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In Öl will ich das!

Ich will das in Öl!

in ÖLFARBE:N: hohe Schminke = #Künstlerqualität 

In jedem Fall auf eine grundierte - magere - kaum lichtdurchlässige Wand aus Leinen. 
(ohne die störende Rupfen-, Faser-  und  Gewebestruktur:en, die mit ihren Höhen und Tiefen, die Lichtdurchlässigkeiten grob beeinflussen, irritieren und nahezu verzerren). 
In feinster Qualität: eben und glatt, muss es auf einen Keilrahmen gezogen und gespannt, am Besten zusätzlich in einen Schattenfugenrahmen gesetzt sein.
Mit dem sehr feinen Mader-Haarpinsel in höchster Güte und Qualität sind die Farbpigmente mit Bindemittel (in ölhaltigen Lösungen) aufzutragen. Und, zum Abschluss, muss es mit besten und hochwertigsten Firnissen versiegelt worden sein.
In erster Linie, damit die Oberfläche nicht reisst. Keine Risse ausbildet oder krakeliert. Sehr lange bis ewig haltbar, strapazierfähig und lichtecht wird! Auch, um es anschliessend gut verpackt ins Freilager zu tragen. Wobei die Lagerkosten über Jahre zu berechnen und nicht zu unterschätzen sind. Zu sammeln, zu archivieren, aufzubewahren und es trocken und klimatisiert zu lagern, damit es nicht anfängt zu schimmeln oder zu verstauben über die Jahre, die so einem «Gemälde» bevorstehen.

Die Nachlassverwaltung ist anspruchsvoll oder besser, die Nachlassverwaltungen sind anspruchsvoll und erwarten viel. Um es später, eventuell, auf einer Auktionen zu versteigern oder andersartig zu entsorgen. Im Internet, in einem Shop, anzubieten und als versichertes Paket zu verschicken. In Galerien, Kunsthäuser:n und Kunsthallen oder sogar in einem Museum oder einer Biennale in Venedig, Weihertal oder sonst wo, zum Beispiel an einem #Festiaval, zur Schau zu stellen. 
Oder gleich, auf den Tröddel- oder Flohmarkt in die Stadt zu bringen, um es dort an Touristen zu verscherbeln?! 
Damit es ein Teil in deren Kunstsammlung wird. 


Dies vermeidet zusätzliche Kosten für die praktisch kunstschaffenden und malenden Künstler*in_nen auf Dauer. Und es entlastet diese, auf auf auf sehr leichte und komfortable Art und Weise. Oder eben, nur mit dem Auftrag der Kunden oder Mäzeninnen ein Bild oder eine Serie zu malen. 


Es orakelt so dahin, vor sich hin ... 
Die Leinwand darf sich in keinem Fall, d.h. keinesfalls bei der Lagerung verziehen, weder bei regnerischer noch bei stürmischer Witterungsverhältnissen mit enormen Temperaturschwankungen. /// Die bemalte Leinwand muss eisiger Kälte und enormer Hitze standhalten. /// Erst letztens, in einem Cafe der kleineren Stadt im Mittelland, dort waren fast die gesamten Leinwände an den Wänden in nur einem Raum extrem verzogen und standen so ca. 10 - 20 cm ab und zwar von der WAND, welches entsetzlich aussah // es wirkte in dieser Umgebung - wie die (ungewollte, unbeabsichtigte, zwecklose und zufällige) künstlerische Intervention, die dringend #Kunsttherapie benötigt hätte, um solche eklatanten Fehler und Mängel zu verhindern und zu beheben //////// 



Im Grunde zu vermeiden.
Die beidseitig, dreiseitig, vierseitig aufgehängte Reihe an sogenannten «Gemälden» - ein Desaster, katastrophaler Misserfolg,
im dem beachtlichen Ausmass von ca. 100 x 160 cm pro Bild. 



Aufgespannt in Keilrahmen, ohne #Kreuzsteg, der die Leinwand stabilisiert und die Oberflächenspannung reguliert hätte. Dazu noch, ohne die passende Grundierung des Bildträgers: echt und wirklich = schrecklich. Leid und Weh taten mir diese Leinwände. Beim Zusehen, Fühlen, Riechen, Schmecken und sogar Zuhören, denn sie haben jämmerlich gejammert: waren weder poetisch, noch träumerisch, die Phantasie anregend durch ihre eingezwängte und verspannte Lage. In diese Rahmen - ohne Schattenfugen - waren unschöne Farbenflächen - im groben Pinselduktus - ungelenk auf die Leinwand gebracht. Ohne räumliche Perspektive eines erhellenden Ausblicks. Keinerlei Fluchtpunkte, die raffiniert ausserhalb des Bildes gesetzt wären. Sie, diese Gemälde (es waren so ca. 20 Stück, die an den Wänden in Serie auf Augenhöhe hingen) wirkten in gewisser Weise wie vergewaltigt, missbraucht, misshandelt, verletzt und ziemlich traumatisiert in einer Reihe, jedes einzelne für sich.


Einerseits, wurde dieser Eindruck dadurch verstärkt, dass sie durch den lieb- und leidenschafts- sowie geschmackslosen, nur dekorativen und kaum durchkomponierten Farbauftrag, wirklich verletzt und malträtiert erschienen. Andrerseits, zeigten die Bilder banale bis alltäglich, fast naiv anmutende sowie symbolisch sehr simplifizierte Motive ohne jegliche Andeutung einer Perspektive oder Ausgestaltung. Im Endeffekt war es, zu wenig professionell, fachmännisch, meisterlich oder handwerklich gekonnt. Noch, die souveräne Anwendung und Verbindung der Malmaterialien, die den Eindruck erzeugen. Diese offensichtlich laienhafte, offenkundig stümperhafte und dilettantische Benutzung der Materialien für diese Ausstellung im Kontext eines Cafés, wo man den Kaffee oder Tee doch ungestört geniessen und nicht belästig werden möchte. 



Kein Konzept, kein Programm, keine zusätzlichen Erklärungen, kein Titel dieser Bilderausstellung:
Leider oder extra war darauf verzichtet worden, diese Bilder (handschriftlich) auf der Oberfläche zu signieren!
Auch, waren keine kleinen weissen Schildchen, mit Angaben und Jahreszahl oder Namen des Künstlers, der Künstlerin oder der Kunstschaffenden neben den Leinwänden angebracht. Keine Auskunft, weiteren und zusätzlichen Informationen zu diesen Bildakten und merkwürdigen Werken. Oder, was diese Installation, dies Arrangement an Leinwandbildern, in so einem Cafe sollte, die alles andere als dekorativ, modern, innovativ oder schöpferisch waren. Keine Informationen zu den Massen, verwendeten Materialien oder gar, einem Preis waren zu entdecken. Keinerlei Angaben zu den Augenblicken, die auf diese verzerrten und abstehenden Bilder zu werfen waren. 


Ansonsten hätte ich mich direkt beim Künstler, Kurator, Galeristen oder auch Sammler beziehungsweise dem Eigentümer dieser Ausstellung beschwert. Beschweren können, über diese Zumutung an Bildern für die Haptik, die in einem Geschäfts-Raum ausgestellt waren, welches so nicht passte. Denn es war wirklich die Zumutung für meine AUGEN, meine Sinne und meinen Kunstverstand. Weshalb ich nur schnell einen Espresso trank. Und kein Kännchen Kaffee oder Tee, noch Kuchen dazu bestellte. Es war grausam, negativ, und wirklich schrecklich, wenn nicht sogar bös - und ich konnte den Blick kaum von diesen entsetzlichen Bildern an den Wänden lassen, bitte erinnert mich nie wieder daran! Und fangt schon gar nicht an, es "schön" reden zu wollen. In den aktuellen und gegenwärtigen Kunstkanon einzuordnen. Es sogar oder wohlmöglich platzieren zu wollen. Für eine Preisvergabe vorzuschlagen:

Jede-r weiss heute was Kunst ist. 

Wie sich Kunst darstellt (wie sie sich darzustellen hat) und wodurch sich Kunst zeigt. Wie das #Bild, der #Bildakt und das #Gemälde schön wird, damit es gesehen wird
MATTER&LIERSCHOF UNPACKING «ein- und auspacken» sowie vorbereiten
»Ende der Ästhetik«

Von matter birgit

Pilotprojekte
#nobreadlessart
#keinebrotloseKunst
#KatharinavonZimmern
#kunsttalks
#kunst

visual arts - art and scientific re-search arthistory
contemporary performance art
Project: #16

2 Antworten auf „In Öl will ich das!“

Danke, Verlag Peter Flamm,

für das Auslegen dieser Schneckenspuren

(https://verlagpeterflamm.com/2022/08/17/schneckenspuren/).

Heute bin ich nochmals über und somit durch diesen ursprünglichen Text gegangen, um diesen zu präzisieren, zu modifizieren und zu transformieren. Auch, damit er jenes zu fassen und auszudrücken beginnt, welches damit transportiert und kommuniziert wird (oder werden soll): der laufende Prozess, die Metamorphose und die Vorbereitungen, welche beim Malen passieren und kaum einen interessieren. Beim Umgestalten, Entfalten sowie dem Schicht für Schicht Farbe:n auf und auch wieder abtragen bis ein Gemälde fertig gestellt ist.

Die Art etwas zu verdichten ((Lasieren, Lasur, Lackieren, Firnisse waren im Sinn: Bernsteinfirnis als Malöl, welches ich noch nie praktisch verwendet habe. Bei dem geschmolzener Bernstein in Terpentinöl verkocht wird. Es wird heute noch in Vermischung mit Leinölfirnis zum Lackieren von Holz, Blech oder Leder verwendet. (Früher wurde Bernsteinfirnis auch durch das Lösen des Steins (Ostsee) in Chloroform hergestellt). Die Technik ist seit dem Mittelalter gebräuchlich. In der Malerei war es sehr beliebt, da Bernsteinfirnis im Gegensatz zum dunklen Firnis aus Harz oder Kolophonium „wasserhell“ ist und sich so für feinere «Gegenstände» bzw. #Untergründe verwenden ließ. Außerdem ist Bernsteinfirnis überaus haltbar, trocknet sehr schnell und verleiht dem behandelten #Material den schönen «bernsteinfarbenden» Glanz, der als altmodisch zu bezeichnen wäre)). Egal, Bernstein passt zur Herbstsonne, die zurzeit scheint.

Schreiben bedeutet auch… // Um die Utopie der Kunst in der Kulturindustrie und der Kritischen Theorie ging es nicht nur Adorno, Bloch, u.a. sowie Werckmeister, an den ich denken musste: «Das gelbe Unterseeboot und der eindimensionale Mensch»

heute ist Montag :«Jargon der Eigentlichkeit» und das Dokument immer noch in Bearbeitung

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