kunstforschung künstlerisch forschen what’s the matter

ENTWURF roh, kaum ausgefeilt und geschliffen: Versuchen und Experimentieren im Sinne von DIYS (do it yourself) wird zum Schlüsselbegriff: «Künstlerische Forschung», «kunstbasierte Forschung» und «Kunstforschung», die bereits Vorstellungen zum «Oxymoron» eröffnen: Kunst des Wissens und Wissen der Kunst wird zum Forschungsgegenstand: im Bild- und Textakt, Videoschnitt sowie den Aufzeichnungen, die behandelt und live-gestreamt via Kanäle und Social Media Plattformen werden:

Mit Maschinen, Menschen und Kunst kommuniziert dieser Forschungsgegenstand zugleich, parallel, neben- und miteinander sowie untereinander, sobald es hier sicht- und lesbar wird. In «Schriftzeichen» (Typen, Formen, Farben, Design etc.) und «Pixel» im Fotografischen, die ästhetisch kommunizieren durch die Architektur des Content Management Systems : wordpress.com. Sobald Bilder, Videos, Filme, Träume, Texte, Illusionen, Imaginationen, Poesien, Romantiken, Nostalgien, Malerei, Märchen, Grafische Novellen etc… hochgeladen und gespeichert werden.

SCIENCE FICTION?

In Daten-sätzen, Kunst-worten und Bild-akten wird es zur «eigenen» Wissensform des Zeugs, welches gelagert, dokumentiert und aufbewahrt wird. Dinge, die sich aneinander messen – Weltlinien – die «referieren» und zwar ohne Bezugssystem. Ästhetisch – mit und ohne Fehler und Fehlendes – kommunizieren: un-verfügbare Leerstellen: schwarz auf weiss

Mit dem Schreiben, Entwerfen und Aufzeichnen sowie Lesen wird täglich angefangen. Wie es im Fotografischen: mit Video, Videokonferenzen und Filmaufzeichnungen sowie Schnitten und Filtern weiterlaufen wird? Zu dem Forschungsgegenstand: *bildeigene Wissensform* und *ästhetische Bildträger* der visuellen Kunst wird in verschiedenen Umgebungen, Bedingungen und Raumzeiten geforscht. Mit Anwendungsprogrammen im smarten «Setting», den experimental Systemen via Internet sowie der Kommunikation „vom Hammer bis zum Nagel“ wird freiwillig geforscht und re-konstruiert oder re-produziert. In den Bedingungen des Settings, die sich «zufällig» ergeben. Obgleich diese bewusst aufgesucht und besucht werden. Spontan, geplant oder terminiert. Zum Teil abgesprochen werden. Freiwillig – kostenlos – in jedem Fall inszeniert werden. Mehr oder weniger – eingerichtet – initiiert. In jedem Fall an-ein-an-der hängend, verbunden, gestaffelt veröffentlicht werden.

Aufzeichnungen, welche möglicherweise die kulturelle, biosoziotopische bis biopsychosoziale, wirtschaftliche, politische gesellschaftliche sowie wissenschaftliche «Tragik der Allmende» und «public:domain» re-produzieren (werden).

Dies vorweg: Heimlichkeiten, Geheimnisse und Rätsel sowie der Zauber und die Faszination der Bildnisse als Geschichte: ob als Landschaftsbild oder als Selbst-Porträt des KünstlerSeins (mit und ohne Werk-anspruch oder Konzept). Ästhetisch kommunizieren in jedem Fall: Bild – Image – Logo. Das Bild, welches bewusst ästhetisch inszeniert wird. Das Bild, welches bewusst komponiert und gemalt wurde. Das Bild, welches weitergereicht wird. Das Bild, dessen Reichweite und Biografie bekannt werden. Das Bild, dessen Lebensgeschichte und Reise re-konstruiert wird. Das Bild, welches (noch) nicht als Abfall entsorgt wurde. Das Bild, welches zurzeit noch an der weissen Wand hängt. Das Bild aus dem 20. Jahrhundert, welches als typische «*Volkskunst» zahlreiche Angebote an Klischees, Etiketten und Stigmata sowie Bedeutungen und Werten zu re-produzieren vermag, die heute sowie damals mit dem Künstlerdasein zusammenhängen könnten. Provenienzforschung zu einem kleinen und einfachen Gemälde der Kriegszeit und seiner politischen Dimensionen.

Die Seilschaften und die Beziehungen soziotopischer Kantinenmoral interessieren hierbei kaum, d.h. Streiche, Angriffspläne, Spiele, Hinterhältigkeiten, Strategien der Durchsetzungskraft und den Fallen des Künstlerdaseins (mit und ohne Werkanspruch) im Kunst- und Akademiebetrieb. Nach dem vertraulichen Blinzeln mit den Augen, nach dem Ein- und gar Beide – Augen – Zudrücken, den blinden Flecken und dem verständigem Schulterklopfen, mit Absprache, Sprachregelung und Geheimzeichen – kurzum: nach Kumpanei bis Filz wird kaum gesucht, sondern nach dem freien Zusammenspiel.

„Glaubensbrüder- und Schwesternschaften“ und Wahlverwandtschaften, die offen und öffentlich das Argument, Zeichen und die Kunst sowie Bilder lieben. Zonen, in denen Nicht das Meinungsfähige herrschen und dominant sein soll, sondern das Argument, die Begründung und Erklärung mit Quellenangabe zählt. Gefahndet wird nach gemeinschaftlichen Linien, Fäden, Fasern und Verbindungen sowie Verlinkungen. Beziehungen innerhalb und ausserhalb künstlerischer Lebenszusammenhänge, die zu gesellschaftlichen und kulturellen Zwecken gegründet werden. Bis heute im Zusammensein und Zusammenschluss der Kunstschaffenden und Forschenden entstehen und organisiert werden. Cliquen, Klumpen, Gruppen, Clubs, Unternehmen, Organisationen, Vereine und Netzwerke, die für ihre «Leute» sorgen: Kabbeleien oder Leidenschaften oder Durchfechten? Durch Gegner- und auch Feindschaften, Freundschaften in Begegnungen, Organisationen oder Unternehmungen sowie Projekten, entwickelt sich die Praxis in sichtbarer Offenlegung und Öffentlichkeit. Zum Beispiel die Rollenfunktionen, die eingenommen, gezeigt, präsentiert, gespielt und jederzeit wieder abgelegt werden. Doch hier geht es nicht nur um das Künstlerdasein, sondern um das Bild.

Die Art- und Lebensweise des Bildes, in der eventuell auch vernünftiges Denken mit schwimmt und am Ruder steht, selbst steuert und paddelt! Informationelle, freie und autonome Selbstbestimmung des Künstlerdasein scheint heute wie damals gefährdet zu sein. Der selbstgesetzte Anfang und das Ende, welcher persönliche Verantwortung für den Künstler mit und ohne Kunstwerk entstehen lässt. In „grossartiger“ Mechanik diskursiver Logik und Vernunft können neuartige Vertragsmatten, Muster und Kunstwerke sowie Formate entstehen. Zwischen den organischen Zellenhaufen und Lebensknollungen, wie Erdäpfel und Kartoffel etc. wird Kunst auch auszulegen, zu stellen, setzen und legen immer erlaubt sein. Gehäuse für Kunst: öffentliche und soziale Behausungen und Häuser. Schrein, Gebäude und Architekturen werden konstruiert und entworfen. Die Neuen sozialen Plastiken werden gebaut, organisiert und gepflegt, die allzeit sicher betreten werden dürfen. So in etwa beschreibt Ferdinand Tönnies die Aufklärung in der internationalen Diskussion von Lars Clausen / Carsten Schlüter (Hrsg.) Hundert Jahre „Gemeinschaft und Gesellschaft“ 1991.

Intensiv, andauernd und auch tiefer sowie weiter gehend forsche ich, forschen wir künstlerisch grundsätzlich zum «Bild». Zum «Satz» und Ansatz im Kontext der Gemeinschaft, Gesellschaft und Gruppe rufe ich aus: Wie Wittgenstein hebe ich hiermit die Art und Weise auf: sich den Satz »wie ein lebendes Bild« vorzustellen. Die Leser*innen und Experte*innen werden es sofort einzuschätzen wissen und gar nicht mehr weiter folgen – . Doch, diese Auffassung behandelt auch den wörtlichen Sinn des Satzes, nämlich als den Sachverhalt, der den Satz wahr machen würde, sobald er in der wirklichen Welt bestünde und real bzw. realisiert wäre. Was die Wörter, Wort und Schlüsselbegriffe bezeichnen und bedeuten. Und es sich eventuell um nichts anderes handelt, als um unsere guten alten Bekannten. Die »geistigen Bilder«, die uns durch die Erfahrung (Erinnerung) eingeprägt und eingeimpft worden sind. Wir werden sehen:

Sobald sich etwas an der Oberfläche (des Monitors) bildlich, wörtlich und fragmentarisch abzuzeichnen beginnt, werde ich unweigerlich aktiv. Hierzu fange ich an zu erklären, begründen, erzählen, kommentieren und zu handeln oder zu zeichnen, malen und fotografieren bzw. zu filmen, zu filtern und zu schneiden. In jedem Fall zu kommunizieren. Eventuell auch, um zu suchen und zu finden, um das vorläufige Fazit zu ziehen und die Pointe zu setzen. Still, schweigend, aufmerksam beobachtend werde ich, sobald sich Material zum Bild und/oder Wort im malerischen – fotografischen bis filmischen abzuzeichnen und darzustellen – beginnt. Die Choreografie, Bildkomposition und Orchestrierung im Video – mit und ohne Musik – Untermalung beginnen, die auch von den anderen zusammengeschnitten und gefiltert werden.

Interpretieren, analysieren, synthetisieren, systematisieren, anordnen, organisieren, managen, gestalten, experimentieren und performen: mit – durch – in Bildakten und Bildträgern (wie gemalt, gezeichnet, gedruckt etc.) im fotografischen bis filmischen Genre, Video und Buch. Die Aufzeichnungen rücken dabei zusehend in den Vordergrund. Allein, zu zweit, im Team und in der Gruppierung mit Bekannten und Unbekannten wird über das *Bild* : Bilderzyklus, Reihe, Serie, Mosaik, Assemblage etc. oder «Einzelbild» im fotografischen bis filmischen gesprochen, gedacht, geredet und geschrieben. Gleichzeitig wird gezeigt, demonstriert, präsentiert und probiert.

Zum «Bildakt» wird häufig wissenschaftlich geschrieben, da es nur als Illustration gesehen wird. Zum «Bildakt» wird hier künstlerisch geforscht. Gefilmt, aufgezeichnet und direkt veröffentlicht. Gezeichnet, skizziert, entworfen etc. und wiederum referiert, präsentiert und performt. Nahezu, wie am „laufenden Band“ in Fabriken und Produktionsstätten, die heute Projekt-e, Netzwerke, Organisationen und Institute genannt werden. Sobald es sich um die *bildeigene Wissensform und den Bildträger* sowie die *Ästhetik* handelt, wird das oder mein I-CH forschend aktiv. Da dies I-CH immer (mit) kommunizieren will. Sobald es ek­lek­tisch wird.

Homepage für’s Einzelbild & Biografie wird bearbeitet & bewirtschaftet:

Thesen und Hypothesen zur *Wissensform* des Bildes und des Bildaktes werden oft kaum mehr bis ins Detail entworfen, hergestellt, assoziiert, verknüpft, verlinkt, überprüft, aus- und hergestellt sowie realisiert – evaluiert und validiert. Sondern immer schneller & beschleunigter ent- und verworfen, eher als Abfall & Müll entsorgt. Als gesammelt, archiviert und gespeichert.Abgelöst sowie beendet wird immer schneller. In Bruchteilen von Sekunden werden Bilder betrachtet möglicherweise ohne Verständigung. Im Verlauf der Zeit (Chroniken, Versionen und Geschichten) werden diese (wieder) herzustellen sein. Erinnert oder re-produziert werden. Da sie zu Fragmenten – des unendlichen Gedächtnisses – im Internet werden, denen die Geschichte verloren gegangen ist. Mittels der Maschinen, Endgeräte und Programme (APP) lassen sich Verbindungen zu Kanälen und Informationsdatenbanken im Internet jederzeit (wieder) herstellen – anschliessen und re-konstruieren – und mit dem Einzelbild verlinken ( – ).

Visuelle Kunst als «Forschung» und «offene Wissenschaft» handelt somit zwangsläufig vom Bild der Bilder und dem «Einzelbild» und «Bildakt». Videostill, Film und der Aufzeichnung, d.h. von bewegten und vitalisierten Bild-Bildern an der Leinwand. An die Wand, an den Bildschirm oder sonst wo hin lassen sich heute Bilder jederzeit projizieren.

Mögliche Fragestellungen, die dadurch aufgeworfen werden und sich stellen?

Bewertung: 5 von 5.

Bilder liebt mein I-CH im Prinzip mit und ohne Leidenschaft. Satz und Sätze liebe und lebe I-CH im «Prinzip» ebenso mit und ohne Leidenschaft wie das Einzelbild und den Bildakt. Die monologisierende Rede, die Erzählung und das sprechende Denken sind bislang zu wenig die Prinzipien, welche I-CH mir aneignen, zu eigen machen und veröffentlichen durfte. Informationelle Selbstbestimmung und Selbstständigkeit sowie freiberuflich tätig zu sein, waren für mich hierzu notwendig:

Autonomie

macht FREIHEIT ANGST?

Wird FREIHEIT zur FORSCHUNG zum VERB – TUWort – SATZ?

Wird FREIHEIT zur FORSCHUNG zum VERB – TUWort – BILD?

Inwieweit es bereits mit künstlerischer und kunstbasierter Forschung, Kunstforschung und Wissenschaft(en) zu tun hat, wird im weiteren abgeklärt werden. Wie hängen Performance, Zeichnungen bis Kennzeichnungen: Gemälde, Fotografien, Rauminstallationen, Videos, Live-Streaming, Filme, Projektionen, Techniken, Performance, Literatur, Kontinuum etc. heute künstlerisch noch mit dem Bildakt des Einzelbilds zusammen?

Welche Möglichkeiten bieten heute die bildlichen Aufnahme- und Dokumentationsformen – mit denen jede-r heute via Internet – privat bis öffentlich – experimentieren darf?

Wie und wodurch entstehen die Zusammenhänge zu künstlerischer und kunstbasierter Forschung, Kunstforschung und offener Wissenschaft sowie offenen Wissenschaften?

Statische, bewegte und mobile sowie geteilte Bildwerke, Bildakte, Träume, Szenen, Installationen und Schnitte (Cuts) etc., die erkennbar erinnert, assoziiert und antizipiert werden. Da diese (immer auch) malerisch bis poetisch – musikalisch bis stimmlich – ästhetisch kommunizieren, sobald diese ausgesendet und empfangen werden.

Im Vorder- bis Hintergrund – Mittel- bis Untergrund, je nach Kameraeinstellungen des Objektivs im Raum. Heute werden sie bis zu 360 Grad und darüber hinaus aufgenommen – übertragen und transformiert sowie gesendet, wenn entsprechendes Equipment installiert, angewandt und genutzt wird. 3D – heisst die Zauberformel – DRUCKEN.

Thematisch und fragend kehre I-CH jedoch zum Bildakt des Gemäldes und Textes zurück. Die projiziert und re-produziert werden. Der Bildakt, der wie eingefroren wirkt, sobald dieser stillgestellt – gezeichnet und gemalt ist oder wird. Dies wird im Zusammensein mit anderen – (Kollaborationen im SmartSetting) – möglichst sinnvoll (zärtlich- ohne den anderen- zu verletzen) respektvoll und aufmerksam bis achtsam versucht. Darum und damit es sich entsprechend an der Bildoberfläche und den Bildoberflächen (deutlicher) abzuzeichnen beginnt. Dies Abzeichnen hängt für mich mit der «bildhaften Figur», dem «rhetorischen Stilmittel», der «Kunstfigur» und dem «Porträt» sowie der «Landschaft» in erster Linie (Weltlinien) zusammen.

Sowie anderem und weiterem, wie zum Beispiel dem Kontext, dem Ort, dem Raum, der Tradition, der Kultur, den Menschen usw.. Landschaft und Topografie, Sphäre und Aura, Historie und Chronologie, Geschichte und Poesie, Schwelle und Zone, dem Raum und Weltraum – Kosmos – Welt- und Menschenbild usw… Doch mich interessiert zurzeit eher : die Details.

Detail

Durch die «Produktionsästhetik» und die «NEUE SOZIALE PLASTIK der widerständigen Beziehungen» im Zustand und Zuspruch des KünstlerSeins mit und ohne Werk wird hier laufend geschrieben, gefilmt beobachtet und aufgezeichnet. «Sample» – «Remix» – «Sammlung» – «Archiv» etc. von Bild- und Textmaterial wird es zugleich, welches selbst hergestellt wird. Ohne Hilfsprogramme, Bots etc., jedoch durch die Mitwirkung von Menschen und dem Humanen. Somit wird und bleiben es Situations- und Momentaufnahmen der Menschen, die mit Text und Bild sowie Bildern und Texten im Fotografischen verbunden und eingebunden bleiben. Auch wenn diese sich zu Datensätzen und Videosequenzen transformieren, anders darzustellen, verteilen und auch auf- und abzulösen beginnen.

Die Gegenstands- und Zwillingsformel und Konjunktion (Wortart) kann nur dann der Reichweite gegenwärtiger visueller Kunst und Kunstforschung gerecht werden, wenn sie sich in Formen von Nach- und Beweisen, Handlungen und Bildern gesichert (her-)auszustellen und zu veröffentlichen vermögen. Doch, wie passiert es in den heutigen Zeiten, wo jede-r es technisch machen kann und könnte?

Ohne oder mit professionellen maschinellen Infrastrukturen?

Nur, die Liebe zur Malerei, Skulptur und dem physischen Raum, die Musik, Lyrik und Poesie, dem Zeugs und Dingen sowie der Landschaft geniessen bis heute die Sonderstellung in der Kunst. Als Genealogie und Möglichkeiten der Ex- und Impression, auch Romantik des Humanen etc., die den künstlerischen Ausdruck immer als Effekt der konzeptuellen Versuchsanordnung und Bild-Komposition erweist. Für das erweiterte Malereiverständnis spricht heute, dass gemalte Bilder seit ca. den 1960er-Jahren nicht nur im übertragenen Sinne, sondern buchstäblich über ihren Rahmen, die Wand und den Raum hinausweisen.

Soweit der Ansatz, mit dem hier angefangen wird. Wobei jede Modernismus-Kritik kaum im Denkmuster oder Pattern des Gegners verhaftet bleibt und verbleiben wird.

Kunstforschung ist zu den Künsten die relativ (neu) hinzukommende Tätigkeit, die dabei ist, sich herauszubilden. Anhand der Beispiele ergeben sich Gemeinsamkeiten («Koinzidenz», «Interferenz», «Resonanz» etc.) sowie Verschiedenheiten («Kontrast», «Differenz», «Widerspruch» etc.) zwischen individueller und kollektiver Bild-, Sprach- und Text- sowie Kunstbetrachtung und -verständigung. Wobei Perspektiven zentral auf das Bild oder die Textpassage ausgerichtet werden, die im Vordergrund beleuchtet sind.

Solange funktionierende Programme zur visuellen Kunstforschung und zur Herstellung künstlerischer Artefakte als *bildeigene Wissensform* entwickelt werden, bleibt die ästhetische Kommunikation für die Menschen interessant. Sowohl generations- und kulturübergreifend als subjektiv bis objektiv oder operationalisierbar bis intersubjektiv wird es wichtig – bedeutend – wertvoll bleiben.

Mit der ins Bild gesetzten Ästhetik des Performativen fängt das visuelle Kunstschaffen, jede Kunstforschung und die Thesen- bis Hypothesenbildung und Versuchsanordnung zum Experimentieren an. Sie endet zumeist bei einem erneuten anfangen oder an älterem – bereits vorhanden – (retro- und prospektiv) antizipierend weiterzuarbeiten. Da immer neue, unbekannte und unvorhersehbare Fehler und Störungen (mit, in und durch’s Bild(re-)produzieren – gestalten etc. – sichtbar und behandel- und erkennbar werden. Fehler, die ästhetisch immer (mit-) kommunizieren, störend bis effektiv bis mächtig wirken können. Sobald künstlerisch und wissenschaftlich vorgestellt, umgesetzt, transformiert, illustriert, integriert, perforiert etc. wird.

Dieser künstlerische Forschungsansatz setzt unmittelbar an der alltäglichen menschlichen Handlungspraxis an, mit der Bilder und Bildträger heute manipuliert, gestaltet und mitgeschnitten sowie gemalt und gezeichnet oder gedruckt werden (können). Fehler werden deshalb nicht und kaum auszuschliessen sein. Die hergestellten Bilder im Fotografischen werden motivisch bis symbolisch überformt, sobald darüber gesprochen und dazu geschrieben wird – soweit die vorläufige Hypo- bis Hyperthese.

Kunstforschung zeigt hierzu Beispiele, Nachweise, Videos und Dokumentationen kaum in nur chronologischen Reihenfolgen oder Listen:

«Gemeinsamkeit», gegenseitige Verbundenheit («Interferenz»), Verschiedenheit («Differenz»), inter-subjektive («Resonanz»), die sich mit der ins Bild gesetzten *Ästhetik des Performativen* offensichtlich zeigen. Mehr und mehr beginnen sich »Prekäre Choreografien« abzuzeichnen, sobald künstlerische Handlungspraxis und visuelle Kunstforschung als *bildeigene Wissensform* sichtbar erscheinen.

r-evolution medialer welt-en – Beginn jeweils 16:00 Uhr

Kunstforschung, Künstlerische Forschung und kunstbasierte Forschung bedeutet für mich, sich mit ästhetisch-visuellperformativen bis sprachlichen Denk- und Handlungsweisen offener Wissenschaft-en und visueller Kunst im #SmartSetting in «Social Media» zu befassen. Die Techniken, Werkzeuge (Tools), Leinwänden (Tatort und Umgehungsstrassen der Malerei) in fotografischer Gegenwart aufzunehmen, die durch Kameraobjektive gefilmt und aufgezeichnet werden. Das #SmartSetting wird zeit- und ortsunabhängig für visuell-performative und wissenschaftliche Kunstforschung angewendet. Als »Diskurs« zu den #Projekte 16 genutzt. Dies „Sowohl als ob“ werden sowohl Seiten als auch Ansichten und Perspektiven des visuell-performativen Künstlerseins mit und ohne Werkanspruch re-präsentieren, die in erster Linie der Kunstforschung dienen.

Vorerst möchte I-CH es so bezeichnen. Sobald die Forschungsaktivitäten hier in die bestimmte und bestimmbare Richtung weitergehen und abgeschlossen werden. Am Anfang ist das „Aufsuchen“ sowie „Besuchen“ wichtig. Die Einrichtung in bestimmten Räumlichkeiten, Workshops, Tagungen, Sessions als Künstler*in und Wissenschaftler*in.

Zwischen den visuell kunstschaffenden Künstler*innen und/oder forschenden Wissenschaftler*innen und/oder schreibenden Autor*innen und/oder Schriftsteller*innen und/oder Zeichner*innen und/oder Maler*innen und/oder handelnden Performer*innen und/oder sprechenden Theoretiker*innen, und/oder anderen Rollenprofilen der Zuschauer*innen, Beobachter*innen, Betrachter*innen, Teilgeber*innen etc. befindet sich mein I-CH zur Verständigung, auch dann, wenn es nicht sichtbar kommuniziert. Und zwar immer in wechselnden Funktionen und Rollen der teilgebenden und teilnehmenden oder auch nur beobachtenden An- und Abwesenden im #SmartSetting.

(Eventuell wären explizit die Signaturen zu erwähnen, falls es gewünscht, erwartet und notwendig wird und der Erkenntnis dient). Die Aufzählungen (soziokultureller und künstlerischer) Rollenprofile und Funktionen zur «Charakterrolle» der (neuen) «Figur» und «Figuration» (Kunstforschung, Künstlerische Forschung, kunstbasierte Forschung) lassen sich heute schnell mittels Listen oder Drehbuch erstellen.

Als «Thread» in Bild und Text zum Thema oder zu einer Fragestellung werden diese fast endlos zu Listen – wie zu Rattenschwänzen – erweitert. Verzweigend, fortsetzend sowie verlinkend tentakeln diese weiter. «Siehe» hierzu den laufenden Thread zum #Schaf #9November2016 auf der Social Media Plattform Facebook mit ca. 2400 Kommentaren, die manuell als Bild- und Textkommentare ein- und angefügt wurden ohne weitere Hilfsprogramme oder Bots.

In Bilder- und Filmserien, Videosequenzen und «Vlogs» mit und ohne Text lassen sich heute romanhafte bis erzählerische Essays und Konzepte schnell kommunizieren, komprimieren, verdichten und verbreiten.

Die kulturelle und künstlerische Rolle der «Frau» zum Beispiel, die im Bild immer anwesend, teilgebend und mittragend wird. Als künstlerische Forscher*in und / oder Wissenschaftler*in wird sie auch mit in den Fokus genommen. Treffender formuliert die Markierungen, anhand denen Bilder, Images und Logos als Frauenbezogen erkannt, benannt und identifiziert werden. Der Begriff der zum Bild: Frau im Künstlerdasein und künstlerische Forscherin ausgesprochen, geschrieben und (ästhetisch) kommuniziert wird.

Der «Slogan», das «Motto», die «Marke», die mit und ohne #hashtag via social media zum Bild / Video kommuniziert wird. Das LOGO, welches übergreifend, allgemein verständlich im deutschsprachigen Raum, Europa und nahezu weltweit kommuniziert. Der Claim, der sich ausschließlich im deutschsprachigen Raum als Fachbegriff der Werbebranche seit den 80er Jahren etabliert hat, interessiert mich weniger. Häufig wird dieser jedoch Synonym zum Begriff “Slogan” verwendet. Slogan beschreibt streng genommen eher den allgemeinen strategischen Anspruch der Marke als die textliche und bildliche Umsetzung der Aussage. Als Taglines und Tags werden Slogans im amerikanischen Sprachraum bezeichnet. Endlines und Straplines werden im englischen Sprachraum verwandt. Im französischen Sprachraum sind die Werbeslogans als “Signatures” oder “Slogans Publicitaires” bekannt. Und Lemas ist der spanische Begriff für die Slogans. Dieser Begriff Lemas ist wiederum nicht zu verwechseln mit «Lemma», der Grund- und «Nennform» des Wortes. I-CH kann nur fehlendes oder fehlerhaftes in Wort und Bild produzieren, sobald I-CH alleine anfange. Denn es scheint ja alles bereits im Internet an Wissen und Erkenntnis vorhanden zu sein.

Welches Bild der Frau wird heute weiter getragen und ständig re-aktiviert und kommuniziert und mit Attributen belegt? Eventuell wird es bei den An- und Abwesenden folgendes auslösen:

*Erlebnisse, Erfahrungen und vitale Erwartungen, die kaum nur im Zentrum des visuellen KunstSchaffens und Künstlerseins anzusiedeln sind. Durch Kunstforschung, sprechendes, schreibendes sowie malendes Denken und Handeln ins Bild gesetzt werden. Die mit offenen Wissenschaften bis zu Illusionen und Träumen der unendlichen Weite und Offenheit zusammenhängen können*

  • »Bild» (Merkmal/Qualität)
  • «Sujet» (Inhalt/Index)
  • «Ding» (Gegenstand/Sache/Zeug)
  • «Kategorie» (Denkmal/Begriff)
  • «Namen» (verbale Zugriffsindex/wissenschaftliche Definition)
  • «Zeichen» (visueller Zugriffsindex/wissenschaftliche Definition)
  • «Konzept» (Entwurf/Plan)
  • «Theorie» (Betrachtung/Kunstforschung)
  • «Film» (Kunstform/bewegte Bilder)
  • «Technik» (Kunstfertigkeit/praktische Künste)
  • »Forschungdesign« (Versuchsplan/Versuchsanordnung)
  • »Tool-Box« (R-Toolbox)
  • «Tarot-Karten» (Spiel– oder Postkarte)
  • «Video» (in elektronischer Form kodierte optische Sequenzen)
  • »Instrument« (Instrumentarium)
  • «Liste» der Zeichen, die aufgezählt werden: Aufzählungszeichen – (…./………../………/… ——__/___———…………..““““““‘-‚.‘-.?^^„„____‘:,;-““““““-Formate in Fortsetzung (Kontinuation bis Kontinuum) und so weiter *sowohl als ob* … assoziieren – beobachtet – interpretieren – anverwandeln – immer wieder antizipieren etc. in elektronischer Form kodierter optischer Sequenzen, Situationen und Szenen aus wechselnden Einzelbildern und bezogen auf das »Bild« und darüber hinaus.

Wird das Bild heute durch das Video und die Kamera überwacht und beobachtet sowie zensiert?

Und zeigt dieser Film, dies Video und das Bild, welches tatsächlich vergegenwärtigt werden kann (vgl. Franz Schuh: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 222)? «Live-Übertragungen» in Echtzeit, die kaum je im (öffentlichen) «Fernsehen» oder «Public Viewing» gezeigt werden. Live-Stream-Videos und/oder Vlogs, die ausgestrahlt und mit Endgeräten empfangen werden. Mit Bildtelefonen, wie Handy, Natel, iPhone, Tablet, Computer, Rechnern, Bildschirmen etc. und den passenden Applikationen der Anwendungsprogramme.

«Videokonferenzschaltung», per Skype oder zoom.us, die an Gruppen freiwillig teilnehmender gleichzeitig gesendet und empfangen werden. Live-Stream-Videos, die gespeichert, dokumentiert, bearbeitet und archiviert, live gestreamt und aufgezeichnet werden. Diese Darstellungsarten eröffnen möglicherweise automatische, doppelte und mehrfache «Kontingenz» sowie das Kontinuum zur visuellen Kunstforschung, ästhetischen Kommunikation und den offenen Wissenschaften.

Warten Bilder, die Dinge und die Kenntnisse der *bildeigenen Wissensform* nur darauf: an einem Ort, im Zeitraum (wieder) zur Anwendung, ins Gespräch und die ästhetische Kommunikation gebracht sowie eingeschleust zu werden?

Im livechat (LiveChat) zum Beispiel auf YouTube (CH) oder Social Media Plattformen werden künstlerische Erlebnisse zunehmend sichtbar und/oder auch akustisch bis musikalisch bezeugt. Mehr oder minder selektiv mitgeschnitten und erinnert. Im Strom der Netzwerktheorien, Maschinen und im *Tsunamie der Bilder* oder *Traum* fliesst vieles – wird fluid. Welches nach und nach, parallel sowie gleichzeitig und direkt mit-erlebbar sowie re-vitalisiert werden kann. Sobald sie in der (virtuellen) Realität (wieder) erscheinen. Zumeist in der voreingestellten Bild-Qualität: Automatisch (720p), Untertitel: Nicht verfügbar, Melden, Hilfe und Feedback, Wiedergabegeschwindigkeit: 0,25fach – Normal – 2-fach sowie «VR» Modus (wieder) anzusehen sind, falls diese angesehen wird.

formate und feature für visuell künstlerische, kulturelle und/oder wissenschaftliche projekte (wissenschaft: im dialog) werden zunehmend so bereit gestellt und für jede-n abrufbar. Vermutlich für das (allgemeine) Publikum der Bürger, Zuschauer und das Volk, die es interessiert.

Neue Forschungsfragen lassen sich so generieren und formulieren sowie aufstellen. Neue Methoden, neue Instrumente, neue Techniken, neue «Applikation», neue Versuchsanordnungen, neue Proben, neue Übungen usw. entwickeln. Das neue «Artefakt» (Bild, Bildakt, Zeichnung, Gemälde, Videostill, Performance) der visuellen Kunst wird heute gegenwärtig und zeitgenössisch hergestellt?

Die Videos, die hier ein- und angefügt werden, sind als Live-Stream produziert. (Live-Streams werden meistens nur mit geschnitten und bildtechnisch wenig bearbeitet. Im jedem Fall werden sie mit den heute vorhandenen Geräten udn Möglichkeiten ohne Budget hergestellt. Um (neue) Erkenntnisse und (relevante) Informationen in Zusammenfassungen zur visuellen Kunstforschung zu »selegieren« und zu «verlinken». Um es später eventuell (wieder) zu «erzählen»; Möglicherweise «erklären», «zeigen», «präsentieren» und übertragen und transformieren zu können in andere Zonen, Bereiche, Felder und Räume. (Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik, Berlin: Suhrkamp 2014)

Vermittlung der visuellen Kunst muss «hierüber» heute noch gesprochen werden. Wessen Stimmen, Bilder und Performances werden aus den Mainstream-Erzählungen in die „Videokonferenz“ des #SmartSetting aufgenommen und offensichtlich besprochen? Was wird wie und wann als Wert relevant? Verworfen, gelöscht bis blockiert und relativiert? Welche Erkenntnis, welches Resultat und welche Pointe werden zur bildeigenen Wissensform des Bildes formuliert?

Wird visuelle Kunst im «Bildfeature» der Gegenwart auf Social Media Plattformen und im #SmartSetting für die Kunstforschung und die offenen Wissenschaften wirklich vorangetrieben oder nur re-produziert? Aufzufassen, Festzuhalten, Mitzutragen und/oder Mitzuteilen? Sowohl kritisch zu widerlegen als auch zu fragen oder anderes herauszustellen. Bildlich (endlich voraussichtlich) im *Feature* herzustellen, darum wird es sich beim KünstlerSein mit und ohne Werk handeln. Wird heute in erster Linie auf den Ersatz kulturell homogener Selbstbilder, Stimmen und Performance fokussiert? Oder wird eher auf das Material, die Technik und den Rahmen des Bildes als Wissensform fokussiert? Auf die Zeichnung, Entwurf, Skizze und Gemälde als Bild, Leinwand und Umgebung fokussiert? Welche Rolle spielen heute die Zentralperspektive und die Fluchtpunkte in der visuellen Kunst?

Die beweglichen und hybriden Positionsbestimmungen und Haltungen der Künstler*innen als Statement – in Bildform und/oder Illustration – bestimmen die Wissensform und Erkenntnis heute?! Den Titel und das Thema, welches gewählt wird. Werden Kunstforschung und visuell-ästhetisches Denken oder sprechendes Denken durch und mit der Stimme und Geste verbal oder nonverbal (vor-)gegeben?

Wird mit dem Schaffen des Bildes überhaupt neues ästhetisches Denken, Erkenntnis und Wissen ohne Sprache freizusetzen sein? Oder wird gerade die Kontingenz und das Kontinuum der Weltsicht betont, die mit der Sprache mit und ohne Bezugssystem und -rahmen gegeben ist? Dies wird untersucht:

Die Chronik laufender Ereignisse und Aktivitäten visueller Kunstforschung und individueller ästhetischer «Bildbiografie» der Künstler*innen werden hierdurch berührt. Mir geht es um genaues hinsehen und die Bilder aus der «Kontaktzone» heraus darzustellen, die berühren. Wird es wirklich dieses detailverliebte Hinschauen werden? Dieser hinwendungsvolle, achtsame, neugierige und interessierte Blick auf scheinbar Beiläufiges und Nebensächliches im Bild – dem monochromen Leinwandbild, welches ich so eindringlich finde. Fotografien, Zeichnungen und Gemälde sind immer stille Zeugen einer lauten Umgebung (Stadt/Land/Fluss/See/Berg/Himmel usw.): Sie sensibilisieren Betrachtende wie den Künstler selbst für die Schönheit des Fehlerhaften und Fehlenden unterwegs zu sein.

Das Bild, welches nicht gezeigt, behandelt, dokumentiert, laufend bearbeitet oder diskutiert wird, interessiert mich. Die Fabrikation von anderem Wissen, welches das allein wissenschaftliche oder künstlerische Vorgehen nicht vermag. Im visuellen Kunstschaffen, künstlerischen Forschungsprozessen und Projekten findet die soziale, kulturelle und ästhetische Praxis und Kommunikation selbst statt.

Formatexperimente und die experimentelle Komponenten der Kunstforschung in ihren Praktiken der Materialisierung und Visulalisierung als Kunstformat werden hier im Entwurfcharakter betont. Bilder ermöglichen Erlebnis und Erfahrung ihres aktiven «Konstituens» von Wissen und Kritik. «Bildkritik», die gespeichert, gelagert oder auch entsorgt, gelöscht, zerstört und vernichtet worden ist und wird. Hiermit stellen sich die Fragen nach den Grenzen visueller Darstellbarkeit möglicher Extremerfahrungen in Bildern visueller Kunst und Medien. Sowie nach den Grenzen ihrer kultur- und bildwissenschaftlichen Beschreibbarkeit und Bildanalyse. Die «cultural turns», wie iconic turn (Gottfried Boehm) und pictorial turn (William J. T. Mitchell) haben sich als zwei Paradigmen geisteswissenschaftlicher Bildforschung in den öffentlichen «Kulturen» etabliert.

kreuz – koordinatensysteme im bild – an haltestellen in der umgebung (environment)

Seitdem ist einiges geschehen: die bildtheoretische und bildkritische sowie historische Perspektive wird zum Bestandteil. Elemente, die sich in vielfältiger Art und Weise kontrastieren. Gleichzeitig entwickeln sich institutionelle Bedingungen und (massen-) mediale Dispositive weiter. Mit zeitlichem Abstand stellen sich Fragen zur Bildwissenschaft, dem Bild und Bildakt an sich. Da moderne Untersuchungen davon ausgehen, dass Bilder als (eine) Art Sprache verstanden werden. Die ästhetische Erfahrung, die spezifische Differenz- und/oder Kontrast-Erfahrung das Erleben des Bildaktes bestimmen. Bilder werden kaum mehr für transparente Fenster zur Welt gehalten, sobald sie als Sorte der Sprache in Zeichen begriffen werden. Zeichen, die sich trügerisch bis aufschneidend im Gewand der Natürlichkeit und Transparenz präsentieren. Hinter denen sich aber der opake, verzerrende, willkürliche Mechanismus der Repräsentation, ein Prozess ideologischer Mystifikation verbirgt (William J. T. Mitchell 2018, S. 18).

Wie wird die ideologische Mystifikation zu anderen Paradigmen und ›turns‹ in der Gegenwart verkörpert, gezeigt, wahrgenommen und hinterfragt?

Wie wird das Potenzial und die Transformation ästhetischen Handelns (Denkens) außerhalb der etablierten Bildwissenschaft und Kunstfelder zur Anwendung gebracht?

Hängt ästhetisches Denken am Rahmen und Systemen von Referenzen und/oder an der Referentialität des Bildträgers?

Welche Rolle spielen Dinglichkeit, Materialität und Örtlichkeit sowie die Oberfläche der Leinwand heute in der visuellen Kunst?

linie – reihenfolge – präsentation – performance im bild: die Form – Ästhetik – Zumutung

Experimente mit Form und Leinwand

Dieser künstlerischen Aktivität und Performanz als visuelle Kunstperformance, Bildbetrachtung sowie Bildverständigung etc. gehen Genderperspektive und Ästhetik voraus. *Genderperspektive* wird somit den Betrachtenden oder Beobachtenden vorausgehen und ästhetischer Bewertungen und Beurteilungen erzeugen. Und jeglichen Änderungen und Erweiterungen des Forschungsfokus im Feld werden auch die Perspektiven von Gender in gewisser Weise vorauseilen: Nicht Raum, nicht Bild, nicht Performanz noch Ritual rütteln an der Erkenntnisordnung der Weltenlinien der Dinge selbst. Wohl aber Gender als die Hauptachse der gesellschaftlichen und sozialen Tiefenstruktur-en, aus denen sich die kulturelle Ordnung der Wissenssysteme und Tradition überhaupt erst herausbilden. Das Befinden 100 Jahre nach Bauhaus, die drei fff – form follows function.

  • Was wird passieren, sobald sich diese Hauptachsen der sozialen und kulturellen Tiefenstruktur der Rollen auf Oberflächen in Form und Funktion abbilden werden?
  • Wird das Bild oder werden bewegte Bilder zu Wesen und Wissenssystemen per se?
  • Womit wird das Bild überhaupt ein Bild, das etwas wert ist?
  • Wodurch wird das Bild opportun, hoffnungsvoll und widerspenstig?
kreuz und koordinatensyseme der widerspenstigkeit, die sich in bewegung setzen und unterwegs sein werden

Hier geht es eher darum, der anderen Art von Referentialität und Wirklichkeit die Geltung zu verschaffen – die nicht nur hermeneutisch in Sinn- und Bedeutungskernen verkapselt bleibt. Die Sonnenlicht, die Oberfläche und die Bewegung sowie Dynamik selbst mit einbezieht. Damit Referenz und Referentialität (überhaupt erst) sichtbar werden: als Evidenz, als Präsenz, als Artikulation von Dinglichkeit, Materialität und Form. Während bei der Referenz der Bezug auf die Sache (Gegenstand) selbst im Vordergrund steht, geht es bei der Referentialität darum, die Bezugssysteme darzustellen. (Die Bezugnahme und das Beziehen auf – wird hierdurch – in den Mittelpunkt gerückt).

bild-wand – wand-bild

bild- wandler

bild-wanderung

bildfahrzeug – vehikel

«Bildfahrzeuge» und Formexperimente, die im Video festgehaltene Performance werden zur exemplarischen Annäherungen an das (Di-) bis (Tri) Lemma, die Blocksätze zum Bild der Kunstforschung. Zugleich wandert diese Annäherung in die «Dimensionen» der Forschungsbereiche ein: Migration in Felder, Räume und Lager visueller Kunst. Hiermit wird der gegenwärtigen, historischen, sozialen und medialen Dimension im Alltag Rechnung getragen. In dies Gemisch aus künstlerischen, kuratorischen, wissenschaftlichen, auch administrativen und ästhetischen Perspektiven, Interpretationen und Zuschreibungen, die bis heute «zollfrei» gelagert werden.

Informationen, Wissen und Erinnerungen, die (kollektiv) in Bildern, Blocksätzen und Geschichten gespeichert werden und nicht mehr erzählt werden. Solange diese sich nicht an den Grenzen der visuellen Kunst kreuzen (crossing the borders of art). »Ironische Umkehrungen», Paradoxien und Verzerrungen (Bias) sowie Re-Präsentationen in laufenden Integrations- und Migrationsdiskursen, die sich offensichtlich und sichtbar zeigen und darstellen lassen. Migration, Integration – dies lenke nur von visuellem Kunstschaffen ab. Und in der Tat, so behaupten einige, bei übermässiger Fixierung auf solche Themen kann man für die kunst- bis wertvolle Seite der Kunst blind werden. Im Umzeichnen von Schatten sahen nämlich schon der römische Autor Plinius d. Ä., aber auch Leonardo da Vinci den Ursprung der (bildenden) Kunst. Wer das weiss, dem sagt ausgerechnet dank dem Licht, Farbe, Ornamentik und Textur des Schattens, das Ästhetisches an Leben gewinnt. Etwas über das Wesen der Kunst und der Vorstellungskraft an sich, die nicht nur Hybridität, Migration oder Exil sind.


Intentionalität, Fragestellung und Selbstpositionierung oder Stellungnahme werden heute zumeist sofort von künstlerisch Forschenden, Künstler*innen und Kunstschaffenden erwartet.

Die flüchtigen, systematischen oder intensiven Ansammlungen von Beiträgen zur Kunstforschung, um Bildgeschichten, Bildeinwanderungen und Bilderfluten sowie Kunstforschung fortzusetzen.

Wobei es sich oft auch nur um Bilder, Filme, Videos, Bücher, Texte, «Paratexte», Kontexte, Ausstellungen und Räume visueller Kunst / Künste handelt. Die eher eine «Schweigespirale» erzeugen. Als die mögliche Kontroverse, «Kritik» und weitere Untersuchung sowie Fortsetzung zu erzeugen.

Wie es zum Beispiel der Begriff «Forschung» offenlegt, der in der deutschsprachigen Debatte sehr umstritten ist. Oft lautet der Vorschlag der visuellen Kunst und Künste: dieser Begriff sei durch «ästhetisches Denken» zu ersetzen. Bedeutet es durch «Praktiken ästhetischen Denkens» auf malerisch phantasievolle, zeichnerische, grafische und visuell künstlerische Art und Weise auf «monochromen» Flächen und Plattformen gleichzeitig aktiv zu sein?

visuelle kunstforschung und künstlerisches Forschen kommuniziert ästhetisch – im Dialog

Bei der Kommunikation in Kunsträumen können «Wortklauberei», «Rabulistik», «Sophisterei» oder die «Typisierung von Argumenten» eine Rolle spielen. In Interviews oder Befragungen (mit und ohne Leitfaden) werden diese zu präsentierten Bildern oder aufgehängten Bilderserien erfasst. Allein – durch die aufmerksame Zuhörerschaft und Beobachtung der Beobachtung – sind ausführliche Bilderzählungen zu provozieren. Geschichten, die über Bildschirme und mobile Displays (SmartSetting) hinaus schweben und abfallen.

Und jedweder kennt das Problem: Bild, Skizze, Zeichnung sowie Fotografie, Video oder Arbeit sowie Farbe und Form anders erscheinen als es (vorher vermutlich) gedacht worden ist. Hybrid erscheint, sobald es auf der Plattform eines gemeinsamen Projekts, in einer anderen Umgebung oder im Ausstellungsraum erscheint. Sobald es selbst gemacht, hergestellt, visuell und/oder sprachlich kommuniziert wird. Künstler*in-nen gestalten, beabsichtigen und entscheiden die Fertigstellung: Format, «Feature» Forschungsresultat aus ihrer Perspektive. Sie unterbrechen hierdurch häufig ihre künstlerische Praxis des Kunstschaffens und der Kunstforschung am Ort.

Mit diesen visuell-künstlerischen Versuchen (Entwurf – Design – Form – Gestalt – Video im Fotografischen und malerischen etc.) wird hier experimentiert. Performative Imitation und Inspiration, die Wahrheitsfähigkeit und Erkenntnisgehalt («Episteme») im Moment und auf Dauer als Lager, Sammlung und Versionsgeschichte speichern. In bewegten bis mobilen Bild-Bildern (Bildfahrzeugen), Text-Texten (Kontexten), Video-Videos auf Seiten, in Beiträgen auf Plattformen, die mit der Strasse, Plätzen, Bahnhöfen und anderen Orten jederzeit direkt sicht- und beobachtbar überkreuzt und verlinkt -freiwillig – werden können.

Im Moment bedeutet es noch Kunstforschung und «Performance» für den Bildakt. Inwieweit es künstlerische Performance wird, entscheiden immer andere und anderes mit. Ob es «Lecuture Performance», «Performance Effekt», «Performance Poetry», «Performance visuality», «Visual Litercay» usw. «Liveness» bis «Lebendigkeit» etc. wird. Diese Fälle («circumstances») visueller Kunst werden betrachtet, gelesen, adaptiert, kopiert, kommentiert und schweigend stehen gelassen. Erzähl- und erklärbar und möglicherweise so versteh- und nachvollziehbar sowie anschlussfähig oder zugänglich sowie abschliessbar und in sich geschlossen gemacht.

Re-visonen und Recherchen zu künstlerischen Forschungsarbeiten werden mit gespeicherten Entwürfen und veröffentlichten Formaten möglich, die hier jederzeit (auch wieder) zu editieren sind. Sobald diese Manifest erscheinen und beleuchtet werden. Wobei das Anliegen von Birgit Matter in keinem Fall ein Manifest oder Denkmal ist. Jederzeit neu aufgerufen, angesehen und geändert sowie kopiert und re-produziert sowie verwandelt werden können.

Die Versionsgeschichten und Geschichte (Logbücher), die reichhaltig, nahezu unüberschaubar und mobil als Assest Management werden. Mit Liveness, Technizität und Medialität werden es auch Geschichten, die auf Verhandlung «fluidisierender» Effekte in der Informationsgesellschaft und den Kulturen heute hindeuten. Effekte, die verbreitert, verkörpert, «verleiblicht» und/ oder vertieft werden (können). #keinebrotloseKunst – Design und (neue) Formen, Ordnungen und Anordnungen des Sehens und des Erkennens, sowie des Verpackens und Versendens interessieren. Visuelle Kunst und Kunstforschung, die sich mit künstlicher Intelligenz der Programme, Hilfsprogramme und Suchmaschinen zusätzlich zum Bildmaterial ergeben werden, sobald diese hierzu eingerichtet und angeschaltet werden.

Die Beispiele visuell-künstlerischer Forschungsaktivität hier werden zumeist durch Künstler*innen selbst zum Ausdruck gebracht und präsentiert. Welchen Einfluss wird die «Performance» als ästhetische «Heterotopie» auf die Ermächtigung der Subjekte sowie auf Wissensgenerierung erzeugen? Im Mittelpunkt der Untersuchungen werden Strategien und Pläne zur Visualität, Oralität und Korporalität als zentrale (mediale) Verfahren künstlerisch-ästhetischer Performance angenommen. Die eventuell durch ein Bild (re-produziert) dargestellt, gezeigt oder re-präsentiert werden.

Künstlerische Performance und Dokumentation sind in jedem Fall Serviceleistungen, die Kunstschaffende, Künstler*innen und auch KunstTherapeut*innen sowie Forscher*innen sowieso *extra* und zusätzlich in die Öffentlichkeit und Systeme einbringen (wenn sie sich mit der Welt verändern). Andauernde künstlerisch-visuelle Arbeit des Kunstschaffen und Kulturkompetenz, die du, sie und andere in jedem Fall immer mit-bringen und mit-entscheiden. Falls es sich um Kunst, die Künste und Forschungsergebnisse handelt. Die Zukunft: was und wie zum Beispiel mit diesen Blocksätzen und Bildern passieren wird. Die sich hier nach und nach auch in «Remix» bildender Kunst/Künste herstellen.

Ob sie zur Aktivität, zum ästhetischen Denken und kommunizieren und/oder zum Diskutieren in Gruppen oder der «society for artistic research», wird sich zeigen und ergeben.

Die einleitenden Begriffe «Künstlerische Forschung», «kunstbasierte Forschung» und «Kunstforschung» belegen, wie Forschung nach dem bestimmten Forschungstyp praktiziert wird. Zur Orientierung hat Henk Borgdorff (2007) die folgenden Typen eingeführt, nach denen sich Forschungsaktivitäten differenzieren und zuordnen lassen:

  • 1) Forschung über die Künste («research on the art»),
  • 2) Forschung für die Künste («research for the arts») und
  • 3) Forschung in den Künsten («research in the arts»).

Die Sorge und Befürchtung oder auch Angst, an künstlerisches Forschen könnten die Massstäbe, Normen und Methoden oder das Forschungsdesign der Wissenschaften (Natur- und Geisteswissenschaften) angelegt werden, teile ich in keinem Fall. Der autonome (subjektive) Status, mit dem Künstler*innen ihre ästhetische Handlungsfreiheit, unmittelbare Produktiv- und Bildkraft, künstlerisches Wissen sowie ästhetisches Denken, Sprechen, Schreiben etc. als «Performance» einsetzen, findet vital, aktiv und durch Unterlassen statt. Hier wird es zudem programmiert durch Vorgaben und Wahlmöglichkeiten in WordPress-Design formal und informell unterstützt. Aus meiner Sicht ist es der Bereich, der die Kunst der Kunst-Therapie in den letzten 12 Jahren erfasst hat und weiterhin verändern wird. Bereiche der Kunstforschung, die zu den Künsten relativ neue hinzukommende Tätigkeit, die dabei ist, sich sichtbarer und erkennbarer herauszubilden, sobald diese veröffentlicht werden. Wie zum Beispiel teilgebendes beobachten, besichtigen und betrachten, re-vidieren, recherchieren, kritisieren und kommentieren. Um zu sehen, erkennen und verstehen, worum es wirklich, real und in Wahrheit gehen könnte. Bei Musealisierung künstlerischer Aktionen und Performance handelt es sich weniger um die Konservierung der Vergangenheit als vielmehr um die Schaffung der Zukunft des öffentlichen Raums, der Zukunft der (visuellen) Kunst und Künste der Zukunft überhaupt (Hito Steyerl 2018, S. 55).

Wo stehen wir in der «künstlerischen Forschung»?

Forschung im emphatischen Sinn ist immer Aktivität, die traditionellerweise etwas bezeichnet, das in Universitäten, Industrielabors und Kompetenzzentren mit Auftrag und Drittmitteln zumeist *Geld* und *Mitteln* geschieht. Und nicht etwas, das Menschen tun, sobald sie visuelle Kunst an einem Ort mit Vitalität ästhetisch spüren, wahrnehmen und schaffen. Im Studio, Atelier und in Fabriken wird visuelle Kunst zumeist produziert, um sie dann in Lokalitäten, an verschiedenen Orten auszustellen. In *Liveness* und *Lecture* zu performen.

Durch digitale Vernetzungen, den Informationsaustausch in weitgehender Ortsunabhängigkeit, wird visuell künstlerische Forschung mit Computernetzwerken möglich. *Knotenpunkt*, *Rattenschwanz* wird hinzugefügt, die dynamisch und «rhizomatisch» anwachsen werden. Hierdurch eröffnen sich Zugänge und Anschlussfähigkeiten zum virtuellen Raum, in den viele bisher an Ort und Zeit gebundene Funktionen einwandern. Als Seite oder homepage wird dieser Raum oft noch bezeichnet. Möglicherweise in einem Verständnis, welches noch von analog gedruckten Artikel-, Buch- und Bildseiten oder Zeitungsseiten sowie dem Fernseher als einen Bildschirm im Wohnzimmer ausgeht?

Künstlerische Forschung wird hier eher mit der experimentellen und praktischen Entwicklung der ästhetischen visuellen Artefakte zu tun haben. Sowie deren Historie und Lebensgeschichte, Kunst- und Bildtheorien, Kunstgeschichte und Visuellen Forschungsprozessen im emphatischen Sinn mit ästhetischem Mehrwert. Obwohl (sowohl als ob) künstlerische Forschung sicherlich danach trachtet, unsere Welt mit neuen Schlüsselbildern und -begriffen, Kunstwerken und neuen künstlerischen Praktiken zu bereichern, strebt sie vermutlich nach (grundlegendem) Verständnis von unserer Welt und uns selbst, die in Begriffs- und/ oder Bildkonzepten, Plänen, Projekten, Programmen, Modellen und Ordnungen visuell-künstlerischer Praktiken eingebettet sind. Auch wenn es kaum für möglich gehalten und auf den ersten Blick erkannt und verstanden wird.

Bei künstlerischer Forschung ist es mir wichtig zu betonen, dass das Forschungsziel, der Forschungskontext, die Forschungsmethoden, und die Art und Weise, wie die Resultate re-präsentiert und dokumentiert werden, untrennbar mit der visuellen Praxis von Produktion und Spiel sowie Performance verbunden sind und bleiben. Wobei es kein Videospiel oder Game ist, sondern Re-enactment und Neuinszenierung. In denen es kaum nur um die Darstellung, Visualisierung oder Illustration von Forschungsergebnissen geht, sondern um Merkmale und Kriterien. Begriffe, Richtungen und Fluchtpunkte, Mehrwert, Qualität, Index und Inhalt, die nach wie vor zur visuellen Kunst und «Visual Literacy» dazu gehören.

Tatsächlich nimmt die künstlerische Praxis hier die zentrale Rolle ein. Mit künstlerischen Forschungsexperimenten wird diese umkreist, um- bis beschrieben oder unterrschrieben. Der Forschungsgegenstand ist die kreative oder performative Praxis des Bildes der Künstler bzw. der Künstlerin als *Liveness*, die auch öffentlich wird.

Diese Veröffentlichungen richten sich viel mehr auf (ein) Nichtwissen oder Noch-nicht-wissen. Sie schaffen Raum (und hier gibt es viel digitalen Raum für Ausstellungen) für das Ungedachte, das Unerwartete – den Gedanken oder Zufall – ästhetische Ereignisse, so dass alles auch ganz anders sein und werden könnte.

Die «Kontingenz» und das «Kontinuum» künstlerischer Forschung interessieren. Tatsächlich differenzieren sich hierbei drei Gruppen von Negationen:

  • Erstens jene, die aus Logik und Rationalität herausfallen.
  • Zweitens das Grund- und Sinnlose als Skandalon der klassischen Ontologie und Erkenntnistheorie.
  • Drittens das Begriffslose, das den Rahmen von Prädikation und Attributation sprengt.

Im öffentlich rechtlichen Fernsehen, Rundfunk, Wikipedia etc. sind Gruppen von Negationen ebenso wie auf Youtube und anderen Plattformen zu finden: zum Beispiel «die kunst des negativen denkens». Wie populäre und öffentlich es wird, sobald aus Künstler*innen, Kunstschaffenden, KunstTherapeut*innen etc. auch Forscher werden: https://www.srf.ch/kultur/kunst/wenn-aus-kuenstlern-forscher-werden

Informationen, «Open Access», Begriffe, Wissen und Kenntnis werden unübersichtlich sowie unscharf und kryptisch für die künstlerische Forschung und individuelle Suchbewegung der Künstler*in. Diese Situation fordert zweifelsohne heraus. Gedankliches und praktisches entwerfen oder praktisches und gedankliches verwerfen. Das Paradox der künstlerischen Forschung erzeugt Befangenheit und macht Mut mit dem Anfangen. Umschreiben, Zeichnen, farbig figurativ oder informell malen. Thematisch – motivisch arbeiten und fotografieren. Die Lebensgeschichte (Genealogie oder Genealogie) des Einzelbildes. Bildakt, Videostil oder Gemälde, welches ästhetisch kommuniziert. Weiter zu erforschen. Zur Skulptur, Vlog, Blog, Blocksatz etc., die ebenfalls ästhetisch kommunizieren.

Bildende Künstler*innen befassen sich intensiv, intuitiv und tiefer gehend mit ästhetischen Aspekten der Kommunikation und Bildsprache. Insbesondere, wenn sie bewusst klassische, moderne oder postmoderne Kunst schaffen und Reflexionen dazu anstellen. Sich in gegenwärtiger-zeitgenössischer-visueller Kunst, Visual Literacy und Kunstforschung zu bewegen sind offene und eröffnende Fragestellungen. Die Zeichnung ist die Öffnung der Form in mehrfachem Sinn: als Anfang, Aufbruch, Anstoss, Anlauf, Anheben und Abfallen. Dies erste Motiv erinnert eher an die Zeichenbewegung als an die umrissene Figur; essenzielle Unfertigkeit wird in dieser Figur angezeigt. Unabgeschlossenheit und ein noch Nicht-Erreichen der eigentlichen Form oder Stil werden sichtbar.

Nicht-Erreichen der Form und Stil beim Zeichnen

Zur Annäherung an die Form und zur Verständigung der Zeichen und Begriffe wird vorerst «Gemeinsprache» verwendet. Künstlerisch und wissenschaftlich wird heute transdisziplinär in englischer Sprache geschrieben. Zur ästhetischen und assoziativen Kommunikation der visuell-künstlerischen Forschung verwende I-CH jedoch die Mutter-sprache und Historie der deutschsprachigen Kultur. Die an den Anfang die «Begriffsklärung» und «Definitionsmacht» setzt, die mit der Gemein- oder Allgemeinverständlichkeit für die Bereiche der Forschung verbunden werden. Typisch für die Wissenschaften und für die Künste eher untypisch und zu gewöhnlich. Da sie die visuelle künstlerische und ästhetische Forschung auf Begrifflichkeit und Bezugssystem einengen. Und nicht verbreitern und vertiefen.

Die Lust an der Zeichnung nach Jean Luc Nancy (2013) vertiefen und dabei die praktisch-künstlerische Arbeit an der Bildgestaltung übersehen, ausblenden und verhindern. In dieser Art und Vorgehensweise wird visuell-künstlerische Forschung weder – typisch – wissenschaftlich noch theoretisch. Auch nicht – besonders originell – künstlerisch verschriftlicht und versinnbildlicht. Möglicherweise allgemein verständlich, gegenwärtig und ortsge- und ungebunden ästhetisch kommunikativ. Computerprogramme lesen oder schreiben diesen Text in andere Sprachen automatisch, oder übersetzen diesen in eine ausgewählte Sprache mit der wählbaren Stimme weiblich oder männlich. Je nach Präferenz lässt es sich einstellen.

Kopieren, ausdrucken, ausschneiden, kommentieren, umschreiben, kritisieren oder – anders – diesen Blocksatz und die Zeichnungen kombinieren. Die Blocksätze zu verwenden werden hiermit freigesetzt und frei gegeben. Missverständnisse sowie andere praktische Gebrauchsweisen zur ästhetischen Kommunikation werden mit Texten und Zeichnungen kaum auszuschliessen sein. Missverständnisse und Missverständigungen werden sogar gewünscht und nahezu erwartet.

Feldforschungen im eigenen Vorgarten haben mich dazu gebracht. Künstlerische Forschungen zwischen Adaptation und Abgrenzung seit den 70igern (oder auch 60iger) Jahren zu verfolgen, ästhetische Amalgamierungen, spurenkünstlerische Strategien, Kunsttheorien usw. Diese Spuren lassen sich auch auf die Fähigkeit des Spürens beziehen. Die Unwillkürlichkeit der Spur, die mit ihrem Sich-Einlassen über die Dimension der Wahrnehmung hinausgehen, da sich von scheinbar peripherem Vorgefundenen (z.B. Stein, Licht, Dose, Schaf, Brot, Staub, Bild) ihre Umwelt / Environment, Geschichte und Biografie erschliesst. Im Sinne der Levi-Strauss’schen bricolage wird die autodidaktisch, selbständig und nach individuellen Massstäben (Prinzipien) agierende Forschung der Spurensicherungskunst beispielsweise der Deutungshoheit der institutionellen Disziplinen entgegen gesetzt. Dennoch ist die künstlerische Forschung angehalten, die Gegenwart und ihre historischen Bedingungen zu kritisieren, um Neudefinitionen von Subjektivitätsformen und Bildakten zu transformieren.

Dies Bedürfnis der Emanzipation künstlerischer Forschung von wissenschaftlichen Forschungsmethoden kann ich nachvollziehen. Da es aus meiner Sicht und Erfahrung die Versuche der Annäherung und Parallelführung werden, auch wenn sich die Richtung auf praxisorientierte künstlerische Perspektiven vermehren werden. Richtungswechsel transversal und nicht nur der Point of View (POV) werden zu Fluchtpunkten, die künstlerische Forschung erneuern.

«Kunstforschung» konzipiert und berührt «Wissenschaftsästhetik»

Ästhetische Wissenschaft, die das spezifische Wissen und die Kompetenzen der Künstler*innen nutzt, um sie in anderen Kontexten als dem Kunstsystem oder Kunstbetrieb zur Anwendung zu bringen: Künstlerische Kompetenzen und Arbeitsweisen werden hier fast automatisch mit wissenschaftlichen zumindest mathematischen verbunden, verknüpft, verlinkt, verwunden und verknotet. Um neue Erkenntnis und Information sowie problemorientiert neues Wissen her- und bereit zu stellen. Zum Beispiel, um neue Thesen, Hypothesen und Fragestellungen für zukünftige Forschungen zu generieren oder zu formulieren. Mit Quellenangaben zu operieren und mit empirischer «Ästhetik» visuell-künstlerisch zu forschen, zu argumentieren, zu kommentieren, zu kritisieren, zu schreiben und zu schriftstellern gefällt mir zurzeit. Um es eher Salopp(e) zu sagen – ja – es wird erwartet, dass hier herumgekrittelt wird.

Vom Bildakt (im Fotografischen: Farbfotografie, Postkarte, schwarz-weiss Fotografie, Negativ, Gemälde, Zeichnung etc.) als «Gegenstand» des Vorhabens des KunstSchaffens und der Kunstforschung gehe ich aus. Dafür habe ich mich entschieden und zwar für jene, bei denen ich sicher bin, dass sie faktisch und materiell vorhanden sowie mit meiner Person, Körper und Subjekt heute noch in Zusammenhang zu bringen und in Verbindung sind. Obgleich die meisten vor meiner Lebenszeit als Künstler*in entstanden sind. Dokumente aus dem 20. Jahrhundert und 21. Jahrhundert setze ich in den Fokus oder werfe sie in den Vorgarten, um diese zu fotografieren. Da diese Emotiv mit Geschichte und Historie behaftet und auch belastet sind. Kaum müssen sie in erster Linie mit visueller Kunst oder einem Wert als Kunstwerk heute belegt sein, wenn ich anfange künstlerisch zu forschen und praktisch zu arbeiten.

«Geschichtswissenschaften», «Geisteswissenschaften», «Kulturwissenschaft-en» oder «Bildwissenschaft» und «Kunstgeschichte» etc. befassen sich auch damit, Fotografien und Fotografisches mit bildkünstlerischen und wissenschaftlichen Fakten und Informationen zu verbinden. «Kunstforschung» wird für mich subjektiv, kontingent und andauern. Hierzu arbeite I-CH im «Typoskript». Älteren Fotoabzügen in Schwarz-Weiss, zu Grautönen, Negativen und Negativfilmen sowie Negationen. Künstler*in-nen stellen der «Wissenschaft» oder den Wissenschaften und der «Kunstforschung», häufig auch die Biografie der eigenen Person oder Selbstpositionierungen als Mensch zur Verfügung. Die Beteiligung an Versuchen, Experimenten und Mitarbeiten wird hierdurch in Aussicht gestellt. Da es den Künstler*in-nen selten um das klar definierte Ergebnis und Ziel geht, als vielmehr um Prozesse, die etwas hervorbringen und künstlerisch und ästhetisch bereichern können. Dies bestätigen Künstler*in-nen mit ihren mündlichen, schriftlichen und bildlichen Stellungnahmen, Teilnahmen und Kommentaren sowie Beiträgen oder Verträgen. Womit auch tänzerische Umkreisungen und schrittweise Handlungen gegen das Gewicht der Schwerkraft oder Bequemlichkeit sowie den Strom des «Mainstreams» und der *Arche Kunst beschrieben sind. Die ästhetische Kommunikation und Handlung des «Selbst» beim praktischen künstlerischen Tätigsein DIYS interessiert – jeweils.

Schwarz, Dunkel sowie Licht und «Opazität» oder die Form der Quadrate, im Malerischen bis Fotografischen, faszinieren mich. Möglicherweise aus Selbstschutz, damit «Abstraktion» und «Theorie» nicht als zu rigide und tot erlebt und wahrgenommen werden. «Selbstbespiegelung» in nur einer Behauptung, Optimierung und Maximierung als Selfie etc. liegen mir fern. (Die zu Selbstliebe, Selbsthass, Egomanie, Narzismus, Sucht, Depression oder sonstigen Pathologien, Eitelkeiten oder Sünden führen können, die mich weniger interessieren, falls sie ästhetisch kommunizieren).

Im (surrealen) Studio experimentiere ich lesend, schreibend und denkend. Oder denkend, lesend schreibend, ich weiss es nie so genau.

Handwerklich und gestalterisch arbeite ich mit sogenannten natürlichen, künstlichen und künstlerischen Materialien, Stoffen, Pigmentfarben sowie Kohle bis Grafit u.a. auf unterschiedlichen Bildträgern im Atelier. Oft auf dem Holzboden sitzend, bis es körperlich zu unbequem und schmerzhaft wird. Zeitweise fasziniert mich Staub, Mehl, Senf und Ton. Formen und Farben, die ins Auge fallen, mit denen Erlebnisse, Erinnerungen und Erfahrungen empirischer Ästhetik und bildkünstlerischer Bildakte zu verbinden sind.

Unterbrüche, Störungen gibt es immer, inwieweit diese die künstlerische Forschung und Arbeit oder Aktivität beeinflussen, entscheidet die Künstler*in. Zum Beispiel die Literatur, Kataloge zu Kunstausstellungen der Künstler*in-nen die Aufmerksamkeit zur Zusammenarbeit binden. #Schafe, die gefüttert werden müssen oder ich verreise. Die Schafe wurde der Herde des Wanderschäfers überlassen. Handschriftlich schreiben, zeichnen und malen 1:1 in sogenannte Kunst- und Schwarzbücher. An den Endgeräten der Mensch-Maschine Kommunikation 1:N hängt heute jede-r : Nabel zur Welt

Doch sich in die Lebensgeschichte vom «Kunstwerk», «Bildakt» und Einzelbild in Aktion oder in Stille oder Konzentration zu vertiefen werden herausgefordert. Zu Künstler*in-nen Kontakt aufzunehmen, begleiten diese Kunstforschung, künstlerische Forschung und kunstbasierte Forschung kontinuierlich. Versuche aktueller Aufzeichnung – Notizen – direkt auf die blanko Seite oder den weissen Rand einer bedruckten Buch- oder Prospektseite aufzuschreiben oder direkt hier hinein zu zeichnen oder schreiben. Hierdurch entstehen Lücken, Fehler und neue Zwischenräume und Leerstellen.

Beispielhaft zu schreiben, um es später nochmals zu lesen, zu ändern oder zu verändern. Die Freiheit betonen im Umgang mit dem Material, Medien und Mündigkeit. Treffsicherheit und Genauigkeit. Keine «Willkür» «blinde(r) Entscheidung» «Wildheit» «Beliebigkeit––––––––––––– produzieren, wird es hierdurch kaum, da es durch Maschinen und Menschen überwacht wird. Die Intensität der visuell ästhetischen (weniger der sozialen oder kulturellen) Handlungssituation malerisch und zeichnerisch zu unterstreichen. Zwischen Zwang und Obesession in der Bewegung des Augenblicks: in der Geste von Gedachtem und Ausgeführtem scheint es ästhetisch zu kommunizieren. Zurzeit wirken kleinere Bild-Formate, Skizzen und Zeichnungen sowie Kritzeleien für mich befreiender als die grösseren und raumeinnehmende Bildakte und Installationen; die zu sehr beeindrucken, aufdringlich bis mächtig, gewaltig bis entfesselnd wirken wollen. Videos projiziere ich somit selten an die Wand und sehe sie mir im mobilen Display an.

https://kunstderkunsttherapie.com/2020/07/08/forschung-als-verkorperung/

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