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#KUNSTTALK 2 öffentlich sprechen bild im bild doppeltes Bild oder Bild im Bild #BIB oder #PIP oder Mise en abyme gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis künstlerische Forschung KünstlerSein kunstbasierte Forschung Medienmündigkeit Metabilder visuelle Kunst

#kunsttalk 2.4 am 16.06.2020

ab 19:00h

«ZOOM» MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

ACHTUNG: «LIVE-STREAMING» ca. 90 Minuten

THEMA: Bifurkation oder der unendliche Spass

am Beispiel der Anwesenden

Teilgebenden und Teilnehmenden

falls die moderierende Funktion gewünscht wird, bitte kommentieren

so war’s beim letzten ZusammenSein und KunstSchaffen

wir warten auf dich . ZOOM WARTERAUM . bitte eintreten:

Die Aufzeichnung wird gestartet

„Wie nah darf Kunst den Wissenschaften und der Technik sein, den Erkenntnisweisen und Warenproduktionsweisen der Neuzeit, ohne ihren Kunstcharakter einzubüssen?“

Die Chaosforschung etabliert sich seit Ende der 1970er Jahre. Im Anschluß an die «Kybernetik» und die Allgemeine «Systemtheorie» wird diese oft als eigene Forschungsrichtung weiter betrieben. Obwohl in solchen Systemen deterministische Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge bestehen, können aufgrund vielfacher Wechselwirkungen, Vernetzungen und Rückkopplungseffekte keine Vorhersagen wie beispielsweise in einfachen linearen Systemen getroffen werden. Bereits sehr kleine Veränderungen der Ausgangsbedingungen können zu großen, nicht vorhersehbaren Auswirkungen führen („Schmetterlingseffekt“).

Die zentrale Methode der Chaosforschung ist die Computersimulation, die zu einer Reihe von Erkenntnissen führte, die heute Bestandteile der Chaostheorie sind, z.B. daß sich chaotisches Verhalten im Zeitablauf zu geordneten Mustern einschwingt. Diese Ordnungsmuster („Attraktoren“ oder „Fraktale“) können bildlich dargestellt und typisiert, nicht aber exakt vorausgesagt werden. Ebenso scheint der Übergang von der Ordnung ins Chaos gewissen Prinzipien zu folgen, die als „Bifurkationen“ (mehrfache Verzweigungen im System) beschrieben und optisch dargestellt werden. Ob die Ansätze der Chaosforschung auch für die Analyse psychischer und sozialer Systeme oder künstlerischer bis kunstbasierter Forschungen geeignet sind, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

dieser #kunsttalk hätte auch «Bifurkationen» und die endlichen Spässe heissen können; zum Abschluss dieses Talks wurde das Thema für den #kunsttalk 2.5 noch nicht abschliessend formuliert und fixiert.

Haus&Schrein die Caramel-Reliquie – Andreas Peschka 2020
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Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang doppeltes Bild oder Bild im Bild #BIB oder #PIP oder Mise en abyme Essay Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen im Fotografischen Künstler*in Künstlerbuchseite künstlerisch forschen Künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung KunstSchaffen Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens Seite der Künstler*in Versionsgeschichte visuelle Kunst

gemeinschafts-katalog

Entwurf:

@Filterraum kommentierte am 22. März 2020 via Twitter:
das artikelbild sieht aus wie was ausgekotztes @Pymwater
@testa_alfred
@adloquii : Konzentrationsschwäche
@hansnoed Bundesamt: nicht schön
@BirgitMatter

und weitere werden kommentieren…

ich erlaube und gestattet mir zu gestalten, zu vergrössern und fett die Begriffe zu markieren, die relevant werden, da diese häufiger erscheinen, zitiert, erläutert, erklärt, aber noch selten definiert werden.

Menu – Menü in 26 Buchstabenzeichen – foto – grafisches Material

Kochen als die älteste bildende Kunst beschreiben?
Peter Kubelka, 1934 in Wien geboren, mehr als nur Professor, der an der Städelschule in Frankfurt eine „Klasse für Film und Kochen als Kunstgattung“ hatte, zudem Koch, vergleichender Theoretiker, scharfsinniger Beobachter, Kulturanthropologe, Sammler, Künstler, Mitbegründer der Anthology Film Archives in New York, Filmemacher, Avantgardist, Musiker, Reisender und subtiler Theoretiker des Essens, hat das praktische Denken über das Kochen auf ein philosophisches Niveau gehoben und auf kulturenvergleichendeweise den irritierenden Nachweis erbracht, dass Kochen Kunst ist. Mehr noch, er hat die vorschnell benannte Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ad absurdum geführt und durch den geweiteten Blick auf andere Ess- und Kochkulturen die gefährliche Enge eurozentrischer Betrachtungen und Wahrnehmungen vor Augen geführt. Er gab zahlreiche Interviews, schrieb Texte etwa über „die essbare Metapher, die Kommunikation einer nicht wortgebundenen Weltanschauung mit Beispielen zum Ansehen, Anfühlen oder Verkosten“....

«Ausstellungskatalog»

gemein-schafts-katalog, der (nur) im Internet veröffentlicht – online – jederzeit auszudrucken ist. An die Wäscheleine gehängt werden darf – drinnen oder ja, draussen – damit dieser anderswo – im Kontext räumlicher Bedingungen und Verhältnisse des Geländes und der «Landschaft» – sehenswürdig und erkennbar wird.

Situationen künstlerischer Performance und Arbeit am gemein – schafts – katalog dieser visuellen und ästhetischen Kommunikation – werden nach wie vor sowie zurzeit im #kunsttalk – #smartsetting – #experimentieren – #forschen – #künstlerisch – #kunstbasiert fortgesetzt. Da es zu «Grundlagen» – Ansätzen und Erkenntnissen – beitragen wird, die erklären helfen, wie sich Kunst verändert, sobald sie als forschende Gemeinschaftsleistung verstanden wird!.

Hypothesen und Forschungsfragestellungen werden sich zusehend zu Working Papers / Arbeitspapieren entwickeln, die dem Künstler und Wissenschaftler sowie distanzierten Beobachter gleichermassen verständlich werden (könnten). Sowohl asketische Logiker und Analytiker als auch mystische Artefaktiker und bildende bis darstellende Künstler werden auf ihre Kosten kommen. Sowie die vernunftbetonten, selbstbestimmten, autonomen und freien Personen und Menschen, die – Kunst und Forschung – interessiert. Wahrnehmen im Sehen. Hören. Denken. Handeln. Erzählen bis Erklären. Gemeinsam schreiben. Aufzeichnungen, Inhaltsverzeichnisse, Videocuts und Formate werden folgen. Es noch sichtbarer, offensichtlicher, vitalisierender, effektiver bis automatisch herstellen?

A:P: Da wüsst ich mal gern, was denn für Kosten aufgewandt wurden, die hier wwweh-schreibend/bildernd aufgewogen werden sollen, nach billiger Forderung? Oder ob es nicht hätte heißen müssen: auf’s Kosten kommen, als eine intensivere Art von, auf den Geschmack. Mithin halt würd uns auf das Gerechteste jene Aufmerksamkeit zuteil, die Geschmackstester, gar Gourmets einem Kostbaren an Augen-Zungen-Nasen-Arbeit einverleibend und aneignend zukommen lassen — und noch über Rest, dem Teesatz und «Kompost», sich orakelnd hermachen.

B:M: Ja, dies wüsste ich auch gerne. Die Kosten für WordPress sind bekannt. Die Kosten für Ästhetische Geschmacksurteile und Geschmacksbeurteilungen kaum. Auf’s Kosten komme ich jeweils, sobald ich anfange. (1) Ohne Name ist der Anfang des Himmels und der Erde (2) ‚Nichts‘ ist Name des Anfangs von Himmel und Erde (George Spencer Brown). Wie gliedern – wer gliedert diesen Text – Inhaltsverzeichnis und Index? Okay – können wir später machen. Vorerst schreiben. Später die Aufbereitung für die schnelle Durch- und Übersicht: macht das Sinn?

Wie die Ansätze in- und gegen sowie miteinander oder auch ineinander greifen – nacheinander – aufgeblättert – aufgefaltet oder aufgefädelt werden. Kaum, wie Zuckerwatte verwebt und versponnen. Wie farbige Zuckerperlen auf die Gummischnur gereiht. Die übrigen Zuckerkrümmel, -körner oder -kristalle werden aufgefegt, die zuvor auf die Unterlage gestreut wurden. Die grüne Schneideunterlage – mit oder ohne Innenkern – trägt sichtbar weisse raffinierte Zuckerkristalle, die zuvor aus den Zeitungsseiten geschüttelt und gestrichen wurden. Auf dem grünem Kunststoff werden sie gut sichtbar für den Genuss als Augenschmaus. Im Einzelnen auch offensichtlich erkennbar. Die Millimeter-Einteilung auf der speziellen Oberfläche, die das Ausrutschen des Messers verhindert. Die Unterlage wird nicht geknickt. Vor Sonneneinstrahlung und dem Tageslicht geschützt. Als Mouse Pad kann sie eingesetzt werden. Die Schneideunterlage, die ich für die künstlerische Arbeit nutze, liegt zurzeit funktionslos unter dem Bett. Sie wartet geduldig auf den nächsten Einsatz.

A:P: Wie raffiniert! Anders gedreht geht es auch: Kaum wie Zuckerperlen, wie ich sie von Kiosk der Badeanstalt holte und vom Handgelenk knabberte in einer vom Süßen abgelenkten eigen-Zärtlichkeit, die ich 10jährig, dünnhäutig nicht zugegeben haben würde, mithin doch also der Zuckerwatte weich klebrige Widerspruch zu den distinkt zur Neige gehenden Perlen. Imaginierend tauchen, statt zu messen. {Zuckerwatte Topos weiter verfolgen}

Derweil werden die versandten Gedankenbilder (der Textseiten des Linden-, Eichen- und Kastanienblatts) aufgeschichtet, entfaltetet und handgreiflich glattgestrichen. Das Verpackungsmaterial des «Zuckerbergs» (mit Rotwein übergossen, mit Caramel überzogen)

#kunsttalk zwischendurch

In der «Zuckerbergwelt», sobald wir im Internet – social media – facebook – twitter – instagram – youtube & co online – anwesend – sind? Oder zum Beispiel bei «genderopen» versuchen diese Textsorte des Gemeinschaftskatalogs einzugeben?

Postkartenmotive: Frauenporträts oder Frauenmodelle an der Schrankwand
Trivialkunstsammlung
©trivialARTcollection-bimatter-2013

Wie an eine Wäscheleine wurden diese Postkarten nicht aufgehängt, dazu fehlten Leine und Klammern. Diese Postkarten – genauer Kunstdruckpostkarten – an der Schrankwand des Durchgangs oder Tunnels sind eher axiomatisch gesetzt, ausgerichtet und mit Tesafilm punktuell angeklebt. Sie ergeben Ausschnitte aus dem Koordinaten- oder Ordnungssystem, die nach einem – nämlich meinen – ästhetischen Geschmacksmustern zusammengesetzt sind. Nicht zufällig und willkürlich, sondern bewusst und überlegt entschied ich mich – sowohl beim Kauf der Karte als auch beim Ankleben. Könnte es jederzeit begründen und erklären: weshalb – wieso

  • künstlerische Arbeiten mit Text-en und Bild-ern – entstehen
  • bestimmte Wissensordnungen sich verändern, Forschungsgebiete sich erweitern und andere Möglichkeiten der «knowledge production» entstehen
  • Forschungsresultate und -ergebnisse – so weit entfernt sind
  • Mit Abstand: Wissenschaft und Kunst (Systemlogiken)

die bislang hier nur aufgelistet und als Zettel an die Wäscheleine in den WIND gehängt werden. Hierbei kommt es nämlich darauf an, wie Bilder – mit und ohne Text – in Zukunft gemeinsam – nicht nur produziert sondern geschaffen – gesehen und gelesen werden.

Künstlerisches Zusammensein: um der Kunst zu dienen?! Was für ein Quatsch und Unsinn! Welche fixen Leitideen werden dazu kommen? Befinden wir uns im Zeitgeist der Diktatur: #Kunstdiktatur, #Gesundheitsdiktatur, #Kapitaldiktatur, #Technologiediktatur usw. oder im Ausnahme- und Notzustand?!

Oder wird nur der besondere Fall = Sonderfall behandelt?

Parallel beginnen Andreas Peschka und Birgit Matter zu lesen: Science Fiction Romane. David Foster Wallace „Unendlicher Spass – Infinite Jest“ von 1996 – in der deutschen Übersetzung von 2009 – sowie die Kunst- und Denkmaschine von Dietmar Dath „Niegeschichte“. Auch um andere Bücher – zu lesen – zu besprechen. Die Entscheidung (Bifurkation) trifft, setzt und markiert jeweils der Künstler formal bis farbig.

Jede-r kann heute schnell die Grenzen der Sprache oder des Sprachlichen anzeigen. (Wer über NEUES redet, muss neue Wörter dafür finden?! Aber es muss immer an Altes anknüpfen, oder?! Damit es verstanden werden kann?!). Jede-r kann Grenzen anzeigen: akustisch – haptisch – gestisch – retinal – visuell sicht- und verstehbar. Jede-r kann die Grenzen des Vorstellbaren, Phantastischen, Hörbaren, Greifbaren etc. anzeigen. Um in den Sichtweisen – auf die Sache, die Dinge und das Zeugs an sich – eventuell allgemein gesprochen zur Ruhe oder in Unruhe, Bewegung und Dynamik zu kommen. Die neuen Sichtweisen der Situation zu erkennen. Methodenlehren befassen sich damit, wie man zu klaren Sachverhalten gelangt oder gelangen kann. Dieser Anspruch wird widersprüchlicher, paradoxer und unsinniger zugleich!!!

Wird die Form bevorzugt oder die Formen der Unruhe – Störungen – Irritationen? Oder werden die farblichen Zonen bevorzugt, um über den Sachverhalt auf zu klären oder den Sachverhalt zu erklären? Wem und wozu werden diese Aufklärungsversuche dienen?

Sobald und wenn bildliche und textliche Gestaltungen gemeinsam & zusammen, kooperativ & künstlich bis künstlerisch forschend (weiter und tiefergehend) erzeugt werden?! Wird die Aufmerksamkeit auf den durch die Kunst hervorgebrachten Effekt gerichtet?

A:P: So nah wohl nicht, daß Neues sich einschlingend mit Altem verknüpft, wo es doch zum Abriß heftig davon abstemmt, fortspringt, um im individuellen Moment abdriftender Loslösung abgesondert sprachlos eigen sein zu können. Lächerlich die Bemühungen aus dem Alten heraus einfangend nachzufassen. Hierher müssen sie erst mal kommen!

„Versteht mich nicht!“

„!“

Qualitative Forschungsverfahren begründen ihr Vorgehen in Abgrenzung zu quantitativen Verfahren mit dem besonderen Charakter ihres Gegenstandes: Qualitative Forschung re-konstruiert Sinn und/oder subjektive Sichtweisen, die im Einzelnen sehr unterschiedlich gefasst sind und werden: “subjektiver Sinn“ – “latente Sinnstruktur“ – “Alltagstheorien oder subjektive Theorie“ – “Deutungsmuster“ – “Wirklichkeitskonzepte oder -konstruktionen“ – “Muster“ oder “narrative Identität“.

Forschungsauftrag ist Verstehen: gearbeitet wird mit bildlichen und sprachlichen Kommunikationsträgern – Äusserungen – bildlichen und sprachlichen Handlungen. ‚Symbolisch vorstrukturierten Gegenständen, die einen allgemein bekannten Basiswert (z.B. Würfelzucker, Eier) besitzen. Mit (hand-)schriftlichen Texten (z.B. an der PC-Tastatur) – “geronnenen Formen“ – ‚Zeichen, Zeichnen, Zeichenakt in Zwischenräumen‘, die fotografisch gefilmt und aufgezeichnet werden. Öffentlich zugänglich gemacht. Der Gegenstands- und Gattungsbereich (»Instant Kunst«)


Copyright: Eric Hattan, Basel
Foto: Stefano Schröter, Luzern

kann auch als Denkfigur für soziale Skulptur oder Neue Soziale Plastik verstanden werden. Kommunikation und Offenheit sind der “kleinste gemeinsame Nenner“: Zählen, Rechnen und Messen (der methodische Zugang in der standardisierten quantitativen Forschung). Die qualitative Forschung hingegen zeigt: wie Raum für Äusserungen des differenten Sinns und deren Bedeutung geschaffen wird. Die folgenden Bedeutungen des Sinns sind kaum “objektiv“ gegeben, wie jede-r weiss, sondern werden durch subjektive – intersubjektive – Aktionen – Interaktion der Menschen und Personen gebildet. Sie sind nicht zufällig und einfach beliebig – sie werden konstruiert und kommuniziert.

Da Einzelerscheinungen (Phänomene – Meme) als Indikatoren – Anhaltspunkte – Vektoren – Träger der Kommunikation in Beziehung stehen und in einem Ausstellungsraum in Beziehung und Verbindung gesetzt werden. Zumindest zu einem – zu Grunde liegenden Ansatz – Grundsatz (A priori) – Regel – Gesetz – Ordnung – Plan: Konzept, Muster, Schema, Konstruktion etc. subjektiver ästhetischer Kunsterfahrung – Kunstbetrachtung – Kunstverstehen. Die These und die Annahme dieser qualitativen Forschung ist (mir wird milchglasklar bewusst, weshalb ich soeben über diesen Satz mit oder ohne Schreibfehler gestolpert bin; es lag kaum an der Beschreibung, Erklärung und den Kenntnissen zu qualitativen Forschungsverfahren, deren Methoden und Bemühungen oder deren Berechtigung in den Human- Sozial – Kulturwissenschaften sowie der Soziologie etc. Sondern an dem Verb bei dieser These und Annahme, die eben keine Fragestellung: ist! Denn dies kleine Tu-Wörtchen stellt fest, stützt ab und sichert. Hiermit wird die These und Annahme nicht nur aufgestellt, sondern sogleich «felsenfest» behauptet: das ist so und zwar genauso – und nicht und in keinem Fall anders. Und einiges oder viel dazu unternommen wird, zu beweisen: wie wahr das (es) ist oder wie das (es) wahr wird).

: durch die Einzeläusserungen hindurch lassen sich zugrundeliegende Muster und/oder das Konzept oder Konzepte identifizieren. Denn einerseits sind die Einzeläusserungen Ausdruck dieses zu Grunde liegenden Musters oder Konzepts, andererseits wird das Muster und Konzept durch die Vielzahl seiner Äusserungen erfasst, transformiert, eventuell adaptiert bis zu angeeignet. Es wird demnach keine dauerhaft fixierte, feste und stabile und abgesicherte Struktur, die hier gezeigt und besprochen wird!

 

Fast perfekt fertig.

Silber-halo-genid-Kristalle – heute «Mikrokristalle» – und auch Zuckerkristalle sind empfindlich für auftreffendes Licht. Ihre Größe ist sehr unterschiedlich. In der Regel sind sie viel kleiner als 1/1000 mm. Und ihre Anordnung innerhalb der Gelatineschicht ist eher zufällig.

(Um filmübliches, transparentes Trägermaterial – z. B. Acetat, Polyester, früher die feuerempfindliche Nitrocellulose – lichtempfindlich zu machen, werden Kaliumbromid und Silbernitrat in flüssiger Gelatine gelöst (Silberbromid entsteht, ein lichtempfindliches Silberhalogenid), welches auf das Trägermaterial gegossen wird. Es bildet sich das feine Netz aus Silberhalogenid-Kristallen, die aus gleichmäßigen Gittern aus Bromionen und kleinen Silberionen bestehen. Durch Erhitzen wachsen die Kristalle zusammen und die gleichmäßigen Kristallgitter werden etwas gestört. Aber genau diese Störung ist sehr wichtig für den fotografischen Prozess, denn dadurch verlassen permanent Silberionen die ursprünglichen Plätze auf ihren Kristallen).

Das latente Bild

Kristalle_2
extrem winziger Teil davon, extrem vergrößert
Auswirkung der Belichtungzeit
Trifft nun Licht auf das Kristall, so werden von Bromionen Elektronen gelöst, die ebenso wie die freien Silberionen beweglich sind. Die freien Elektronen und die Silberionen re-kombinieren und es entsteht elementares Silber. Aus einer Vielzahl winziger Silberatome (metallisches Silber) entsteht auf unserem Filmbild auf diese Weise das so genannte latente Bild.

Das Bild ist auf dem Film festgehalten, aber noch nicht entwickelt. Es kann, wenn es weiterem Licht ausgesetzt wird, auch wieder zerstört werden. Bei der Entwicklung wird schließlich um die kleinen Silberhäufchen herum weiteres Silber abgeschieden. Dadurch entstehen an stark belichteten Stellen dunkle Bereiche. Die restlichen Bereiche werden beim Fixieren ausgewaschen und werden transparent.

A:P: Transparenz macht Unsichtbar.

B:M: JAAAA!!! Bei Michael Hampe hatte ich es gelesen – müsste die Quellenangabe hierzu heraussuchen. Was machen wir hier: die tatsächlich gemachten Erfahrungen (fiktional) transformieren und ohne normative Absichten zu (re-)produzieren? Die «Form des Körpers» – die «Form der Skulptur» – die «Form der neuen Sozialen Plastik» (neu) inszenieren und in Szene setzen?

Unfertiges und bewusst Antiperfektes werden automatisch zu Artefakten

Kulturgut und Kulturgüter aus Nahrungs- und Lebensmittel werden automatisch zu Artefakten der Gegenwartskunst. Resultate und das Fazit der künstlerischen bis kunstbasierten Forschung werden heutzutage automatisch zur Kunstforschung oder für die Kunst- und Kulturwissenschaft genutzt? Aus laufenden künstlerisch-forschenden und kunstbasierten Projekten und/oder der Kunstforschung werden sie hier möglichst sicht- und lesbar dargestellt: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken etc. im Fotografischen bis Filmischen mit und ohne zusätzlichen Text.

Fragmente und Fragen:

  • Werden sie zu ästhetischen Körpern, Programmen, Formaten, Serien und/oder zum Manifest oder Plan?
  • Werden sie hierdurch zu Kunstwerken mit Quellencode?
  • Sobald sie angeschaut – ausgedruckt – aufgehängt und veröffentlicht werden?

Das architektonische Zentrum wird vorerst dies Content – Management – System WordPress sein: SOBALD WIR ONLINE SIND. Die Philosophie wird die „Mutter“ der Logik: Sprache und Erde. Die Zone für medienphilosophische Exkursionen, um zu zeigen, wie heute über Kunst, Farben und Form-en gedacht, gesprochen und geschrieben, geredet wird und werden könnte. Kritische Fragen werden – in jedem Fall – die Werkzeuge für die Toolbox sein. Die objektorientierte Programmierung wird zum „Vater“ für das ästhetische und bildgebende Kunstschaffen. Hierdurch wird eventuell WordPress mehr und mehr zum führenden Autorensystem in Zukunft werden?! Ich will nicht führen! Ich will Autor und Schriftsteller, visuelle Künstlerin und Forscherin – künstlerisch & wissenschaftlich – sein:

Begin (document) / frontpage – frontmatter / make title / list of figures / list of tables / table of contents / mainmatter – chapter – appendix – backmatter – end (document).

Homepage & Content – Management – Systeme werden zunehmend zum experimental System mit Möglichkeiten für’s künstlerische Atelier, die Schreibwerkstatt und das Basiscamp, Labor sowie Studio im Design der Smartphone Version «mobile first». Das Smartphone muss zur Hand sein, sobald es heissen wird: «what’s the matter»?.

Die Frage, die hinter alldem und den #kunsttalks steht, lautet:

„Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“ Wodurch wird Forschung zu Forschung und/oder Wissenschaft?

Oh, du heilige Programmatik —

B:M: Geschichten setzen den Lauf der Dinge und die Abfolge der Bilder von Menschen hinter und unter sowie neben ein-an-der. Chronologie wird zum Fluss, dessen Bett sich kaum verändert. Es wird mehr zur Routine als zur Notwendigkeit. Denn Geschichte zu schreiben ist keine Wissenschaft, die Regeln folgt. Allerdings ist sie auch noch keine Kunst – Potpourri an Meinungen – der kaum, wenig oder gar nicht spezialisierten Künstler. Sogenannte Generalisten haben es heute schwer, denn sie können nur kompensieren und improvisieren, was an Orientierungswissen verloren gehen wird.

Projekte beginnen:

B:M: Anfangen bezeichnet und definiert Erwartungen? Ja, ich komme mit «Erwartung». Es kommt eventuell auch ganz anders. Der Kreis-Verkehr könnte jeweils auch anders aussehen_ // mir geht’s um die besseren Alternativen – Optionen – Möglichkeiten:

A:P: Birgit kommt mit Erwartung – irgendetwas mit dem es anfängt, dies klingt und tönt so zielgerichtet auf Erfüllung und Ausrichtung konzentriert – dies öffnet nicht, sondern schliesst sofort ab.

B:M: an das Original: wirkliches – echtes – wahres – reales – einmaliges – schönes und künstlerisch – fast Perfektes (Perfekt bis Perfektion ist vollendete Vergangenheit) bis Antiperfektes als Artefakte (aus den laufenden 16 Projekten heraus auszustellen). Um nur und ausschliesslich das Beste(!) zu zeigen: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Masken, Fotografisches bis Filmisches und Texte, Dokumente und Bücher, die zum Kunstwerk mit Geschichte, Revisionen und Quellencodes werden. Ich nenne es deshalb kurz: «what’s the matter»

A:P: Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich bastel mir sowas wie ein Ökotop, eine Landschaft. Die werde ich bereisen. Sie entwirft Details, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, die ich mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.
Ich steile vor allem nicht auf: wahr, einmalig, etc – was heißt das schon? Hineinstolper-Upps: Falsch angefangen – Beckett im Kursbuch Nr. 1.

B:M: warten – warten auf? «Samuel Beckett»? Du beschreibst es mit Basteln. Mit Basteln kenne ich mich aus und mit dem Reisen auch. Doch Reisen und Tourismus sind zurzeit durch die Ausnahmesituationen und Ausgangssperren in Europa lahmgelegt – aufgrund der Pandemie durch den Virus «COVID 19» weltweit – ‚One World: Together at home‘ verordnet und weist an: zuhause zu bleiben. Doch, was wird da-:nn sehenswürdig – was wird zur Sehenswürdigkeit: zum Bildmotiv an diesem und einem anderen Ort?! Für den Augenblick und die Dauer, sobald reisen in die Landschaften –nicht Phantasie und Fantastik – unterbunden wird? Wie stellt die Landschaft und/oder Phantasie Sehenswürdigkeiten für Reisende, Touristen sowie Daheimgebliebene her, die zuhause am Tisch sitzen bleiben? Die Kursbuchseiten «Falsch anfangen» von dir – Andreas – fügen sich hier herrlich ein, die ab dem 10. Juni 1965 erhältlich waren. Und auch als Fehlstart zu übersetzen wären. Richtungslosigkeit und Menge an Raum für Interpretationen werden mit dem Kursbuch seit 1964 eröffnet. Im Juni 1965 begann ich zu laufen. Faktennarrativ – uninteressant – »sprachlose (nonverbale) Intelligenz« –

BAND 266 KUNSTFORUM
Die Kunst des Gehens
sinnlich – anarchisch – eigensinnig

„Spazieren muss ich unbedingt, um mich zu beleben“ – Robert Walser verstand Gehen als ästhetisches Verfahren und als unerschöpfliche Inspirationsquelle, ohne die er nicht schreiben konnte. (Robert Walser Der Spaziergang 15. Auflage 2019 Suhrkamp Zürich & Frankfurt am Main). Für die leidenschaftliche Wanderin Simone de Beauvoir war jeder «Ausflug ein Kunstwerk». Und (Zuckerberg), auch Mark Zuckerberg oder Barack Obama nutzen „Walking Meetings“ für ihre Besprechungen, um innovatives Denken zu fördern.

(Wann, wodurch und wie wird Denken innovativ?)

In der Kindheit einst mühevoll erlernt, erscheint uns Gehen als Bewegungstechnik im späteren Leben so selbstverständlich – ein im Alltag uns unbewusst begleitender Existenzakt. Dass Gehen so viel mehr ist als Fortbewegung, zeigen (die hier gesammelten) Beiträge, die das künstlerische und kulturelle Potential nicht nur des Gehens oder Voranschreitens erforschen.

Dieser Themenband blickt auf das ästhetische und poetische Verfahren, das diesen Existenzakt in der Kunst und in angrenzenden Bereichen wie Tanz, Land Art, Performance-Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Philosophie begleitet.

Vom anarchischen Bewegen bis zum sinnlichen Flanieren: im Moment des Gehens zeigt sich ein poetisches Konzept, das sich der Beschleunigung unseres Lebenstempos widersetzt.

«Spaziergang»

Aus diesem Grund gehe und spaziere ich fast täglich ins INTERNET – in den CHAT – in das Meeting

A:P: Habe ich auf der Startseite von http://vorversion1.geopoet.de/
[http://enzensberger.germlit.rwth-aachen.de/kursbuch.htmlhttps://www.spiegel.de/kultur/literatur/feuilleton-institution-kursbuch-wird-eingestellt-a-559115.html]

Womit eigentlich? Angefangen. Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich mach mir sowas wie eine Landschaft, eine Topographie.

B:M: Topographie – „die Landkarte ist nicht die Landschaft“ – Tomographie – Tomografie. Bildgebende Verfahren und Schnitte – schreibend bis beschreibend. Bastelsituationen? Nicht der Bastel-, Kaufmanns- oder Bauchladen! Heute spricht man eher von Onlinestore oder -shop. Kunststoffdispersionen? Was wird aus der «Angst vor dem Apparat»?

A:P: Eine karte des Landes im Maßstab 1:1. Wie man sie macht, wie man sie nutzt, wie unmöglich eine solche ist (?zu sein scheint).

A:P: Den Finger des Geistes auf der Landkarte ausführen.

A:P: Es gibt diese Übergänge zwischen den außen und den innen durchwanderten Landschaften. Überhaupt kann ich sie kaum mehr anders erleben, denn als Interferenzenschwimmer. Gibt es ein Wanderschwimmen, Wandertauchen, wandernd in Lösung gehen und sich in gleicher Bewegung zusammenfinden? Ach, „Paddler“ heißen im Perry Rhodan Universum Extraterristrische, die fremde Stofflichkeiten annehmen können, die eigene Struktur dabei aber nicht verlieren. Sie reparieren komplexeste Maschinen. Ist auch eine Maschine eine Landschaft?

B:M: Nun, versuche bei Google das Hintergrundbild zu wechseln, die erste Kategorie, die mir zum Wechsel angeboten wird: LANDSCHAFT!

Wenn es ein Land gibt, dass bekannt ist. Wenn es nicht bekannt ist, dann ist es um so irrer beim Betreten. Erstreckung und Raum – Landschaften sind für mich: immer abstrakter – offener – erstaunlicher geworden – Mikro – Meso – Makro Ebenen. In dem Moment, wo man sich einlässt: viele „Strukturdinger„. Speziell, wenn man Musik hört. Die werde ich bereisen. Es gibt Details, wie Sehenswürdigkeiten, die ich evtl. mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.

Insgesamt stehe/steile ich nicht auf: wahr, einmalig, o.ä. – was heißt das schon? Fiktion ist’s, die Wissen schafft. Bin nicht der Bannerträger für solche Sachen, Werte …. Oder doch, flattern lassen, was ist das für ein Wind? Sobald etwas digitalisiert wird – z.B. ein analoges Gemälde, Besuch im Museum, wird per Digitalkamera aufgenommen und gelangt ins Internet. Stellt man sich vor, wie es flitzt, knallt, kompliziert verzweigt auf viele Empfänger. Ein Tropfen Code verbreitet sich im Gewebe.

A:P: Mein Schreibtisch war im Wohnzimmer. Hinter den Büchern lief die Gardine des Fensters noch etwas weiter. Ein Store kleiner, weißer, harter Kästchen, langweilig, aber in den Gedankenpausen, mit meinem Pelikanfüller, nein die Tinte war blau, auch wenn sie wie Blut aus der Feder floß … brauchte ich bloß die Spitze an eine der Kreuzungen halten und beobachten, wie sich die Farbe im Stoff ausbreitete. Kästchen um Kästchen Quadrate fraß, doch bald als runder Fleck, immer als runder Fleck, immer langsamer, auch wenn ich mit Geduld und immer auf der Hut, die Mutter könnte gerad hereinkommen und sehen, wie ich lernte —

A:P: „Man stellt es ins Internet“? Was, stehen statt eilen? Stell dir vor, d.h. als ein Vorkommen. Ausdehnung, Verdichtungen, Senken, Höhen, Falten, Reichweite. Wenn so, kommt etwas Statisches bei raus – wie bewegt auch immer. Träges Beharren, der Überall-Speicher. Nicht eilen, sondern warten! Es wird von Speicher zu Speicher verteilt, Kopien in Ablage, also eher gelegt. Die Speicher sind mehr oder weniger stabile Regale, tragen mehr oder weniger verläßlich, sind einigermaßen – zugänglich.

Zugänglichkeit. Daher also „gestellt“: Stehen meint Bereitschaft. Ungeduld? Jede Vervielfältigung wartet darauf, sich weiterhin zu vervielfältigen.

Handyspeicher – ’s geht durch geht durch; es läuft von Kopf zu Kopf, von Bewusstsein zu Bewusstsein, und jedesmal hinterläßt’s vervielfältigt Abgelegtes. Orte des Speicherns – Intimität | interessant; was ist damit? Ist doch Erinnerung schon Entäußerung, Monitor heißt, ich zeige.

Aus dem Speicher wecken, einen Kitzel rühren, durch die vielen Falten der Kleidung, warme Höhlung über die Haut, Nähe, die wartet es sei doch das menschliche Gedächtnis Intimität nicht Speicher – Erinnerung – Ebenbildproduktion, wird verinnerlicht = Metapher. Wirksame Metapher — eventuell?

B:M: Ja, was heisst und wird als wahr, einmalig, echt, real usw. heute wirklich noch bezeichnet? Ja, und diese Metaphern: Künstler sprechen in Metaphern und metaphernreich. Und der Peter Kubelka schreibt auch Texte: „die essbare Metapher, die Kommunikation einer nicht wortgebundenen Weltanschauung mit Beispielen zum Ansehen, Anfühlen oder Verkosten“. Welche Qualitäten werden hierdurch signalisiert, vermittelt, angesprochen und gespeichert?

A:P:
WIRKLICH – was ist das? „wirksam“?
ECHT – ist es entweder sowieso, da bei mir in unmittelbarer Mache // andererseits gar nicht, da voraussetzungsreich und abgehoben
Kunst.
WAHR – die Problematik der Wahrheit geschultert, wow uff tough –
REAL –  … die Aura – Kontaktfläche und so weiter – Glanz bis dunkel düster;
· A U R A · I S T · E R N Ü C H T E R N D ·
Ok, DAS war es jetzt! Die Enttäuschung vor dem Original. Das ist sowas von …!… kreativ: daß man sich vom Original ernüchtern läßt.

A:P: Kntktfläche Begegnung. Grenzfläche, unmittelbares Aneinander, Abstand = inframince – damit ist eine Unterscheidung substanziiert, ist ein Etwas, nun offen, offen, so groß zu werden, wie man es sich nur vorstellen will. Ein Raum für die Begegnung geschaffen, mag sein, ein Tempel, darin zentral hinten aufgestellt das Ding, nun entgegenstehend, nach mir greifend, vereinnahmend darin ohnmächtig [ist vielleicht selbst geraubt, Beute (wie grenzenlos das Nehmen), Signum eines Sieges, so hingestellt und promt unerreichbarer als zu vor, auch wenn einfach transportabel, ein Schild], näher, als hart an diese Ferne, bin ich nicht zu kriegen. Im Licht tanzt Staub, es zieht kühl, ein Apparat, wie er meiner Erscheinung Partikel abzieht und auf Platte bannt, macht nur ein Photo*. Die Faszination ist gebrochen: die Attraktion verschiebt sich – >> wenn jene Grenzfläche, so weit sie auch sei, das Moment „Kontakt“ bewahrt, zeugt sie selbst wieder Kontaktfächen à gogo, die inframice unmittelbar aneinander unterschieden vervielfältigen substanziiert ZWISCHEN … zwiebelhautKlaffen, petticoatHorizonte, spärenweltLaminate … expandiert.
*) So stark auch der geschilderte Tiefensog in den Raum einer Imagination, der den Betrachter sonst alles vergessen läßt, vom Gemälde bis zur VI-Brille absturzgleich, doch: Oberfläche bleibt abweisend.

B:M: ja, was ist Wahrheit – was ist real? Ja, wie ist Wahrheit, wie wird diese real? Reden, sprechen und schreiben wir jetzt aneinander vorbei oder treffen wir uns? Müssen wir uns überhaupt noch treffen, seitdem wir vereinbart haben, um hier jetzt (zu Kunstwerk und Quellcode) zu schreiben?

A:P: Kunstwerk und Quellcode – das ist eine spannende Angelegenheit. Das wäre mal zu besprechen. Konzeptuelle Begründung. Kann man ein Kunstwerk knacken? Wie oft?

Oder ist ein Quellencode etwas anderes? Ein quellender Code, ein Code aus Quellen, kommend aus, bestehend aus?

Ok, ich weiß. Wie geraten die eigene Arbeit und die Webseite aneinander/ineinander? Wechselwirkungen, Framing, wie werden sie zusammen wahrgenommen. Vergiftet die Eigenart der Internetpräsentation, ihre Struktur und Anlage, … wird die eigene Arbeit vom Internet vergiftet.

Ich habe eine ähnliche Scheu vor Therapien. Da jeder Therapeut mit mächtigen Instrumenten auf mich zukommt, die seine Wahrnehmung formen, die mein Verhalten bestimmen können, mich verändern (nachdem sie Therapeuten eingelassen, haben sich schon Klöster aufgelöst) – plötzlich bin ich kein Künstler mehr, jedenfalls nicht mehr so.

Zur Zeit will ich das Internet als Werkzeug auffassen, mit dem bestimmte Sachen möglich sind, die anders nicht möglich wären. {Liste machen, wie. & Könnte man versuchen, Grenzen auszutesten, das System zu unterwandern?}

A:P: https://de.wikipedia.org/wiki/Quelltext Wo kommt das her, das mit dem Quellcode. „geknackt“ In der Genetik hat man den Quellcode, seit Genome in eine menschenverständliche Form übersetzt werden können. Eine Basisinformation des Lebens, der Biosphäre; auch wenn man noch lang nicht versteht, was man da liest. Dennoch ist es nun möglich Veränderungen der Biosphäre gezielt zu performen.

B:M: Biosphäre: eintauchen «Landschaft mit dem Sturz des Ikarus» – Infosphäre auftauchen. Sag‘ mal ein anderen Begriff für NATUR!

Das Ölgemälde Landschaft mit dem Sturz des Ikarus zeigt im Stile der Niederländischen Renaissance eine Szene aus den Metamorphosen des Ovid. Die bekannteste Ausfertigung befindet sich in den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel und misst etwa 73,5 Zentimeter in der Höhe und 112 Zentimeter in der Breite. Lange wurde angenommen, sie stamme vom flämischen Maler Pieter Bruegel dem Älteren. Während dessen Urheberschaft bezüglich der Komposition als gesichert gilt, ist zweifelhaft, ob er die konkrete Fassung gemalt hat. Möglicherweise handelt es sich um eine frühe Kopie eines Originals von Bruegel.

B:M: Grenzen des Systems und der Umgebung „auszutesten“, dies fordert mich schon länger heraus? Listen macht jede-r und Anwendungsprogramme für diese Listenform gibt es zahlreiche. Liste – Listen (hören) – Katalog. Hier treffen Ansichts- und Arbeitsweisen zusammen. Das Internet als Werkzeug und Toolbox zu nutzen. Welche Sachen werden genau möglich, die anders nicht möglich werden? Wird die Eigenart der Internetpräsenz durch Struktur, Anlage und Architektur verzuckert und vergiftet? Wird Arbeit und künstlerische Arbeit durch’s Internet vergiftet? Wie werden die Wechselwirkungen und Framings sowie die farbigen Zonen wahrgenommen? Wie geraten Arbeiten und die Beiträge aneinander und ineinander? Wollen wir hierzu chatten? 22.03.2020 15:56h – in den nächsten Tagen?

B:M: Zum Beispiel bin ich mit berechtigter Sicherheit davon ausgegangen, dass es in der zivilisierten Vergangenheit zu einem Kunstobjekt (schwarz weiss Fotografie und Ölgemälde und kunsthandwerklich verzierter Brieföffner, Dosenöffner und Schlüssel) Quellen gibt. Ich weiss lediglich nichts von ihnen oder über sie. Der Ursprung der Idee oder gar des Modells muss nicht in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Als Forschende heute finde ich die erhofften Schriftstücke und bin zum Teil ziemlich erfreut und zufrieden. Das Gefundene als solches ist für mich die Bestätigung für mein Vermuten, Vertrauen und Hoffen und Wissen. Es verursacht keine Überraschung mehr, eventuell noch Erinnerung.

Die hier vorgelegt Schrift ist jedoch etwas Besonderes und eventuell wird eventuell auch überraschen. Sie bedarf – in jedem Fall – erläuternde Hinweise. Denn sie liegt ausserhalb dessen, was im Vergleich zu allgemein bekannter Kunstliteratur, künstlerischer Literatur und Forschung sowie Wissenschaft erwartet und als Landschaft und Topografie gesehen werden darf und gesehen wird?

Wir ergänzen (nicht nur) bereits Bekanntes. Wie Verfasser grundsätzlich «*Wesentliches» beschreiben. Werden zu Entdeckungen. Form und Inhalt sowie Formen und Inhalte zeigen dem Charakter nach: wesentliches?! Sie offenbaren Grundsätze, Schemen und Muster, deren Bedeutung bisher un-bekannt und deren Wesentliches verborgen und rätselhaft war. Die Gewichtung des Gesagten, Geschriebenen und Gezeigten lässt sich im vorhin- oder vorherein nicht bemessen. Mit Sicherheit wird viel gesagt werden: ohne die hier dargelegte Grammatik, Symbolik und Semantik der Zeichen – Formen – Farben zu kennen.

  • Wird künstlerische Ästhetik freigesetzt?

https://blog.kulturbanause.de/2012/09/wordpress-dateien-zum-download-anbieten/

soll ich weiter machen auch wenn du es scheisse findest?

B:M: GAIA oder Ge oder Geo – basteln und/oder entwerfen bis konstruieren – wildes und domestiziertes Denken – spätestens seit Claude Lévi-Strauss. Für die Syntax gegen die Semantik _____________________/// und was ist mit der Grammatik? Nicht jede-r ist gleichmassen befähigt, Theorie und / oder Poesie zu entdecken, aber niemand braucht ein Genie zu sein, um brauchbare Theorie und / oder Poesie zu generieren (Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss). Jede-r kann anfangen «Phänomene» zu untersuchen.

A:P: In jedem Fall ist Querlüften gefährlich, da die Zettel mit den so wichtigen Notaten all der Basissätze und Evidenzen durch-ein-an-der-fliegen. Wieso werden die Zettel nicht angeklammert – angefügt – aufgehängt, um sie jederzeit griffbereit zu haben? Weil die Überlegungen, die Prozeduren, die Messungen schnell und spontan auf ein an der folgen, die Notizen dazu sekundär sind, Vermittlungen an Auftraggeber, bestenfalls an die eigene spätere, später gar nicht besonders notwendige Erinnerung. Zwischen fliegende Zettel kann man leichter einfügen. Es wird sich schon jemand finden, der Versionsgeschichte schreibt (vllt ein Bot?).

B:M: wird kurz aufgerufen https://kunstderkunsttherapie.com/2020/03/27/blogs-2015-2020/ und schon geht’s weiter – immer weiter – voran: Viele derjenigen in wissenschaftlich, kühlabwägenden Traditionen aus- und weitergebildeter und erzogener Kollegen rümpfen über den Grossteil des in diesem Bereich erstellten Schreibens und Schrifttums eventuell nur die «NASE» – zu viel Zuckerwatte, zu unspezifisch, unbewiesen und auch noch … zu wenig romantisch. (Nase, ich rieche und denke an »William Kentridge« – Oper – Operation – Aufführungen bis Ausstellungen). Ich habe es bei etlichen Gelegenheiten selbst erlebt und nicht selten waren die Reaktionen auch berechtigt. Mir liegt deshalb viel daran, andere und bessere Möglichkeiten zu finden.

Betreiben wir eine Studie?

Inge Löök, Zuckerwatte im Park

>Layoutmäßig s.o. bin ich soweit, den alten Zuckerwattedamen ihre Linksbündigkeit zu lassen, da sie ohnehin ständig wieder dahin rutschen! Tzzz! Immerhin links.<

»Inge Löök« Entdecken sie die phantasievolle Welt oder „Altwerden funktionaler und formaler Differenzierung“ * und die „nächste Gesellschaft“?

*) Wie sich das anhört!? f&f Diff. und nächste – (too much, echt zu viel, zwei Alte an Zuckerwatte, laß ich mir noch gefallen, aber Quarantäne mit Feenfolk, nein. Es braucht Kartoffen, nüchterne, Knubbelexempel. [A:P:)

JA!

Moritz von Schwind: «Der Traum des Gefangenen»

Zu den Bereichen Malerei, Fotografie, Videokunst, Performance und Musik sowie Poesie zur jeweiligen Persönlichkeit des Künstlers nüchterne Knubbelexempel (Beispiels) und Kartoffen? Kartoffeln wären mir lieber_ Kartäuser sprechen kaum und sind anders offen.

Jedes Medium ein Gitterfenster.

„Das Bewusstsein bewegt sich in engen Schranken, eingespannt in eine kurze Zeitstrecke zwischen Anfang und Ende, die erst noch etwas um ein Drittel durch periodischen Schlaf verkürzt wird. Das Leben des Körpers dauert etwas länger, es fängt stets früher an und hört sehr oft später auf als das Bewusstsein. Anfang und Ende sind die unvermeidlichen Aspekte aller Vorgänge. Jedoch bei näherem Zusehen fällt es ungeheuer schwer, anzugeben, wo etwas anfängt und wo etwas aufhört, denn die Ereignisse und Vorgänge, die Anfänge und Beendigungen bilden genaugenommen ein nirgends teilbares Kontinuum. Wir teilen Vorgänge ab zum Zwecke der Unterscheidung und des Erkennens, im Grunde dabei wissend, dass jede Trennung arbiträr und konventionell ist. In das Kontinuum des Weltvorganges greifen wir damit nicht ein, denn «Anfang» und «Ende» sind in allererster Linie Notwendigkeiten unseres bewussten Erkenntnisprozesses“ (vgl. C.G. Jung : Wirklichkeit des Seele. Rascher-Verlag Zürich und Stuttgart, S. 161).

A:P: Ist vielleicht möglich, von Zukünftigem her | „Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“ | zu umgrübeln, immer um diese Grube rum, von der man nicht wissen kann, ob sie nicht etwa ein Grab ist.
Vor welchen Entwicklungsaufgaben stehen nun mal die kunstbesessen Tätigen derzeit auf dieser Höhe der Zeit / Senke der Zeit.

A:P: Im Modus der Schlaflosigkeit, ist’s vielleicht erlaubt
kryptisch unerschlossen kurz zu posten:
— Viertel vor fünf, früher Morgen
— Stichwort-
— Entwürfe ad Nachtgedanken:
— Blicke nach vorn zurück nach vorn … treiben
— Entwicklungsaufgaben für die Künste am Rande der Welt
— Globalokale Imagination, Phantasie, Entwurfsfähigkeit – Kunst
— verstehend und ausarbeitend universalisierend öffnend
— ScienceFiction ist auszuweiten, #Quellcodeknaxe
— umgrübeln

A:P: Was ist die Botschaft der Pandemie?
— Die Biosphäre textet und testet virale Symbioseangebote an die Menschen
gen delivery service logistics
— die Macht der Viren in der Evolution,
— Virolutionen, im Meer genetischer Information
— Viralizität des Kosmos, heuristisch, stochastisch
— kombinatorisch, die Gene flüstern miteinander Grauses
— Kurs halten bei tödlichem Selektionsdruck aus unterschiedlichen
— Richtungen; wollen die Menschen die mörderischen Wege
— nicht gehen, aber die gen-Kommunikation nicht abreißen lassen
— notwendigerweise, da Updates, manche, je diese …, nützen
— dann?
[s. Quellcodeknax nr. 1]

Tun wir also etwas, was Viren auch tun; möglicherweise brauchbare Sinnfetzen kommunizieren, einbauen und per Evolution bedenken?

Ein Wort ist vielleicht anzumerken: „#Quellcodeknaxe“. Ich halte es bewußt etwas häßlich, Bruchschmerz. Man hat angfangen, die Geninformation der Biosphäre zu lesen und ihre Anweisungsstruktur zu nutzen; damit haben Menschen einen extrem direkten Zugang zu den biologischen Grundlagen. Der Quellcode ist geknackt. Dies nehme ich als Exempel. Mir scheint, es lohnt danach zu suchen, ob Ähnliches nicht auch woanders passiert. So sind die Versuche, der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, das erste absichtliche Geoengineering Projekt in Korrektur eines unabsichtlichen. Oder: Die Abwendung von fossilen Energieträgern bringt, daß Energie im Grunde überall zu ernten wäre, in die Aufmerksamkeit der Ingenieure.
Geopoetische Plastik.

B:M: Sobald mit dem 3-D-Drucker – #Quellcodeinformation – erstellt werden könnte.

B:M: Der Ursprung einer Idee oder gar eines Modells muss (nicht) in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Ein Einfall, gleich ob es sich um den eigenen oder einen entliehenen handelt, ist vermutlich nutzlos. Solange der Künstler ihn nicht aus einer blossen Anekdote in ein anderes und auch theoretisches Element transformiert. Einsichten und Einfälle versuchen wir hier in relevante Kategorien – Eigenschaften und ja, Hypothesen zu verwandeln. Und die Moral: dass man solcherart Reflexionen über persönliche künstlerische theoretische Erfahrungen wohlweislich kultivieren sollte. Häufig unterdrücken wir sie oder schreiben ihnen den Status von blossen Meinungen zu, anstatt sie als Sprungbrett zu nutzen. Es obliegt jede-m die geborgten Einfälle in eigene Einfälle zu verwandeln oder umzumünzen. Der Kunstgriff besteht bisher darin, das, was man für theoretisch möglich oder wahrscheinlich hält, dem gegenüberzustellen, was man in der Landschaft und auf dem Feld antrifft.

Zwischenfrage: wie positionieren wir uns zum »radikalen Konstruktivismus« »Dadaismus« und sonstigen *ismus bis *ismen?

A:P: Positionspotentiale. Dies Schreiben selbst als Metapher. Es geht nicht auf große kompositorische Bögen, mir fehlt dazu der Abstand, da ich drin bleibe, Körnigkeit, Flickarbeit, kurze Schübe, Hineinzitiertes auch von mir Selbst, Verweise, … unwahrscheinlich, daß uns derart „Anfang, 1., 2., dritte & Haupthöhebung, Abfall, Rausschmeißer, Schluß“ o.ä. Muster kommen. Andere aber, welche? Zu was sind all over Geschiebe, Brekzien, brekszientistische Erfahrungs- und Frageanlässe fähig, wenn wir sie ansetzten. Nicht positionieren wir uns, sondern mal diesen, mal jenen -ismus.
[Was in Schulen zu Lernstoff verkommt, parallel zum kunstwissenschaftlich fixierten Lehrplan: malt nach impressionistischem, expressionistischen, dadaistischem, bauhäuslerischen usw. Muster, das ist nun auch so und nur Stoff, ein „So könnt man, jetzt, dank den Riesen und ihren Schultern, mal weitermachen …“.]

Was wäre nach Farben zu zahlen? Wieviel kostet blau?

Es entsteht eine Tropflinie, ein Tropfentext, ein Twitterfall, der aus den Intervallen entsteht. Zwischen den Absätzen, Wörtern, Lettern, (Auch des Codes?) gibt es genug virtualisierte Leere, die Möglichkeiten ins Sein lockt. Weit draußen, wo die Leere am leeresten, am ärmsten ist, da nehmen die Dinge der Welt sich endlos zerteilend Abstände ein, spannungsreiche, und warten. Was mag eine Linie dort im Felde der Potentiale sein? Was springt dort zwischen „weit“ „draußen“ in die Wirklichkeit?

Das könnten verkittete Fragmente sein, Hesiods Theogonie gegenseitig umfaßt ad Aktuelle Vakuumkosmogonie. Das war mal flüssig. Hat neue und alte Bruchspalten. Und so weiter. Als Text ist es auch Musik.
[Von Geomartin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10289506]

Uran-reiche Quarz-Haematit Brekzie am Mt. Gee, Mt. Painter Gebiet, South Australia; unterschiedlich große Trümmer

Die Erde als Planetoidenbrekzie. Wir als eine solche. Wir sollten das bisherige mal Verschlagworten. Wenn schon mehrD-Plastik, dann doch nicht ohne Landmarken. Zudem, kann zeitlich mindestens Neues automatisch markiert werden, wo es auch plaziert erscheint?

Bei aller Schwankungsweite – es stellen sich Fragen bzgl. der Handhabbarkeit und des Zusammenarbeitens:

Letzte Revisionen sind im Vergleich immer schnell nachzuvollziehen!

Indexieren?

ZOOM-Kanal-CHAT-Meeting

„Da kommt ein Wort aus dem Text heraus wie ein Stein und erschlägt mich.“

Es ist die seltsamste Erfahrung, daß man mit Steinflügeln fliegen kann. Man braucht dazu ein Lamm, das wach ist, das lauscht. Seine Aufmerksamkeit wächst sich aus zum Flausch also – zunächst weiche Landung. In der Weigerung Engel zu sein, erfühlt sich eine Erdnähe, des Himmels, zum Unterirdischen: wo es die Flügel steinern braucht.

Unbefangene Gewichte, wer hätte das erwartet? Das Lamm braucht es, damit ich wissen kann, daß ich geträumt werde, daß, indem ich geträumt werde, beobachtet bin, die wachen Augen … so hätte ich mir nicht vorgestellt versunken zu sein. Soviel grünes Gestrüpp. Ob sie Angorawolle trägt? So tragen Engel das Fliegen, shoppingcindy, die moderne Frau, trägt Hosen und ein günstiges Fliegen heute und sanfte Landung flauschschafschlaf.

Die Augen schließen, um erst recht gesehen zu werden, Aufnahme zu finden. Was auch immer ich zu sehen meine, was auch immer gegenüber das Schaf zu sehen meint, dieser mediale Anlaß, schafvermittelt, objektivgefesselt, auf jeden Fall etwas anderes, als zu sehen ist, gegenseitig. Geduld. Daher die so ultralangsam schwingenden Flügel. Man landet anders, wenn man von unten kommt. Aus der Tiefe der Augen, die aus der Tiefe eines Traumens aus der Tiefe eines Schlafes aus der Tiefe … die kenn ich doch irgendwoher? Hüfte, Nase. Wie auch nicht, bin ich doch von ihr ein Traum, wie sie mich in changierenden Gestalten als nie denselben, nein, sie weiß nicht, hier nicht, daß etwas tief in ihr mich malt, Photon, ich bin nicht sicher, daß sie Frau ist. Es gibt Traumsteine, Traummetalle, Traumgestrüpp, Traumgeschaf, Traumgefrau. Das war in der Tiefe schon zurückgelassen.

Das Schaf als verkappte Kamera. So wie Pferde, nach denen Mädchen sich sehnen, die sie allabendlich striegeln, die sie an der langen Leine reiten, Salto mortale Likes, das Selfie vom Pferd, so wie also Pferde verkappte Drachen sind Träume vom großen Leben, vom prachtvollen Abheben, von den schwerelosen Lasten, dem Flug als Macht, Schaffen, Lenken, Steigen, Gefressen werden im Flug, vom Flug. Projektionen. Bilder, die sich gegenseitig anschauen: auch eine Form von Melancholie. Daher jenes flauschwollige, Angorapulli, osterlämmlige – das Schaf ahnt was. Kamera zwischen Okular und Objektiv zerrieben.

Licht, raumzeitlich, ist überall zugleich.

Sie schaut durch die Augen des Lamms jene fremdgeträumte Gestalt zurückschauend durch die Augen des Lamms ihre Traumaugen bannend.

Auf diese wunderbare Fortschreibung wird mit BB und taghelle Magie geantwortet. Licht – raumzeitlich – ist überall und nirgends zugleich. Dieser Gemeinschaftskatalog wird keine Kunst werden, da dieser von zwei Personen erstellt, geschrieben und beschrieben wird, oder? In jedem Fall von zwei Autoren [zu ersetzen durch das Wort „Amalgam“ in einer gleich wertigen, anders sich ausbildenden quecksilbrig autonomen Kraft: zwei und mehr Urhebende – Das Amalgam! (A.P.)] zumindest, denen Flügel zu waschen und wachsen scheinen – wunderbar – verbinden sich Steine zu fliegenden Häuschen am Faden. Häuser und Schreine für Caramel-Zucker-Schmuckstückchen anstelle der rosafarbenden Zuckerwatte. [Nicht verpassen an dieser Stelle über den Unterschied von Zuckerwatte und Filz nachzudenken.(A.P.)] Zu zweit ist es sofort Kultur, nicht wahr?!. Nur alleine ist Kunst zu schaffen!. Doch «bildende Kunst», egal: jetzt – nach welchem oder erweiterten Begriff – wird es nur im ZusammenSein, so viel scheint klar und wahr zu werden. Als Autor aus dem stillen Kämmerlein heraus [„heraus“, (A.P.) aus dem Umherum, die Kammer ohne Außentür (ihr Schildbürger) gewaltsam öffnend, in die Tiefe eines Gehirns Physis zu beforschen, knisternd die molekularen Interaktionen; „heraus“, aus dem Inherin, der Kammer ohne Innentür (du Ingenieur) mit Klopfzeichen in Schwingungen, als Hände, als Füße, als Mund, klaffend m-o-u-th, in Durchführungen vor und zurück, bifurkativ zu versetzen saugstoßhaft ein mit dem Dinghaften interagierender Horizont –] zu schreiben – zu zeichnen, zu malen, zu performen – welch‘ wunderbare Vorstellung und Imagination. Die gegenseitige Annäherung an die Seiten der Fantastik – «Phantastik», man wird gerührt, berührt und gebürstet – nicht nur vom Wasserstrahl des Hahns. Die zwei weissen Eier mit dem Sparschäler schälen. Obgleich sich die Produktionskosten für ein Ei um das vielfache erhöht haben, sind die Eierpreise der 10-er Packung nahezu stabil – seit den 1960iger Jahren – geblieben, wenn ich mich nicht irre. Die «Eierpreise» schwanken heute lediglich im Bereich von Cents, Rappen oder sonstigen Währungseinheiten. Doch wen interessiert es oder – dies – schon? Und was hat es, wenn und überhaupt – mit Kunst – zu tun? Das weisse Ei!, meine ich, das im weissen Porezllaneierbecher. Die weissen Zuckerwürfel und diese bernsteinfarbenden Caramelstückchen sowie dies orangefarbende Gericht aus dem Woktopf, welches längst gegessen, verzehrt sowie verstoffwechselt worden ist. Der Sommer steht vor der Tür und die Lilien im Garten reichen und duften stärker in der Nacht als am Tag. Was hat es «heute» mit Kunst zu tun? Okay, das Abbild und Foto erscheint weiterhin als Beitragsbild. Dies scheint zu überzeugen. Evidenz auf den Autor und das Artefakt im Fotografischen als Kunstwerk hervor zurufen, welches sowohl – off- und online sein – kann und vorhanden ist. Diese Paradoxien sind doch irreführend, oder?

Dies »ungefragte Subjekt« und die Frage, wie verändert sich Kunst, wenn sie man sie als Forschung versteht? Schon in der Vorstellung wechseln Fragen und die Fragestellungen jedesmal die Richtung. Wie unverschämt. Ungefragt hatte es sich RAUM verschafft. War auch in die Fänge der Omnie-potenz-phantasien geraten. Wieso meinte dies »ungefragte Subjekt« sich in zahlreiche mögliche Phantasien hineindenken zu können? Identifiziert sich mal mir der einen Rolle, mal mit einer anderen und flüchtet dennoch vor Festlegung? Lässt sich dieses »ungefragte Subjekt« als Effekt der unspezifischen und ausweichenden Verallgemeinerungslogik verstehen, die die Verwendung des Wortes »man» oder «wir» einfach mit sich bringt?

Künstlerpaare – Künstlerehen – Künstlerduo? Zwei Autoren sind nicht auf einen Autor zu reduzieren.

Die artgerechte, moralische und ethische unbedenkliche Haltung und Pflege der Roboter