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#ActionPainting #AmbientArt #Anschauungsformen #AUTOPOIESIS #Bildartikulationen #Freiheit #Kunstform #kunsttalk Hanne Darboven James Joyce kunstbasiert Forschen Praxis des Schreibens

experimenteller Realismus

https://www.mauritshuis.nl/en/our-collection/artworks/742-as-the-old-sing-so-pipe-the-young/
nach Monaten der Vorbereitung ist es online gegangen und die ersten Texte liegen zum Lektorat vor. Im nächsten Jahr erscheinen vermutlich die ersten Bücher 

Dieser Blog wird die Reihe #Bildlinien begleiten und bereits jetzt schon mit ihnen experimentieren ...

Ich danke den Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstlern, die Zeit, Arbeit und Ideen einsetzen und nicht zuletzt ihr Vertrauen schenken, obwohl bisher kaum mehr als Ideen im Raum stehen. Ohne die Gedanken und das Engagement der Mitherausgebenden wäre es kaum so geworden

Schon »Hanne Darboven« verstand ihr „Tun“ als Fortführen der Arbeit von »James Joyce«, der ihres Erachtens
die konventionelle #Literatur in die #Unlesbarkeit der Moderne geführt hat. Ihre Schreibarbeit begann mit der Abschrift
von Homers Odyssee. Diese rein reproduktive Tätigkeit gab sie 1971 zugunsten einer #Autopoiesis auf,
in der sie die von ihr gewählten Texte eines in den 1960er-Jahren durchaus gängigen Literaturkanons (Jargon der Eigentlichkeit)
mit ihren Kalenderaufzeichnungen verwob. Sie schuf so eine (Auto-)Biografie, die sich in Relation zu ihrer
bürgerlich-kaufmännischen Herkunft, der (Kultur-) Geschichte, insbesondere der deutsch-europäischen,
und einer von der US-amerikanischen Kunstszene geprägten Konzeption artikulierte

https://www.erudit.org/fr/revues/espace/1991-n17-espace1047294/944ac.pdf

http://people.zhdk.ch/elke.bippus/publikationen/hanne_darboven/DE_Hanne_Darboven_p184-193%20Kopie.pdf

https://www.zhdk.ch/forschungsprojekt/kuenstlerische-residenzen-in-den-darstellenden-kuensten-584793

Von matter birgit

Pilotprojekte
#nobreadlessart
#keinebrotloseKunst
#KatharinavonZimmern
#kunsttalks
#kunst

visual arts - art and scientific re-search arthistory
contemporary performance art
Project: #16

2 Antworten auf „experimenteller Realismus“

„Ihre Schreibarbeit begann mit der Abschrift von Homers Odyssee.“ Dazu gibt es eine elektrisierende Geschichte von Borges: „Pierre Menard, Autor des Quijote.“ (Ich zitiere die deutsche Übersetzung in „Sämtliche Erzählungen“, München 1970, weil ich immer noch nicht genug Spanisch gelernt habe, um den verehrten Autor im Original lesen zu können, meine Schande.) Darin geht es um einen französischen Romancier aus symbolistischem Umfeld, der es sich zur Lebensaufgabe macht, den Don Quijote zu schreiben, nämlich den von Cervantes, und nicht etwa abzuschreiben, sondern wirklich von Grund auf zu schreiben, Wort für Wort, als Autor des beginnenden 20. Jahrhunderts. Der Gedanke ist: dieselben Worte, derselbe Text, von einem Autor unserer Zeit geschrieben, haben einen völlig anderen Sinn als die, geschrieben von einem Autor des 16. Jahrhunderts. Borges zieht diesen Gedanken gnadenlos durch, bis zur vollkommenen Absurdität: „Auch zwischen den Stilarten besteht ein lebhafter Kontrast. Der archaisierende Stil Menards – immerhin eines Ausländers – leidet an einer gewissen Affektiertheit. Nicht so der des Vorgängers, der das seiner Zeit geläufige Spanisch unbefangen schreibt.“ (Seite 169) Er stemmte, so Borges, nur einen Teil seines gewaltigen Vorhabens, der Pierre Menard, nämlich die Kapitel 9 und 38 aus dem Ersten Teil des Quijote, und ein Fragment des Kapitels 22. Kann man lange darüber nachdenken. Bei ihrer Abschrift der Odyssee war Hanne Darboven also auf einem Weg, hinein in unübersichtlichere Gelände, als ihr vielleicht selber bewusst war. Dies gesagt, nehme ich mir für heute Abend gleich vor, mal wieder ein bisschen im Quijote zu lesen, ich bleibe, anhänglich wie ich bin, bei der Tieck-Übersetzung, die gefällt mir besser als die von Braunfels, obwohl oder weil sie mehr als Nachdichtung gilt.

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