der moderne "Homo Faber Communicationis" wäre eine zeitgemäße Interpretation des klassischen "Homo Faber", der im ursprünglichen Sinne als "der Mensch, der arbeitet und gestaltet" verstanden wird. "Der Mensch, der transkribiert und transliteriert". Der "Homo Faber Communicationis" wäre daher jemand, der sich besonders durch seine Fähigkeiten und Tätigkeiten im Bereich der Kommunikation, Kommunikationsforschung und Dokumentation auszeichnet und einmischt. Und bei Mensch wird zuerst an das männliche Geschlecht in der westeuropäischen Kultur, Kunst und Wissenschaft gedacht?! Und die vielen Kommunikations- und Kunstforscherinnen und Künstlerinnen, Autorinnen und Schriftstellerinnen sowie Malerinnen und Telefonistinnen etc. vergessen, die alltägliche und institutionelle Kommunikation verschriftlichen, verbildlichen, verfilmen usw.
"Indem ich das Handwerk des Transkribierens und der Verschriftlichung erlerne", würde uns die fiktive, für multimediale Kommunikation aufgeschlossene moderne Sokrates Halluzinelle (von Stanislaw Lem) antworten (und mit einer heimlichen anglophonen PC-Phobie leise hinzufügen »transcription by doing«). Wer die flüchtige und flüssige Gestalt der »Gespräche« und Diskurse dauerhaft in graphische Repräsentationen zu den filmischen Aufzeichnungen verwandeln kann, hält sich und anderen den Spiegel unseres sozialen, organisierten und institutionellen Kommunikationsverhalten vor. Sei es nun frau/man Experte oder Laie, Betratende(r) oder Ratsuchende(r), Mitarbeiter(in) oder Betroffene(r). Mit den möglichst authentischen graphischen »Fixierungen« unserer flüchtigen Kommunikationsmodi eröffnen wir uns und anderen die Chance, uns mit unseren Praktiken zu konfrontieren und »realexistierende« Beobachtungen zu begründen.
Die möglichst poetischen, lyrischen und fiktiven »Fixierungen« die verschriftlicht werden, dienen oft dazu »Ausdruck und Selbsterkenntnis« zu betreiben. Durch das Schreiben von poetischen und lyrischen Texten kann Autor(in), Schriftsteller(in) und Künstler(in) seine innersten Gedanken, Gefühle und Erlebnisse ausdrücken. Dies ermöglicht nicht nur eine tiefere Selbsterkenntnis, sondern auch eine Art der Selbsttherapie. Denn, Literatur schafft die Verbindung zwischen Autor(in) und Leser(in). Durch poetische und fiktive Erzählungen können gemeinsame Erfahrungen, Emotionen und Ideen geteilt werden, was zu einem Gefühl der Gemeinschaft und des Verständnisses verleitet. Die Fiktion erlaubt es, neue Welten, Charaktere und Geschichten zu erschaffen. Dies kann sowohl die »Flucht aus der Realität« als auch die Möglichkeit sein, »die Realität zu kommentieren und zu kritisieren«. Die »Schönheit der Sprache« und die Kunstfertigkeit des Schreibens bieten sowohl Autor(in) als auch den Leser(innen) ästhetischen Genuss. Die Freude am Spiel mit Worten, Metaphern und Rhythmen ist der zentrale Antrieb für viele Schriftsteller(innen). Durch das Verschriftlichen ihrer Ideen, Gedanke und Werke hinterlassen Autor(innen) und Künstler(in) bleibende Vermächtnisse. Ihre Gedanken und Geschichten können weiterleben, beeinflussen und vergessen werden. Für viele ist das Schreiben nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch die Berufung. Es bietet persönliche Erfüllung und kann, bei Erfolg, auch Sicherheit und Anerkennung in der literarischen Welt neben der Kunstwelt durch kulturelle Reflexion bringen.
der moderne homo faber communicationis
1. technologische versiertheit:
1.1. digital native: Sie beherrschem moderne Kommunikationswerkzeuge und -plattformen wie soziale Medien, Messaging-Apps, Videokonferenzen und Content-Management-Systeme.
1.2. tech-savvy: Sie nutzen fortschrittliche Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Big Data, um effektive Kommunikationsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.
2. kreativität und innovation:
2.1. kreativ denken: Sie entwickeln originelle Ideen und innovative Konzepte für Kommunikation, die sowohl ansprechend als auch wirkungsvoll sind.
2.2. design thinking: Sie setzen Methoden des Design Thinkings ein, um Kommunikationsprobleme zu lösen und nutzerzentrierte Lösungen zu finden.
3. interkulturelle kompetenz:
3.1. globale kommunikation: Sie verstehen und respektieren kulturelle Unterschiede und passen Kommunikationsstrategien an verschiedene kulturelle Kontexte an.
3.2. mehrsprachigkeit: Sie beherrschen mehrere Sprachen, um effektiv mit Menschen aus verschiedenen Regionen und Hintergründen zu kommunizieren.
4. empathie und emotional intelligence:
4.1. einfühlungsvermögen: Sie kann sich in die Perspektiven und Emotionen anderer hineinversetzen, um Botschaften entsprechend zu gestalten und zu übermitteln.
4.2. beziehungsmanagement: Sie baut und pflegt starke zwischenmenschliche Beziehungen durch respektvolle und aufmerksame Kommunikation.
5. analytische Fähigkeiten:
5.1 datengetrieben: Sie nutzen Diskursanalyse und Konversationsanalyse sowie Datenanalysen, um Kommunikationsstrategien zu optimieren und Kampagnen zu messen.
5.2 kritisches Denken: Analysiert und bewertet Informationen kritisch, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Missverständnisse zu vermeiden. »Bergungsunternehmen« - Prozeduren des Malfeldes beim Erzählen auf losen Zetteln, Karten und in Büchern zu untersuchen. Dabei die Segmentierung der Speicherverwaltung und Bildverarbeitung beachten.
6. adaptabilität und lernbereitschaft:
6.1 flexibel: Passt sich schnell an neue Kommunikationskanäle und -technologien an und ist offen für kontinuierliches Lernen.
6.2 lebenslanges lernen: Bleibt ständig über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich Kommunikation informiert und bildet sich weiter.
7. ethik und verantwortung:
7.1 ethisches bewusstsein: Handelt verantwortungsbewusst und ethisch in der Kommunikation, vermeidet Fake News und respektiert die Privatsphäre anderer.
7.2 transparenz: Kommuniziert offen und ehrlich, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen. doch, was ist mit dieser transparenz gemeint, auf halb:transparente papiere zu schreiben?
Der moderne Homo Faber Communicationis ist also die vielseitig talentierte Kommunikatorin, die in einer vernetzten und digitalen Welt effektiv agiert und sich kontinuierlich weiterentwickelt?!
Ziel ist es, das »Handwerk der Verschriftlichung« und der Aufzeichnung mündlicher Rede im Deutschen, deutscher Sprache und in Kunstsprache:n heute »darzustellen«. Die Techniken bereit zu stellen, sich diese autodidaktisch, in Kursen und Seminaren, mit Freunden und Freundinnen sowie auch »Unbekannten« anzueignen.
Theorie:n ohne »Korpusbelegungen« sind heute nicht mehr denkbar. Grundlagen der Theorie des Formulierens, der Text- und Bildherstellung in geschriebener und gesprochener Sprache.
Als forschende Laien, Künstlertypen heute, Kunst-Therapeut:in:nen, Künstler:in:nen, Schriftsteller:in:nen, Dozent:in:nen, Autor:in:nen usw. sitzen wir heute nicht mehr isoliert in den Zimmern und verbringen Jahre mit dem Auswerten von Tausenden von »Karteikarten« in Zettelkästen.
Die Komplexität des formalen, informellen und funktionalen Verhaltens in Gesprächen auf mehreren Ebenen zu erfassen wird ziemlich umfangreich. Verbale »Diskurstranskriptionen« herstellen, die das handwerkliche Herzstück der »Kollaboration« und »Gesprächsforschung« unter Künstler_Künstler @kunsttalk werden?! Den Klatsch nicht zu vergessen, die Sozialform der diskreten Indiskretion.
Die phonetische Transkription, die eine wichtige Grundlage für die korpusbezogene Grammatikschreibung der Standard:Sprache und mündlichen Rede (Dichtung) darstellt. Im weiteren werden die (der Phonetik zugerechneten) Phänomene der suprasegmentalen Eigenschaft der Rede »Prosodie« ebenfalls behandelt.
Flüchtigkeit und mentale Flüssigkeiten der Rede, die auf der Durchfahrt durch die Antarktis in der Luft sinnschwere Wörter und Äuẞerungen vernehmen, die einige Monate zuvor eingefroren waren, erst im darauffolgenden Sommer als fröhlicher Wortschwall auftauten und - ohne den ursprünglichen Kontext - fremde Hörer erreichen, die mit dem Sinn der ursprünglichen Botschaft wenig bis gar nichts anzufangen wissen.
keine Ahnung, er sieht weder wie Homo faber, noch homo ludens, noch wie ein lebender oder arbeitender Mensch aus 😉
Möglicherweise ein elektrifizierter Homo faber. Aber so, wie ich die Computeraffinen erlebe, bleibt am Ende ein Homo ludens – an sich nicht das Schlechteste, aber er spielt vorgefertigte Spiele – übrig. Gängelbar, steuerbar, überwacht, bedenkenlos oder anders herum, die Bedenken kommen später. Wie einst bei der Atomkraft – wenn alles schon eingeführt, wenn es also zu spät ist, etwas zu revidieren.
Na, wenn er glücklich ist! Solang er spielt, stellt er doch nichts Schlimmes an, oder?
2 Antworten auf „»homo faber«“
keine Ahnung, er sieht weder wie Homo faber, noch homo ludens, noch wie ein lebender oder arbeitender Mensch aus 😉
Möglicherweise ein elektrifizierter Homo faber. Aber so, wie ich die Computeraffinen erlebe, bleibt am Ende ein Homo ludens – an sich nicht das Schlechteste, aber er spielt vorgefertigte Spiele – übrig. Gängelbar, steuerbar, überwacht, bedenkenlos oder anders herum, die Bedenken kommen später. Wie einst bei der Atomkraft – wenn alles schon eingeführt, wenn es also zu spät ist, etwas zu revidieren.
Na, wenn er glücklich ist! Solang er spielt, stellt er doch nichts Schlimmes an, oder?