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#kunsttalk001

¿arbeiten? – Was ist Arbeit? Welche Art von Arbeit_

  1. MAI ist vorüber – Tag der Arbeit – Arbeit tönt seriöser als Spaß haben. In den Tag zu leben, etwas gestalten und Kunst zu schaffen. ¿Arbeit? – Was ist Arbeit? Welche Art von Arbeit.
  2. MAI ist vorüber – Tag der Arbeit – #kunsttalk ADMINS besprechen, planen & probieren – chatten: Einstellungen & Konstellationen etc. organisieren: Einführung in U-Theorien oder «Führungen vor der leeren Leinwand»? Sind leere Leinwände immer weiss?
  3. MAI ist vorüber – online – schreiben & mit-gestalten – offenes Atelier. Die Gespräche im Teutoburger Wald – Statistik-Zürich in der deutschsprachigen Wikipedia & Gemeinschaftszentren werden zu ProdUsing #DataLiteracy aufgezeichnet. #VisualLiteracy & Ästhetik & Schreibsysteme interessieren weiterhin.
  4. MAI ZOOM ADMIN TEAM und BANDE bespricht und schreibt zu Fragestellungen: ADMIN & MEMBER mit und ohne Profilbild -Funktionen ZOOM sowie Planung des #kunsttalk 2.1 – Marcel Duchamp via Skype, ZOOM & Google doc & YouTube etc. (CH & Europa & ( )) parallel – Ankündigungen per Social Media // Content- & Terminologie- & Memes-Management oder wie wäre es zu bezeichnen? Videoaufzeichnungen & LIVE-STREAMING & ach ja, die Admins – arbeiten und schrieben ins doc, jaja (!) ja, und das «BILD» – die Bilder für den Hintergrund – das Konzept – die Konzepte
  5. MAI umgebungen für #smartsetting – #kunsttalk 2.1 – #environments Räume, bewegte bis mobile Bilder im LIVE-STREAMING mit Audio- und Videospuren sowie Aufzeichnungen in Reflexion? Wo bleibt der Gong, die Musik, der Rhythmus, der Tanz, der Sprechgesang
  6. MAI Router installiert – Zettelwirtschaft & Akten zum Teil entsorgt_ Ameisen krabbeln durch den Fensterspalt
  7. MAI LecturePerformance „Jetzt über Geld reden nicht“ mit Birgit Matter & Günter Lierschof : «Batman-n würde auch nicht töpfern» Das nennt man doch so : oder bezeichnet es so : ist das gegessen, dass der Schein «Wirklichkeit» ist? Juwelen, Kelche, Münzen & Geldscheine – dreckiges bis schmutziges GELD – «Vanitas Stillleben» – gekochte oder rohe EIER – gelbe bis graue ENTEN – zwei oder die unerklärbare Leichtigkeit des Materials, Dings und Zeugs // in Detail und Kontext anschauen,. Anatomiezeichnungen bis Aufzeichnungen – in Videosequenzen performen wir – «Babylon Berlin» – BUDDHA – ROSENKRANZ – Hampelfrau bis – Mann – OMAN.
  8. MAI TAG DER BEFREIUNG – denkwürdiger Tag – 8.05.1985. Warten – AKTIV bis INTERAKTIV – abgeschlossen oder angeschlossen // Spargel schälend. Anschlussfähigkeiten // Öffentlich versus Privat, welche praktischen Unterschiede werden hiermit via Social Media transportiert? #SmartSetting – Kommunikation unter Freunden – Kommunikationen mit Freunden und Kommunikation unter Unbekannten bis zum »Festival«. Keine Ahnung. Online oder Offline, wen interessiert’s
  9. MAI #kunsttalk 2.2 läuft auf Hochtouren https://kunstderkunsttherapie.com/2020/05/15/kunsttalk-2-2-19-05-2020/
  10. Mai *oder ist es doch nur basteln?!

https://www.news.uzh.ch/de/dossiers/Künstliche-Intelligenz.html

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#kunsttalk001

Was die Kunst noch zu sagen hat Beitrag 1

Was die Kunst noch zu sagen hat: Ästhetische Kritik als Gegenwartsanalyse.

Moritz Stumm

Kunstkritik drehe sich um sich selbst, es fehle ihr an Sinn, Verstand und Formbewusstsein sowie Courage. In Interessenskonflikte und Interessengeflechte sei sie verheddert und habe kein Bewusstsein mehr für ihre AUTONOMIE. Auch der Gegenwartskunst wird dieser Mangel an Sinn, Verstand und Formbewusstsein sowie Qualität vorgeworfen.

Die Kunstproduktion, welches die Künstler hervorbringen, funktioniert nicht ohne die «Distribution» und die »Rezeption«. Gegenstands- und Gegenwartsanalysen zu dem was Kunst noch zu sagen hat:

Die Ökonomisierung betreibt eine Entleerung der Kunst.

KUNSTVERRAT

Die Moralisierung betreibt zugleich eine Überladung der Kunst.

Die FREIHEIT und AUTONOMIE der KUNST wird verraten, und damit die Kunst als Ganzes.

Dan Colen
B. 1979

HOLY SHIT

signed and dated 2006 on the reverse
oil on plywood
48 x 36 in. 121.9 x 91.4 cm.

VERSPORTLICHUNG der KUNST? oder KUNST auf Höhe der ZEIT?

GELD wird zur eigentlichen autonomen KRAFT der KUNST oder GELD kommt, wenn man es richtig gemacht hat?

Kunst dient dazu die eigene Kultur- und Bildungsbeflissenheit zu re-präsentieren.

Wird Kunst dabei immer und automatisch zur Ware?

Künstler sprechen selten über Geld und wie sie davon berührt, beeinträchtig und beschädigt werden. Es ist schlimm vom Kunstmarkt vereinnahmt zu werden. Der Verrat beginnt dort, wo die Künstler nicht über ihre Rolle reflektieren.

»Verballhornung« der Kunst bis zur repressiven Toleranz der Künstler, da der Glaube, das die Kunst alles kann und darf.

Kunst trägt zum Ausdruck und zum Vehikel der Ungleichheit bei:

https://www.guiding-architects.net/de/verlorenwustekatarreisebericht/

Zweifel am Konzern sind nicht die Zweifel der Kunst!

https://www.yumpu.com/de/document/read/5227184/kunst-ist-currywurst

Veränderte Nachfragestruktur und Bedürfnisse nach Kunst?

Künstler Galerist und Kunstmuseum nehmen wir kaum in den Blick?

Sammler suchen den Austausch und die Interaktion mit dem Künstler?

Alle haben ein oder die eigene Vorstellung was und wie Kunst zu sein hat.

Künstler finden den Austausch mit Künstlern

auch per ZOOM – #SmartSeeting#Social Media

Der Sog der Nachfrage_ fremde Interessen schleichen sich ein_

Schleichender Kunstverrat der Entleerung: Künstler sind nur Spielzeug der Sammler, sie machen mit dir, was sie wollen. Ihnen geht es nicht um dich, sondern nur ums Geld. Wachsende Nachfrage:

Eric Fischl

Timm Ulrichs „Ich kann keine Kunst mehr sehen“

Birgit Matter hat gestern ihre Kunstsammlung in Google gelöst.

Post – Autonomie – Künstler machen sich gemein mit anderen – werden zu Auftragskünstlern im vormodernen Sinn und verlieren ihre Freiheit.

Der ontologische Rang der Kunst verändert sich laufend. Das Ideal einer Gegenwelt in der Moderne, ohne dass dieser Anspruch je eingelöst werden konnte. Der Hoffnung, die reale Welt lasse sich in der ästhetischen Erfahrung transzendentieren. So dementieren die Post-Modernen und Post-Autonomen an Macht orientierten Postionen der Kunst dieses alte Ideal der Autonomie der Kunst.

Was sind die Ursachen des Bewusstseinswandels?

Wird es diskutiert?

Betriebsblindheit gegenüber GELD. Woher es stammt und was es in ästhetischer Hinsicht bewirkt.

Autonomie der Kunst ist kein Vakuum oder luftleerer Raum : 23.35 Min.

relativiert wird, wenn die kunst ihre souveränität einbüßt, dann fällt es schwer von einer autonom oder eben auch nur sowie kunst zu sprechen. manche künstler meinen ihre kunst sei doch immer dieselbe egal wo sie gezeigt und von wem

sie bestellt und bezahlt wurde

ich glaube nur eine solche sicherlich idealistisch gedacht zur vorstellung der kunst ist doch sehr naiv

die bildende kunst ist mehr als die literatur

oder der film von dem rahmen abhängig in dem sie erscheint es wissen wir ja spätestens seit marcel duchamp also seit jahren

gerade weil heute alles kunst sein kann

es also nicht allein auf das objekt selbst sondern auf dessen wahrnehmung ankommt ist sie auf ihre glaubwürdigkeit angewiesen und nicht zuletzt der künstler ist es, der sie beglaubigt

vor allem dann, wenn er selbst als teil seiner kunst in erscheinung tritt. wie bei joseph beuys oder eben bei marina abramovic – gewiss muss der künstler kein guter kein gerechter menschsein auch ein steuersünder kann ein guter maler auch ein drogendealer ein guter bildhauer sein

nebenbei bemerkt auch ein künstler der frauen sexuell nötigt wofür er hoffentlich vor einem gericht angemessen bestraft wird, vermag ein verdammt beeindruckendes werk abzuliefern

die kunst geschichte ist voll von solchen fällen in denen die künstler vor dem gesetz oder moralisch fehlen und trotzdem werke abliefern die von der kunstgeschichte bis heute gefeiert und gewürdigt werden und es geht also nicht um gesetzes treue!

aber jenseits dieser gesetzestreue geht es um so etwas was sich das ethos oder epos der künstler nennen würde um das eigene braucht diese autos um das eigene der (25:40) kunst zu schützen (25:41) der raum der freiheit um es pathetisch(25:44) zu sagen kann die kunst nur sein wenn (25:47) der künstler sie tatsächlich frei hält (25:49) von den versuchungen der unfreiheit und (25:53) eine aufgabe der kritik der als (25:56) gegenwarts analyse könnte es sein. ihm dabei unterstützend zur seite zu stehen (26:02) in von diesen versuchungen der (26:04) unfreiheit frei zweiten doch denn was (26:07) passiert, wenn die unfreiheit einzieht (26:10) dann ist die kunst eben nicht länger (26:13) solistisch – wahnsinnig – gaga formalismus (26:16) nicht jene feingeister, deren nuancen (26:19) nur experten zugänglich sind (26:22) vielmehr wird sie (26:25) die sie kaum mehr zu widerstehen vermag (26:28) dazu gehören die erwähnten ökonomischen (26:31) anliegen, die eigenes in der kunst als (26:34) ressource instrumentalisieren (26:36) die monetäre und die soziale rendite zu (26:39) steigern (26:40) dazu gehören aber ebenso man könnte (26:43) sagen am anderen ende der großen kunst (26:46) wippe ethisch politische (26:49) verwertungsinteressen.

wie ich gerne im weiten kürzeren teil dieses vortrags (26:54) zeigen möchte mein lieblingsbild aufgenommen auf der biennale in venedig (27:05) im vorigen jahr.

autonomen und souveränen KUNST zu sprechen:

Seit Duchamp wissen wir, dass der „Rahmen“ wichtig ist, indem die Kunst erscheint

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#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang Künstler*in künstlerisch forschen Kunstforschung kunstprozesse kunsttalk kunsttalks Medienmündigkeit schreiben transdisziplinär visuelle Kunst

vor-bereiten #kunsttalks

blau = definitiv

kollaborativ wird das format #kunsttalk via skype.com/de & ZOOM vorbereitet

  • es wird immer aufgezeichnet! (auch wenn wir technisches und organisatorisches auf der „Hinterbühne“ – backstage – backoffice – als Admins bis Host besprechen)
  • es wird protokolliert!
  • es könnte öffentlich werden! (durch Live-Streamen oder die Extraentscheidung)
  • jede-r kann Mitmachen beim #kunsttalk

wechseln zu Enterprise-Videokonferenzen mit Instant-Messaging und Content-Sharing – Meeting – Optionen

https://www.youtube.com/channel/UCrrySgaQ4OSqabo5cRDF8mQ?view_as

Accumulation: Searching for Destination, 2014 – 2016

Chiharu Shiota

Informationsgrundlagen für das Verständnis von Struktur und Entwicklung (sowie System-en) des Kunstfeldes (#kunsttalk) werden für das Verhalten, Teilnehmen und Teilgeben der Akteure interessant. Es regt zur Selbstreflexion an und bewahrt davor, in einem luftleeren Raum zu agieren bis zu experimentieren. Unmögliches zu verlangen, zu erwarten und zu wünschen. Wobei zunehmend Phantasie – Illusion – Zauber – Poesie – Geheimnis – Faszination – Magie – Ästhetik – Sinnlichkeit – Selbermachen – Assoziationen – Unverfügbares usw. der Gegenwartskunst im #kunsttalk interessieren. Zur Vorbereitung der Videokommunikation im „neuen“ Format ZOOM wird hier kurz pausiert. Dieser Wechsel wird das „Kinderspiel“ für die Anwender werden. Wir freuen uns auf den ersten Dienstagabend im Mai, den 05.05. 2020 um 19:00 Uhr.

Weitere Fragen werden auf Globalisierung und deren Rückfluss auf die Kunst zielen. Wie weit reicht Inklusion, und ja, wo ist diese mehr Wunsch als Realität?

Interessant ist, zu beobachten, wie sich Präferenzen gegenüber künstlerischen Medien (wie Geräten, Hilfsmitteln, Instrumenten, Enterprise-Videokonferenzen mit Instant-Messaging und Content-Sharing – Meeting per ZOOM bei (bildenden) Künstler*innen etc.) ändern.

Malerei und Skulptur sowie inzwischen auch Installationskunst und Fotografie dominieren das Interesse des Publikums selbst angesichts der von manchen ausgerufenen «Postmedia-Ära». Video und digitale Produktionen hingegen bilden das Schlusslicht der Präferenzliste. Ungeachtet des gesellschaftlichen Stellenwerts, welchen das Internet und die (virtuelle) Welt und Welten und (social media) Netzwerkkulturen mittlerweile gewonnen haben.

«Open Access» mit verschiedensten Zugängen, Möglichkeiten und Funktionen der neueren und älteren Geräten (Device), d.h. Mobiltelefone – Computer – Tablet etc. per »ZOOM« für den #kunsttalk schaffen und einrichten.

Ziel – Zweck – Nutzen: Teilnahme ist parallel – synchron – mit ZOOM möglich: mit oder ohne Kamera (Video) – mit oder ohne Hintergrundbild – stumm oder sprechend (Mikrofon) – schreibend oder teilend – beobachtend oder zuhörend – parallel sichtbar chatten – streamen – aufzeichnen usw.

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit?usp=sharing

https://docs.google.com/document/d/1ROSiy7woW_BAO9XAGpeLHKUb7M3502QmRnxDaFtU5_k/edit#heading=h.38pxbihw2cgz

kinderleicht!

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#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang Echtzeit gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen künstlerisch forschen Kunstforschung kunstprozesse KunstSchaffen Medienmündigkeit

vorschauen auf #kunsttalks

Heiner Altmeppen
„GRÜNES UFER, GRÜNER SEE“
ACryl auf Karton auf Holz
26 x 23 cm










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#kunsttalk001

auto-bio-grafie

nur mit den auto-bio-grafie-n wird das KünstlerSEIN mit Werk möglich?!

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#kunsttalk001

#kunsttalk 14 – mit zwischen durch

#kunsttalk 14
zwischen durch
#kunsttalk zwischendurch
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#kunsttalk001

#kunsttalk 13 mit Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis von Andreas Peschka im Kommentar

Türöffner für #kunsttalk 14 und vorerst den letzten in dieser Session #kunsttalk 1.10 – 31.03.

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#kunsttalk001

denk den alarm

Denkalarm – Denkalarm – Denkalarm _ – `

DACH – Architektur – LecturePerformance – Gewölbe im deutschsprachigen Teil EUROPAS – germanspeaking part of europa _ -` freischaffende Künstler (Gründer der Klausur – Zäsur – des Gedankens im Gedenken – bildlich, szenisch bis performativ – in jedem Fall frei gesprochen bis geschrieben und ja, gezeigt – gezeichnet bis aufgezeichnet) und jederzeit heute auch via social media zu erreichen:

«Denkalarm» als Seite

«Denkalarm» als Gruppe

Darüberhinaus Künstler – Kunstkritiker – Kurator – Aktionator – Gastprofessor – Abgeordneter – Kultursprecher und so weiter. Alles: um in jedem Fall dem »scheuen REH« namens Kunst näher zu kommen.

In den Spurensuchen hinterfragen wir den Kunstbegriff bis Kunstgriff an sich.

Werden wir über «Theoriegelände» und «Felder» sowie durch «Räume» und «Wälder» sowie #SmartSetting der Kunst zu geistigen Festungen wie ( ) spazieren? Wer wird an der Philosophie – Ästhetik – ( ) im deutschsprachigen Diskurs und Kanon vorbeikommen?

Bleiben wir beim Essay und #kunsttalk mit »Kunst und Wirkung«. Merklich skeptisch gegenüber verfestigten und institutionalisierten Zuordnungen, Paradigmen, Chronologien und axiomatischen Rahmenbedingungen, Referenzen und Rezepten, ja und auch Ideologien, die offensichtlich gegeben werden?. Die prononciertesten deutschsprachigen Künstler und Kunstschaffenden, die zur »Kunst/Wissenschaft/Gesellschaft/Finanzen/Wirtschaft/Kultur/Gewalt etc. Quer denken« – beginnen künstlerisch zu handeln, ästhetisch zu kommunizieren und schreibend zu kommentieren

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#kunsttalk001

Türgriffe – Türklinke

Türgriff der evangelischen Stadtkirche Lüttringhausen von Ernst Oberhoff.

Ernst Oberhoffs hat mit Lack-Fließ-Arbeiten, Anfang der 50er Jahre für das neue Wuppertaler Opernhaus gemalt. https://www.musenblaetter.de/artikel.php?aid=3074

in Zeiten des Notstands, der Zustand gegenwärtiger Gefahr für rechtlich geschützte Interessen, dessen Abwendung nur auf Kosten fremder Interessen möglich ist?!.

Die Voraussetzungen sind ähnlich wie beim rechtfertigenden Notstand, denn es muss eine Notstandslage bestehen.

Die erforderliche Abwehrhandlung allerdings wird danach bemessen, inwieweit es zumutbar ist, die Gefahr hinzunehmen. Tatbestandlich – wohnt dem entschuldigenden Notstand (immer noch) das «Ultima Ratio» Prinzip – inne, welches jede-r mehr und weniger kennt. Diese Reglung verkürzt insoweit die Liste der schützenswerten Rechtsgüter auf die drei höchsten Rechtsgüter der Rechtsordnung: „Leib“, „Leben“ und „Freiheit“, wobei „Freiheit“ als Fortbewegungsfreiheit, nicht Handlungsfreiheit verstanden wird.

Das menschliche Leben ist das höchste Rechtsgut

So wie es die Juristen in ihrer manchmal etwas eigenartig anmutenden Sprache zu sagen pflegen. Es gehört zur Aufgabe des Staates, dieses höchste Rechtsgut mit allen vertretbaren Mitteln zu schützen. 

Künstler bis Künstlerin und Künstlersein werden zum Akteur – Agenten – Abenteurer.

Doch im #kunsttalk sitzen auch wir in den eurozentrischen sozialisierten – ästhetischen bis technischen – anthropozänen bis virulten – erworbenen bis subjektivierten – und (ich entschuldige es jetzt und hier auch komfortablen) Perspektiven fest. Richtungen und Ausrichtungen, die wir verbalisieren und visualisieren. Sowie kommentieren. Beständig weiterleiten, verlinken sowie propagieren, weil wir diese für richtig halten und Erfahrung haben. Um uns in unserem MenschSein bis zur Empathie und KünstlerSein zu bestärken?

Verstärken? Wir werden – immer wieder gegenseitig – auch genau darin festgesetzt und bestimmt. Uns sozial bestätigen sowie animieren – es so und zwar genauso – visuell bis performativ – musikalisch bis zur eigener Tonalität – kommunikativ – menschlich zu tun und dementsprechend zu handeln.

Wir widersprechen uns.

Und zwar ständig gegenseitig – loten Paradoxien, Machbarkeiten und Möglichkeiten sowie Konflikte, Wissen und Erkenntnisse und auch Erfahrungen aus, genauso wie jede Gruppe von Menschen im ZusammenSein! Weisen uns hin. Trotzdem – wir versuchen – uns jeweils zu widersprechen, über die (nur) bequemen, routinierten und bekannten Grenzen zu springen.

Welches momentan hoffentlich sehr spürbar und erlebbar wird.

Informationen gebend.

Typisierend – charakterisierend bis kategorisierend – symbolisierend usw. werden sie hiermit auch stigmatisierend? Wird es immer wieder zur einen oder anderen Seite in Begriffe und Angriffe genommen, die wahrgenommen werden dürfen. Keine-r weiss es so genau, wie es gesehen und weiter werden wird.

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#kunsttalk – semantik – cuts – fragmente

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#kunsttalk001

Eigentlich bin ich an Bildern nicht interessiert

Anne Loch 1180, 2005 Acryl auf Leinwand 225 x 185 cm

Ich war einmal im Museum mit Oberlicht, obgleich es unter der Erde lag. Egal. Mir ging es, um die Künstlerin Anne Loch, die sich in komplexer Dialektik bewegte. Mit Bilderfülle und Bilderskepsis, die gleichzeitig ihr «Desinteresse» am Bild zeigen. «Eigentlich bin ich an Bildern nicht interessiert. Aber da war die Suche. Und dann: über der Sprache zu stehen, über Gefühlen und Bedürfnissen. Ja, vielleicht ist es so, dass auch die Suche inzwischen nicht mehr wichtig ist. Ich glaube: nicht mehr, denn das Ergebnis ist mir immer gleichgültiger». Diese Gleichgültigkeit ist Resultat dessen, was die Künstlerin tun, erreichen, malen und zeichnen will, dass seine Gültigkeit haben soll.

Die radikale Malerei von Anne Loch ist deswegen in gewissem Sinn eine negative Malerei:

Um die Malerei (und vor allem die Motive und die Natur) zu retten, negiert sie die Malerei: malend. Das ist Denkbewegung!

Die Bildliebe ist die Liebe zum Nichtbild. Und die Liebe zum Nichtbild ist der Ausdruck der Bildliebe.

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#kunsttalk001 «#DieKunst» öffentlich schreiben

Titel noch nicht abschliessend gefunden

https://youtu.be/LBmLyGcaHyc

hiermit wären wir bereits im Zentrum der Schwierigkeiten: Beinhaltet nicht jedes Porträt (Selbstporträt) imaginäre Anteile? Anders geschrieben: Sobald das Porträt vorgibt, die Erzählung aus dem Leben des Künstlers zu sein, bleibt es doch eine Erzählung und somit im Bereich der Imagination. Was macht ein Werk, ein Bild, eine Skulptur zum Porträt – Selbstporträt? Auf diese Frage (und mit dieser Frage befasse ich mich schon seit längerem) hat es immer wieder und je nach Epoche und Kontext der Kunst- und Geistesgeschichte unterschiedliche Antworten gegeben. «Das Anliegen des Porträts kehrt ständig zurück» schreibt Jean Luc Nancy. Aber die Zeiten, in denen sich der Künstler ohne Ironie ins Zentrum des Bildes setzen konnte, sind offensichtlich vorbei.

Das Fragwürdige der Möglichkeiten, die eigene Person konsistent abzubilden, ist den Künstlern von heute mehr als bewusst.

Das Selbstporträt als exklusives Produkt künstlerischer Subjektivität ist damit Geschichte. Und es gibt mehr als einen Grund, ihm mit einiger Skepsis hinterherzuschauen. Zweifel an der Darstellbarkeit des Subjekts haben sich schon vor längerer Zeit eingeschlichen. Spätestens die Philosophie des französischen Poststrukturalismus hat althergebrachte Vorstellungen nahezu endgültig verabschiedet. Mit ihren Philosophemen vom Verschwinden des Menschen beziehungsweise vom Tod des Autors erteilten Michel Foucault und Roland Barthes modernen Konzeptionen von Subjektivität, künstlerischer Urheberschaft und Originalität eine radikale Absage. Jacques Derrida äusserte diesen Zweifel, indem er formulierte: »Das Selbstporträt, wenn es eines gäbe«. Er beschrieb es als eine Ruine, der immer schon eine Blindheit eingeschrieben ist. Mit einem konventionellen Porträtbegriff lassen sich die Bedingungen kaum mehr vereinbaren. Vor dieser Folie wurde die Wiederbelebung der Gattung Selbstporträt, wie sie spätestens seit den 1970iger Jahren zu beobachten ist, zum spannenden Unternehmen. Neue Typologien „kristallisierten“ sich heraus:

  • ANTIPORTRÄT (wie in Gestalt der kubistisch zersplitterten Figuren https://www.youtube.com/watch?v=_fBBXooAiko)
  • ALLOPORTRÄT (das Porträt des Selbst als Anderer wie beispielsweise in der inszenierten Fotografie)
  • METAPORTRÄT (das die eignen Bedingungen reflektiert)

vgl. hierzu auch Martina Weinhart, Selbstbildnis ohne Selbst. Dekonstruktion eines Genres in der zeitgenössischen Kunst, Berlin 2004. Das langsame Verschwinden des Abbilds des Künstlers aus seinen Selbstporträts ist vor allem in konzeptuellen Ansätzen zu verfolgen, die sich als GEGENENTWÜRFE zu ausdrucksorientierten, expressiven Modellen verstehen. Sie führen zu der leicht paradoxen Situation der Wiederbelebung des Genres in Form von dessen Widerlegung. Nicht zuletzt haben sich die Rahmenbedingungen für die Bildproduktion erdrutschartig bis flammend und extrem schnell verändert. Erstmals in der langen Traditionskette ist das Selbstporträt als Kulturtechnik im Alltag verbreitet und heute für jede-n zugänglich. Und niemand ist heute mehr bilderlos. Das Leben präsentiert sich als Bildgeschichte. Als Abfolge von Bildern im Fotografischen bis Filmischen der eigenen Person. Unser Gesicht wandert Tag für Tag in ein gigantisches virtuelles Bilderarchiv. Es stellt sich die Frage, wie das klassische Genre auf diesen radikal gewandelten aktuellen Kontext reagiert. Was haben die Künstler den omnipräsenten Alltags-Selbst-Darstellungen entgegenzusetzen?

Der problemlose Gebrauch des Pronomens ich (ICH – I-CH – I) verdeckt und verschmiert deutlich die Tatsache, «dass das Subjekt in Wirklichkeit ein kompliziertes, zerbrechliches Ding ist, über das sich schwer sprechen lässt und ohne das doch gleichwohl sprechen (schreiben jetzt) nicht möglich ist.

Ironie und Polemik hatte es genug gegeben. Der Aufbruch in den 1960iger Jahren mit seinen Angriffen auf verkrustete Strukturen und Hierarchien hatte keinen Platz mehr für Malerfürsten in Öl, lese ich gerade und muss breit schmunzeln. Im Zuge dieser angeblichen Aufräumarbeiten kam es zur Entmythologisierung des Künstlers als Schöpfers. Der war jetzt ein Arbeiter und sass in einem Boot mit dem Betrachter. Diese Phase erweist sich als die Keimzelle der Praktiken bis heute?

Wird der Sprache oder der Stimme heute zuviel Macht eingeräumt? Die sprachkritische Wende, die semiotische Wende, die interpretative Wende, die kulturelle Wende, die künstlerische Wende: Es scheint, dass in jüngster Zeit bei jeder Wende jedes »Ding« – selbst die Materialität – zu einer sprachlichen Angelegenheit, Geste oder einer anderen Form von Repräsentation wird. Mir geht es um die Sprache, um den Diskurs, um die Kultur und ja, um die (bildende) Kunst, Musik, Literatur usw.. In einer wichtigen Hinsicht ist das einzige, worum es anscheinend nicht mehr geht, die_ Materie.

Dabei zielt der Anspruch schliesslich über die Biografie hinaus, sobald der Künstler mit dem Bild in Hand auftritt und gleichsam stellvertretend sowie sinnbildhaft für seine Generation agiert.

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spur des traumas

der begriff des traumas ist mittlerweile fester bestandteil der alltagssprache geworden. negative und einschneidende erlebnisse werden als trauma bezeichnet, solange unter dem anhaltenden druck des erlebten schreckens auch die zukunft verformt wird.

bewusstsein für die seelischen wunden entstehen, die durch längere latenzperioden gegangen waren. unterschiedliche traumatische vergangenheiten kehrten in die gegenwart zurück. mit der entwicklung der neuen erinnerungskultur erreichte das vergessen sein ablaufdatum.

die grundlegenden verschiebungen, die sich hierbei ergeben, schlagen sich in paradoxien und kippbewegungen nieder. und zwar durch

  • leere und überschuss
  • subjektbegriff zwischen entleerung und neuer autorisierung
  • zusammenfall von vergangenheit und gegenwart
  • einbruch des realen und die wiederkehr der realität

in der beschreibung des traumas (wie auch des sublimen und des erhabenens zwischen grenzerfahrung und grössenwahn) eröffnet sich die kluft des WIDERSPRUCHS:

zwischen gegensätzlichen QUALITÄTEN

  • exzess
  • überschwemmung
  • überwältigung
  • leere
  • entzogenheit
  • unzugänglichkeit

diese bipolaren begriffsfassungen haben gewichtige folgen für die verfahren künstlerischer repräsentation. da auf leere, stille und entzug nur mit ikonoklasmus geantwortet werden kann:

form der negativen ästhetik

das schlüsselwort »void« wird zur auratisch-ikonischen formel erhoben

doch nur mit dem bild der architektur wird trauma als ein unzugänglicher und nicht assimilierbarer einschluss visualisiert, der sich allen versuchen der integration ins bewusstsein widersetzt.

mit dem begriff der leere ist auch die metapher der »krypta« verwandt. die krypta lässt sich deshalb als »negativgedächtnis« all dessen beschreiben, dem sich das bewusstsein nicht zu stellen und das

es deshalb auch nicht symbolisch zu codieren vermag.

auf den feldern und im rahmen feministischer, poststrukturalistischer und postkolonialer diskurse war das autonome, selbst autorisierte und selbstverantwortliche subjekt ohnehin als die westliche konstruktion entlarvt worden:

  • authentizität (individuelle echtheit / unverwechselbarer wesenskern)
  • qualität des unverfügbaren (pathologische unverfügbarkeit)

der zusammenfall von vergangenheit und gegenwart hat mit dem verlust der klaren differenz zu tun. die erfahrung (oder gerade nicht erfahrung) der traumatischen vergangenheit dringt andauernd in die jeweilige gegenwart ein. diese paradoxe durchkreuzung der gängigen zeitordnung ist immer wieder neu zu umschreiben. trauma bezieht sich häufig auf ein oder das ereignis. das nicht zurücksinkt in die vergangenheit; es kann demnach auch nicht vergegenwärtigt, zurückgeholt werden, weil es ja immer noch gegenwärtig ist.

es hat folgen für die grundfragen nach dem verhältnis von realität und repräsentation.

»realität« ist das, was die menschliche lebenswelt ausmacht und praktisches handeln erfordert. realität in diesem sinn ist das gegenteil von «konstruktion» als einer oder der kollektiven fiktion. die fiktion, in die sich die menschen einspinnen und/oder gesponnen haben. die fäden und das gewebe, welches sich nach autopoetischen regeln selbst produziert. realität steht deshalb heute auch für referenz. damit auch für das, was aus dem selbstgenügsamen symbolsystemen der postmoderne hinausweist auf:

  • gegenstände
  • empirische evidenz
  • emotionalität
  • wahrheitsgehalt
  • harte fakten
  • autorschaft
  • erfahrung

die avantgarde am anfang des 20. jahrhunderts hatte gegen den realismus mit den waffen der abstraktion und des surrealismus etc. gekämpft; die avantgarde am ende des 20. jahrhunderts wendete sich gegen die simulacra (wirklichen und vorgestellten dinge) der postmoderne mit dem trauma und der erneuerung der referenz. es sieht so aus: «als sei das reale, das die poststrukturale postmoderne verdrängt hatte, als trauma zurückgekehrt» – diese erkenntnis ist nicht von mir, sondern von Hal Foster aus The Return of the Real 1996, S. 146-166

KÜNSTLERISCHE PRAKTIKEN

Verbindungen zwischen Popart und Trauma zieht Hal Foster. In den nahezu zwanghaften Gesten der WIEDERHOLUNG, die die weltberühmten seriellen Bildcluster von Andy Warhol mit Sujets wie Marilyn Monroe, Campbell Tomatensuppe und Brillo Box (Soap Pads 1964) etc. organisiert, sieht er nicht nur die paradoxe Gleichsetzung von Referenzen. Gegenstandsbezug des Bildes und Betonung des Simulacrums, sondern auch die Verbindung zum Trauma. Foster spricht in diesem Zusammenhang von der (individuellen und kollektiven) Trauma-Abwehr: die immer zwischen Affektüberschuss und Affektlosigkeit angesiedelt ist.

Die entscheidende künstlerische Strategie ist und bleibt dabei die Geste:

Mechanische Wiederholung

Die in solchen Wiederholungsakten vollzogene Annäherung des Künstlers an die Maschine verspricht die befreiende Reinigung von menschlichen Sinngebungen und Affekten. Die allerdings nur denjenigen zugänglich wird, die selbst unter dem Schock oder dem Exzess von Affekten „leiden“, die Unruhe, Nervosität, Aufregung und Ungeduld erzeugen können. Diese Kunst, die einen unverhohlen autistischen Zug hat, interpretiert Foster als den Schutzschild gegen Verletzung und Trauma. In diesem Sinne zitiert er Warhol mit dem Satz: »Ich mag langweilige Dinge«. Langeweile und Langweiligkeit möchte jede-r jedoch nach Möglichkeit heute gerade vermeiden.

Hierdurch werden hybride Rollen Produser – »Produsing» – im 90 sec. Takt mit Sanduhr und Wecker eingeführt.

Neben der künstlerischen Praxis der mechanischen Wiederholung, die das Reale unter Simulation verdeckt, werden weitere künstlerische Praktiken und Varianten des »punctum» gezeigt, die mit der Bearbeitung der Oberfläche des Bildes einhergehen. Der Begriff »punctum« stammt von Roland Barthes, wie bereits in anderen Blogs erwähnt wurde.

Zusammen mit dem Begriff «studium» in seiner Analyse der Wirkungsweisen und Interaktionsformen mit Fotografien eingeführt hat. Auf Videoaufzeichnung im fotografischen übertragen lassen. Während «studium» den langen und eher meditativen Blick bezeichnet, der immersiv in das Dargestellte eindringt, steht »punktum« für ein affektives Berührtwerden vom Bild, das über Brüche, Schocks und Abschnitte führt. Barthes beschreibt das »punctum« als Aktivität, die vom Bild ausgeht. Wobei jedoch – ähnlich wie beim Trauma – offenbleibt, was hier externe und interne Bewegung ist: Dies Element ist es, das aus der Szene herausfällt. Wie ein Pfeil herausschiesst, m-ich durchbohrt.

Dies geschieht nicht auf der Ebene des Dargestellten. Sondern durch das »Verwischen und Verschmieren, Bleichen und Auslöschen, Erhitzen und Verbrennen, Verkleben und Zukleistern, Zerschneiden und Zerstückeln, Vervielfältigen und Kolorieren der Bilder«

In scharfen Gegensätzen zu Warhols überdeutlich konturierten seriellen Bildern entziehen zum Beispiel Gerhard Richters Techniken des Verschwimmens das Bild dem gierigen und gedankenlosen Zugriff der Betrachtenden. Hiermit wird nicht nur eine entgegengesetzte Strategie der Aufmerksamkeit verfolgt, sondern durch dies Unkenntlichmachen wird das Dargestellte verwandelt. Durch das Unkenntlichmachen des Dargestellten werden Fotografien in Erinnerungsbilder verwandelt. Damit werden sie aus dem maschinellen Speicher und Reproduktionsapparat sowie Familienalbum, Buch oder Dokument in das unzuverlässige und versehrte menschliche Gedächtnis zurückgeholt.

Zum traumatischen Realismus sind auch Formen der expressiven Ästhetik zu rechnen, die Joseph Beuys‘ Imperativ »Zeige deine Wunde!« folgen. Neben der Ausstellung von Wunden in der Ästhetik des Körpers und des Abjekten, des Schmerzes und der Betroffenheit besteht die weitere wichtige Funktion der Künste heute in der Übernahme der kulturellen Aufgabe der (sekundären) »Zeugenschaft«. Indem sie für das widerständige Erlebnis die kommunizierbare Form ästhetisch finden und es in gemeinsame Erfahrung übersetzen.

Bezeugt wird dabei die belastende Realität, die gesamtgesellschaftliche Verbindlichkeiten beansprucht, doch von der Gesellschaft noch nicht erkannt wird oder noch nicht ausgedrückt werden kann. In dieser Situation hat die Kunst selbst Anteil an der paradoxen Produktivität und Produsing. In den Künsten gehen Darstellungsformen und Reflexionsformen sowie Aufzeichnungsformen der Experimental-Systeme und Räume ineinander über. Was bedeutet, dass diese Werke auf ihre je eigene Art und Weise auch einen bedeutenden Beitrag leisten

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Beat The Clock

https://www.zeit.de/2012/36/Ausstellung-Christian-Marclay-The-Clock/komplettansicht

https://www.arte.tv/de/videos/042949-000-A/overgames/

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#kunsttalk001

#kunsttalk 12

erzähle mir von der Musik und Poesie

die Aufzeichnungen haben begonnen:

ja, es hat begonnen. Ich bin dafür, dass wir Konflikte und die Probleme, um Bewertung und Beurteilung zwischen «Pouring» – «hoher (bildender) Kunst» – «Musik» … auf Höhe der Zeit auffassen. Nicht länger verschieben und aufschieben oder es als »Durchsetzungskunst» betrachten. Vor den Hintergründen zeichenunterrichtlicher Reformbestrebungen aus Schul- und Akademiewirklichkeiten, zum Beispiel.

Viel interessanter und vermutlich besser? Kommt es aus Kooperativen, Sozialen Medien, Quellcodeknacksen…

https://down.itsvse.com/item/de_11831.html

Redebedarf

das langweilt_

Was muss man machen, damit es Kunst wird?

Lassen sich Konzepte einbetten?

Welche Entdeckungen werden gemacht?

Sobald Performance – Installation – Konzeptkunst an die erste Stelle gebracht wird

FREI-HEITS-RAUM – Freiheitstraum – FREIRAUM

VERKAUFEN – VERSCHENKEN – VERSPENDEN

Kunst als Frage nach dem WERT DER KUNST: HEUTE! Wann ist Kunst? – Kunst als ästhetische Praxis und Performance. Was ist Kunst? Kunstgriffe bis essentialistischer Kunstbegriff werden relevant. Die Frage nach dem adäquaten Kunstbegriff?

Musik!

Text!

Konzept!

Komposition!

Bildqualitäten der MATTSCHEIBE!

ausziehen gefällt keinem – wir ziehen uns an – ziehen weiter – immer weiter

wir stellen «grosse» Fragen, die jede-r alleine und zusammen verstehen kann

wir pulen bis pullen aus der ECKE – englisch to pull, eigentlich = ziehen, schlagen. Herkunft ungeklärt:

Ich kann so’n bisschen erzählen, das weisst du im Prinzip auch.

Jemand stellt mir eine Frage, wo er die Antwort im Prinzip schon weiss?

Schaffensphase

Verknüpfungen zum #kunsttalk

Zur Performance: wir müssen da anfangen, wo wir sind.

Sprechgesang / Rap bis Rappen (Teil der Hip-Hop Kultur oder Abgrenzung dazu): viele Fäden aufmachen – Godot Krull ist kein Rapper & wird nie Rapper sein.

(Die Kunst und die Künste – der Versuch der Einteilungen – Kunst als Selbstverständigungen)

Einen Faden, den es gar nicht gibt 9:44

(„Das Problem der Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Geistesgeschichte der Menschheit“ schrieb Dr. phil. Paul Watzlawick. Mit diesem Satz leitet er seine Arbeit zur Erlangung des Analytikerdiploms am C.G. Jung-Institut ein, die er im Winter 1953/1954 in Rom zu „DOSTOJEWSKI UND DIE FREIHEIT“ verfasste)

Meister der Zeremonie – Adagio – ich bin kein übler Vergleich – ich bin – trage die Tage mit Anstand – ich bin

Klick Beat – Momente bis Dauer – Matrix

spürst du physisch – 1. Ordnung (Muster – Matrix)

berührt dich gedanklich – 2. Ordnung (Muster – Matrix)

kennst etwas davon – 3. Ordnung (Muster – Matrix)

verstehst es – 4. Ordnung (Muster – Matrix)

(1:1 – 1:N)

ab 13:33 chronologische #kunsttalkaufzeichnung kunst – phiolosophie – kreativ : ist das jetzt mehr Orientierung?

kein subjektives Gefasel über Entstehungsprozess!

Zur Musik: du nutzt hohe Stimme!

gutturaler Laut!

Stimme in der ich lande – denken und fühlen – andere Art von Zustand – hin staunen – was es ist

Alternativ und Pop – Alternativ Elektro – Mixed reality Cloud

Weiter mit TEXT: programmatisch sind diese Ton- bis Lautbildungen bis Materialaktionen zwar als Autotherapie bis zu einer Art Gruppentherapie zu erweitern. Selbst wenn das Publikum nicht direkt partizipiert, stellt sich die Frage nach den besonderen Rezeptionsweisen solcher aufgezeichneten Live-Aktionen im #kunsttalk gerade im Unterschied zu anderen Aktionen, wie beispielsweise Aktionen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, jedoch später als Fotografie und Film rezeptiert werden können. Oder Fotografien und Filme, die nur zu Rezeption angeboten werden. Die heutigen technischen Möglichkeiten besitzen die Funktion und dienen erklärtermassen jederzeit dazu, die Aktionen zu dokumentieren. Schliesslich geht es bei diesen Aktionen ja gerade darum, den traditionellen Status der Rezeption von Musik, Bildern und Künstlersein zu „überspringen“ und nicht zu zerstören. Zugunsten der besonderen Präsenzqualität, die sich durch körperlich und mithin unmittelbar Spürbares einstellen können.

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radieren

„Ikarus“ 1995
Aquatinta – Kaltnadelradierung – Büttenpapier

Ikarus

wird in der europäischen Kultur immer wieder Gegenstand und Gestaltungsmotiv für künstlerische, wissenschaftliche und technische Arbeiten. «Klassik» bis «klassisch» kommuniziert es ästhetisch. Egal, ob es als das «bekannte» und «vertraute» Bildmotiv erkannt. Oder als Engel oder Phönix verkannt wird. Kommt vermutlich (gut) an…?!!!

Als Illustration eröffnet es heute neue Assoziationen und Möglichkeiten weiter zur Analyse mittels Bild- und Suchprogramme, Bücher und weiterer Serien. Vielfach werden diese heute abrufbar. Während die Münze in der Hand immer noch zwischen den Fingern gedreht wird: alter Taschenspielertrick von Strassenkünstlern?!

https://youtu.be/Ta8TJIkeAVQ

Jeder Bildakt kann als seelischer Zustand und Traummotiv mythologisch interpretiert, gedeutet und besprochen werden, dies ist klar. Die Psychoanalyse hat wohl immer die Einzigartigkeit des Kunstwerkes und die Schöpferkraft des Künstlers betont. Aus den Impulsen seiner Gefühlskonflikte kann der Künstler die Kunstwerke gestalten, die in überpersönlicher Weise gültig sind. Zum Gesamtkunstwerk und der Autonomie Kunst und des Kunstsystem werden immer – in jeder Art und Weise – von mehreren beigetragen.

Neue Ausdrucksformen

werden im Setting – #SmartSetting – Expertimental-Systemen und auch Zusammensein für die Kunst gesucht und gefunden. Dies war immer so und wird hoffentlich und vermutlich so bleiben. Auch, um weiter künstlerisch digital experimentieren und installieren zu können. Egal, ob betrachtend und beobachtend. Sowie an- und abwesend. Denkend, sprechend und / oder schreibend. Teilgebend und direkt performativ dabei zu sein. Weiterleiten ist auch okay. Visuell lesend. Jede-r geht heute „spazieren“ – praktisch und künstlerisch – forschend. Jede-r macht irgendwie mehr oder weniger bewusst mit. Greift zu diesem und das. Arrangieren, ein- und ausrichten oder sortieren bis ordnen. Beleuchten: inszenierend – schneidend bis verlinkend – hochladend. Dies werden die Herausforderungen. Und nicht nur das Fotografieren. Dokumentieren. Aufzeichnen. Schreiben. Posten auf irgendeinem Kanal oder der Homepage. Auch speichern, kaufen, ablegen, filtern, sammeln und aufhängen der Kunst wird möglicherweise relevant?!

Jede-r produziert und konsumiert. Jede-r verändert – wechselt und gibt dazu – so gut er kann?

Zum möglichen Räumen oder auch Einräumen für die «neuen» Ausdrucksformen: über die wir auch im #kunsttalk sprechen wollen? Assemblages, Performances, Videos, Audios, Tonspuren, Zusammenschnitte, Poesien, Musik und so weiter, die uns alltäglich im Zusammensein begegnen.

In dieser Idee der Freiheit finden letzthin alle menschlichen Probleme ihren gemeinsamen Nenner.

Vor allem das des Schicksals: Verantwortlichkeit und Böses. List, Raub, Kopien, Auflehnung und Zerschlagung der alten Ordnung sind seit jeher mit dem Akt der Erringung der Freiheit, und damit des Bewusstseins, schicksalhaft verkettet empfunden worden. „Kein Wunder, dass es als Hängen in den Seilen gespürt werden kann“.

In jedem Fall verlangt Freiheit den Anderen oder das Andere.

Allein in Freiheit zu stehen, heisst sich zu verschreiben oder auch zu versprechen. Oder sich nur dem zu verschreiben, der einem dieses (Danaer-)geschenk abzunehmen verspricht. Freiheit bringt vor allem Empathie, Engagement und Mut mit für’s «UN-Bekannte», «Fremde» und «Un-Bewusste». Diese kommen heute «einfach» – «so» – sowie «spontan» situativ und intuitiv daher. Egal, ob Endgeräte senden, empfangen und miteinander kommunizieren. Dementsprechend an- und eingestellt, justiert sowie extra aufgeladen werden müssen.

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ postulierte Paul Watzlawick und hiermit bin ich beim aktuellen Thema: Paul Watzlawick 4.0 RE:LOADED. Hierzu wird das Festival zu seinem 99. Geburtstag vom 29.10. – 01.11.2020 in Zürch stattfinden:

https://docs.google.com/document/d/1CbpdU4U6PFk8fFfeQwN0iDdZiP7BNZumKgLzA2GGOUA/edit

Ich freue mich Dich und Sie im FREIRAUM zum Thema FREIHEIT begrüssen zu dürfen.

Zurzeit lese ich die Diplomarbeit „DOSTOJEWESKI UND DIE FREIHEIT“ von Dr. phil. Paul Watzlawick, die er 1954 zur Erlangung des Analytikerdiploms am C.G.Jung-Institut vorgelegt hat.

http://falschzitate.blogspot.com/2019/02/je-langer-man-ein-wort-anschaut-desto.html

https://prezi.com/bxreb8ye1c3j/paul-watzlawick/?utm_campaign=share&utm_medium=copy

23.05.2020 14:05 -15:35 h Imagination als Raum der Freiheit und des Spiels Prof. Dr. phil. Verena Kast E23 Festsaal CGJung Institut

13.06.2020 15:50 -17:20 h Das rote Buch – C.G. Jung und die Kunst Über Visionen und Zeitgeist Univ. Prof. Dr. Veronique Liard E1, E15, E17 Festsaal