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JAMES JOYCE– ULYSSES

Aktuell lese ich, zusammen mit meiner jüngsten Schwester in einem sog. Buddy Read den Ulysses von James Joyce. Im Laufe der Jahre habe ich immer …

James Joyce – Ulysses
19. Januar 2023 19:03 

Dank Achim Spengler heute diesen Blogbeitrag gefunden, um dies >auch kaum< kleine Buch, mit seinen 988 Seiten im signal-roten Buchblock zu suchen. Es ist die 6. Auflage aus dem Verlag Suhrkamp von 2015, die ich weder sofort, noch gleich wiederfand. Ich musste, wie gesagt: suchen, obgleich ich den ChatGPT (2,3, der 4 kommt im April) Version vom 9. Januar 2023 nutzte. 


Doch trotzdem, jetzt liegt dies Buch vor mir. Dies »Epos« zum Irrlauf des oder eines »#Antihelden« im Zeitraum von nur einem Tag, dem 16. Juni 1904, um es erneut, eventuell anders und kaum alleine zu lesen. Achim’s Lese- und Experimentierfreude, auch mit dem ChatGPT, um dort seine Fragen in deutsch und englisch zu stellen und Antworten zu erhalten, wirken motivierend. Ja, fast „ansteckend“ für das erneute Lesen und die Entwicklung von weiteren Fragestellungen. Für die Lesart bietet der ChatGPT und DALL E (kurz, die KI/AI) Formen des Lesens an. Das Lesen dieser Erzählung in bereits bekannten Erzählformen, neuer Kombinationen und Intertextualiät, die in diesem Roman zu finden, anzustreichen und zu markieren sind. Dies könnte auf Verstehen, Analysieren, Interpretieren und Transformieren hinauslaufen, um die eigene (intuitive) Lese- und Verstehens- sowie Interpretationsart (noch mehr) zu entdecken, zu entschlüsseln und offenzulegen:

1. Innerer Monolog:

2. Epiphanie:

3. Symbolik:

4. Anspielung:

5. Parodie:

6. Moderne Literatur:

7. Mehrschichtige Erzählung: in 18 Episoden

8. Experimentell: unkonventionelle Erzählform:en

9. Intertextualität:

9.1 Literarische Werke:

9.2 Historische Ereignisse:

9.3 Persönliche Erfahrungen des Autors:

Zur Analyse der Erzählperspektiven werden vier in der Abbildung im Blogbeitrag dargestellt: Der 1. Auktoriale Erzähler, der alles über die Handlung und die Charaktere weiss, der 2. Neutrale (beschreibende oder erklärende) Erzähler, der das weiss, welches von aussen wahrnehmbar ist, der 3. Personale Erzähler, der alles über einen bestimmten Charakter in der Handlung weiss und der 4. Ich-Erzähler, der viel bis alles über den eigenen Charakter weiss.
Da ich keine, (noch) keine Schwester und interessierte Leserin gefunden habe, die es mit mir zusammenlesen möchte. Entscheide ich mich vorerst dafür, es mit der Dauerlesung »Livestreaming« parallel zu versuchen. Anstatt mich, wie gewohnt still, leise und bequem mit diesem Buch und nur der eignen Lesart, meinen Gedanken, Träumen oder Illusionen dazu in den Lesesessel zurückzuziehen. 
So wird es die Kunst- und Lesereise der besonderen und experimentellen Art und Weise auch vermutlich ziemlich aktiv durch dies Buch werden 

Von matter birgit

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5 Antworten auf „JAMES JOYCE– ULYSSES“

Ja, die neuen Medienformen sind toll für ein derartiges Leseprojekt – ich habe Ulysses vor so langer Zeit gelesen, ich fasse es kaum. Es hat mich nachhaltig bereichert, so sehr, dass ich in Dublin mit einem Reiseführer auf Leopold Blooms Spuren gewandelt bin. Ich freue mich sehr von deinen Leseerfahrungen zu hören! Und mich motivieren zu lassen, es alsbald erneut zu lesen, das kleine, gar nicht anstrengende, schnell lesbare Buch 🙂 Viele Grüße!

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Ja, die sogenannten …»neuen Medienformen« : obgleich, mir sogleich dazu (sofort wieder) einfällt: was sind #Medien und welches sind die »#form-« gebenden (oder gestaltenden) Funktionen? Dies klingt und tönt einfach, doch nur in seltenen Augenblicken, etwa zur Zeit des byzantinischen Bilderstreits (so ca. 8./9. Jahrhundert), kam es vor, dass das Bild selbst ins Zentrum theoretischer Abhandlungen rückte. Und manche Autoren sind überzeugt, die #Bilder hätten sich irgendwie verselbständigt und würden sich durch Medien bewegen, wie Fische durch‘s Wasser oder Vögel durch die Luft. Andere vertreten die (plausiblere) Ansicht, heute stecke praktisch hinter jedem Bild die Aufforderung, irgendetwas zu tun oder gar zu kaufen. Also immer eine Art von Handlung, Sprech- und Schreibakt, weitere Aktionen, Antworten oder Leistungen. Im Prinzip und dem Prinzip nach ging es mir in erster Linie, um Überlegungen zu »Bilderfragen«, als ich kunstderkunsttherapie #kunst und künstlerische forschen eröffnete und veröffentlichte. Wieder andere Diskussionsteilnehmende meinten oder gaben mir zu verstehen, dass zusammen mit bestimmten Formen von Totenkult, die im Neolithikum (Jungsteinzeit) begründet worden waren, auch das an einen je spezifischen Ort gebundene, die Anwesenheit und Abwesenheit anzeigende Bild von der historischen Bühne (auch der Tragödie, Revolution und Reformation) abtrete. Für sie ist die #Bildfrage wohl in dem Augenblick akut geworden, als sie anfingen, das emphatisch verstandene Bild wie den emphatisch verstandenen Ort (Tatort), wie einen Gegenstand zu vermissen // dieser Tatort kann jedoch ein Leinwandbild oder ein Buch oder sonstige Gegenstand sein, welche sich heute sehr schnell über die neuen Medien »darstellen« und «verlinken« lassen. Doch, was wird aus dem Anspruch: ein Werk ist der … „Todesfeind“ … des anderen. Jeder »Å°ß∂®°©∆ß√€®ß°©ª« bleibt für sich, er reiht sich ein: Ereignis, Satz, Text, Melodie … // Länge des Satzes und der Texte, wie oft werden Worte wiederholt, Phrasen, Floskeln verwendet, wie hängen die Sätze und Bilder zusammen, nur kausal, auch narrativ, oder biographisch, und klangmalerisch, oder poetisch, implizieren sie ANSCHAUungsformen, gleiten die Beschreibungen hin über DIALoGE hin zu neuen Beschreibungen

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Assoziationen wie diese helfen, die typischen Denkbarrieren und Sprachhindernisse zu überwinden und zu überschreiten, um Möglichkeitsräume zu erschließen und neue Perspektiven zu erleben. Oft erwische ich mich dabei, das zu bei einer Lektüre zu hoffen, nicht so sehr amüsiert, als inspiriert zu werden. Mediale Überforderung hilft dabei jedoch nicht – auch glaube ich nicht, dass ein Kunstwerk der Todfeind des anderen ist, vielmehr der engste, sinnerschließende Gesprächspartner 🙂 aber wahrscheinlich werde ich mich ein Leben lang mit diesem Gedankenkonvolut Adornos auseinandersetzen, allein, weil es mich nicht am Denken hindert, sondern auf mein eigenes lenkt.

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ja, Th. W. Adorno »der Jargon der Eigentlichkeit« … nun, nur ein Kunstwerk wird vermutlich kaum zum Tod(es)feind des anderen werden … doch, danke, für dies Schlag- und Stichwort, die keine Pathosformel ist. Und die ich in deinem Blogbeitrag las und aufgeschnappt sowie sofort „verwurstet“ habe. Ich wusste es zwar, doch hatte es sehr gut verdrängt. Denn welcher Kunstschaffende, Künstler oder Kunstwissenschaftler (die * erspare ich mir) möchte etwas als Kunstwerk, Feind oder Todfeind des Anderen wirklich heute in die Öffentlichkeit und Kultur setzen? Viele machen es vermutlich aus »Liebe, Passion und Leidenschaft sowie Broterwerb«, die meisten, so hoffe ich, möchten das keine zusätzlichen Leiden geschaffen werden sollen (doch, diese Ansprüche sind ziemlich romantisch und idealistisch) // Klar, sie erwecken Assoziationen (und Bisoziation, die Kreativität, den Humor usw.), welche keineswegs nur amüsieren (sollen), sondern vermutlich gerade durch Inspirationen und Konspirationen ernsthaft (im Sinne der Verbundenheit und Gemeinschaft miteinander atmen) sozusagen vitalisieren „helfen“ sollen. (Auf die sogenannte »Kraft der Kunst«, möchte ich jetzt nicht weiter eingehen oder dies «Fass» eröffnen). Und klar: mediale Anforderungen und Herausforderungen „helfen“ schon, solange diese eben nicht zu Überforderungen werden. Vieles wird heute an den »USER« delegiert und dieser kann sich überlegen, wie er es …«fair» benutzt. Lese ja zurzeit, zum wiederholten Mal ULYSSES und dort steht auf der Seite 10 „- Die Tante ist der Meinung, du hast deine Mutter umgebracht, sagte er. Deswegen will sie auch nicht, dass ich mit dir verkehre.“ So einfach kann es formuliert sein, doch so viel scheint in diesen nur zwei Sätzen seit mehr als über 100 Jahren an Tragödie, Revolution und Reformation zu stecken

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