Kategorien
#kunsttalk #KUNSTTALK 2 artistic Research ästhetische Kommunikation öffentlich schreiben öffentlich sprechen

künstler_in*nen-typen heute

«Walter Benjamin» schrieb über «Sergei Tretjakow», 

wer schreibt und schrieb und schreibt

den einflussreichen Artikel «Der Autor als Produzent», den heute fast jede:r #Kunstschaffende kennt


((am ende des satzes ein satzzeichen zu setzen wird heute als sehr «unhöflich» und «überflüssig» in den sozialen medien und der nächsten gesellschaft (next society) angesehen und es scheint schon bereits gegen die netiquette und den respektvollen umgang mit dem gegenüber zu verstossen. generationsbedingt: einen oder den punkt oder das ausrufezeichen am satzende zu setzen. dieser punkt scheint gerade noch akzeptiert zu werden. sowie die leerzeichen und zwischenräume, welche die vorangegangenen Generationen setzen und offen für die interpretationen, das nachdenken sowie überlegen liessen: selber denken und schreiben))  

und falls nicht: 

auch nicht so schlimm oder tragisch, denn an einem Satzzeichen wird diese Welt oder Erde in zukunft kaum zugrunde gehen, oder doch?

«Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit»

1936 wurde es veröffentlicht, 
verfasste von Walter Benjamin in seinem #PariserExil 
und welches seitdem bei Brecht: #HALTUNG heisst. Sie ist neu, und das Neuste an ihr, dass sie erlernbar ist. Genauso wie das Schreiben, das Produzieren von Theaterstücken, das Fotografieren. Das Filmen. Das Streamen. Heute wird's Videos herstellen genannt. Das Schneiden, das LiveStreaming oder Live streamen. Für's Internet: «YouTube» und wie sie alle heissen: kurz social media, obgleich die ziemlich einseitig erscheinen?. Kurze #Cuts und #Shorts im fotografischen obgleich fotografisches gemeinst ist (meist text und bild oder bild und text) sind es, welche die Information:en kurz, knapp und konkret präsentieren: jede:r:zeit und in jetz:t:zeit abrufbar und dauerhaft darbieten:




anbieten



der Wohnraum scheint knapper zu werden ... sowie die grundstücke 

«Wohnraum ist immer auch Schreib- und Denkraum, das Wohngebaren und die Haltung des Künstlers zu seinem Material. Das Schema ist in zwei Felder unterteilt, in denen sich jeweils zwei Arten des Wohnens gegenüberstehen» 

(und das unterbringen des sehr alten Bauernschranks ohne Nägel und eines grossen Tisches mit 11 Stühlen scheint heute schon zu einem Problem zu werden: Platzproblem?)


wo hin: mit all dem alten #Zeugs und all' den vielen Erinnerungen?
https://www.adk.de/benjamin-brecht/
kaum möchte ich über »Brecht« weiter schreiben und nur erwähnen:

Georges Perec Träume von Räumen (1. Auflage 2013), welches ich von Nicole geschenkt bekam und neben mir liegt, während ich zu Camilla Howalt zu schreiben versuche  

Brecht's Wohnung in Herrliberg (wo dies Gartenhaus lag, weiss ich noch nicht, doch die Idee und Vorstellung begleitet mich) hatte nach «Max Frisch» etwas «anregend Vorläufiges» attestiert. „Die Wohnung […] befindet sich in einem alten Gärtnerhaus 

((welches ich wirklich gerne hätte, denn ich habe »Paul Kornfeld «Blanche oder das Atelier im Garten» so vor Jahren so um die 2000 Jahre gelesen: TRÄUME:N))

»JAMES JOYCE «Ein Porträt des Künstlers als junger Mann»« wollte ich an für sich gerne zusammen mit jemand anderem, fremden und unbekannten - Künstlerinnen - lesen. Hierzu ist ein neuer Youtube Kanal Kunsttalk eröffnet und eingerichtet. Wo, jetzt der º «Jargon der Eigentlichkeit» von Adorno gelesen wird. Wo durch künstlerische, wissenschaftliche, historische und philosophische Arten und Weisen bearbeitet werden: geschrieben und berichtet im Google doc und am Montag (Lesemontag) vorgelesen wird:  

Was ist radikale Kunst heute? 
Was ist konkrete Kunst heute?
Was ist abstrakte Kunst heute?
Was ist reine Kunst heute?
Wie wird den gesellschaftlichen Krisen (Corona, Krieg, Hungersnot) heute begegnet? 
Wer schreibt Geschichte?
Wer schreibt Gedichte?
Wer kommentiert?
Wer sieht es überhaupt?

Ästhetik und Poesie werden vermisst 

Das Internet und die Allgegenwart mobiler Anwendungen haben unser Leben in den vergangenen zwanzig Jahren in radikaler, wenn nicht totaler Weise verändert. Davon ist nicht zuletzt unser Gedächtnis, unser Verhältnis zu unserer persönlichen und kollektiven Vergangenheit und Erinnerung betroffen 

Dachgeschoss. Wir essen in der Küche […] oder in der Diele, die etwas Estrichhaftes hat wie überhaupt die ganze Wohnung, etwas anregend Vorläufiges […] zum schwarzen Kaffee setzen wir uns endlich in einen Arbeitsraum, der ein schönes Fenster gegen den See und die Alpen hat, die für Brecht allerdings nicht in Betracht kommen; er findet das Fenster auch schön, nämlich weil es Helle gibt. Das Zimmer hat etwas von Werkstatt: Schreibmaschine, Blätter, Schere, Kiste mit Büchern, auf einem Sessel liegen Zeitungen, hiesige, englische, deutsche, amerikanische, […] auf dem großen Tisch sehe ich Kleister mit Pinsel, Fotos, Bühnenbilder von einer Aufführung in New York.“

Dies anregende Vorläufe und Estrichhafte, welches Max Frisch als »unheimisch« charakterisierte, nennen ich heute vermutlich befremdlich. Fremd und unbekannt sowie ungemütlich, da es mit der bekannten, behaglichen und wohligen Atmosphäre des heimeligen Zuhauses zu wenig zu tun hat und in Verbindung gebracht werden kann. Möglicherweise wenig Komfort, zu wenig Platz, zu viel unbekanntes altes, neues und ungewohntes an einem Ort, an welchem ich mich gerade befinde. Zu wenig Einrichtung, die ich als wohnlich und gemütlich empfinde usw. Für Brecht stellt es jedoch das #Umfeld dar, welches #schöpferischesArbeiten nicht nur ermöglichte, sondern gleichsam anregte. 

Benjamin besuchte Brecht in Herrliberg.
Frisch besuchte Brecht in Herrliberg
Benjamin wird mich nie in Herrliberg besuchen.
Frisch wird mich nie in Herrliberg besuchen.
Brecht werde ich niemals in Herrliberg besuchen. 
Man Ray, Marcel Duchamp und Johannes Itten werde ich niemals, all' diese bedeutenden Namen, wie die geborene Schwarzenbach, der Annemarie, mit der ich mich intensiv und tiefergehend befasste 

Benjamin und Brecht spielten #Schach im Garten. Sie dachten und redeten sowie argumentierten viel und schrieben jeweils in #Extremen:


Spielten sie mit dem #schachspiel von Man Ray, wozu Man Ray die Figuren zwischen 1916 und 1920 erfunden hatte? 


Sind sich Berthold Brecht, Walter Benjamin, Max Frisch, Man Ray, Marcel Duchamp und Johannes Itten je in Herrliberg begegnet? 

Wäre dies wichtig und bedeutend genug, um es herauszufinden?
Und wenn, was wäre dadurch zu verändern?


Sind sie gemeinsam, allein oder sind sie überhaupt die ARYANA-Strasse entlang gegangen? 


Dieses und jenes, weiss ich nicht, deshalb möchte ich es gerne in Erfahrung bringen und wissen, wie es damals war und hätte sein können: an diesem Ort Herrliberg am Zürichsee. Da ich jedesmal quasi an diese Künstler und auch Künstlerinnen denken muss, wenn oder sobald ich über die ARYANA-Strasse zur Mansarde im Dachgeschoss (Atelier) gehe, um künstlerisch zu schaffen, weiter zu forschen sowie mit künstlerischen - alltäglichen - Materialien zu experimentieren: 

«Mir geht es darum, dass Kunst schlecht, gut oder gleichgültig sein, «ästhetisch» gefallen und missfallen kann; aber egal, welches Adjektiv und Attribut dafür verwendet wird, man muss sie als Kunst anerkennen und so bezeichnen. Und schlechte Kunst ist immer noch schlechte Kunst, so wie ein schlechtes Gefühl immer noch ein Gefühl ist, doch es muss abgesprochen werden.» Und das Absprechen von Kunst findet laufend zwischen all' dem anderen statt.


übersetzt aus «Marcel Duchamp» im Kapitel «The Creative Act».


Über diese ARYANA-Strasse ist bereits dieser Bildträger aus 100% Leinen = die Leinwand ohne Grundierung und Farbauftrag getragen worden. Über die ARYANA-Strasse wurde bereits dieser Bildträger aus 100% Leinen = die Leinwand ohne Grundierung und Farbauftrag getragen. Über diese ARYANA-Strasse trugen bereits ich und ein Mann diesen Bildträger aus 100% Leinen = die Leinwand ohne Grundierung und Farbauftrag. Diese Leinwand, die ich selbst als #Bildträger und #Bildvehikel, #Bildobjekt und #Bildakt zusammen gezimmert, geheftet (Bostitch) und genagelt habe. Mit der Leinwand fängt's an und wird's vermutlich für mich aufhören, die künstlerische Forschung:en als Aufzeichnung:en: und Entwürfe mit und ohne Videoschneiderei, Schreiberei und dem heutigen MultimediaZeux, welches jede:r und jede:m im Überfluss heute kostenlos zur Verfügung steht:

Neben dem «L'art-pour-l'art» #Künstlertypus, vermutlich seit der Renaissance und Neuzeit, ist die Kunst, welche keine bestimmte Absicht und keinen [gesellschaftlichen und kulturellen] Zweck verfolgt, reiner «Selbstnutzen» sowie „die Kunst für die Kunst“;  sinngemäß „die Kunst um der Kunst willen“ oder «ars gratia artis», welches zugleich eine ästhetische Position und Haltung ist. Pierre Bourdieu benennt noch zwei Künstlertypen im Ausgang des 19. und 20. Jahrhunderts. Es sind diese: der #kommerzielleKünstler und der #sozialengagierteKünstler. 

beide Künstlertypen lassen sich ungeniert finden, somit scheint es kinderleicht:

Zurzeit möchte ich mich eher zu den sozial engagierten Künstlertypen dazu zählen wollen. Genau genommen handelt es sich jedoch um Pole, in welche sich heute jede künstlerische Produktion automatisch einbindet. Wozu ich die #Haltung, falls ich es sehe und anerkenne, auch einnehmen möchte, wenn auch nur mit einem einfach klick: registriert: auch du machst #Kunst. Die dia- und hyper- bis metametralen Polarisierungen von gewissen Richtungen im Medium, welches Internet und Netzwerksystem genannt bis heute genannt wird. Es scheint keinem Ziel, noch nur einer Orientierung der Neuen Weltgesellschaft und nächsten Gesellschaft nach nur einem Plan, Manifest und Entscheid zu folgen.  

In diese so genannten www. umgebungen und räume begebe ich mich in erster linie telepräsent schriftlich bis verbal, selbstredend selbstverständlich und natürlich, «eingespannt» und «eingerichtet» ins fotografische bis filmische (gesattelte) durch die technischen Ausstattung:en (ausrüstungen) 

Wesentlich, dem Jargon nach «eigentlich» zu sein, wird immer wieder - auch von #Künstlern - bis ins Extreme zu denken und aktiv mit den Elementen zu handeln, verlangt, erwartet und gewünscht

Fragezeichen und Ausrufezeichen sind hierbei in der Kommunikation kaum zu übersehen, da sie wie der Appell zum Inhalt der Fragestellung wirken, die auf Beantwortung sowie Reaktion wartet, wie der nächste Zug beim Schachspielen. Die Gesetzmässigkeit und Strategie der Spielanleitung, die bekannt ist und vielfach ausgelegt und angewendet werden kann:

nur geübte »Schachspieler« haben ihre Cluster für die nächsten möglichen Schachzüge im Kopf
»Meret Oppenheim«: „Guten Appetit, Marcel“ (Die weiße Königin) (1966). 
Gebackener Teig mit Rebhuhnrücken (nicht Rehrücken), Besteck, Teller, Glas mit Weinresten, Wachstuchschachbrett, Serviette, 32 x 32 x 10 cm. 
Sammlung von Foster Golstrom, gekauft 1990. Foto: Chris Puttere.
Greta Garbo with the lion mascot MGM studio in 1925
Frau = #Künstlerin, #Schauspielerin oder Kunstperformerin sowie die #Kunstforscherin sitzt vermutlich heute immer neben dem Löwen, Hirsch und sonstigem Tier ohne den Sattel für das Pferd «L'art-pour-l'art». Ungesattelt, ohne Zaumzeug und Ausrüstung wird es kaum etwas mit der Kunst, für die Kunst, durch die Kunst: #Schafe am Computer, #Hamster mit mobilen End-Geräten, sogenannten #Maschinen, die laufend Fotos, Digitalisat und Katjekte produzieren, die kaum einer (ausser evtl. die Freunde und Familie) anerkennen und absprechen. Sie kommunizieren heute ohne dazutun, jedoch mit Designations- und Reflektionswert, sobald sie von unbekannten Menschen erkannt und anerkannt werden: als (neue) soziale Plastik, Konzept- und Medienkunst oder klassisch als #Kunstwerk. Katjekte sind zwar weder Subjekte noch Objekte, sondern gleichzeitig beides: a-synchron und a-symmetrisch und so weiter - berechnete Daten  

zum einzelnen oder individuellen #Künstlertypen und hier mag der Unterschied und die Differenz liegen, die in Wirklichkeit nur eine Differenz ist. Ein Abstand, eine Unterscheidungsmerkmal, kurz, ein relationales Merkmal, das nur in der und durch die Relation zu anderen Merkmalen existiert. Die Idee von Differenz, Abstand, liegt ja bereits dem Begriff des RAUMS zugrunde. Dieses Ensembles von Positionen, die distinkt und koexistent sind, einander äusserlich.  

Kunst und Künstlertypen sind beides die Angelegenheit:en (matter) bis der Speicherplatz voll und die Speicherkapazität erschöpft ist. Nicht mehr ausreicht. Sie rechnen auch m:eine Wirklichkeit komplexer Abhängigkeiten aus. Auch dann, wenn diese erst später eingebettet und verlinkt sowie von mir weiter bearbeitet, gelöscht und überschrieben werden

Welches Bild (#Menschenbild) wäre wesentlich und eigentlich passender und treffender im Ausdruck künstlerischer und kunstschaffender Ästhetik, Position und Haltung m:eines #Künstlertypus gegenwärtig? Welches #Menschenbild wäre heute angemessener und adäquater für die zeitgenössische Gegenwartskunst? Gravatar, Avatar, Buch, Seifenblase, Profil, Salzkorn, Tonscherbe, Vita ...

Im «globalen Dorf des Internets» (kaum Herrliberg) auf den Plattformen, in den Foren und Räumen der sozialen Medien, wo es um #Hashtags, #Mehr- und #Marktwert sowie sich vieles um die Aufmerksamkeit im öffentlichen und privaten dreht. 

Die Zeit der (heiligen) #Ikonen auf den Bühnen, Plätzen und in den Strassen (Schauspiel, Oper, Film & Pop & Punk & DaDa & Video) sind vorbei. #Kleinkunst, expressionistische Ganzkörpermasken als Denkmal oder Statue oder zum Tanz in Formen des Spring- und Klickviehs. Figur:en, Skulptur:en, Statue:n, Protagonist:en und zentrale Gestalt:en sowie Profile oder Konten usw. scheinen längst vorbei und bereits überholt zu sein. ("es lebe der «Gravatar», die Leerstelle, die sich zwischenzeitlich ständig (selbst) re-produziert"). 


Denkmäler, Monumente sowie auch die malerischen Kunstwerke an Porträts und Profilen in Ahnengalerien und Museen scheinen, wie das Kunstgewerbe sowie die künstlerischen «Lebenswerke», quasi, wie aus der Zeit zu fallen und anachronistisch zu werden. Obgleich sie längere Zeit (so ca. 500 Jahre, den festen Platz und Ort in der Gesellschaft, Kultur und Religion sowie Geschichte (Historie) hatten bzw. einnehmen konnten

Nun, wird Neues kommen 

Seit den 1920iger Jahren begann es sich mehr und mehr um «das goldene Filmband mit dem brüllenden MGM-Löwen» und der lateinischen Aufschrift: ars gratia artis «die Kunst um der Kunst willen» zu drehen. Die auf jedem #Vorspann der Kinofilme aus diesem Studio «Metro-Goldwyn-Mayer» zu sehen sind. 1924 wurde es gegründet. Seitdem hat sich die «Liste der aktiven und historischen Filmstudios» erweitert. Die historischen Filmstudios  assoziiere ich in erster Linie mit den (grossen) #Kinos in den Städten und Metropolen. In den 1920iger Jahren wurde es in Berlin «BiographTheater» genannt. Heute denke ich sofort an das Biografie-Dataliteracy-WikipediaTheater, welches das Internet und alle voran Wikimedia antreibt
Film – Kino – Theater – Biografie-n – Schauspielhaus bis Schauspielräume – Unsichtbares Theater bis zum MedienTheater der Unterdrückten: politische und künstlerische Aktionsformen: Strassen- bis Wohnzimmertheater: heute das Medientheater im Internet und allen voran YouTube
Bundesarchiv 1929: Münzstrasse im sogenannten Scheunenviertel in Berlin
M:ein Biografietheater und m:eine biografischen Aufarbeitungen nehmen ihren #Anfang sowohl in #Berlin als auch an einigen anderen Orten, wozu ich hoffentlich noch kommen und schreiben werde 


Vorerst geht's mit dem Text:en und «Fotografisch» weiter
La complicité Roberto Donetta
Roberto and Linda Donetta with Their Children Brigida and Saulle, 1905-1910
Im abgelegenen Val Blenio gab es damals wenig Arbeit, und Roberto Donetta hangelt sich von Beschäftigung zu Beschäftigung (Erwerbstätigkeit), um seine immer grösser werdende Familie durchzubringen. Mal arbeitet er als Marronibrater, dann als wandernder Samenhändler. Was seine Frau währenddessen tat: Keine Spuren: Keine Ahnung:en
Wie schrecklich, entsetzlich und zweifelsfrei «ästhetisch» ansprechend als Anti-Kunst: RADIERUNG «SÄENDE FRAU» AUS EINER SERIE KRIEGS-RADIERUNGEN aus einem Buch des letzten Jahrhunderts, die heute als Quellen im Internet leicht zu finden sind. Vermutlich kümmerten sich die Frau damals so wie heute in erster Linie um's "Überleben" und versuchten zu «organisieren»

Während sich der Mann, Roberto Donetta intensiv der #Fotografie widmet. Er dokumentiert unermüdlich das Leben in "s:einem" Tal. Vergleichbar vielen von heute auf dem Berg, der Höhe der Zeit an jede:n x-beliebigen Ort auf der Welt. Und dies - trotz wirtschaftlich schwierigster und sehr prekärer Umstände - gegen den Widerstand seiner Familie und anderen - hält er an seiner #Leidenschaft fest. Er entwickelt künstlerische Ambitionen: Lichtmalerei: Inszenierungen im Fotografischen, die bis heute ästhetisch in schwarz-weiss berühren. Schwarz-weiss beflügelt meine Gedanken, aktiviert mein ästhetisches Denken stärker und emotional tiefgreifender als farbiges 


zeitgleich fiel mir dieses Buch von 1915 mit diesem Artikel zu:


«DIE TECHNIK ALS TRÄGERIN DES KÜNSTLERISCHEN AUSDRUCKS»
screenshot aus https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dkd1915_1916/0173/scroll
screenshot aus https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dkd1915_1916/0173/scroll
Vor 1916, ist in diesem Artikel zu lesen, hat der Ausdruck #Typ die Künstlerpersönlichkeiten mit und ohne Charakter noch in starke #Erregung und Aufregung versetzt. Ich möchte heute eher von #Staunen, #Ärger bis in #Wut versetzt, sprechen und dies als Ausdruck von Emotion:en, Aufruhr und Unruhe beschreiben. Denn, der darin ruhende «Wahrheitskern» ist nahezu jede:m #Künstler und jede:r #Künstlerin im Alltag heute geläufig und bekannt. Die ständige Herausforderung: (sich) zu spezialisieren und positionieren sowie Haltung zu zeigen. Haltung:en zu entwickeln: sei es als #Poet und #Philosoph, #Unternehmer und #Manager, #Erfinder und #Schöpfer, #Provokateur, #Erzähler, #Aktivist, #Macher, #Konstrukteur, #Handwerker, #Seismograf, #Early Adopter, #Gesamtkünstler, #Medium, #Forscher, #Soziologe, #Ethnologe, #Revolutionär, #Querdenker, #Heiler, #Therapeut, #Lebenskünstler, #Aufklärer, #Detektiv usw. kurz: 


«the new artist»   
neu- und selbsterfindung als «selbstverständnis» der künstlertyp:e 

Diese Resultate zu «new artist» vom 1. märz 2017 sind kaum eindeutig zu definierende oder definierte Kategorien, Funktionen, Rollen, Begriffe und Aufgaben sondern "Worte", wie viele sagen an #Typisierung:en, Etikettierungen mit und ohne Preisschild oder Stereotype, die sich bis ins Extreme ausdenken und ausrechnen lassen (mit und ohne Kalkül in einer namenhaften Liste oder Ranking). Damit oder sollte ich lieber schreiben: somit von jede:r #Künstlerpersönlichkeit bis ins Extreme gedacht - ausgedacht - behandelt werden könnte. Bei der Präsentation dieser Studienergebnisse durfte ich zu gegen, direkt und konkret vor Ort im Publikum an der «ZHdK» mit anschliessender Podiumsdiskussion leibhaftig anwesend sein. Vor 5 Jahren waren keinerlei Erregungen oder Aufregungen sowie Unruhe im Publikumsraum zu spüren. Keine dazwischen sprechende Tumulte unter den anwesenden & versammelten #Künstlerpersönlichkeiten wahrzunehmen sowie festzustellen. In den Pausengesprächen kam es kaum zu Widersprechen, Kritik oder einem sich Aufregungen. Diesem wissenschaftlichen sowie akademischen Ansatz nach, wurde - in erster Linie - konzentriert zugehört und interpretierend, erklärend und ausführend gesprochen, um im Anschluss an den Vortrag bzw. die Vorträge sowie zu den Folien im Einzelnen interessierte Nachfragen zu hören und diese zu beantworten. Zu den Resultaten wurden durch einzelne aus dem Publikum interessierte Nachfragen ad hoc formuliert und gestellt: 

https://thenewartist.net/wp-content/uploads/2017/03/The-New-Artist-Resultate-Ku%cc%88nstlerbefragung.pdf 

Ausgehend von den tradierten Rollen- und Funktionsvorstellungen, Mythen, Lebenden, Künstlerbiografien oder -autobiografien und diesen Resultaten der Befragung 2017 zu #KünstlerTypen werden ebenso bis heute 2022: #Haltung:en, #Argumentation:en und #Durchsetzungsstrategie:n von Künstlertypen produziert und öffentlich ausgestellt

Anwesende:n, teilnehmende:n, teilgebende:n und somit preisgebende:n Künstler_*in-nen im #kunsttalk experiment sind kaum an ergebnissen und studien interessiert? zwischenzeitlich wird zwar einiges durch social media - in erster linie twitter -angesprochen bzw. angeschrieben und soweit wir möglich öffentlich diskutiert und kommentiert.

in Form von #Paratexten, Live-Archive:n und fluiden Paratexte:n als inszenierbares NOTIZ- oder TAGEBUCH für #Schriftsteller*innen, #Poet*innen and WRITER 
«twitter – die neue form des paratextes» – #zettelkastens mit notizen
entzückend: Vorliebe & Leidenschaft & Passion für’s japanische wird gesehen sowie unterstützt oder beflügelt, wie vier Parfümflakons. Hier wirbelt der Duft sogar
auf Kreisbahnen, wie Planeten: #Kintsugi mit 金継ぎ, dt. „Goldverbindung zum flicken“ Kunsthandwerk: Kunstgewerbe: Kunstbetrieb: Kunstsystem: Kunstmarkt usw.
«verschleierndes» & «verschleiertes» Portraitmalerei – neo-figurative Malerei KI/AI
die #Typ:en und die #Schriftfarbe diese Textes in grün #00ff00 gesetzt. Den Hintergrund passend in schwarz geändert, angepasst und formatiert, damit es lesbar bleibt. Um zur #nextsociety.ch #Fussnoten und zu der Fussnote 6 - Strukturformen beizutragen und diese preiszugeben. Welches sich jetzt noch offensichtlicher «assoziativ» und zufällig ergibt und in #Zukunft ergeben wird:


the distinguished travel writer #katharinavonzimmern kunst figur art figure

#kunsttalk

fragestellung:en parallel entwickln sowie zuhören 
"Wie sehen sich #Künstler*innen - im Einzelnen - heute überhaupt mit diesen speziellen Rollenbildern, Erwartungen und Anforderungen sowie Funktionen eines Künstlertyps "the new artist" konfrontiert?"

"Wie sehen sich #Künstler*innen - im Einzelnen - heute überhaupt mit diesen speziellen Rollenbildern, Erwartungen und Anforderungen sowie Funktionen eines Künstlertyps "next society" konfrontiert?"


 
       Und falls ja, wie und in welcher #Form werden die Anforderungen sowie die Erwartungen an den spezifischen #Künstlertyp heute überhaupt kommuniziert und nach welchen Merkmalen identifiziert?

Welche Erwartungen und Anforderungen gehen von der #nextsociety aus (ausser eventuell in #Fussnoten Erwähnungen zu finden oder nach einem Manifest Plan oder Programm sowie Konzept konkret) vorzugehen?

Welche Rolle spielt das Unfertige, Vorläufige und noch nicht fertig gestellte und offene Kunstwerk als alte und neue soziale Plastik? Welcher Wert und Mehrwert wird dem nicht abgeschlossenen, re:parierten und wiederhergestellten sowie re:produzieren bei gemessen? Der Kopie, der Blaupause, dem schnell gemachten?

Welche Bedeutung:en und Mehrwert:en werden Tongefässen (Eisengefässen: Vase:n, WOK, Gläsern, Übertöpfen etc.), blauen Erdbeeren und Schrifttypen usw. «symbolisch» und «ästhetisch» kulturell, historisch und gesellschaftlich zugeschrieben?

Sehen sich #Künstler*in-nen heute selbst in diesen Rollenbildern des (eines) speziellen #Künstlertyps? Welchen Typus möchtest du realisiert und verwirklicht sehen? In wie weit fühlen sich #Künstlertyp:en heute - durch die Gesellschaft:en - in spezifische Rollenmuster und Stereotype gedrängt? 

Wer beurteilt, entscheidet und erkennt deinen #Künstlertyp an? 
Wer erkennt, die von dir entwickelte #Kunstfigur, an?

Welche #Künstlertyp:en und #Kunstfigur:en werden für die #nextsociety relevant und von ihr anerkannt?

Inwieweit wird die Freiheit im und zum Gestalten des Images nach Rollenmusters eines Künstlertyps und einer Kunstfigur garantiert? Können die entsprechenden Rollen:MUSTER:wechsel des #Künstlertyps oder der #Kunstfigur selbst (selbstständig) in der #nextsociety vollzogen werden? 

Die aufkommende Kreativ- und Designwirtschaft sowie der Buchmarkt fordern laufend das traditionelle und klassische Verständnis der Funktion, der Rolle und der Aufgabe der Solo-Künstler*in-nen als #Künstlertyp heraus? z.B. https://graphic-novel.info/was-sind-graphic-novels/

Welche Chancen und Risiken verbinden sich mit der #Ökonomisierung künstlerisch-forschender Tätigkeiten des #Künstlertyps in der #nextsociety (mit KI/AI/NFT) im Internet?

#Künstlertyp: #Poet und #Philosoph oder #Unternehmer und #Manager usw. sind für die #nextscociety mehr gefragt als der Mensch als spezialisierter #Künstlertyp oder der Mensch an sich als Künstler? 

Zeigt sich jede anwesende und telepräsente #Künstlerpersönlichkeit im #kunsttalk automatisch in diesem Trend:              

the new artist

wird jede-r poetisch, philosophisch bis unternehmerisch usw., der mit dem #kunsttalk - interaktiv - radikal konstruktiv und konkret kommuniziert?
nächster #kunsttalk dienstagabend bis in die nacht 22:00 uhr und darüber hinaus ...
https://drive.google.com/file/d/1GWeDjXO6_oxEz4OANpwJk3OE5Zpc70R9/view?fbclid=IwAR3TMQTQV9ja0xSMHfLX4DK644NrVJ694GhK3zc6i7yPhu7_zxY6umB47X8 


Häuschen für jede:n, um von zuhause aus #Kunst zu machen und nach Hause zu kommen 


der Schrein für die Reliquien, die von der Decke herunter baumeln, sich drehen und kreisen und die nur erkannt werden, wenn der Hinterkopf weit zurückgezogen wird, so dass die Augen und der Blick (fast senkrecht) an die Decke und ins Firmament reichen 
und sofort könnte jede-r Vorschläge zu Verbesserung:en dieser Fotografie:n und dieses Text:es im ästhetischen, literarischen, poetischen, künstlerischen und wissenschaftlichen offeriert werden: wie diese Typ:en und Anteil:e: attraktiv:er - imposant:er - wirkungs- bis effektvoll:er - und noch störend:er, schneidend:er oder brüchig:er bis auflösend:er ins Fotografische als ein #Bild zu setzen und zu bearbeiten seien oder wären. 

Ideen, wie #Digitalisate und #Katjekte, heute - gegenwärtig: syn- und synchron künstlerisch weiter zu bearbeiten sind. Um Häuschen, Schrein und dem vorläufigen Zuhause und dem Wohnraum für #die Kunst und die #Caramelstückchenlagerung:en oder #Salzkriechanlage:n zu bauen sind: 

kleben - schneiden - basteln - richten - flicken

versenden - schreiben - entwerfen 

konstruktiver zusammen zu setzen, stellen oder zu legen und zu lagern wären - ohne die künstlerische Praxis selbstverständlich und natürlich zu unterbrechen, noch auszustellen: die zugleich auf die Reise durch's www (wwvww) Welt gesandt, versendet und mit gegeben wird - millisekundenschnell

neue #cuts, #shorts und #trailer werden (devianter)?

trailer zum #kunsttalk 
https://kunstderkunsttherapie.com/2020/06/18/kunsttalk-2-5-am-30-06-2020/
Der Maler Willi Baumeister (1889-1955) schrieb in seinem «Essay» und nicht in das rote Buch:

«Das Unbekannte als zentraler Wert» 
"Der Künstler kann nichts"
               
In diesem von Baumeister entworfenen Modell der #Formung bescheiden sich #Künstler mit der Rolle der #Anstossenden:

(für einen zu bestimmenden #Künstlertyp und nicht für den spezifischen #Künstlertyp, sondern für den .... f¨r #diekunst)

Künstlerische Forschung zur Post-Radiokunst – Vom Hörspiel zum Podcast

"Ein bestimmter Typ spekulativer Mensch" projiziert 
die Vision 
als das #Objekt (#Gegenstand, #Form, George Spencer-Browns #Formkalkül oder #Katjekte = qualitative Mathematik, Geometrie, Thema und umrissenen Gestandsbereich, next issues usw.) sowie das #Unbekannte als #Bewegung ((Antiform, die wie der Lufthauch, Flügelschlag und Windzug oder das Ping m:ich aufmerksam werden lassen für Wahrnehmung:en: die eigenen Emotion:en zu ästhetischen Eindrücken: wie Staunen, diffuse Erregungen, Freude, Furcht oder Angst, Wut oder Ärger)) und lässt das in Gang gesetzte auf dem Weg zum "Scheinziel" aber los und beobachtet, wie es die #Startbahn ins Weltall verlässt 

"Das vorangestellte Ziel fungierte nur als Reiz", um es mit der ausgelösten Bewegung treiben (fliegen) zu lassen. Genau darin, im #Loslassen (#Aufhören), in der Aufgabe der #Kontrolle, der #Arbeit liegen heute die Herausforderung:en. Am #Verschwinden der eigenen #Autorität, dem #Verlust der #Projekte und der #Projektion sind heute die #Herausforderungen für die #künstlerischerArbeit:en zu sehen und zu beobachten. Baumeister meint, dass auch das Unbekannte (Antiform, Unwissen, Unbewusstes usw.) nicht statisch und absolut sei, sondern beweglich und veränderlich. Es äußere sich in der Vielzahl von Erscheinungs- und Anschauungsformen des Werdens und Vergehens. So wird das Leben zur ständigen Metamorphose (#Metamorphose:n). 

Anstatt sich im Projekt lieber haushaltend im Kreis zu bewegen und herum zu zirkeln, um bei Zielen anzukommen, die am Anfang der Bewegung bereits bekannt waren, geht es heute darum, die #Vision zu verlieren. Das Ziel wäre verloren. Doch der Verlust wäre das Gegenteil von Mangel:

#Installation:en
#Malerei:ei:en
#Zeichnung:en
#Skulptur:en, Plastik:en = Neue Soziale Plastik:e:n
#Fotografie:n
#Photographie:n
#Mixed Media Medien
#Objekt:e, Assemblage:n
#Fotocollage:n
#Ambient Art
#Konzept Kunst
#Konkrete Kunst
#Poesie:n
#Video, Film:e
#Short cut:s
#Druck:e, Grafik:en
#Radierung:en
#Performance
#Aktion:en
#Bildakt:e
#Textkunst, Texte zur Kunst 
#Schrift:en, Sprache:n 
#Hier und Jetzt in Büchern
#Collage:n, Gegenüberstellung:en - Zusammenstellung:en: #Komposition:en
#Konstellation:en, #Kooperation:en, #Kollektiv:e
#Computer- und Medienkunst
#Transdisziplinäre Praxis, die nie ausgestellt und abgestellt wird 
#Sound Art, Klang, Musik 
#Salzkriechen
#Tongefässe, Vase:n
#Gläser: das grosse Glas 
#Kintsugi mit Gold 
#Restaurationskunst
#Partizipationskunst
#Socially engaged art via Zoom & YouTube: neue soziale Gallerie:n
#Street Art #New Public Art (#Land Art) 
#OpenArt via twitter
#Scherben via twitter

Zeitgenossen von Willi Baumeister 

Von matter birgit

Pilotprojekte
#nobreadlessart
#keinebrotloseKunst
#KatharinavonZimmern
#kunsttalks
#kunst

visual arts - art and scientific re-search arthistory
contemporary performance art
Project: #16

12 Antworten auf „künstler_in*nen-typen heute“

Guten Abend, Brigit Matter

Herzlichen Dank für Deine Antwort.

Ich stelle mir vor, dass das Subjektive, als ein Moment, der Wissenschaft, und zur Deutungshoheit der Geschichte der Menschheit, ihr nicht geheuer sein kann.

Und da ich und andere, (meine Behauptung) dem Unbewussten nicht wissen können, bleibt jedem der Mutterleib, aus dem er gekommen, ein Wortkonstrukt, nur in der eigenen Phantasie, so annähernd der Wirklichkeit, nach der eigenen Geburt erfahrbar.

Ich denke Heimat hat damit zu tun, dass ich es mir vermag, mich der Welt anzupassen und mit dem Unbewussten ( unter seiner Führung ) zur Einsicht, von Welt und Seele mich verantworten kann.

Nicht das aussen, Geld, Status, Besitz und Macht, nicht der Vergleich, kein Lehrsatz, kein Wegweiser führt zum Frieden mit mir selbst.

Herzliche Grüsse
Hans

Gefällt 1 Person

Guten Tag, Brigit Matter

Heimatlos
in einer befestigten
vom Wohlstand
besessenen
Gesellschaft

zum Seelenbrot
die tägliche Arbeit
an dem
vor Jahrtausenden
alten Sauerteig

der Nahrung
für sich
vielleicht auch
für die anderen

dem Geben
in allem
was man hat
ohne Lohn
und Anerkennung

Liebe Grüsse
Hans

Gefällt 1 Person

Guten Tag, Hans Gamma

in griechischen Majuskel und Minuskel

werden
heimatlose
herumziehende, reisende und vagabundierende
Nomaden (Angehörige eines Volkes [von Hirten])
Jenische
Fahrende
Roma usw. benannt.
Die Roma sind ein frühes Beispiel für ein vereinigtes Europa.
Sie sind Europäer, grenzenlos, denn sie haben die Revolution
des Nationalismus im 19. Jahrhundert in Europa nicht mitgemacht!

Flüchtende bis Flüchtlinge

Heimatlose Grossstadtnomaden

Wohnsitzlose

Obdachlose

Clochard, die nach einem alten französischen Rechtsgrundsatz
durften Arme auf den Märkten nach dem Läuten einer Glocke die auf dem Boden
liegenden Reste an sich nehmen, ohne bestraft zu werden. Heute darf man ohne bestraft zu werden über die Beine der Clochards steigen,
die auf dem Bürgersteig in St. Martin – mit und ohne – Unterlagen liegen, um das Café zu betreten. Der heimelige, warme und geschützte Ort, der so gut duftet. Jede-n der wohlständigen Gesellschaft nicht nur mit Nahrung versorgt, sondern mit raffinierten, süssen bis extravaganten Speisen.

Zum Seelenbrot
wird Konfitüre am Morgen gereicht.
Speck und Eier zu Mittag,
sowie Wurst und Käse am Abend geben, so isst Europa.
Wurst- und Käsesalat wäre auch möglich – tönt & klingt jedoch – zu unromantisch.

Weist eventuell auch zu sehr auf die Entwurzelung und erzwungene „Landstreicherei“
großer Teile der Bevölkerung hin.
Darunter die brotlos gewordenen Soldaten.

In der Psychoanalyse ist der Mutterleib die Urheimat.
Eventuell auch in manchen Religionen, Kunstreligionen bis -diktaturen, dies wäre zu evaluieren.
Jetzt bloss die Annahmen:
Wir alle verlassen diese Heimat; deshalb sind wir wandernde Wesen.
Heimatlos.
Eine solche Sicht der Dinge hat durchaus politische Konsequenzen für Europa.

Liebe Grüsse
Birgit

Danke, Hans für deinen inspirierenden Kommentar

Gefällt 1 Person

durch Andreas Peschka @Von schwankungsweite wurde zusätzlich zu Heimatlos die nicht Sesshaften angemerkt: die seit 1828 in Rotwelsch das Wort Kunde mit der Sonderbedeutung „wandernder Handwerksbursche, Bettler, Landstreicher“ belegen. Hieran anknüpfend verwendet die Rotwelschforschung seit dem 19. Jahrhundert die Bezeichnungen Kundensprache und Kundenlied für das sondersprachliche Wort- und Liedgut dieser Sprechergruppe, während im Sprachgebrauch der Sprechergruppe selbst seit 1906 die Eigenbezeichnung Kundenschall belegt ist und speziell das Rheinische Wörterbuch den Terminus Kundensprache allgemein für sondersprachlich-rotwelschen Wortschatz im rheinischen Sprachgebiet, ohne spezielle Zuordnung zu einer sozial definierten Sprechergruppe, verwendet.

nicht sesshafte wandernde Handwerksburschen bis Zimmerleute, Bettler und Landstreichen
KUNDEN so zu sagen
denen mit Kundenfreundlichkeit und Kundenorientierung begegnet wird?

Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..