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Was die Kunst noch zu sagen hat Beitrag 2

es zeigt vom 06.07.2018

«siehe auch»

umzug der honico ihn (27:11) indianer aus brasilien angeleitet von (27:14) ernesto neto also die ethisch (27:19) politischen verwertungsinteressen sind

glaube ich in ihrer vereinnahmenden (27:24) macht kaum zu unterschätzen und das hat (27:27) gerade der vergangene sommer 2017 (27:30) bewiesen ein sommer an gefüllt mit (27:32) lauter großausstellung wie der biennale in venedig den skulptur projekten in münster oder natürlich der documenta in kassel

vieler orts ließ sich eine überdeutliche (27:44) verschiebung beobachten weg von der ästhetik

hin zur ethik und

diese (27:49) verschiebung ist auch keineswegs (27:51) verwunderlich (27:58) so wie etliche unternehmen auf ein (28:01) ethisches bewusstsein ethisches (28:04) bewusstsein setzen und ihren kunden die (28:07) entsprechend dafür bezahlen ein gutes (28:09) gewissen verkaufen weil diese durch (28:12) ihren kauf weder kinderarbeit (28:15) umweltschäden noch tierversuche (28:18) unterstützen

in diesem falle die firma (unternehmen, fabrik etc.) in das sind (28:23) der name sagt es selber schon

weiß sich (28:26) die frucht trägt ja auch so eine art (28:27) heiligenschein also dieser art von (28:32) ethischem bewusstsein machen diese (28:34) firmen zu einem handelsprodukten (28:37) vergleichbarer weise verlegen sich auch (28:39)

viele künstler und kuratoren auf das (28:41) feld des (drogenkonsums) tugendkonsums (28:44) hier wird das schicksal diverse (28:46) unterdrückter indigener völker eben zum (28:49) beispiel diesen indianern aus brasilien (28:52) thematisiert wie aber auch das leben von (28:55) geflüchteten ausgebeuteten oder auch (28:57) behinderten menschen

hier wird die kunst (29:00) nicht zu mitteln erotischer (29:03) selbstdarstellungsbedürfnis dafür aber (29:05) zur mitte der eigenen rechtschaffenheit (29:09) ausdruck zu verleihen und andere für (29:11) einen weg der bekehrung zu gewinnen um (29:14) mal diese religiöse metapher zu (29:16) verwenden

sie bildhaft das was ich meine (29:21) sind bild hat verdichtete fand fand sich (29:24) das oder dieser art von (29:26) instrumentalisierung auf der documenta (29:29) in den unteren räumen der neuen galerie zu sehen gab es dort eine zeichnung von gustave courbet die für den kurator adamczyk so etwas wie das kern werk seiner ausstellung darstellte

der saaltext wollte coupés vorstudie für in späteres ölbild als zitat meditation (30:03) über die macht des teilens und der (30:05) solidarität (30:06) zitat ende verstanden wissen (30:10)

courbet nehme hier zitat die (30:12) dringlichkeit prophetisch vorweg (30:16) alternative ökonomien zu erfinden und (30:20) dem neoliberalen würgegriff auf unsere (30:23) menschliche existenz zu entkommen

mal ganz kurz die dringlichkeit nimmt er (30:28) vorweg

alternative ökonomien zu erfinden (30:31) und dem neoliberalen würgegriff auf (30:33) unsere menschliche existenz zu entkommen (30:36) also der moralischen appell war damit (30:38) eindringlich formuliert

wenn schon die armen untereinander barmherzig sind so (30:43) seid ihr es liebe documenta besucher (30:45) bitteschön ebenfalls untereinander und (30:48) natürlich zu den armen (30:49) doch so klar die botschaft klar so (30:52) verwirrend war sie zumindest für mich (30:54) zugleich denn der neoliberale würgegriff auf unserer menschlichen existenz durfte (31:00) sich damit dann auch der begüterte (31:02) besucher der documenta gemeint fühlen (31:04) wird auch seine menschliche existenz (31:06) gewirkt ist er also auch das opfer (31:09) sozusagen der bettler der den bettelnden (31:11) kinder gibt oder geben sollte vor allem (31:14) ist mit milden gaben dem neoliberalismus (31:17) tatsächlich beizukommen ist

caritas jene (31:21) alternative ökonomie von der im saaltext die rede ist dann sollte man die (31:26) rolle dieses bild ist sollte auch die (31:28) begleitende kuratoren lyrik vielleicht (31:30) nicht überbewerten (31:32) doch zeigte sich hier exemplarisch der (31:36) lern- und leerfahrt (lern- und lehrpfad)

oder lehrfahrt dem diese dokumente folgten sie sprach zum gewissen des (31:42) einzelnen besuchers daraus resultierte (31:45) der nicht ganz kleine neben widerspruch (31:48) dass die documenta ihre besucher im (31:49) grunde dazu aufforderte die dokumente (31:52) unverzüglich zu verlassen

denn hätten diese die botschaft ernst (31:57) genommen

die kab und vielen weiteren werken der (32:00) ausstellung unterlegt war (32:02) dann hätten sie ihren reichtum an zeit (32:05) kraft und geld nicht dafür verschwenden (32:08) dürfen durch endlos viele spielstätten (32:11) der documenta zu streifen sie hätten (32:12) vielmehr einer partei beitreten oder in (32:16) den partisanenkampf wieder den (32:18) neoliberalismus ziehen oder auch nur (32:21) in der flüchtlingshilfe tätig werden (32:23) müssen um irgendwie den würgegriff zu (32:26) lockern (32:27) aber gut dass es nur einen neben (32:29) widerspruch zeigt allerdings wie stark (32:32) die post autonomie viele (32:34) großausstellungen beherrscht die kunst (32:37) gilt auch hier nicht länger als (32:39) gegenwelt die den zweck losen zweck (32:42) gewalt wäre und entsprechend spielt der (32:44) begriff der qualität den kritiker ja (32:47) doch irgendwie immer noch hoch halten (32:49) sollten keine rolle mehr (32:53) 2014 stellte sind schick die rhetorisch (32:56) gemeinte frage wie es qualität zu (32:59) definieren (32:59) seine antwort für ihn sei das zitat eine (33:03) lehre kategorie zitat ende (33:06)

denn diese unterstelle es gebe verbürgte und als sicher geltende werte in wahrheit sei qualität

zitat immer die qualität von jemand anderes zitat ende (33:15)

deshalb qualität eine lehre (leere) kategorie (33:18) geworden sei musste er offenbar alles (33:22) auf der ausstellung auf die reale welt (33:24) beziehen musste alles nach möglichkeit (33:27) anwendungsbezogen und nutzbringend (33:29) erscheinen lassen (33:31) in kunstwerken wie diesem hier zum beispiel mit der aufschrift ich war ein

(33:36) fremdling und ihr habt mich beherbergt (33:39) von julia priebe oder von hans haacke (33:44) überall in der platt plakatiert wir alle (33:47) sind das volk wie all are the people (33:51) solche plakativen im wahrsten sinne (33:54) plakativen appelle kann man ehrenwert (33:57) finden auch dringend notwendig im (33:59) politischen sinne und doch frage ich (34:03) mich was passiert wenn künstler sich (34:06) primär als verfechter einer ethik (34:08) verstehen also für das bessere und (34:10) eindeutige eintreten mithilfe etwas ja (34:15) dass der vernunft folgt oder folgen muss (34:18) und allgemein überprüfbar und in sich (34:20) corinth sein muss dann wird daraus nur (34:24) zu leicht ein weiterer fall von kunst (34:27) fahrrad (34:27) schließlich kann ein künstler nicht (34:29) beides für sich in anspruch nehmen der (34:31) einen seite die verbindliche prinzipien (34:34) der (34:34) ethik und auf der anderen seite die im (34:37) besten sinne befremdliche (34:39 prinzipienlosigkeit der ästhetik ethik (34:44) und ästhetik und das ist mir tatsächlich (34:45) ein wichtiger punkt verlieren an die (34:49) eigener wirkungsmacht und bedeutung wenn (34:52) man sie nach gutdünken durchmischt oder (34:55) gar für austauschbar erklärt ein (34:58) ethischer grundsatz ist ja nur dann (35:00) wirklich überzeugend wenn er unabhängig (35:03) ist von der ästhetischen erscheinung (35:05) also wenn die überzeugung nicht als (35:08) hässlich abgetan werden kann oder als (35:11) schön gepriesen werden muss als (35:13) geschmackvoll oder geschmacklos (35:14) kritisiert werden kann (35:18) umgekehrt bekommt die freiheit der kunst (35:21) bekommt die ästhetische erfahrung erst (35:24) dann eine tiefe wenn sie nicht von (35:26) vornherein durch ethische ansprüche (35:28) eingegrenzt wird und also ihre autonomie (35:31) einbüßt das gute der ästhetik ist nicht (35:34) das ethisch gute das verantwortliche (35:38) sondern die erfahrung des un-(35:39)-verantwortet das gute der ästhetik ist (35:42) dass sie uns wenn die sache denn auf (35:45) geht in einen schwebezustand zu (35:47) versetzen vermag und sich so die (35:49 bedeutung und die moral der dinge (35:52) verklären und für einen abstand zu (35:54) unseren kategorien aus richtig und (35:57) falsch gewinnen können das soziale an (35:59) der kunst ist also recht eigentlich das (36:01) asoziale weil sie unsere vorstellung von (36:05) dem was sozial sei unterläuft weil sie (36:08) hilft das leben jenseits der kunst zu (36:10) relativieren zu hinterfragen zu (36:12) unterminieren (36:13) doch wie könnte das gelingen wenn die (36:15) ethik selbst zur ästhetik erklärt wird (36:18) dann regiert im zweifelsfall eine art (36:21) richtigkeit denken dass die spielräume (36:24) der kunst zersetzt (36:27) in jüngster zeit gab es viele fälle wo (36:30) das eben das passiert ist dieser art von (36:32) zersetzungsprozesse zu beobachten waren (36:35) fälle die davon zeugen wie bedroht diese (36:38) spielräume unterdessen tatsächlich sind (36:40) fälle auch die noch einmal die (36:41) notwendigkeit ein (36:42) kritik als gegenwart analyse (36:45) unterstreichen (36:48) um es an einem beispiel zu zeigen als (36:51) kelly walker 2016 eine große ausstellung (36:55) in missouri eröffnete im postmuseum von (36:58) saint-louis hat er eigentlich nur getan (37:01) was er mehr oder weniger schon seit (37:03) langer zeit tut er hatte fotoarchive (37:06) durchkämmt hatte sich bilder von den (37:08) straßenkämpfen der 60er jahre (37:11) herausgegriffen auch zeitschriften cover (37:14) wie dieses hier was sie hier sehen und (37:17) hatte diese bilder kopiert mit weißer (37:19) und schwarzer schokolade auch mit (37:21) zahnpasta überzogen und dann auf (37:24) leinwand gedruckt mit solchen motiven (37:27) wollte walker wie das museum schreibt (37:31) zitat themen der identität rasse klasse (37:34) sexualität und politik destabilisieren (37:38) zitat ende man kann nur sagen es ist ihm (37:41) gelungen (37:44) auf dem steht steht das oft in der (37:48) ausstellung angebracht werden musste (37:50) contens content that may be difficult to (37:54) some news also inhalte die doch (37:56) schwierig sein können (37:59) also just diese die stabilisierung traf (38:02) beim publikum mich auf wenig gegenliebe (38:05) museumsbesucher privaten sogar die (38:07) wörter an einmal kam es zu einer (38:09) prügelei der künstler und aktivist david (38:12) warf kelly auf facebook vor dieser habe (38:16) als weißer mann bilder schwarzer frauen (38:19) und fotos von schwarzen menschen (38:22) beschmiert dieses werk so schreibt der (38:28) künstler

(keine Bildungstapete weit und breit zu sehen)

dieses werk ist beleidigend für (38:31) schwarze menschen (38:32) der implizierte vorwurf hier habe ein (38:34) künstler das leid anderer für seine (38:36) künstlerischen machenschaften (38:38) ausgebeutet so wurde von schwarzen (38:41) mitarbeitern des museums schließlich (38:43) eine petition verfasst und der weiße (38:45) künstler zu einer entschuldigung (38:47) aufgefordert für sein werk seine bilder (38:50) sollten wenn ich zerstört wo so doch (38:53) umgehend aus den sälen (38:55) walkers kunst habe hieß es in der in der (38:59) petition rassische und kulturelle (39:02) spannung unbehagen und verletzungen (39:05) hervorgerufen jeden fall kennen sie (39:12) wahrscheinlich ist eigentlich der (39:13) bekannteste der im letzten jahr (39:14) diskutiert worden weil nämlich ähnliche (39:17) vorwürfe wie kelly auch die malerei die (39:19) malerin den erreichten als die 2017

auch (39:25) der whitney biennale in new york ein (39:27) bild aus stellte nur waren es diesmal (39:29) viele ihrer künstlerkollegen die von (39:33) klassischer wut muss man sagen dazu (39:36) aufriefen das kurz wirkt wirklich zu (39:38) vernichten ist einfach nicht nur weg zu (39:40) räumen sondern ist zu vernichten schutz (39:44) hatte schatz hatte die leiche von emmett (39:47) till gemalt der mit 14 jahren in (39:49) mississippi von einem lynchmob zu tode (39:52) gefoltert worden war weil er angeblich (39:54) einer weißen frau hinterher gepfiffen

hatte pilz mutter hatte bei der beisetzung darauf bestanden den sack nicht zu verschließen denn alle sollten sehen wie grausam wie gnadenlos ihr sohn zugerichtet worden ist. das bild wurde tatsächlich zu einer (40:10) ikone im freiheitskampf der schwarzen und als trainer schätzen darauf zugriff und das nacht um es nach zu malen und (40:19) auf ihre sehr charakteristische malweise (40:22) für die gegenwart zu interpretieren (40:25) da schien das fiel fast wie blasphemie (40:29) es dürfe nicht länger hingenommen werden

Dana Schutz’s “Open Casket,” a 2016 painting in the Whitney Biennial. Credit.. Collection of the artist

das zitat eine weiße person schwarzes (40:35) leiden in profit und vergnügen verwandle (40:38) schrieb hanna black die die petition auf (40:44) setzt also nicht die art und weise wie (40:47) schatz den leichnam gemalt hatte empörte (40:50) black es ging in der debatte nicht um (40:52) künstlerische valeurs nicht um das was (40:55) die kunstkritik klassischerweise (40:58) beschäftigt nicht um fragen der (41:00) komposition der faktor der (41:02) ikonografischen originalität es ging (41:05) vielmehr um gesellschaftskritik (41:08) beck verurteilt weniger das bild selbst (41:11) als dessen funktionalisierung seine (41:14) verwendung für ökonomische und (41:17) aufmerksamkeit politische zwecke mehr (41:21) als alles andere sprach aus ihrem brief (41:24) brief von hanna black der vorwurf dass (41:28)

die kunstwelt post autonom geworden sei

(41:31) nicht länger jenen ort darstelle – in dem im sinne immanuel kants ein interesse loses wohlgefallen oder im sinne von jürgen habermas einen herrschaftsfreien diskurs möglich werde. auch das museum sei kein schutzraum mehr – so – die kritik auch hier regierten profit // (41:50) und vergnügen

der aufruf das gemälde zerstören

41:55 impliziert daher auch eine aufforderung. 41:57 sich gegen das system der absurden (42:00 – 20200524 um 20:29h DADA Diskurs via ZOOM auditiv folgend)

ökonomisierung wie ich sie eingangs (42:02) ( und ich sie laufend störe, denn dabei kommt nix raus!) gestört habe zu wenden (42:04) eben gegen diese spekulations fantasien – 42:07 – und die selbstdarstellungs gelüste (42:09) fehler sehr reicher menschen (42:11) es war ja tatsächlich dasselbe jahr

in dem leonardo für 450 millionen dollar (42:16) versteigert wurde in derselben (42:18) auktionswoche übrigens wie ein rennwagen (42:21) – (autoverkäuferin Panagiota Petridou) ebenfalls versteigert wurde ein ferrari wer dann für 7,5 millionen (42:26) dollar verkauft wurde (42:28) man muss diesen hintergrund kennen um (42:32) die vorwürfe richtig zu verstehen

denn gerade im zeichen dieser hyper (42:36) ökonomisierung werde (42:38) wer hält den Kasten sauber – ein Admin – Host – Moderator – Rechteverwaltung. Die Priaten war (der Zeit voraus) eine Partei.

zitat schwarzes leid als rohmaterial (42:40)

Malina Film

benutzt so der vorwurf von black sie (42:44) leitet daraus hätten eine forderung ab (42:46) die dazu angetan ist die grundfesten der (42:50) kunstproduktion und erst recht der (42:52) kunstkritik zu erschüttern lag schrieb (42:55)

zitat es steht schatz nicht zu sich mit (42:58) der thematik gemeint ist das sujet des (43:01) gewünschten jungen zu befassen ihre (43:03) begründung die freie rede und die (43:06) kreative freiheit weißer menschen (43:09) gründen auf der unterdrückung anderer (43:12) und stellen keine natürlichen rechte dar (43:15) das gemälde muss verschwinden also die (43:19) freiheit der kunst geklärt (43:22) der freiheit stellen keine natürlichen (43:24) rechte da beiden sie so lange von weißen (43:26) menschen missbraucht worden (43:28) deswegen können diese freiheitsrechte (43:30) auch aberkannt werden können das ist das (43:33) argument mit die sozialen medien (43:36) tatsächlich erklang dann auch dieser ruf nach zerstörung und wurde der brief

wurde von vielen leuten unterschrieben – allerdings waren nur nicht schwarze (43:46) menschen für diese unterschrift (43:48) zugelassen was hier passiert war (43:51) offenkundig beginnt sich die (43:53) instrumentalisierung der kunst zu (43:55) rechnen ganz gleich ob es bei diesem (43:57) bild ist tatsächlich um politische (43:58) aufklärung um eine form von gemalter (44:01) solidarität ging oder nicht die (44:03) künstlerin ihr werk werden in sippenhaft (44:06) genommen und es geht allein um ethische (44:08) fragen darum wer für wen eintreten darf (44:11) und mit welcher position aufzutreten hat (44:14) die klage gilt dabei nicht zuletzt den (44:18) philister haften wohl meinen der (44:19) künstler wie die kritikerin hanna black (44:22) ebenfalls deutlich machte (44:23) es gehe in der kunst doch nur um profit (44:26) und spaß so ihr vorwurf während unweit (44:29) des museums weiterhin schwarze (44:32) communitys in hoffnungsloser aber armut (44:35leben44:36) man kann dem schwerlich widersprechen (44:39) eine kunst die eigentlich keine kunst (44:41) mehr sein will sondern auch post44:44autonome weise eine form politisch(44:47) moralischer belehrung tendiert zu(44:50)moralischer bigotterie

das ist blacks (44:53) vorwurf sie konnten die kunst tendiert (44:56) zur selbst aushöhlung zum selbst verrat (44:58) weil sie ihr privileg der absoluten und (45:02) zuständigkeit aufgibt und nun quasi im (45:05) gegenzug den zorn jena auf sich zieht (45:09) die ihrerseits viel besser zu wissen

meinen was die künstler den zu und (45:13) zeigen sollten wofür die kunst gut sei: in dem moment also in dem die kunst – ihren anspruch auf autonomie verrät

wird (45:22) sie ihrerseits verraten so könnte man (45:25) sagen aufgekündigt wird die alte (45:27) verabredung sie sei frei und (45:29) unantastbaren schulden niemand (45:32) rechenschaft auf doppelte weise gerät (45:36) die kunst also in bedrängnis zum einen wie gezeigt durch ökonomische vereinnahmung dadurch so könnte man (45:43) sagen dass sich die kunst ihren wert (45:45) abkaufen lässt weil dieser wert nur45:48prima durch ihren preis bestimmt wird (45:50) zum anderen gerät sie in bedrängnis weil (45:53) sie sich nützlich machen will weil sie (45:56) das gute jenseits der kunst sucht und in dem maße in dem sie zum kombattanten im kampf um kulturelle identität wird auch zum opfer solcher moral scharmützel zu werden droht die dokumente um noch ein letztes mal darauf zurückzukommen

hat das im vorigen sommer besonders in athen

zu spüren bekommen wo die kuratoren (46:21) ganzen bereits geschilderten sinne angetreten waren den bürger griff des neoliberalismus zu lockern auch dort und sie am ende doch selbst die gewirkten waren weil sich viele kritische geister

in athen vor einem linkslinke geister (46:36) nicht damit abfinden wollten dass sie (46:39) auf so einer rein symbolischen ebene im (46:41) medium der kunst zum objekt einer in(46:44) ihren augen vor juristischen(46:46) entwicklungshilfe werden sollten (46:48) deswegen gab es viele graffiti es gab (46:51) viele aktionen die dokumente so heißt es (46:53) hier sei das botox des kapitalismus

man wolle sich nicht explodieren lassen

(47:01) die botschaft des protests waren nicht (47:03) zu überhören sie galt nur am rande den (47:06) politischen verhältnissen es war vor (47:08) allem ein protest wieder den kunst

fahrrad (velo) an diesem beispiel glaube ich (47:14) zeigt sich schon was eine kunstkritik im(47:16) zeichen der post autonomie und als eine (47:18) form von gesellschaftskritik sein kann (47:21) zumindest wenn sie von demonstranten von (47:24) einer kritischen öffentlichkeit (47:25) vorgetragen wird (47:27) was hier im vortrag eines kunstkritikers

den aufgabenbereich eines kunstkritikers (47:33) sein kann (47:33) das habe ich jetzt versucht ihnen (47:35) ansatzweise und exemplarisch (47:38) auszubreiten und zu demonstrieren das (47:42) heißt allerdings nicht dass möchte doch (47:44) noch kurz nachschieben )47:45( dass sich kunstkritik darauf beschränken )47:48( müsste oder sollte im gegenteil die )47:50( kriterien losigkeit hat ja die )47:53( instrumentalisierung in ökonomischer wie )47:55( in moralischer hinsicht und also den (47:58) kunst verrat und die entleerung erst (48:00) möglich gemacht (48:01) umso wichtiger ist es für die kritik (48:03) auch an diesem ringen um kriterien (48:06) festzuhalten und das beides gleichzeitig (48:10) hinzubekommen also gesellschafts und (48:12) werk kritik zu üben (48:14) das macht die aufgabe in meinen augen (48:16) gerade so reizt folgt herzlichen dank : Deutsch (automatisch erzeugt bearbeitet) – deutschsprachig redaktionell nachbearbeitet – kaum wirklich leser-erwartungs-freundlich

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#KUNSTTALK 2.1 am 05.05.2020

ERSTE MEETING #KUNSTTALK 2.1:

ACHTUNG: LIVE-STREAMING 90 Minuten

#KUNSTTALK 2.1

ZUGANG: MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

THEMA MARCEL DUCHAMP

BEI DEM DIE KUNST, IM NAMEN DER PERSPEKTIV, FREI MIT DEM BETRACHTER AUSGEHANDELT WIRD:

*KONZEPT(e)KUNST

https://www.youtube.com/results?search_query=Duchamp

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit#

browserbasiert über https://zoom.us/

2. Meeting #kunsttalk Staffel 2.2 19.05.2020 INHALT  

3. Meeting #kunsttalk Staffel 2.3 02.06.2020 INHALT  

4. Meeting #kunsttalk Staffel 2.4 16.06.2020 INHALT  

5. Meeting #kunsttalk Staffel 2.5 30.06.2020 INHALT  

6. Meeting #kunsttalk Staffel 2.6 14.07.2020 INHALT  

https://praxistipps.chip.de/zoom-online-nutzen-videokonferenzen-im-browser_118718

welche Spuren – Ankündigung – #KUNSTTALK – ZOOM – abrufbereit

endlich-mal-erklärt-warum-ist-einUrinalkunst

Seit Duchamp wissen wir, dass der „Rahmen“ wichtig ist, indem die Kunst erscheint. Aus diesem Grund experimentieren wir mit Meetinglösungen im Gartner Magic Quadrant 2019 für und im #kunsttalk am Diensttag zweiwöchentlich.

Am 5.5.2020 um 19:00h beginnt es live und läuft weiter mit:

ZUGANG

MEETINGPASSWORT: 060049

Duchamp – Andreas Peschka – Geburtstag
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vorschauen auf #kunsttalks

Heiner Altmeppen
„GRÜNES UFER, GRÜNER SEE“
ACryl auf Karton auf Holz
26 x 23 cm










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blogs 2015 – 2020

Quintessenzen im Fotografischen seit 2015

under construction

dokumentieren – archivieren – herstellen – erneuern – entsorgen – veröffentlichen, sonst wie entäussern, verschenken, verspenden oder verkaufen?

Aus welchen «Quellen» werden visuelle künstlerische (kunst-therapeutische) und forschende künstlerische Arbeiten heute geschöpft?

These: Jede «Künstler*in» schöpft selbst, subjektiv aus diversen «Quellen». «Methodenrepertoires» und «Bilder» werden angelegt und gesammelt. Auch, um im «Workflow» des «visuellen KunstSchaffens» und «Forschens» zu sein und zu bleiben.

Anhand künstlerischer Arbeiten im zeichnerischen, schriftlichen und fotografischen, mit Dingen und Material sowie den Videoaufzeichnungen wird heute aktuell kommuniziert. Immer wird auch visuelles, kulturelles und ästhetisches mit kommuniziert. Retro- und prospektiv ergeben sich gehaltsästhetische Reflexionen dazu. Neue künstlerische Aspekte, Erkenntnisse bis Ansätze und Formate entstehen, die für künstlerische Forschungsarbeiten, Performances und Ausstellungen genutzt werden. Damit neue Feature entwickelte werden.

Storytelling wird zur «Information». Zeichnungen im fotografischen bis malerischen werden zum «Bildakt», der ästhetisch bis phantasievoll, assoziativ bis emphatisch kommuniziert.
«Essay» schreiben wird relevant.
«Re-search» wird brisant. «Visual Literacy» wird bedeutend schneller erfasst.

Künstlerische Forschung wird hier sichtbar – lücken- bis auch fehlerhaft – produziert und präsentiert sowie visualisiert.

Für «kollaboratives Lesen und Schreiben» und «künstlerische Forschungen» wird es experimentell-er.

Offene Wissenschaft und «Open Science» werden chronologisch in den Zusammenhängen der Systeme und deren Versionsgeschichte erbracht. Einiges wird nach wie vor im Entwurfscharakter hängen bleiben, da es an Support, Begleitung und aktiven Unterstützungen mangelt. «Open Access» ist bis 2020 zu 100% in der Schweiz und Europa anvisiert. Dies heisst offener Zugang zu wissenschaftlicher Literatur, Materialien und «Informationen» im Internet.

Richtungsweisend für die Künstler*in-nen und Kunstschaffenden sowie die Kunsttherapeut-innen in der »Schweiz«, die vermutlich in inter-nationalen Diskursen „verankert“, „verflochten“ sowie „verwoben“ sind. Dies wird vermutlich auch immer wichtiger und relevanter sowie bedeutender werden.

Cyperspaces weltweit, #Environment, Room für Meeting, #SmartSetting, #Kontext, #Chat usw. welche Rolle spielt es heute für die künstlerische Forschung? Welche Bedeutungen werden #OpenData & #DataLiteracy zugemessen?

Eine Art und Weise oder State of the Art wird häufig erwartet. Subjektive Erfahrungen und Erlebnisse im visuell-ästhetisch-künstlerischen bis performativen Handeln und Sprechen werden als «haptische Wahrnehmung» bezeichnet. Geheimes Wissen (inter-subjektiv-individuell-erfahrene) Geheimwissenschaft bis zur Alchemie interessieren auch, sobald das Forschen im künstlerischen beginnt.

Subtexte und Bilder bleiben – als Analogien – bestehen?!

Falls es sich hier zum Teil bildlich – im fotografischen und textlich (Hypertext und Permalink) sichtbar – anders herzustellen, zu verlinken und zu überschneiden – beginnt. «Interferenz» wirkt.

Anzufangen und zu beginnen, selbst mit den Geräten- und Management- und Kommunikationssystemen zu arbeiten und zu experimentieren. Hier ein- und anzufügen sowie zu trans-formieren wird auch zum Motto der Zusammen-Treffen ohne selbstverständlich und natürlich die Kunst und das künstlerische Forschen formalisieren zu wollen:

Ohne »visuelle Kunst« und «Visual Literacy» im Fotografischen – «Bildakt» – bis filmisch bewegter Videosequenz – mit oder ohne Text oder Audiospur – werden die Qualitäten und das Wissen um die Kunst der (KunstTherapie) heute nur noch selten behandelt?!

Die Gruppe KUNST der KunstTherapie und der #Kunsttalk nehmen sowohl an sozialer «Gruppenkohäsion» als auch Adhäsion und Dehäsion laufend zu. Die Rezeptions- und Reflexionsgrade im Ästhetischen zu den Künsten und dem KünstlerSein divergieren mit Zunahme der Beiträge und Artefakte.

In Zukunft werden die Werkstätten, Wohnzimmer, Labore, Ateliers, Küchen, Keller, Mansarden, Garagen, Büros, Fabriken usw. im Lokalen und Urbanen als alltägliche, banale, trivale und nur noch dilettantische Experimentierfelder und Experimentale Systeme der KunstSchaffenden & künstlerisch Forschenden im Einzelnen verstanden, sobald sie damit online gehen? Zu Asche und Zu Staub oder weissen Rauschen im Internet vergehen? Wo beginnen die Künste? Wo hört die Volkskunst, Popkultur und Werbung oder Marketing auf und beginnt die Kraft der Kunst in der Gesellschaft zu wirken?

Zu Asche Zu Staub ewiges Gesetz, doch noch nicht jetzt – Zeitstaub

Richtig.

Angeblich kann heute jede-r (generalisierte Jedermann und Jederfrau sowie Bot, Roboter, Alexa oder Siri etc.) sprachliches und auch bildliches erkennen und sogar „wissenschaftlich“ analysieren. Dies fast genau so oder ebenso so gut oder besser machen, wie der Mensch? Zeichnen, Malen und Fotografieren mit entsprechenden Programmen und Anwendungen sind fast kinderleicht herzustellen und zu produzieren sowie ins Internet zu posten.

Informationen – Wissen und Kenntnisse – die praktisch und faktisch – «Oral history» – «Literatur» – «Visual Literacy» – «Wissenschaft» – «künstlerische Forschung» werden zum «Bildakt» im Fotografischen (besonders subjektiv und selbst nur da) evident: Sobald die ästhetische «Kunstsprache» der visuellen Künstler*in-nen und künstlerischen Forscher*in-nen direkt, deutlich und erkennbar sowie anwesend dazu mit kommuniziert. Dies wird komplex und kompliziert bis anspruchsvoll vernetzt und verschachtelt zugleich werden.

TATSACHEN und ARTEFAKTE werden in kunst-therapeutischen und | oder künstlerischen «Smart» Setting als «visuelle Kunst» sichtbar und evident. »Wovon man sprechen und nicht sprechen kann…«

Visuell-künstlerische und ästhetische Forschungsbemühungen werden jederzeit sichtbar Ergebnisse, Resultate sowie das Fazit und die Pointe evozieren.

seit 2018/1 im Mittelpunkt: DAS BILD „Stoffwechsel mit der Wirklichkeit – Bildqualitäten“

Bislang wurde überwiegend erzählt und kommentiert sowie Erfahrungen ausgetauscht, selbst und zumeist handschriftlich mitgeschrieben. Notiert, entworfen und verworfen sowie liegen gelassen. Nicht mehr angefasst.

Fotografieren, einfügen sowie schreiben und verlinken werden oft auch auf später verschoben. Da es zusätzliche Arbeit bereitet, die keine/r vergütet und bezahlt. Die künstlerische Praxis wird quasi unterbrochen, solange das Schreiben und Forschen nicht auch als künstlerische Praxis begriffen wird.

#keinebrotloseKunst

Zum Beispiel:

Die zukünftigen Herausforderungen: «das Kunstversprechen und die Lebensgeschichte des Bildes» zu erzählen und aufzuschreiben. Falls der Bildakt – das Porträt und die Leinwand – sowie der Rahmen oder die Rahmungen im Mittelpunkt bleiben.

Jede «künstlerische Forscherin» und «visuell Kunstschaffende» dokumentiert selbst. Bislang parallel und in ihrer Art und Weise zeichnet sie auf. Sie schafft überwiegend für ihre künstlerischen (Forschungs-)Projekte. Heute wird zumeist abschliessend «visuelle Kunst» und «künstlerische Forschung» als Ergebnis und Resultat «künstlerischer Prozesse» (oder kunsthistorischer Prozesse) als Buch oder Ausstellung veröffentlicht.

In Buchform oder als Künstlerbücher werden heute noch die Forschungsarbeiten als sogenannte «Graue Literatur» oder «wissenschaftliche Literatur» gedruckt, publiziert sowie veröffentlicht und auch verkauft.

Welche «wissenschaftliche Literatur» wird nach Werktyp relevante werden? Welches Forschungsdesign wird im Einzelfall oder Kollektiv relevant werden?


Zwischenzeitliche Postionen, Perspektiven und Wechsel sowie Transformationen der Künstler*in-nen in die «künstlerische Forschung» mit und ohne Subtexten, Konzepten und Bildern werden zunehmen.

sehen

süss und giftig wie der zuckerguss bis zuckerberg

online – haptisch – berühren

knotenpunkt

Die Überschrift, der Absatz, die Liste, das Zitat, die Vorformatierung, das Thema und die Fragestellung interessieren beim Entwurf des Gemeinschaftskatalogs. In erster Linie wird vermutlich der Modus 1:1 statt 1:N im «künstlerischen Forschen» und «visuellen KunstSchaffen» herzustellen versucht. Vermutlich auch, um «Authentizität» «Echtheit» und «Tatsache» zu verbürgen, zu beweisen und zu bezeugen und zu garantieren.

neuer beitrag oder kommentar

analog und digital : 2020

wie sinnvoll wird diese Differenz, Unterscheidung oder Definition bis 2020 für «visuell künstlerisch Forschende» in «OpenSource» und «OpenScience» des Internets und social media sein?

Ist es sinn- und wirkungsvoll dies Unterscheidungsmerkmal, diese Distinktion: «digital» und «analog» konsequent in der ästhetischen Kommunikation und im Sprachgebrauch der visuellen Künstler*in-nen zu löschen oder auszulöschen? Welchen Sinn erzeugen Differenzen, wie analog und digital heute?

Welchen Sinn und welche Bedeutung erzeugt die deutschsprachige Wortbildung – wording – Metaphernbildung heute im inter-nationalen Kunstkontext?

Die «künstlerische Performanz» wird darauf angelegt «visuelle Kunst» zu schaffen und schaffen zu wollen. «Kollaborativ und Miteinander im Dialog und Trialog und auch Polylog zu sprechen und zu schreiben sowie aufzuzeichnen»

«ästhetisch zu handeln und ästhetisch zu kommunizieren» über die lokalen Begrenzungen und Behausungen oder Rückzugsorte und Nischen hinaus. Jede Künstler*in stellt und die Künstler*in-nen stellen hier selbst «künstlerisches Forschen» und «visuelles KunstsCHaffen» her.

Sowohl zeit- und ortsgebunden als auch unabhängig davon und zeigen oder besprechen es im #kunsttalk. Wobei immer die anderen beobachten und auch urteilen.

NEUER ZUGANG oder nur die neue und zusätzliche Verbindung?

Wie beeinflussen die technischen Material- und Medienwechsel im Fotografischen durch Live-Streaming der Geräte: Mobil Phone, Computer und Tablets, beispielsweise die bildliche und textliche Gestaltung dieser Seiten hier in WordPress als das Projekt KUNST der Gruppe (der KunstTherapie) und die Archivierung der Kunst der Kunst (Therapie) in Zukunft?

Bilder im Fotografischen

am Bildschirm (Display) der Mobiltelefone (iPhone, Android) und auf den Kommunikationsplattformen im Internet wird heute viel, zahlreich und quantitativ sowie qualitativ immer auch ästhetisch kommuniziert und kommentiert.

Materielles bis körperliches, zeichnerisches bis malerisches, visuelles bis sprachliches sowie musikalisches bis spielerisches und wissenschaftliches und gehalts-ästhetisches künstlerisch zum Beispiel in der Mundart, Geste, Bewegung, Tanz, Spiel und Aktion und in Handlung kommuniziert. Das kommunizieren in der Kunst-Bildsprache der Künstler*in und Künstler*innen wird wesentlich. Und um Kunstvermittlung geht es uns wahrscheinlich und vermutlich HIER NICHT?

Quintessenzen im Fotografischen seit 2016

Unterwegs sein – ins Bild und ins Fotografische – setzen, war das Motto am Anfang. Der anderen Künstler*in der Gruppe – Bildnisse des eigenen KunstSchafffens und künstlerischen Forschens – visuell-ästhetischen und direkt in Anwesenheit zu kommunizieren. Eventuell zu adressieren: Die Entscheidung der Künstler*in zum KunstSchaffen und künstlerischen Forschen, die sich beim Zusammentreffen präsentierten:

unterwegs

kunst oder was? wird immer die Frage bleiben
KUNST oder WAS? I

Gezeichnet, gemalt, gestaltet, gestrickt, gelismet, performt, inszeniert, fotografiert, gesprochen, getextet, gefragt und geantwortet und gereist wird vermutlich für das Begehren, die Sehnsucht, das Verlangen sowie die Sache der Kunst. Die Interessen den roten Faden und seidenen Faden kaum zu verlieren und immer wieder zu finden oder zu suchen, um die Anschlussfähigkeiten zu erhalten. An dem Faden, an dem einiges oder vieles heute – auf der Höhe der Zeit – auch zu hängen scheint. An die gesponnenen Fäden der Geschichte, des kulturellen Gewebes und der kulturellen DNA knüpfen jede-r anders an. Dies wird spannend. Reichen Metapher oder das Zitat zum Bild aus oder wird es zu fadenscheinig und kalenderspruchartig oder heuchlerisch wahrgenommen? Wie wird das weitere Vorgehen im Projekt Kunst der Gruppe (KunstTherapie) formuliert? Gestaltet und vitalisiert ohne die visuelle Kunst nur formalisieren und ausstellen zu wollen? Kommt es mehr auf die Form oder den Inhalt / Content an? Wie findet heute die Verschränkung von Form und Inhalt in der visuellen Kunst in humaner Anwesenheit statt?

Visuelles KunstSchaffen in der Praxis und Praktiken des KunstSchaffens sowie künstlerisches – wissenschaftliches Forschen – verbinden und verlinken. Um weiterhin motivierte visuell künstlerisch forschend zu sein. Egal, ob das Handeln analysierend – präsentierend – visualisierend – realisierend – schreibend und reflektierend wird. Die Zukunft vor Augen: den Bildakt retro- und prospektiv vor Augen. Visuell zu bearbeiten: wo – wie – wann – wozu – warum – weswegen – weshalb und letztendlich für wen? Die Definition der Zielgruppen als Publikum war für dies Projekt kurzzeitig im Fokus.

Visuelle Kunst der aktuellen Gegenwartskunst im Bildakt der freien, selbstständigen, engagierten und motivierten Künstler*in-nen und den künstlerischen Forschungsanliegen im Einzelnen wenden wir uns immer wieder aufmerksam zu.

Museumsgang Kunstmuseum Thurgau Kartause Ittingen Anfang 2016, Aargauer Kunsthaus Aarau, Basilica Bar Lounge Zürich, Schwarzcafe und Terrassen während der Manifesta 11 der Kunsthalle Zürich waren unter anderen die Stationen, die wir aufgesucht und bereist haben.

Quintessenzen im Fotografien seit 2017

Auf der Terrasse und im Eingangsbereich der Kunsthalle Zürich, des Kunsthauses Aarau, Luzern, Basel und Bern und im «Programm», Schwarzcafe, Cafe Gloria Zürich – waren und werden als lokale Treffpunkte für die Zusammentreffen organisiert.

Wie wird das letzte Bildnis oder Selfie als Künstler*in aussehen?

Welcher nahen Verwandten oder welches Mitglied der Familie hat gemalt, fotografiert und künstlerisch ästhetisch kommuniziert? Wer war Kunst schaffend in der Familie? Gibt es Erinnerungsbilder, die bis heute die ästhetische Kommunikation beeinflussen?

Welches Kunstwerk wird eindrucksvoll, möglicherweise bis heute in Erinnerung gehalten, welche werden vergessen?

Wer in der Familie war künstlerisch (kreativ) tätig?

Welche Bilder anderer Künstler*innen hängen (bei mir) an der Wand? Welche Kunstwerke werden gesammelt? Welche nicht? Weshalb nicht?

Wie werden heute die Verbindungen, Kontakte und Beziehungen zu Künstler*in-nen aktuell gepflegt?

Quintessenzen im Fotografien seit 2018

253 KUNSTFORUM Vom Sinn der Kunst

Wozu  Kunst?

Was kann Kunst?

Wie denkt Kunst?

brauchen frauen in visueller kunst und kunstforschung «schutz», um (nicht) als feminin – weiblich und als «guerrilla girls» – identifiziert und stigmatisiert zu werden?

https://artemisia.blog/2020/01/02/guerrilla-girl-aus-vorarlberg/

jedwede kultur- und kunstform aus sich heraus und nicht aus der von aussen kommenden rahmenbestimmungen, begrenzungen und erwartungen zu verstehen, wird die herausforderung:

Kategorien
Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang doppeltes Bild oder Bild im Bild #BIB oder #PIP oder Mise en abyme Essay Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen im Fotografischen Künstler*in Künstlerbuchseite künstlerisch forschen Künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung KunstSchaffen Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens Seite der Künstler*in Versionsgeschichte visuelle Kunst

gemeinschafts-katalog

Entwurf:

@Filterraum kommentierte am 22. März 2020 via Twitter:
das artikelbild sieht aus wie was ausgekotztes @Pymwater
@testa_alfred
@adloquii : Konzentrationsschwäche
@hansnoed Bundesamt: nicht schön
@BirgitMatter

und weitere kommentieren…

Menu – Menü in 26 Buchstaben im Grafischen – foto bis film – Material

darüberhinaus

Kochen, die älteste bildende Kunst
Peter Kubelka, 1934 in Wien geboren, mehr als nur Professor, der an der Städelschule in Frankfurt eine „Klasse für Film und Kochen als Kunstgattung“ hatte, zudem Koch, vergleichender Theoretiker, scharfsinniger Beobachter, Kulturanthropologe, Sammler, Künstler, Mitbegründer der Anthology Film Archives in New York, Filmemacher, Avantgardist, Musiker, Reisender und subtiler Theoretiker des Essens, hat das praktische Denken über das Kochen auf ein philosophisches Niveau gehoben und auf kulturenvergleichendeweise den irritierenden Nachweis erbracht, dass Kochen Kunst ist. Mehr noch, er hat die vorschnell benannte Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ad absurdum ...

«Ausstellungskatalog» =

gemein-schafts-katalog, der (nur) im Internet veröffentlicht – online – jederzeit auszudrucken ist. An die Wäscheleine gehängt werden darf – drinnen und / oder ja, auch draussen – damit dieser anderswo – im Kontext räumlicher Bedingungen und Landschaften – sehenswürdig wird.

Situationen künstlerischer Performance und Arbeit – visueller und ästhetischer Kommunikation – werden nach wie vor und zurzeit im #kunsttalk – #smartsetting – #experimentieren – #forschen fortgesetzt. Da es zu «Grundlagen» – Ansatz und Erkenntnis – beitragen wird.

Hypothesen und Forschungsfragestellungen sich entwickeln, die dem Laien, Künstler und Wissenschaftler gleichermassen verständlich werden. Sowohl dem asketischen Logiker und Analytiker als auch mystischen Artefaktiker und bildenden bis darstellenden Künstler bis Performancekünstler sowie vernunftbetonte, selbstbestimmte, autonome und freie Personen werden auf ihre Kosten kommen. Wahrnehmen im Sehen. Hören. Denken. Handeln. Erzählen bis Erklären. Gemeinsam schreiben. Aufzeichnungen, Inhaltsverzeichnisse, Videocuts und Formate werden folgen. Es noch sichtbarer, offensichtlicher, vitalisierender, effektiver bis automatisch herstellen?

A:P: Da wüsst ich mal gern, was denn für Kosten aufgewandt wurden, die hier wwweh-schreibend/bildernd aufgewogen werden sollen, nach billiger Forderung? Oder ob es nicht hätte heißen müssen: auf’s Kosten kommen, als eine intensivere Art von, „auf den Geschmack„. Mithin halt würd uns auf das Gerechteste jene Aufmerksamkeit zuteil, die Geschmackstester, gar Gourmets einem Kostbaren an Augen-Zungen-Nasen-Arbeit einverleibend und aneignend zukommen lassen — und noch über Rest, dem Teesatz und «Kompost», sich orakelnd hermachen.

B:M: Ja, dies wüsste ich auch gerne. Die Kosten für WordPress sind bekannt. Ästhetische Geschmacksurteile kaum. Auf’s Kosten komme ich jeweils, sobald ich anfange. (1) Ohne Name ist der Anfang des Himmels und der Erde (2) ‚Nichts‘ ist Name des Anfangs von Himmel und Erde (George Spencer Brown). Wie gliedern – wer gliedert diesen Text durch Inhaltsverzeichnis und Index? Okay – können wir später machen. Vorerst schreiben.

Wie die Ansätze in- und gegen sowie miteinander oder auch ineinander greifen – nacheinander aufgeblättert – aufgefaltet oder aufgefädelt werden. Kaum, wie Zuckerwatte. Wie farbige Zuckerperlen auf die Gummischnur gereiht. Die übrigen Zuckerkrümmel und Körner werden aufgefegt, die zuvor auf die Unterlage gestreut wurden. Die grüne Schneideunterlage – mit oder ohne Innenkern – trägt die weissen raffinierten Zuckerkristalle, die zuvor aus den Zeitungsseiten geschüttelt und gestrichen wurden. Auf dem grünem Kunststoff werden sie sichtbar. Im Einzelnen offensichtlich erkennbar. Die Millimeter-Einteilung auf der speziellen Oberfläche, die auch das Ausrutschen des Messers verhindert. Die Unterlage wird nicht geknickt und vor der Sonneneinstrahlung und Tageslicht geschützt. Als Mouse Pad kann sie eingesetzt werden Die Schneideunterlage liegt zurzeit nutz- und funktionslos unter dem Bett. Wartet auf den nächsten Einsatz für die künstlerische Arbeit.

A:P: Wie raffiniert! Anders gedreht geht es auch: Kaum wie Zuckerperlen, wie ich sie von Kiosk der Badeanstalt holte und vom Handgelenk knabberte in einer vom Süßen abgelenkten eigen-Zärtlichkeit, die ich 10jährig, dünnhäutig nicht zugegeben haben würde, mithin doch also der Zuckerwatte weich klebrige Widerspruch zu den distinkt zur Neige gehenden Perlen. Imaginierend tauchen, statt zu messen. {Zuckerwatte Topos weiter verfolgen}

Derweil werden die versandten Gedankenbilder (der Textseiten des Linden-, Eichen- und Kastanienblatts) aufgeschichtet, entfaltetet und handgreiflich glattgestrichen. Das Verpackungsmaterial des «Zuckerbergs»:

#kunsttalk zwischendurch

Leben in der «Zuckerbergwelt», sobald wir im Internet – social media – «genderopen» u.a. online anwesend sind?

Postkartenmotive: Porträts von Frauen an der Schrankwand
Trivialkunstsammlung
©trivialARTcollection-bimatter-2013

Wie an die Wäscheleine sind diese kaum aufgehängt. Diese aufgeklebten Postkarten – genauer Kunstdruckpostkarten – an der Schrankwand des Durchgangs oder Tunnels sind eher axiomatisch angeklebt und ausgerichtet. Sie ergeben Koordinaten- oder Ordnungssysteme nach ästhetischen Wahrnehmungs- und Geschmacksmustern.

  • Künstlerische Arbeiten mit Texten und Bildern – entstehen
  • Forschungsergebnisse und Resultate – weit entfernt

die bislang aufgelistet und als Zettel an die Wäscheleine in den WIND gehängt werden. Hierbei kommt es nämlich darauf an, wie Bilder – mit und ohne Text – in Zukunft gemeinsam – nicht nur produziert sondern geschaffen – gesehen und gelesen werden. Künstlerisches Zusammensein: um der Kunst zu dienen?! Welche fixen Leitideen werden dazu kommen? Befinden wir uns im Zeitgeist der Diktatur: #Kunstdiktatur, #Gesundheitsdiktatur, #Kapitaldiktatur, #Technologiediktatur usw. oder im Ausnahme- und Notzustand?!

Parallel beginnen Andreas Peschka und Birgit Matter den Roman von David Foster Wallace „Unendlicher Spass – Infinite Jest“ von 1996 – in der deutschen Übersetzung von 2009 – sowie andere Bücher – zu lesen und zu besprechen. Die Entscheidung trifft jeweils der Künstler und markiert diese farbig.

Jede-r kann schnell Grenzen der Sprache oder des Sprachlichen anzeigen. (Wer über NEUES redet, muss neue Wörter dafür finden? Aber es muss immer an Altes anknüpfen, damit man es versteht und verstanden wird?). Jede-r kann Grenzen des haptisch – retinal – visuell Sicht- und Verstehbaren anzeigen. Jede-r kann Grenzen des Vorstellbaren, Phantastischen und Hörbaren anzeigen. Um in Sichtweisen – auf die Sache, die Dinge und das Zeugs an sich – eventuell zur Ruhe oder auch erst in Unruhe, Bewegung und Dynamik zu kommen. Methodenlehre befasst sich damit wie man zu klaren Sachverhalten gelangt. Wird die Form – Formen der Unruhe – Störungen – Irritationen bevorzugt – da-nn werden bildliche und textliche Gestaltungen sofort gemeinsam & kooperativ & künstlich bis künstlerisch (weiter und tiefergehend) erzeugt?!

A:P: So nah wohl nicht, daß Neues sich einschlingend mit Altem verknüpft, wo es doch zum Abriß heftig davon abstemmt, fortspringt, um im individuellen Moment abdriftender Loslösung abgesondert sprachlos eigen sein zu können. Lächerlich die Bemühungen aus dem Alten heraus einfangend nachzufassen. Hierher müssen sie erst mal kommen!

„Versteht mich nicht!“

„!“

Qualitative Forschungsverfahren begründen ihr Vorgehen in Abgrenzung zu quantitativen Verfahren mit dem besonderen Charakter ihres Gegenstandes: Qualitative Forschung re-konstruiert Sinn und/oder subjektive Sichtweisen, die im Einzelnen sehr unterschiedlich gefasst sind und werden: “subjektiver Sinn“ – “latente Sinnstruktur“ – “Alltagstheorien oder subjektive Theorie“ – “Deutungsmuster“ – “Wirklichkeitskonzepte oder -konstruktionen“ – “Muster“ oder “narrative Identität“.

Forschungsauftrag ist Verstehen: gearbeitet wird mit bildlichen und sprachlichen Äusserungen: ’symbolisch vorstrukturierten Gegenständen‘ (z.B. Würfelzucker) – mit (hand-)schriftlichen Texten (z.B. an der PC-Tastatur) – “geronnenen Formen“ – Zeichen, Zeichnen, Zeichenakt in Zwischenräumen, der fotografisch gefilmt und aufgezeichnet wird. Dieser Gegenstand (»Instant Kunst«) kann über Kommunikation und Offenheit als “kleinster gemeinsamer Nenner“ verstanden werden und gerade nicht über das Messen (über den methodischen Zugang der standardisierten Forschung). Die qualitative Forschung zeigt: wie Raum für die Äusserung des differenten Sinns und Bedeutung geschaffen wird. Die folgenden Deutungen und dieser Sinn sind kaum “objektiv“ gegeben, wie jede-r weiss, sondern werden (auch) durch intersubjektive Aktionen und Interaktion der Menschen gebildet. Sie ist nicht zufällig und beliebig. Da diese als Einzelerscheinung (Phänomene – Meme) oder Indikator in Beziehung stehen zu einem zu Grunde liegenden Ansatz, Konzept, Muster, Schema etc. (Eine der Annahmen qualitativer Forschung ist: durch die Einzeläusserungen hindurch lassen sich zugrundeliegende Muster und/oder das Konzept identifizieren. Denn einerseits sind die Einzeläusserungen Ausdruck dieses zu Grunde liegenden Musters, andererseits wird das Muster durch die Vielzahl seiner Äusserungen erfasst. Es ist demnach keine dauerhaft fixierte Struktur.

 

Fast perfekt fertig.

Silber-halo-genid-Kristalle – heute Mikrokristalle – und auch Zuckerkristalle sind empfindlich für auftreffendes Licht. Ihre Größe ist sehr unterschiedlich. In der Regel sind sie viel kleiner als 1/1000 mm. Und ihre Anordnung innerhalb der Gelatineschicht ist eher zufällig. Um ein filmübliches, transparentes Trägermaterial – z. B. Acetat, Polyester, früher die feuerempfindliche Nitrocellulose – lichtempfindlich zu machen, werden Kaliumbromid und Silbernitrat in flüssiger Gelatine gelöst (Silberbromid entsteht, ein lichtempfindliches Silberhalogenid) und auf das Trägermaterial gegossen. Es bildet sich ein feines Netz aus Silberhalogenid-Kristallen, die aus gleichmäßigen Gittern aus Bromionen und kleinen Silberionen bestehen. Durch Erhitzen wachsen die Kristalle zusammen und die gleichmäßigen Kristallgitter werden etwas gestört. Aber genau diese Störung ist sehr wichtig für den fotografischen Prozess, denn dadurch verlassen permanent Silberionen die ursprünglichen Plätze auf ihren Kristallen.

Das latente Bild

Kristalle_2
extrem winziger Teil davon, extrem vergrößert

Auswirkung der Belichtung
Trifft nun Licht auf einen Kristall, so werden von Bromionen Elektronen gelöst, die ebenso wie die freien Silberionen beweglich sind. Die freien Elektronen und die Silberionen re-kombinieren und es entsteht elementares Silber. Aus einer Vielzahl winziger Silberatome (metallisches Silber) entsteht auf unserem Filmbild auf diese Weise das so genannte latente Bild.

Das Bild ist auf dem Film festgehalten, aber noch nicht entwickelt. Es kann, wenn es weiterem Licht ausgesetzt wird, auch wieder zerstört werden. Bei der Entwicklung wird schließlich um die kleinen Silberhäufchen herum weiteres Silber abgeschieden. Dadurch entstehen an stark belichteten Stellen dunkle Bereiche. Die restlichen Bereiche werden beim Fixieren ausgewaschen und werden transparent.

A:P: Transparenz macht Unsichtbar.

B:M: JAAAA!!! Bei Michael Hampe hatte ich es gelesen – müsste die Quellenangabe hierzu heraussuchen. Was machen wir hier: die tatsächlich gemachten Erfahrungen (fiktional) transformieren und ohne normative Absichten zu (re-)produzieren? Die «Form des Körpers» (neu) inszenieren?

Unfertiges und bewusst Antiperfektes werden zu Artefakten

Kulturgut und Kunst werden sozusagen zu Gegenwartskunst. Ergebnis und Fazit der künstlerischen bis kunstbasierten Forschung werden heutzutage automatisch zur Kunstforschung oder für die Kunstwissenschaft genutzt? Aus laufenden künstlerisch-forschenden und kunstbasierten Projekten und/ oder der Kunstforschung werden sie hier möglichst sicht- und lesbar dargestellt: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken etc. im Fotografischen bis Filmischen mit und ohne zusätzlichen Text.

Werden sie zu ästhetischen Körpern, Programmen, Formaten, Serien und/oder zum Manifest nach Plan?

Werden sie hierdurch zu Kunstwerken mit Quellencode?.

Sobald sie angeschaut – ausgedruckt – aufgehängt und veröffentlicht werden?

Das architektonische Zentrum wird vorerst dies Content – Management – System WordPress sein: SOBALD WIR ONLINE SIND. Die Philosophie wird die „Mutter“ der Logik, Sprache und Erde. Die Zone für medienphilosophische Exkursionen, um zu zeigen, wie heute über Kunst, Farben und Form-en gedacht, gesprochen und geschrieben, geredet wird und werden könnte. Kritische Fragen werden in jedem Fall die Werkzeuge sein. Die objektorientierte Programmierung wird zum „Vater“ für das ästhetische und bildgebende Kunstschaffen. Hierdurch wird eventuell WordPress mehr und mehr zum führenden Autorensystem in Zukunft werden:

Begin (document) / frontpage – frontmatter / make title / list of figures / list of tables / table of contents / mainmatter – chapter – appendix – backmatter – end (document).

Homepages mit Möglichkeiten werden zunehmend zum künstlerischen Atelier, Schreibwerkstatt und Basiscamp, Labor und Studio im Design der Smartphone Version «mobile first». Das Smartphone muss zur Hand sein, sobald es heissen wird: «what’s the matter»?.

Die Frage, die hinter alldem und den #kunsttalks steht, lautet:

„Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“

Oh, du heilige Programmatik —

B:M: Geschichten setzen den Lauf der Dinge und die Abfolge der Bilder von Menschen hinter und unter sowie neben ein-an-der. Chronologie wird zum Fluss, dessen Bett sich kaum verändert. Es wird mehr zur Routine als zur Notwendigkeit. Denn Geschichte zu schreiben ist keine Wissenschaft, die Regeln folgt. Allerdings ist sie auch noch keine Kunst – Potpourri an Meinungen – der kaum, wenig oder gar nicht spezialisierten Künstler. Sogenannten Generalisten haben es heute schwer, denn sie können nur kompensieren und improvisieren, was an Orientierungswissen verloren gegangen ist.

Projekte beginnen hierzu:

B:M: Anfangen bezeichnet und definiert Erwartungen? Ja, ich komme mit «Erwartung». Es kommt eventuell auch ganz anders. Der Kreis-Verkehr könnte jeweils auch anders aussehen_ // mir geht’s um die besseren Alternativen – Optionen – Möglichkeiten.

A:P: Birgit kommt mit Erwartung – irgendetwas mit dem es anfängt, dies klingt und tönt so zielgerichtet auf Erfüllung und Ausrichtung konzentriert – dies öffnet nicht, sondern schliesst sofort ab.

B:M: an das Original: wirkliches – echtes – wahres – reales – einmaliges – schönes und künstlerisch – fast Perfektes (Perfekt bis Perfektion ist vollendete Vergangenheit) bis Antiperfektes als Artefakte (aus den laufenden 16 Projekten zu schaffen und auszustellen). Nur und ausschliesslich das Beste(!) zu zeigen: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Masken, Fotografisches bis Filmisches und Texte, Dokumente und Bücher, die zum Kunstwerk mit Geschichte, Revisionen und Quellencodes werden. Ich nenne es deshalb kurz: «what’s the matter»

A:P: Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich bastel mir sowas wie ein Ökotop, eine Landschaft. Die werde ich bereisen. Sie entwirft Details, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, die ich mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.
Ich steile vor allem nicht auf: wahr, einmalig, etc – was heißt das schon? Hineinstolper-Upps: Falsch angefangen – Beckett im Kursbuch Nr. 1.

B:M: warten – warten auf? Samuel Beckett? Du beschreibst es mit Basteln. Mit Basteln kenne ich mich aus und mit dem Reisen auch. Doch Reisen und Tourismus sind zurzeit durch die Ausnahmesituationen und Ausgangssperren in Europa lahmgelegt – aufgrund der Pandemie durch den Virus «COVID 19» weltweit – ‚One World: Together at home‘ verordnet und weist an: zuhause zu bleiben. Doch, was wird da-:nn sehenswürdig – was wird zur Sehenswürdigkeit: zum Ziel und Bildmotiv am Ort?! Für den Augenblick und die Dauer, sobald reisen in die Landschaften und/oder Phantasie unterbunden wird? Wie stellt die Landschaft und/oder Phantasie Sehenswürdigkeiten für Reisende, Touristen sowie Daheimgebliebene her, die zuhause sitzen bleiben? Die Kursbuchseiten «Falsch anfangen» von dir – Andreas – fügen sich hier herrlich ein, die ab dem 10. Juni 1965 erhältlich waren. Auch als Fehlstart zu übersetzen wären. Richtungslosigkeit und Menge an Raum für Interpretationen werden mit dem Kursbuch seit 1964 eröffnet. Im Juni 1965 begann ich zu laufen. Faktennarrativ – uninteressant – »sprachlose (nonverbale) Intelligenz« –

BAND 266 KUNSTFORUM
Die Kunst des Gehens
sinnlich – anarchisch – eigensinnig

„Spazieren muss ich unbedingt, um mich zu beleben“ – Robert Walser verstand Gehen als ästhetisches Verfahren und als unerschöpfliche Inspirationsquelle, ohne die er nicht schreiben konnte. (Robert Walser Der Spaziergang 15. Auflage 2019 Suhrkamp Zürich & Frankfurt am Main). Für die leidenschaftliche Wanderin Simone de Beauvoir war jeder «Ausflug ein Kunstwerk». Und (Zuckerberg), auch Mark Zuckerberg oder Barack Obama nutzen „Walking Meetings“ für ihre Besprechungen, um innovatives Denken zu fördern. (Wann, wodurch und wie wird Denken innovativ?)

In der Kindheit einst mühevoll erlernt, erscheint uns Gehen als Bewegungstechnik im späteren Leben so selbstverständlich – ein im Alltag uns unbewusst begleitender Existenzakt. Dass Gehen so viel mehr ist als Fortbewegung, zeigen (die hier gesammelten) Beiträge, die das künstlerische und kulturelle Potential nicht nur des Gehens oder Voranschreitens erforschen.

Dieser Themenband blickt auf das ästhetische und poetische Verfahren, das diesen Existenzakt in der Kunst und in angrenzenden Bereichen wie Tanz, Land Art, Performance-Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Philosophie begleitet. Vom anarchischen Bewegen bis zum sinnlichen Flanieren: im Moment des Gehens zeigt sich ein poetisches Konzept, das sich der Beschleunigung unseres Lebenstempos widersetzt.

«Spaziergang»

Aus diesem Grund gehen wir fast täglich ins INTERNET – CHATTEN – BESPRECHEN

A:P: Habe ich auf der Startseite von http://vorversion1.geopoet.de/
[http://enzensberger.germlit.rwth-aachen.de/kursbuch.htmlhttps://www.spiegel.de/kultur/literatur/feuilleton-institution-kursbuch-wird-eingestellt-a-559115.html]

Womit eigentlich? Angefangen. Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich mach mir sowas wie eine Landschaft, eine Topographie.

B:M: Topographie – „die Landkarte ist nicht die Landschaft“ – Tomographie – Tomografie. Bildgebende Verfahren und Schnitte – schreibend bis beschreibend. Bastelsituationen? Nicht der Bastelladen! Kunststoffdispersionen? Was wurde aus der «Angst vor dem Apparat»?

A:P: Eine karte des Landes im Maßstab 1:1. Wie man sie macht, wie man sie nutzt, wie unmöglich eine solche ist (?zu sein scheint).

A:P: Den Finger des Geistes auf der Landkarte ausführen.

A:P: Es gibt diese Übergänge zwischen den außen und den innen durchwanderten Landschaften. Überhaupt kann ich sie kaum mehr anders erleben, denn als Interferenzenschwimmer. Gibt es ein Wanderschwimmen, Wandertauchen, wandernd in Lösung gehen und sich in gleicher Bewegung zusammenfinden? Ach, „Paddler“ heißen im Perry Rhodan Universum Extraterristrische, die fremde Stofflichkeiten annehmen können, die eigene Struktur dabei aber nicht verlieren. Sie reparieren komplexeste Maschinen. Ist auch eine Maschine eine Landschaft?

B:M: Nun, versuche bei Google das Hintergrundbild zu wechseln, die erste Kategorie, die dir zum Wechsel angeboten wird: LANDSCHAFT!

Wenn es ein Land gibt, dass bekannt ist. Wenn es nicht bekannt ist, dann ist es um so irrer beim Betreten. Erstreckung und Raum – Landschaften sind für mich: immer abstrakter – offener – erstaunlicher geworden – Mikro – Meso – Makro Ebenen. In dem Moment, wo man sich einlässt: viele „Strukturdinger“. Speziell, wenn man Musik hört. Die werde ich bereisen. Es gibt Details, wie Sehenswürdigkeiten, die ich evtl. mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.

Insgesamt stehe/steile ich nicht auf: wahr, einmalig, o.ä. – was heißt das schon? Fiktion ist’s, die Wissen schafft. Bin nicht der Bannerträger für solche Sachen, Werte …. Oder doch, flattern lassen, was ist das für ein Wind? Sobald etwas digitalisiert wird – z.B. ein analoges Gemälde, Besuch im Museum, wird per Digitalkamera aufgenommen und gelangt ins Internet. Stellt man sich vor, wie es flitzt, knallt, kompliziert verzweigt auf viele Empfänger. Ein Tropfen Code verbreitet sich im Gewebe.

A:P: Mein Schreibtisch war im Wohnzimmer. Hinter den Büchern lief die Gardine des Fensters noch etwas weiter. Ein Store kleiner, weißer, harter Kästchen, langweilig, aber in den Gedankenpausen, mit meinem Pelikanfüller, nein die Tinte war blau, auch wenn sie wie Blut aus der Feder floß … brauchte ich bloß die Spitze an eine der Kreuzungen halten und beobachten, wie sich die Farbe im Stoff ausbreitete. Kästchen um Kästchen Quadrate fraß, doch bald als runder Fleck, immer als runder Fleck, immer langsamer, auch wenn ich mit Geduld und immer auf der Hut, die Mutter könnte gerad hereinkommen und sehen, wie ich lernte —

A:P: „Man stellt es ins Internet“? Was, stehen statt eilen? Stell dir vor, d.h. als ein Vorkommen. Ausdehnung, Verdichtungen, Senken, Höhen, Falten, Reichweite. Wenn so, kommt etwas Statisches bei raus – wie bewegt auch immer. Träges Beharren, der Überall-Speicher. Nicht eilen, sondern warten! Es wird von Speicher zu Speicher verteilt, Kopien in Ablage, also eher gelegt. Die Speicher sind mehr oder weniger stabile Regale, tragen mehr oder weniger verläßlich, sind einigermaßen – zugänglich.

Zugänglichkeit. Daher also „gestellt“: Stehen meint Bereitschaft. Ungeduld? Jede Vervielfältigung wartet darauf, sich weiterhin zu vervielfältigen.

Handyspeicher – ’s geht durch geht durch; es läuft von Kopf zu Kopf, von Bewusstsein zu Bewusstsein, und jedesmal hinterläßt’s vervielfältigt Abgelegtes. Orte des Speicherns – Intimität | interessant; was ist damit? Ist doch Erinnerung schon Entäußerung, Monitor heißt, ich zeige.

Aus dem Speicher wecken, einen Kitzel rühren, durch die vielen Falten der Kleidung, warme Höhlung über die Haut, Nähe, die wartet es sei doch das menschliche Gedächtnis Intimität nicht Speicher – Erinnerung – Ebenbildproduktion, wird verinnerlicht = Metapher. Wirksame Metapher — eventuell?

B:M: Ja, was heisst und wird als wahr, einmalig, echt, real usw. heute wirklich noch bezeichnet? Ja, und diese Metaphern: Künstler sprechen in Metaphern und metaphernreich. Welche Qualitäten werden hierdurch signalisiert, vermittelt, angesprochen und gespeichert?

A:P:
WIRKLICH – was ist das? „wirksam“?
ECHT – ist es entweder sowieso, da bei mir in unmittelbarer Mache // andererseits gar nicht, da voraussetzungsreich und abgehoben
Kunst.
WAHR – die Problematik der Wahrheit geschultert, wow uff tough –
REAL –  … die Aura – Kontaktfläche und so weiter – Glanz bis dunkel düster;
· A U R A · I S T · E R N Ü C H T E R N D ·
Ok, DAS war es jetzt! Die Enttäuschung vor dem Original. Das ist sowas von …!… kreativ: daß man sich vom Original ernüchtern läßt.

A:P: Kntktfläche Begegnung. Grenzfläche, unmittelbares Aneinander, Abstand = inframince – damit ist eine Unterscheidung substanziiert, ist ein Etwas, nun offen, offen, so groß zu werden, wie man es sich nur vorstellen will. Ein Raum für die Begegnung geschaffen, mag sein, ein Tempel, darin zentral hinten aufgestellt das Ding, nun entgegenstehend, nach mir greifend, vereinnahmend darin ohnmächtig [ist vielleicht selbst geraubt, Beute (wie grenzenlos das Nehmen), Signum eines Sieges, so hingestellt und promt unerreichbarer als zu vor, auch wenn einfach transportabel, ein Schild], näher, als hart an diese Ferne, bin ich nicht zu kriegen. Im Licht tanzt Staub, es zieht kühl, ein Apparat, wie er meiner Erscheinung Partikel abzieht und auf Platte bannt, macht nur ein Photo*. Die Faszination ist gebrochen: die Attraktion verschiebt sich – >> wenn jene Grenzfläche, so weit sie auch sei, das Moment „Kontakt“ bewahrt, zeugt sie selbst wieder Kontaktfächen à gogo, die inframice unmittelbar aneinander unterschieden vervielfältigen substanziiert ZWISCHEN … zwiebelhautKlaffen, petticoatHorizonte, spärenweltLaminate … expandiert.
*) So stark auch der geschilderte Tiefensog in den Raum einer Imagination, der den Betrachter sonst alles vergessen läßt, vom Gemälde bis zur VI-Brille absturzgleich, doch: Oberfläche bleibt abweisend.

B:M: ja, was ist Wahrheit – was ist real? Ja, wie ist Wahrheit, wie wird diese real? Reden, sprechen und schreiben wir jetzt aneinander vorbei oder treffen wir uns? Müssen wir uns überhaupt noch treffen, seitdem wir vereinbart haben, um hier jetzt zu Kunstwerk und Quellcode zu schreiben?

A:P: Kunstwerk und Quellcode – das ist eine spannende Angelegenheit. Das wäre mal zu besprechen. Konzeptuelle Begründung. Kann man ein Kunstwerk knacken? Wie oft?

Oder ist ein Quellencode etwas anderes? Ein quellender Code, ein Code aus Quellen, kommend aus, bestehend aus?

Ok, ich weiß. Wie geraten die eigene Arbeit und die Webseite aneinander/ineinander? Wechselwirkungen, Framing, wie werden sie zusammen wahrgenommen. Vergiftet die Eigenart der Internetpräsentation, ihre Struktur und Anlage, … wird die eigene Arbeit vom Internet vergiftet.

Ich habe eine ähnliche Scheu vor Therapien. Da jeder Therapeut mit mächtigen Instrumenten auf mich zukommt, die seine Wahrnehmung formen, die mein Verhalten bestimmen können, mich verändern (nachdem sie Therapeuten eingelassen, haben sich schon Klöster aufgelöst) – plötzlich bin ich kein Künstler mehr, jedenfalls nicht mehr so.

Zur Zeit will ich das Internet als Werkzeug auffassen, mit dem bestimmte Sachen möglich sind, die anders nicht möglich wären. {Liste machen, wie. & Könnte man versuchen, Grenzen auszutesten, das System zu unterwandern?}

A:P: https://de.wikipedia.org/wiki/Quelltext Wo kommt das her, das mit dem Quellcode. „geknackt“ In der Genetik hat man den Quellcode, seit Genome in eine menschenverständliche Form übersetzt werden können. Eine Basisinformation des Lebens, der Biosphäre; auch wenn man noch lang nicht versteht, was man da liest. Dennoch ist es nun möglich Veränderungen der Biosphäre gezielt zu performen.

B:M: Biosphäre: eintauchen «Landschaft mit dem Sturz des Ikarus»

Das Ölgemälde Landschaft mit dem Sturz des Ikarus zeigt im Stile der Niederländischen Renaissance eine Szene aus den Metamorphosen des Ovid. Die bekannteste Ausfertigung befindet sich in den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel und misst etwa 73,5 Zentimeter in der Höhe und 112 Zentimeter in der Breite. Lange wurde angenommen, sie stamme vom flämischen Maler Pieter Bruegel dem Älteren. Während dessen Urheberschaft bezüglich der Komposition als gesichert gilt, ist zweifelhaft, ob er die konkrete Fassung gemalt hat. Möglicherweise handelt es sich um eine frühe Kopie eines Originals von Bruegel.

B:M: Grenzen des Systems und der Umgebung „auszutesten“, dies fordert mich schon länger heraus? Listen macht jede-r und Anwendungsprogramme für diese Listenform gibt es zahlreiche. Liste – Listen (hören) – Katalog. Hier treffen Ansichts- und Arbeitsweisen zusammen. Das Internet als Werkzeug und Toolbox zu nutzen. Welche Sachen werden genau möglich, die anders nicht möglich werden? Wird die Eigenart der Internetpräsenz durch Struktur, Anlage und Architektur verzuckert und vergiftet? Wird Arbeit und künstlerische Arbeit durch’s Internet vergiftet? Wie werden die Wechselwirkungen und Framings sowie die farbigen Zonen wahrgenommen? Wie geraten Arbeiten und die Beiträge aneinander und ineinander? Wollen wir hierzu chatten? 22.03.2020 15:56h – in den nächsten Tagen?

B:M: Zum Beispiel bin ich mit berechtigter Sicherheit davon ausgegangen, dass es in der zivilisierten Vergangenheit zu einem Kunstobjekt (schwarz weiss Fotografie und Ölgemälde und kunsthandwerklich verzierter Brieföffner, Dosenöffner und Schlüssel) Quellen gibt. Ich weiss lediglich nichts von ihnen oder über sie. Der Ursprung einer Idee oder gar eines Modells muss nicht in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Als Forschende finde ich erhoffte Schriftstücke und bin zum Teil erfreut und zufrieden. Das Gefundene als solches ist für mich die Bestätigung für mein Vermuten, Vertrauen und Hoffen. Es verursacht keine Überraschung.

Die hier vorgelegt Schrift ist jedoch etwas Besonderes und eventuell auch überraschend. Sie bedarf in jedem Fall der erläuternden Hinweise. Denn sie liegt ausserhalb dessen, was im Vergleich zu allgemein bekannter Kunstliteratur, künstlerischer Literatur und Forschung sowie Wissenschaft erwartet und als Landschaft und Topografie gesehen werden darf?

Sie ergänzen (nicht nur) bereits Bekanntes. Wie die Verfasser Wesentliches beschreiben. Werden zu Entdeckungen. Form und Inhalt sowie Formen und Inhalte zeigen dem Charakter nach: wesentliches? Sie offenbaren Grundsätze, Schemen und Muster, deren Bedeutung bisher un-bekannt und deren Wesentliches verborgen und rätselhaft war. Die Gewichtung des Gesagten, Geschriebenen und Gezeigten lässt sich im vorhin- oder vorherein nicht bemessen. Mit Sicherheit wird viel gesagt werden: ohne die hier dargelegte Grammatik, Symbolik und Semantik der Zeichen – Formen – Farben zu kennen.

  • Wird künstlerische Ästhetik freigesetzt?

https://blog.kulturbanause.de/2012/09/wordpress-dateien-zum-download-anbieten/

soll ich weiter machen auch wenn du es scheisse findest?

B:M: GAIA oder Ge oder Geo – basteln und/oder entwerfen bis konstruieren – wildes und domestiziertes Denken – spätestens seit Claude Lévi-Strauss. Für die Syntax gegen die Semantik _____________________/// und was ist mit der Grammatik? Nicht jede-r ist gleichmassen befähigt, Theorie und / oder Poesie zu entdecken, aber niemand braucht ein Genie zu sein, um brauchbare Theorie und / oder Poesie zu generieren (Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss). Jede-r kann anfangen «Phänomene» zu untersuchen.

A:P: In jedem Fall ist Querlüften gefährlich, da die Zettel mit den so wichtigen Notaten all der Basissätze und Evidenzen durch-ein-an-der-fliegen. Wieso werden die Zettel nicht angeklammert – angefügt – aufgehängt, um sie jederzeit griffbereit zu haben? Weil die Überlegungen, die Prozeduren, die Messungen schnell und spontan auf ein an der folgen, die Notizen dazu sekundär sind, Vermittlungen an Auftraggeber, bestenfalls an die eigene spätere, später gar nicht besonders notwendige Erinnerung. Zwischen fliegende Zettel kann man leichter einfügen. Es wird sich schon jemand finden, der Versionsgeschichte schreibt (vllt ein Bot?).

B:M: wird kurz aufgerufen https://kunstderkunsttherapie.com/2020/03/27/blogs-2015-2020/ und schon geht’s weiter – immer weiter – voran: Viele derjenigen in wissenschaftlich, kühlabwägenden Traditionen aus- und weitergebildeter und erzogener Kollegen rümpfen über den Grossteil des in diesem Bereich erstellten Schreibens und Schrifttums eventuell nur die «NASE» – zu viel Zuckerwatte, zu unspezifisch, unbewiesen und auch noch … zu wenig romantisch. (Nase, ich rieche und denke an »William Kentridge« – Oper – Operation – Aufführungen bis Ausstellungen). Ich habe es bei etlichen Gelegenheiten selbst erlebt und nicht selten waren die Reaktionen auch berechtigt. Mir liegt deshalb viel daran, andere und bessere Möglichkeiten zu finden.

Betreiben wir eine Studie?

Inge Löök, Zuckerwatte im Park

>Layoutmäßig s.o. bin ich soweit, den alten Zuckerwattedamen ihre Linksbündigkeit zu lassen, da sie ohnehin ständig wieder dahin rutschen! Tzzz! Immerhin links.<

»Inge Löök« Entdecken sie die phantasievolle Welt oder „Altwerden funktionaler und formaler Differenzierung“ * und die „nächste Gesellschaft“?

*) Wie sich das anhört!? f&f Diff. und nächste – (too much, echt zu viel, zwei Alte an Zuckerwatte, laß ich mir noch gefallen, aber Quarantäne mit Feenfolk, nein. Es braucht Kartoffen, nüchterne, Knubbelexempel. [A:P:)

JA!

Moritz von Schwind: «Der Traum des Gefangenen»

Zu den Bereichen Malerei, Fotografie, Videokunst, Performance und Musik sowie Poesie zur jeweiligen Persönlichkeit des Künstlers nüchterne Knubbelexempel (Beispiels) und Kartoffen? Kartoffeln wären mir lieber_

Jedes Medium ein Gitterfenster.

„Das Bewusstsein bewegt sich in engen Schranken, eingespannt in eine kurze Zeitstrecke zwischen Anfang und Ende, die erst noch etwas um ein Drittel durch periodischen Schlaf verkürzt wird. Das Leben des Körpers dauert etwas länger, es fängt stets früher an und hört sehr oft später auf als das Bewusstsein. Anfang und Ende sind die unvermeidlichen Aspekte aller Vorgänge. Jedoch bei näherem Zusehen fällt es ungeheuer schwer, anzugeben, wo etwas anfängt und wo etwas aufhört, denn die Ereignisse und Vorgänge, die Anfänge und Beendigungen bilden genaugenommen ein nirgends teilbares Kontinuum. Wir teilen Vorgänge ab zum Zwecke der Unterscheidung und des Erkennens, im Grunde dabei wissend, dass jede Trennung arbiträr und konventionell ist. In das Kontinuum des Weltvorganges greifen wir damit nicht ein, denn «Anfang» und «Ende» sind in allererster Linie Notwendigkeiten unseres bewussten Erkenntnisprozesses“ (vgl. C.G. Jung : Wirklichkeit des Seele. Rascher-Verlag Zürich und Stuttgart, S. 161).

A:P: Ist vielleicht möglich, von Zukünftigem her | „Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“ | zu umgrübeln, immer um diese Grube rum, von der man nicht wissen kann, ob sie nicht etwa ein Grab ist.
Vor welchen Entwicklungsaufgaben stehen nun mal die kunstbesessen Tätigen derzeit auf dieser Höhe der Zeit / Senke der Zeit.

A:P: Im Modus der Schlaflosigkeit, ist’s vielleicht erlaubt
kryptisch unerschlossen kurz zu posten:
— Viertel vor fünf, früher Morgen
— Stichwort-
— Entwürfe ad Nachtgedanken:
— Blicke nach vorn zurück nach vorn … treiben
— Entwicklungsaufgaben für die Künste am Rande der Welt
— Globalokale Imagination, Phantasie, Entwurfsfähigkeit – Kunst
— verstehend und ausarbeitend universalisierend öffnend
— ScienceFiction ist auszuweiten, #Quellcodeknaxe
— umgrübeln

A:P: Was ist die Botschaft der Pandemie?
— Die Biosphäre textet und testet virale Symbioseangebote an die Menschen
gen delivery service logistics
— die Macht der Viren in der Evolution,
— Virolutionen, im Meer genetischer Information
— Viralizität des Kosmos, heuristisch, stochastisch
— kombinatorisch, die Gene flüstern miteinander Grauses
— Kurs halten bei tödlichem Selektionsdruck aus unterschiedlichen
— Richtungen; wollen die Menschen die mörderischen Wege
— nicht gehen, aber die gen-Kommunikation nicht abreißen lassen
— notwendigerweise, da Updates, manche, je diese …, nützen
— dann?
[s. Quellcodeknax nr. 1]

Tun wir also etwas, was Viren auch tun; möglicherweise brauchbare Sinnfetzen kommunizieren, einbauen und per Evolution bedenken?

Ein Wort ist vielleicht anzumerken: „#Quellcodeknaxe“. Ich halte es bewußt etwas häßlich, Bruchschmerz. Man hat angfangen, die Geninformation der Biosphäre zu lesen und ihre Anweisungsstruktur zu nutzen; damit haben Menschen einen extrem direkten Zugang zu den biologischen Grundlagen. Der Quellcode ist geknackt. Dies nehme ich als Exempel. Mir scheint, es lohnt danach zu suchen, ob Ähnliches nicht auch woanders passiert. So sind die Versuche, der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, das erste absichtliche Geoengineering Projekt in Korrektur eines unabsichtlichen. Oder: Die Abwendung von fossilen Energieträgern bringt, daß Energie im Grunde überall zu ernten wäre, in die Aufmerksamkeit der Ingenieure.
Geopoetische Plastik.

B:M: Sobald mit dem 3-D-Drucker – #Quellcodeinformation – erstellt werden könnte.

B:M: Der Ursprung einer Idee oder gar eines Modells muss nicht in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Ein Einfall, gleich ob es sich um den eigenen oder einen entliehenen handelt, ist vermutlich nutzlos. Solange der Künstler ihn nicht aus einer blossen Anekdote in ein anderes und auch theoretisches Element transformiert. Einsichten und Einfälle versuchen wir hier in relevante Kategorien – Eigenschaften und ja, Hypothesen zu verwandeln. Und die Moral: dass man solcherart Reflexionen über persönliche künstlerische theoretische Erfahrungen wohlweislich kultivieren sollte. Häufig unterdrücken wir sie oder schreiben ihnen den Status von blossen Meinungen zu, anstatt sie als Sprungbrett zu nutzen. Es obliegt jede-m die geborgten Einfälle in eigene Einfälle zu verwandeln oder umzumünzen. Der Kunstgriff besteht bisher darin, das, was man für theoretisch möglich oder wahrscheinlich hält, dem gegenüberzustellen, was man in der Landschaft und auf dem Feld antrifft.

Zwischenfrage: wie positionieren wir uns zum »radikalen Konstruktivismus« »Dadaismus« und sonstigen *ismus bis *ismen?

A:P: Positionspotentiale. Dies Schreiben selbst als Metapher. Es geht nicht auf große kompositorische Bögen, mir fehlt dazu der Abstand, da ich drin bleibe, Körnigkeit, Flickarbeit, kurze Schübe, Hineinzitiertes auch von mir Selbst, Verweise, … unwahrscheinlich, daß uns derart „Anfang, 1., 2., dritte & Haupthöhebung, Abfall, Rausschmeißer, Schluß“ o.ä. Muster kommen. Andere aber, welche? Zu was sind all over Geschiebe, Brekzien, brekszientistische Erfahrungs- und Frageanlässe fähig, wenn wir sie ansetzten. Nicht positionieren wir uns, sondern mal diesen, mal jenen -ismus.
[Was in Schulen zu Lernstoff verkommt, parallel zum kunstwissenschaftlich fixierten Lehrplan: malt nach impressionistischem, expressionistischen, dadaistischem, bauhäuslerischen usw. Muster, das ist nun auch so und nur Stoff, ein „So könnt man, jetzt, dank den Riesen und ihren Schultern, mal weitermachen …“.]

Es entsteht eine Tropflinie, ein Tropfentext, ein Twitterfall, der aus den Intervallen entsteht. Zwischen den Absätzen, Wörtern, Lettern, (Auch des Codes?) gibt es genug virtualisierte Leere, die Möglichkeiten ins Sein lockt. Weit draußen, wo die Leere am leeresten, am ärmsten ist, da nehmen die Dinge der Welt sich endlos zerteilend Abstände ein, spannungsreiche, und warten. Was mag eine Linie dort im Felde der Potentiale sein? Was springt dort zwischen „weit“ „draußen“ in die Wirklichkeit?

Das könnten verkittete Fragmente sein, Hesiods Theogonie gegenseitig umfaßt ad Aktuelle Vakuumkosmogonie. Das war mal flüssig. Hat neue und alte Bruchspalten. Und so weiter. Als Text ist es auch Musik.
[Von Geomartin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10289506]

Uran-reiche Quarz-Haematit Brekzie am Mt. Gee, Mt. Painter Gebiet, South Australia; unterschiedlich große Trümmer

Die Erde als Planetoidenbrekzie. Wir als eine solche. Wir sollten das bisherige mal Verschlagworten. Wenn schon mehrD-Plastik, dann doch nicht ohne Landmarken. Zudem, kann zeitlich mindestens Neues automatisch markiert werden, wo es auch plaziert erscheint?

Bei aller Schwankungsweite – es stellen sich Fragen bzgl. der Handhabbarkeit in der Zusammenarbeit:

Letzte Revisionen sind im Vergleich immer schnell nachzuvollziehen!

Indexieren?

ZOOM-Kanal-CHAT-Meeting

„Da kommt ein Wort aus dem Text heraus wie ein Stein und erschlägt mich.“

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Titel noch nicht abschliessend gefunden

https://youtu.be/LBmLyGcaHyc

hiermit wären wir bereits im Zentrum der Schwierigkeiten: Beinhaltet nicht jedes Porträt (Selbstporträt) imaginäre Anteile? Anders geschrieben: Sobald das Porträt vorgibt, die Erzählung aus dem Leben des Künstlers zu sein, bleibt es doch eine Erzählung und somit im Bereich der Imagination. Was macht ein Werk, ein Bild, eine Skulptur zum Porträt – Selbstporträt? Auf diese Frage (und mit dieser Frage befasse ich mich schon seit längerem) hat es immer wieder und je nach Epoche und Kontext der Kunst- und Geistesgeschichte unterschiedliche Antworten gegeben. «Das Anliegen des Porträts kehrt ständig zurück» schreibt Jean Luc Nancy. Aber die Zeiten, in denen sich der Künstler ohne Ironie ins Zentrum des Bildes setzen konnte, sind offensichtlich vorbei.

Das Fragwürdige der Möglichkeiten, die eigene Person konsistent abzubilden, ist den Künstlern von heute mehr als bewusst.

Das Selbstporträt als exklusives Produkt künstlerischer Subjektivität ist damit Geschichte. Und es gibt mehr als einen Grund, ihm mit einiger Skepsis hinterherzuschauen. Zweifel an der Darstellbarkeit des Subjekts haben sich schon vor längerer Zeit eingeschlichen. Spätestens die Philosophie des französischen Poststrukturalismus hat althergebrachte Vorstellungen nahezu endgültig verabschiedet. Mit ihren Philosophemen vom Verschwinden des Menschen beziehungsweise vom Tod des Autors erteilten Michel Foucault und Roland Barthes modernen Konzeptionen von Subjektivität, künstlerischer Urheberschaft und Originalität eine radikale Absage. Jacques Derrida äusserte diesen Zweifel, indem er formulierte: »Das Selbstporträt, wenn es eines gäbe«. Er beschrieb es als eine Ruine, der immer schon eine Blindheit eingeschrieben ist. Mit einem konventionellen Porträtbegriff lassen sich die Bedingungen kaum mehr vereinbaren. Vor dieser Folie wurde die Wiederbelebung der Gattung Selbstporträt, wie sie spätestens seit den 1970iger Jahren zu beobachten ist, zum spannenden Unternehmen. Neue Typologien „kristallisierten“ sich heraus:

  • ANTIPORTRÄT (wie in Gestalt der kubistisch zersplitterten Figuren https://www.youtube.com/watch?v=_fBBXooAiko)
  • ALLOPORTRÄT (das Porträt des Selbst als Anderer wie beispielsweise in der inszenierten Fotografie)
  • METAPORTRÄT (das die eignen Bedingungen reflektiert)

vgl. hierzu auch Martina Weinhart, Selbstbildnis ohne Selbst. Dekonstruktion eines Genres in der zeitgenössischen Kunst, Berlin 2004. Das langsame Verschwinden des Abbilds des Künstlers aus seinen Selbstporträts ist vor allem in konzeptuellen Ansätzen zu verfolgen, die sich als GEGENENTWÜRFE zu ausdrucksorientierten, expressiven Modellen verstehen. Sie führen zu der leicht paradoxen Situation der Wiederbelebung des Genres in Form von dessen Widerlegung. Nicht zuletzt haben sich die Rahmenbedingungen für die Bildproduktion erdrutschartig bis flammend und extrem schnell verändert. Erstmals in der langen Traditionskette ist das Selbstporträt als Kulturtechnik im Alltag verbreitet und heute für jede-n zugänglich. Und niemand ist heute mehr bilderlos. Das Leben präsentiert sich als Bildgeschichte. Als Abfolge von Bildern im Fotografischen bis Filmischen der eigenen Person. Unser Gesicht wandert Tag für Tag in ein gigantisches virtuelles Bilderarchiv. Es stellt sich die Frage, wie das klassische Genre auf diesen radikal gewandelten aktuellen Kontext reagiert. Was haben die Künstler den omnipräsenten Alltags-Selbst-Darstellungen entgegenzusetzen?

Der problemlose Gebrauch des Pronomens ich (ICH – I-CH – I) verdeckt und verschmiert deutlich die Tatsache, «dass das Subjekt in Wirklichkeit ein kompliziertes, zerbrechliches Ding ist, über das sich schwer sprechen lässt und ohne das doch gleichwohl sprechen (schreiben jetzt) nicht möglich ist.

Ironie und Polemik hatte es genug gegeben. Der Aufbruch in den 1960iger Jahren mit seinen Angriffen auf verkrustete Strukturen und Hierarchien hatte keinen Platz mehr für Malerfürsten in Öl, lese ich gerade und muss breit schmunzeln. Im Zuge dieser angeblichen Aufräumarbeiten kam es zur Entmythologisierung des Künstlers als Schöpfers. Der war jetzt ein Arbeiter und sass in einem Boot mit dem Betrachter. Diese Phase erweist sich als die Keimzelle der Praktiken bis heute?

Wird der Sprache oder der Stimme heute zuviel Macht eingeräumt? Die sprachkritische Wende, die semiotische Wende, die interpretative Wende, die kulturelle Wende, die künstlerische Wende: Es scheint, dass in jüngster Zeit bei jeder Wende jedes »Ding« – selbst die Materialität – zu einer sprachlichen Angelegenheit, Geste oder einer anderen Form von Repräsentation wird. Mir geht es um die Sprache, um den Diskurs, um die Kultur und ja, um die (bildende) Kunst, Musik, Literatur usw.. In einer wichtigen Hinsicht ist das einzige, worum es anscheinend nicht mehr geht, die_ Materie.

Dabei zielt der Anspruch schliesslich über die Biografie hinaus, sobald der Künstler mit dem Bild in Hand auftritt und gleichsam stellvertretend sowie sinnbildhaft für seine Generation agiert.

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kapitel 1

Tatorte und Umgehungstrassen der gegenwärtigen visuellen Kunst und ästhetischen Kommunikation möchte ich schneller herstellen und auch darstellen können. Ausstellen, wie auf Autobahnen. Ohne Baustellen und Staus zu fahren und fast zu fliegen. Fliegen im Weltraum. Nur die Querbeschleunigung auch G-Kraft genannt und nicht die Vorstellungskraft nimmt mit der Geschwindigkeit und dem Kurvenfahren enorm zu. Gerade der Körper – im Genickbereich – wird lebensbedrohlich, durch rasante und die hoch riskante Fahrweise, auf der Rundstrecke belastet. Verbindendes Element zu den Technologien im Computermodus ist die Frauenstimme, die nie ins Weltall flog. Keine Migration – keine Akkulturationen der Fremdkörper – Eindringlinge – Hexen – Schlangen – Madonnen – Nonnen – Huren – schwarze Krähen und so weiter haben je stattgefunden. Im Chor der toten Raumfahrer haben sie nicht mitgesungen. „Stimmen aus dem Jenseits“ – hypothetische Feedback-Loops – aus der Vergangenheit «re-loaded» in die Gegenwart und wahrscheinlich wieder zurück. Sie laden ein. Mich mit unendlichem Spass auseinanderzusetzen, um die Zusammenhänge zwischen Computer-technologie, Kommunikation und Kunst sowie Kultur und Historie besser verstehen zu können. Die ich wahrscheinlich noch nicht verstanden habe und verstehen werde.

Im M2M – Auto-Pilot-Modus – funktionieren sie heute autonom – automatisch – systematisch und fast spielerisch bis kinderleicht. Dazu nur noch die möglichst originelle – individuelle – spezifische Melodie zu summen. Die leise Hintergrundmusik, der angenehme Raumduft und eventuell noch den Kaffee zu brauen. Sind es eventuell heute die zu erfüllenden Aufgaben. Um zu Selbstorganisationen und Terminplanungen der künstlichen Kommunikationssysteme beizutragen. Keiner Absicht, noch Zweck oder Ziel zu folgen. Nicht den Sieg, Erfolg, Ehrung, Preis oder die Medaille als Schmuck- und Kunstobjekt vor Augen zu haben. Falls das Projekt unterwegs nicht im Rohr krepiert. Nicht schlimm. Die Aufzeichnungen verschwunden und doch wieder da sind. Spuck und Geist huschen durch’s Internet? Gibt es die artgerechte Haltung und Pflege der M2M-Kommunikationsmaschine?

Als Frankenstein oder Missgeburt, die ersten Anzeichen der Verwesung zeigen. Sofort in der Müllverbrennungsanlage entsorgt werden. Die Putrefizierung ist der Beginn der Verwesung. Durch Verfärbungen gekennzeichnet. Geruchsveränderungen und Verflüssigungen erfolgen insbesondere durch die Autolyse. Gesetze, Regeln und Theorien zur Autolyse im Auto- und Computermodus sind mir zurzeit noch weites gehend unbekannt. Weshalb: Aus diesem Grund und deshalb ich hierzu weiterhin mit organischen, anorganischen und technologischen Stoffen künstlerisch forschen möchte.

Bekannt ist, eine Gesichtsmaske zu tragen. Farbe und Form der Kleider und Kostüme nach konzeptioneller Stilvielfalt, Mode oder Trend und dem Anlass entsprechend auszuwählen. Die Schuhe passend zu wechseln: Vom Schleicher Sneaker bis zum Stiefel oder manchmal auch eine Sandale. Selbsttätigkeiten. Doch die Autologisierungen im Kunstsystem bezeichne ich vorerst in- und exklusiv als Autopoiesis. Möglicherweise die Form der Autolyse, ich werde sehen. Selbsterschaffung und selbst schaffen. Experimental (experimentelle) Systeme mit und auch ohne Anschlussfähigkeiten aufzubauen. Selbstständigkeit in eigenwilliger Autofiktion betreiben. Ohne die lästige Investitions- und Jahresplanung sowie Terminierung. Für zum Beispiel den Dienstleistungs- und Stiftungssektor mit Kunden-, Besucher- und Leserakquise, um etwas zu verkaufen oder ausstellen zu dürfen?

Mir widerstrebt es – persönlich – nach wie vor so stark, dass ich radikal, fast gewaltbereit und kämpferisch werden könnte. Und in jedem Fall sofort erbrechen könnte. Die Stiftung zur Anstiftung zu gründen wäre möglicherweise die Alternative zur Autofiktion:

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#kunsttalk 10

Inhalt – Content – Index: KunstTalk 10 – nach & mit Andreas Peschka: — https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=96 1:36 — fliegender Wechsel in die Aufnahme: wir haben wiedermal am Setting „gebastelt“. Den Begriff „gebastelt“ – „gefrickelt“ findet Birgit Matter zu wenig spezifisch für das, was wir wirklich künstlerisch tun – performen – machen!

Wir treffen uns zum Warmreden und Agendabeschließen schon eine halbe Stunde vor Beginn (18:30, dann 19:00 publik und Aufnahme bis 20:00) https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=113 1:53 — Birgit im Anflug auf: Performance von Günter Lierschof und Birgit Matter, LecturePerformance, „Jetzt – über Geld reden – nicht?“ in der Zürcher Kantonalbank http://tinyurl.com/uzroehc (was ist das für ein Link?) – https://www.youtube.com/watch?v=IQFhPWQinF8&t=3s Thema Abschaffung des Bargeldes Birgit Matter; Günter Lierschof ist seit einiger Zeit mit der Performance unterwegs und in voller Themenbreite eingearbeitet; besondere Bedeutung des Aufführungsortes für die Performance. Kommen Fachleuten aus der Finanzwelt, wie begegnen diese der Aufführung? https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=486 8:06 — Kunst zu Geld, Geld zu Kunst? Brotlose Kunst? Anschließend: Was ist Lecture Performance? Was bringt Birgit in den Verkauf für den guten Zweck ein? https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=774 12:54 — Andreas zu seiner häufigenVerwendung des Wortes, „tentakeln“, das er seit Jahren im Munde und durch Texte führt. Arno Schmidt: https://de.wikipedia.org/wiki/Arno_Schmidt (das Bemühen um neue Prosaformen, inhaltlich eine kulturpessimistischen Weltsicht und eine angriffslustigen Gegnerschaft gegen das Westdeutschland der Adenauer-Ära geprägt) „tentakeln“ in Zettels Traum. – Begriff, Greifen, Haben — stattdessen Tentakeln – scheu, mimosenhaft, mit Schneckenauge(n) – das Tentative im Tentakeln – die Hand wird zum Tintenfisch, Oktopus; – Hand, Körper als Raumerfahrung und Räumlichkeit – Oktopus, jeder Arm ein Gehirn; Saugnäpfe, Tentakelbeute Sinn – was hat das Tentakeln mit Andreas‘ Arbeitsprozessen zu tun – Frames als Saugnäpfe (Oral – Vakuum); Situationen als unruhiges, gestörtes Tasten – Tentakeln machen Realität und Wirklichkeit aus Möglichkeitsräumen – Stempelset für Attentäter (Ausstellung: Unfrieden) etc. [29. November 1996 – 19. Januar 1997 un-frieden – sabotage von wirklichkeiten, Woche der bildenden Kunst Hamburg 1996] https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=1481 24:41 — Wirklichkeit, Virtualität, second life, Jutta Dierberg. Zitate: Bazon Brock sagt: Virtualität ist keine Realität … sind Erweiterungen der eigenen Phantasie … Wirklichkeit aber sei, was sich meinem Mutwillen, meinem Belieben nicht beugt. Arte, die Zukunft der Kunst: Ein Künstler, der mit sehr leichten Ballons und Plattformen experimentiert und davon überzeugt ist, daß die Menschheit ein Leben in der Luft vor sich habe. Der Vergleich bringt beides auf die Idee der Schwerelosigkeit. Es gibt eine Brücke zwischen beidem. Nach Bazon Brock bedeute, über diese Brücke zu gehen: der Glaube an die virtuelle Machbarkeit sei eine gefährliche Ideologie. Virtualität triggert Utopie, Macht will das kontrollieren. Ziel von Herrschaft ist, daß Realität als fest und unveränderbar wahrgenommen wird. Dagegen ist Realität immer auch in sich virtuell und nimmt offene Möglichkeits-„ausgänge“ wahr. Veränderlichkeit. Auch ein Stein ist virtuell in dem Sinne. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=1906 Von Geld ganz zu schweigen. Funktion der Künste. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=2063 34:23 — Birgit Matter, Kunst Talk 9, Pantomimische Einlassungen, körperlich gestische Übungen, währenddessen Dreiergespräch als abgeschiedene, ausschließende Handlung, in der Wiedergabe des Videos aber ist die Viererkonstellation deutlich. Kein Ausschluß. Das Gefühl der Freiheit in der beteiligten Absonderung (& Anwesenheit). Apnoetauchen. Mehr Nonverbales also?! GESTE_N?! Was macht Skype mit den Bildern, wie montiert das Maschinchen die Gegenseitigkeit-en, das AUFZEICHNUNGS-Setting #SmartSetting, unsern virtuellen Raum. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=2510 Frank Staudinger tritt hinzu: Thema: Ein buchleseSelbstversuch. Ein Stellnetz im Leseraum: springt mich etwas an: tatsächlich interpretieren umgekehrt die Bücher den Leser, so kommt, jeder in den Büchern vor. Was hat das mit Identität zu tun? Kann man Fremdes entdecken? Nebenthema Portrait. Ähnlichkeit oder Verschiedenheit suchen (oder finden). Erfahrungen mit der Wahrnehmung, dem Anfertigen. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=3044 50:44 — Wie weit ist unser Kunstbegriff? Birgit Matter: „Was macht Kunst heute gut?“ https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=3229 53:49 Schlußrunde von diesmal, KunstTalk 10, die Frage, rituell, wie geht’s dem Künstler denn heute? Blazenka kommt hinzu (hat schon die ganze Zeit mitgehört, jetzt aktiv).

Wie geht’s dem Künstler heute?

In Zeiten des Notstandes und der Pandemie 17.03.2020 bleiben die Künstler zuhause? Schreiben und Arbeiten für sich und / oder die Öffentlichkeit? Lesen, Hören und Sprechen sich aus für Kooperation und Zusammenarbeit.

Kategorien
#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben bild im bild der anfang Echtzeit Existenzfrage Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstler*in künstlerisch forschen Kunst Kunstforschung kunstprozesse Medienmündigkeit Metabilder Original schreiben Seite der Künstler*in transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#kunsttalk1.10 – 31.03.2020

  1. Fazit: Es gibt *ganz* tolle Künstler & es lohnt sich dabei zu sein!
  2. Zusammensein, die Agenda im Chat zeigt an, was heute dran ist!
  3. Künstler*innen reden über Geld & Malerei & Porträt & Bild & Plastik & mehr in Gegenwartskunst
  4. #kunsttalk 8
  5. 07. Januar 2020 von 19:00 – 20:00 Uhr via Skype (Videoanruf) Birgit Matter – Naomi Greenberg – Andreas Peschka – Godot Krull – Günter LierschofAndré Jonas – Blazenka Kostolna – KreativBabs – Norma Prina – und andere
  6. zweiwöchentlich – dienstagabends – demokratisch
  7. von Oktober 2019 bis April 2020 – Sessions mit Videoaufzeichnungen, Subtext-en und Video-Cuts als Zusammenfassungen mit Musik und Googledoc
  8. jede-r wird willkommen sein: sprechen – chatten – technische raffinesse-n präsentieren & austauschen
  9. künstler*sein mit & ohne werk selbst versuchen & präsentieren
  10. sprechendes denken, visualisieren, handeln in – mit – durch Kunst
  11. die Kunstfigur – en als unverzichtbare Beiträge der Gesellschaft
  12. partizipieren, emanzipieren, transformieren, transgressieren
  13. kunsttalks: why – how – who – what collaboration in video – artform – audiovisual-material – science – etc.
  14. gemeinschaftskatalog, der nur im internet veröffentlicht wird
#kunsttalk 6 26.11.2019 Rohversion
#kunsttalk 6 26.11.2019 Vorspann und Vorbereitung

kunsttalk 05 Cut von filterraum #kunsttalk 6 Rohverion
#kunsttalk 7 10.12.2019 Rohversion
Kategorien
Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben Kunst

massstabsgetreu

im fotografischen: text & bild

im filmischen: bild & selbstbild

im träumerischen: bilder

im ästhetischen: poster & public action

im formalen: experimentelles

.

SCREENSHOT

Heute wird die moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie visueller Kunst in klassischer «Dokumentation» (Typoskript) und/oder typischer «Disziplinierung» «Full Text (PDF}» «Images (Artistic)» «Design» «Verfilmung» multimedial installiert. Teilnehmend beobachtet und gesendet.

DUTY-FREE-ART

Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis und Verfahren der Kunstforschung, die ästhetisch – ohne Worte – «kommunizieren». Bildverstehen wird quasi naturhaft vorausgesetzt, da es gegeben ist. Und sich von der Sprache, dem Wort sowie Lesen emanzipiert. Somit keiner weiteren Erklärung oder Vermittlung, noch Untersuchung und Erzählung, Geschichte, Prosa und damit Literatur (Visual Literacy) etc. bedarf. Da Bilder im Fotografischen als Lichtbilder und Film quasi selbst erklärend sind.

Das Stellen von Verständnisfragen ist geradezu das Tabu!

Und visuelle Kunst hört da auf, wo getwittert wird?

Kunst wird als etwas prinzipiell und grundsätzlich Unverstehbares, Hoffnungsvolles und Unverfügbares gesetzt. Verständliche und durchschaubare oder überschaubare Arbeiten und Projekte der Künstler*innen verfehlen die Absicht, Intention und Intuition des schöpferischen KunstSchaffens. Nur physische Präsenz und Anwesenheit garantieren «echte» – «wahre» – visuelle Kunst. Die Originalität zu den Wissenschaften z.B., die verkörpert wird.

Die qualitativen Studien, Entwürfe, Konzepte, Dokumentationen und Arbeiten zu künstlerischen Praktiken des visuellen (autobiografischen) Kunstschaffens und/oder Schreibens der Künstler*innen interessieren hier.

2019071819.16

Somit wird Erzählen und kein Erklären in mehrfacher (künstlerischer) Performanz im Zentrum stehen: Die Erzählung über die Erzählung und Aufzählung und so weiter,

offer only one lesson in invisibility in helsinik by Hito Steyerl offers five lessons in invisibility in the video ‚How Not to Be Seen,‘ 2013

die zu Forschungsfragen, Aufbau, konstruktiven Bau- und Schaustellen der kunstbasierten Praktiken des Kunstschaffens im Vorgarten, auf der Strasse, in Wohnungen, im Atelier oder Studios etc. führen werden. Die über den Ort und Freiraum der Bildbetrachtung hinausgehen


schau an

Erzähl- und Sichtweisen, die ohne Punkt, Koma und Satzzeichen fliessend werden. Freilassend, strömend bis flüchtig und verfliegend im künstlerischem Tun, Machen und Handeln. Bilder und ihre Biografie, die Bildgenese – Ikonologie – Ikonografie – Ikonolklasmus sind im Zentrum. Die (autobiografischen) Texturen und Bilder selbst, die Künstler*innen und/oder Kunstforscher*innen verfassen.

Erinnerungen spielen die Rolle. Wie wird der Umgang mit (kollektiven) Erinnerungen zu den Bildern und Dingen gestaltet und verhandelt?

«Visual Literacy» – « Bildwissenschaft» – «Literatur» werden mit Bildern, Szenen und Installationen im fotografischem befragt. Hierdurch werde ich Visual Literacy, ohne es wirklich zu beabsichtigen, herstellen und fördern. Dieser eher unerwünschte Effekt im Forschungskontext lässt auch die Umkehrung zu: Um die Visual Literacy zu fördern, müssen Bilder als Gesten befragt, nachgezeichnet, abgemalt und/oder inszeniert werden.

Die Resultate werden dadurch beeinflusst indem zum Beispiel ich frage und schreibe. Und andere antworten. Oder andere fragen und ich antworte usw. Doch, in der Projektgruppe am Tisch (Stammtisch) wird erzählt, zugehört, beobachtet, ausgetauscht, verhandelt und gelacht. Da werden verschiedene Voraussetzungen, Hintergründe und Perspektiven interessant, die mit dem Bild grundsätzlich einhergehen.

Aus der zu erwartenden Vielfalt und Änderung der Perspektive wird möglicherweise Zugewinn und #dieKunst resultieren, die neue Ordnungen des Sehens vermittelt.

Und die vormals architektonische Autorität des Designs in WordPress anverwandelt sich zur (strategischen) Aufmerksamkeit für die Performanz. Die mit Fragen unmerklich die visuelle Wahrnehmung anleitet und den Erkenntnisgewinn «outsourct». So werden diese Bild- und Textarchive nicht nur in eigener, individueller Art und Weise solo oder mono prozessiert.

Um «Bildbiografien» anzulegen, das Neue immer auf der Basis des Gesehenen (Erlebens der Ereignisse und/oder Wissens) ins visuelle kollektive Gedächtnis mit aufzunehmen. Hinzu kommt, dass sich die Attraktivität insbesondere der fotografischen Bilder daraus speist, dass ihre Lektüre hier nicht durch »Bildungsautorität» zentral verwaltet und beeinflusst wird.

Das Bild, um dies zu betonen, beharrt darauf (nicht) verstanden zu werden. Da es nicht auf einer linearen Lektüre mit Anfang und Ende beruht. Das Bild lässt sich simultan, schnell erfassen und bietet gleichzeitig verschiedene Zugänge, Anschlüsse und Einstiege an, um den Blick gemächlich umherschweifen zu lassen. Das Bild wartet mit (sinnlichen) Reizen und formaler Ordnung auf, die sich abhängig von Vorkenntnissen und Bilderfahrung sowie mit Bedeutungen anreichern lassen, falls reagiert wird.

massstabsgetreu

Über Anschauung und Abschauen werden die Informationen auch für die zugänglich gemacht, die weder über Ausbildung noch spezifisches Sprach- und Schreibvermögen verfügen. Die Text-Bild-Relation ist häufig die kulturelle Leitdifferenz. Ihre Veränderung, die den Status der beteiligten Größen an dieser Leitdifferenz neu bestimmt,
schlägt sich in kulturellen Praktiken,
künstlerischen Darstellungsweisen, in der
Rezeption und in theoretischen Diskursen der Kunstforschung
nieder. Das Verhältnis von Text und Bild
wird im Verlauf der abendländischen Geschichte immer wieder neu bestimmt
werden. Jedoch ist es nie ein neutrales, gleichberechtigtes Verhältnis gewesen, wie das
Bindewort „und“ zwischen ihnen suggeriert, denn Massstab und Relation betrifft Ermächtigungs- und Ursprungsfantasien: wer sieht
und wer wird gesehen, wer spricht, worüber wird gesprochen, was wird
besprochen: Stratifikation?

Die von Lessing gesetzten ontologischen Distinktionen (Differenzierungen, Konstrastierungen, Stratifizierungen etc.) verstanden Bilder als das der
Sprache völlig Entgegengesetzte. Lessing
plädierte zudem für eine Überlegenheit
poetischer über die bildnerischen Werke.
Dagegen gründen „Visual Culture Studies“ auf einer (zunächst in der «Semiotik» durchgeführten) Enthierarchisierung der
Konzepte von Text und Bild.

Grundannahmen gehen von der notwendigen Interdependenz «Interferenz»} bei Verbalisierungs- und Visualisierungsvorgängen bei der Formierung von Verstehen und Wissen aus.
Bilder existieren nicht außerhalb der
Diskurse, sondern immer in Kombination

mit «Kodifizierung» und in den Erzählungen, die von ihnen wiedergegeben
werden. Vergleichbar die Texte nur über den imaginativen und illusionären Akt der Bildunterstützung und Bildgebung Bedeutung erlangen. Hier reagieren die Darstellungsweisen in Texten und Bildern auf die Herausforderungen neuer Technologien.

Formen der Bildlichkeit stellen Schnittstellen dar, an der man die Generierung,
Formierung, Verfügbarmachung und Tradierung von kulturellen Bedeutungen
analysieren kann: z.B. in sämtlichen Formen von Bild-Text-Bezügen und in intermedialen Überschneidungsphänomen, wie
z. B. Illustrationen, filmischen Adaptionen oder Videos; in bildlichen Verfahren in unterschiedlichen Medien und in der diskursiven und poetischen Verarbeitung von visueller Erfahrung. Das Forschungsgebiet
„Visual Culture“ beschäftigt sich mit
dem Spannungsfeld von Textualität und Visualität. Dabei werden die gegenseitigen
Modellierungen, Editierungen und Überarbeitung von textuellen und ikonischen Strukturen im Tafelbild (System) untersucht und Analyseverfahren angewandt, welche die Art ihrer
Interaktion und den Bedeutungswandel
beim Medienwechsel (Bild-Begriff-Lemma etc.) erfassen.
Es zeigt sich somit, dass sich die
„Visual Culture Studies“, Literatur- und Bildwissenschaft-en sowie visuelle Kunstforschung überschneiden. Innerhalb der Literaturwissenschaft z.B. heißt die Verortung von „Visualität“ als Interessengebiet kaum, dass
Textanalysen fortan die geringere Rolle
spielen werden.

Der Komplex
Bildlichkeit und Sehen wird auf differenziertere Betrachtung literarischer Texte und Bilder treffen. Visualität in der Kunstforschung kann als
Bündel von Text- und Bildstrategien sowie flüchtige oder systematische Ansammlung und Darstellung begriffen werden, die Künstler*innen und KunstSchaffende
in ihrer bestimmten ästhetischen Wahrnehmungskonstellation hier teilgebend einfügen

bring an instrument for no musical experience necessary

Kategorien
artistic Research «#DieKunst» Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen integrative Forschung Künstler*in künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung kunstprozesse

knotenkonzepte nebenbei überarbeiten

Musculus gluteus maximus ist ein großflächiger Muskel mit weitgefächertem Ursprung und kräftiger Ansatzsehne. Er entspringt vom Darmbeinkamm (Ala ossis ilii), der Rückfläche von Kreuzbein und Steißbein (Os sacrum und Os coccygis), dem Ligamentum sacrotuberale und der Fascia thoracolumbalis
seite skizzen buch
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roten faden verstricken
anfang und ende des roten fadens finden
rote faden konzept ablegen oder wiederaufnehmen
mit goldenem faden zusammennähen?
erklären – erläutern – zeigen – handschriftlich notieren
zeigen, was so wie so bekannt ist: inhaltästhetisch – materialästhetisch -gehaltsästhetisch – reflexive moderne
das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit aufschichten, auffädeln, verschachteln oder verpacken?

an autoscopic moment, 2010 Acrylic on wood – 22.5 x 27.5 Autoscopy is defined here as a visual experience where the subject sees an image of herself in external space, viewed from within her own physical body. Autoscopy may arise from a convergence of several variables, including gender, personality factors, neurological and/or psychiatric disease, exhaustion and dissociation, whose interaction may override the normal inhibition of temporal lobe activity. A cognitive neuropsychological hypothesis is proposed, together with avenues for future research.

im fotografischen – workflows und works in progress – bilder befreien und freisetzen – den bildakt frei werden lassen

Cafe Gloria Zürich September 2016 Lucia, Maja, Birgit, Nicole und Blazenka fotografiert

Malerei ist und bleibt der Kollektivsingular (Sammelbegriff) für die KunstderKunsttherapie?

Für das KünstlerSein und KünstlerZusammenSein mit und ohne Werk als Projekt, Gruppe, Team und Interessengemeinschaft?

Bereits Platon lässt Sokrates ausführen, dass für die Malerei dasselbe wie für die Sprache gelte. Deren bezeichnende Sache oder Ding nicht etwa in aller Ausführlichkeit zu wiederholen sei, sondern zugreifend durch Auslassung charakterisieren solle.

Beispielsweise die Serie durch Auslassungen der Reihenfolge, das Dreieck durch die Ecke und den Kreis durch Viertelkreise darzustellen. Es gäbe, so Sokrates, weder Worte noch Kunstwerke, wenn diese die Dinge nachahmend lediglich verdoppeln (abbilden oder fotografieren) würden. Worte wie Gemälde besitzen durch ihre Fähigkeit zur verknappender Darstellung vielmehr die klassifikatorische (nicht klassifizierende) Kraft der bezeichnenden Wiedergabe. Die Platon schon im Timaios etwa Modellen der Astronomie zuerkannt hat.

Über Zusammensetzung und Wirkungsweisen des Kosmos „ohne genauere Betrachten der Modelle sprechen zu wollen“ so führt er aus, „wäre vergebliche Mühe“ (so schreibt der Kunsthistoriker Horst Bredekamp 2010, S. 39).

visuelle kunst – praxis – ästhetisch kommuniziert – die Liebe zur Malerei: weiss

ästhetische wirkungen künstlerischer und gestalterischer bildakte werden heute zu «bilderwolken». «bilderfahrzeugen» im fotografischen oder zu videofilmen: dynamisierte, bewegte und schnell wechselnde und animierte features an bildern. merkmale vor hinter- oder untergründen, die auf höhe der zeit wahrgenommen werden. bilder, modelle, muster, ordnungssysteme usw., die als sogenannte «blick- und effektfelder oder zonen» vom sogenannten publikum gesehen, beobachtet, wahrgenommen sowie auch erkannt werden. da sie immer auch ästhetisch kommunizieren. investigation, intervention und kunstaktionen, die der gesellschaft (preis-)gegeben und verantwortet werden?

künstlerische forschung und performance wird in der nische, im büro, in der fabrik, halle, kirche, kathedrale, küche, keller und in anderen architektonischen räumen vorbereitet. im kollektiven wohnzimmer und automobil, auf der trace, strasse und dem weg durch die landschaften und städte der kulturen zubereitet. bevor es den tunnel, die durch- und zugänge passiert, gesendet und empfangen wird. geblitzt, kontrolliert und monetarisiert ist. so zu sagen auf dem radar erscheint. im bild – text und werk mit und ohne signature – des kunstschaffenden dargestellt wird.

im öffentlichen frei- und zwischenraum der «LecturePerformance» werden bilder, bildakte und künstlerische produktionen in der verpackung des kunstschaffenden direkt vorgestellt. es impliziert räumliche und essayistische dimensionen, fakten, tatsachen und auch vorstellungsmomente, die noch unbekannt sind. da das internet zwar kaum überall, doch von überall global erreichbar wird. heute, da sich »Lecture Performance» zu »LecturePerfomance» zu terminierter «LecturePerformance» exponentiell zu vermehren scheint.

kunstaktionen und -reflexionen sowie #kunsttalks relativieren.

entwickeln und hervorbringen: merkmale, aspekte, formen bis zu formaten. sie zeigen anschlüsse, zugänge, verbindungen, wege, passagen und zonen zu kunsthistorien und ästhetischen theorien auf. in aktueller (hyper-)gegenwartskunst: kunstforschung. in künstlerischer und kunstbasierter forschung wird dies möglichst offen und kollektiv versucht. intervention-en greifen, im gegensatz zur beratung, im engen sinne direkt und spontan in das aktuelle geschehen der interaktion menschen zu maschinen zu menschen kommunikation sowie künstler und publikum ein. Vermutlich, um unerwünschte ästhetische phänomene gar nicht (erst) entstehen zu lassen.

hauptverkehrsknotenpunkte versucht jede-r künstler*in der kunstderkunsttherapie nach möglichkeit bewusst zu vermeiden und zu umgehen. gerade und nahezu diesen auszuweichen, um den weg, parcour und roten faden der geschichte – erzählung (matrix -index) im bild und text selbst zu ermitteln und darzustellen.

seventeengallery.com.

Um Missverständnisse vorweg aufzuklären, falls es überhaupt möglich ist: im Alltag wird unter Hedonist jemand oder jedwede-r verstanden, der nicht gerne arbeitet und andere für sich schaffen lässt. Sich gemütlich zurücklehnt – aber nicht jemand – der das gelungene Leben sucht. Das gelungene Leben ist das philosophische Verständnis des Hedonismus, welches schon die alten Griechen erkannt haben. Im ungefähr vierten vorchristlichen Jahrhundert haben einige Denker darauf hingewiesen, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist und nichts darauf hinweist, dass es so etwas wie ein Weiterleben nach dem Tod und eine unsterbliche Seele gibt.

Damit standen Philosophien im Widerspruch zu Platon, nach dessen Vorstellung die Seele nach dem Tod in ein Schattenreich eintaucht, um dann in irgendeinem höheren Bereich die Unsterblichkeit zu erfahren. Im Gegensatz zu Platons Idealismus sind die Hedonisten empirisch orientiert, sie betonen die Bedeutung des Diesseits. Danach sind wir Menschen ein Stück Natur, wir leben eine Zeit lang und wir haben die Bestimmung, dieses Lebensintervall zu gestalten und irgendwie zu „meistern“. Nur in dem oberflächlichen Alltagsverständnis, bei dem Hedonismus mit „Wein, Weib und Gesang“ identifiziert wird, bedeutet Lebensfreude Verschwendungssucht.

Für die ethischen und ästhetischen Idealisten Kant, Hegel und Fichte u.a. ist die Idee des erfreulichen, glücklichen und optimalen Lebens nur ein wertloses Beiwerk. Danach ist es bedeutungslos, ob Menschen sich gut fühlen und ob ihr Leben gelungen ist, Hauptsache sie tun ihre Pflicht. Der Mensch ist aus kantischer Sicht ein Pflichtautomat. Und was moralisch ist und was nicht, wird durch die Ethik bestimmt. Ein Beispiel ist der kategorische Imperativ Immanuel Kants: Handle so, dass die Grundsätze deines Handelns ein allgemeines Gesetz sein könnten. Jede Ethik macht also Vorgaben, jenseits derer es keine tieferen Begründungen gibt. Selbst die Wissenschaft benötigt solche Axiome, auch die Quantenphysik oder Naturwissenschaften halten keine *Letztbegründung* bereit. Ebensowenig gibt es keinen Ursprung der Ethik und Ästhetik, aus dem Werte und Urteilskraft entstehen. Einige haben mir häufiger vorgeworfen und mich darauf hingewiesen, dass ich idealistisch agiere und argumentiere im visuellen Kunstschaffen. Diese alten und längst überholten Verbindungen, „alten Zöpfe“ und männlichen „Vorbilder“ an Philosophen und Künstlern, seien abzuschneiden. Abzutrennen und sich davon zu distanzieren, anstatt sich mit ihnen in Kontexten zu verbinden und zusammenzufügen.

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Allgemein «#DieKunst» Fotografisches kunstprozesse transdisziplinär

bildakte im illustrativen

hergestellt von Maja Seifert bis 2020

©©Maja Seifert Metz

„jeder einheitliche Zugang zur Bildlichkeit, jede kohärente (zusammenhängende) Ikonologie läuft Gefahr, wie Erwin Panofsky warnte, dass sie sich zur Ikonographie »nicht wie Ethnologie zu Ethnographie, sondern wie Astrologie zu Astrographie verhalten wird“ (vgl. Erwin Panofsky, Sinn und Deutung in der bildenden Kunst, Köln 1978, S.42).

Bildakte und der Bildakt, die mithin sich «selbst» enthalten werden oft als «Bild im Bild» gesehen.