Die Kunst des Lesens: Komfort und Ästhetik mit gestiegenem »Pegel«, auf dem sich kokett-kackige »Sprüche«, wie z.B. die »Kompostbilder« auf X vorlesen lassen.
Mit einem hohen Reflexionsgrad des einen Ich-Erzählers, der jederzeit bereit ist, insgesamt die Angelegenheit breiter zu machen. Ich beginne. Die Dynamik der Gruppe offenbart: #kunsttalk »Feierabend« ist kein Vergnügen, sondern Arbeit. Auch, falls diese Spaß und Freude machen sollte.
Ein Begriff, wie der des Privateigentums, so wie wir ihn heute verstehen, hat sich über einen längeren Zeitraum entwickelt, wobei wichtige Phasen im 16. bis 19. Jahrhundert liegen. Ursprünglich gab es unterschiedliche Formen des Eigentums, die sich im Laufe der Geschichte wandelten
Für ein Lesebuch hat es nicht gereicht, ist das Format relativ zu breit. Begründen lässt es sich mit dem großen Schriftgrad, der einer jungen Leserschaft entgegenkommt. Der linksbündige Flattersatz ohne Trennungen erscheint bis heute bemerkenswert, ist aber ebenso plausibel wie die Seitenbreite.
Damit umgeht man die Gefahr eines löchrigen Blocksatzes; ohne Trennungen vermeidet man Lesebremsen.
Dieser Komfort wird mit Einbußen in der Formalästhetik der idealen Flatterzone erlangt.
Der Satzspiegel samt der aufrechten, unauffälligen Serifenschrift ist weit entfernt von einer sogenannten Bleiwüste, welches eine »Hermes Baby« bis heute produziert. Mitsamt der schwarzen Fingernägelkuppen, obgleich es mit - ich könnte auch in rot - muss aber nicht sein.
Ich schreibe auf der Maschine, die mir nicht gehört, soweit meine dringlichste Mitteilung.
Großer Zeilenabstand und breite Stege wirken der Lesemüdigkeit entgegen. Anregend ist die graue Schmuckfarbe des Papiers – sowohl in den fetten, serifenlosen Seitenzahlen dieser Illustrationen.
Die Dosierung der stilistisch homogenen Illustrationen im Fotografischen und Filmischen ist im Verhältnis zum Textkorpus so, dass es einerseits nicht zu einem Bilderbuch wird; andererseits fungieren die doppelseitigen, allseitig angeschnittenen »Bleistiftillustrationen« als regelrechte Bühnenbilder.
Die Illustrationen werden auf jeder der Textseiten platziert: als Vignetten oder freistehende Zeichnungen, dann wieder als offene Zeichnung von einer Kolumne im Formsatz umgeben. Und immer wieder zwischendrin diese kleinen fiesen Stechmücken als Ornament. KEINE SCHWALBENSCHWÄNZE, DIE ALLGEMEIN GEWÜNSCHT UND ERWARTET WERDEN.
Aber der Wolf da draußen, das ist die unbestimmte Angst da drinnen.
der Brief, dein Brief hat den Nachmittag über in der Sonne gelegen, erwärmt durch die schwarze Tonfigur
21. april 22. april 23. april
Und der Haifisch, der hat Zähne Und die trägt er im Gesicht Und Macheath, der hat ein Messer Doch das Messer sieht man nicht.
Die Moritat von Mackie Messer II
Der Brief duftet, dies Papier UNGLAUBBLICH, es verströmt mehr als Zeitgeist
24. april 29. april 17:24 31. mai 17:21
Performativer_Widerspruch
Dieser Text vermittelt komplexe Gedanken zur Lesekunst und Ästhetik, setzt sich jedoch manchmal etwas schwerfällig anhand der Spuren und Hinweise mit den Themen auseinander.
Hier sind die Verbesserungsvorschläge:
- Versuchen Sie kürzere Sätze, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
- Fügen Sie klare Absätze hinzu, um unterschiedlichen Themen mehr Struktur zu verleihen.
- Überarbeiten Sie die Einführung, um den Leser sofort zu fesseln.
- Erklären Sie spezifische Begriffe oder Konzepte, die möglicherweise nicht allgemein bekannt sind, um breitere Leser anzusprechen.
- Vermeiden Sie unnötig komplexe Formulierungen und Aussagen, um den Fluss zu verbessern.
umherziehender, auf Jahrmärkten auftretender #Sänger, der auf einer Holzbank steht und mit einem Stab auf eine große bemalte Leinwand zeigt, wobei er die primitiv abgebildeten Ereignisse erläutert.
Dies ist ein Brief nicht, der mit der Post nach Hause kam!
Dies wird ein Song. Grundsätzlich und prinzipiell finde ich, dass es eigentlich egal ist und zu sein scheint, was das ist was ist; ob es nun ordnung ist oder nicht oder was anderes. - - - prinzipiell {es scheint zu funktionieren} - _ - _ - _
erforsche ich meine begrenztheiten und grübele nicht ins uferlose; besser: ich bringe mir bei mit meinem uferlosen nichtwissen (wie ist mein nichtwissen grundsätzlich von einem nichts zu wissen abzugrenzen, zu differenzieren?)einen umgang zu finden, als mich/mir mit meinem bisschen wissen eine welt erklären zu versuchen, die keine und zwar gar keine erklärungen von mir/oder meinem ich verlangt, keiner und zwar keinerlei erklärungen bedarf.
gerade durch meine reflexion, meine möglichkeiten der reflektion und meinem denkvermögen sollte ich eigentlich frei sein. wählen zu können, ob ich denn die welt ergrübeln will oder nicht.
für mich und mein denken gibt's optionen, der geist wärmt nicht; denken macht auch traurig, dass hat mir in der schule und sonstwo keine:r gesagt und mitgeteilt. denken lässt mich alleine, leer und erschöpft zurück - vielleicht wäre es ein schönes thema für den nächsten brief.
6 Antworten auf „»die geschichte beginnt dort: vorort»“
Lesen ist eine Reise
in Vergangenheit und Zukunft,
schreiben ist?
Aufgrund des Kommentars von Pierroz
Patient Pierroz: Eine fiktive oder künstlerische Figur, die in Zusammenhang mit dem „Kunstsanatorium Zürich“ und der Plattform Vitaltransformer [Kulturmagazin] steht. Diese Figur wird in einem kreativen Kontext beschrieben, der sich mit Musik, Lyrik und Performances beschäftigt, oft mit einem provokanten oder philosophischen Unterton.
Pierroz (Musiker): Ein Schweizer Künstler, geboren in den 1960er-Jahren in der Zürcher Agglomeration, bekannt für seine „brutalen“ Lieder und eine raue, performative Ausdrucksweise, die er selbst als „De-formance“ bezeichnet.
De-formance ist eine Form der Performanz.
Dysfunktional ist eine Form der Performanz.
Post ist eine und die Form der Performanz.
Die deutsche Regierung rechnete mit Gasangriffen gegen die #Zivilbevölkerung.
Entsprechende Schutzmittel waren für alle Altersgruppen vorgesehen. Jedem Volksgenossen seine Volksgasmaske (Volkskörper) lautete daher ein Werbespruch des Reichsluftschutzbundes. Für jeden Bewohner eines Hauses sollte eine Maske vorrätig sein. Alliierte Gasangriffe erfolgten nicht, obgleich Winston Churchill diese erwogen hatte. Winston Churchill ist der, welcher im Zukunfthaus (der Zunft zur Meisen) in Zürich am Münsterhof übernachtete. Sir Winston Churchill hielt sich vom 23. August bis zum 20. September 1946 in der Schweiz auf. Dass dieser Besuch des britischen Kriegspremiers überhaupt zustande kam, ging auf eine Initiative von Charles Montag aus Winterthur zurück, der 1915 an der Französischen Riviera Churchill Malunterricht erteilt hatte.
{Blau ist eine und war seine beliebte Wahl für professionelles Geschirr und die Pigmente für seine Malerei. Frische Zutaten heben sich von der Farbe ab und sorgen für eine atemberaubende Präsentation der Speisen und den „Wow“-Moment, wenn die Gerichte auf den Tisch kommen. Die Auswahl an Blautönen ist riesig. Lassen Sie sich von den untenstehenden Produkten, der Malerei und den »blauen« Bildern und Pigmenten inspirieren}.
Danke: Lesen ist Kunst »intime« Kunst im Verborgenen, (in Stille, möchte ich schnell sagen, obgleich es nicht stimmt), danke vielmal für diese weitreichenden Kommentare;;
…und dann ward mir schwindelig als ich aufstand, und am rechten Fuss begann es zu kribbeln – irgendwas schäumt da unten, könnte man meinen. Es geht auch ohne Meinen, ohne Meinungen – ich las die Anordnungen, klappte den Dienstordner zu und schob ihn zurück ins Regal – aktualisieren können auch andere – von mir wird nicht mehr viel erwartet
Ich badete in einem See voller Selbsttäuschungen, was angenehm war, besonders was die imaginierte Wassertemperatur betraf: ich hätte mir sonst die Nieren oder die Blase oder sonstwas erkältet – noch immer viel Körper, zu viel eigentlich und lästig obendrauf – nur ein Bad ohne Körper in einem See voller Selbsttäuschungen ist dann auch wieder nur mit sehr viel zusätzlichem Aufwand realisierbar – aber davon später… (so heisst es oft in den Romanen von Dostojewski, wenn irgendwas schon bis ins Unkenntliche verwortgefechtet worden ist und man als Leser sich wirklich nicht mehr vorstellen kann, was jetzt noch kommen soll)
Wie auch immer, die Leser sollten nun gefesselt sein, und ich werde alle zum Teufel jagen, die die Gefesselten befreien versuchen – Schwalbenschwänze sollen ihnen (den Gefesselten wie den Befreiern) auf der Nase kitzeln, aber preschen wir doch lieber gleich zu den Optionen vor: eine Bleiwüste finde ich noch immer ein sehr gutes Angebot, Flattersatz auch – das Flattern an sich (egal, ob um eine Lampe oder auch ohne) finde ich eine passable Lösung für zwischendurch
Lass uns flattern, flatterhaft sein – dagegen ist das Denken, die Denkerei, das Grübeln eigentlich nur da, damit man etwas hat gegen das man angehen kann – ohne Widerstand, ohne Reibung, keine Hitze, kein Feuer – Ungekochtes würde uns auf dem Magen liegen und wir würden uns am Boden in Krämpfen winden – egal, auch das ist nicht weiter schlimm – irgendwann stehst du wieder auf, vielleicht ist dir ein wenig schwindelig und dir kribbelt der rechte Fuss. (frag mich nicht, warum im rechten und nicht im linken – es tut nichts zu Sache)
dem Rechner diktiert am 2.6.2025
Herzliche Grüsse Patient Pierroz
Nachtrag: zugegeben, das sind Nachrichten aus einer sehr, sehr kleinen, reduzierten Welt. Einer, die, so nehme ich an, mit Absicht auf eine äusserste Kargheit reduziert worden ist – weshalb diese Reduktion? – Aus erster Linie aus Selbstschutz, obwohl auch diese reduzierte kleine Welt ein permanentes »Zu viel« darstellt/verursacht – ein Laborieren ohne Unterlass zu Gunsten einer weiteren Reduktion – sowie andere an einer Gewinnoptimierung arbeiten – könnte als zwanghaft bezeichnet oder einfach aber auch als Ausdruck eines noch einigermassen intakten Überlebenstrieb akzeptiert werden
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre) – die Gegenwart als Ereignisse ausserhalb an Gewürzfenchel eierabsetzende Schwalbenschwanz-Schmetterlinge definiert, muss als unerträglich/ungeniessbar abgelehnt werden: …dabei fällt ein Pappkoffer »auf den Perron, zerschellt und entleert seinen Inhalt. Spielzeug, ein Nagelnecessaire, angesengte Wäsche. Zum Schluss ein gebratener, zur Mumie geschrumpfter Kinderleichnam, den das halbirre Weib mit sich geschleppt hat als Überbleibsel einer vor wenigen Tagen noch intakten Vergangenheit.«
(Tagebuch-Eintrag 20.8.1943 Friedrich Reck / »Luftkrieg und Literatur« von W. G. Sebald entnommen)
Lesen ist Kunst intime Kunst im Verborgenen, Vorlesen ist Kunst, die beobachtet und beachtet werden will. Beides verdient Respekt. Muß man aushalten können, auch von der Stimme her, sonst wird das nichts mit dem Vorlesen, dem lauten Lesen, dem Vortragen, dem Betonen. Macht es einer gut, so ist es, so kann es ein Genuß sein. Wird einer im Duktus zu aufdringlich, zu fordernd, nervt er irgendwann. Will er sich aber zurückziehen, nicht mehr der Künder eines Textes ein, sondern sich dahinter verberg, wird’s auch nichts.
Jeder Mensch trägt seine Geschichte mit sich herum.
6 Antworten auf „»die geschichte beginnt dort: vorort»“
Lesen ist eine Reise
in Vergangenheit und Zukunft,
schreiben ist?
Aufgrund des Kommentars von Pierroz
Patient Pierroz: Eine fiktive oder künstlerische Figur, die in Zusammenhang mit dem „Kunstsanatorium Zürich“ und der Plattform Vitaltransformer [Kulturmagazin] steht. Diese Figur wird in einem kreativen Kontext beschrieben, der sich mit Musik, Lyrik und Performances beschäftigt, oft mit einem provokanten oder philosophischen Unterton.
Pierroz (Musiker): Ein Schweizer Künstler, geboren in den 1960er-Jahren in der Zürcher Agglomeration, bekannt für seine „brutalen“ Lieder und eine raue, performative Ausdrucksweise, die er selbst als „De-formance“ bezeichnet.
De-formance ist eine Form der Performanz.
Dysfunktional ist eine Form der Performanz.
Post ist eine und die Form der Performanz.
Die deutsche Regierung rechnete mit Gasangriffen gegen die #Zivilbevölkerung.
Entsprechende Schutzmittel waren für alle Altersgruppen vorgesehen. Jedem Volksgenossen seine Volksgasmaske (Volkskörper) lautete daher ein Werbespruch des Reichsluftschutzbundes. Für jeden Bewohner eines Hauses sollte eine Maske vorrätig sein. Alliierte Gasangriffe erfolgten nicht, obgleich Winston Churchill diese erwogen hatte. Winston Churchill ist der, welcher im Zukunfthaus (der Zunft zur Meisen) in Zürich am Münsterhof übernachtete. Sir Winston Churchill hielt sich vom 23. August bis zum 20. September 1946 in der Schweiz auf. Dass dieser Besuch des britischen Kriegspremiers überhaupt zustande kam, ging auf eine Initiative von Charles Montag aus Winterthur zurück, der 1915 an der Französischen Riviera Churchill Malunterricht erteilt hatte.
{Blau ist eine und war seine beliebte Wahl für professionelles Geschirr und die Pigmente für seine Malerei. Frische Zutaten heben sich von der Farbe ab und sorgen für eine atemberaubende Präsentation der Speisen und den „Wow“-Moment, wenn die Gerichte auf den Tisch kommen. Die Auswahl an Blautönen ist riesig. Lassen Sie sich von den untenstehenden Produkten, der Malerei und den »blauen« Bildern und Pigmenten inspirieren}.
Danke: Lesen ist Kunst »intime« Kunst im Verborgenen, (in Stille, möchte ich schnell sagen, obgleich es nicht stimmt), danke vielmal für diese weitreichenden Kommentare;;
…und dann ward mir schwindelig als ich aufstand, und am rechten Fuss begann es zu kribbeln – irgendwas schäumt da unten, könnte man meinen. Es geht auch ohne Meinen, ohne Meinungen – ich las die Anordnungen, klappte den Dienstordner zu und schob ihn zurück ins Regal – aktualisieren können auch andere – von mir wird nicht mehr viel erwartet
Ich badete in einem See voller Selbsttäuschungen, was angenehm war, besonders was die imaginierte Wassertemperatur betraf: ich hätte mir sonst die Nieren oder die Blase oder sonstwas erkältet – noch immer viel Körper, zu viel eigentlich und lästig obendrauf – nur ein Bad ohne Körper in einem See voller Selbsttäuschungen ist dann auch wieder nur mit sehr viel zusätzlichem Aufwand realisierbar – aber davon später… (so heisst es oft in den Romanen von Dostojewski, wenn irgendwas schon bis ins Unkenntliche verwortgefechtet worden ist und man als Leser sich wirklich nicht mehr vorstellen kann, was jetzt noch kommen soll)
Wie auch immer, die Leser sollten nun gefesselt sein, und ich werde alle zum Teufel jagen, die die Gefesselten befreien versuchen – Schwalbenschwänze sollen ihnen (den Gefesselten wie den Befreiern) auf der Nase kitzeln, aber preschen wir doch lieber gleich zu den Optionen vor: eine Bleiwüste finde ich noch immer ein sehr gutes Angebot, Flattersatz auch – das Flattern an sich (egal, ob um eine Lampe oder auch ohne) finde ich eine passable Lösung für zwischendurch
Lass uns flattern, flatterhaft sein – dagegen ist das Denken, die Denkerei, das Grübeln eigentlich nur da, damit man etwas hat gegen das man angehen kann – ohne Widerstand, ohne Reibung, keine Hitze, kein Feuer – Ungekochtes würde uns auf dem Magen liegen und wir würden uns am Boden in Krämpfen winden – egal, auch das ist nicht weiter schlimm – irgendwann stehst du wieder auf, vielleicht ist dir ein wenig schwindelig und dir kribbelt der rechte Fuss. (frag mich nicht, warum im rechten und nicht im linken – es tut nichts zu Sache)
dem Rechner diktiert am 2.6.2025
Herzliche Grüsse Patient Pierroz
Nachtrag: zugegeben, das sind Nachrichten aus einer sehr, sehr kleinen, reduzierten Welt. Einer, die, so nehme ich an, mit Absicht auf eine äusserste Kargheit reduziert worden ist – weshalb diese Reduktion? – Aus erster Linie aus Selbstschutz, obwohl auch diese reduzierte kleine Welt ein permanentes »Zu viel« darstellt/verursacht – ein Laborieren ohne Unterlass zu Gunsten einer weiteren Reduktion – sowie andere an einer Gewinnoptimierung arbeiten – könnte als zwanghaft bezeichnet oder einfach aber auch als Ausdruck eines noch einigermassen intakten Überlebenstrieb akzeptiert werden
Die Hölle, das sind die anderen (Sartre) – die Gegenwart als Ereignisse ausserhalb an Gewürzfenchel eierabsetzende Schwalbenschwanz-Schmetterlinge definiert, muss als unerträglich/ungeniessbar abgelehnt werden: …dabei fällt ein Pappkoffer »auf den Perron, zerschellt und entleert seinen Inhalt. Spielzeug, ein Nagelnecessaire, angesengte Wäsche. Zum Schluss ein gebratener, zur Mumie geschrumpfter Kinderleichnam, den das halbirre Weib mit sich geschleppt hat als Überbleibsel einer vor wenigen Tagen noch intakten Vergangenheit.«
(Tagebuch-Eintrag 20.8.1943 Friedrich Reck / »Luftkrieg und Literatur« von W. G. Sebald entnommen)
Lesen ist Kunst intime Kunst im Verborgenen, Vorlesen ist Kunst, die beobachtet und beachtet werden will. Beides verdient Respekt. Muß man aushalten können, auch von der Stimme her, sonst wird das nichts mit dem Vorlesen, dem lauten Lesen, dem Vortragen, dem Betonen. Macht es einer gut, so ist es, so kann es ein Genuß sein. Wird einer im Duktus zu aufdringlich, zu fordernd, nervt er irgendwann. Will er sich aber zurückziehen, nicht mehr der Künder eines Textes ein, sondern sich dahinter verberg, wird’s auch nichts.
Jeder Mensch trägt seine Geschichte mit sich herum.