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marcel duchamp c kaffeemühle moulin à café coffee mill coffee grinder

Ein älterer Mann sitzt entspannt auf einem beigen Sessel in einem Raum mit großen Fenstern. Er hält eine Hand hoch, während er eine Zigarette raucht. Vor ihm steht ein Schachbrett mit auffälligen Figuren.
Ein gemaltes Stillleben der Kaffeemühle, das verschiedene Elemente wie die rotierende Kurbel und die obere Förderschnecke darstellt, in verschiedenen Farben und Formen. Die Komposition verbindet mechanische Aspekte mit traditioneller Darstellung.
International gehört der Trichter zur Kaffeemühle, in den die Kaffeebohnen einzufüllen sind. Anfangs war dieser Trichter eher flach und tellerartig gestaltet, später wurde dieser erhöht: eckig, konisch, trichterförmig, rund, oval, ei- bis glockenförmig – je nach Modell - . Zunächst blieben die Trichter offen – dann erhielten die meisten Einfülltrichter eine bewegliche und verschiebbare Abdeckung. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg WK II verschwanden die Einfülltrichter teilweise oder fast vollständig im Innenraum der überwiegend würfelförmigen Kaffeemühlen aus Holz. Kaffeemühlen unterscheiden sich durch die Form ihrer Kurbeln: die frühen Modelle wirken schmucklos und hatten häufig abnehmbare Kurbeln.

Im romantischen Biedermeier fand sich allerlei Zierrat an den Kaffeemühlenkurbeln, für die Kurbeln der Gründerzeit standen Barock- und Renaissance-Elemente Pate und in der Epoche des Jugendstils. Arts and Crafts Movement etc. waren die Kurbeln mit floralen Schmuckelementen übersät und verziert.

“Es gibt keine 'Dekoration', noch 'Ornament', diese Begriffe kann man vergessen", sagte MD zu Lydie. Wir stellen Möbel in die Räume, mehr nicht. Man sollte die Dinge kaufen, die man für sein Wohlbefinden braucht. Dafür muss man sich auf das absolut Notwendige beschränken, Überflüssiges vermeiden. Einrichtung muss nützlich sein." [...]

"Im Winter kann man Tierfelle auflegen, das ist warm und gemütlich. Im Sommer nimmt man Stroh- und Schilfmatten,
dass ist schön kühl."

MD bereitete es Vergnügen sich Haushaltgeräte aus anderen Materialien als Porzellan oder Keramik und andere Formen als runde Teller auszudenken. Die emaillierte Bettpfanne zum Servieren des Hasenbratens analog zum Urinal, welches er Fontaine - Brunnen - nannte. Oder den Punsch für die
Gäste aus einem Schirmständer zu servieren.

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Marcel Duchamp: Iconoclaste et Inoxydable (dir. Fabrice Maze, 2009). Documentary. (PART 3/3)

4 Antworten auf „marcel duchamp c kaffeemühle moulin à café coffee mill coffee grinder“

Ob der Herr Duchamp wußte, dass noch meine Eltern das Töpfchen, auf dass wir als Kinder zu sitzen kamen, ein Potschamperl nannten? Womöglich, schließlich blieb es ihm vorbehalten, als erster ein ähnliches Ding, wenn auch nur ein Pissoir, in die Ausstellungsräume des Museums zu transferieren.
Und ja, es ist immer etwas Besonderes um eine Erstleistung, die immer mit Mut und Originalität der Idee einhergeht. Was man in diesem Fall einem Nachahmer zurufen möchte ist naheliegend.

Marcel Duchamp war nicht der Erste, der das Pissoir ausgestellt hat! (Zudem saß er in der Jury, welches viel nicht erwähnen, obgleich es eine wichtige Rolle gespielt hat). Dies war nicht und in gar keinem Fall seine Idee, sondern die Idee von Elsa von Freytag-Loringhoven https://youtu.be/QG7MJcHgVkw? si=PwOa9as7tXupj7yx, der sogenannten „Dada – Baroness“, die der damaligen Avantgarde und dem Künstlerkreis angehörte und zur Bewegung zählte. [Pop löscht Avantgarde]. Und das Besondere um die Erstleistung, das Original und die Originalität der Idee in der Kunst sind oft das Thema in der Kunst und auch Kunst – Therapie. „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ ist der|das Essay geschrieben von Walter Benjamin im Exil 1935, der sich mit der Idee und künstlerischen Eigenleistung in der Moderne auseinandersetzt. Da diese Objekte [Ready-Made] offenkundig beanspruchen, Kunstwerke zu sein, muß sich dieser Anspruch {hier ist der Anspruch wieder} auf irgendetwas gründen. Anscheinend gründet er aber allein darauf, daß diese Dinge, dies Zeug und diese Gegenstände eben selbst genau diese Frage stellen. Die Frage also, wie es überhaupt möglich sein kann, daß sie beanspruchen, Kunstwerke zu sein. Die Kunst scheint hier die Frage nach den Bedingungen ihrer eigenen [eigentlichen] Bedingungen aufzuwerfen …

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