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#Figurationsofportraitpainting #kunsttalk001 #Portrait #Porträts «#DieKunst» öffentlich schreiben

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#kunsttalk 12

hiermit wären wir

und ich bereits im Zentrum der »Schwierigkeiten« angelangt: beinhaltet nicht jedes Porträt (Selbstporträt) imaginäre, fiktive, virtuelle sowie un:realistische Anteile?! Oder, anders geschrieben, ausgedrückt und bereits besprochen: "Sobald das #Porträt und ein Porträt vorgibt, die Erzählung aus dem Leben und dem »Kunstschaffen« des Künstlers oder der Künstlerin zu sein, bleibt es eine Biographie/Autobiographie als Darstellung?!

Provokant formuliert: die Abbildung, die Illustration, die Zeichnung, das Gemälde oder das Bild im Fotografischen des Porträtierten/Portraitierten?!

Somit bleibt es im Bereich der Imagination des Kunstschaffenden und des Betrachtenden?! Somit im Bereich der Fiktion?! Somit im Bereich des Virtuellen?! Somit im Bereich des Traums?!

Was macht ein #Werk, ein #Bild, einen #Bildakt, eine #Skulptur zum Porträt, Selbstporträt, Selbstbildnis und Selfie?!
Wodurch wird ein #Werk, ein #Bild, ein #Bildakt, eine #Skulptur zum Porträt, Selbstporträt, Selbstbildnis oder Selfie der Person gemacht?!

Auf diese Fragen, die Antworten auf Höhe der Zeit zu suchen und zu finden, sind die Anliegen des #kunsttalks immer nebenbei. (mit diesen Fragestellungen befasse ich mich seit längerem, längerer Zeit und bis heute intensiv). Hierzu hat es immer wieder und je nach Epoche und Kontext der Kunst- und Kultur- sowie Geistesgeschichte, insbesondere der Philosophie und Neuroästhetik ziemlich unterschiedliche Antworten und Forschungsresultate gegeben.

«Das Anliegen des Porträts kehrt ständig zurück» schreibt Jean Luc Nancy. Und, dieser Satz lieẞ mich schon damals aufhorchen. Doch, die Zeiten, in denen sich der #Künstler/die #Künstlerin ohne Ironie ins Zentrum des Bildes als Selbstbildnis an der Wand setzen konnte, sind offensichtlich vorbei?!

Sind diese Zeiten wirklich und real vorbei?!

Das Fragwürdige des Möglichen und der Möglichkeiten, welche die eigene Person konsistent abzubilden versuchen, ist den #Künstlern_Künstlern von heute mehr als bewusst, die telepräsent mit den »maschinen« und »programmen« kunstforschend, experimentierend und künstlerisch arbeiten.

Die Unterscheidung praktisch und theoretische habe ich vorerst gelöscht, um mit diese Fragestellungen weiter zu kommen:

Das #Selbstporträt,
das #Selbstbild und
das #Selbstbildnis als exklusives Produkt künstlerischer #Subjektivität, ist bis heute möglich. Künstlerischer Eigensinn und das künstlerische Unikat ist damit Geschichte = Historie, sobald es jede:r herstellen kann?!.

Und es gibt mehr,
als nur einen Grund, dem Selbstporträt und Selbstbildnis sowie Selbstprofil mit einiger Skepsis hinterherzuschauen. Zweifel an der Darstellbarkeit des Subjekts, der Person und Persönlichkeit selbst schleichen sich seit längerer Zeit ein. Diese Zweifel haben sich seit ca. 500 Jahren in die Kunst- und Kulturgeschichte sowie Kunstwissenschaften eingeschlichen. Spätestens die Philosophie des französischen Poststrukturalismus hat althergebrachte Vorstellungen zum Porträt/Portrait nahezu endgültig verabschiedet. Mit den Philosophemen vom Verschwinden des Menschen und des Humanoiden. »Vom und mit dem Tod des Autors« erteilten »Michel Foucault« und »Roland Barthes« den modernen Konzeptionen von Subjektivität, künstlerischer Urheberschaft, künstlerischer Autorschaft und Originalität die radikale Absage seit den 1960iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Jacques Derrida äusserte diesen Zweifel, indem er formulierte: »Das Selbstporträt, wenn es eines gäbe«. Er beschrieb es als eine Ruine, der immer schon eine Blindheit eingeschrieben ist. Mit einem konventionellen Porträtbegriff lassen sich diese Bedingungen kaum mehr vereinbaren. Vor dieser Folie und diesen Hintergründen wird die Wiederbelebung der Gattung »Selbstporträt und Porträt«, wie sie spätestens seit den 1970iger Jahren zu beobachten ist, zum spannenden Unternehmen und Projekt im Zusammenhang mit dem #kunsttalk und auch jede:r Form von Therapie.

Neue Typologien, Erkenntnisse und Erfahrungen "kristallisierten" sich seitdem heraus:

- METAPORTRÄT, (das die eignen Bedingungen und die eigene:n Rahmensetzung:en und Settings reflektiert)
hierzu ist auf Martina Weinhart, Selbstbildnis ohne Selbst. Dekonstruktion eines Genres in der zeitgenössischen Kunst, Berlin 2004 zu verweisen. Das langsame Verschwinden des Abbilds des Künstlers aus seinen Selbstporträts ist vor allem in konzeptuellen Ansätzen zu verfolgen, die sich als GEGENENTWÜRFE zu ausdrucksorientierten, expressiven und bildlichen Modellen verstehen. Sie führen zu der leicht paradoxen Situation der Wiederbelebung des Genres in Form von dessen konkreter Widerlegung. Nicht zuletzt haben sich die Rahmenbedingungen für die Bildproduktion erdrutschartig bis flammend und extrem schnell verändert und technisch erweitert. Erstmals in der langen kunsthistorischen Traditionskette ist das Selbstporträt als Kulturtechnik im Alltag verbreitet und heute für jede-n zugänglich. Sowie ständig neu bildnerisch und kreativ zu gestalten und umzuwandeln. Und niemand ist heute mehr bilderlos. Das Leben präsentiert sich als Bild- und Filmgeschichte. In Bildgeschichten im fotografischen und filmischen, die laufend, in serien und staffeln neu zusammengestellt werden. Als die Abfolge von Bildern im Fotografischen bis zu filmischen Momenten in Zusammenhängen der eigenen Person, der eigenen Prompteingaben. Unser Gesicht und Porträt / Portrait wandert Tag für Tag in das gigantische virtuelle Bilderarchiv (kollektive Unbewusste) des globalen Fotoalbums ein. Es stellen sich Fragen, wie das klassische Genre auf diesen radikal gewandelten aktuellen Kontext reagiert. Was haben die Künstler den omnipräsenten Alltags-Selbst-Darstellungen im bildlich virtuellen (noch) entgegenzusetzen?
Der problemlose Gebrauch des Pronomens ich (ICH - I-CH - I) verdeckt, verschmiert, verzerrt und verschleiert auch deutlich die Tatsache, «dass das Subjekt in Wirklichkeit eine komplizierte Angelegenheit ist, die ziemlich zerbrechlich, verletzlich, empfindsam und scheu reagiert. Das menschliche Wesen ist das, über welches sich nur schwer sprechen lässt. Und ohne das, gleichwohl zu sprechen (sowie ich schreiben jetzt). nicht nur automatisch, zufällig, glücklicherweise und positiv. und dennoch und gleichwohl es für mich in dieser #form zurzeit noch möglich ist und hoffentlich bleiben wird.
Wird der Sprache, der Stimme und dem Image (Bild, Vorstellung, Verkörperung als Porträt/Portrait/Selbstbildnis heute zu viel Dominanz, Macht, Wirkung und Kraft sowie Magie eingeräumt?! 

Die sprachkritische Zeiten:Wende, die semiotische Zeiten:Wende, die interpretative Zeiten:Wende, die kulturelle Zeiten:Wende, die künstlerische Zeiten:Wende, die wissenschaftliche Zeiten:wende, die bildliche Zeiten:wende, die kulturelle Zeiten:wende, die politische Zeiten:wende etc.:

"Es scheint, dass in jüngster Zeit bei jeder #Wende jedes »Ding« - selbst die Materialität & Manifestation - zu einer sprachlichen Angelegenheit, Geste oder einer anderen #Form der #Repräsentation wird". Mir geht es um die Sprache und das Bild, um den Diskurs und die Diskussion, um die Kultur und ja, um die (bildende) Kunst, Musik, Literatur usw.. In einer wichtigen Hinsicht ist das einzige, worum es anscheinend nicht mehr geht, die_ Materie und das_Material?! Mit denen auch und in erster Linie Selbstbilder und Porträts/Portraits geschaffen werden.

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