder, bildakte und künstlerische produktionen direkt vorgestellt. es impliziert räumliche und essayistische dimensionen, fakten, tatsachen und auch vorstellungsmomente, die noch unbekannt sind. in der verpackung der kunstschaffenden wird es hergestellt. da das internet zwar kaum überall, doch von überall global erreichbar wird. heute, da sich »Lecture Performance» zu »LecturePerfomance» zu terminierter «LecturePerformance» exponentiell zu vermehren und zu verbreiten scheint.

gegenwärtige kunstaktionen und -reflexionen sowie #kunsttalks zusätzlich relativieren und kritisieren.

entwickeln und hervorbringen: merkmale, aspekte, formen bis zum format. es präsentiert anschlüsse, zugänge, verbindungen, wege, passagen und zonen zu kunsthistorien und ästhetischen modellen und theorien. in aktueller (hyper-)gegenwartskunst: kunstforschung. in künstlerischer und kunstbasierter forschung wird dies möglichst offen und kollektiv versucht. intervention-en greifen, im gegensatz zur beratung, im engen sinne direkt und spontan in das aktuelle geschehen ein: in die interaktionen zwischen menschen zu maschinen zu menschen kommunikation. Vermutlich, um die unerwünschten ästhetischen phänomene gar nicht (erst) entstehen zu lassen.

hauptverkehrsknotenpunkte versucht jede-r künstler*in der kunstderkunst-therapie nach möglichkeit bewusst zu vermeiden, zu umgehen oder zu umfahren. ja, gerade und nahezu diesen auszuweichen, um den weg, parcour und roten faden der geschichte – erzählung (matrix -indexkalität) im bild und text selbst zu ermitteln und darzustellen.

seventeengallery.com.

Um Missverständnisse vorweg aufzuklären, falls es überhaupt möglich ist: im Alltag wird unter Hedonist jemand oder jedwede-r verstanden, der nicht gerne arbeitet und andere für sich schaffen lässt. Sich gemütlich zurücklehnt – aber nicht jemand – der das gelungene Leben sucht. Das gelungene Leben ist das philosophische Verständnis des Hedonismus, welches schon die alten Griechen erkannt haben. Im ungefähr vierten vorchristlichen Jahrhundert haben einige Denker darauf hingewiesen, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist und nichts darauf hinweist, dass es so etwas wie ein Weiterleben nach dem Tod und eine unsterbliche Seele gibt.

Damit standen Philosophien im Widerspruch zu Platon, nach dessen Vorstellung die Seele nach dem Tod in ein Schattenreich eintaucht, um dann in irgendeinem höheren Bereich die Unsterblichkeit zu erfahren. Im Gegensatz zu Platons Idealismus sind die Hedonisten empirisch orientiert, sie betonen die Bedeutung des Diesseits. Danach sind wir Menschen ein Stück Natur, wir leben eine Zeit lang und wir haben die Bestimmung, dieses Lebensintervall zu gestalten und irgendwie zu „meistern“. Nur in dem oberflächlichen Alltagsverständnis, bei dem Hedonismus mit „Wein, Weib und Gesang“ identifiziert wird, bedeutet Lebensfreude Verschwendungssucht.

Für die ethischen und ästhetischen Idealisten Kant, Hegel und Fichte u.a. ist die Idee des erfreulichen, glücklichen und optimalen Lebens nur ein wertloses Beiwerk. Die Idee allein ist auch nicht geschützt. Danach ist es bedeutungslos, ob Menschen sich gut fühlen und ob ihr Leben gelungen ist, Hauptsache sie tun ihre Pflicht. Der Mensch – aus kantischer Sicht – ist ein Pflichtautomat und kein «Arbeitstier» oder Gewohnheitstier. Und was moralisch ist und was nicht, wird durch die Ethik bestimmt. Ein Beispiel ist der kategorische Imperativ Immanuel Kants: Handle so, dass die Grundsätze deines Handelns ein allgemeines Gesetz sein könnten. Jede Ethik macht also Vorgaben, jenseits derer es keine tieferen Begründungen gibt.

Und selbst die Wissenschaft benötigt solche Axiome, auch die Quantenphysik oder Naturwissenschaften halten keine *Letztbegründung* bereit. Ebensowenig gibt es k-einen Ursprung der Ethik und Ästhetik, aus dem Werte und Urteilskraft entstehen, die kommuniziert werden. Einige haben mir häufiger vorgeworfen und mich darauf hingewiesen, dass ich idealistisch agiere und argumentiere im visuellen Kunstschaffen und künstlerischen Forschen. Diese alten und längst überholten Verbindungen, „alten Zöpfe“ und männlichen „Vorbilder“ an Philosophen und Künstlern, deren Konzepte und Theorien seien abzuschneiden oder hätte ich abzuschneiden. Abzutrennen, sich davon zu distanzieren, anstatt sich mit ihnen in Kontexten zu verbinden und diese zusammenzufügen.

Weinflache bis Armleuchter im All
Bilder und Bildakte der Künstlerinnen der Kunst der Kunst-Therapien „Geheimes Wissen“?
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bildakte im illustrativen

hergestellt von Maja Seifert bis 2020

©©Maja Seifert Metz

„jeder einheitliche Zugang zur Bildlichkeit, jede kohärente (zusammenhängende) Ikonologie läuft Gefahr, wie Erwin Panofsky warnte, dass sie sich zur Ikonographie »nicht wie Ethnologie zu Ethnographie, sondern wie Astrologie zu Astrographie verhalten wird“ (vgl. Erwin Panofsky, Sinn und Deutung in der bildenden Kunst, Köln 1978, S.42).

Bildakte, die mithin sich «selbst» enthalten werden oft als «Bild im Bild» gesehen, erkannt sowie verstanden.