was heute online in videostreams, tv-programmen und auf den plattformen läuft???
doku, lyrik, song, video, film, grosses kino
was morgen,
bereits heute nacht in den medien, der zeitung steht. in der früh im postkasten liegt: nebst
gratiszeitung,
gemeindebrief,
eventuell ein @ adressierter brief - eine postkarte oder ansichtskarte
im e postfach mit anhang, auf den uneingestanden gewartet wird.
zugestellt.
nicht bestellt.
pakete. anhänge. pdf. werbung, obgleich bitte keine werbung, deutlichst leserlich zu lesen steht, oben auf der klappe des kastens:
https://wp.me/p8yrpu-5qr
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maschinengeschriebenes ohne signatur, ohne unterschrift, ohne nummern, ohne ziffern, ohne
formular: papierseiten, automatisch, zumeist amtlich erstellt im amtsdeutsch standard : deutsch
drohung. fristsetzung. versicherung. die ausnahme: »HANDSCHRIFTLICHES« für die weitere spurensuche, um schreibwege zu erfahren, zu adressieren für die unbekannte leserschaft der schriftstellerschaft und autorinnen und autoren ab 2026
das wurstessen, auch froschauer-wurstessen fand 1522 am ersten sonntag der fastenzeit in zürich nicht im hallenstadion, noch letzigrund oder paradeplatz statt: zurich
herr direktor D.T. KOLLER, wie immer am mikrophon. knistern, räuspern und hüsteln im lautsprecher, der sofort von mir lauter, in die passende lautstärke eingestellt und geregelt wird: "hallo und herzlich willkommen an diesem freien tag, den 5. dezember, ein tag vor nikolaus. wir strahlen und senden, wie immer etwas später aus. in unserem heutigen tipp schauen wir zurück auf 100 jahre kultur-magazin-geschichte. das kulturmagazin: VITALTRANSFORMER.CH ist bekanntlich kein x-beliebiges unter den vielen eigentlichen der stadt-, land-, wald-, wiesen- und weltmagazinen https:// hochpunkt · interpunktion. dot.ch :
kein trockendock, kein hafen für gestrandete, kein reiseziel für außerirdische, kein hochparterre :kein buch
100 jahre ist es her, dass der schweizer journalist, herausgeber, autor, musiker, lyriker und langjährige direktor des kunstsanatoriums D.T. KOLLER selbst dies magazin gegründet hat.
die allerersten redaktionssitzungen fanden in olten, zürich und uster, hinwil und basel sowie auch bern und solothurn statt. am 21. Februar 1925 erschien die erste ausgabe. damals ein eher alternatives stadtmagazin, welches die freche schreibe mit den schiefen ansichten in die wohnzimmer der aussenstehenden zur unterhaltung brachte. punk, aufstand, rebellion, anarchie und autarkie, die alternative schreibwerkstatt, um sich dem allgemeinen wahnsinn der zivilisation zu wider setzen, dem einfluss der massen zu widerstehen, welches nur eine bewegung ist
in gar keinem fall nur eine »frohe botschaft« verkünden!" dafür gibt es telegramme
»wenn du eine botschaft senden willst, sende ein telegramm oder eine postkarte per post«
.... heute ist VITALTRANSFORMER.CH weit mehr als nur ein ortsblättchen, oltener tageblatt oder nachrichtmagazin eines kultursenders auf nur einem kanal, mit allem nur erdenklichen »firlefanz« an elektrischer, elektronischer und digitaler machbarkeit der studioproduktion, die nur über ein @konto verfügt
video, heute ohne gebrauchsanweisung. kein fitzelchen an erklärung, keine information.
es ist eines der international bekanntesten und renommiertesten magazine für nachrichten und botschaften zur literatur, kultur, musik und lyrik im deutschsprachigen. ja, richtig gelesen: lyrik und poesie, jenseits von nur einem album. einem künstler. einem kunstschaffenden. dem künstlertum. einer besonderen szene. kunstszene. diese sogenannte erfolgsgeschichte wird jetzt mit einer dokumentation 2026 mit laufender deperformance und performance sowie erzählungen gewürdigt.
VITALTRANSFORMER.CH »ist die ikonische zeitschrift - online«, die bald 100 wird, versinnbildlicht mit schreibmaschine ist. ab heute, jederzeit auch als pdf zum ausdrucken an jedem kiosk und autobahnraststäte kostenlos erhältlich wird. book on demand. das kunstbuch im ausdruck. möchten sie gerne weiter und tiefer hinter die kulissen eines verlegers und direktors schauen? wie der arbeitsalltag in der redaktion aussieht? wo auf jeden buchstaben, jedes bild im fotografischen, jeden urheber und jede urheberin sowie kunstschaffenden im jeweiligen werkzyklus geachtet wird? jede quelle muß genannt sein; jede quelle muß aufgesucht sein; nur original, unikat sowie die anwesenheit bei gleichzeitiger abwesenheit der kunst- und kulturschaffenden zählt.
in gar keinem fall einer kopie "auf den leim gehen". in gar keinem fall die reproduktion in zeiten der technischen reproduzierbarkeiten produzieren. aus dem zentrum in die vororte gehen. passagenwerk. kein ende der ausstellungen. keinen kunsttalk über paris und Jürgen Kross initiieren. in gar keinem fall an paris, reisen, vagabundieren, auswandern denken.
welche artefakte, kunststücke und kunstwerke lagern in den archiven des verlagshauses und ehemaligen kunstsanatoriums im mittelland von diesem D.T. KOLLER? was tritt dort zutage? was läuft dort aus? was tritt hervor? was sticht heraus? was schmerzt? was tut richtig weh?
was rostet und rastet da vor sich hin? und vor allem, wie wird entschieden, was ausgedruckt, was publiziert und realisiert wird? was gesendet, was verschenkt wird? was nummeriert und signiert wird? was wird im nächsten artikel der ausgabe VITALTRANSFORMER:CH stehen?
was davon wird wirklich und tatsächlich transformiert? wer ist die treue leserschaft? wo ist die zielgruppe? wo gibt es das bonus material? reportagen aus krisen- und kriegsgebieten? kultur-, musik- und literaturbeiträge – videoschnipsel - interviews : die kunst : #diekunst. das oberste gebot für die mitarbeiterInnen des magazin lautet: »fact checking«.
- no broken link - kein roter faden -. -
der in nächster zeit zu reißen droht : kolon.
keine eintagsfliegen. keine dinge, die rosten. wer rastet, der rostet. wo sind die schmetterlinge.
keine archaischen, keine tierischen beziehungen zu hund, katze und pferd, die nerven. am nervenkostüm zehren. nerven liegen bloß und blank. bitte, kein affentheater mehr: »bühne ist fake«!
und nicht nur die »artikel« werden sehr kritisch geprüft. auch die fälle, die kommentare.
die illustrationen, fotos, die bilder im fotografischen, die plakate, die bücher, die zeitungen, die musik, die töne, recycelte produkte usw. sowie die eingesandten links. dies ist keine information: künsterInnen informieren definitiv nicht! künstlerInnen moderieren nicht! künstlerInnen vermitteln nicht! künstlerInnen kommunizieren mit und ohne wort, gestikulierend. schriftstücke. brief. zeichnung. die karte aus dem toaster. ein spuckbild. die stilvolle autofiction.
ghostly matters: geisterhafte angelegenheiten: spuk und die vorstellungskraft. leben ist
hochglanz ki/ai, in gar keinem fall eine biographie, die einem lebensweg glaubt.
vor der veröffentlichung werden sie nochmals ziemlich genau unter die »lupe« oder unter »zoom« genommen, intensiv besprochen. diskutiert; recherchiert und kritisiert; gewendet, gedreht, gebohrt, gehämmert und gezimmert, auf spuren einer morpho-ikonik genaustens untersucht.
perfekt ist gut, funktioniert. fertig ist falsch!
der plan geht auf, das programm steht: »neuronale ästhetik im schweizerischen kunstsanatorium nach dem zertreten einer konservendose in aller öffentlichkeit in zürich«. dazu beitragen zu dürfen, ist die besondere und außergewöhnliche ehre. zu den »eigentlichen« zu zählen. rückzug. waldhütte. verlagshaus. #diekunst, werkstätten, hütten und modelbaukästen; kunst der kunsttherapien und kunsttheorien aus den alpensanatorien werden wegweisend? living museum? welches so kaum einfach, noch so eindeutig stimmt. sie standen im halbkreis, um die brennende und qualmende feuerstelle im vollmondschein der schwarzen nacht. sie redeten über die eisige kältewelle, während die wieder anderen von der hitze sprachen, welche die »gletscherzungen« zum verschwinden bringen, die wasserfälle.
läuft es heute in die »falsche« richtung? #slop - no shop - #spam - book on common - pop up providers: jedem sein schaufenster: jedem sein laden, jedem sein geschäft, seine gallerie.
books on demand (BoD): a major european, no swiss service for self-publishing and distribution. paperbacks on popular platforms for self-publishers.
"was bleibt sind irritationen" - ein buch.
Œuvre
ein nachlass ohne testamentarische verfügung. richtungslos. spurensuche ins historische?
spurensicherung. aktuell ist materiell. manifestieren. material - second hand - in zukunft:
erbstücke. skulpturen. denkmäler auf einem hohen sockel. typisch deutsch, diese nebelkinder, diese viel zu spät geborenen. diese nächste generation, diese nächste society, diese perfektion. die english. kein französisch, kein italienisch, kein rätoromanisch mehr können. kein spanisch, kein portugiesisch, kein japanisch; diese unendliche spaßgesellschaft, die zum himmel stinkt. im notfall: stimmig und authentisch ist perfekt; fertig gibt's einfach nicht. ich werde mich hüten. angelegenheiten im nachhinein mit @ zu vereindeutigen.
1. auf anfragen zu antworten,
zu erklären. genial, innovativ, herausragendes und das erhabene sind aus dem wortschatz absolut gestrichen worden. gelöscht und getilgt. gedankentrittsteine bleiben, nicht die blitze. die magazinmitarbeitenden einer kultur, die ihre ideen sofort alleine, autodidaktisch oder zusammen mit den menschen und maschinen realisieren. planen, damit es ein echtes spektakel, ein wirklicher und tatsächlicher anlass wird, der in erinnerung bleibt. ins unendliche tönt. die »seelenlandschaft« berührt. da es immer auch noch das andere, das fremde, das wilde, das ungezähmte, die alternative gibt. die heute keine alternative mehr zu sein scheint, da sie versandet.
2. dies ist besonders wichtig,
denn die künstlerische »covergestaltung ist das markenzeichen des kulturmagazins«. über die jahre hinweg wurden viele verschiedene illustrationen und cartoons vermutlich gar nicht gedruckt. manche davon haben ganz schön für kontroversen gesorgt. die lyrik der liedtexte.
stimmig und authentisch ist perfekt; fertig gibt's einfach nicht. ich werde mich hüten. die angelegenheiten im nachhinein mit @ und zusätzlichen links zu vereindeutigen.
1. auf anfragen zu antworten, zu erklären, kommt nicht in die tüte und nicht mit ins paket.
genial, innovativ, herausragendes und das erhabene sind aus dem wortschatz absolut gestrichen worden. gelöscht und getilgt. gedankentrittsteine bleiben. nicht die blitze. die bomben- und granatsplitter. die magazinmitarbeitenden der kultur, die ihre ideen sofort alleine, autodidaktisch, zusammen mit den menschen und maschinen realisieren. planen; damit es ein echtes spektakel, ein wirklicher und tatsächlicher anlass wird, der in erinnerung bleibt. ins unendliche tönt. die »seelen« berührt und bewegt. da es immer auch noch das andere, das fremde, das wilde, das ungezähmte und die alternative gibt. die heute keine alternative mehr zu sein scheint, da sie zu versanden und zu ersticken droht.
2. dies ist besonders wichtig,
denn die künstlerische »covergestaltung ist das markenzeichen des kulturmagazins«. über die jahre hinweg wurden viele verschiedene illustrationen und cartoons vermutlich gar nicht gedruckt. manche davon haben ganz schön für kontroversen gesorgt. die lyrik der liedtexte.
die geplante doku serie gewährt einblicke in den prozess, wie "designs" ausgewählt werden. die regisseurin der dokumentation wird Mia Curry sein. sie ist unter anderem für den kurzfilm „das badezimmerfenster des nachbarns“ bekannt, für den sie keinen oscar gewonnen hat. mit der dokumentation über VITALTRANSFORMER.CH nimmt Mia Curry uns mit hinter die kulissen des magazins, dorthin, wo über jedes detail entschieden wird.
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6 Antworten auf „vitaltransformer: 100 jahre @kulturmagazin@“
Liebe Birgit – vorab und auf die schnelle fürs erste eine knappe notiz – wir, will heissen, ich und mein heimleiter Der Tote Koller, der leider zur zeit gesundheitlich angeschlagen ist – ja, richtig, auch jenseitige sind von den schikanen des verwesenden daseins nie vollständig gefeit/genesen, oder vielleicht auch: irgendwas bleibt immer hängen…
…egal, und trotz allem, und schnurzegal sowieso, was von unserer gegenwartskultur gerade am abschmieren ist, möchte ich mich hier stellvertretend im namen von Vitaltransformer für dieses grossartige portrait unseres kulturmagazins zu seinem hundertjährigen bestehen bedanken, und darf übermitteln, dass deine recherche rund um den ursprung als auch um die entstehungs- und wirkungsgeschichte von Vitaltransformer, D.T.Kollers einschätzung gemäss, ungemein sorgfältig, präzise und bis in fast abwegig erscheinende details absolut korrekt sei – ich darf seine ausrufe zitieren: »perfekt, perfekt, meisterlich auf den punkt gebracht!«.
D.T.Koller, seines Zeichens Verlagsleiter Vitaltransformer, Heimleiter Kunstsanatorium Zürich, sowie Vorstandsvorsitzender der Schweizer Kunstsamariter, werde sich, sobald er einigermassen wieder bei kräften sei, sich der sache gerne annehmen, sie würdigen und sich noch speziell bei dir bedanken wollen – ich verbleibe hochachtungsvoll grüssend, i.a. DTK, Patient Pierroz
Lieber Pierroz,
zu erst einmal „baldige Besserung natürlich“! Ein »Gut« erspare ich ¨, denn ob’s, wenn und wann es gut wird, dies weiß ich nicht!
Sozusagen: Gar keine Ahnung!
A-alleine, autonom oder post-autonom,
komme ich [gerade] allein nicht weiter. Stichwort: #Netzwerkkunst.
#netart #konservationkunst #videokunst #kunsttalk #postkunst #musik
performance – deformance
{-die kaum trivial bis banal sind, noch werden-}
Ich hadere;
wie jede:r mit dieser modernen techné. Man muss ja heute wirklich und tatsächlich „froh“ sein, daß es überhaupt zeitnah ankommt, falls es überhaupt so, wie man es zu beabsichtigen sucht, gesendet und übermittelt wird. – ich meine jetzt nur das Geschriebene -bzgl. der Tonqualität kenne ich mich noch nicht aus.
Auf Papier, Brief oder einer Karte aus dem Toaster wäre es schneller versandt, um den @ Adressaten wirklich und tatsächlich zu erreichen.
Ich sach deshalb nur: postkarte, „ja mein schatz das schadet dir“
Danke für deine Antwort.
Trotz der gesundheitlichen Angeschlagenheit, die ja beschwerlich und hoffentlich nicht allzu schmerzlich ist und sich vermutlich nicht die nächsten Wochen hinziehen wird.
Ich hoffe in jedem Fall auf baldige Genesung!
Dein tolerantes darüber hinweg sehen. Da sich Fehlerquellen zwischenzeitlich hier und überall in diesem Universum und dieser Umgebung #kunstderkunsttherapie eingeschlichen haben. Auf diese Art und Weise lässt sich dieses System ja in gar keinem Fall in Zukunft weiter betreiben, um ein verbindliches Vertrauen mit Menschen aufzubauen.
Das Vertrauen bei Patienten erwecken.
Die Angelegenheiten entfalten sich zunehmend kompliziert, welches wirklich und tatsächlich kaum passend ist.
Mit werten hochachtungsvollen Grüßen Birgit Matter
Werte Kunstforscherin
folgende zeilen deines kommentars »a-alleine, autonom oder post-autonom, komme ich [gerade] allein nicht weiter. stichwort: #netzwerkkunst. #netart #konservationkunst #videokunst #kunsttalk #postkunst #musik performance – deformance« kitzelten mich in meinem -vor mich hindämmern- und ich kam in der folge einigermassen unsanft zu mir, und sofort begann mich unangenehmes zu bedrängen: „Kunstforscherin Matter kommt [gerade] alleine nicht weiter“ – wohin will die gute denn und warum, und was bringt sie dazu zu „kommen“ und „weiter“, wo soll denn das sein, und was genau meint sie, wenn sie einen begriff wie „alleine“ bemüht, oder was genau warf ihr hang zum äffischen sie nun endgültig aus dem sapiensischen gleichgewicht?
meine natur sträubt sich in letzter zeit immer vehementer gegen solche alles zersetzenden eigenprodukte, solche fragekaskaden »helfen nur dem sturm“ wie Shakespeare treffend schrieb, und in einem ersten aufbäumen, das aber in bezug zu dieser sequenz auch gleich ein letztes aufbäumen sein wird, fühle ich mich gedrängt, so heroisch als auch immer möglich, zu einem kategorischen rundumschlag auszuholen.
#netzwerkkunst: niemand braucht das – stecker ziehen, kabel fallen lassen, sich aufrichten und erhobenen hauptes davonlaufen – erledigt.
#netart #konservationkunst #videokunst #kunsttalk #postkunst #musik = in der summe der mittlerweile klassische hashtagsalat: affenzirkus, auch das braucht niemand; glaubst du nicht?, dann gib die frage an den erstbesten schimpansen hinter gittern weiter – erledigt.
performance – deformance: diese begriffe können einen dazu verleiten, es müsse einmal einen versuch eines wurfes vom raubaffen zum menschen hin gegeben haben, dieser wurf muss aber, sollte er auch nur rein poetischen charakter gehabt haben, derart missraten sein, dass man kaum jemanden findet, der einem genaueres darüber berichten will, auch wenn es viele versucht haben, und es, ob aus selbstliebe oder selbsthass, noch immer und weiterhin versuchen: mit homer, hesiod und aischylos kennen wir überlieferungen der ersten, die letzten werden bekanntlich die hunde beissen – finger weg davon! – und erledigt.
»was bleibt sind irritationen« – du hast ja dieses buch meines Patienten Pierroz, und recht hat er, muss ich ihm, wenn auch ungerne, aufheulend und zähneknirschend, zugestehen. dieses latent „irritiert sein“, kann aber auch als ein latentes „wundern“ der geistigen verdauung zugeführt werden, man beginne mit kleinen, dann bei guter verträglichkeit stärkeren dosierungen, am besten fernab der gegenwärtig modischen maschinen und apparaturen, deren gewinn eigentlich nur im beschleunigteren untergang der eigenen spezies zum vorteil des ganzen verortet werden kann. für die praxis, will heissen, für die dauer zwischen den oben anskizzierten möglichen vorkommnissen, empfehle ich, einfach um ein beispiel zu nennen, gediegene spaziergänge in sanften talschaften, mäandernden kleinen flussläufen entlang.
ich habe gesprochen – und verbleibe hochachtungsvoll als auch herzlich grüssend
dein D.T.Koller
werter kunst- und kulturschaffender Direktor D.T.Koller
,danke, für die leserlichen zeilen eines kommentars mit klar formulierter stellungnahme in deutscher unverrotzter oder verbitterter sprache. dies in der vorweihnachtszeit, wie wunderbar. die heilige lucia, nicht verena läßt grüssen aus der gediegenen talschlucht, die noch nicht durchwandert wurde, jedoch zu oberst auf der liste und dem plan steht.
in den weihnachtsausstellung der kunstvereine ist in diesem jahr noch mehr kitsch und kunstgewerbe als im letzten jahr zu sehen: bitter.
dies problem ist hinlänglich bekannt: gruppenausstellungen von kunst fördernden vereinigungen leiden oft genug unter den weitverzweigten rücksichten, die nach allen seiten hin zu üben, der veranstalter sich genötigt sieht. man möchte gerne aktuell sein, aber der ein oder andere ältere künstler und vor allem künstlerinnen, denen man sich verbunden fühlt, sollten auch wieder einmal gezeigt und gebührend gewürdigt werden; gern würde man deutlichere akzente setzen, hier und da stärker betonen, doch es gilt, die grundsätze des »pluralismus« in der deutschen sprache zu wahren, wobei immer auf die nachbarun im französischen und paris geschielt wird. und so verkümmert beim versuch, es allen recht zu machen, das gesamtbild zur #puzzelei.
soweit die erfahrung.
im prinzip war schon die 19. jahresausstellung der gesellschaft der freunde junger kunst solchen fährnissen ausgesetzt. umso angenehmer die feststellung, daß im mittelland sogzusagen im »freien« und in keiner kunsthalle aus dem vielfältigen und unterschiedlichen material eine ebenso interessante wie intelligent eingerichtete „kunstausstellung“ zu dem spektakel zustande gekommen ist. das grundmuster ist simpel: man ordnete nach stilistischen und thematischen gruppen. dies schafft nuancierte vergleichsmöglichkeiten, die ja heute nicht mehr gelten, da nichts mehr miteinander zu vergleichen ist und verglichen wird. dies läßt – zumindest im theoretischen glücksfall – grenzen und möglichkeiten einer bestimmten richtung erkennen. und weil dieses muster nie ganz stur durchgehalten wird, entstehen kontraste, irritationen und unschärfen, die verwässernd bis ziemlich unklar wirken: wo man andernorts sammelsurisches nebeneinander findet, gibt es hier stimulierende spannungen, zeigt sich sinn. das wird etwa deutlich, wenn die grob aus holz zusammengehauene installation rotierend von xyz oder fliessend dynamisch so eingestellt ist, daß beim betrachten gleichzeitig schriftarbeiten und farben offensichtlich entstehen: die ablenken.
zu einem kategorischen rundumschlag ausholend, der wie ein imperativ wirkt. eine unbedingte handlungsanweisung zu #netzwerkkuns, #netart usw., die niemand braucht, da vollkommener überfluß: damit überflüssig sind.
da ist sehr viel d’ran, an dieser stellungnahme.
latentes »wundern« und »wunder nehmen«, welches doch, soweit ich der sprache mächtig bin, auch wieder ein form der frage ist. die, am besten fernab der gegenwärtig modischen maschinen und apparaturen, deren gewinn eigentlich nur im beschleunigteren untergang der eigenen spezies zum vorteil des ganzen verortet werden kann, mit genommen wird: für die praxis, will heissen, für die dauer zwischen den oben anskizzierten möglichen vorkommnissen, empfehle ich, einfach um ein beispiel zu nennen, gediegene spaziergänge durch das theoriegelände zwischen den höhen und tiefen der landschaften, die sich eröffnen. zum beispiel auch in einem gemälde:
Stifters Ansicht von Oberplan, um 1823, Adalbert Stifter – Ansicht von Oberplan.jpg aus der Sammlung in seinem Geburtshaus; diesen Reisekoffer von dem Rainer Maria Rilke, der oft in Meilen war… fussläufig.
dieser wunsch nach einer frischen sendung. eine technik. neu hineinzugehen, nicht besser, routinierter, sondern „jungfräulich“, aber das ist ja auch nur so eine methode und techné. was ist die wirklichkeit; eigentlich könnte ich jetzt schreiben, was ich wollte und zu glauben, dass ich nur das protokolliere, was diese kunstforscherin Matter {ästhetisch} denkt, spricht und sendet, wie eine bedörde, amt oder institut, die einzig dazu da sind, mir dies leise vor mich her flüstern zu gewähren. ich habe geflüstert, welches auch als gesprochen gilt und verbleibe deshalb ebenso hochachtungsvoll sowie herzlich grüssend Birgit Matter
https://www.deutschlandfunkkultur.de/50-todestag-der-surrealistin-unica-zuern-einzigartig-und-100.html
https://averygordon.net/hawthorn-archive