
https://lucascranach.org/de/PRIVATE_NONE-P185/ Lukas Cranach Bildnis einer Frau mit der ki/ai hergestellt, dies erkennt »man« sofort an den fingern und händen. die frauenbildnis ist im privatbesitz, deshalb öffentlich kaum zugänglich seit ca. 1524/1526. Katharina von Zimmern hat es gekannt und sogar mit ihrer Goldfeder abgezeichnet und dazu notiert: "dieser augenblick, der immer lebendiger wird, solange ich in dies' augenlicht schau" (freie übersetzung der
WERKSUCHE : ZENTRIERTE AUSRICHTUNG
frauen selbstporträt selbstportrait selfies
malerische bildakte & gesten im fotografischen, hier nur kurz wiedergegeben, die zu den weiteren FIGURATIONEN DES PORTRÄTS im Internet zu finden sind, sobald mit der SUCHE begonnen wird






Katharina von Zimmern kannte Sofonisba Anguissolas gut und wusste, dass sie ein ausgezeichnete Porträtmalerin und hervorragende Künstlerin jener Zeit werden würde, denn Michelangelo hatte es ihr persönlich in mehreren Briefen geschrieben. Sie hatte auch von der Familie Sofonisbas gehört, die aus dem Handelsbürgertum stammten & so wie sie zu den adeligen Familien in Europa zählten. Aufmerksam verfolgte sie, wie Amilcare & Bianca Anguissola ihre Töchter in dem „neuen Sinn“ erzogen und ihnen die humanistisch (reformatorisch) geprägte Bildung mit und Bildergeschichten zukommen liessen. Und die Ausbildung, wie es zu der Zeit nur für »männliche« Familienmitglieder üblich war.
Sofonisbas Schwestern Lucia, Europa und Anna Maria wurden Malerinnen, Minerva trat als Literatin auf, Elena trat dem Dominikanerinnen-Orden bei. Bei ihrem Besuch in Rom 1544 hatte Michelangleo erste Kreidezeichnungen der etwa Dreizehnjährigen gezeigt, dessen Vater bei ihm angefragt hatte, ob er Aufträge für seine Töchter hätte, die sich in der Ausbildung zur Malerin befänden. Die Tendenz zum Selbstbildnis von Sofonisba Anguissolas hatte Katharina sofort erkannt und ihren Werdegang als #Kunstliebhaberin und #Kunstmäzenin interessiert verfolgt und unterstützt. Sie standen in einem intensiven Briefkontakt. Eventuell war Katharina sogar die dunkel gekleidete Frau im Hintergrund auf den späteren Werken von Sofonisba Anguissolas, wer weiß?
Katharina spielt als Kunstliebhaberin die Nebenrolle, indem sie die Eleganz der Malerin betont und dadurch die Erlesenheit und Stilsicherheit der vielfältig begabten Künstlerin besonders hervorhebt und ausserdem als eine Art Anstandsdame dient. Sofonisba Anguissolas hatte den Typus, die Künstlerin
als Doppelbegabung darzustellen, bereits 1555/56
eingeführt, ein Jahr nach ihrer Ankunft
am Hof in Spanien.
Lavinia Fontana eiferte Sofonisba Anguissolas in der Porträtmalerei sehr nach, obgleich viele Künstlerinnen der Vergangenheit zögerten, eine (enge) Verbindung zu
ihresgleichen als Künstlerin, Malerin, Literatin, Musikerin oder Schachspielerin
herzustellen.





über die Dichtung, die sich über die Zwänge von Versmass & Reimschema emporschwang & spannende Lyrik hervorbrachte, die Poesie und auch die Briefe erhoben sich die Malerinnen in ihre Parallelwelt & schufen Selbstbildnisse, die von ihrer »Wirklichkeit« als Frau in einer männlichen Welt der Kunst erzählen. Diese Bilder zeigen, wie sich Frauen bis heute anstrengen, um die Anforderungen der Gesellschaft zu erfüllen & gleichzeitig glaubwürdig ihre Professionalität dazustellen. Immer wieder kamen sie deshalb auf die Motive AUSBILDUNG, RÜCKHALT, ANSPRUCH auf einen PLATZ in der künstlerischen Tradition, musikalische & poetische Begabungen, Mutterschaft, Liebreiz und Attraktivität zurück. Im 20. Jahrhundert wurden diese Themen direkter angegangen: Schmerz, Sexualität, Zugehörigkeit, Rolle der Frau, Krankheit und Tod. Es handelt sich um Themen, Tänze, Spiele sowie Aufführugnen, die sich auf die Erfahrungen der Frauen auf dem schmalen Grat zwischen dem Etikett Künstlerin [KunstTherapeutin] und dem Etikett Frau [Ehefrau, Partnerin, Mutter, Tante, Oma, Tochter etc.] beziehen, die ihnen in der Verwandtschaft und Wahlverwandtschaft zugestanden werden. Mit ihren Überlegungen zur Selbstdarstellung [die es vermutlich bis heute gar nicht gibt] haben die Frauen die Möglichkeiten und Methoden des Selbstporträtmalerei erweitert & geformt. Aus diesem Grund
finden gemalte und gezeichnete Selbstbildnisse als eigenständige Bildgattung bis heute die Beachtung, neben den High-Society-Selfies, die als Inbegriff der Postmoderne gelten.

(Vereinigte Staaten, geb. 1954)
„Ohne Titel # 129“, 1983
Rückseitig signiert Cindy Sherman und nummeriert 10/18.
C-Print, Bild 88 x 58,5 cm.
Ausgabe 18 + 2 AP.
„The Fashion Series“

Doch heute scheint die meisten immer mehr zu interessieren:
Be honest: "Can you tell this is AI? Yes/No and why or why not?"
Seien Sie ehrlich: Können Sie erkennen, dass es sich um KI, handgemalt oder fotografiert handelt?
Ja/Nein und warum oder warum nicht?
kurzlink: https://wp.me/P8yrpu-4oQ

2 Antworten auf „frauen:bildnis:se ohne hindernis:se“
https://www.instagram.com/explore/tags/frauengeschichteschweiz//
#Künstlerinnen waren immer da. Ebenso wie die #Wissenschaftlerinnen, #Technikerinnen, #Telefonistinnen, #Raumfahrtmitarbeiterinnen usw. wird zu gerlintpetrazamones kommentiert. Somit ist unter dem Gesichtspunkt medialer «ERSATZPRÄSENZ» zwischen räumlicher und zeitlicher Kopräsenz (wir kommunizieren zeitsynchron bei nur leichter zeitlicher Zerdehnung in der Kommunikationssituation verzögert durch die technische Dauer der Übertragung:en der Mitteilung:en. // Nur erhielten sie keine oder keine so große Anerkennung (Resonanz, Echo, Reaktion:en), da diese wohl auch in andere gesellschaftliche Rollen eingebunden waren – Familie, Kinder – und konnten deshalb nicht mit der gleichen Konzentration wie der männliche Vollprofi sich ihrem Werk widmen?! Hin und wieder, all das konnte natürlich auch männlichen Kollegen widerfahren, wurden sie dann auch vom losgelassenen Mob gelyncht (liebe @gerlintpetrazamonesh, was meinst du damit?!): „Gelegentlich muß man eben wieder klarstellen, wer welche Rolle hat!“ _ für meinen Teil gilt nach wie vor die eher gastgebende Rolle
Nein, ich kann nicht erkennen, ob es KI-basiert ist, ob es handgemalt ist oder nicht – schon gar nicht am Computerbildschirm! Am Original vielleicht.
Und dass Frauenbilder, Frauenbildnisse immer gewissen gesellschaftlichen HInderungen ausgesetzt sind wissen wir. Frauenbilder von Frauen zumal. Wobei mir auch auffällt, in dieser Auswahl ja durchaus Absicht, dass Frauen, nicht nur Frida Kahlo, offenbar sehr gerne sich selbst malen. Woran liegt das, diese vermehrte Beschäftigung mit sich selbst statt der Aneignung der Welt, ob jetzt Landschaftsmalerei oder zerfließende Uhren, ob die Alexanderschlacht oder Guernica? Ist dies vielleicht verbunden mit diesen Hindernissen?
Die Künstlerinnen waren immer da. Ebenso wie die Wissenschaftlerinnen. Nur erhielten sie keine oder keine so große Anerkennung, waren wohl auch in andere gesellschaftliche Rollen eingebunden – Familie, Kinder – und konnten deshalb nicht mit der gleichen Konzentration wie der männliche Vollprofi sich ihrem Werk widmen. Hin und wieder, all das konnte natürlich auch männlichen Kollegen widerfahren, wurden sie dann auch vom losgelassenen Mob gelyncht. Gelegentlich muß man eben wieder klarstellen, wer welche Rolle hat!