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zum #kunsttalk : ein bild wird getragen

Anfang – alles dreht sich um den Anfang – etwas anzufangen und zu beginnen: danke.

Die Wendung zum Affekt und zur (brieflichen, mündlichen, sprachlichen und namentlichen) Adressierung kommt jetzt etwas unerwartet – plötzlich. Die Welt der digitalen Gefühle wurden früher eher etwas robuster imaginiert. Weniger differenziert. Eher höflich überformt und mit der passenden Anrede versehen, um es als «REENACTMENTS» anzusehen. Die Annäherung an die diffuse Performancepraxis im Alltag. Die Beliebtheit der namentlichen Ansprache beruht bis heute in ihrer persönlichen Aufdringlichkeit und Direktheit?

Aufzeichnung ist heute jedoch das jederzeit vorhandene Medium auf den mobilen «Displays». Kostengünstiger Notbehelf?! Und der Text bedarf weder komplizierter Technik, noch sperriger Gerätschaften, Utensilien und Ausstattung. Heute kann sich der Text mit passenden Maschinen und Programmen sogar fast von selbst herstellen, ausbreiten und übersetzen und ja, auch transformieren. Ohne Dazutun. Ohne Verstehen, das Fremde oder Befremdliche zu verstehen. Untertitel, die bei jedem Gespräch zwischen Menschen automatisch mitgeschrieben und aufgezeichnet werden. Sobald «Bildtelefon» und der «Videochat» mit entsprechenden Konferenzfunktionen, Aufzeichnungsmodalitäten und Fenstern per App aktiviert werden. In Lautsprache und Mundart gesprochen bis geredet oder diktiert wird. Beginnt die Maschine und das Programm sofort im gleichen Takt die Audiospur zu «transkribieren».

Damit bedarf es weder majestätischer Flügeltüren, noch den Bibliotheksausweis, um den Blick auf den Raum voller Bücher und Bilder zu eröffnen. Keine meterhohen Regale mit funkelnden Buchstaben, die eintätowiert von den leuchtenden Bücherrücken aus den Regalen als Bilder abstrahlen. Keine Gerüste oder fahrbaren Leitern, die geräuschlos hin und her geschoben werden. Kein vorsichtiges Abtasten der fremden, noch unbekannten und verschollenen Magazine, Bilderwelten und Landschaften zwischen den Buchdeckeln. Keine mit Leder, Papier oder Textil überzogene Gewebe, die den schweren Buchblock vor Stössen, Beschädigung und Traumata schützt. Kein Binden oder Heften der Seiten im Fadenkreuz. Dort, wo die Augen und Blicke noch träumerisch hängen bleiben könnten. Kein haptisches Erlebnis der Buchseiten und Bild(er)seiten mehr, welches durch Gewicht und Menge in den Händen spürbar bleibt. Kein Daumenkino der Kapitel und Eselsohren an den Passagen der Buchseiten, auf die – wie zum Beweis – gedeutet werden könnte. Da diese gerade besonders wichtig und bedeutend erscheinen oder sind. Beim Weiterblättern keine seltsam aufsteigenden Gerüche und Düfte der längst vergangenen Zeit. Einer längst vergangenen, geheimen und in sich zurück gezogenen „Buchkultur“. Auf leisen Sohlen, da diese Menschen so empfindsam sind. Sie bevorzugen die Ruhe, Stille und Abgeschiedenheit in den Regionen. Kein aufschlagen, zeigen, hinweisen, lesen oder nachschlagen und hängen bleiben in den auf dem Rücken liegenden Bücherflügeln. Kein Bild – kein Foto: nur auf Sparflamme bedruckte Flachgebiete an Seiten mit Buchstaben – meist schwarz auf weiss oder grau.

Künstliche bis künstlerische Aktionsformen – Vitalitätsformen – Experimentalformen und -systeme – jetzt: der humane Aufschrei, die Sprache und Stimme, die sich ermächtigt. Die deutlich widerspricht. Wobei die Endgeräte, Maschinen, Techniken und Programme weniger interessieren, aber doch die entscheidende Rolle mit spielen, falls es funktioniert.

Jede*r freut sich: es funktioniert, die audiovisuell Übertagung und Aufzeichnung läuft. In zeitlichen Verzögerungen und Verzerrungen, die kaum bemerkt werden. Da die Diskussion zum Thema und so weiter als Vorbereitungen zum #kunsttalk als Agendamachen stattfinden. Irritationen treten lediglich durch technische Störungen oder Beziehungen auf: Tonübertragungen fallen aus oder das bewegte Bild gefriert ein zum Standbild, welches sich jede-r wünscht & lacht!

Zurzeit verschmilzt es. Die viktorianische Affektökonomie – in verknappter Sprache, Rede sowie Geste – zur Performance. Fragen zur Technik und Medien treten in den Vordergrund. Kaum die «Blogs», »Vlogs« und «Features» oder «Formate» sowie deren Möglichkeiten zu Vernetzungen sowie Verbindungen sind im Fokus des Blickfeldes. Flüssige Essays: Erzählungen im Rede- und Textfluss der Visualisierung. Bildfahrzeuge – Bilderfluten – Skulpturen – soziale Plastiken in Film- und Videosequenzen, die noch nicht geschnitten und musikalisch untermalt oder zusammengefasst sind, um das Fazit, Resultat oder die Konsequenz #kunsttalk 1. 2. 3. Staffel zu präsentieren.

Vlogs: Gorillia und Media? Aloïse Corbaz oder Robert Walser? Auf nach Basel, Bregenz, Biel, Bern, Berlin, Wien, New York, London, Tokio etc. Beziehungsgeschichten zwischen deutsch & englischsprachigem: zurück oder vor? Im Moment : Zuhause sitzend und sitzen geblieben.

Gleichzeitig unverblümt und keusch, reduziert und zart bis zärtlich, kühn und schüchtern bis zurückhaltend, bescheiden, leicht bis affektbeladen – schwer bis verspielt: in jedem Fall performativ!

Regressiv oder reduziert: Bilder lesen, schreiben, zeichnen oder malen bzw. mit Acrylfarben übergiessen oder Zucker bestreuen?

Expressiv, progressiv, mutiges oder ausdrucksstarkes? Bilder, Texte und Projekte selbst gestalten. Sowie mit-zu-machen?

Do it yourself, oder so? Komplizierte bis radikale und komplexe Mit-Teilungen und Beiträge zum Bild, Text und Projekten kommunizieren?

Hingegen überlässt der komprimierte Text es den Gefühlen der Menschen (und später dann eventuell auch den Tieren, wie zum Beispiel Katzen, Hunden, Schafen, Huhn, Affen etc.) die Leerstellen, Lücken und Zwischenräume selbst zu füllen. Fehler oder wesentlich Fehlendes selbst zu verbessern, auszubessern und zu erneuern.

Kennst du Leere, kennen Sie Leere?

Kennst du leere Plätze – leere Räume? Diese Art der Konzentration, diese Entleerung (im Bataille’schen Sinne, sorry, rutschte mir dazwischen «die innere Erfahrung») stellt letztlich die Abstraktion und Distanz der Körper aus ihrer Gegenwart dar. Die Distanz, der Vergangenheit, die beständig an Wert zu verlieren scheint. In der Konzentration und Gegenwart wird der «Gegenstand» irreal, surreal und ja, sogar ziemlich antisozial, aber möglicherweise künstlerisch, wirtschaftlich, ökonomisch und kulturell valutiert.

Hohle Worte ködern, ziehen sich zurück und spielen nur. Reduktion, Rückzug und Verborgenheit steigern die Intensität bis zur Sensation, dem Höhepunkt, das FEST, der oder die Feierlichkeit, dem FESTIVAL? Wir feiern gern-e…

Unterhaltung, Schauplätze oder Bühnen werden kaum zu visueller Kunst und Performance genutzt, da sie der künstlerischen Erwartung, den Ansprüchen und der Forschung kaum entsprechen, die heute wissenschaftlich gefordert wird. Und wer glaubt, Wissenschaft sei Mittel zum Zweck, verwechselt sie mit Technik. Wer glaubt, Wissenschaft biete Orientierung und Sinn, verwechselt sie mit Religion. Wer glaubt, Wissenschaft macht die Welt transparenter, verwechselt transparent mit Durch- oder Hellsichtigkeit. Wer das Wissenschaftliche der Wissenschaft sucht, ist auf gutem Weg.

In Zeiten des globalen Bürgerkriegs und der Krisen werden diese weiterhin zu Unterlassungen, Sammlungen, Archiven, Freilagern der Bilder visueller Kunst führen. Sie verhüllen die vernetzten Operationen gesellschaftlicher und computerbasierter Erzeugung und Automatisierung: bestimmter Selektion und Filterung. Sie animieren zur Sammlung. Die Daten eher zu „klauen“ als diese selber zu machen: do it yourself DIYS. Die Voreinstellungen maschinellen Sehens und Erkennens, die mit strikt gekoppelten Ideologien der Präferenzen – wie Werbung, Marketing, Propaganda etc. mit Bild- und Spracherkennung heute funktionieren: https://ai.googleblog.com/2015/06/inceptionism-going-deeper-into-neural.html

https://andandand.org/

Dies soweit

Wird es sich um lexikalische, die »Indexikalität« relevanter «Informationen» noch handeln, die visuell – ästhetisch – subjektiv bis intersubjektiv in Form von Macht, Geld, Liebe, Kunst und Wahrheit kommunizieren? Wie werden visuell künstlerische Erfahrungen und Erlebnisse heute in wissenschaftliche, theoretische und literarische Bedeutung transformiert und umgewandelt? Wird die Ästhetik des Performativen und die *Neue Soziale Plastik behandelt? Oder gerade bewusst davon abgelenkt und in Rücksichtnahme gelenkt? Werden Verbindungen, Vernetzungen sowie Zunahmen an Verkoppelungen / Verlinkungen / Verbreiterungen der Texte und Bilder sowie Kritiken zunehmend in Breite und Weite zu erwarten sein? Was ist mit dem Medienbruch? Der Tiefe des Einbruchs beim Wechsel des Musters? Falls ja, handelt es sich nur um die Kategorisierungen und Indexierungen? Um die Rahmungen der Axiomatik definierter Namen(s)konventionen im Kontext: weiblicher, männlicher (gerne auch anderer und unbekannter an- und abwesender) Künstler

Performer*innen, Performance-Künstler*innen, Autor*innen, Forscher*innen, Wissenschaftler*innen, Schriftsteller*innen, Theoretiker*innen, Maler*innen, Beobachter*innen, Zeug*innen oder sonstige Typen etc. möglicher sozialer Rollen kunstschaffender Menschen, die in der Gegenwart der Maschine zu Maschine Kommunikation des #SmartSettings sind und sein werden. Menschen, die auch dabei sein wollen und möchten, teilnehmen und geben.

Die Kunstrichtung «Performance»: im englischen Sprachraum „Performance Art“, die sich seit ungefähr den 1960er Jahren auch in den Bildenden Künsten weiter entwickelte. Wieso und weshalb wird heute dazu wissenschaftlich und künstlerisch geforscht und damit weiter gemacht? Es wird doch sofort sicht- und abrufbar, sobald es als Video aufgezeichnet und über Kanäle hochgeladen wird. Geschichte und Erzählung sicht- und erkennbar weiterläuft. Da es im Live-Stream im Fotografischen und Filmischen mit Text – audiovisuell – aufgenommen, aufgezeichnet und dokumentiert wird. Jederzeit wieder abrufbar, falls es (wieder) gefunden, mit einem Klick aktiviert und angesehen wird.

Ein_Bild_ist_ein_Bild_Wie_funktioniert_unsere_Wahrnehmung

*Ein Bild ist ein Bild*

Womöglich ist nur sehr wenig wirklich geschehen; gleichzeitig unendlich viel passiert, welches sich parallel ereignet. Der (kanadische) Medientheoretiker Marshall McLuhan, der immer wieder und viel zitiert wird, hat 1964 schon den prophetischen «Aphorismus» geschrieben: «von den Nerven der gesamten Menschheit umgeben. Sie sind nach aussen gewandert und bilden eine elektrische Umwelt».

Entwurf speichern, abonnieren nicht vergessen

wir arbeiten daran

Zwischendurch aktualisieren, Pause machen. Medien wechseln, die Hände waschen : nicht vergessen!

Komplexe Themen müssen, dürfen und sollen komplex sein und bleiben, auch wenn sie (schriftlich – ästhetisch – bildlich – malerisch – zeichnerisch – mündlich, wissenschaftlich, empirisch etc.) kommuniziert werden. Jedes Detail, Ding, Zeugs erklären und dazu erzählen, wie mühsam wird das denn? Manchmal reicht es, den Einblick zu gewähren, wie Experimentieren und Forschen generell funktioniert, um Interesse und «Wissensdurst» sowie Neugierde zu wecken. Und falls es nicht funktioniert?!

Die Formate waren dann ästhetisch oder kooperativ vermutlich zu wenig abgestimmt, unangepasst und wurden ab- und weggeschnitten, gelöscht und schnell beiseite gewischt. Visualisierung und Bildgebung sowie (ästhetische) Kommunikation und die Ästhetik des Performativen funktionieren sichtbar bis unmittelbar.

«Wikipedia» und/oder Wikidata sowie Medienpädagogik etc. ersetzen selbstverständlich keine Wissenschaft und visuelle Kunst und künstlerische Forschungen. Auch kein visuelles Kunstschaffen, die Kunstperformance und LecturePerformance, da diese dem anderen Code folgen? Wikipedia kann kaum akademische, künstlerische Werke sowie Theoriefindungen aufwiegen. Wikipedia und Wikidata erinnert allenfalls daran, wie unklug es wäre, aus Arroganz das Internet zu meiden. Dies Terrain im Wissens- und Kunstfeld zu verspielen.  Diese Onlineenzyklopädie bleibt das Mysterium : vom Kollektiv für alle frei zugänglich geschaffen, gratis und omnipräsent.

Mit Wikipedia und Wikidata usw. explodiert das Wissen. Die Allerweltsenzyklopädie bringt in Erinnerung, wie radikal Demokratie in ihrer Gleichheitsforderung für die nächsten Gesellschaften sein wird? Und sie zeigt, wie wenig sich Gleichheit gerade in Wohlstandsgesellschaften auf Ökonomie reduzieren lässt – sobald die Reichtümer wie Wissen und visuelle und bildende Kunst – da sind. Sich präsentieren, nach vorne schieben in den Suchmaschinen wie die Luft zum Atmen.

Noch während des überwiegenden Teils der menschlichen Geschichte ist die Reproduktion von Bilder problematischer gewesen als die von Worten. Nicht einmal die grössenwahnsinnigsten Fürsten oder Tyrannen hatten sich je vorgestellt, alle Kunstwerke der Menschheit an einem Ort zu versammeln – so viele Einzelobjekte – zusammenzuführen. Dies erschien immer als aussichtsloses Unterfangen. Mit dem Aufkommen der Fotografie zeichnet sich jedoch die Möglichkeit ab, dass der Gelehrte Repräsentationen sammeln konnte, was der Tyrann nicht als Beute zu sammeln vermochte.

Man kann heute ohne «Übertreibung» sagen, dass die Fotografie die akademische Disziplin Kunstgeschichte = Kunstforschung überhaupt erst möglich gemacht hat. Das Diaformat homogenisierte Grössen, Stile und Epochen und naturalisierte die «Teleologien» der Kunstgeschichte. Überdies wird das mechanistische Repräsentationsregime des Fotografischen ein Kernstück für die Entwicklung der Semiotik des Bildes. Die Fotografie wird zugleich die »Apotheose« und Infragestellung der Realismusvorstellung-en der Malerei. Die Idee der Wissenschaft des Zeichens, des semiotischen Diskurses selbst, hängt vom Fotoeffekt ab. Und:

»Warum sollte der Mensch nicht sein Geheimnis haben? Oder ein Tagebuch?« Eva Demski (1999) Zettelchens Traum. Über autobiografisches Schreiben, visuell künstlerisches Forschen und Kunstschaffen oder durch Performen (ästhetisch bis gestisch) kommunizieren. Und es gehört schon einige Ignoranz zur Behauptung, wer realistisch male oder skulpturiere, habe sich gleich die Beachtung des Kunstbetriebs oder der Politik verscherzt.

«Ästhetische Arbeiten», «Halbpräsizierungen», «Erzählungen», «Entwürfe» und «Preenactments» werden in dieser Art und Weise, mit diesem Feature, Design und System auch automatisch zur *Hyper-Gegenwart* und *Hypertext (Ted Nelson). Revisionen, Kommentare und Kritiken mit der Veröffentlichung als Live-Streaming interessieren?

Anders als im rückwärtsgewandten Reenactment werden im Preenactment exemplarische Gegenwartsphänomene aufgespürt und mit den Mitteln der Performance in die Zukunft fortgeschrieben sowie fortgesetzt. Ausgehend von der gegenwärtigen Ökonomisierung öffentlicher Güter erforschte zum Beispiel das „Preenactment Sprachlabor Babylon“ das Zukunftsszenario der Privatisierung der Sprache. Wird die Zukunft privatisiert?

Klar: was wird passieren:

(Kunst-)Sprache, (Bild-)Sprache, (Schreib-)Sprache, (Theorie-)Sprache bis (Philosophie-)Sprache etc. sind artifiziell. Schaffen Artefakte bis Science Fiction. Sie werden sich weiter entwickeln in öffentlichem (mit denkendem) Sprechen (Moritz Klenk)? Welche Bedeutung und welcher Wert wird der spontanen «Assoziation», «Metapher» und Symbolik bei der Bildbetrachtung (heute noch) zugesprochen und zugeschrieben? Dass wir uns in Bezug auf unsere Techniken der Bildproduktion im vergleichbaren Zeitalter des Wandels, Umbruchs oder der Revolution und Gegenreformation befinden, wissen wir. Nun müssen wir untersuchen, ob wir uns in den entscheidenden Entwicklungsstufen einer ähnlichen Transformation unserer Technik des Betrachtens, des Beobachtens, der Beobachtung der Beobachter etc. befinden….. Hierzu laufen u.a. Gruppenaktivitäten bis – reflexionen im Dialog, Trialog bis Polylog.

Die Zunahme an außer- und innereuropäischer deutschsprachiger Kompetenz (Kunst-, Kultur- oder Religionsvergleich, Ethnologie etc.) macht es immer wieder erforderlich, terminologisch-konzeptuelle und ideologische Festlegungen, Festschreibungen oder Definitionen der Begriffe und Konzepte sowie Kategorien der Zeichnungen und Grafiken zu hinterfragen. Und zwar die, welche explizit oder stillschweigend auf westlicher Tradition, Kultur und Gewohnheit der Bildbetrachtung der Ikone, des Vorbildes, des Denkmals und des Fetischs oder auch der Vision sowie Vorstellung beruhen.

Im Licht der audiovisuellen Live-Stream-Performanz werden andersartige Evidenzen, Erfahrungen und Wahrnehmungen beleuchtet, die Bild- und Kunstbetrachtung aktuell zu erweitern und zu bereichern suchen. Realität-Indexikalität-Kunst-Inframince-Zwischenraum-Wahrnehmung-Reflexion-Gesellschaft und digitales Zeitalter werden hierzu auf die Fläche des Monitors, Bildschirms, Displays oder Plattform gerufen.

Der Entwurf wird auf makro- meso- und mikroanalytischem Niveau in Verbindung zur Text- und Bildvorgabe und Videosequenzen behandelt. Wobei jedoch die Hauptanliegen darin bestehen, angemessene Sprachen für Elastizität, Bewegung und Dynamik, Eigenleben sowie Wahrnehmung zu finden. Verhaltens- und Deutungsoptionen, die heute herzustellen, zu repräsentieren, auszustellen und zu eröffnen sind: