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https://drive.google.com/file/d/1GWeDjXO6_oxEz4OANpwJk3OE5Zpc70R9/view?fbclid=IwAR3TMQTQV9ja0xSMHfLX4DK644NrVJ694GhK3zc6i7yPhu7_zxY6umB47X8

pdf in farbe ausgedruckt, konturen wirken intensiver sichtbar als im schwarz – weiss modus; verschiedene DIN A4 papierqualitäten ausgewählt für’s weitere bearbeiten bis Dienstag: 02.06.2020

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#kunsttalk #KUNSTTALK 2

#kunsttalk 2.3 am 02.06.2020

ab 19:00h

«ZOOM» MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

ACHTUNG: «LIVE-STREAMING» ca. 90 Minuten

THEMA: ERWARTUNG

am Beispiel der Anwesenden und Teilnehmenden

Der Malaktion vorausgegangen war die Auseinandersetzung mit dem Themenkreis „Öffentlichkeit und Erfahrung” im Rahmen des Projektes „Wandmalerei im außen Bereich”. 

Die drei Ebenen des Bildes – das eigentlich zum Bild im Bild wird – spiegeln diesen Entstehungsprozess wider: 

1. Diskussionsgruppe 

2. Thema selbst, die „Studiensituation“ 

3. Betrachtergruppe 

Bei der Betrachtergruppe, den „Grauen Männern” handelt es sich um das Bildzitat. Zitiert wird aus dem Bild „Die Erwartung“ (1935) des surrealistischen Malers »Richard Oelze« (1900-1980) u.a. 

_ besser eingeschlossen als ausgeschlossen zu sein _ – ^ «Gruppe» : wer kommen mag

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#kunsttalk #KUNSTTALK 2 Allgemein Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang Duchamp Echtzeit gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen Kunst kunsttalk kunsttalks Medienmündigkeit Praxis des Schreibens schreiben transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

Was die Kunst noch zu sagen hat Beitrag 2

es zeigt vom 06.07.2018

«siehe auch»

umzug der honico ihn (27:11) indianer aus brasilien angeleitet von (27:14) ernesto neto also die ethisch (27:19) politischen verwertungsinteressen sind

glaube ich in ihrer vereinnahmenden (27:24) macht kaum zu unterschätzen und das hat (27:27) gerade der vergangene sommer 2017 (27:30) bewiesen ein sommer an gefüllt mit (27:32) lauter großausstellung wie der biennale in venedig den skulptur projekten in münster oder natürlich der documenta in kassel

vieler orts ließ sich eine überdeutliche (27:44) verschiebung beobachten weg von der ästhetik

hin zur ethik und

diese (27:49) verschiebung ist auch keineswegs (27:51) verwunderlich (27:58) so wie etliche unternehmen auf ein (28:01) ethisches bewusstsein ethisches (28:04) bewusstsein setzen und ihren kunden die (28:07) entsprechend dafür bezahlen ein gutes (28:09) gewissen verkaufen weil diese durch (28:12) ihren kauf weder kinderarbeit (28:15) umweltschäden noch tierversuche (28:18) unterstützen

in diesem falle die firma (unternehmen, fabrik etc.) in das sind (28:23) der name sagt es selber schon

weiß sich (28:26) die frucht trägt ja auch so eine art (28:27) heiligenschein also dieser art von (28:32) ethischem bewusstsein machen diese (28:34) firmen zu einem handelsprodukten (28:37) vergleichbarer weise verlegen sich auch (28:39)

viele künstler und kuratoren auf das (28:41) feld des (drogenkonsums) tugendkonsums (28:44) hier wird das schicksal diverse (28:46) unterdrückter indigener völker eben zum (28:49) beispiel diesen indianern aus brasilien (28:52) thematisiert wie aber auch das leben von (28:55) geflüchteten ausgebeuteten oder auch (28:57) behinderten menschen

hier wird die kunst (29:00) nicht zu mitteln erotischer (29:03) selbstdarstellungsbedürfnis dafür aber (29:05) zur mitte der eigenen rechtschaffenheit (29:09) ausdruck zu verleihen und andere für (29:11) einen weg der bekehrung zu gewinnen um (29:14) mal diese religiöse metapher zu (29:16) verwenden

sie bildhaft das was ich meine (29:21) sind bild hat verdichtete fand fand sich (29:24) das oder dieser art von (29:26) instrumentalisierung auf der documenta (29:29) in den unteren räumen der neuen galerie zu sehen gab es dort eine zeichnung von gustave courbet die für den kurator adamczyk so etwas wie das kern werk seiner ausstellung darstellte

der saaltext wollte coupés vorstudie für in späteres ölbild als zitat meditation (30:03) über die macht des teilens und der (30:05) solidarität (30:06) zitat ende verstanden wissen (30:10)

courbet nehme hier zitat die (30:12) dringlichkeit prophetisch vorweg (30:16) alternative ökonomien zu erfinden und (30:20) dem neoliberalen würgegriff auf unsere (30:23) menschliche existenz zu entkommen

mal ganz kurz die dringlichkeit nimmt er (30:28) vorweg

alternative ökonomien zu erfinden (30:31) und dem neoliberalen würgegriff auf (30:33) unsere menschliche existenz zu entkommen (30:36) also der moralischen appell war damit (30:38) eindringlich formuliert

wenn schon die armen untereinander barmherzig sind so (30:43) seid ihr es liebe documenta besucher (30:45) bitteschön ebenfalls untereinander und (30:48) natürlich zu den armen (30:49) doch so klar die botschaft klar so (30:52) verwirrend war sie zumindest für mich (30:54) zugleich denn der neoliberale würgegriff auf unserer menschlichen existenz durfte (31:00) sich damit dann auch der begüterte (31:02) besucher der documenta gemeint fühlen (31:04) wird auch seine menschliche existenz (31:06) gewirkt ist er also auch das opfer (31:09) sozusagen der bettler der den bettelnden (31:11) kinder gibt oder geben sollte vor allem (31:14) ist mit milden gaben dem neoliberalismus (31:17) tatsächlich beizukommen ist

caritas jene (31:21) alternative ökonomie von der im saaltext die rede ist dann sollte man die (31:26) rolle dieses bild ist sollte auch die (31:28) begleitende kuratoren lyrik vielleicht (31:30) nicht überbewerten (31:32) doch zeigte sich hier exemplarisch der (31:36) lern- und leerfahrt (lern- und lehrpfad)

oder lehrfahrt dem diese dokumente folgten sie sprach zum gewissen des (31:42) einzelnen besuchers daraus resultierte (31:45) der nicht ganz kleine neben widerspruch (31:48) dass die documenta ihre besucher im (31:49) grunde dazu aufforderte die dokumente (31:52) unverzüglich zu verlassen

denn hätten diese die botschaft ernst (31:57) genommen

die kab und vielen weiteren werken der (32:00) ausstellung unterlegt war (32:02) dann hätten sie ihren reichtum an zeit (32:05) kraft und geld nicht dafür verschwenden (32:08) dürfen durch endlos viele spielstätten (32:11) der documenta zu streifen sie hätten (32:12) vielmehr einer partei beitreten oder in (32:16) den partisanenkampf wieder den (32:18) neoliberalismus ziehen oder auch nur (32:21) in der flüchtlingshilfe tätig werden (32:23) müssen um irgendwie den würgegriff zu (32:26) lockern (32:27) aber gut dass es nur einen neben (32:29) widerspruch zeigt allerdings wie stark (32:32) die post autonomie viele (32:34) großausstellungen beherrscht die kunst (32:37) gilt auch hier nicht länger als (32:39) gegenwelt die den zweck losen zweck (32:42) gewalt wäre und entsprechend spielt der (32:44) begriff der qualität den kritiker ja (32:47) doch irgendwie immer noch hoch halten (32:49) sollten keine rolle mehr (32:53) 2014 stellte sind schick die rhetorisch (32:56) gemeinte frage wie es qualität zu (32:59) definieren (32:59) seine antwort für ihn sei das zitat eine (33:03) lehre kategorie zitat ende (33:06)

denn diese unterstelle es gebe verbürgte und als sicher geltende werte in wahrheit sei qualität

zitat immer die qualität von jemand anderes zitat ende (33:15)

deshalb qualität eine lehre (leere) kategorie (33:18) geworden sei musste er offenbar alles (33:22) auf der ausstellung auf die reale welt (33:24) beziehen musste alles nach möglichkeit (33:27) anwendungsbezogen und nutzbringend (33:29) erscheinen lassen (33:31) in kunstwerken wie diesem hier zum beispiel mit der aufschrift ich war ein

(33:36) fremdling und ihr habt mich beherbergt (33:39) von julia priebe oder von hans haacke (33:44) überall in der platt plakatiert wir alle (33:47) sind das volk wie all are the people (33:51) solche plakativen im wahrsten sinne (33:54) plakativen appelle kann man ehrenwert (33:57) finden auch dringend notwendig im (33:59) politischen sinne und doch frage ich (34:03) mich was passiert wenn künstler sich (34:06) primär als verfechter einer ethik (34:08) verstehen also für das bessere und (34:10) eindeutige eintreten mithilfe etwas ja (34:15) dass der vernunft folgt oder folgen muss (34:18) und allgemein überprüfbar und in sich (34:20) corinth sein muss dann wird daraus nur (34:24) zu leicht ein weiterer fall von kunst (34:27) fahrrad (34:27) schließlich kann ein künstler nicht (34:29) beides für sich in anspruch nehmen der (34:31) einen seite die verbindliche prinzipien (34:34) der (34:34) ethik und auf der anderen seite die im (34:37) besten sinne befremdliche (34:39 prinzipienlosigkeit der ästhetik ethik (34:44) und ästhetik und das ist mir tatsächlich (34:45) ein wichtiger punkt verlieren an die (34:49) eigener wirkungsmacht und bedeutung wenn (34:52) man sie nach gutdünken durchmischt oder (34:55) gar für austauschbar erklärt ein (34:58) ethischer grundsatz ist ja nur dann (35:00) wirklich überzeugend wenn er unabhängig (35:03) ist von der ästhetischen erscheinung (35:05) also wenn die überzeugung nicht als (35:08) hässlich abgetan werden kann oder als (35:11) schön gepriesen werden muss als (35:13) geschmackvoll oder geschmacklos (35:14) kritisiert werden kann (35:18) umgekehrt bekommt die freiheit der kunst (35:21) bekommt die ästhetische erfahrung erst (35:24) dann eine tiefe wenn sie nicht von (35:26) vornherein durch ethische ansprüche (35:28) eingegrenzt wird und also ihre autonomie (35:31) einbüßt das gute der ästhetik ist nicht (35:34) das ethisch gute das verantwortliche (35:38) sondern die erfahrung des un-(35:39)-verantwortet das gute der ästhetik ist (35:42) dass sie uns wenn die sache denn auf (35:45) geht in einen schwebezustand zu (35:47) versetzen vermag und sich so die (35:49 bedeutung und die moral der dinge (35:52) verklären und für einen abstand zu (35:54) unseren kategorien aus richtig und (35:57) falsch gewinnen können das soziale an (35:59) der kunst ist also recht eigentlich das (36:01) asoziale weil sie unsere vorstellung von (36:05) dem was sozial sei unterläuft weil sie (36:08) hilft das leben jenseits der kunst zu (36:10) relativieren zu hinterfragen zu (36:12) unterminieren (36:13) doch wie könnte das gelingen wenn die (36:15) ethik selbst zur ästhetik erklärt wird (36:18) dann regiert im zweifelsfall eine art (36:21) richtigkeit denken dass die spielräume (36:24) der kunst zersetzt (36:27) in jüngster zeit gab es viele fälle wo (36:30) das eben das passiert ist dieser art von (36:32) zersetzungsprozesse zu beobachten waren (36:35) fälle die davon zeugen wie bedroht diese (36:38) spielräume unterdessen tatsächlich sind (36:40) fälle auch die noch einmal die (36:41) notwendigkeit ein (36:42) kritik als gegenwart analyse (36:45) unterstreichen (36:48) um es an einem beispiel zu zeigen als (36:51) kelly walker 2016 eine große ausstellung (36:55) in missouri eröffnete im postmuseum von (36:58) saint-louis hat er eigentlich nur getan (37:01) was er mehr oder weniger schon seit (37:03) langer zeit tut er hatte fotoarchive (37:06) durchkämmt hatte sich bilder von den (37:08) straßenkämpfen der 60er jahre (37:11) herausgegriffen auch zeitschriften cover (37:14) wie dieses hier was sie hier sehen und (37:17) hatte diese bilder kopiert mit weißer (37:19) und schwarzer schokolade auch mit (37:21) zahnpasta überzogen und dann auf (37:24) leinwand gedruckt mit solchen motiven (37:27) wollte walker wie das museum schreibt (37:31) zitat themen der identität rasse klasse (37:34) sexualität und politik destabilisieren (37:38) zitat ende man kann nur sagen es ist ihm (37:41) gelungen (37:44) auf dem steht steht das oft in der (37:48) ausstellung angebracht werden musste (37:50) contens content that may be difficult to (37:54) some news also inhalte die doch (37:56) schwierig sein können (37:59) also just diese die stabilisierung traf (38:02) beim publikum mich auf wenig gegenliebe (38:05) museumsbesucher privaten sogar die (38:07) wörter an einmal kam es zu einer (38:09) prügelei der künstler und aktivist david (38:12) warf kelly auf facebook vor dieser habe (38:16) als weißer mann bilder schwarzer frauen (38:19) und fotos von schwarzen menschen (38:22) beschmiert dieses werk so schreibt der (38:28) künstler

(keine Bildungstapete weit und breit zu sehen)

dieses werk ist beleidigend für (38:31) schwarze menschen (38:32) der implizierte vorwurf hier habe ein (38:34) künstler das leid anderer für seine (38:36) künstlerischen machenschaften (38:38) ausgebeutet so wurde von schwarzen (38:41) mitarbeitern des museums schließlich (38:43) eine petition verfasst und der weiße (38:45) künstler zu einer entschuldigung (38:47) aufgefordert für sein werk seine bilder (38:50) sollten wenn ich zerstört wo so doch (38:53) umgehend aus den sälen (38:55) walkers kunst habe hieß es in der in der (38:59) petition rassische und kulturelle (39:02) spannung unbehagen und verletzungen (39:05) hervorgerufen jeden fall kennen sie (39:12) wahrscheinlich ist eigentlich der (39:13) bekannteste der im letzten jahr (39:14) diskutiert worden weil nämlich ähnliche (39:17) vorwürfe wie kelly auch die malerei die (39:19) malerin den erreichten als die 2017

auch (39:25) der whitney biennale in new york ein (39:27) bild aus stellte nur waren es diesmal (39:29) viele ihrer künstlerkollegen die von (39:33) klassischer wut muss man sagen dazu (39:36) aufriefen das kurz wirkt wirklich zu (39:38) vernichten ist einfach nicht nur weg zu (39:40) räumen sondern ist zu vernichten schutz (39:44) hatte schatz hatte die leiche von emmett (39:47) till gemalt der mit 14 jahren in (39:49) mississippi von einem lynchmob zu tode (39:52) gefoltert worden war weil er angeblich (39:54) einer weißen frau hinterher gepfiffen

hatte pilz mutter hatte bei der beisetzung darauf bestanden den sack nicht zu verschließen denn alle sollten sehen wie grausam wie gnadenlos ihr sohn zugerichtet worden ist. das bild wurde tatsächlich zu einer (40:10) ikone im freiheitskampf der schwarzen und als trainer schätzen darauf zugriff und das nacht um es nach zu malen und (40:19) auf ihre sehr charakteristische malweise (40:22) für die gegenwart zu interpretieren (40:25) da schien das fiel fast wie blasphemie (40:29) es dürfe nicht länger hingenommen werden

Dana Schutz’s “Open Casket,” a 2016 painting in the Whitney Biennial. Credit.. Collection of the artist

das zitat eine weiße person schwarzes (40:35) leiden in profit und vergnügen verwandle (40:38) schrieb hanna black die die petition auf (40:44) setzt also nicht die art und weise wie (40:47) schatz den leichnam gemalt hatte empörte (40:50) black es ging in der debatte nicht um (40:52) künstlerische valeurs nicht um das was (40:55) die kunstkritik klassischerweise (40:58) beschäftigt nicht um fragen der (41:00) komposition der faktor der (41:02) ikonografischen originalität es ging (41:05) vielmehr um gesellschaftskritik (41:08) beck verurteilt weniger das bild selbst (41:11) als dessen funktionalisierung seine (41:14) verwendung für ökonomische und (41:17) aufmerksamkeit politische zwecke mehr (41:21) als alles andere sprach aus ihrem brief (41:24) brief von hanna black der vorwurf dass (41:28)

die kunstwelt post autonom geworden sei

(41:31) nicht länger jenen ort darstelle – in dem im sinne immanuel kants ein interesse loses wohlgefallen oder im sinne von jürgen habermas einen herrschaftsfreien diskurs möglich werde. auch das museum sei kein schutzraum mehr – so – die kritik auch hier regierten profit // (41:50) und vergnügen

der aufruf das gemälde zerstören

41:55 impliziert daher auch eine aufforderung. 41:57 sich gegen das system der absurden (42:00 – 20200524 um 20:29h DADA Diskurs via ZOOM auditiv folgend)

ökonomisierung wie ich sie eingangs (42:02) ( und ich sie laufend störe, denn dabei kommt nix raus!) gestört habe zu wenden (42:04) eben gegen diese spekulations fantasien – 42:07 – und die selbstdarstellungs gelüste (42:09) fehler sehr reicher menschen (42:11) es war ja tatsächlich dasselbe jahr

in dem leonardo für 450 millionen dollar (42:16) versteigert wurde in derselben (42:18) auktionswoche übrigens wie ein rennwagen (42:21) – (autoverkäuferin Panagiota Petridou) ebenfalls versteigert wurde ein ferrari wer dann für 7,5 millionen (42:26) dollar verkauft wurde (42:28) man muss diesen hintergrund kennen um (42:32) die vorwürfe richtig zu verstehen

denn gerade im zeichen dieser hyper (42:36) ökonomisierung werde (42:38) wer hält den Kasten sauber – ein Admin – Host – Moderator – Rechteverwaltung. Die Priaten war (der Zeit voraus) eine Partei.

zitat schwarzes leid als rohmaterial (42:40)

Malina Film

benutzt so der vorwurf von black sie (42:44) leitet daraus hätten eine forderung ab (42:46) die dazu angetan ist die grundfesten der (42:50) kunstproduktion und erst recht der (42:52) kunstkritik zu erschüttern lag schrieb (42:55)

zitat es steht schatz nicht zu sich mit (42:58) der thematik gemeint ist das sujet des (43:01) gewünschten jungen zu befassen ihre (43:03) begründung die freie rede und die (43:06) kreative freiheit weißer menschen (43:09) gründen auf der unterdrückung anderer (43:12) und stellen keine natürlichen rechte dar (43:15) das gemälde muss verschwinden also die (43:19) freiheit der kunst geklärt (43:22) der freiheit stellen keine natürlichen (43:24) rechte da beiden sie so lange von weißen (43:26) menschen missbraucht worden (43:28) deswegen können diese freiheitsrechte (43:30) auch aberkannt werden können das ist das (43:33) argument mit die sozialen medien (43:36) tatsächlich erklang dann auch dieser ruf nach zerstörung und wurde der brief

wurde von vielen leuten unterschrieben – allerdings waren nur nicht schwarze (43:46) menschen für diese unterschrift (43:48) zugelassen was hier passiert war (43:51) offenkundig beginnt sich die (43:53) instrumentalisierung der kunst zu (43:55) rechnen ganz gleich ob es bei diesem (43:57) bild ist tatsächlich um politische (43:58) aufklärung um eine form von gemalter (44:01) solidarität ging oder nicht die (44:03) künstlerin ihr werk werden in sippenhaft (44:06) genommen und es geht allein um ethische (44:08) fragen darum wer für wen eintreten darf (44:11) und mit welcher position aufzutreten hat (44:14) die klage gilt dabei nicht zuletzt den (44:18) philister haften wohl meinen der (44:19) künstler wie die kritikerin hanna black (44:22) ebenfalls deutlich machte (44:23) es gehe in der kunst doch nur um profit (44:26) und spaß so ihr vorwurf während unweit (44:29) des museums weiterhin schwarze (44:32) communitys in hoffnungsloser aber armut (44:35leben44:36) man kann dem schwerlich widersprechen (44:39) eine kunst die eigentlich keine kunst (44:41) mehr sein will sondern auch post44:44autonome weise eine form politisch(44:47) moralischer belehrung tendiert zu(44:50)moralischer bigotterie

das ist blacks (44:53) vorwurf sie konnten die kunst tendiert (44:56) zur selbst aushöhlung zum selbst verrat (44:58) weil sie ihr privileg der absoluten und (45:02) zuständigkeit aufgibt und nun quasi im (45:05) gegenzug den zorn jena auf sich zieht (45:09) die ihrerseits viel besser zu wissen

meinen was die künstler den zu und (45:13) zeigen sollten wofür die kunst gut sei: in dem moment also in dem die kunst – ihren anspruch auf autonomie verrät

wird (45:22) sie ihrerseits verraten so könnte man (45:25) sagen aufgekündigt wird die alte (45:27) verabredung sie sei frei und (45:29) unantastbaren schulden niemand (45:32) rechenschaft auf doppelte weise gerät (45:36) die kunst also in bedrängnis zum einen wie gezeigt durch ökonomische vereinnahmung dadurch so könnte man (45:43) sagen dass sich die kunst ihren wert (45:45) abkaufen lässt weil dieser wert nur45:48prima durch ihren preis bestimmt wird (45:50) zum anderen gerät sie in bedrängnis weil (45:53) sie sich nützlich machen will weil sie (45:56) das gute jenseits der kunst sucht und in dem maße in dem sie zum kombattanten im kampf um kulturelle identität wird auch zum opfer solcher moral scharmützel zu werden droht die dokumente um noch ein letztes mal darauf zurückzukommen

hat das im vorigen sommer besonders in athen

zu spüren bekommen wo die kuratoren (46:21) ganzen bereits geschilderten sinne angetreten waren den bürger griff des neoliberalismus zu lockern auch dort und sie am ende doch selbst die gewirkten waren weil sich viele kritische geister

in athen vor einem linkslinke geister (46:36) nicht damit abfinden wollten dass sie (46:39) auf so einer rein symbolischen ebene im (46:41) medium der kunst zum objekt einer in(46:44) ihren augen vor juristischen(46:46) entwicklungshilfe werden sollten (46:48) deswegen gab es viele graffiti es gab (46:51) viele aktionen die dokumente so heißt es (46:53) hier sei das botox des kapitalismus

man wolle sich nicht explodieren lassen

(47:01) die botschaft des protests waren nicht (47:03) zu überhören sie galt nur am rande den (47:06) politischen verhältnissen es war vor (47:08) allem ein protest wieder den kunst

fahrrad (velo) an diesem beispiel glaube ich (47:14) zeigt sich schon was eine kunstkritik im(47:16) zeichen der post autonomie und als eine (47:18) form von gesellschaftskritik sein kann (47:21) zumindest wenn sie von demonstranten von (47:24) einer kritischen öffentlichkeit (47:25) vorgetragen wird (47:27) was hier im vortrag eines kunstkritikers

den aufgabenbereich eines kunstkritikers (47:33) sein kann (47:33) das habe ich jetzt versucht ihnen (47:35) ansatzweise und exemplarisch (47:38) auszubreiten und zu demonstrieren das (47:42) heißt allerdings nicht dass möchte doch (47:44) noch kurz nachschieben )47:45( dass sich kunstkritik darauf beschränken )47:48( müsste oder sollte im gegenteil die )47:50( kriterien losigkeit hat ja die )47:53( instrumentalisierung in ökonomischer wie )47:55( in moralischer hinsicht und also den (47:58) kunst verrat und die entleerung erst (48:00) möglich gemacht (48:01) umso wichtiger ist es für die kritik (48:03) auch an diesem ringen um kriterien (48:06) festzuhalten und das beides gleichzeitig (48:10) hinzubekommen also gesellschafts und (48:12) werk kritik zu üben (48:14) das macht die aufgabe in meinen augen (48:16) gerade so reizt folgt herzlichen dank : Deutsch (automatisch erzeugt bearbeitet) – deutschsprachig redaktionell nachbearbeitet – kaum wirklich leser-erwartungs-freundlich

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#kunsttalk #KUNSTTALK 2

#kunsttalk 2.2. am 19.05.2020

THEMA: INFRAMINCE

am Beispiel von Francesca Woodman 

#kunsttalk 2.2. 19.05.2020

fotografische tableaux vivants – «Tableau vivant» – werden nicht nur als antizipierende Erprobung des Todes von Francesca Woodman (Roland Barthes etc.) gelesen – ästhetische Gegenwärtigkeit des Verschwindens – SELBSTPORTRäT – Selbstporträt – Selbstportraits – Selbstbildnisse – Selfies – Bild im Bild sowie Poesie_Musik_Tanz_Figur_Gesten in Gestaltungen usw.. Als Bild nutzt sie die Verflüchtigung als Voraussetzung für das Entstehen neuer Gestaltungen oder Erprobungen zur visuellen Formalisierung im Fotografischen

Sie setzt den «eigenen Körper» als materielles Medium und Bildobjekt ein. Bilderzählungen, in den die tragische Selbstbezogenheit möglicherweise weniger entscheidend wird als der spielerische Umgang mit dem wandelbaren und flüchtigen SELBSTBILD. Zusammensein von anwesendem und abwesendem Wesentlichen – 

enttäuschen jede Form der Erwartung-en möglicherweise:

francesca-woodman-10512

Mitten in den Erschütterungen des Ersten Weltkriegs preist Sigmund Freud in seinem Essay (1916) »zur Vergänglichkeit« den Reiz der Flüchtigkeit des Lebens. Der Wert des Vollkommenen (oder Perfekten und sauber Geleckten), sei es der Natur, der menschlichen Erscheinung oder der Kunst. Diese braucht nach Freud nicht zu überdauern, weil dieses Schöne nur durch seine Bedeutung für unser Empfindungsleben bestimmt wird. Für ihn besteht das Essenzielle unseres modernen Daseins in der Anerkennung der Fragilität der Welt, in der wir existieren und auf die wir reagieren. 

Das subjektive Empfindungsleben des Menschen wird für ihn der Massstab:

von schankungsweite:

Empathie mit Dingen; die Situation, das Innere des Hauses, das Innere, Interieur der Wohnung, drin sein, draußen sein; die vorgeblich weibliche Sphäre, Haushalt, Wohnlichkeit, schwinden hinter den fast leeren verwahrlosten Räumen; in die Haut fahren, aus der Haut fahren; da gibt es noch den Sinn: die Haut als eigenen Ort zu imaginieren, nicht nur die Wohnhaut mit der Körperhaut zu identifizieren – INFRAMINCE – sondern sich in deren Schichten, Tapeten-, Putz-, Konstruktions- Lamina zurückzuziehen, darin zu verschwinden, als Maus, als Geist, Haut unter Häuten, Bindegewebe: 

 – In der Lamina propria liegen Blutgefäße, Lymphgefäße und Nerven. In manchen Schleimhäuten finden sich hier auch Drüsen (z. B. Mundschleimhaut, Magen, Zwölffingerdarm). Ausschließlich in der Wand der Speiseröhre und des Magen-Darm-Trakts ist in die Lamina propria eine Schicht aus glatter Muskulatur eingelagert, die Lamina muscularis mucosae.[5] In der Lamina propria der Nasenschleimhaut liegen erweiterte Venen (venöse Sinus). Zudem bilden Plasmazellen in der Lamina propria von Schleimhäuten Immunglobulin A, welches der Immunabwehr dient.[6]

Scham, in der Ecke stehen, sich im Spiegel gespiegelt sehen, zur Geltung kommen, die Augen der anderen, die eigenen Augen, Hausauge, das Fenster in der Wand: hindurch gehen = gesehen werden, endgültig, also zugleich verschwinden, nicht wie die Maus durchs Mauseloch hinter den Wänden rascheln, ein Geheimes im eigenen Körper sein, ein Unsichtbares mit Oberfläche, was raschelt die Haut, nein, großer Schritt, großer Wurf, tiefer Fall. Stand es in den Zeitungen? Ein Auge fehlt: das Objektiv.

Francesca Photographin photographiert sich in fading portraits, schwindend:präsent.

Photographie als Verfahren mit dem Resultat fixierter Schichten Chemie auf Papier: Silber ausgewaschen, das latente Bild wird als Negativ fixiert sichtbar, dann ausbelichtet in einem zweiten chemischen Prozess auf Papier: ergibt als Resultat: Sichtbarkeit zweiter Art.

Abnahme der Ansichten per Licht von den Oberflächen, Weiterleitung, … Süßkind beschreibt den Prozess, mit dem Grenouille, von seinen Opfern den je individuellen, menschlichen Geruch abnimmt als ein kompliziertes Verfahren, aus dem eine flüchtige Substanz resultiert: Duft. Ein mediales Extrem. 

Es sind die Photos, die Francesca erscheinen lassen, gespenstisch interferent mit den Schatten, den Mustern, den Unterschlüpfen, den Attitüden, Rollenspielen, … formwandelnde Ansichten, die man sich bei den Photos abholen kann, wie einen Geruch am Flakon. Die Photographin ist tot.   

von ari q:

Die Sexualität scheint sich immer mehr in die extremen Ausformungen hinein zu entwickeln, körperlich wie geistig. Unsere Zeit empfindet kaum mehr etwas als anstößig. Im Gegenteil. Was noch als Sex-Skandal gewisse Chancen hat, in die Medien zu kommen, wird sofort für Tausende zur Gebrauchsanweisung. Was treibt die Menschen heute ins Bizarre und Extreme? Der wesentliche Aspekt der gesamten Diskussion um die Extreme der Sexualität liegt in der Struktur unserer Empfindungen. Wir sind darauf programmiert, nur uns selbst wahrnehmen zu können, alle Wahrnehmung ist nur Selbstwahrnehmung. Wenn nun der Körper sich einer bestimmten Situation aussetzt und dadurch im Körper ein anderer Systemzustand erzeugt wird, meldet das eigene neuronale System dem Gehirn, also in diesem Fall dem limbischen System, die neue Lage. Dieses steuert die Sexualität und ist auch im wesentlichen für Fortsetzungs- und Abbruchsaktivitäten zuständig. Das Instrument dafür ist herkömmlich bekannt als Ekel

von Birgit Matter:

Birgit Matter 2004 Bielefeld

ja – seit dem 20. Jahrhundert verändert es sich auch enorm

Thomas Macho: „Das Leben Nehmen“ –

Suizid in der MODERNE 

Grabsteine sind eher Denkmäler als Monumente? 

Monumentale Bauten sind Gräber – Pyramide-n.

Alte Häuser sind Archiv von menschlichen Spuren?

Feuerlöscher im Museum sind eher keine Kunst.

Dinge – ready made – sind “Wesen”, die Geschichten erzählen?

Ready Made – fertig – bereit – parat (zur Hand) : Versatzstücke – Fragmente

#kunsttalk 2.2 19.05.2020 ab 18:30h vorbereiten – wie Bilder lebendig werden – zur Anthropologie des schöpferischen Menschen – Humanen – anwesenden Körpern – Menschen

von schankungsweite:

Ausschneidebogen, Karamelbehälter: Zusammenbau und Befüllung in KunstTalk 2.3 … unter Verwendung der Zucker/Karamellieferung von «Birgit Matter». Ich schicke Karamelstücke auch an 10 KunstTalkteilnehmer. Der Behälter läßt sich drucken, ausschneiden, zusammenbauen. A4 Format. Je steifer das Papier, desto besser.

Andreas Peschka
THEMA: INFRAMINCE
am Beispiel von Francesca Woodman 

Fotografieren heisst sich das fotografierte Objekt „aneignen“. Es heisst sich selbst in bestimmte Beziehungen zur Welt zu setzen, die wie Erkenntnisse – und deshalb wie Macht – Überzeugungskraft – anmuten. Das gedruckte Wort scheint weniger trügerisches Mittel zu sein, um die Welt auszulaugen, sie in den Gegenstand der Vorstellung zu verwandeln, als das fotografische Bild, das heute den grössten Teil der Kommunikation vermittelt. Kenntnisse, die der Mensch vom Erscheinungsbild (Bilder-Szenen) der Vergangenheit und der Spannweite der Gegenwart „besitzt“. Das, was über die Person oder Ereignisse geschrieben wird, wird im Grund Interpretation, genauso wie handgefertigte, auf das Visuelle beschränkte Aussageformen, etwa Zeichnungen und Gemälde.

https://docs.google.com/document/d/1E7j5Zx1B2knG8DU4ReNqRPmkxn7dde4bMC77TcpzCcw/edit#heading=h.xzrg6n2taqia

https://www.theguardian.com/artanddesign/2014/aug/31/searching-for-the-real-francesca-woodman

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/beine-in-tesa

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#kunsttalk001

¿arbeiten? – Was ist Arbeit? Welche Art von Arbeit_

  1. MAI ist vorüber – Tag der Arbeit – Arbeit tönt seriöser als Spaß haben. In den Tag zu leben, etwas gestalten und Kunst zu schaffen. ¿Arbeit? – Was ist Arbeit? Welche Art von Arbeit.
  2. MAI ist vorüber – Tag der Arbeit – #kunsttalk ADMINS besprechen, planen & probieren – chatten: Einstellungen & Konstellationen etc. organisieren: Einführung in U-Theorien oder «Führungen vor der leeren Leinwand»? Sind leere Leinwände immer weiss?
  3. MAI ist vorüber – online – schreiben & mit-gestalten – offenes Atelier. Die Gespräche im Teutoburger Wald – Statistik-Zürich in der deutschsprachigen Wikipedia & Gemeinschaftszentren werden zu ProdUsing #DataLiteracy aufgezeichnet. #VisualLiteracy & Ästhetik & Schreibsysteme interessieren weiterhin.
  4. MAI ZOOM ADMIN TEAM und BANDE bespricht und schreibt zu Fragestellungen: ADMIN & MEMBER mit und ohne Profilbild -Funktionen ZOOM sowie Planung des #kunsttalk 2.1 – Marcel Duchamp via Skype, ZOOM & Google doc & YouTube etc. (CH & Europa & ( )) parallel – Ankündigungen per Social Media // Content- & Terminologie- & Memes-Management oder wie wäre es zu bezeichnen? Videoaufzeichnungen & LIVE-STREAMING & ach ja, die Admins – arbeiten und schrieben ins doc, jaja (!) ja, und das «BILD» – die Bilder für den Hintergrund – das Konzept – die Konzepte
  5. MAI umgebungen für #smartsetting – #kunsttalk 2.1 – #environments Räume, bewegte bis mobile Bilder im LIVE-STREAMING mit Audio- und Videospuren sowie Aufzeichnungen in Reflexion? Wo bleibt der Gong, die Musik, der Rhythmus, der Tanz, der Sprechgesang
  6. MAI Router installiert – Zettelwirtschaft & Akten zum Teil entsorgt_ Ameisen krabbeln durch den Fensterspalt
  7. MAI LecturePerformance „Jetzt über Geld reden nicht“ mit Birgit Matter & Günter Lierschof : «Batman-n würde auch nicht töpfern» Das nennt man doch so : oder bezeichnet es so : ist das gegessen, dass der Schein «Wirklichkeit» ist? Juwelen, Kelche, Münzen & Geldscheine – dreckiges bis schmutziges GELD – «Vanitas Stillleben» – gekochte oder rohe EIER – gelbe bis graue ENTEN – zwei oder die unerklärbare Leichtigkeit des Materials, Dings und Zeugs // in Detail und Kontext anschauen,. Anatomiezeichnungen bis Aufzeichnungen – in Videosequenzen performen wir – «Babylon Berlin» – BUDDHA – ROSENKRANZ – Hampelfrau bis – Mann – OMAN.
  8. MAI TAG DER BEFREIUNG – denkwürdiger Tag – 8.05.1985. Warten – AKTIV bis INTERAKTIV – abgeschlossen oder angeschlossen // Spargel schälend. Anschlussfähigkeiten // Öffentlich versus Privat, welche praktischen Unterschiede werden hiermit via Social Media transportiert? #SmartSetting – Kommunikation unter Freunden – Kommunikationen mit Freunden und Kommunikation unter Unbekannten bis zum »Festival«. Keine Ahnung. Online oder Offline, wen interessiert’s
  9. MAI #kunsttalk 2.2 läuft auf Hochtouren https://kunstderkunsttherapie.com/2020/05/15/kunsttalk-2-2-19-05-2020/
  10. Mai *oder ist es doch nur basteln?!

https://www.news.uzh.ch/de/dossiers/Künstliche-Intelligenz.html

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#kunsttalk001

Was die Kunst noch zu sagen hat Beitrag 1

Was die Kunst noch zu sagen hat: Ästhetische Kritik als Gegenwartsanalyse.

Moritz Stumm

Kunstkritik drehe sich um sich selbst, es fehle ihr an Sinn, Verstand und Formbewusstsein sowie Courage. In Interessenskonflikte und Interessengeflechte sei sie verheddert und habe kein Bewusstsein mehr für ihre AUTONOMIE. Auch der Gegenwartskunst wird dieser Mangel an Sinn, Verstand und Formbewusstsein sowie Qualität vorgeworfen.

Die Kunstproduktion, welches die Künstler hervorbringen, funktioniert nicht ohne die «Distribution» und die »Rezeption«. Gegenstands- und Gegenwartsanalysen zu dem was Kunst noch zu sagen hat:

Die Ökonomisierung betreibt eine Entleerung der Kunst.

KUNSTVERRAT

Die Moralisierung betreibt zugleich eine Überladung der Kunst.

Die FREIHEIT und AUTONOMIE der KUNST wird verraten, und damit die Kunst als Ganzes.

Dan Colen
B. 1979

HOLY SHIT

signed and dated 2006 on the reverse
oil on plywood
48 x 36 in. 121.9 x 91.4 cm.

VERSPORTLICHUNG der KUNST? oder KUNST auf Höhe der ZEIT?

GELD wird zur eigentlichen autonomen KRAFT der KUNST oder GELD kommt, wenn man es richtig gemacht hat?

Kunst dient dazu die eigene Kultur- und Bildungsbeflissenheit zu re-präsentieren.

Wird Kunst dabei immer und automatisch zur Ware?

Künstler sprechen selten über Geld und wie sie davon berührt, beeinträchtig und beschädigt werden. Es ist schlimm vom Kunstmarkt vereinnahmt zu werden. Der Verrat beginnt dort, wo die Künstler nicht über ihre Rolle reflektieren.

»Verballhornung« der Kunst bis zur repressiven Toleranz der Künstler, da der Glaube, das die Kunst alles kann und darf.

Kunst trägt zum Ausdruck und zum Vehikel der Ungleichheit bei:

https://www.guiding-architects.net/de/verlorenwustekatarreisebericht/

Zweifel am Konzern sind nicht die Zweifel der Kunst!

https://www.yumpu.com/de/document/read/5227184/kunst-ist-currywurst

Veränderte Nachfragestruktur und Bedürfnisse nach Kunst?

Künstler Galerist und Kunstmuseum nehmen wir kaum in den Blick?

Sammler suchen den Austausch und die Interaktion mit dem Künstler?

Alle haben ein oder die eigene Vorstellung was und wie Kunst zu sein hat.

Künstler finden den Austausch mit Künstlern

auch per ZOOM – #SmartSeeting#Social Media

Der Sog der Nachfrage_ fremde Interessen schleichen sich ein_

Schleichender Kunstverrat der Entleerung: Künstler sind nur Spielzeug der Sammler, sie machen mit dir, was sie wollen. Ihnen geht es nicht um dich, sondern nur ums Geld. Wachsende Nachfrage:

Eric Fischl

Timm Ulrichs „Ich kann keine Kunst mehr sehen“

Birgit Matter hat gestern ihre Kunstsammlung in Google gelöst.

Post – Autonomie – Künstler machen sich gemein mit anderen – werden zu Auftragskünstlern im vormodernen Sinn und verlieren ihre Freiheit.

Der ontologische Rang der Kunst verändert sich laufend. Das Ideal einer Gegenwelt in der Moderne, ohne dass dieser Anspruch je eingelöst werden konnte. Der Hoffnung, die reale Welt lasse sich in der ästhetischen Erfahrung transzendentieren. So dementieren die Post-Modernen und Post-Autonomen an Macht orientierten Postionen der Kunst dieses alte Ideal der Autonomie der Kunst.

Was sind die Ursachen des Bewusstseinswandels?

Wird es diskutiert?

Betriebsblindheit gegenüber GELD. Woher es stammt und was es in ästhetischer Hinsicht bewirkt.

Autonomie der Kunst ist kein Vakuum oder luftleerer Raum : 23.35 Min.

relativiert wird, wenn die kunst ihre souveränität einbüßt, dann fällt es schwer von einer autonom oder eben auch nur sowie kunst zu sprechen. manche künstler meinen ihre kunst sei doch immer dieselbe egal wo sie gezeigt und von wem

sie bestellt und bezahlt wurde

ich glaube nur eine solche sicherlich idealistisch gedacht zur vorstellung der kunst ist doch sehr naiv

die bildende kunst ist mehr als die literatur

oder der film von dem rahmen abhängig in dem sie erscheint es wissen wir ja spätestens seit marcel duchamp also seit jahren

gerade weil heute alles kunst sein kann

es also nicht allein auf das objekt selbst sondern auf dessen wahrnehmung ankommt ist sie auf ihre glaubwürdigkeit angewiesen und nicht zuletzt der künstler ist es, der sie beglaubigt

vor allem dann, wenn er selbst als teil seiner kunst in erscheinung tritt. wie bei joseph beuys oder eben bei marina abramovic – gewiss muss der künstler kein guter kein gerechter menschsein auch ein steuersünder kann ein guter maler auch ein drogendealer ein guter bildhauer sein

nebenbei bemerkt auch ein künstler der frauen sexuell nötigt wofür er hoffentlich vor einem gericht angemessen bestraft wird, vermag ein verdammt beeindruckendes werk abzuliefern

die kunst geschichte ist voll von solchen fällen in denen die künstler vor dem gesetz oder moralisch fehlen und trotzdem werke abliefern die von der kunstgeschichte bis heute gefeiert und gewürdigt werden und es geht also nicht um gesetzes treue!

aber jenseits dieser gesetzestreue geht es um so etwas was sich das ethos oder epos der künstler nennen würde um das eigene braucht diese autos um das eigene der (25:40) kunst zu schützen (25:41) der raum der freiheit um es pathetisch(25:44) zu sagen kann die kunst nur sein wenn (25:47) der künstler sie tatsächlich frei hält (25:49) von den versuchungen der unfreiheit und (25:53) eine aufgabe der kritik der als (25:56) gegenwarts analyse könnte es sein. ihm dabei unterstützend zur seite zu stehen (26:02) in von diesen versuchungen der (26:04) unfreiheit frei zweiten doch denn was (26:07) passiert, wenn die unfreiheit einzieht (26:10) dann ist die kunst eben nicht länger (26:13) solistisch – wahnsinnig – gaga formalismus (26:16) nicht jene feingeister, deren nuancen (26:19) nur experten zugänglich sind (26:22) vielmehr wird sie (26:25) die sie kaum mehr zu widerstehen vermag (26:28) dazu gehören die erwähnten ökonomischen (26:31) anliegen, die eigenes in der kunst als (26:34) ressource instrumentalisieren (26:36) die monetäre und die soziale rendite zu (26:39) steigern (26:40) dazu gehören aber ebenso man könnte (26:43) sagen am anderen ende der großen kunst (26:46) wippe ethisch politische (26:49) verwertungsinteressen.

wie ich gerne im weiten kürzeren teil dieses vortrags (26:54) zeigen möchte mein lieblingsbild aufgenommen auf der biennale in venedig (27:05) im vorigen jahr.

autonomen und souveränen KUNST zu sprechen:

Seit Duchamp wissen wir, dass der „Rahmen“ wichtig ist, indem die Kunst erscheint

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#KUNSTTALK 2 Allgemein Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild buchseiten der anfang Duchamp Echtzeit Essay essay Existenzfrage Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstler*in künstler*in Künstlerbuchseite künstlerisch forschen künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung kunstprozesse KunstSchaffen kunsttalk kunsttalks Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens schreiben Seite der Künstler*in Theoriebildung transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#KUNSTTALK 2.1 am 05.05.2020

ERSTE MEETING #KUNSTTALK 2.1:

ACHTUNG: LIVE-STREAMING 90 Minuten

#KUNSTTALK 2.1

ZUGANG: MEETING ID 874-3179-0133

MEETINGPASSWORT: 060049

THEMA MARCEL DUCHAMP

BEI DEM DIE KUNST, IM NAMEN DER PERSPEKTIV, FREI MIT DEM BETRACHTER AUSGEHANDELT WIRD:

*KONZEPT(e)KUNST

https://www.youtube.com/results?search_query=Duchamp

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit#

browserbasiert über https://zoom.us/

2. Meeting #kunsttalk Staffel 2.2 19.05.2020 INHALT  

3. Meeting #kunsttalk Staffel 2.3 02.06.2020 INHALT  

4. Meeting #kunsttalk Staffel 2.4 16.06.2020 INHALT  

5. Meeting #kunsttalk Staffel 2.5 30.06.2020 INHALT  

6. Meeting #kunsttalk Staffel 2.6 14.07.2020 INHALT  

https://praxistipps.chip.de/zoom-online-nutzen-videokonferenzen-im-browser_118718

welche Spuren – Ankündigung – #KUNSTTALK – ZOOM – abrufbereit

endlich-mal-erklärt-warum-ist-einUrinalkunst

Seit Duchamp wissen wir, dass der „Rahmen“ wichtig ist, indem die Kunst erscheint. Aus diesem Grund experimentieren wir mit Meetinglösungen im Gartner Magic Quadrant 2019 für und im #kunsttalk am Diensttag zweiwöchentlich.

Am 5.5.2020 um 19:00h beginnt es live und läuft weiter mit:

ZUGANG

MEETINGPASSWORT: 060049

Duchamp – Andreas Peschka – Geburtstag
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Allgemein artistic Research der anfang künstlerische Forschung schreiben Versionsgeschichte

asemic

http://thenewpostliterate.blogspot.com/

Schrift ist ein Mittel der visuellen Kommunikation und dient zur Aufzeichnung der Sprache. Zivilisationen auf der ganzen Welt haben verschiedenen Schriftzeichen und Buchstaben entwickelt, die ihre Kultur und Geschichte darstellen. “Asemic Writing” bezeichnet Schreiben ohne wörtliche Bedeutung, Buchstaben ohne Sinn.

Für Asemic Languages wurden durch künstliche Intelligenz Buchstaben geschaffen, die keine Bedeutung haben; nur Formen und Linien, die wie Schriftzeichen aussehen. Das Projekt fokussiert sich allein auf die Form der Buchstaben, nicht auf deren Bedeutung. Für die Entwicklung dieser einzigartigen Schrift wurden handschriftlich verfasste Aussagen von zehn internationalen KünstlerInnen zusammengetragen. Durch das Erlernen unterschiedlicher Handschriften in verschiedenen Sprachen sammelte die künstliche Intelligenz Informationen über die Formen jedes Zeichensystems und die Eigenheiten der VerfasserInnen. Die Textzeilen sind dabei trügerisch und sehen aus, als ob sie eine wichtige Bedeutung hätten.

Asemia

Asemic_writing

Autograph

Automatic_writing

Constructed_script

Creative_writing

Doodle

Free_writing

Handwriting

History_of_writing

List_of_writing_systems

Lorem_ipsum

Postliterate_society

Proto-writing

Seme_(semantics)

Sign

#SmartSetting

Surrealist_automatism

Undeciphered_writing_systems

Visual_poetry

Writing

Diese Methode hat möglicherweise Effekte, die man kaum sofort erwartet: Sie verlangsamt nämlich, nach einigen Zeilen Schreibens, das Denken. Und wenn Gedanken nicht mehr in Fluchtgeschwindigkeit davonhuschen, hat man mehr davon. Als ich mir die Frage gestellt habe: „Wie könnte ich m-einen Blog in Zukunft füllen“ hatte ich allenfalls ein paar vage Vorstellungen wie „Rezensionen?“ oder „Werkstattbericht?“ oder zu „Bildern anderer Künstler?“ schreiben.

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Allgemein

FREIHEIT ALS KONSTRUKT

Suche nach (einigen) Personen, welche intensiv mit Hinweisen von Paul Watzlawick arbeiten.

Um mit ihnen zusammen Titel zu entwickeln!

Damit gesehen und deutlicher erkannt wird, welche Art von Beiträgen oder Artikeln hier gesucht werden. Jede-r kann mitmachen:

https://docs.google.com/document/d/1CbpdU4U6PFk8fFfeQwN0iDdZiP7BNZumKgLzA2GGOUA/edit

#PaulWatzlawick 4.0 #ZRH 2020 Festival

Donnerstag 29.10.2020 bis Sonntag 01.11.2020 in ZÜRICH

Paul Watzlawick Seite https://www.facebook.com/Paul-Watzlawick-40-ZRH-2020-Festival-online-live-deutsch-englisch-102945321439035/?modal=admin_todo_tour

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#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang Künstler*in künstlerisch forschen Kunstforschung kunstprozesse kunsttalk kunsttalks Medienmündigkeit schreiben transdisziplinär visuelle Kunst

vor-bereiten #kunsttalks

blau = definitiv

kollaborativ wird das format #kunsttalk via skype.com/de & ZOOM vorbereitet

  • es wird immer aufgezeichnet! (auch wenn wir technisches und organisatorisches auf der „Hinterbühne“ – backstage – backoffice – als Admins bis Host besprechen)
  • es wird protokolliert!
  • es könnte öffentlich werden! (durch Live-Streamen oder die Extraentscheidung)
  • jede-r kann Mitmachen beim #kunsttalk

wechseln zu Enterprise-Videokonferenzen mit Instant-Messaging und Content-Sharing – Meeting – Optionen

https://www.youtube.com/channel/UCrrySgaQ4OSqabo5cRDF8mQ?view_as

Accumulation: Searching for Destination, 2014 – 2016

Chiharu Shiota

Informationsgrundlagen für das Verständnis von Struktur und Entwicklung (sowie System-en) des Kunstfeldes (#kunsttalk) werden für das Verhalten, Teilnehmen und Teilgeben der Akteure interessant. Es regt zur Selbstreflexion an und bewahrt davor, in einem luftleeren Raum zu agieren bis zu experimentieren. Unmögliches zu verlangen, zu erwarten und zu wünschen. Wobei zunehmend Phantasie – Illusion – Zauber – Poesie – Geheimnis – Faszination – Magie – Ästhetik – Sinnlichkeit – Selbermachen – Assoziationen – Unverfügbares usw. der Gegenwartskunst im #kunsttalk interessieren. Zur Vorbereitung der Videokommunikation im „neuen“ Format ZOOM wird hier kurz pausiert. Dieser Wechsel wird das „Kinderspiel“ für die Anwender werden. Wir freuen uns auf den ersten Dienstagabend im Mai, den 05.05. 2020 um 19:00 Uhr.

Weitere Fragen werden auf Globalisierung und deren Rückfluss auf die Kunst zielen. Wie weit reicht Inklusion, und ja, wo ist diese mehr Wunsch als Realität?

Interessant ist, zu beobachten, wie sich Präferenzen gegenüber künstlerischen Medien (wie Geräten, Hilfsmitteln, Instrumenten, Enterprise-Videokonferenzen mit Instant-Messaging und Content-Sharing – Meeting per ZOOM bei (bildenden) Künstler*innen etc.) ändern.

Malerei und Skulptur sowie inzwischen auch Installationskunst und Fotografie dominieren das Interesse des Publikums selbst angesichts der von manchen ausgerufenen «Postmedia-Ära». Video und digitale Produktionen hingegen bilden das Schlusslicht der Präferenzliste. Ungeachtet des gesellschaftlichen Stellenwerts, welchen das Internet und die (virtuelle) Welt und Welten und (social media) Netzwerkkulturen mittlerweile gewonnen haben.

«Open Access» mit verschiedensten Zugängen, Möglichkeiten und Funktionen der neueren und älteren Geräten (Device), d.h. Mobiltelefone – Computer – Tablet etc. per »ZOOM« für den #kunsttalk schaffen und einrichten.

Ziel – Zweck – Nutzen: Teilnahme ist parallel – synchron – mit ZOOM möglich: mit oder ohne Kamera (Video) – mit oder ohne Hintergrundbild – stumm oder sprechend (Mikrofon) – schreibend oder teilend – beobachtend oder zuhörend – parallel sichtbar chatten – streamen – aufzeichnen usw.

https://docs.google.com/document/d/1FBRi95qF0KL9QBqcDdnwCPP0Xzal4PeKEbsOEwJ7L5Y/edit?usp=sharing

https://docs.google.com/document/d/1ROSiy7woW_BAO9XAGpeLHKUb7M3502QmRnxDaFtU5_k/edit#heading=h.38pxbihw2cgz

kinderleicht!

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#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang Echtzeit gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen künstlerisch forschen Kunstforschung kunstprozesse KunstSchaffen Medienmündigkeit

vorschauen auf #kunsttalks

Heiner Altmeppen
„GRÜNES UFER, GRÜNER SEE“
ACryl auf Karton auf Holz
26 x 23 cm










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#kunsttalk001

auto-bio-grafie

nur mit den auto-bio-grafie-n wird das KünstlerSEIN mit Werk möglich?!

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Kunst

#kunsttalk 01.27


#kunsttalk – Impression

vom 1. Oktober 2019 bis 30 März 2020 fand von
19:00 – 20:00 – 22:00 Uhr zweiwöchentlich am Dienstagabend
der #kunsttalk erste Staffel statt.

Birgit Matter – Andreas Peschka – Naomi Greenberg

luden hierzu via Gruppe auf Skype mit Videokonferenz und Aufzeichnung des #kunsttalks ein, der anschliessend auf YouTube veröffentlicht wurde.

es war demokratisch –

die Termine waren fixiert für die nächsten 6 Monate –

Vorgehensweise – Videoaufzeichnung – Prospektiven vorbesprochen


wo ablegen – Bild und Bilder malen oder/und zeichnen ✍️ – oder schreiben oder sonst wie installieren – performen – aufführen und ausstellen … in jedem Fall darüber sprechen und in keinem Fall nur „labern“. . . …

Jede-r war willkommen, der sich via Skype dazu einklinken wollte – Sprechen – Chatten – Zusammensein

https://join.skype.com/nuZTuLz4vzLp

videoaufzeichnung

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öffentlich sprechen

Jetzt über Geld reden nicht?!

Endlich ist es soweit: die Dokumentation der LecturePerformance “Jetzt über Geld reden – nicht?! ist fertig. Doch wie wird es weitergehen? Wollen und können wir bald an andere Orte, in andere Lokale oder Räume im deutschsprachigen Raum reisen, um künstlerisch zu performen. Sobald die »Corona-Massnahmen« gelockert werden. Die Vorbereitungen laufen:

Trotz Ausnahmesituationen und Ausgangssperren in Europa – aufgrund der Pandemie durch den Virus «COVID 19» weltweit – ‚One World: Together at home‘ – zuhause und daheim – in den „eigenen Räumen“ sitzen zu bleiben.

Seit September 2019 läuft die LecturePerformance der Künstler MATTER & LIERSCHOF parallel – gemeinsam – zusammen – weiter. Aufgezeichnet und weiterhin dokumentiert wird. Nachdem die Speicherkarte mit den Filmen mehrmals per Post hin und hergeschickt wurde, lehrt es uns: per Einschreiben «Material» zu adressieren und zu versenden. Die Grundprinzipien der «Materialien» – «Dinge» – «Zeugs» – «Sachen» – «Bilder» – «Zeichnungen» haben sich seit der Erfindung der Fotografie bis heute in einigen Punkten zwar extrem verändert, in anderen sind sie aber auch gleich geblieben. Worin sie gleich geblieben sind: der physikalisch-chemische Vorgang: Lichtverteilungen auf dem Trägermaterial aufzuzeichnen.

So lästig es auch sein mag: Ich wollte mehr darüber wissen. Nicht nur, weil vieles aus der digitalen Welt Parallelen zur Wirklichkeit aufweisen. (Etwa, dass die Größe des Filmkorns und die Größe der lichtempfindlichen Dioden auf einem Kamerasensor über Bildrauschen bzw. Korn und Lichtempfindlichkeit entscheiden). Da es sich um das technische, kulturelle und künstlerische Erbe handelt – welche die Basis bilden für diese Kunstform: LecturePerformance.

Wir scheinen heute die Rationalisierung der Sinne zu erleben. Die Kunst der Verfeinerung, und die Aufmerksamkeit für Details, Vertiefungen und bedächtige Auseinandersetzungen werden vernachlässigt. (In meinem bestechend leichten Text über das Konzept – Ei – Weiss – Farbe-n usw. wird sich dieser Tendenz entgegengesetzt – in stillen Bilderfolgen. Um Beiträge zur Anthropologie des schöpferischen Menschen, Körpers und Leibs selbst in den Focus zu rücken). Welche sich in das Konzept der Leere (utsu/emptiness), genauer das der Hohlheit (karappo) einbettet. Es wird auch als Kommunikationstechnik bezeichnet. Sobald Menschen miteinander in Kontakt treten, werfen sie einander nicht einseitige Informationen zu, sondern machen sich in der Regel ein Bild von ihrem Gegenüber. Verständigung hängt also nicht davon ab, wie überzeugend ein Argument ist. Wie es vorgetragen, erzählt oder erklärt wird, sondern wie wir unserem Gegenüber zuhören.

Deshalb haben die Menschen im Laufe der Geschichte begonnen, sich etwas für die Kommunikation nutzbar zu machen, das hohlen Gefässen ähnelt.

Anders als Zeichen, die in ihrer Bedeutung auf bestimmte Weise eingeschränkt sind, fungieren beispielsweise in ihrer Einfachheit unübertroffene Symbole wie die rote Sonnenscheibe auf der japanischen Flagge. Oder ein Pfahl oder Kreuz wie grosse, hohle Gefässe, die jedes Bild in sich aufnehmen können, das sich die Menschen von ihnen machen. Unter das Konzept der Leere fallen Vakuum sowie auch die riesigen, leeren Räume von Grabanlagen oder Kirchen sowie Teehäuser und Gartenanlagen. An monumentale Bauten wie Pyramiden, Kathedralen und Hochhäuser sowie Monumente wie Grabsteine und Denkmäler wäre sofort zu denken. Es hat mich anfangs dazu bewogen etwas über Stille und Leere zu schreiben. Aber während ich daran arbeite, kam ich der Farbe weiss auf die Spur. Für Günter Lierschof ist weiss die Farbe. Wenn ich hier schwarz auf weiss schreibe, kann es passieren, dass «WEISS» nicht mehr als weisse Farbe betrachten wird. Oder wenn Günter mit weisser Farbe auf das schwarzgrundierte Blatt zeichnet, malt oder schreibt. Dies ist das Zeichen dafür, dass sich die Wahrnehmung feiner abgestuft entwickeln wird. Vermutlich wird das, was wirklich «weiss» war, plötzlich noch leuchtender erscheinen. Je sensibler Weiss wahrgenommen wird, desto feinfühliger werden auch die Schatten differenziert.

Wenn wir jetzt unser Augenmerk darauf legen, dass die Farbe (sowie vermutlich auch das Geld) von jedem Menschen individuell entdeckt wird. Liegt dann nicht der Kern der Gefühle in der Rührung darüber, wie wir die Farben entdecken. Und das genau dieser Aspekt in den Farbnamen mitschwingt? Es gibt in der Natur keine Farbe, die isoliert und unabhängig existiert: Farbe verändert sich mit der subtilen Abstufung des Lichts, wie jede-r weiss. Hieraus entstehen Eigenschaften, denen durch Worte klare Konturen verliehen werden. Ich bin zutiefst davon geprägt, dass diese sprachlichen Entsprechungen zutreffen und irritiert, wenn sie nicht entsprechen.

Die Farben sind in jedem Kulturkreis traditionell in Form von Farbbezeichnungen erhalten (geblieben), in denen sich die Farbauffassung und das Farbverständnis spiegeln.

In der japanischen Etymologie bezeichnet das Wort iro (Farbe) auch den Geliebten / die Geliebte. Es ist in viel weitere Bedeutungsfelder eingebettet als unsere heutige Auffassung von Farbe. Sobald wir Farben beurteilen, sind wir – ob zum Guten oder Schlechten sei dahingestellt – unwillkürlich durch die Farbstifte oder Buntstifte geprägt, mit denen wir in der Kindheit gemalt haben. Die unsere Vorstellung davon bestimmen, welche Farbe das Wasser hat oder welche Farbe die Haut oder der Körper haben. Aber was wäre, wenn es keine Parameter und nur sehr, sehr wenige Wörter gäbe, um Farben zu benennen?

Günter, was ist mit dem blauen Elefanten und seinen quadratischen Ohren?

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#kunsttalk001

#kunsttalk 14 – mit zwischen durch

#kunsttalk 14
zwischen durch
#kunsttalk zwischendurch
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#kunsttalk001

#kunsttalk 13 mit Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis von Andreas Peschka im Kommentar

Türöffner für #kunsttalk 14 und vorerst den letzten in dieser Session #kunsttalk 1.10 – 31.03.

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Ausstellung «#DieKunst» Essay Fotografisches künstlerische Forschung Kunst transdisziplinär

blogs 2015 – 2020

Quintessenzen im Fotografischen seit 2015

under construction

dokumentieren – archivieren – herstellen – erneuern – entsorgen – veröffentlichen, sonst wie entäussern, verschenken, verspenden oder verkaufen?

Aus welchen «Quellen» werden visuelle künstlerische (kunst-therapeutische) und forschende künstlerische Arbeiten heute geschöpft?

These: Jede «Künstler*in» schöpft selbst, subjektiv aus diversen «Quellen». «Methodenrepertoires» und «Bilder» werden angelegt und gesammelt. Auch, um im «Workflow» des «visuellen KunstSchaffens» und «Forschens» zu sein und zu bleiben.

Anhand künstlerischer Arbeiten im zeichnerischen, schriftlichen und fotografischen, mit Dingen und Material sowie den Videoaufzeichnungen wird heute aktuell kommuniziert. Immer wird auch visuelles, kulturelles und ästhetisches mit kommuniziert. Retro- und prospektiv ergeben sich gehaltsästhetische Reflexionen dazu. Neue künstlerische Aspekte, Erkenntnisse bis Ansätze und Formate entstehen, die für künstlerische Forschungsarbeiten, Performances und Ausstellungen genutzt werden. Damit neue Feature entwickelte werden.

Storytelling wird zur «Information». Zeichnungen im fotografischen bis malerischen werden zum «Bildakt», der ästhetisch bis phantasievoll, assoziativ bis emphatisch kommuniziert.
«Essay» schreiben wird relevant.
«Re-search» wird brisant. «Visual Literacy» wird bedeutend schneller erfasst.

Künstlerische Forschung wird hier sichtbar – lücken- bis auch fehlerhaft – produziert und präsentiert sowie visualisiert.

Für «kollaboratives Lesen und Schreiben» und «künstlerische Forschungen» wird es experimentell-er.

Offene Wissenschaft und «Open Science» werden chronologisch in den Zusammenhängen der Systeme und deren Versionsgeschichte erbracht. Einiges wird nach wie vor im Entwurfscharakter hängen bleiben, da es an Support, Begleitung und aktiven Unterstützungen mangelt. «Open Access» ist bis 2020 zu 100% in der Schweiz und Europa anvisiert. Dies heisst offener Zugang zu wissenschaftlicher Literatur, Materialien und «Informationen» im Internet.

Richtungsweisend für die Künstler*in-nen und Kunstschaffenden sowie die Kunsttherapeut-innen in der »Schweiz«, die vermutlich in inter-nationalen Diskursen „verankert“, „verflochten“ sowie „verwoben“ sind. Dies wird vermutlich auch immer wichtiger und relevanter sowie bedeutender werden.

Cyperspaces weltweit, #Environment, Room für Meeting, #SmartSetting, #Kontext, #Chat usw. welche Rolle spielt es heute für die künstlerische Forschung? Welche Bedeutungen werden #OpenData & #DataLiteracy zugemessen?

Eine Art und Weise oder State of the Art wird häufig erwartet. Subjektive Erfahrungen und Erlebnisse im visuell-ästhetisch-künstlerischen bis performativen Handeln und Sprechen werden als «haptische Wahrnehmung» bezeichnet. Geheimes Wissen (inter-subjektiv-individuell-erfahrene) Geheimwissenschaft bis zur Alchemie interessieren auch, sobald das Forschen im künstlerischen beginnt.

Subtexte und Bilder bleiben – als Analogien – bestehen?!

Falls es sich hier zum Teil bildlich – im fotografischen und textlich (Hypertext und Permalink) sichtbar – anders herzustellen, zu verlinken und zu überschneiden – beginnt. «Interferenz» wirkt.

Anzufangen und zu beginnen, selbst mit den Geräten- und Management- und Kommunikationssystemen zu arbeiten und zu experimentieren. Hier ein- und anzufügen sowie zu trans-formieren wird auch zum Motto der Zusammen-Treffen ohne selbstverständlich und natürlich die Kunst und das künstlerische Forschen formalisieren zu wollen:

Ohne »visuelle Kunst« und «Visual Literacy» im Fotografischen – «Bildakt» – bis filmisch bewegter Videosequenz – mit oder ohne Text oder Audiospur – werden die Qualitäten und das Wissen um die Kunst der (KunstTherapie) heute nur noch selten behandelt?!

Die Gruppe KUNST der KunstTherapie und der #Kunsttalk nehmen sowohl an sozialer «Gruppenkohäsion» als auch Adhäsion und Dehäsion laufend zu. Die Rezeptions- und Reflexionsgrade im Ästhetischen zu den Künsten und dem KünstlerSein divergieren mit Zunahme der Beiträge und Artefakte.

In Zukunft werden die Werkstätten, Wohnzimmer, Labore, Ateliers, Küchen, Keller, Mansarden, Garagen, Büros, Fabriken usw. im Lokalen und Urbanen als alltägliche, banale, trivale und nur noch dilettantische Experimentierfelder und Experimentale Systeme der KunstSchaffenden & künstlerisch Forschenden im Einzelnen verstanden, sobald sie damit online gehen? Zu Asche und Zu Staub oder weissen Rauschen im Internet vergehen? Wo beginnen die Künste? Wo hört die Volkskunst, Popkultur und Werbung oder Marketing auf und beginnt die Kraft der Kunst in der Gesellschaft zu wirken?

Zu Asche Zu Staub ewiges Gesetz, doch noch nicht jetzt – Zeitstaub

Richtig.

Angeblich kann heute jede-r (generalisierte Jedermann und Jederfrau sowie Bot, Roboter, Alexa oder Siri etc.) sprachliches und auch bildliches erkennen und sogar „wissenschaftlich“ analysieren. Dies fast genau so oder ebenso so gut oder besser machen, wie der Mensch? Zeichnen, Malen und Fotografieren mit entsprechenden Programmen und Anwendungen sind fast kinderleicht herzustellen und zu produzieren sowie ins Internet zu posten.

Informationen – Wissen und Kenntnisse – die praktisch und faktisch – «Oral history» – «Literatur» – «Visual Literacy» – «Wissenschaft» – «künstlerische Forschung» werden zum «Bildakt» im Fotografischen (besonders subjektiv und selbst nur da) evident: Sobald die ästhetische «Kunstsprache» der visuellen Künstler*in-nen und künstlerischen Forscher*in-nen direkt, deutlich und erkennbar sowie anwesend dazu mit kommuniziert. Dies wird komplex und kompliziert bis anspruchsvoll vernetzt und verschachtelt zugleich werden.

TATSACHEN und ARTEFAKTE werden in kunst-therapeutischen und | oder künstlerischen «Smart» Setting als «visuelle Kunst» sichtbar und evident. »Wovon man sprechen und nicht sprechen kann…«

Visuell-künstlerische und ästhetische Forschungsbemühungen werden jederzeit sichtbar Ergebnisse, Resultate sowie das Fazit und die Pointe evozieren.

seit 2018/1 im Mittelpunkt: DAS BILD „Stoffwechsel mit der Wirklichkeit – Bildqualitäten“

Bislang wurde überwiegend erzählt und kommentiert sowie Erfahrungen ausgetauscht, selbst und zumeist handschriftlich mitgeschrieben. Notiert, entworfen und verworfen sowie liegen gelassen. Nicht mehr angefasst.

Fotografieren, einfügen sowie schreiben und verlinken werden oft auch auf später verschoben. Da es zusätzliche Arbeit bereitet, die keine/r vergütet und bezahlt. Die künstlerische Praxis wird quasi unterbrochen, solange das Schreiben und Forschen nicht auch als künstlerische Praxis begriffen wird.

#keinebrotloseKunst

Zum Beispiel:

Die zukünftigen Herausforderungen: «das Kunstversprechen und die Lebensgeschichte des Bildes» zu erzählen und aufzuschreiben. Falls der Bildakt – das Porträt und die Leinwand – sowie der Rahmen oder die Rahmungen im Mittelpunkt bleiben.

Jede «künstlerische Forscherin» und «visuell Kunstschaffende» dokumentiert selbst. Bislang parallel und in ihrer Art und Weise zeichnet sie auf. Sie schafft überwiegend für ihre künstlerischen (Forschungs-)Projekte. Heute wird zumeist abschliessend «visuelle Kunst» und «künstlerische Forschung» als Ergebnis und Resultat «künstlerischer Prozesse» (oder kunsthistorischer Prozesse) als Buch oder Ausstellung veröffentlicht.

In Buchform oder als Künstlerbücher werden heute noch die Forschungsarbeiten als sogenannte «Graue Literatur» oder «wissenschaftliche Literatur» gedruckt, publiziert sowie veröffentlicht und auch verkauft.

Welche «wissenschaftliche Literatur» wird nach Werktyp relevante werden? Welches Forschungsdesign wird im Einzelfall oder Kollektiv relevant werden?


Zwischenzeitliche Postionen, Perspektiven und Wechsel sowie Transformationen der Künstler*in-nen in die «künstlerische Forschung» mit und ohne Subtexten, Konzepten und Bildern werden zunehmen.

sehen

süss und giftig wie der zuckerguss bis zuckerberg

online – haptisch – berühren

knotenpunkt

Die Überschrift, der Absatz, die Liste, das Zitat, die Vorformatierung, das Thema und die Fragestellung interessieren beim Entwurf des Gemeinschaftskatalogs. In erster Linie wird vermutlich der Modus 1:1 statt 1:N im «künstlerischen Forschen» und «visuellen KunstSchaffen» herzustellen versucht. Vermutlich auch, um «Authentizität» «Echtheit» und «Tatsache» zu verbürgen, zu beweisen und zu bezeugen und zu garantieren.

neuer beitrag oder kommentar

analog und digital : 2020

wie sinnvoll wird diese Differenz, Unterscheidung oder Definition bis 2020 für «visuell künstlerisch Forschende» in «OpenSource» und «OpenScience» des Internets und social media sein?

Ist es sinn- und wirkungsvoll dies Unterscheidungsmerkmal, diese Distinktion: «digital» und «analog» konsequent in der ästhetischen Kommunikation und im Sprachgebrauch der visuellen Künstler*in-nen zu löschen oder auszulöschen? Welchen Sinn erzeugen Differenzen, wie analog und digital heute?

Welchen Sinn und welche Bedeutung erzeugt die deutschsprachige Wortbildung – wording – Metaphernbildung heute im inter-nationalen Kunstkontext?

Die «künstlerische Performanz» wird darauf angelegt «visuelle Kunst» zu schaffen und schaffen zu wollen. «Kollaborativ und Miteinander im Dialog und Trialog und auch Polylog zu sprechen und zu schreiben sowie aufzuzeichnen»

«ästhetisch zu handeln und ästhetisch zu kommunizieren» über die lokalen Begrenzungen und Behausungen oder Rückzugsorte und Nischen hinaus. Jede Künstler*in stellt und die Künstler*in-nen stellen hier selbst «künstlerisches Forschen» und «visuelles KunstsCHaffen» her.

Sowohl zeit- und ortsgebunden als auch unabhängig davon und zeigen oder besprechen es im #kunsttalk. Wobei immer die anderen beobachten und auch urteilen.

NEUER ZUGANG oder nur die neue und zusätzliche Verbindung?

Wie beeinflussen die technischen Material- und Medienwechsel im Fotografischen durch Live-Streaming der Geräte: Mobil Phone, Computer und Tablets, beispielsweise die bildliche und textliche Gestaltung dieser Seiten hier in WordPress als das Projekt KUNST der Gruppe (der KunstTherapie) und die Archivierung der Kunst der Kunst (Therapie) in Zukunft?

Bilder im Fotografischen

am Bildschirm (Display) der Mobiltelefone (iPhone, Android) und auf den Kommunikationsplattformen im Internet wird heute viel, zahlreich und quantitativ sowie qualitativ immer auch ästhetisch kommuniziert und kommentiert.

Materielles bis körperliches, zeichnerisches bis malerisches, visuelles bis sprachliches sowie musikalisches bis spielerisches und wissenschaftliches und gehalts-ästhetisches künstlerisch zum Beispiel in der Mundart, Geste, Bewegung, Tanz, Spiel und Aktion und in Handlung kommuniziert. Das kommunizieren in der Kunst-Bildsprache der Künstler*in und Künstler*innen wird wesentlich. Und um Kunstvermittlung geht es uns wahrscheinlich und vermutlich HIER NICHT?

Quintessenzen im Fotografischen seit 2016

Unterwegs sein – ins Bild und ins Fotografische – setzen, war das Motto am Anfang. Der anderen Künstler*in der Gruppe – Bildnisse des eigenen KunstSchafffens und künstlerischen Forschens – visuell-ästhetischen und direkt in Anwesenheit zu kommunizieren. Eventuell zu adressieren: Die Entscheidung der Künstler*in zum KunstSchaffen und künstlerischen Forschen, die sich beim Zusammentreffen präsentierten:

unterwegs

kunst oder was? wird immer die Frage bleiben
KUNST oder WAS? I

Gezeichnet, gemalt, gestaltet, gestrickt, gelismet, performt, inszeniert, fotografiert, gesprochen, getextet, gefragt und geantwortet und gereist wird vermutlich für das Begehren, die Sehnsucht, das Verlangen sowie die Sache der Kunst. Die Interessen den roten Faden und seidenen Faden kaum zu verlieren und immer wieder zu finden oder zu suchen, um die Anschlussfähigkeiten zu erhalten. An dem Faden, an dem einiges oder vieles heute – auf der Höhe der Zeit – auch zu hängen scheint. An die gesponnenen Fäden der Geschichte, des kulturellen Gewebes und der kulturellen DNA knüpfen jede-r anders an. Dies wird spannend. Reichen Metapher oder das Zitat zum Bild aus oder wird es zu fadenscheinig und kalenderspruchartig oder heuchlerisch wahrgenommen? Wie wird das weitere Vorgehen im Projekt Kunst der Gruppe (KunstTherapie) formuliert? Gestaltet und vitalisiert ohne die visuelle Kunst nur formalisieren und ausstellen zu wollen? Kommt es mehr auf die Form oder den Inhalt / Content an? Wie findet heute die Verschränkung von Form und Inhalt in der visuellen Kunst in humaner Anwesenheit statt?

Visuelles KunstSchaffen in der Praxis und Praktiken des KunstSchaffens sowie künstlerisches – wissenschaftliches Forschen – verbinden und verlinken. Um weiterhin motivierte visuell künstlerisch forschend zu sein. Egal, ob das Handeln analysierend – präsentierend – visualisierend – realisierend – schreibend und reflektierend wird. Die Zukunft vor Augen: den Bildakt retro- und prospektiv vor Augen. Visuell zu bearbeiten: wo – wie – wann – wozu – warum – weswegen – weshalb und letztendlich für wen? Die Definition der Zielgruppen als Publikum war für dies Projekt kurzzeitig im Fokus.

Visuelle Kunst der aktuellen Gegenwartskunst im Bildakt der freien, selbstständigen, engagierten und motivierten Künstler*in-nen und den künstlerischen Forschungsanliegen im Einzelnen wenden wir uns immer wieder aufmerksam zu.

Museumsgang Kunstmuseum Thurgau Kartause Ittingen Anfang 2016, Aargauer Kunsthaus Aarau, Basilica Bar Lounge Zürich, Schwarzcafe und Terrassen während der Manifesta 11 der Kunsthalle Zürich waren unter anderen die Stationen, die wir aufgesucht und bereist haben.

Quintessenzen im Fotografien seit 2017

Auf der Terrasse und im Eingangsbereich der Kunsthalle Zürich, des Kunsthauses Aarau, Luzern, Basel und Bern und im «Programm», Schwarzcafe, Cafe Gloria Zürich – waren und werden als lokale Treffpunkte für die Zusammentreffen organisiert.

Wie wird das letzte Bildnis oder Selfie als Künstler*in aussehen?

Welcher nahen Verwandten oder welches Mitglied der Familie hat gemalt, fotografiert und künstlerisch ästhetisch kommuniziert? Wer war Kunst schaffend in der Familie? Gibt es Erinnerungsbilder, die bis heute die ästhetische Kommunikation beeinflussen?

Welches Kunstwerk wird eindrucksvoll, möglicherweise bis heute in Erinnerung gehalten, welche werden vergessen?

Wer in der Familie war künstlerisch (kreativ) tätig?

Welche Bilder anderer Künstler*innen hängen (bei mir) an der Wand? Welche Kunstwerke werden gesammelt? Welche nicht? Weshalb nicht?

Wie werden heute die Verbindungen, Kontakte und Beziehungen zu Künstler*in-nen aktuell gepflegt?

Quintessenzen im Fotografien seit 2018

253 KUNSTFORUM Vom Sinn der Kunst

Wozu  Kunst?

Was kann Kunst?

Wie denkt Kunst?

brauchen frauen in visueller kunst und kunstforschung «schutz», um (nicht) als feminin – weiblich und als «guerrilla girls» – identifiziert und stigmatisiert zu werden?

https://artemisia.blog/2020/01/02/guerrilla-girl-aus-vorarlberg/

jedwede kultur- und kunstform aus sich heraus und nicht aus der von aussen kommenden rahmenbestimmungen, begrenzungen und erwartungen zu verstehen, wird die herausforderung:

Kategorien
#kunsttalk001

denk den alarm

Denkalarm – Denkalarm – Denkalarm _ – `

DACH – Architektur – LecturePerformance – Gewölbe im deutschsprachigen Teil EUROPAS – germanspeaking part of europa _ -` freischaffende Künstler (Gründer der Klausur – Zäsur – des Gedankens im Gedenken – bildlich, szenisch bis performativ – in jedem Fall frei gesprochen bis geschrieben und ja, gezeigt – gezeichnet bis aufgezeichnet) und jederzeit heute auch via social media zu erreichen:

«Denkalarm» als Seite

«Denkalarm» als Gruppe

Darüberhinaus Künstler – Kunstkritiker – Kurator – Aktionator – Gastprofessor – Abgeordneter – Kultursprecher und so weiter. Alles: um in jedem Fall dem »scheuen REH« namens Kunst näher zu kommen.

In den Spurensuchen hinterfragen wir den Kunstbegriff bis Kunstgriff an sich.

Werden wir über «Theoriegelände» und «Felder» sowie durch «Räume» und «Wälder» sowie #SmartSetting der Kunst zu geistigen Festungen wie ( ) spazieren? Wer wird an der Philosophie – Ästhetik – ( ) im deutschsprachigen Diskurs und Kanon vorbeikommen?

Bleiben wir beim Essay und #kunsttalk mit »Kunst und Wirkung«. Merklich skeptisch gegenüber verfestigten und institutionalisierten Zuordnungen, Paradigmen, Chronologien und axiomatischen Rahmenbedingungen, Referenzen und Rezepten, ja und auch Ideologien, die offensichtlich gegeben werden?. Die prononciertesten deutschsprachigen Künstler und Kunstschaffenden, die zur »Kunst/Wissenschaft/Gesellschaft/Finanzen/Wirtschaft/Kultur/Gewalt etc. Quer denken« – beginnen künstlerisch zu handeln, ästhetisch zu kommunizieren und schreibend zu kommentieren

Kategorien
Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben öffentlich sprechen bild im bild der anfang doppeltes Bild oder Bild im Bild #BIB oder #PIP oder Mise en abyme Essay Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen im Fotografischen Künstler*in Künstlerbuchseite künstlerisch forschen Künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung KunstSchaffen Medienmündigkeit Metabilder Original Praxis des Schreibens Seite der Künstler*in Versionsgeschichte visuelle Kunst

gemeinschafts-katalog

Entwurf:

@Filterraum kommentierte am 22. März 2020 via Twitter:
das artikelbild sieht aus wie was ausgekotztes @Pymwater
@testa_alfred
@adloquii : Konzentrationsschwäche
@hansnoed Bundesamt: nicht schön
@BirgitMatter

und weitere kommentieren…

Menu – Menü in 26 Buchstaben im Grafischen – foto bis film – Material

darüberhinaus

Kochen, die älteste bildende Kunst
Peter Kubelka, 1934 in Wien geboren, mehr als nur Professor, der an der Städelschule in Frankfurt eine „Klasse für Film und Kochen als Kunstgattung“ hatte, zudem Koch, vergleichender Theoretiker, scharfsinniger Beobachter, Kulturanthropologe, Sammler, Künstler, Mitbegründer der Anthology Film Archives in New York, Filmemacher, Avantgardist, Musiker, Reisender und subtiler Theoretiker des Essens, hat das praktische Denken über das Kochen auf ein philosophisches Niveau gehoben und auf kulturenvergleichendeweise den irritierenden Nachweis erbracht, dass Kochen Kunst ist. Mehr noch, er hat die vorschnell benannte Unterscheidung zwischen Mensch und Tier ad absurdum ...

«Ausstellungskatalog» =

gemein-schafts-katalog, der (nur) im Internet veröffentlicht – online – jederzeit auszudrucken ist. An die Wäscheleine gehängt werden darf – drinnen und / oder ja, auch draussen – damit dieser anderswo – im Kontext räumlicher Bedingungen und Landschaften – sehenswürdig wird.

Situationen künstlerischer Performance und Arbeit – visueller und ästhetischer Kommunikation – werden nach wie vor und zurzeit im #kunsttalk – #smartsetting – #experimentieren – #forschen fortgesetzt. Da es zu «Grundlagen» – Ansatz und Erkenntnis – beitragen wird.

Hypothesen und Forschungsfragestellungen sich entwickeln, die dem Laien, Künstler und Wissenschaftler gleichermassen verständlich werden. Sowohl dem asketischen Logiker und Analytiker als auch mystischen Artefaktiker und bildenden bis darstellenden Künstler bis Performancekünstler sowie vernunftbetonte, selbstbestimmte, autonome und freie Personen werden auf ihre Kosten kommen. Wahrnehmen im Sehen. Hören. Denken. Handeln. Erzählen bis Erklären. Gemeinsam schreiben. Aufzeichnungen, Inhaltsverzeichnisse, Videocuts und Formate werden folgen. Es noch sichtbarer, offensichtlicher, vitalisierender, effektiver bis automatisch herstellen?

A:P: Da wüsst ich mal gern, was denn für Kosten aufgewandt wurden, die hier wwweh-schreibend/bildernd aufgewogen werden sollen, nach billiger Forderung? Oder ob es nicht hätte heißen müssen: auf’s Kosten kommen, als eine intensivere Art von, „auf den Geschmack„. Mithin halt würd uns auf das Gerechteste jene Aufmerksamkeit zuteil, die Geschmackstester, gar Gourmets einem Kostbaren an Augen-Zungen-Nasen-Arbeit einverleibend und aneignend zukommen lassen — und noch über Rest, dem Teesatz und «Kompost», sich orakelnd hermachen.

B:M: Ja, dies wüsste ich auch gerne. Die Kosten für WordPress sind bekannt. Ästhetische Geschmacksurteile kaum. Auf’s Kosten komme ich jeweils, sobald ich anfange. (1) Ohne Name ist der Anfang des Himmels und der Erde (2) ‚Nichts‘ ist Name des Anfangs von Himmel und Erde (George Spencer Brown). Wie gliedern – wer gliedert diesen Text durch Inhaltsverzeichnis und Index? Okay – können wir später machen. Vorerst schreiben.

Wie die Ansätze in- und gegen sowie miteinander oder auch ineinander greifen – nacheinander aufgeblättert – aufgefaltet oder aufgefädelt werden. Kaum, wie Zuckerwatte. Wie farbige Zuckerperlen auf die Gummischnur gereiht. Die übrigen Zuckerkrümmel und Körner werden aufgefegt, die zuvor auf die Unterlage gestreut wurden. Die grüne Schneideunterlage – mit oder ohne Innenkern – trägt die weissen raffinierten Zuckerkristalle, die zuvor aus den Zeitungsseiten geschüttelt und gestrichen wurden. Auf dem grünem Kunststoff werden sie sichtbar. Im Einzelnen offensichtlich erkennbar. Die Millimeter-Einteilung auf der speziellen Oberfläche, die auch das Ausrutschen des Messers verhindert. Die Unterlage wird nicht geknickt und vor der Sonneneinstrahlung und Tageslicht geschützt. Als Mouse Pad kann sie eingesetzt werden Die Schneideunterlage liegt zurzeit nutz- und funktionslos unter dem Bett. Wartet auf den nächsten Einsatz für die künstlerische Arbeit.

A:P: Wie raffiniert! Anders gedreht geht es auch: Kaum wie Zuckerperlen, wie ich sie von Kiosk der Badeanstalt holte und vom Handgelenk knabberte in einer vom Süßen abgelenkten eigen-Zärtlichkeit, die ich 10jährig, dünnhäutig nicht zugegeben haben würde, mithin doch also der Zuckerwatte weich klebrige Widerspruch zu den distinkt zur Neige gehenden Perlen. Imaginierend tauchen, statt zu messen. {Zuckerwatte Topos weiter verfolgen}

Derweil werden die versandten Gedankenbilder (der Textseiten des Linden-, Eichen- und Kastanienblatts) aufgeschichtet, entfaltetet und handgreiflich glattgestrichen. Das Verpackungsmaterial des «Zuckerbergs»:

#kunsttalk zwischendurch

Leben in der «Zuckerbergwelt», sobald wir im Internet – social media – «genderopen» u.a. online anwesend sind?

Postkartenmotive: Porträts von Frauen an der Schrankwand
Trivialkunstsammlung
©trivialARTcollection-bimatter-2013

Wie an die Wäscheleine sind diese kaum aufgehängt. Diese aufgeklebten Postkarten – genauer Kunstdruckpostkarten – an der Schrankwand des Durchgangs oder Tunnels sind eher axiomatisch angeklebt und ausgerichtet. Sie ergeben Koordinaten- oder Ordnungssysteme nach ästhetischen Wahrnehmungs- und Geschmacksmustern.

  • Künstlerische Arbeiten mit Texten und Bildern – entstehen
  • Forschungsergebnisse und Resultate – weit entfernt

die bislang aufgelistet und als Zettel an die Wäscheleine in den WIND gehängt werden. Hierbei kommt es nämlich darauf an, wie Bilder – mit und ohne Text – in Zukunft gemeinsam – nicht nur produziert sondern geschaffen – gesehen und gelesen werden. Künstlerisches Zusammensein: um der Kunst zu dienen?! Welche fixen Leitideen werden dazu kommen? Befinden wir uns im Zeitgeist der Diktatur: #Kunstdiktatur, #Gesundheitsdiktatur, #Kapitaldiktatur, #Technologiediktatur usw. oder im Ausnahme- und Notzustand?!

Parallel beginnen Andreas Peschka und Birgit Matter den Roman von David Foster Wallace „Unendlicher Spass – Infinite Jest“ von 1996 – in der deutschen Übersetzung von 2009 – sowie andere Bücher – zu lesen und zu besprechen. Die Entscheidung trifft jeweils der Künstler und markiert diese farbig.

Jede-r kann schnell Grenzen der Sprache oder des Sprachlichen anzeigen. (Wer über NEUES redet, muss neue Wörter dafür finden? Aber es muss immer an Altes anknüpfen, damit man es versteht und verstanden wird?). Jede-r kann Grenzen des haptisch – retinal – visuell Sicht- und Verstehbaren anzeigen. Jede-r kann Grenzen des Vorstellbaren, Phantastischen und Hörbaren anzeigen. Um in Sichtweisen – auf die Sache, die Dinge und das Zeugs an sich – eventuell zur Ruhe oder auch erst in Unruhe, Bewegung und Dynamik zu kommen. Methodenlehre befasst sich damit wie man zu klaren Sachverhalten gelangt. Wird die Form – Formen der Unruhe – Störungen – Irritationen bevorzugt – da-nn werden bildliche und textliche Gestaltungen sofort gemeinsam & kooperativ & künstlich bis künstlerisch (weiter und tiefergehend) erzeugt?!

A:P: So nah wohl nicht, daß Neues sich einschlingend mit Altem verknüpft, wo es doch zum Abriß heftig davon abstemmt, fortspringt, um im individuellen Moment abdriftender Loslösung abgesondert sprachlos eigen sein zu können. Lächerlich die Bemühungen aus dem Alten heraus einfangend nachzufassen. Hierher müssen sie erst mal kommen!

„Versteht mich nicht!“

„!“

Qualitative Forschungsverfahren begründen ihr Vorgehen in Abgrenzung zu quantitativen Verfahren mit dem besonderen Charakter ihres Gegenstandes: Qualitative Forschung re-konstruiert Sinn und/oder subjektive Sichtweisen, die im Einzelnen sehr unterschiedlich gefasst sind und werden: “subjektiver Sinn“ – “latente Sinnstruktur“ – “Alltagstheorien oder subjektive Theorie“ – “Deutungsmuster“ – “Wirklichkeitskonzepte oder -konstruktionen“ – “Muster“ oder “narrative Identität“.

Forschungsauftrag ist Verstehen: gearbeitet wird mit bildlichen und sprachlichen Äusserungen: ’symbolisch vorstrukturierten Gegenständen‘ (z.B. Würfelzucker) – mit (hand-)schriftlichen Texten (z.B. an der PC-Tastatur) – “geronnenen Formen“ – Zeichen, Zeichnen, Zeichenakt in Zwischenräumen, der fotografisch gefilmt und aufgezeichnet wird. Dieser Gegenstand (»Instant Kunst«) kann über Kommunikation und Offenheit als “kleinster gemeinsamer Nenner“ verstanden werden und gerade nicht über das Messen (über den methodischen Zugang der standardisierten Forschung). Die qualitative Forschung zeigt: wie Raum für die Äusserung des differenten Sinns und Bedeutung geschaffen wird. Die folgenden Deutungen und dieser Sinn sind kaum “objektiv“ gegeben, wie jede-r weiss, sondern werden (auch) durch intersubjektive Aktionen und Interaktion der Menschen gebildet. Sie ist nicht zufällig und beliebig. Da diese als Einzelerscheinung (Phänomene – Meme) oder Indikator in Beziehung stehen zu einem zu Grunde liegenden Ansatz, Konzept, Muster, Schema etc. (Eine der Annahmen qualitativer Forschung ist: durch die Einzeläusserungen hindurch lassen sich zugrundeliegende Muster und/oder das Konzept identifizieren. Denn einerseits sind die Einzeläusserungen Ausdruck dieses zu Grunde liegenden Musters, andererseits wird das Muster durch die Vielzahl seiner Äusserungen erfasst. Es ist demnach keine dauerhaft fixierte Struktur.

 

Fast perfekt fertig.

Silber-halo-genid-Kristalle – heute Mikrokristalle – und auch Zuckerkristalle sind empfindlich für auftreffendes Licht. Ihre Größe ist sehr unterschiedlich. In der Regel sind sie viel kleiner als 1/1000 mm. Und ihre Anordnung innerhalb der Gelatineschicht ist eher zufällig. Um ein filmübliches, transparentes Trägermaterial – z. B. Acetat, Polyester, früher die feuerempfindliche Nitrocellulose – lichtempfindlich zu machen, werden Kaliumbromid und Silbernitrat in flüssiger Gelatine gelöst (Silberbromid entsteht, ein lichtempfindliches Silberhalogenid) und auf das Trägermaterial gegossen. Es bildet sich ein feines Netz aus Silberhalogenid-Kristallen, die aus gleichmäßigen Gittern aus Bromionen und kleinen Silberionen bestehen. Durch Erhitzen wachsen die Kristalle zusammen und die gleichmäßigen Kristallgitter werden etwas gestört. Aber genau diese Störung ist sehr wichtig für den fotografischen Prozess, denn dadurch verlassen permanent Silberionen die ursprünglichen Plätze auf ihren Kristallen.

Das latente Bild

Kristalle_2
extrem winziger Teil davon, extrem vergrößert

Auswirkung der Belichtung
Trifft nun Licht auf einen Kristall, so werden von Bromionen Elektronen gelöst, die ebenso wie die freien Silberionen beweglich sind. Die freien Elektronen und die Silberionen re-kombinieren und es entsteht elementares Silber. Aus einer Vielzahl winziger Silberatome (metallisches Silber) entsteht auf unserem Filmbild auf diese Weise das so genannte latente Bild.

Das Bild ist auf dem Film festgehalten, aber noch nicht entwickelt. Es kann, wenn es weiterem Licht ausgesetzt wird, auch wieder zerstört werden. Bei der Entwicklung wird schließlich um die kleinen Silberhäufchen herum weiteres Silber abgeschieden. Dadurch entstehen an stark belichteten Stellen dunkle Bereiche. Die restlichen Bereiche werden beim Fixieren ausgewaschen und werden transparent.

A:P: Transparenz macht Unsichtbar.

B:M: JAAAA!!! Bei Michael Hampe hatte ich es gelesen – müsste die Quellenangabe hierzu heraussuchen. Was machen wir hier: die tatsächlich gemachten Erfahrungen (fiktional) transformieren und ohne normative Absichten zu (re-)produzieren? Die «Form des Körpers» (neu) inszenieren?

Unfertiges und bewusst Antiperfektes werden zu Artefakten

Kulturgut und Kunst werden sozusagen zu Gegenwartskunst. Ergebnis und Fazit der künstlerischen bis kunstbasierten Forschung werden heutzutage automatisch zur Kunstforschung oder für die Kunstwissenschaft genutzt? Aus laufenden künstlerisch-forschenden und kunstbasierten Projekten und/ oder der Kunstforschung werden sie hier möglichst sicht- und lesbar dargestellt: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken etc. im Fotografischen bis Filmischen mit und ohne zusätzlichen Text.

Werden sie zu ästhetischen Körpern, Programmen, Formaten, Serien und/oder zum Manifest nach Plan?

Werden sie hierdurch zu Kunstwerken mit Quellencode?.

Sobald sie angeschaut – ausgedruckt – aufgehängt und veröffentlicht werden?

Das architektonische Zentrum wird vorerst dies Content – Management – System WordPress sein: SOBALD WIR ONLINE SIND. Die Philosophie wird die „Mutter“ der Logik, Sprache und Erde. Die Zone für medienphilosophische Exkursionen, um zu zeigen, wie heute über Kunst, Farben und Form-en gedacht, gesprochen und geschrieben, geredet wird und werden könnte. Kritische Fragen werden in jedem Fall die Werkzeuge sein. Die objektorientierte Programmierung wird zum „Vater“ für das ästhetische und bildgebende Kunstschaffen. Hierdurch wird eventuell WordPress mehr und mehr zum führenden Autorensystem in Zukunft werden:

Begin (document) / frontpage – frontmatter / make title / list of figures / list of tables / table of contents / mainmatter – chapter – appendix – backmatter – end (document).

Homepages mit Möglichkeiten werden zunehmend zum künstlerischen Atelier, Schreibwerkstatt und Basiscamp, Labor und Studio im Design der Smartphone Version «mobile first». Das Smartphone muss zur Hand sein, sobald es heissen wird: «what’s the matter»?.

Die Frage, die hinter alldem und den #kunsttalks steht, lautet:

„Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“

Oh, du heilige Programmatik —

B:M: Geschichten setzen den Lauf der Dinge und die Abfolge der Bilder von Menschen hinter und unter sowie neben ein-an-der. Chronologie wird zum Fluss, dessen Bett sich kaum verändert. Es wird mehr zur Routine als zur Notwendigkeit. Denn Geschichte zu schreiben ist keine Wissenschaft, die Regeln folgt. Allerdings ist sie auch noch keine Kunst – Potpourri an Meinungen – der kaum, wenig oder gar nicht spezialisierten Künstler. Sogenannten Generalisten haben es heute schwer, denn sie können nur kompensieren und improvisieren, was an Orientierungswissen verloren gegangen ist.

Projekte beginnen hierzu:

B:M: Anfangen bezeichnet und definiert Erwartungen? Ja, ich komme mit «Erwartung». Es kommt eventuell auch ganz anders. Der Kreis-Verkehr könnte jeweils auch anders aussehen_ // mir geht’s um die besseren Alternativen – Optionen – Möglichkeiten.

A:P: Birgit kommt mit Erwartung – irgendetwas mit dem es anfängt, dies klingt und tönt so zielgerichtet auf Erfüllung und Ausrichtung konzentriert – dies öffnet nicht, sondern schliesst sofort ab.

B:M: an das Original: wirkliches – echtes – wahres – reales – einmaliges – schönes und künstlerisch – fast Perfektes (Perfekt bis Perfektion ist vollendete Vergangenheit) bis Antiperfektes als Artefakte (aus den laufenden 16 Projekten zu schaffen und auszustellen). Nur und ausschliesslich das Beste(!) zu zeigen: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Masken, Fotografisches bis Filmisches und Texte, Dokumente und Bücher, die zum Kunstwerk mit Geschichte, Revisionen und Quellencodes werden. Ich nenne es deshalb kurz: «what’s the matter»

A:P: Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich bastel mir sowas wie ein Ökotop, eine Landschaft. Die werde ich bereisen. Sie entwirft Details, wie z.B. Sehenswürdigkeiten, die ich mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.
Ich steile vor allem nicht auf: wahr, einmalig, etc – was heißt das schon? Hineinstolper-Upps: Falsch angefangen – Beckett im Kursbuch Nr. 1.

B:M: warten – warten auf? Samuel Beckett? Du beschreibst es mit Basteln. Mit Basteln kenne ich mich aus und mit dem Reisen auch. Doch Reisen und Tourismus sind zurzeit durch die Ausnahmesituationen und Ausgangssperren in Europa lahmgelegt – aufgrund der Pandemie durch den Virus «COVID 19» weltweit – ‚One World: Together at home‘ verordnet und weist an: zuhause zu bleiben. Doch, was wird da-:nn sehenswürdig – was wird zur Sehenswürdigkeit: zum Ziel und Bildmotiv am Ort?! Für den Augenblick und die Dauer, sobald reisen in die Landschaften und/oder Phantasie unterbunden wird? Wie stellt die Landschaft und/oder Phantasie Sehenswürdigkeiten für Reisende, Touristen sowie Daheimgebliebene her, die zuhause sitzen bleiben? Die Kursbuchseiten «Falsch anfangen» von dir – Andreas – fügen sich hier herrlich ein, die ab dem 10. Juni 1965 erhältlich waren. Auch als Fehlstart zu übersetzen wären. Richtungslosigkeit und Menge an Raum für Interpretationen werden mit dem Kursbuch seit 1964 eröffnet. Im Juni 1965 begann ich zu laufen. Faktennarrativ – uninteressant – »sprachlose (nonverbale) Intelligenz« –

BAND 266 KUNSTFORUM
Die Kunst des Gehens
sinnlich – anarchisch – eigensinnig

„Spazieren muss ich unbedingt, um mich zu beleben“ – Robert Walser verstand Gehen als ästhetisches Verfahren und als unerschöpfliche Inspirationsquelle, ohne die er nicht schreiben konnte. (Robert Walser Der Spaziergang 15. Auflage 2019 Suhrkamp Zürich & Frankfurt am Main). Für die leidenschaftliche Wanderin Simone de Beauvoir war jeder «Ausflug ein Kunstwerk». Und (Zuckerberg), auch Mark Zuckerberg oder Barack Obama nutzen „Walking Meetings“ für ihre Besprechungen, um innovatives Denken zu fördern. (Wann, wodurch und wie wird Denken innovativ?)

In der Kindheit einst mühevoll erlernt, erscheint uns Gehen als Bewegungstechnik im späteren Leben so selbstverständlich – ein im Alltag uns unbewusst begleitender Existenzakt. Dass Gehen so viel mehr ist als Fortbewegung, zeigen (die hier gesammelten) Beiträge, die das künstlerische und kulturelle Potential nicht nur des Gehens oder Voranschreitens erforschen.

Dieser Themenband blickt auf das ästhetische und poetische Verfahren, das diesen Existenzakt in der Kunst und in angrenzenden Bereichen wie Tanz, Land Art, Performance-Kunst, Film, Fotografie, Literatur, Philosophie begleitet. Vom anarchischen Bewegen bis zum sinnlichen Flanieren: im Moment des Gehens zeigt sich ein poetisches Konzept, das sich der Beschleunigung unseres Lebenstempos widersetzt.

«Spaziergang»

Aus diesem Grund gehen wir fast täglich ins INTERNET – CHATTEN – BESPRECHEN

A:P: Habe ich auf der Startseite von http://vorversion1.geopoet.de/
[http://enzensberger.germlit.rwth-aachen.de/kursbuch.htmlhttps://www.spiegel.de/kultur/literatur/feuilleton-institution-kursbuch-wird-eingestellt-a-559115.html]

Womit eigentlich? Angefangen. Das ist interessant, Du beginnst mit Erwartungen. Ich eher nicht. Ich mach mir sowas wie eine Landschaft, eine Topographie.

B:M: Topographie – „die Landkarte ist nicht die Landschaft“ – Tomographie – Tomografie. Bildgebende Verfahren und Schnitte – schreibend bis beschreibend. Bastelsituationen? Nicht der Bastelladen! Kunststoffdispersionen? Was wurde aus der «Angst vor dem Apparat»?

A:P: Eine karte des Landes im Maßstab 1:1. Wie man sie macht, wie man sie nutzt, wie unmöglich eine solche ist (?zu sein scheint).

A:P: Den Finger des Geistes auf der Landkarte ausführen.

A:P: Es gibt diese Übergänge zwischen den außen und den innen durchwanderten Landschaften. Überhaupt kann ich sie kaum mehr anders erleben, denn als Interferenzenschwimmer. Gibt es ein Wanderschwimmen, Wandertauchen, wandernd in Lösung gehen und sich in gleicher Bewegung zusammenfinden? Ach, „Paddler“ heißen im Perry Rhodan Universum Extraterristrische, die fremde Stofflichkeiten annehmen können, die eigene Struktur dabei aber nicht verlieren. Sie reparieren komplexeste Maschinen. Ist auch eine Maschine eine Landschaft?

B:M: Nun, versuche bei Google das Hintergrundbild zu wechseln, die erste Kategorie, die dir zum Wechsel angeboten wird: LANDSCHAFT!

Wenn es ein Land gibt, dass bekannt ist. Wenn es nicht bekannt ist, dann ist es um so irrer beim Betreten. Erstreckung und Raum – Landschaften sind für mich: immer abstrakter – offener – erstaunlicher geworden – Mikro – Meso – Makro Ebenen. In dem Moment, wo man sich einlässt: viele „Strukturdinger“. Speziell, wenn man Musik hört. Die werde ich bereisen. Es gibt Details, wie Sehenswürdigkeiten, die ich evtl. mitnehmen will, wo ich am Ende gewesen sein will, aber wenn nicht, dann auch nicht.

Insgesamt stehe/steile ich nicht auf: wahr, einmalig, o.ä. – was heißt das schon? Fiktion ist’s, die Wissen schafft. Bin nicht der Bannerträger für solche Sachen, Werte …. Oder doch, flattern lassen, was ist das für ein Wind? Sobald etwas digitalisiert wird – z.B. ein analoges Gemälde, Besuch im Museum, wird per Digitalkamera aufgenommen und gelangt ins Internet. Stellt man sich vor, wie es flitzt, knallt, kompliziert verzweigt auf viele Empfänger. Ein Tropfen Code verbreitet sich im Gewebe.

A:P: Mein Schreibtisch war im Wohnzimmer. Hinter den Büchern lief die Gardine des Fensters noch etwas weiter. Ein Store kleiner, weißer, harter Kästchen, langweilig, aber in den Gedankenpausen, mit meinem Pelikanfüller, nein die Tinte war blau, auch wenn sie wie Blut aus der Feder floß … brauchte ich bloß die Spitze an eine der Kreuzungen halten und beobachten, wie sich die Farbe im Stoff ausbreitete. Kästchen um Kästchen Quadrate fraß, doch bald als runder Fleck, immer als runder Fleck, immer langsamer, auch wenn ich mit Geduld und immer auf der Hut, die Mutter könnte gerad hereinkommen und sehen, wie ich lernte —

A:P: „Man stellt es ins Internet“? Was, stehen statt eilen? Stell dir vor, d.h. als ein Vorkommen. Ausdehnung, Verdichtungen, Senken, Höhen, Falten, Reichweite. Wenn so, kommt etwas Statisches bei raus – wie bewegt auch immer. Träges Beharren, der Überall-Speicher. Nicht eilen, sondern warten! Es wird von Speicher zu Speicher verteilt, Kopien in Ablage, also eher gelegt. Die Speicher sind mehr oder weniger stabile Regale, tragen mehr oder weniger verläßlich, sind einigermaßen – zugänglich.

Zugänglichkeit. Daher also „gestellt“: Stehen meint Bereitschaft. Ungeduld? Jede Vervielfältigung wartet darauf, sich weiterhin zu vervielfältigen.

Handyspeicher – ’s geht durch geht durch; es läuft von Kopf zu Kopf, von Bewusstsein zu Bewusstsein, und jedesmal hinterläßt’s vervielfältigt Abgelegtes. Orte des Speicherns – Intimität | interessant; was ist damit? Ist doch Erinnerung schon Entäußerung, Monitor heißt, ich zeige.

Aus dem Speicher wecken, einen Kitzel rühren, durch die vielen Falten der Kleidung, warme Höhlung über die Haut, Nähe, die wartet es sei doch das menschliche Gedächtnis Intimität nicht Speicher – Erinnerung – Ebenbildproduktion, wird verinnerlicht = Metapher. Wirksame Metapher — eventuell?

B:M: Ja, was heisst und wird als wahr, einmalig, echt, real usw. heute wirklich noch bezeichnet? Ja, und diese Metaphern: Künstler sprechen in Metaphern und metaphernreich. Welche Qualitäten werden hierdurch signalisiert, vermittelt, angesprochen und gespeichert?

A:P:
WIRKLICH – was ist das? „wirksam“?
ECHT – ist es entweder sowieso, da bei mir in unmittelbarer Mache // andererseits gar nicht, da voraussetzungsreich und abgehoben
Kunst.
WAHR – die Problematik der Wahrheit geschultert, wow uff tough –
REAL –  … die Aura – Kontaktfläche und so weiter – Glanz bis dunkel düster;
· A U R A · I S T · E R N Ü C H T E R N D ·
Ok, DAS war es jetzt! Die Enttäuschung vor dem Original. Das ist sowas von …!… kreativ: daß man sich vom Original ernüchtern läßt.

A:P: Kntktfläche Begegnung. Grenzfläche, unmittelbares Aneinander, Abstand = inframince – damit ist eine Unterscheidung substanziiert, ist ein Etwas, nun offen, offen, so groß zu werden, wie man es sich nur vorstellen will. Ein Raum für die Begegnung geschaffen, mag sein, ein Tempel, darin zentral hinten aufgestellt das Ding, nun entgegenstehend, nach mir greifend, vereinnahmend darin ohnmächtig [ist vielleicht selbst geraubt, Beute (wie grenzenlos das Nehmen), Signum eines Sieges, so hingestellt und promt unerreichbarer als zu vor, auch wenn einfach transportabel, ein Schild], näher, als hart an diese Ferne, bin ich nicht zu kriegen. Im Licht tanzt Staub, es zieht kühl, ein Apparat, wie er meiner Erscheinung Partikel abzieht und auf Platte bannt, macht nur ein Photo*. Die Faszination ist gebrochen: die Attraktion verschiebt sich – >> wenn jene Grenzfläche, so weit sie auch sei, das Moment „Kontakt“ bewahrt, zeugt sie selbst wieder Kontaktfächen à gogo, die inframice unmittelbar aneinander unterschieden vervielfältigen substanziiert ZWISCHEN … zwiebelhautKlaffen, petticoatHorizonte, spärenweltLaminate … expandiert.
*) So stark auch der geschilderte Tiefensog in den Raum einer Imagination, der den Betrachter sonst alles vergessen läßt, vom Gemälde bis zur VI-Brille absturzgleich, doch: Oberfläche bleibt abweisend.

B:M: ja, was ist Wahrheit – was ist real? Ja, wie ist Wahrheit, wie wird diese real? Reden, sprechen und schreiben wir jetzt aneinander vorbei oder treffen wir uns? Müssen wir uns überhaupt noch treffen, seitdem wir vereinbart haben, um hier jetzt zu Kunstwerk und Quellcode zu schreiben?

A:P: Kunstwerk und Quellcode – das ist eine spannende Angelegenheit. Das wäre mal zu besprechen. Konzeptuelle Begründung. Kann man ein Kunstwerk knacken? Wie oft?

Oder ist ein Quellencode etwas anderes? Ein quellender Code, ein Code aus Quellen, kommend aus, bestehend aus?

Ok, ich weiß. Wie geraten die eigene Arbeit und die Webseite aneinander/ineinander? Wechselwirkungen, Framing, wie werden sie zusammen wahrgenommen. Vergiftet die Eigenart der Internetpräsentation, ihre Struktur und Anlage, … wird die eigene Arbeit vom Internet vergiftet.

Ich habe eine ähnliche Scheu vor Therapien. Da jeder Therapeut mit mächtigen Instrumenten auf mich zukommt, die seine Wahrnehmung formen, die mein Verhalten bestimmen können, mich verändern (nachdem sie Therapeuten eingelassen, haben sich schon Klöster aufgelöst) – plötzlich bin ich kein Künstler mehr, jedenfalls nicht mehr so.

Zur Zeit will ich das Internet als Werkzeug auffassen, mit dem bestimmte Sachen möglich sind, die anders nicht möglich wären. {Liste machen, wie. & Könnte man versuchen, Grenzen auszutesten, das System zu unterwandern?}

A:P: https://de.wikipedia.org/wiki/Quelltext Wo kommt das her, das mit dem Quellcode. „geknackt“ In der Genetik hat man den Quellcode, seit Genome in eine menschenverständliche Form übersetzt werden können. Eine Basisinformation des Lebens, der Biosphäre; auch wenn man noch lang nicht versteht, was man da liest. Dennoch ist es nun möglich Veränderungen der Biosphäre gezielt zu performen.

B:M: Biosphäre: eintauchen «Landschaft mit dem Sturz des Ikarus»

Das Ölgemälde Landschaft mit dem Sturz des Ikarus zeigt im Stile der Niederländischen Renaissance eine Szene aus den Metamorphosen des Ovid. Die bekannteste Ausfertigung befindet sich in den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel und misst etwa 73,5 Zentimeter in der Höhe und 112 Zentimeter in der Breite. Lange wurde angenommen, sie stamme vom flämischen Maler Pieter Bruegel dem Älteren. Während dessen Urheberschaft bezüglich der Komposition als gesichert gilt, ist zweifelhaft, ob er die konkrete Fassung gemalt hat. Möglicherweise handelt es sich um eine frühe Kopie eines Originals von Bruegel.

B:M: Grenzen des Systems und der Umgebung „auszutesten“, dies fordert mich schon länger heraus? Listen macht jede-r und Anwendungsprogramme für diese Listenform gibt es zahlreiche. Liste – Listen (hören) – Katalog. Hier treffen Ansichts- und Arbeitsweisen zusammen. Das Internet als Werkzeug und Toolbox zu nutzen. Welche Sachen werden genau möglich, die anders nicht möglich werden? Wird die Eigenart der Internetpräsenz durch Struktur, Anlage und Architektur verzuckert und vergiftet? Wird Arbeit und künstlerische Arbeit durch’s Internet vergiftet? Wie werden die Wechselwirkungen und Framings sowie die farbigen Zonen wahrgenommen? Wie geraten Arbeiten und die Beiträge aneinander und ineinander? Wollen wir hierzu chatten? 22.03.2020 15:56h – in den nächsten Tagen?

B:M: Zum Beispiel bin ich mit berechtigter Sicherheit davon ausgegangen, dass es in der zivilisierten Vergangenheit zu einem Kunstobjekt (schwarz weiss Fotografie und Ölgemälde und kunsthandwerklich verzierter Brieföffner, Dosenöffner und Schlüssel) Quellen gibt. Ich weiss lediglich nichts von ihnen oder über sie. Der Ursprung einer Idee oder gar eines Modells muss nicht in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Als Forschende finde ich erhoffte Schriftstücke und bin zum Teil erfreut und zufrieden. Das Gefundene als solches ist für mich die Bestätigung für mein Vermuten, Vertrauen und Hoffen. Es verursacht keine Überraschung.

Die hier vorgelegt Schrift ist jedoch etwas Besonderes und eventuell auch überraschend. Sie bedarf in jedem Fall der erläuternden Hinweise. Denn sie liegt ausserhalb dessen, was im Vergleich zu allgemein bekannter Kunstliteratur, künstlerischer Literatur und Forschung sowie Wissenschaft erwartet und als Landschaft und Topografie gesehen werden darf?

Sie ergänzen (nicht nur) bereits Bekanntes. Wie die Verfasser Wesentliches beschreiben. Werden zu Entdeckungen. Form und Inhalt sowie Formen und Inhalte zeigen dem Charakter nach: wesentliches? Sie offenbaren Grundsätze, Schemen und Muster, deren Bedeutung bisher un-bekannt und deren Wesentliches verborgen und rätselhaft war. Die Gewichtung des Gesagten, Geschriebenen und Gezeigten lässt sich im vorhin- oder vorherein nicht bemessen. Mit Sicherheit wird viel gesagt werden: ohne die hier dargelegte Grammatik, Symbolik und Semantik der Zeichen – Formen – Farben zu kennen.

  • Wird künstlerische Ästhetik freigesetzt?

https://blog.kulturbanause.de/2012/09/wordpress-dateien-zum-download-anbieten/

soll ich weiter machen auch wenn du es scheisse findest?

B:M: GAIA oder Ge oder Geo – basteln und/oder entwerfen bis konstruieren – wildes und domestiziertes Denken – spätestens seit Claude Lévi-Strauss. Für die Syntax gegen die Semantik _____________________/// und was ist mit der Grammatik? Nicht jede-r ist gleichmassen befähigt, Theorie und / oder Poesie zu entdecken, aber niemand braucht ein Genie zu sein, um brauchbare Theorie und / oder Poesie zu generieren (Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss). Jede-r kann anfangen «Phänomene» zu untersuchen.

A:P: In jedem Fall ist Querlüften gefährlich, da die Zettel mit den so wichtigen Notaten all der Basissätze und Evidenzen durch-ein-an-der-fliegen. Wieso werden die Zettel nicht angeklammert – angefügt – aufgehängt, um sie jederzeit griffbereit zu haben? Weil die Überlegungen, die Prozeduren, die Messungen schnell und spontan auf ein an der folgen, die Notizen dazu sekundär sind, Vermittlungen an Auftraggeber, bestenfalls an die eigene spätere, später gar nicht besonders notwendige Erinnerung. Zwischen fliegende Zettel kann man leichter einfügen. Es wird sich schon jemand finden, der Versionsgeschichte schreibt (vllt ein Bot?).

B:M: wird kurz aufgerufen https://kunstderkunsttherapie.com/2020/03/27/blogs-2015-2020/ und schon geht’s weiter – immer weiter – voran: Viele derjenigen in wissenschaftlich, kühlabwägenden Traditionen aus- und weitergebildeter und erzogener Kollegen rümpfen über den Grossteil des in diesem Bereich erstellten Schreibens und Schrifttums eventuell nur die «NASE» – zu viel Zuckerwatte, zu unspezifisch, unbewiesen und auch noch … zu wenig romantisch. (Nase, ich rieche und denke an »William Kentridge« – Oper – Operation – Aufführungen bis Ausstellungen). Ich habe es bei etlichen Gelegenheiten selbst erlebt und nicht selten waren die Reaktionen auch berechtigt. Mir liegt deshalb viel daran, andere und bessere Möglichkeiten zu finden.

Betreiben wir eine Studie?

Inge Löök, Zuckerwatte im Park

>Layoutmäßig s.o. bin ich soweit, den alten Zuckerwattedamen ihre Linksbündigkeit zu lassen, da sie ohnehin ständig wieder dahin rutschen! Tzzz! Immerhin links.<

»Inge Löök« Entdecken sie die phantasievolle Welt oder „Altwerden funktionaler und formaler Differenzierung“ * und die „nächste Gesellschaft“?

*) Wie sich das anhört!? f&f Diff. und nächste – (too much, echt zu viel, zwei Alte an Zuckerwatte, laß ich mir noch gefallen, aber Quarantäne mit Feenfolk, nein. Es braucht Kartoffen, nüchterne, Knubbelexempel. [A:P:)

JA!

Moritz von Schwind: «Der Traum des Gefangenen»

Zu den Bereichen Malerei, Fotografie, Videokunst, Performance und Musik sowie Poesie zur jeweiligen Persönlichkeit des Künstlers nüchterne Knubbelexempel (Beispiels) und Kartoffen? Kartoffeln wären mir lieber_

Jedes Medium ein Gitterfenster.

„Das Bewusstsein bewegt sich in engen Schranken, eingespannt in eine kurze Zeitstrecke zwischen Anfang und Ende, die erst noch etwas um ein Drittel durch periodischen Schlaf verkürzt wird. Das Leben des Körpers dauert etwas länger, es fängt stets früher an und hört sehr oft später auf als das Bewusstsein. Anfang und Ende sind die unvermeidlichen Aspekte aller Vorgänge. Jedoch bei näherem Zusehen fällt es ungeheuer schwer, anzugeben, wo etwas anfängt und wo etwas aufhört, denn die Ereignisse und Vorgänge, die Anfänge und Beendigungen bilden genaugenommen ein nirgends teilbares Kontinuum. Wir teilen Vorgänge ab zum Zwecke der Unterscheidung und des Erkennens, im Grunde dabei wissend, dass jede Trennung arbiträr und konventionell ist. In das Kontinuum des Weltvorganges greifen wir damit nicht ein, denn «Anfang» und «Ende» sind in allererster Linie Notwendigkeiten unseres bewussten Erkenntnisprozesses“ (vgl. C.G. Jung : Wirklichkeit des Seele. Rascher-Verlag Zürich und Stuttgart, S. 161).

A:P: Ist vielleicht möglich, von Zukünftigem her | „Wodurch wird eigentlich Kunst zu Kunst und/oder Gegenwartskunst?“ | zu umgrübeln, immer um diese Grube rum, von der man nicht wissen kann, ob sie nicht etwa ein Grab ist.
Vor welchen Entwicklungsaufgaben stehen nun mal die kunstbesessen Tätigen derzeit auf dieser Höhe der Zeit / Senke der Zeit.

A:P: Im Modus der Schlaflosigkeit, ist’s vielleicht erlaubt
kryptisch unerschlossen kurz zu posten:
— Viertel vor fünf, früher Morgen
— Stichwort-
— Entwürfe ad Nachtgedanken:
— Blicke nach vorn zurück nach vorn … treiben
— Entwicklungsaufgaben für die Künste am Rande der Welt
— Globalokale Imagination, Phantasie, Entwurfsfähigkeit – Kunst
— verstehend und ausarbeitend universalisierend öffnend
— ScienceFiction ist auszuweiten, #Quellcodeknaxe
— umgrübeln

A:P: Was ist die Botschaft der Pandemie?
— Die Biosphäre textet und testet virale Symbioseangebote an die Menschen
gen delivery service logistics
— die Macht der Viren in der Evolution,
— Virolutionen, im Meer genetischer Information
— Viralizität des Kosmos, heuristisch, stochastisch
— kombinatorisch, die Gene flüstern miteinander Grauses
— Kurs halten bei tödlichem Selektionsdruck aus unterschiedlichen
— Richtungen; wollen die Menschen die mörderischen Wege
— nicht gehen, aber die gen-Kommunikation nicht abreißen lassen
— notwendigerweise, da Updates, manche, je diese …, nützen
— dann?
[s. Quellcodeknax nr. 1]

Tun wir also etwas, was Viren auch tun; möglicherweise brauchbare Sinnfetzen kommunizieren, einbauen und per Evolution bedenken?

Ein Wort ist vielleicht anzumerken: „#Quellcodeknaxe“. Ich halte es bewußt etwas häßlich, Bruchschmerz. Man hat angfangen, die Geninformation der Biosphäre zu lesen und ihre Anweisungsstruktur zu nutzen; damit haben Menschen einen extrem direkten Zugang zu den biologischen Grundlagen. Der Quellcode ist geknackt. Dies nehme ich als Exempel. Mir scheint, es lohnt danach zu suchen, ob Ähnliches nicht auch woanders passiert. So sind die Versuche, der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, das erste absichtliche Geoengineering Projekt in Korrektur eines unabsichtlichen. Oder: Die Abwendung von fossilen Energieträgern bringt, daß Energie im Grunde überall zu ernten wäre, in die Aufmerksamkeit der Ingenieure.
Geopoetische Plastik.

B:M: Sobald mit dem 3-D-Drucker – #Quellcodeinformation – erstellt werden könnte.

B:M: Der Ursprung einer Idee oder gar eines Modells muss nicht in den Daten liegen. (Die Biografien von Wissenschaftlern und Künstlern sind voller Geschichten über gelegentliche Geistesblitze und zukunftsträchtige Ideen, die fern ab der Datenquellen auftauchten). Ein Einfall, gleich ob es sich um den eigenen oder einen entliehenen handelt, ist vermutlich nutzlos. Solange der Künstler ihn nicht aus einer blossen Anekdote in ein anderes und auch theoretisches Element transformiert. Einsichten und Einfälle versuchen wir hier in relevante Kategorien – Eigenschaften und ja, Hypothesen zu verwandeln. Und die Moral: dass man solcherart Reflexionen über persönliche künstlerische theoretische Erfahrungen wohlweislich kultivieren sollte. Häufig unterdrücken wir sie oder schreiben ihnen den Status von blossen Meinungen zu, anstatt sie als Sprungbrett zu nutzen. Es obliegt jede-m die geborgten Einfälle in eigene Einfälle zu verwandeln oder umzumünzen. Der Kunstgriff besteht bisher darin, das, was man für theoretisch möglich oder wahrscheinlich hält, dem gegenüberzustellen, was man in der Landschaft und auf dem Feld antrifft.

Zwischenfrage: wie positionieren wir uns zum »radikalen Konstruktivismus« »Dadaismus« und sonstigen *ismus bis *ismen?

A:P: Positionspotentiale. Dies Schreiben selbst als Metapher. Es geht nicht auf große kompositorische Bögen, mir fehlt dazu der Abstand, da ich drin bleibe, Körnigkeit, Flickarbeit, kurze Schübe, Hineinzitiertes auch von mir Selbst, Verweise, … unwahrscheinlich, daß uns derart „Anfang, 1., 2., dritte & Haupthöhebung, Abfall, Rausschmeißer, Schluß“ o.ä. Muster kommen. Andere aber, welche? Zu was sind all over Geschiebe, Brekzien, brekszientistische Erfahrungs- und Frageanlässe fähig, wenn wir sie ansetzten. Nicht positionieren wir uns, sondern mal diesen, mal jenen -ismus.
[Was in Schulen zu Lernstoff verkommt, parallel zum kunstwissenschaftlich fixierten Lehrplan: malt nach impressionistischem, expressionistischen, dadaistischem, bauhäuslerischen usw. Muster, das ist nun auch so und nur Stoff, ein „So könnt man, jetzt, dank den Riesen und ihren Schultern, mal weitermachen …“.]

Es entsteht eine Tropflinie, ein Tropfentext, ein Twitterfall, der aus den Intervallen entsteht. Zwischen den Absätzen, Wörtern, Lettern, (Auch des Codes?) gibt es genug virtualisierte Leere, die Möglichkeiten ins Sein lockt. Weit draußen, wo die Leere am leeresten, am ärmsten ist, da nehmen die Dinge der Welt sich endlos zerteilend Abstände ein, spannungsreiche, und warten. Was mag eine Linie dort im Felde der Potentiale sein? Was springt dort zwischen „weit“ „draußen“ in die Wirklichkeit?

Das könnten verkittete Fragmente sein, Hesiods Theogonie gegenseitig umfaßt ad Aktuelle Vakuumkosmogonie. Das war mal flüssig. Hat neue und alte Bruchspalten. Und so weiter. Als Text ist es auch Musik.
[Von Geomartin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10289506]

Uran-reiche Quarz-Haematit Brekzie am Mt. Gee, Mt. Painter Gebiet, South Australia; unterschiedlich große Trümmer

Die Erde als Planetoidenbrekzie. Wir als eine solche. Wir sollten das bisherige mal Verschlagworten. Wenn schon mehrD-Plastik, dann doch nicht ohne Landmarken. Zudem, kann zeitlich mindestens Neues automatisch markiert werden, wo es auch plaziert erscheint?

Bei aller Schwankungsweite – es stellen sich Fragen bzgl. der Handhabbarkeit in der Zusammenarbeit:

Letzte Revisionen sind im Vergleich immer schnell nachzuvollziehen!

Indexieren?

ZOOM-Kanal-CHAT-Meeting

„Da kommt ein Wort aus dem Text heraus wie ein Stein und erschlägt mich.“

Kategorien
Allgemein Ausstellung der anfang Echtzeit Essay gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen künstlerisch forschen Kunst kunstprozesse KunstSchaffen Medienmündigkeit Original schreiben visuelle Kunst

zum #kunsttalk : ein bild ist

Anfang – alles dreht sich um den Anfang – etwas anzufangen und zu beginnen: danke. Die Wendung zum Affekt und zur (brieflichen, mündlichen, sprachlichen und namentlichen) Adressierung kommt jetzt etwas unerwartet. Die Welt der digitalen Gefühle wurden früher eher etwas robuster imaginiert. Weniger differenziert. Eher höflich überformt und mit der passenden Anrede versehen, um es als REENACTMENTS anzusehen. Die Annäherung an die diffuse Performancepraxis im Alltag. Die Beliebtheit der namentlichen Ansprache beruht bis heute in ihrer Aufdringlichkeit?

Aufzeichnung ist heute jedoch das jederzeit vorhandene Medium auf den mobilen «Displays». Kostengünstiger Notbehelf?! Und der Text bedarf weder komplizierter Technik, noch sperriger Gerätschaften, Utensilien und Ausstattung. Heute kann sich der Text mit passenden Maschinen sogar fast von selbst herstellen, ausbreiten und übersetzen. Untertitel, die bei jedem Gespräch zwischen Menschen automatisch mitgeschrieben und aufgezeichnet werden. Sobald «Bildtelefon» und der Videochat bis Konferenzfunktion mit Aufzeichnungsmodalitäten aktiviert werden. In Lautsprache und Mundart gestisch gesprochen bis geredet wird. Beginnt die Maschine und das Programm im gleichen Takt zu «transkribieren».

Somit bedarf es weder majestätischer Flügeltüren, noch den Bibliotheksausweis mehr, um den Blick auf einen Raum voller Bücher und Bilder zu eröffnen. Keine meterhohen Regale mit funkelnden Buchstaben, die eintätowiert von den leuchtenden Bücherrücken aus den Regalen als Bilder abstrahlen. Keine Gerüste oder fahrbaren Leitern, die geräuschlos hin und her geschoben werden. Kein vorsichtiges Abtasten der fremden, noch unbekannten und verschollenen Magazine, Bilderwelten und Landschaften zwischen den Buchdeckeln. Keine mit Leder, Papier oder Textil überzogene Gewebe, die den schweren Buchblock vor Stössen, Beschädigung und Traumata schützt. Kein Binden oder Heften der Seiten mit Fadenkreuz. Dort, wo die Augen und Blicke noch träumerisch hängen bleiben könnten. Kein haptisches Ereignis der Buchseiten oder Bildseiten mehr, welches durch Gewicht und Menge in den Händen spürbar bleibt. Kein Daumenkino der Kapitel und Eselsohren an den Passagen der Buchseiten, auf die gedeutet werden könnte. Da diese gerade besonders wichtig und bedeutend sind. Beim Weiterblättern keine seltsam aufsteigenden Gerüche und Düfte. Einer längst vergangenen, geheimen und in sich zurück gezogenen Buchkultur. Kein aufschlagen, zeigen, hinweisen und lesen oder nachschlagen in den auf dem Rücken liegenden Buchflügeln. Kein Bild – kein Foto: nur auf Sparflamme bedruckte Flachgebiete mit Buchstaben – meist schwarz auf weiss oder grau.

Künstliche bis künstlerische Aktionsformen – Vitalitätsformen – Experimentalformen und -systeme und jetzt, der humane Aufschrei und die Sprache bzw. Stimme, die sich ermächtigt. Die deutlich widerspricht. Wobei die Endgeräte, Maschinen, Techniken und Programme weniger interessieren, aber doch die entscheidende Rolle mit spielen, falls es funktioniert.

Jede*r freut sich: es funktioniert, die audiovisuell Übertagung und Aufzeichnung läuft. In zeitlichen Verzögerungen und Verzerrungen, die kaum bemerkt werden. Da die Diskussion zum Thema und so weiter als Vorbereitungen zum #kunsttalk als Agendamachen stattfinden. Irritationen treten lediglich durch technische Störungen oder Beziehungen auf: die Tonübertragung fällt aus oder das bewegte Bild gefriert zum Standbild ein.

Zurzeit verschmilzt es kaum mehr zur viktorianischen Affektökonomie in verknappter Sprache, Rede und Performance. Fragen zu «Blog», »Vlog« und «Feature» oder «Format» sowie deren Möglichkeiten, Vernetzungen sowie Verbindungen treten in den Vordergrund. Flüssige Essays, Erzählungen im Rede- und Textfluss der Visualierung – Bildfahrzeuge – Bilderfluten – Skulpturen – soziale Plastiken in Filmsequenzen, die noch nicht geschnitten und musikalisch untermalt oder zusammengefasst sind, um das Fazit oder das Ergebnis #kunsttalk zu präsentieren.

Vlogs: Gorillia und Media? Aloïse Corbaz oder Robert Walser? Auf nach Basel, Bregenz, Biel, Bern, Berlin, Wien, New York, London etc. Beziehungsgeschichten zwischen deutsch & englischsprachigem: zurück oder vor?

Gleichzeitig unverblümt und keusch, reduziert und zart, kühn und schüchtern bis zurückhaltend, bescheiden, leicht bis affektbeladen – schwer bis verspielt: in jedem Fall performativ.

Regressiv: Bilder lesen, schreiben, zeichnen oder malen bzw. mit Acrylfarben übergiessen?

Expressiv, progressiv, mutiges oder ausdrucksstarkes? Bilder, Texte und Projekte selbst gestalten und mitzumachen? Komplizierte bis radikale und komplexe Mit-Teilungen zum Bild, Text und Projekt kommunizieren.

Hingegen überlässt der komprimierte Text es den Gefühlen der Menschen (und später dann eventuell auch den Tieren, wie zum Beispiel Katzen, Hunden, Schafen, Huhn, Affen etc.) die Leerstellen, Lücken und Zwischenräume selbst zu füllen und Fehler zu verbessern. Kennst du Leere, kennen Sie Leere? Kennst du leere Plätze – leere Räume? Diese Art der Konzentration, diese Entleerung (im Bataille’schen Sinne, sorry, rutschte mir dazwischen «die innere Erfahrung») stellt letztlich die Abstraktion der Körper aus ihrer Gegenwart dar. In der Konzentration wird der «Gegenstand» irreal, surreal und ja, sogar antisozial.

Hohle Worte ködern, ziehen sich zurück und spielen nur. Reduktion, Rückzug und Verborgenheit steigern Intensität bis Sensation?

Unterhaltung und Schauplätze sind kaum visuelle Kunst. In Zeiten des globalen Bürgerkriegs werden diese weiterhin zu Unterlassungen und Freilagern der Bilder und Filme visueller Kunst führen. Sie verhüllen die vernetzten Operationen gesellschaftlicher und computerbasierter Erzeugung und Automatisierung: bestimmter Selektion und Filterung sowie Sammlung. Die Voreinstellungen maschinellen Sehens, die mit strikt gekoppelten Ideologien der Präferenzen – wie auch Werbung, Propaganda etc. als Bild- und Spracherkennung heute funktionieren: https://ai.googleblog.com/2015/06/inceptionism-going-deeper-into-neural.html

https://andandand.org/

Dies soweit.

Wird es sich um lexikalische und/oder ästhetisch relevante «Informationen» handeln, die kommunizieren? Werden die visuell künstlerischen Erfahrungen in wissenschaftliche, theoretische und literarische Bedeutung transformiert und umgewandelt? Wird die Ästhetik des Performativen behandelt oder gerade davon abgelenkt? Werden die Verbindungen, Vernetzungen sowie die Zunahmen an Verkoppelungen / Verlinkungen von Text – Bild und Kritiken hier zunehmend zu erwarten sein, damit es weitergeht?

Falls ja, handelt es sich nur um Kategorisierungen? Um Rahmungen der Axiomatik definierter Namen(s)konventionen: weiblicher, männlicher (und gerne auch anderer und unbekannter an- und abwesender).

Performer*innen, Performance-Künstler*innen, Autor*innen, Forscher*innen, Wissenschaftler*innen, Schriftsteller*innen, Theoretiker*innen, Maler*innen, Beobachter*innen, Zeug*innen etc. mögliche soziale Rolle kunstschaffender Menschen, die in der Gegenwart der Maschine zu Maschine Kommunikation sind und sein werden. Menschen, die dabei sein wollen und möchten.

Die Kunstrichtung «Performance»: im englischen Sprachraum ”Performance Art“, die sich seit ungefähr den 1960er Jahren in den Bildenden Künsten weiter entwickelte. Wieso und weshalb wird heute dazu wissenschaftlich und künstlerisch geforscht und weiter gemacht? Es wird doch sofort sicht- und abrufbar, sobald es als Video aufgezeichnet und über Kanäle hochgeladen wird. Die Geschichte und Erzählung sicht- und erkennbar weiterläuft. Da es im Live-Stream im Fotografischen und Filmischen mit Text audiovisuell aufgenommen und aufgezeichnet ist. Jederzeit wieder abrufbar, falls es wieder gefunden, mit einem Klick aktiviert und angesehen wird.

*Ein Bild ist ein Bild*

Womöglich ist nur sehr wenig wirklich geschehen, gleichzeitig unendlich viel passiert oder es hat sich ereignet. Der (kanadische) Medientheoretiker Marshall McLuhan, der immer wieder und viel zitiert wird, hat 1964 schon den prophetischen «Aphorismus» geschrieben: «von den Nerven der gesamten Menschheit umgeben. Sie sind nach aussen gewandert und bilden eine elektrische Umwelt».

Entwurf speichern

Zwischendurch aktualisieren, Pause machen, Medienwechsel nicht vergessen und die Hände zu waschen.

Komplexe Themen müssen, dürfen und sollen komplex bleiben, auch wenn sie (schriftlich – ästhetisch – bildlich – malerisch – zeichnerisch – mündlich, wissenschaftlich, empirisch etc.) kommuniziert werden. Aber es muss nicht jedes Detail erklärt werden oder gerade doch das Detail, das Ding, das Zeugs? Manchmal reicht es, den Einblick zu gewähren, wie Forschung generell funktioniert, um das Interesse und den «Wissensdurst» sowie die Neugierde zu wecken. Und falls es nicht funktioniert?! Die Formate waren dann ästhetisch vermutlich zu wenig abgestimmt, unangepasst und wurden ab- und weggeschnitten oder gelöscht. Visualisierung und Bildgebung sowie (ästhetische) Kommunikation und die Ästhetik des Performativen funktionieren immer nur sichtbar.

Doch «Wikipedia» und/oder Medienpädagogik etc. ersetzen selbstverständlich keine Wissenschaft oder visuelle Kunst. Auch kein visuelles Kunstschaffen und Kunstperformance, da diese dem anderen Code folgen. Wikipedia kann kein akademisches, künstlerisches Werk oder Theoriefindung aufwiegen. Wikipedia und Wikidata erinnert allenfalls daran, wie unklug es wäre, aus Arroganz das Internet zu meiden. Dies Terrain im Wissensfeld zu verspielen.  Diese Onlineenzyklopädie bleibt das Mysterium für mich: vom Kollektiv für alle frei zugänglich geschaffen, gratis und omnipräsent. Mit Wikipedia und Wikidata usw. explodiert das Wissen. Die Allerweltsenzyklopädie bringt in Erinnerung, wie radikal Demokratie in ihrer Gleichheitsforderung sein wird. Und sie zeigt, wie wenig sich Gleichheit gerade in Wohlstandsgesellschaften auf Ökonomie reduzieren lässt – sobald die Reichtümer wie Wissen und visuelle Kunst da und präsentiert sind wie die Luft zum Atmen.

»Warum sollte der Mensch nicht sein Geheimnis haben? Oder ein Tagebuch?« Eva Demski (1999) Zettelchens Traum. Über autobiografisches Schreiben sowie visuell künstlerisches Forschen und Kunstschaffen (ästhetisch) zu kommunizieren. Und es gehört schon einige Ignoranz zur Behauptung, wer realistisch male oder skulpturiere, habe sich gleich die Beachtung des Kunstbetriebs oder der Politik verscherzt.

«Ästhetische Arbeiten», «Halbpräsizierungen», «Erzählungen» und «Preenactments» werden in dieser Art und Weise und mit diesem Feature auch automatisch zur *Hyper-Gegenwart*. Die Revisionen, Kommentare und Kritiken nach der Veröffentlichung interessieren? Anders als im rückwärtsgewandten Reenactment werden im Preenactment exemplarische Gegenwartsphänomene aufgespürt und mit Mitteln der Performance in die Zukunft fortgeschrieben. Ausgehend von gegenwärtigen Ökonomisierungen öffentlicher Güter erforschte zum Beispiel das „Preenactment Sprachlabor Babylon“ das Zukunftsszenario der Privatisierung der Sprache.  Klar: was wird passieren. (Kunst-)Sprache, (Bild-)Sprache, (Schreib-)Sprache, (Theorie-)Sprache bis (Philosophie-)Sprache etc. werden sich weiter entwickeln in öffentlichem Sprechen? Welche Bedeutung und Sinn werden der spontanen «Assoziation» und «Metapher» bei der Bildbetrachtung (heute noch) zugesprochen und zugeschrieben?

Die Zunahme an außer- und innereuropäischer Kompetenz (Kunst-, Kultur- oder Religionsvergleich, Ethnologie etc.) macht es immer wieder erforderlich, terminologisch-konzeptuelle und ideologische Festlegungen, Begriffe und Kategorien zu hinterfragen. Und zwar die, welche explizit oder stillschweigend auf westlicher Tradition, Kultur und Gewohnheit der Bildbetrachtung der Ikone, des Vorbildes, des Denkmals und des Fetischs oder auch der Vision sowie Vorstellung beruhen. Im Licht der audiovisuellen Live-Stream-Performanz werden andersartige Evidenzen, Erfahrungen und Wahrnehmungen beleuchtet, die Bild- und Kunstbetrachtung aktuell zu erweitern und zu bereichern.

Der Entwurf wird auf makro- meso- und mikroanalytischem Niveau in Verbindung zur Textvorgabe behandelt. Wobei jedoch die Hauptanliegen darin bestehen, angemessene Sprachen für Elastizität und die in ihnen enthaltenen Verhaltens- und Deutungsoptionen für Bild und Text visueller Kunst heute herzustellen, zu repräsentieren, auszustellen und zu eröffnen.

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Titel noch nicht abschliessend gefunden

https://youtu.be/LBmLyGcaHyc

hiermit wären wir bereits im Zentrum der Schwierigkeiten: Beinhaltet nicht jedes Porträt (Selbstporträt) imaginäre Anteile? Anders geschrieben: Sobald das Porträt vorgibt, die Erzählung aus dem Leben des Künstlers zu sein, bleibt es doch eine Erzählung und somit im Bereich der Imagination. Was macht ein Werk, ein Bild, eine Skulptur zum Porträt – Selbstporträt? Auf diese Frage (und mit dieser Frage befasse ich mich schon seit längerem) hat es immer wieder und je nach Epoche und Kontext der Kunst- und Geistesgeschichte unterschiedliche Antworten gegeben. «Das Anliegen des Porträts kehrt ständig zurück» schreibt Jean Luc Nancy. Aber die Zeiten, in denen sich der Künstler ohne Ironie ins Zentrum des Bildes setzen konnte, sind offensichtlich vorbei.

Das Fragwürdige der Möglichkeiten, die eigene Person konsistent abzubilden, ist den Künstlern von heute mehr als bewusst.

Das Selbstporträt als exklusives Produkt künstlerischer Subjektivität ist damit Geschichte. Und es gibt mehr als einen Grund, ihm mit einiger Skepsis hinterherzuschauen. Zweifel an der Darstellbarkeit des Subjekts haben sich schon vor längerer Zeit eingeschlichen. Spätestens die Philosophie des französischen Poststrukturalismus hat althergebrachte Vorstellungen nahezu endgültig verabschiedet. Mit ihren Philosophemen vom Verschwinden des Menschen beziehungsweise vom Tod des Autors erteilten Michel Foucault und Roland Barthes modernen Konzeptionen von Subjektivität, künstlerischer Urheberschaft und Originalität eine radikale Absage. Jacques Derrida äusserte diesen Zweifel, indem er formulierte: »Das Selbstporträt, wenn es eines gäbe«. Er beschrieb es als eine Ruine, der immer schon eine Blindheit eingeschrieben ist. Mit einem konventionellen Porträtbegriff lassen sich die Bedingungen kaum mehr vereinbaren. Vor dieser Folie wurde die Wiederbelebung der Gattung Selbstporträt, wie sie spätestens seit den 1970iger Jahren zu beobachten ist, zum spannenden Unternehmen. Neue Typologien „kristallisierten“ sich heraus:

  • ANTIPORTRÄT (wie in Gestalt der kubistisch zersplitterten Figuren https://www.youtube.com/watch?v=_fBBXooAiko)
  • ALLOPORTRÄT (das Porträt des Selbst als Anderer wie beispielsweise in der inszenierten Fotografie)
  • METAPORTRÄT (das die eignen Bedingungen reflektiert)

vgl. hierzu auch Martina Weinhart, Selbstbildnis ohne Selbst. Dekonstruktion eines Genres in der zeitgenössischen Kunst, Berlin 2004. Das langsame Verschwinden des Abbilds des Künstlers aus seinen Selbstporträts ist vor allem in konzeptuellen Ansätzen zu verfolgen, die sich als GEGENENTWÜRFE zu ausdrucksorientierten, expressiven Modellen verstehen. Sie führen zu der leicht paradoxen Situation der Wiederbelebung des Genres in Form von dessen Widerlegung. Nicht zuletzt haben sich die Rahmenbedingungen für die Bildproduktion erdrutschartig bis flammend und extrem schnell verändert. Erstmals in der langen Traditionskette ist das Selbstporträt als Kulturtechnik im Alltag verbreitet und heute für jede-n zugänglich. Und niemand ist heute mehr bilderlos. Das Leben präsentiert sich als Bildgeschichte. Als Abfolge von Bildern im Fotografischen bis Filmischen der eigenen Person. Unser Gesicht wandert Tag für Tag in ein gigantisches virtuelles Bilderarchiv. Es stellt sich die Frage, wie das klassische Genre auf diesen radikal gewandelten aktuellen Kontext reagiert. Was haben die Künstler den omnipräsenten Alltags-Selbst-Darstellungen entgegenzusetzen?

Der problemlose Gebrauch des Pronomens ich (ICH – I-CH – I) verdeckt und verschmiert deutlich die Tatsache, «dass das Subjekt in Wirklichkeit ein kompliziertes, zerbrechliches Ding ist, über das sich schwer sprechen lässt und ohne das doch gleichwohl sprechen (schreiben jetzt) nicht möglich ist.

Ironie und Polemik hatte es genug gegeben. Der Aufbruch in den 1960iger Jahren mit seinen Angriffen auf verkrustete Strukturen und Hierarchien hatte keinen Platz mehr für Malerfürsten in Öl, lese ich gerade und muss breit schmunzeln. Im Zuge dieser angeblichen Aufräumarbeiten kam es zur Entmythologisierung des Künstlers als Schöpfers. Der war jetzt ein Arbeiter und sass in einem Boot mit dem Betrachter. Diese Phase erweist sich als die Keimzelle der Praktiken bis heute?

Wird der Sprache oder der Stimme heute zuviel Macht eingeräumt? Die sprachkritische Wende, die semiotische Wende, die interpretative Wende, die kulturelle Wende, die künstlerische Wende: Es scheint, dass in jüngster Zeit bei jeder Wende jedes »Ding« – selbst die Materialität – zu einer sprachlichen Angelegenheit, Geste oder einer anderen Form von Repräsentation wird. Mir geht es um die Sprache, um den Diskurs, um die Kultur und ja, um die (bildende) Kunst, Musik, Literatur usw.. In einer wichtigen Hinsicht ist das einzige, worum es anscheinend nicht mehr geht, die_ Materie.

Dabei zielt der Anspruch schliesslich über die Biografie hinaus, sobald der Künstler mit dem Bild in Hand auftritt und gleichsam stellvertretend sowie sinnbildhaft für seine Generation agiert.

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spur des traumas

der begriff des traumas ist mittlerweile fester bestandteil der alltagssprache geworden. negative und einschneidende erlebnisse werden als trauma bezeichnet, solange unter dem anhaltenden druck des erlebten schreckens auch die zukunft verformt wird.

bewusstsein für die seelischen wunden entstehen, die durch längere latenzperioden gegangen waren. unterschiedliche traumatische vergangenheiten kehrten in die gegenwart zurück. mit der entwicklung der neuen erinnerungskultur erreichte das vergessen sein ablaufdatum.

die grundlegenden verschiebungen, die sich hierbei ergeben, schlagen sich in paradoxien und kippbewegungen nieder. und zwar durch

  • leere und überschuss
  • subjektbegriff zwischen entleerung und neuer autorisierung
  • zusammenfall von vergangenheit und gegenwart
  • einbruch des realen und die wiederkehr der realität

in der beschreibung des traumas (wie auch des sublimen und des erhabenens zwischen grenzerfahrung und grössenwahn) eröffnet sich die kluft des WIDERSPRUCHS:

zwischen gegensätzlichen QUALITÄTEN

  • exzess
  • überschwemmung
  • überwältigung
  • leere
  • entzogenheit
  • unzugänglichkeit

diese bipolaren begriffsfassungen haben gewichtige folgen für die verfahren künstlerischer repräsentation. da auf leere, stille und entzug nur mit ikonoklasmus geantwortet werden kann:

form der negativen ästhetik

das schlüsselwort »void« wird zur auratisch-ikonischen formel erhoben

doch nur mit dem bild der architektur wird trauma als ein unzugänglicher und nicht assimilierbarer einschluss visualisiert, der sich allen versuchen der integration ins bewusstsein widersetzt.

mit dem begriff der leere ist auch die metapher der »krypta« verwandt. die krypta lässt sich deshalb als »negativgedächtnis« all dessen beschreiben, dem sich das bewusstsein nicht zu stellen und das

es deshalb auch nicht symbolisch zu codieren vermag.

auf den feldern und im rahmen feministischer, poststrukturalistischer und postkolonialer diskurse war das autonome, selbst autorisierte und selbstverantwortliche subjekt ohnehin als die westliche konstruktion entlarvt worden:

  • authentizität (individuelle echtheit / unverwechselbarer wesenskern)
  • qualität des unverfügbaren (pathologische unverfügbarkeit)

der zusammenfall von vergangenheit und gegenwart hat mit dem verlust der klaren differenz zu tun. die erfahrung (oder gerade nicht erfahrung) der traumatischen vergangenheit dringt andauernd in die jeweilige gegenwart ein. diese paradoxe durchkreuzung der gängigen zeitordnung ist immer wieder neu zu umschreiben. trauma bezieht sich häufig auf ein oder das ereignis. das nicht zurücksinkt in die vergangenheit; es kann demnach auch nicht vergegenwärtigt, zurückgeholt werden, weil es ja immer noch gegenwärtig ist.

es hat folgen für die grundfragen nach dem verhältnis von realität und repräsentation.

»realität« ist das, was die menschliche lebenswelt ausmacht und praktisches handeln erfordert. realität in diesem sinn ist das gegenteil von «konstruktion» als einer oder der kollektiven fiktion. die fiktion, in die sich die menschen einspinnen und/oder gesponnen haben. die fäden und das gewebe, welches sich nach autopoetischen regeln selbst produziert. realität steht deshalb heute auch für referenz. damit auch für das, was aus dem selbstgenügsamen symbolsystemen der postmoderne hinausweist auf:

  • gegenstände
  • empirische evidenz
  • emotionalität
  • wahrheitsgehalt
  • harte fakten
  • autorschaft
  • erfahrung

die avantgarde am anfang des 20. jahrhunderts hatte gegen den realismus mit den waffen der abstraktion und des surrealismus etc. gekämpft; die avantgarde am ende des 20. jahrhunderts wendete sich gegen die simulacra (wirklichen und vorgestellten dinge) der postmoderne mit dem trauma und der erneuerung der referenz. es sieht so aus: «als sei das reale, das die poststrukturale postmoderne verdrängt hatte, als trauma zurückgekehrt» – diese erkenntnis ist nicht von mir, sondern von Hal Foster aus The Return of the Real 1996, S. 146-166

KÜNSTLERISCHE PRAKTIKEN

Verbindungen zwischen Popart und Trauma zieht Hal Foster. In den nahezu zwanghaften Gesten der WIEDERHOLUNG, die die weltberühmten seriellen Bildcluster von Andy Warhol mit Sujets wie Marilyn Monroe, Campbell Tomatensuppe und Brillo Box (Soap Pads 1964) etc. organisiert, sieht er nicht nur die paradoxe Gleichsetzung von Referenzen. Gegenstandsbezug des Bildes und Betonung des Simulacrums, sondern auch die Verbindung zum Trauma. Foster spricht in diesem Zusammenhang von der (individuellen und kollektiven) Trauma-Abwehr: die immer zwischen Affektüberschuss und Affektlosigkeit angesiedelt ist.

Die entscheidende künstlerische Strategie ist und bleibt dabei die Geste:

Mechanische Wiederholung

Die in solchen Wiederholungsakten vollzogene Annäherung des Künstlers an die Maschine verspricht die befreiende Reinigung von menschlichen Sinngebungen und Affekten. Die allerdings nur denjenigen zugänglich wird, die selbst unter dem Schock oder dem Exzess von Affekten „leiden“, die Unruhe, Nervosität, Aufregung und Ungeduld erzeugen können. Diese Kunst, die einen unverhohlen autistischen Zug hat, interpretiert Foster als den Schutzschild gegen Verletzung und Trauma. In diesem Sinne zitiert er Warhol mit dem Satz: »Ich mag langweilige Dinge«. Langeweile und Langweiligkeit möchte jede-r jedoch nach Möglichkeit heute gerade vermeiden.

Hierdurch werden hybride Rollen Produser – »Produsing» – im 90 sec. Takt mit Sanduhr und Wecker eingeführt.

Neben der künstlerischen Praxis der mechanischen Wiederholung, die das Reale unter Simulation verdeckt, werden weitere künstlerische Praktiken und Varianten des »punctum» gezeigt, die mit der Bearbeitung der Oberfläche des Bildes einhergehen. Der Begriff »punctum« stammt von Roland Barthes, wie bereits in anderen Blogs erwähnt wurde.

Zusammen mit dem Begriff «studium» in seiner Analyse der Wirkungsweisen und Interaktionsformen mit Fotografien eingeführt hat. Auf Videoaufzeichnung im fotografischen übertragen lassen. Während «studium» den langen und eher meditativen Blick bezeichnet, der immersiv in das Dargestellte eindringt, steht »punktum« für ein affektives Berührtwerden vom Bild, das über Brüche, Schocks und Abschnitte führt. Barthes beschreibt das »punctum« als Aktivität, die vom Bild ausgeht. Wobei jedoch – ähnlich wie beim Trauma – offenbleibt, was hier externe und interne Bewegung ist: Dies Element ist es, das aus der Szene herausfällt. Wie ein Pfeil herausschiesst, m-ich durchbohrt.

Dies geschieht nicht auf der Ebene des Dargestellten. Sondern durch das »Verwischen und Verschmieren, Bleichen und Auslöschen, Erhitzen und Verbrennen, Verkleben und Zukleistern, Zerschneiden und Zerstückeln, Vervielfältigen und Kolorieren der Bilder«

In scharfen Gegensätzen zu Warhols überdeutlich konturierten seriellen Bildern entziehen zum Beispiel Gerhard Richters Techniken des Verschwimmens das Bild dem gierigen und gedankenlosen Zugriff der Betrachtenden. Hiermit wird nicht nur eine entgegengesetzte Strategie der Aufmerksamkeit verfolgt, sondern durch dies Unkenntlichmachen wird das Dargestellte verwandelt. Durch das Unkenntlichmachen des Dargestellten werden Fotografien in Erinnerungsbilder verwandelt. Damit werden sie aus dem maschinellen Speicher und Reproduktionsapparat sowie Familienalbum, Buch oder Dokument in das unzuverlässige und versehrte menschliche Gedächtnis zurückgeholt.

Zum traumatischen Realismus sind auch Formen der expressiven Ästhetik zu rechnen, die Joseph Beuys‘ Imperativ »Zeige deine Wunde!« folgen. Neben der Ausstellung von Wunden in der Ästhetik des Körpers und des Abjekten, des Schmerzes und der Betroffenheit besteht die weitere wichtige Funktion der Künste heute in der Übernahme der kulturellen Aufgabe der (sekundären) »Zeugenschaft«. Indem sie für das widerständige Erlebnis die kommunizierbare Form ästhetisch finden und es in gemeinsame Erfahrung übersetzen.

Bezeugt wird dabei die belastende Realität, die gesamtgesellschaftliche Verbindlichkeiten beansprucht, doch von der Gesellschaft noch nicht erkannt wird oder noch nicht ausgedrückt werden kann. In dieser Situation hat die Kunst selbst Anteil an der paradoxen Produktivität und Produsing. In den Künsten gehen Darstellungsformen und Reflexionsformen sowie Aufzeichnungsformen der Experimental-Systeme und Räume ineinander über. Was bedeutet, dass diese Werke auf ihre je eigene Art und Weise auch einen bedeutenden Beitrag leisten

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Beat The Clock

https://www.zeit.de/2012/36/Ausstellung-Christian-Marclay-The-Clock/komplettansicht

https://www.arte.tv/de/videos/042949-000-A/overgames/

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#kunsttalk001

#kunsttalk 12

die Aufzeichnungen haben begonnen:

ja, es hat begonnen. Ich bin dafür, dass wir Konflikte und die Probleme, um Bewertung und Beurteilung zwischen «Pouring» – «hoher (bildender) Kunst» – «Musik» … auf Höhe der Zeit auffassen. Nicht länger verschieben und aufschieben oder es als »Durchsetzungskunst» betrachten. Vor den Hintergründen zeichenunterrichtlicher Reformbestrebungen aus Schul- und Akademiewirklichkeiten, zum Beispiel.

Viel interessanter und vermutlich besser? Kommt es aus Kooperativen, Sozialen Medien, Quellcodeknacksen…

https://down.itsvse.com/item/de_11831.html

Redebedarf

das langweilt_

Was muss man machen, damit es Kunst wird?

Lassen sich Konzepte einbetten?

Welche Entdeckungen werden gemacht?

Sobald Performance – Installation – Konzeptkunst an die erste Stelle gebracht wird

FREI-HEITS-RAUM – Freiheitstraum – FREIRAUM

VERKAUFEN – VERSCHENKEN – VERSPENDEN

Kunst als Frage nach dem WERT DER KUNST: HEUTE! Wann ist Kunst? – Kunst als ästhetische Praxis und Performance. Was ist Kunst? Kunstgriffe bis essentialistischer Kunstbegriff werden relevant. Die Frage nach dem adäquaten Kunstbegriff?

Musik!

Text!

Konzept!

Komposition!

Bildqualitäten der MATTSCHEIBE!

ausziehen gefällt keinem – wir ziehen uns an – ziehen weiter – immer weiter

wir stellen «grosse» Fragen, die jede-r alleine und zusammen verstehen kann

wir pulen bis pullen aus der ECKE – englisch to pull, eigentlich = ziehen, schlagen. Herkunft ungeklärt:

Ich kann so’n bisschen erzählen, das weisst du im Prinzip auch.

Jemand stellt mir eine Frage, wo er die Antwort im Prinzip schon weiss?

Schaffensphase

Verknüpfungen zum #kunsttalk

Zur Performance: wir müssen da anfangen, wo wir sind.

Sprechgesang / Rap bis Rappen (Teil der Hip-Hop Kultur oder Abgrenzung dazu): viele Fäden aufmachen – Godot Krull ist kein Rapper & wird nie Rapper sein.

(Die Kunst und die Künste – der Versuch der Einteilungen – Kunst als Selbstverständigungen)

Einen Faden, den es gar nicht gibt 9:44

(„Das Problem der Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Geistesgeschichte der Menschheit“ schrieb Dr. phil. Paul Watzlawick. Mit diesem Satz leitet er seine Arbeit zur Erlangung des Analytikerdiploms am C.G. Jung-Institut ein, die er im Winter 1953/1954 in Rom zu „DOSTOJEWSKI UND DIE FREIHEIT“ verfasste)

Meister der Zeremonie – Adagio – ich bin kein übler Vergleich – ich bin – trage die Tage mit Anstand – ich bin

Klick Beat – Momente bis Dauer – Matrix

spürst du physisch – 1. Ordnung (Muster – Matrix)

berührt dich gedanklich – 2. Ordnung (Muster – Matrix)

kennst etwas davon – 3. Ordnung (Muster – Matrix)

verstehst es – 4. Ordnung (Muster – Matrix)

(1:1 – 1:N)

ab 13:33 chronologische #kunsttalkaufzeichnung kunst – phiolosophie – kreativ : ist das jetzt mehr Orientierung?

kein subjektives Gefasel über Entstehungsprozess!

Zur Musik: du nutzt hohe Stimme!

gutturaler Laut!

Stimme in der ich lande – denken und fühlen – andere Art von Zustand – hin staunen – was es ist

Alternativ und Pop – Alternativ Elektro – Mixed reality Cloud

Weiter mit TEXT: programmatisch sind diese Ton- bis Lautbildungen bis Materialaktionen zwar als Autotherapie bis zu einer Art Gruppentherapie zu erweitern. Selbst wenn das Publikum nicht direkt partizipiert, stellt sich die Frage nach den besonderen Rezeptionsweisen solcher aufgezeichneten Live-Aktionen im #kunsttalk gerade im Unterschied zu anderen Aktionen, wie beispielsweise Aktionen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, jedoch später als Fotografie und Film rezeptiert werden können. Oder Fotografien und Filme, die nur zu Rezeption angeboten werden. Die heutigen technischen Möglichkeiten besitzen die Funktion und dienen erklärtermassen jederzeit dazu, die Aktionen zu dokumentieren. Schliesslich geht es bei diesen Aktionen ja gerade darum, den traditionellen Status der Rezeption von Musik, Bildern und Künstlersein zu „überspringen“ und nicht zu zerstören. Zugunsten der besonderen Präsenzqualität, die sich durch körperlich und mithin unmittelbar Spürbares einstellen können.

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satz bis ansätze

Irgendwo habe ich diesen Satz aufgeschnappt und kein Bild dazu:

Wenn Du einen Satz schreibst, dann ist er da.

Sobald ich einen Satz schreibe, ist er da.

Er ändert sich nicht?!.

Er bewegt sich nicht, und so wird er – zu einem Ort.
Festhalten in der Zeit, das ist der wichtige Teil des Schreibens.

Die Wirklichkeit – den Ort zu finden – der zu EIS wird und gefriert,

obgleich mir heiss wird.

Die Fiktion – der Science oder der Kunst – den Ort zu finden – der nahezu und fernwirkend transparent wird.

Bin herausgefordert.

Bis zur Wahrheit? Bis zur Wirklichkeit?

Nicht bis zur nächsten Eiscreme, Glace oder flüssigem Sahnequark, es wäre nämlich zu geschmäcklerisch, beliebig und bis zu banal oder trivial.

Aus «Worten» werden Begriffe werden Systeme werden Architekturen werden Strukturen werden Manifeste werden Texte werden Kontexte werden Pläne werden Räume werden Landschaften. Keine Gehäuse oder Installationen an Orten, wie der Bühnenraum, wo man hinkommen oder hingehen kann.

Parallel, ja doch auch noch Bilder und Aufzeichnungen sammeln:

#visualart #digitalart #visualliteracy #graphicart #creative #enter_imagination #artwork #surrealism #awesome_surreal #photoshop #design #dada #modernart #art #danskkunst #postpostmodern #manipulation #photography #manifest #creartmood #edit #retouch #photooftheday #thegraphicspr0ject #edit_perfection #artproject #fotokunst #livestream #kunsttalk #arttalk #graphicroozane #igcreative_editz #collage #simulation #contemporaryart #edit_grams #assemblage #artresearch #openscience #recomposingartandscience #artistsin_labs #LecturePerformance

A-nsätze : «approaches to what»

B-eitragsbild : in Entwicklung – work in progress

C-WC

D-deutschsprachiger Raum

E-englisch zu übersetzen

F-eierabend

G-eschichte

H-aus

I-gel

J-ung

K-eller

L-angsam

M-aterial

N-enner

O-berlicht

P-atrone

Q-uasselstrippe

R-egenwurm

S-teurboard

T-esafilm

U-Boot

V-enus

W-asser

X-ray

Y-es

Z-ucker

003 Z wie zeichnen – als Tanz der Maschine Andreas Peschka

Zuckerwürfel- bis Zuckerberg – Videos zur Dokumentation schneiden_

Vor- und Nachbereiten

Legende sein

Es ist als ob ich versuchen würde, einen komplizierten Satz zu Ende zu schreiben – und die Geister der Bedeutung – genau das und dies zu verhindern wissen. Soll ich ihren Fluchtlinien folgen und also riskieren, weder die eigenen Interessen zu verteidigen noch die anderen zu repräsentieren? Kann ich ihre Legende sein, die mich ihrerseits lokalisiert, wenn nicht in meinem Körper, dann zwischen den Zeilen und im Zwischenraum? Die Praxis wird unverfügbar. Eine Praxis des Wissens zwischen Reflexion und Kreation, die meine Ausflucht aus einer vorherbestimmten Sprache, in die verstärkte Wirkung ihrer Schwingungsbreite transformiert? Legende kommt von legenda: „das was zu lesen ist“. Anders als die Sage beruht die Legende nicht auf Hörensagen, sondern montiert „die zu lesenden Stücke“. Fragmente. Als „Legende“ setzt sie sich immer dem Vorwurf falscher Tatsachenbehauptung aus. Und wird als „die Lügende“ (seit Martin Luther – 2017 Lutherjahr) und „fabulae fictae“ (seit Erasmus von Rotterdam) ebenso in den Wissenschaften verworfen. Doch sei es im Dienste von Geistern, Gedanken oder einer anderen Macht: als Legende werde ich von sozialen und kulturellen Rhythmen durchquert, die in der sowohl künstlerischen als auch politischen Praxis des Wissens die Gebrauchsanweisung der Wahrheit zwischen Himmel und Erde neu verhandeln.

https://www.udk-berlin.de/personen/detailansicht/person/show/stephan-porombka/

https://www.nzz.ch/feuilleton/eine-verteidigung-der-toten-maria-stepanova-spuert-ihrer-familie-nach-und-findet-das-geheimnis-der-erinnerung-ld.1448509

https://www.deutschlandfunkkultur.de/maria-stepanova-ueber-ihre-familie-sie-befanden-sich-in.1270.de.html?dram:article_id=433081

https://www.woz.ch/-a805

Poetik_und_Hermeneutik

Anthropologie der schöpferischen Menschen – aufgebrochen sein – freies Spiel der Möglichkeiten – die Verwesentlichung des Zufälligen – damit lass‘ ich euch allein


„Ich kann mich aber nicht entschließen, irgend etwas wegzuschicken, bevor das Ganze vor mir liegt. Whatever shortcomings they may have, das ist der Vorzug meiner Schriften, dass sie ein artistisches Ganzes sind, und das ist nur erreichbar mit meiner Weise, sie nie drucken zu lassen, bevor sie ganz vor mir liegen. Mit der Jakob Grimmschen Methode ist dies unmöglich und geht überhaupt besser für Schriften, die kein dialektisch Gegliedertes sind.“

Ready Made – fertig – bereit – parat (zur Hand) : VERSATZSTÜCKE

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kunsttherapie – Welche Wunde?

http://haraldlemke.de/texte/Lemke_Beuys.pdf

https://www.theartnewspaper.com/news/rhineland-to-show-many-faces-of-joseph-beuys

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kapitel 1

Tatorte und Umgehungstrassen der gegenwärtigen visuellen Kunst und ästhetischen Kommunikation möchte ich schneller herstellen und auch darstellen können. Ausstellen, wie auf Autobahnen. Ohne Baustellen und Staus zu fahren und fast zu fliegen. Fliegen im Weltraum. Nur die Querbeschleunigung auch G-Kraft genannt und nicht die Vorstellungskraft nimmt mit der Geschwindigkeit und dem Kurvenfahren enorm zu. Gerade der Körper – im Genickbereich – wird lebensbedrohlich, durch rasante und die hoch riskante Fahrweise, auf der Rundstrecke belastet. Verbindendes Element zu den Technologien im Computermodus ist die Frauenstimme, die nie ins Weltall flog. Keine Migration – keine Akkulturationen der Fremdkörper – Eindringlinge – Hexen – Schlangen – Madonnen – Nonnen – Huren – schwarze Krähen und so weiter haben je stattgefunden. Im Chor der toten Raumfahrer haben sie nicht mitgesungen. „Stimmen aus dem Jenseits“ – hypothetische Feedback-Loops – aus der Vergangenheit «re-loaded» in die Gegenwart und wahrscheinlich wieder zurück. Sie laden ein. Mich mit unendlichem Spass auseinanderzusetzen, um die Zusammenhänge zwischen Computer-technologie, Kommunikation und Kunst sowie Kultur und Historie besser verstehen zu können. Die ich wahrscheinlich noch nicht verstanden habe und verstehen werde.

Im M2M – Auto-Pilot-Modus – funktionieren sie heute autonom – automatisch – systematisch und fast spielerisch bis kinderleicht. Dazu nur noch die möglichst originelle – individuelle – spezifische Melodie zu summen. Die leise Hintergrundmusik, der angenehme Raumduft und eventuell noch den Kaffee zu brauen. Sind es eventuell heute die zu erfüllenden Aufgaben. Um zu Selbstorganisationen und Terminplanungen der künstlichen Kommunikationssysteme beizutragen. Keiner Absicht, noch Zweck oder Ziel zu folgen. Nicht den Sieg, Erfolg, Ehrung, Preis oder die Medaille als Schmuck- und Kunstobjekt vor Augen zu haben. Falls das Projekt unterwegs nicht im Rohr krepiert. Nicht schlimm. Die Aufzeichnungen verschwunden und doch wieder da sind. Spuck und Geist huschen durch’s Internet? Gibt es die artgerechte Haltung und Pflege der M2M-Kommunikationsmaschine?

Als Frankenstein oder Missgeburt, die ersten Anzeichen der Verwesung zeigen. Sofort in der Müllverbrennungsanlage entsorgt werden. Die Putrefizierung ist der Beginn der Verwesung. Durch Verfärbungen gekennzeichnet. Geruchsveränderungen und Verflüssigungen erfolgen insbesondere durch die Autolyse. Gesetze, Regeln und Theorien zur Autolyse im Auto- und Computermodus sind mir zurzeit noch weites gehend unbekannt. Weshalb: Aus diesem Grund und deshalb ich hierzu weiterhin mit organischen, anorganischen und technologischen Stoffen künstlerisch forschen möchte.

Bekannt ist, eine Gesichtsmaske zu tragen. Farbe und Form der Kleider und Kostüme nach konzeptioneller Stilvielfalt, Mode oder Trend und dem Anlass entsprechend auszuwählen. Die Schuhe passend zu wechseln: Vom Schleicher Sneaker bis zum Stiefel oder manchmal auch eine Sandale. Selbsttätigkeiten. Doch die Autologisierungen im Kunstsystem bezeichne ich vorerst in- und exklusiv als Autopoiesis. Möglicherweise die Form der Autolyse, ich werde sehen. Selbsterschaffung und selbst schaffen. Experimental (experimentelle) Systeme mit und auch ohne Anschlussfähigkeiten aufzubauen. Selbstständigkeit in eigenwilliger Autofiktion betreiben. Ohne die lästige Investitions- und Jahresplanung sowie Terminierung. Für zum Beispiel den Dienstleistungs- und Stiftungssektor mit Kunden-, Besucher- und Leserakquise, um etwas zu verkaufen oder ausstellen zu dürfen?

Mir widerstrebt es – persönlich – nach wie vor so stark, dass ich radikal, fast gewaltbereit und kämpferisch werden könnte. Und in jedem Fall sofort erbrechen könnte. Die Stiftung zur Anstiftung zu gründen wäre möglicherweise die Alternative zur Autofiktion:

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#kunsttalk ohne kalkül

wie wird die Aus:Differenzierung, Re:Produktion und Ver:Netzung von Kommunikation, sobald jede-r kommunikative Akt (Bildakt-Zeichnung-Text-Video) hochgradig künstlerisch kontingent erscheint?

Um zu der Antwort zu gelangen, könnte die Antwort lauten: die Aufgabe wird, jenes Kalkül zu interpretieren oder zumindest die Axiome des Kalküls offenzulegen.

Dies heisst: seinen und den Annahmen, Rechenoperationen und Schlussfolgerungen eine oder die Bedeutung zu geben. Die Interpretation ist inhaltlich. Sie kann wahr oder falsch sein. Kalkül selbst ist formal und damit weder wahr noch falsch.

Die Aufgabe wird dadurch erschwert, vielleicht auch erleichtert, dass eine Interpretation des „pragmatischen“ Kalküls gefordert wird.

Demnach genügt es nicht, die Syntax der formalen Beziehungen der Symbole, die die Kommunikation (im #kunsttalk) verwendet, untereinander zu beschreiben. Und es genügt ebenfalls nicht, die Semantik der Beziehungen zwischen den Symbolen auf der einen Seite und den Objekten, auf die sie sich beziehen, auf der anderen Seite zu beschreiben. Sondern es geht um die Pragmatik der Beziehungen zwischen den Symbolen und denen, die sie benutzen.

Zugleich werde ich nicht annehmen können, dass diese Pragmatik verstanden und beschrieben werden kann, ohne der Syntax und der Semantik Rechnung zu tragen.

Mathematisch formuliert, definieren Syntax, Semantik und Pragmatik die Parameter des Kalküls.

#kunsttalk 11 war intensiv – ohne Rechenschaft ablegen zu müssen – wird dieser in Erinnerung bleiben.

Nur die Meta- und Hyperkommunikation wird so klar wie ein Kalkül:

Dies Material (arte povera) wähle ich nicht aus persönlicher Vorliebe aus. Sondern bewusst und fast programmatisch zum #kunsttalk habe ich dies Titelbild gesetzt. Es ist verkauft! Die inhaltlichen Bezüge zu elementaren Dingen und existenziellen Grundlagen des Alltagslebens werden gezeigt. Hierzu pflege ich nebenher und parallel zwei Kulturen aus Sauerteig, die ich mit Wasser, Weizen- und Roggenmehl füttere. Und, ja auch verwesen lasse.

Die Verwendung von Lebensmitteln erweitert den verengten Gegenstandsbezug der Kunst und deren traditionellen Ausdrucksmitteln. Vom „erweiterten Kunstbegriff“ zu sprechen, wobei jede-r heute sofort und intensiv an die betriebene Lebensmittelkunst bis Kochkunst oder Popart – Musik und Poesie denkt. Doch kulinarisches Fernsehen und ohne Anstrengung geistigen Genuss zu verschaffend oder ausschliesslich dem Genuss zu dienen oder nur kulinarische Genüsse zu verbreiten, werden kaum das Kalkül des #kunsttalks sein.

Günter Lierschof schrieb:

„Schon allein, wenn Bilder so erklärt werden können, bedeutet das, sie oder deren Hervorbringungstechnik zu wiederholen kann nicht mehr Kunst sein.
Alles was als Kunst erkannt wurde, ist, macht es jemand anderer nach (meist trifft das sogar auf den Autor selbst zu, da man es sogar bei ihm als simple Wiederholung ansieht) ist es nicht mehr Kunst!

Anders in der Wissenschaft, wo wiederholen sogar maßgebliches Kriterium ist !

Kunstgeschichte muß der Künstler nur kennen um nicht dumm dasselbe zu machen was längst gemacht wurde!“

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#kunsttalk001

bitte fest anschnallen

zur Aufführung bringen – zu Wege bringen – entstehen lassen – die Aufzählung an interessanten ARBEITEN wird hiermit noch nicht abgeschlossen sein.

Und damit fängt die ÜBERFORDERUNG an bzw. genau da setzt eben AUCH diese Überforderung heute ein. Auch KUNST muss ihre „global“ verständliche FORM erst finden; wir leben im Anthropozän. Dem Zeitalter, in welchem der Mensch nicht bloss für sein Handeln im nahen Umfeld, sondern für sein Handeln global verantwortlich wird – „CIRCULAR FLOW“ – // – „LecturePerformance“ – tatsächlich war an diesem Abend zu erleben, dass die KUNST als „Medium“ für Erzählung und BILDER auch an ihre Grenzen stösst.

GERADE und EBEN es geht um GELD.

GLOBALISIERUNG – GOLD – GLOBUS – GEMEINWOHL – GEMEINSCHAFT – GESELLSCHAFT – GEMEINDE – GRUPPE – GÄSTE – GUTES – GENUSS- bis LEBENSMITTEL – Finanzprodukte – ÖKONOMIE

Sich um ABSTRAKTE, SICHT- bis ERKENNBARE SYSTEME und ARRANGIERTE EXPERIMENTAL INSTALLATIONEN drehen. DA- UND AUSGELEGTE BilderBücher UNTER AUFGEHäNGTEN und VERBRANNTEN BILDERN: Material, Texte bis Kontexte sind Systeme – Räume – Menschen – anwesend im leibhaftigen Handeln. Vom Staubkorn bis zu sichtbar vitalisierten Bestandteilen der INSZENIERUNG & PERFORMANCE. Doch, WAS WIRD HIERBEI

ÜBERSEHEN? WAS WILL NICHT GESEHEN WERDEN? WAS WIRD AUSGEBLENDET? WAS BLEIBT BEWUSST UNSICHTBAR – tritt kaum hervor?

Was wird hier andauernd mit den „Füssen getreten“ – mit Peinlichkeit-en heraufbeschworen – verbal angespuckt und mit ANTIKUNST assoziiert sowie weggeklickt?

angepöbelt oder erstaunt als Kunst aufgerufen und kommentiert. Jede-r und zwar ganz genau jede-r halbwegs generalisierte JEDERMANN weiss heute, was KUNST ISST! Kann und darf sich sein reines (subjektives) URTEIL von Gefallen und Nicht-Gefallen erlauben und es entsprechend lauthals kundtun, solange es in der ZUCKERBERGWELT nicht gegen die Regeln verstösst.

Für mich ist die SAchE klar und wird immer klarer – obgleich komplex: DENKALARM! Die Palette an ANGEBOTEN und MARKEN-ARTIKELN ist vielfältig – weit und so breit gestreut – so dass sie oft als gross bezeichnet wird. In jedem Fall bleib ich dran – es war ein „Pilot“ – wir sind gut gestartet, die Reise geht jetzt los! So, meine DAMEN und HERREN: bitte fest anschnallen_

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denkalarm

Denkalarm – Denkalarm – Denkalarm _ – `

DACH – Architektur – LecturePerformance – Gewölbe im deutschsprachigen Teil EUROPAS – germanspeaking part of europa _ -` freischaffende Künstler (Gründer der Klausur – Zäsur – des Gedankens im Gedenken – bildlich, szenisch bis performativ – in jedem Fall frei gesprochen bis geschrieben und ja, gezeigt).

Darüberhinaus Kunstkritiker – Kurator – Aktionator – Gastprofessor – Abgeordneter – Kultursprecher und so weiter. Alles: um in jedem Fall das »scheue REH« namens Kunst zu fassen.

In den Spurensuchen hinterfragen wir den Kunstbegriff an sich:

Führen über «Theoriegelände» zu geistigen Festungen wie ( ) – Jaa, Alexander G. Baumgarten – Kant – Diderot – Tolstoi – Fellini – Luhmann – Heidegger oder John Cage – ein ebenso buntes wie tiefgründiges und nicht zuletzt lesenswertes unterfangen.

Bleiben jedoch dem Essay – (#kunsttalk – Lectureperformance – »Kunst und Wirkung«) merklich skeptisch gegenüber – verfestigten und institutionalisierten Zuordnungen. Die prononciertesten deutschen Kunstexperten, die zur »Kunst/Wissenschaft/Gesellschaft. Quer denken« – beginnen selten künstlerisch zu handeln und ästhetisch zu kommunizieren?

In seiner »Kritik der Urteilskraft« ging Immanuel Kant davon aus, dass Kunst weder willentlich konstruiert noch systematisch gelehrt werden könnte. Und Jean Paul in der Vorschule der Ästhetik_

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#kunsttalk 10

Inhalt – Content – Index: KunstTalk 10 – nach & mit Andreas Peschka: — https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=96 1:36 — fliegender Wechsel in die Aufnahme: wir haben wiedermal am Setting „gebastelt“. Den Begriff „gebastelt“ – „gefrickelt“ findet Birgit Matter zu wenig spezifisch für das, was wir wirklich künstlerisch tun – performen – machen!

Wir treffen uns zum Warmreden und Agendabeschließen schon eine halbe Stunde vor Beginn (18:30, dann 19:00 publik und Aufnahme bis 20:00) https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=113 1:53 — Birgit im Anflug auf: Performance von Günter Lierschof und Birgit Matter, LecturePerformance, „Jetzt – über Geld reden – nicht?“ in der Zürcher Kantonalbank http://tinyurl.com/uzroehc (was ist das für ein Link?) – https://www.youtube.com/watch?v=IQFhPWQinF8&t=3s Thema Abschaffung des Bargeldes Birgit Matter; Günter Lierschof ist seit einiger Zeit mit der Performance unterwegs und in voller Themenbreite eingearbeitet; besondere Bedeutung des Aufführungsortes für die Performance. Kommen Fachleuten aus der Finanzwelt, wie begegnen diese der Aufführung? https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=486 8:06 — Kunst zu Geld, Geld zu Kunst? Brotlose Kunst? Anschließend: Was ist Lecture Performance? Was bringt Birgit in den Verkauf für den guten Zweck ein? https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=774 12:54 — Andreas zu seiner häufigenVerwendung des Wortes, „tentakeln“, das er seit Jahren im Munde und durch Texte führt. Arno Schmidt: https://de.wikipedia.org/wiki/Arno_Schmidt (das Bemühen um neue Prosaformen, inhaltlich eine kulturpessimistischen Weltsicht und eine angriffslustigen Gegnerschaft gegen das Westdeutschland der Adenauer-Ära geprägt) „tentakeln“ in Zettels Traum. – Begriff, Greifen, Haben — stattdessen Tentakeln – scheu, mimosenhaft, mit Schneckenauge(n) – das Tentative im Tentakeln – die Hand wird zum Tintenfisch, Oktopus; – Hand, Körper als Raumerfahrung und Räumlichkeit – Oktopus, jeder Arm ein Gehirn; Saugnäpfe, Tentakelbeute Sinn – was hat das Tentakeln mit Andreas‘ Arbeitsprozessen zu tun – Frames als Saugnäpfe (Oral – Vakuum); Situationen als unruhiges, gestörtes Tasten – Tentakeln machen Realität und Wirklichkeit aus Möglichkeitsräumen – Stempelset für Attentäter (Ausstellung: Unfrieden) etc. [29. November 1996 – 19. Januar 1997 un-frieden – sabotage von wirklichkeiten, Woche der bildenden Kunst Hamburg 1996] https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=1481 24:41 — Wirklichkeit, Virtualität, second life, Jutta Dierberg. Zitate: Bazon Brock sagt: Virtualität ist keine Realität … sind Erweiterungen der eigenen Phantasie … Wirklichkeit aber sei, was sich meinem Mutwillen, meinem Belieben nicht beugt. Arte, die Zukunft der Kunst: Ein Künstler, der mit sehr leichten Ballons und Plattformen experimentiert und davon überzeugt ist, daß die Menschheit ein Leben in der Luft vor sich habe. Der Vergleich bringt beides auf die Idee der Schwerelosigkeit. Es gibt eine Brücke zwischen beidem. Nach Bazon Brock bedeute, über diese Brücke zu gehen: der Glaube an die virtuelle Machbarkeit sei eine gefährliche Ideologie. Virtualität triggert Utopie, Macht will das kontrollieren. Ziel von Herrschaft ist, daß Realität als fest und unveränderbar wahrgenommen wird. Dagegen ist Realität immer auch in sich virtuell und nimmt offene Möglichkeits-„ausgänge“ wahr. Veränderlichkeit. Auch ein Stein ist virtuell in dem Sinne. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=1906 Von Geld ganz zu schweigen. Funktion der Künste. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=2063 34:23 — Birgit Matter, Kunst Talk 9, Pantomimische Einlassungen, körperlich gestische Übungen, währenddessen Dreiergespräch als abgeschiedene, ausschließende Handlung, in der Wiedergabe des Videos aber ist die Viererkonstellation deutlich. Kein Ausschluß. Das Gefühl der Freiheit in der beteiligten Absonderung (& Anwesenheit). Apnoetauchen. Mehr Nonverbales also?! GESTE_N?! Was macht Skype mit den Bildern, wie montiert das Maschinchen die Gegenseitigkeit-en, das AUFZEICHNUNGS-Setting #SmartSetting, unsern virtuellen Raum. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=2510 Frank Staudinger tritt hinzu: Thema: Ein buchleseSelbstversuch. Ein Stellnetz im Leseraum: springt mich etwas an: tatsächlich interpretieren umgekehrt die Bücher den Leser, so kommt, jeder in den Büchern vor. Was hat das mit Identität zu tun? Kann man Fremdes entdecken? Nebenthema Portrait. Ähnlichkeit oder Verschiedenheit suchen (oder finden). Erfahrungen mit der Wahrnehmung, dem Anfertigen. https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=3044 50:44 — Wie weit ist unser Kunstbegriff? Birgit Matter: „Was macht Kunst heute gut?“ https://youtu.be/jkSUvm6IR-M?t=3229 53:49 Schlußrunde von diesmal, KunstTalk 10, die Frage, rituell, wie geht’s dem Künstler denn heute? Blazenka kommt hinzu (hat schon die ganze Zeit mitgehört, jetzt aktiv).

Wie geht’s dem Künstler heute?

In Zeiten des Notstandes und der Pandemie 17.03.2020 bleiben die Künstler zuhause? Schreiben und Arbeiten für sich und / oder die Öffentlichkeit? Lesen, Hören und Sprechen sich aus für Kooperation und Zusammenarbeit.

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#kunsttalk 9

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VORWORT

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In Öl will ich das!

in ÖLFARBE (hohe schminke – künstlerqualität – oder was?) auf die grundierte – magere – LeinWand (ohne störende Rupfen-, Faser- und Gewebestrukturen) in feinster Qualität auf Keilrahmen mit sehr gutem Mader-Haarpinsel höchster Güte und mit bester Firnis versiegelt?

Auch, damit die Oberfläche nicht reisst oder krakeliert. Sehr lange bis ewig haltbar, strapazierfähig und lichtecht wird! Auch, um es anschliessend gut verpackt im Freilager zu archivieren. Später auf Auktionen zu versteigern. Im Internet anzubieten. In Galerien, Kunsthäuser und -hallen auszustellen. Oder, auf dem Tröddel- oder Flohmarkt in der Stadt an Touristen zu verkaufen? Damit es Teil der Sammlung wird.

Deshalb darf sich die Leinwand nicht verziehen, weder bei regnerischer noch bei stürmischer Witterung mit Temperaturschwankungen. /// Erst letztens – im Cafe der kleineren Stadt im Mittelland – dort waren fast alle Leinwände an den Wänden extrem verzogen und standen so ca. 10 – 20 cm ab // es wirkte in dieser Umgebung – wie die (ungewollte, unbeabsichtigte und zwecklose) künstlerische Intervention – ////////

Die beidseitigen aufgehängten Gemäldereihen –

im dem beachtlichen Ausmass von ca. 100 x 160 aufgespannter Keilrahmen ohne Kreuzsteg sowie auch ohne die passende Grundierung des Bildträgers – echt und wirklich – schrecklich Leid und Weh – haben mir diese Leinwände getan: Sie (so ca. 20 Stück an die Wände in Serie auf Augenhöhe gehängt) wirkten in gewisser Weise wie vergewaltigt, missbraucht und misshandelt sowie traumatisiert. Einerseits wurde dieser Eindruck verstärkt durch den lieb- und leidenschaftslosen, nur dekorativen und nicht komponierten Farbauftrag. Andrerseits zeigten die Bilder banale bis alltäglich und fast naiv anmutende sowie symbolisch-simplifizierte Motive. Und letztlich war es doch die zu wenig professionelle, fachmännische und handwerklich gekonnte Anwendung. Somit die laienhafte, stümperhafte und dilettantische Benutzung der Leinwand für diese Ausstellung im Kontext des Cafés, die mich so entsetzte.

Leider oder extra waren diese Bilder nicht signiert worden!

Auch kleine weisse Schildchen mit Titel und Jahreszahl oder Namen des Künstlers oder sonstigen Informationen zu Massen, Material oder Preis waren zu entdecken. Keinerlei Angaben. Ansonsten hätte ich mich direkt beim Künstler, Kurator, Galeristen oder auch Sammler oder Eigentümer dieser Ausstellung beschwert. Denn es war wirklich die Zumutung für meine AUGEN. Weshalb ich auch nur schnell einen Espresso nahm und kein Kännchen Kaffee und Kuchen bestellte. Es war grausam, negativ und wirklich schrecklich – bitte erinnert mich nie wieder daran! Und fangt schon gar nicht an, es „schön“ reden zu wollen. Jede-r weiss heute was Kunst ist. Wodurch und wie das Bild schön wird.

MATTER&LIERSCHOF UNPACKING «ein- und auspacken»
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#kunsttalk001

Zeichnung

dies ist Übung des häufig gebrauchten Mittels (Kohle-nstoff) auf einer Seite. Da es einerseits billig, anderseits extrem leicht selbst herzustellen ist. Mich interessierte, ob Kohle wirklich leicht Korrekturmöglichkeiten und „Reserven“ zulässt. Sie wird nur linear – breit bis spitz sowie im „Hin- und Her“ – horizontal eingesetzt, wie auch verwischt und fast malerisch verwendet. Sie staubt stark, verwischt leicht, gibt eher ab als haften zu bleiben. Sie ist äussert vorsichtig und behutsam zu verwenden, sobald auf Fixiermöglichkeiten (absichtlich, bewusst und wissend) verzichtet wird.

ohne Titel

vertikal gepostet: https://www.linkedin.com/embed/feed/update/urn:li:share:6624366720213622784

zeichnen mit Kohle – als Serie und Folge – erstellen:

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#kunsttalk001

PENTIMENTI

DANKE – SUPER @ariqrzd – DANKE – SUPER @naomi – ihr bietet an: Arbeiten – BILDER – zu zeigen!!! // – Worum soll es gehen??? Empfindungen, Gefühle bis hin zu Spannungen, die auf Leinwand, in das Skizzenbuch und im fotografischen Bild und im Video erscheinen?? Zu den archaischen Empfindungen (die ausserhalb der Sprache arbeiten oder nur mit der Abwesenheit der Sprache) auf eine Leinwand, Papier und in ein Bild zu bannen sind?


Im Unterschied zum PENTIMENTO, der Entfernung oder Überarbeitung einer Stelle, die dem Künstler nicht gefallen hat, steht die RESERVE für eine Bildformulierung, die noch nicht gänzlich ausgereift ist, die noch in der Schwebe gehalten wird, um vielleicht vollendet zu werden /// Wird das Bild in ABWESENHEIT oder ANWESENHEIT im nächsten #kunsttalk im Vordergrund sein?

Der Drang zur Interpretation, der dafür sorgt, dass selbst die Abwesenheit von Sprache in den Augen der Betrachtenden zur Sprache wird. Zum Beispiel Joan Mitchell, die der Malergeneration angehörte, die unmittelbar auf Pollock folgte und auch sein Credo weitgehend übernahm (obwohl sie das Etikett «Abstrakte Expressionistin» energisch von sich wies). Wo und wie wird angefangen und aufgehört?

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#kunsttalk001 Echtzeit gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen integrative Forschung künstlerisch forschen künstlerische Forschung Kunst kunstprozesse Medienmündigkeit Theoriebildung

#kunsttalk 8

vor diesem kunsttalk ist nach diesem kunsttalk

Was also, lässt sich fragen, ist eigentlich das Problem?

Das Problem ist, dass wir zu viel wissen oder zumindest auf diffuse Weise ahnen, um selbst eine radikale ernüchterte Verehrungsfähigkeit für die Kunst noch irgendwie zu bewahren. Und dass wir zu viel wissen, ist Resultat der Tatsache, dass unter den Bedingungen der Digitalisierung ein ABSOLUTISMUS DER TRANSPARENZ regiert, der die Akzeptanz des Autor- und KünstlerSeins etc. nicht nur im konkreten Fall, sondern auch in grundsätzlicher Weise unterminiert. Was immer gesagt und getan wird, vermag in neuer Leichtigkeit öffentlich zu werden. Lässt sich, einmal digitalisiert und im Netz, leichthändig durchsuchen, kaum noch zensieren, kontrollieren und handeln – es wird frei?

zwei Formen von #Wissen trafen sich am Rand; das erste Wissen sagte: schau‘ die Spannung, die sich zwischen Gesagten & Gezeigten auftut, ist offensichtlich. Das zweite Wissen sagte: schau‘ die Zone, die sich zwischen Bild & Begriff als Fraktur auftut, ist offensichtlich. Da sagte der Mensch, das sei vollkommener Unfug.

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Kunst

vor dem #kunsttalk nach dem #kunsttalk

#kunsttalk 7 2019 12 10

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#kunsttalk001 Allgemein artistic Research Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben bild im bild der anfang Echtzeit Existenzfrage Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen genuin postmodernistische praxis herstellen im Fotografischen integrative Forschung Künstler*in künstlerisch forschen Kunst Kunstforschung kunstprozesse Medienmündigkeit Metabilder Original schreiben Seite der Künstler*in transdisziplinär Versionsgeschichte visuelle Kunst

#kunsttalk1.10 – 31.03.2020

  1. Fazit: Es gibt *ganz* tolle Künstler & es lohnt sich dabei zu sein!
  2. Zusammensein, die Agenda im Chat zeigt an, was heute dran ist!
  3. Künstler*innen reden über Geld & Malerei & Porträt & Bild & Plastik & mehr in Gegenwartskunst
  4. #kunsttalk 8
  5. 07. Januar 2020 von 19:00 – 20:00 Uhr via Skype (Videoanruf) Birgit Matter – Naomi Greenberg – Andreas Peschka – Godot Krull – Günter LierschofAndré Jonas – Blazenka Kostolna – KreativBabs – Norma Prina – und andere
  6. zweiwöchentlich – dienstagabends – demokratisch
  7. von Oktober 2019 bis April 2020 – Sessions mit Videoaufzeichnungen, Subtext-en und Video-Cuts als Zusammenfassungen mit Musik und Googledoc
  8. jede-r wird willkommen sein: sprechen – chatten – technische raffinesse-n präsentieren & austauschen
  9. künstler*sein mit & ohne werk selbst versuchen & präsentieren
  10. sprechendes denken, visualisieren, handeln in – mit – durch Kunst
  11. die Kunstfigur – en als unverzichtbare Beiträge der Gesellschaft
  12. partizipieren, emanzipieren, transformieren, transgressieren
  13. kunsttalks: why – how – who – what collaboration in video – artform – audiovisual-material – science – etc.
  14. gemeinschaftskatalog, der nur im internet veröffentlicht wird
#kunsttalk 6 26.11.2019 Rohversion
#kunsttalk 6 26.11.2019 Vorspann und Vorbereitung

kunsttalk 05 Cut von filterraum #kunsttalk 6 Rohverion
#kunsttalk 7 10.12.2019 Rohversion
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Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben Kunst

massstabsgetreu

im fotografischen: text & bild

im filmischen: bild & selbstbild

im träumerischen: bilder

im ästhetischen: poster & public action

im formalen: experimentelles

.

SCREENSHOT

Heute wird die moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie visueller Kunst in klassischer «Dokumentation» (Typoskript) und/oder typischer «Disziplinierung» «Full Text (PDF}» «Images (Artistic)» «Design» «Verfilmung» multimedial installiert. Teilnehmend beobachtet und gesendet.

DUTY-FREE-ART

Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis und Verfahren der Kunstforschung, die ästhetisch – ohne Worte – «kommunizieren». Bildverstehen wird quasi naturhaft vorausgesetzt, da es gegeben ist. Und sich von der Sprache, dem Wort sowie Lesen emanzipiert. Somit keiner weiteren Erklärung oder Vermittlung, noch Untersuchung und Erzählung, Geschichte, Prosa und damit Literatur (Visual Literacy) etc. bedarf. Da Bilder im Fotografischen als Lichtbilder und Film quasi selbst erklärend sind.

Das Stellen von Verständnisfragen ist geradezu das Tabu!

Und visuelle Kunst hört da auf, wo getwittert wird?

Kunst wird als etwas prinzipiell und grundsätzlich Unverstehbares, Hoffnungsvolles und Unverfügbares gesetzt. Verständliche und durchschaubare oder überschaubare Arbeiten und Projekte der Künstler*innen verfehlen die Absicht, Intention und Intuition des schöpferischen KunstSchaffens. Nur physische Präsenz und Anwesenheit garantieren «echte» – «wahre» – visuelle Kunst. Die Originalität zu den Wissenschaften z.B., die verkörpert wird.

Die qualitativen Studien, Entwürfe, Konzepte, Dokumentationen und Arbeiten zu künstlerischen Praktiken des visuellen (autobiografischen) Kunstschaffens und/oder Schreibens der Künstler*innen interessieren hier.

2019071819.16

Somit wird Erzählen und kein Erklären in mehrfacher (künstlerischer) Performanz im Zentrum stehen: Die Erzählung über die Erzählung und Aufzählung und so weiter,

offer only one lesson in invisibility in helsinik by Hito Steyerl offers five lessons in invisibility in the video ‚How Not to Be Seen,‘ 2013

die zu Forschungsfragen, Aufbau, konstruktiven Bau- und Schaustellen der kunstbasierten Praktiken des Kunstschaffens im Vorgarten, auf der Strasse, in Wohnungen, im Atelier oder Studios etc. führen werden. Die über den Ort und Freiraum der Bildbetrachtung hinausgehen


schau an

Erzähl- und Sichtweisen, die ohne Punkt, Koma und Satzzeichen fliessend werden. Freilassend, strömend bis flüchtig und verfliegend im künstlerischem Tun, Machen und Handeln. Bilder und ihre Biografie, die Bildgenese – Ikonologie – Ikonografie – Ikonolklasmus sind im Zentrum. Die (autobiografischen) Texturen und Bilder selbst, die Künstler*innen und/oder Kunstforscher*innen verfassen.

Erinnerungen spielen die Rolle. Wie wird der Umgang mit (kollektiven) Erinnerungen zu den Bildern und Dingen gestaltet und verhandelt?

«Visual Literacy» – « Bildwissenschaft» – «Literatur» werden mit Bildern, Szenen und Installationen im fotografischem befragt. Hierdurch werde ich Visual Literacy, ohne es wirklich zu beabsichtigen, herstellen und fördern. Dieser eher unerwünschte Effekt im Forschungskontext lässt auch die Umkehrung zu: Um die Visual Literacy zu fördern, müssen Bilder als Gesten befragt, nachgezeichnet, abgemalt und/oder inszeniert werden.

Die Resultate werden dadurch beeinflusst indem zum Beispiel ich frage und schreibe. Und andere antworten. Oder andere fragen und ich antworte usw. Doch, in der Projektgruppe am Tisch (Stammtisch) wird erzählt, zugehört, beobachtet, ausgetauscht, verhandelt und gelacht. Da werden verschiedene Voraussetzungen, Hintergründe und Perspektiven interessant, die mit dem Bild grundsätzlich einhergehen.

Aus der zu erwartenden Vielfalt und Änderung der Perspektive wird möglicherweise Zugewinn und #dieKunst resultieren, die neue Ordnungen des Sehens vermittelt.

Und die vormals architektonische Autorität des Designs in WordPress anverwandelt sich zur (strategischen) Aufmerksamkeit für die Performanz. Die mit Fragen unmerklich die visuelle Wahrnehmung anleitet und den Erkenntnisgewinn «outsourct». So werden diese Bild- und Textarchive nicht nur in eigener, individueller Art und Weise solo oder mono prozessiert.

Um «Bildbiografien» anzulegen, das Neue immer auf der Basis des Gesehenen (Erlebens der Ereignisse und/oder Wissens) ins visuelle kollektive Gedächtnis mit aufzunehmen. Hinzu kommt, dass sich die Attraktivität insbesondere der fotografischen Bilder daraus speist, dass ihre Lektüre hier nicht durch »Bildungsautorität» zentral verwaltet und beeinflusst wird.

Das Bild, um dies zu betonen, beharrt darauf (nicht) verstanden zu werden. Da es nicht auf einer linearen Lektüre mit Anfang und Ende beruht. Das Bild lässt sich simultan, schnell erfassen und bietet gleichzeitig verschiedene Zugänge, Anschlüsse und Einstiege an, um den Blick gemächlich umherschweifen zu lassen. Das Bild wartet mit (sinnlichen) Reizen und formaler Ordnung auf, die sich abhängig von Vorkenntnissen und Bilderfahrung sowie mit Bedeutungen anreichern lassen, falls reagiert wird.

massstabsgetreu

Über Anschauung und Abschauen werden die Informationen auch für die zugänglich gemacht, die weder über Ausbildung noch spezifisches Sprach- und Schreibvermögen verfügen. Die Text-Bild-Relation ist häufig die kulturelle Leitdifferenz. Ihre Veränderung, die den Status der beteiligten Größen an dieser Leitdifferenz neu bestimmt,
schlägt sich in kulturellen Praktiken,
künstlerischen Darstellungsweisen, in der
Rezeption und in theoretischen Diskursen der Kunstforschung
nieder. Das Verhältnis von Text und Bild
wird im Verlauf der abendländischen Geschichte immer wieder neu bestimmt
werden. Jedoch ist es nie ein neutrales, gleichberechtigtes Verhältnis gewesen, wie das
Bindewort „und“ zwischen ihnen suggeriert, denn Massstab und Relation betrifft Ermächtigungs- und Ursprungsfantasien: wer sieht
und wer wird gesehen, wer spricht, worüber wird gesprochen, was wird
besprochen: Stratifikation?

Die von Lessing gesetzten ontologischen Distinktionen (Differenzierungen, Konstrastierungen, Stratifizierungen etc.) verstanden Bilder als das der
Sprache völlig Entgegengesetzte. Lessing
plädierte zudem für eine Überlegenheit
poetischer über die bildnerischen Werke.
Dagegen gründen „Visual Culture Studies“ auf einer (zunächst in der «Semiotik» durchgeführten) Enthierarchisierung der
Konzepte von Text und Bild.

Grundannahmen gehen von der notwendigen Interdependenz «Interferenz»} bei Verbalisierungs- und Visualisierungsvorgängen bei der Formierung von Verstehen und Wissen aus.
Bilder existieren nicht außerhalb der
Diskurse, sondern immer in Kombination

mit «Kodifizierung» und in den Erzählungen, die von ihnen wiedergegeben
werden. Vergleichbar die Texte nur über den imaginativen und illusionären Akt der Bildunterstützung und Bildgebung Bedeutung erlangen. Hier reagieren die Darstellungsweisen in Texten und Bildern auf die Herausforderungen neuer Technologien.

Formen der Bildlichkeit stellen Schnittstellen dar, an der man die Generierung,
Formierung, Verfügbarmachung und Tradierung von kulturellen Bedeutungen
analysieren kann: z.B. in sämtlichen Formen von Bild-Text-Bezügen und in intermedialen Überschneidungsphänomen, wie
z. B. Illustrationen, filmischen Adaptionen oder Videos; in bildlichen Verfahren in unterschiedlichen Medien und in der diskursiven und poetischen Verarbeitung von visueller Erfahrung. Das Forschungsgebiet
„Visual Culture“ beschäftigt sich mit
dem Spannungsfeld von Textualität und Visualität. Dabei werden die gegenseitigen
Modellierungen, Editierungen und Überarbeitung von textuellen und ikonischen Strukturen im Tafelbild (System) untersucht und Analyseverfahren angewandt, welche die Art ihrer
Interaktion und den Bedeutungswandel
beim Medienwechsel (Bild-Begriff-Lemma etc.) erfassen.
Es zeigt sich somit, dass sich die
„Visual Culture Studies“, Literatur- und Bildwissenschaft-en sowie visuelle Kunstforschung überschneiden. Innerhalb der Literaturwissenschaft z.B. heißt die Verortung von „Visualität“ als Interessengebiet kaum, dass
Textanalysen fortan die geringere Rolle
spielen werden.

Der Komplex
Bildlichkeit und Sehen wird auf differenziertere Betrachtung literarischer Texte und Bilder treffen. Visualität in der Kunstforschung kann als
Bündel von Text- und Bildstrategien sowie flüchtige oder systematische Ansammlung und Darstellung begriffen werden, die Künstler*innen und KunstSchaffende
in ihrer bestimmten ästhetischen Wahrnehmungskonstellation hier teilgebend einfügen

bring an instrument for no musical experience necessary

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birgit matter