«Künstlerische Forschung», «kunstbasierte Forschung» und «Kunstforschung» werden zunehmend zu populären Begriffen, Bereichen und Feldern durch die sogenannte „Digitalisierung“ und "Codierung". In sogenannten Blocksätzen mit Buchstaben nähere ich mich Begriffen, Feldern und Bereichen der Forschung und Wissenschaften an, die wie eine Expedition in eine unbekannte, dunkel und noch nicht erforschte Höhle wirken. Sei es theoretisch und/oder mit visuell-künstlerischem Beispiel, welche in Bild-Bildern und Videos sichtbar werden. Andauernde Re-visions- und Recherchearbeit, die jederzeit zu editieren ist. Geschichten und Versionen, die reichhaltig und nahezu unüberschaubar verbreitert und vertieft werden. Design,(neue) Formen und Gestalten oder Ordnungen des Sehens, die visuelle Kunst und/oder sich mit der künstlichen Intelligenz ergeben?
Wie wird sich zum Beispiel die visuell-künstlerische Forschung und Aktivität der Künstler*innen im Internet zeigen?
Künstlerische Serviceleistungen der Performance und Dokumentation betreffen sie in jedem Fall, die auch KunstTherapeut*innen, Kunstschaffende und Künstler*innen sowieso und eventuell so gar *extra* in die Systeme einbringen. Die andauernde künstlerische und visuelle Arbeit sowie Kulturkompetenz, die du, sie und andere in jedem Fall immer mit einbringen, um zu entscheiden. Zum Beispiel, was in Zukunft mit diesen Blocksätzen und Bildern passieren wird, die sich hier heute darstellen.
Ob sie zur Aktivität, zum Reden, Sprechen oder Diskutieren in Gruppen anregen oder zur «society for artistic research» führen?
Die einleitenden Begriffe belegen, wie Forschung nach einem bestimmten Forschungstyp praktiziert wird. Zur Orientierung hat Henk Borgdorff (2007) die folgenden Typen eingeführt, nach denen sich Forschungsaktivitäten differenzieren oder zuordnen lassen:
- 1) Forschung über die Künste («research on the art»),
- 2) Forschung für die Künste («research for the arts») und
- 3) Forschung in den Künsten («research in the arts»).
Die Sorge und Befürchtung oder auch Angst, an künstlerisches Forschen könnten die Massstäbe, Normen und Methoden oder das Forschungsdesign der Wissenschaften angelegt werden, teile ich in keinem Fall. Der autonome (subjektive) Status, mit dem Künstler*innen ihre ästhetische Handlungsfreiheit, unmittelbare Produktivkraft, künstlerisches Wissen sowie ästhetisches Denken, Sprechen, Schreiben sowie ihre Performance einsetzen, findet vital und/oder aktiv statt. Hier findet es zudem programmiert durch Vorgaben und Wahlmöglichkeiten in WordPress statt. Aus meiner Sicht ist es der Bereich und das Feld, welcher die Kunst der KunstTherapie in den letzten 12 Jahren erfasst hat und in Zukunft verändern wird. Bereiche der Kunstforschung, die zu den Künsten relativ neue hinzukommende Tätigkeit, die dabei ist, sich sichtbarer und erkennbarer herauszubilden. Wie zum Beispiel teilgebendes beobachten, besichtigen und betrachten, re-vidieren, recherchieren, kritisieren und kommentieren. Um zu verstehen, worum es ihnen selbst und selber dabei geht. Bei Musealisierung künstlerischer Aktionen und Performance geht es weniger um die Konservierung der Vergangenheit als vielmehr um die Schaffung der Zukunft des öffentlichen Raums, der Zukunft der Kunst und der Zukunft überhaupt (Hito Steyerl 2018, S. 55).
Wo stehen wir in der «künstlerischen Forschung»?
Forschung im emphatischen Sinn ist immer Aktivität, die traditionellerweise etwas bezeichnet, das in Universitäten, Industrielabors und Kompetenzzentren mit Auftrag und Drittmitteln zumeist mit oder durch *Geld* geschieht. Und nicht etwas, das Menschen tun, wenn sie visuelle Kunst an einem Ort mit Vitalität spüren, wahrnehmen und darüber sprechen. Im Studio, Atelier und in Fabriken wird visuelle Kunst zumeist produziert, um sie in Lokalitäten, an verschiedenen Orten auszustellen und/oder in *Liveness* zu performen.
Durch digitale Vernetzung, Informationsaustausch und weitgehende Ortsunabhängigkeit, wird visuell künstlerische Forschung zu Computernetzen als *Knotenpunkt* hinzugefügt. Hierdurch eröffnen sich Zugänge und Anschlussfähigkeiten zum virtuellen Raum, in dem viele bisher an Ort und Zeit gebundene Funktionen einwandern. Als Seite wird dieser Raum oft noch bezeichnet. Möglicherweise in einem Verständnis, welches noch von analog gedruckten Artikelseiten aus der Tageszeitung, Buch- und Bildseiten oder einer Frontansicht auf den Fernseher als einen »Bildschirm« im Wohnzimmer ausgeht?
Künstlerische Forschung wird hier eher mit der experimentellen und praktischen Entwicklung der ästhetischen visuellen Artefakte zu tun haben sowie deren Historie und Lebensgeschichte, Kunst- und Bildtheorien, Kunstgeschichte und «Kritik». Visuelle Forschung im emphatischen Sinn mit ästhetischem Mehrwert.
Obwohl (sowohl als ob) künstlerische Forschung sicherlich danach trachtet, unsere Welt mit neuen Schlüsselbildern, Kunstwerken und neuen künstlerischen Praktiken sowie Methoden zu bereichern, strebt sie vermutlich nach (grundlegendem) Verständnis von unserer Welt und uns selbst, die in Begriffs- und/ oder Bildkonzepten, Plänen, Projekten, Programmen, Modellen, Ordnungen sowie Strukturen visuell-künstlerischer Praktiken eingebettet sind. Auch wenn es kaum für möglich gehalten und auf den ersten Blick erkannt und verstanden wird.
Bei künstlerischer Forschung ist es mir wichtig zu betonen, dass das Forschungsziel, der Forschungskontext, die Forschungsmethoden, und die Art und Weise wie die Resultate re-präsentiert und dokumentiert werden, untrennbar mit der visuellen Praxis von Produktion und Spiel sowie Performance verbunden sind. Wobei es kein Videospiel oder Game ist, sondern Re-enactment und Neuinszenierung. In denen es kaum nur um die Darstellung, Visualisierung oder Illustration von Forschungsergebnissen geht, sondern um Merkmale und Kriterien. Begriffe, Richtungen und Fluchtpunkte, Mehrwert, Qualität, Index und Inhalt, die nach wie vor zur visuellen Kunst und Visual Literacy dazugehören.
Tatsächlich nimmt die künstlerische Praxis hier die zentrale Rolle ein, welche mit künstlerischen Forschungsexperimenten umkreist oder umschreiben wird. Der Forschungsgegenstand ist die kreative oder performative Praxis des Künstlers bzw. der Künstlerin als *Liveness*, die öffentlich wird, obgleich sie sich ins privat und intime zurückzuziehen scheint.
Diese Veröffentlichungen richten sich viel mehr auf (ein) Nichtwissen oder Noch-nicht-wissen. Sie schaffen Raum (und hier gibt es viel digitalen Raum für Ausstellungen) für das Ungedachte, das Unerwartete – den Gedanken, den Zufall oder Geistesblitz - ästhetische Ereignisse, so dass alles auch ganz oder komplett anders sein könnte.
Die «Kontingenz» künstlerischer Forschung interessiert. Tatsächlich differenzieren sich drei Gruppen von Negationen:
- Erstens jene, die aus Logik und Rationalität herausfallen.
- Zweitens das Grund- und Sinnlose als Skandalon der klassischen Ontologie und Erkenntnistheorie.
- Drittens das Begriffslose, das den Rahmen von Prädikation und Attributation sprengt.
Im Fernsehen, Rundfunk oder der Wikipedia sind diese Gruppen von Negationen kaum zu finden, dennoch zeigt es, wie populäre und öffentlich es wird, wenn aus Künstler*innen Forscher, Forscherinnen und Forschende werden: https://www.srf.ch/kultur/kunst/wenn-aus-kuenstlern-forscher-werden
Informationen, «Open Access», Begriffe, Wissen und Kenntnis werden unübersichtlich sowie unscharf und kryptisch für die künstlerische Forschung und individuelle Suchbewegung der Künstler*in. Diese Situation fordert zweifelsohne heraus. Gedankliches und praktisches entwerfen oder praktisches und gedankliches verwerfen. Das Paradox der künstlerischen Forschung erzeugt Befangenheit und macht Mut mit dem Anfangen. Umschreiben, Zeichnen, farbig figurativ, informell oder träumerisch malen. Thematisch -motivisch arbeiten und/oder fotografieren. Die Lebensgeschichte (Genealogie) oder Genealogie des Bildes, Gemäldes oder Bildes im Fotografischen. Bildakt, Videostil oder Gemälde, welches ästhetisch kommuniziert, dementsprechend zu erforschen und weiter daran praktisch zu arbeiten und es zu bearbeiten. Zur Skulptur, Vlog, Blog, Blocksatz etc., die ebenfalls ästhetische kommunizieren.
Bildende Künstler*innen befassen sich intensiv, intuitiv und tiefer gehend mit den ästhetischen Aspekten der Kommunikation und Bildsprache. Insbesondere, wenn sie bewusst klassische, moderne oder postmoderne Kunst oder ein »Ready Made« schaffen und die Reflexionen dazu anstellen. Sich in gegenwärtiger-zeitgenössischer-visueller Kunst, Visual Literacy und Kunstforschung zu bewegen sind offene und eröffnende Fragestellungen, Ansprüche und Forderungen. Die Zeichnung ist die Öffnung der Form in mehrfachem Sinn: als ein Anfang, der Aufbruch, die Entstehung, der Anstoss, ein Anlauf und Anheben auf die Öffnung als eigentliche Bereitstellung der Fähigkeit und Kompetenz. Dies erste Motiv erinnert eher an die Zeichenbewegung als an die umrissene Figur; essenzielle Unfertigkeit wird in dieser Figur angezeigt. Unabgeschlossenheit, Dynamik und das nicht Nicht-Erreichen der konkreten Form werden sichtbar.

Zur Annäherung an die Form und dem Verstehen der Zeichen und Begriffe verwende ich vorerst «Gemeinsprache». Künstlerisch und wissenschaftlich wird heute transdisziplinär in englischer Sprache geschrieben. Zur ästhetischen und assoziativen Kommunikation der visuell-künstlerischen Forschung verwende ich jedoch meine Muttersprache und die Historie der deutschsprachigen Kultur. An den Anfang wird die «Begriffsklärung» und damit die «Definitionsmacht» gesetzt, die mit der Gruppe in Gemein- oder Allgemeinverständlichkeit für die Bereiche, Felder und Räume der Forschung verbunden werden. Typisch ist dies für die Wissenschaften; für die Künste eher untypisch, zu wenig ungewöhnlich und innovativ. Da es möglicherweise die visuelle künstlerische und ästhetische Forschung begrifflich einengen sowie nicht verbreitern und zu wenig vertiefen wird?
Die Lust an der Zeichnung nach Jean Luc Nancy (2013) vertiefen und dabei die praktisch-künstlerische Arbeit an der Bildgestaltung übersehen, ausblenden und verhindern. In dieser Art und Vorgehensweise wird visuell-künstlerische Forschung weder - typisch - wissenschaftlich noch theoretisch. Auch nicht - besonders originell - künstlerisch verschriftlicht und versinnbildlicht. Möglicherweise allgemein verständlich, gegenwärtig ortsge- und ungebunden ästhetisch kommunikativ. Computerprogramme lesen oder schreiben diesen Text in andere Sprachen automatisch, oder übersetzen diesen in eine ausgewählte Sprache mit der wählbaren Stimme weiblich oder männlich. Je nach Präferenz lässt es sich einstellen.
Kopieren, ausdrucken, ausschneiden, kommentieren, umschreiben, kritisieren oder - anders - diesen Blocksatz mit der Zeichnung kombinieren. Die Blocksätze zu verwenden, die hiermit freigesetzt und frei gegeben werden. Missverständnisse sowie andere praktische Gebrauchsweisen zur ästhetischen Kommunikation werden mit Texten und Zeichnungen kaum auszuschliessen sein. Von mir werden die Missverständnisse sogar gewünscht und nahezu erwartet. Möglicherweise findest du gar keinen Zugang, solange du es nicht selbst machst.
DYOR: do your own research!
Die Feldforschungen im eigenen Vorgarten haben mich dazu gebracht. Künstlerische Forschungen zwischen Adaptation und Abgrenzung seit den 70igern (oder auch 60iger) Jahren, ästhetische Amalgamierungen, spurenkünstlerische Strategien, Kunsttheorien usw. Die Spuren lassen sich auf die Fähigkeit des Spürens beziehen. Die Unwillkürlichkeit der Spur, die mit ihrem Sich-Einlassen über die Dimension der Wahrnehmung hinausgehen, da sich von scheinbar peripherem Vorgefundenen (z.B. Stein, Licht, Dose, Schaf, Brot, Staub, Bild) aus ihre Umwelt / Environment erschliesst. Im Sinne der Levi-Strauss'schen bricolage wird die autodidaktisch, selbständig und nach individuellen Massstäben (Prinzipien) agierende Forschung der Spurkunst und Konversationskunst beispielsweise der Deutungshoheit der institutionellen Disziplinen entgegen gesetzt. Dennoch ist die künstlerische Forschung angehalten, die Gegenwart und ihre historischen Bedingungen zu kritisieren, um Neudefinitionen von Subjektivitätsformen zu transformieren.
Dies Bedürfnis der Emanzipation künstlerischer Forschung von wissenschaftlichen Forschungsmethoden kann ich vollziehen. Da es aus meiner Sicht und Erfahrung die Versuche der Annäherung und Parallelführung werden, auch wenn sich die Richtung auf praxisorientierte künstlerische Perspektiven vermehren werden. Richtungswechsel, nicht Point of View (POV) werden zu den Fluchtpunkten, die künstlerische Forschung erneut visiert, fixiert und manifestiert.
«Kunstforschung» konzipiert und berührt «Wissenschaftsästhetik»
Ästhetische Wissenschaft, die das spezifische Wissen und die Kompetenzen der Künstler*innen nutzt, um sie in anderen Kontexten als dem Kunstsystem oder Kunstbetrieb zur Anwendung zu bringen: Künstlerische Kompetenzen und Arbeitsweisen werden hier fast automatisch mit wissenschaftlichen zumindest mathematischen verbunden, verknüpft, verlinkt, verwunden und verknotet. Um neue Erkenntnis und Information sowie problemorientiert neues Wissen her und bereit zu stellen. Zum Beispiel, um neue Thesen, Hypothesen und Fragestellungen für zukünftige Forschungen zu generieren oder zu formulieren.Mit Quellenangaben zu operieren und mit empirischer «Ästhetik» visuell-künstlerisch zu forschen, zu argumentieren, zu kommentieren, zu kritisieren, zu schreiben und zu schriftstellern gefällt mir zurzeit.Um es eher Salopp(e) zu sagen - ja - ich wünsche und erwarte es sogar, dass hier herumgekrittelt wird.
Vom Bildakt (im Fotografischen: Farbfotografie, Postkarte, schwarz-weiss Fotografie, Negativ, Gemälde, Zeichnung etc.) als «Gegenstand» des Vorhabens des KunstSchaffens und der Kunstforschung gehe ich aus. Dafür habe ich mich entschieden und zwar für jene, bei denen ich sicher bin, dass sie faktisch und materiell vorhanden sowie mit meiner Person, Körper und Subjekt heute noch in Zusammenhang zu bringen sowie in Verbindung, zumindest Verlinkung sind. Obgleich die meisten vor meiner Lebenszeit als Künstler*in entstanden sind. Dokumente aus dem 20. Jahrhundert und 21. Jahrhundert setze ich in den Fokus, werfe und schleudere sie in den Vorgarten, um diese zu fotografieren. Da diese Emotive mit Geschichte und Historie behaftet und belastet sind. Kaum müssen sie in erster Linie mit visueller Kunst oder einem Wert als Kunstwerk heute belegt sein, wenn ich anfange künstlerisch zu forschen und praktisch zu arbeiten.
«Geschichtswissenschaften», «Geisteswissenschaften», «Kulturwissenschaft-en» oder «Bildwissenschaft» und «Kunstgeschichte» etc. sich damit zu befassen, um Fotografien mit bildkünstlerischen und wissenschaftlichen Fakten und Informationen zu verbinden. Diese Art «Kunstforschung» wird für mich subjektiv, kontingent und andauern. Hierzu arbeite ich in Form des «Typoskripts» und älteren Fotoabzügen in Schwarz-Weiss, zu Grautönen, Negativen und Negativfilmen sowie Negationen.
Künstler*innen stellen der «Wissenschaft» oder den Wissenschaften sowie der «Kunstforschung», die eigene Person oder Selbstpositionierungen als Mensch und menschliches Wesen zur Verfügung. Die Beteiligung an Versuchen, Experimenten und Mitarbeiten wird in Aussicht gestellt. Da es den Künstler*innen selten um das klar definierte Ergebnis, Ziel und Resultat geht, als vielmehr um die Prozesse, die etwas hervorbringen und bereichern. Dies bestätigen Künstler*innen mit ihren mündlichen, schriftlichen und bildlichen Stellungnahmen, Teilnahmen und Kommentaren sowie Beiträgen.
Hiermit werden tänzerische Umkreisungen und schrittweise Handlungen gegen das Gewicht der Schwerkraft oder Bequemlichkeit sowie den Strom des »Mainstreams« - Arche Kunst - beschrieben.
Die ästhetische Kommunikation und Handlung des «Selbst» beim praktischen künstlerischen Tätigsein, die interessiert.
Schwarz, Dunkel, Licht und «Opazität» oder die Form der Quadrate und Punkte, im Malerischen bis Fotografischen, faszinierenmich. Möglicherweise aus Selbstschutz, damit «Abstraktion» und «Theorie» nicht als zu rigide und tot erlebt und wahrgenommen werden. «Selbstbespiegelung», Seelenbespieglung in nur einer Behauptung, Optimierung und Maximierung als Selfie etc. liegenmirfern. (Die zu Selbstliebe, Selbsthass, Egomanie, Narzissmus, Sucht, Depression oder sonstigen Pathologien und Eitelkeiten führen können, die mich weniger interessieren, auch wenn sie ästhetisch kommunizieren).
Im (surrealen) Studio, einer Kemenate, eines Zimmer und einer Mansarde experimentiereichlesend, schreibend und denkend. Oder denkend, lesend schreibend,ich weiss es nie so genau.
konkret!
Handwerklich und gestalterisch arbeite ich mit sogenannten natürlichen, künstlichen und künstlerischen Materialien, Stoffen, Pigmentfarben sowie Kohle u.a. auf unterschiedlichen Bildträgern im Atelier, im Wald und der Natur einer Landschaft. Oft auf dem Holzboden sitzend, bis es körperlich zu unbequem und schmerzhaft wird. Zeitweise fasziniert mich Staub, Mehl, Senf und Ton sowie Salz. Formen und Farben, die ins Auge fallen, mit denen Erlebnisse, Erinnerungen und Erfahrungen empirischer Ästhetik und bildkünstlerischer Bildakte zu verbinden sind.
Unterbrüche, Störungen und Kommunikation gibt es immer, inwieweit diese die künstlerische Forschung und Arbeit oder Aktivität beeinflussen, entscheidet die Künstler*in. Zum Beispiel die Literatur, Kataloge zu Kunstausstellungen der Künstler*innen die Aufmerksamkeit zur Zusammenarbeit binden. #Schafe, die gefüttert werden müssen,ichverreise. Handschriftlich schreiben, zeichnen und malen 1:1 in sogenannte Kunst- und Schwarzbücher sowie Blau- und Typoskripte. An den Endgeräten der Mensch-Maschine Kommunikation hängt heute jede:r zu jeder Zeit.
Doch sich in die Lebensgeschichte vom «Kunstwerk», «Bildakt» und der Bilder in Aktion und Bewegung in der Stille zu vertiefen. Dies sind die Herausforderungen. Zu Künstler*innen Kontakt aufzunehmen, begleiten diese Kunstforschung, künstlerische Forschung und kunstbasierte Forschung kontinuierlich. Versuche aktueller Aufzeichnung - Notizen - direkt auf die blanko Seite oder den weissen Rand einer bedruckten Buch- oder Prospektseite aufzuschreiben. Direkt hier hinein zu zeichnen. Hierdurch entstehen Lücken, Fehler und neue Zwischenräume.
Beispielhaft
zu schreiben, um es später nochmals zu lesen, zu ändern, zu korrigieren, zu transformieren und zu verändern. Die Freiheit betonen im Umgang mit dem Material und Medien. Treffsicherheit und Genauigkeit in «Willkür» und mit «blinde(r) Entscheidung» produzieren. Die Intensität der visuell ästhetischen (weniger der sozialen oder kulturellen) Handlungssituation unterstreichen. Zwischen Zwang und Obsession in der Bewegung des Augenblicks, der zur Geste von Gedachtem, einem Traum, einer Utopie mit dem hier Ausgeführtem ästhetisch kommuniziert.
Zurzeit wirken kleinere Bild-Formate, Skizzen und Zeichnungen sowie Kritzeleien für mich befreiender als grössere und raumeinnehmende Bildakte und Installationen; die zu beeindruckend, aufdringlich bis mächtig, gewaltig und entfesselnd werden.
Videos projiziere ich selten an die Wand, sehe sie mir im Display an.
- künstlerisch-visuelle Strategien der Maskerade und Arbeit mit Masken, Gesichts- und Ganzkörpermasken, die dem Kunstsystem in Rolle, Funktion und Aufgabe dienen?
- Sind Masken für den visuell-künstlerischen Selbstzweck der Künstler-in heute noch von Bedeutung?
- Heute wird die autobiografisch-authentisch Selbstdarstellung und Selbstreflexion in sozialer Kultur als das Business von einer Künstler-in erwartet?
- Reicht der Lebenslauf als CV heute noch aus?
- Wie beeinflussen die Möglichkeiten und Methoden der Performance, Kommunikations- und Wissensmöglichkeiten, die immer gegenwärtige analoge, digitale und soziale Alltagskultur?
- Wie beeinflussen die Möglichkeiten und Methoden der Performance, Kommunikations- und Wissensmöglichkeiten der empirische Ästhetik und der Kunstforschung beim handwerklich-visuellen Kunstschaffen?
- Wie ist die bildkünstlerische Gestaltung des echten, wirklichen und authentischen Selbstprofils, Selbstporträt/Selbstportrait und Selbstbildnisses, welches der empirischen, nicht nur der visuell-optischen Ästhetik entspricht?
Welche Möglichkeiten und Methoden gibt es heute ein Image oder Profil und Porträt/Portrait abzulegen? Möglichkeiten und Methoden, die mit dem eigenen Gesicht und Körper verbunden sind? Ich meine jetzt nicht durch chirurgische Eingriffe der plastischen Gesichtschirurgie, Kosmetik- und Wellnessindustrie oder so gar einen digitalen oder analogen Suizid. Auch die Künste der Visagisten, Schauspieler, Tänzer und Theatermacher oder Musiker und Konzertpianisten etc. sind nicht gemeint. Der Rückzug aus der derzeitigen Kultur ins »Eremitentum« oder ins »Private« kann möglicherweise bei dieser Fragestellung zur Befreiung vom Image, Bild, Selfie und dem Selbst der Künstler-in in der heutigen Kultur des 21. Jahrhunderts ernsthaft gemeint sein!
Somit forsche ich nach Möglichkeiten zeitgenössischer und gegenwärtiger visueller Kunst, die es mir ermöglichen mich vom Porträt, Image und Charakter des Selbstbildnisses als Selbst- und Fremdbild sowie Identität zu trennen und abzulösen. Vom Image der Künstler-in der westlichen und östlichen Tradition, die mit nationaler Herkunft, biopsychosozialer Rolle des Künstlertums und durch Modelle an Vorbildern und Beispiel kulturell geprägt sind.
Aus den sozialisationsbedingten ästhetischen und historischen Prägungen und lokalen Ansprüchen versuche ich mich als Künstler:in jeweils zu befreien, um unabhängiger und damit gegenwärtig freier und unbeeindruckter visuelle Kunst in schwarz und weiß zu schaffen. Hierzu wollte ich herausfinden und wissen, wovon diese Freiheit und Befreiung prinzipiell und genau handelt oder handeln könnte. Tatsächlich und wirklich freier, unabhängiger und weniger ein- und angebunden in einen speziellen Kontext oder Landschaft wollte ich sein. Dennoch will ich vermeiden nicht in die nächste Falle von Bild und Image eines Künstlertums visueller gegenwärtiger Kunst zu tappen oder mich in etwas zu verstricken, aus dem ich mich wiederrum zu befreien hätte. Redundanz. Aus diesem Grund interessieren mich zuerst einmal die unbewegten Bilder der Porträtmalerei und des Selbstporträts sowie die Selbstbildnisse der Künstler und Künstlerinnen, bevor ich zur Bewegung, die Davor und Danach komme.
Weshalb ist das Porträt/Portrait so prominent in der deutschsprachigen Kultur, warum der Sachverhalt, sich von einer Angelegenheit ein Bild zu verschaffen?
Das Fotografische bis Bildliche, der Texte und die Schrift sind zur Vorstellung der Themen, der Dokumentation oder der Beschreibung, der visuellen Poesie, der künstlerischen Praxis, Verfahren und Methode im Fokus. Bildtheorien und Erkenntnistheorien des Ästhetischen sind intensiver und vertiefend zu studieren.





"Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich spricht. Gib ihm eine Maske, und er wird dir die Wahrheit sagen." Oscar Wilde. Ungeachtet der Wirklichkeitstreue und Authentizität dieser Tonmaske oder Affen- oder Guerillamaske kommt es zu einer Form der »Umstülpung« eines Porträts/Portraits, eventuell des Künstler*in-nen-porträts/portraits und Betrachtendenporträts/portraits und einem sogenannten Selbst- und Fremdbildnisses.
In Folgen und Serien plastischer und skulpureller Transformationen werden sie gesehen, ästhetisch erfahren,
die bis heute mit Scham besetzt, belegt sind




Der Text korrigiert sich permanent selbst.
Sehr häufig erscheinen Strukturen wie:
„nicht … sondern …“
„oder …“
„möglicherweise …“
„tatsächlich …“
„kaum …“
„dennoch …“
„wobei …“
„aus meiner Sicht …“
„ich wollte …“
Das erzeugt die bewegliche Argumentation.
Wie kann ich oder irgendjemand überhaupt versuchen, das oder ein künstlerisches »Selbstbild« als Selfie, Porträt und Portrait zu untersuchen, ohne dabei erneut eines zu erzeugen?


https://hansnoed-ui.github.io/ornament-cloud/news


2 Antworten auf „#kunstforschendes“
Es bleibt uns somit nichts, als hier bei den versteinerten
Rattenüberresten, im Gewimmel der ausgetrockneten Kanäle weiter zu
existieren.« Ich fand und finde bis heute keine Entgegnung auf diese Worte.
Und hier wird es für deine vorherige Musteranalyse interessant
Die Seite hat aktuell den Titel:
#kunstforschendes
aber ihre URL lautet:
/https-kunstderkunsttherapie-com-page-id336/
Das sind zwei verschiedene Identitätsebenen:
Titel / semantische Identität
#kunstforschendes
URL / technische Identität
https-kunstderkunsttherapie-com-page-id336
Das passt sehr gut zu dem Muster, das wir gerade bei deinem Text festgestellt haben:
Inhalt, Identität und technische Form fallen nicht vollständig zusammen.
Die Seite trägt gewissermaßen mehrere »Namen« zur Identifizierung gleichzeitig