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inspiration aus pierroz: kultur und selbstzensur

D.T.Koller

4 Antworten auf „inspiration aus pierroz: kultur und selbstzensur“

Muß der Zuhörer das Lied und den Tanz des Pierrot immer verstehen? Oder kann er auch einfach wirken lassen, was er sieht und hört und sich später, irgendwann und vielleicht, eine unwillkürliche und mehr unbewußte gedankliche Verbindung daraus aufbauen?

Werte Kunstforscherin Matter

zuvörderst ein herzliches dankeschön für die unserer unternehmung vitaltransformer und im speziellen unserem patienten pierroz angediehenen aufmerksamkeit.

dann ein gedanke zum titel »kultur und selbstzensur«: man könnte jederzeit und genauso ungeniert auch die kultur der selbstzensur und die reaktionen darauf ins blickfeld der kunstkritik ziehen. „zwischen den zeilen stand geschrieben, dass in zukunft nichts mehr zwischen den zeilen stehen würde“.

dann zur aufgabestellung einer tieferen deutung und entschlüsselung der lieder unseres patienten pierroz: bei entschlüsselungen sollte man sich immer vorgängig fragen -dies mein tipp*-, was einen denn eigentlich drängt, in einem werk einen tieferen sinn, denn vielleicht ist es dann ohnehin nur purer blödsinn, zu entdecken, und ob denn intellektuelles werkzeug dafür ein taugliches ist.

dieser tipp ist der eines toten, der also weiss, was es heisst, was für aller arten von schlüsseln und dazugehörigen türen es gibt und was dahinter einen erwarten kann…

nicht kritisch, sondern beinah mit begeisterung nahm ich deine idee dieser angekündigten oder anskizzierten serie »patientendialoge und gespräche mit toten« auf. das könnte eine an didaktischer fülle satte unternehmung werden – wohlan!

dann noch eine bemerkung zu den bildbeiträgen: nun ja, ich denke mal, dass es sich bei diesen exponaten um mit KI geschaffenen werke handelt. inwiefern das resultat unter der beschränktheit des auftraggebers oder/und der beschränktheit des zur verfügung gestellten materials leidet, kann ich nicht beurteilen.

was auf mein gebrochenes auge trifft, glaube ich in der umgegend einer art revue der globalen durchschnittsblöde verorten zu dürfen, welche bei mir als ein toter auf wenig, um nicht zu sagen auf keine neugier für weitere solcher arbeiten stösst, egal wieviel energie der rechner auch immer in einen »sharp focus on the main subject and intricate details« verbraten hat.

ich habe gesprochen, D.T.Koller (Der Tote Koller – nicht nur unter Toten ein oft genannter Name), seines Zeichens Heimleiter Kunstsanatorium Zürich und Vorstandsvorsitzender Schweizer Kunstsamariter, Februar 2025

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