KünstlerSein

Birgit Matter – schreibt
Donnerstag, den 07.04.2016 16:21Uhr in Herrliberg vor dem Bild-Schirm

Wie nicht die Kunst therapieren?


„Es gibt die Kunst der Kunsttherapie nicht!“


Doch es gibt Kunst, die KunstTherapeutinnen und KunstTherapeuten schaffen. Die mögliche Definition wäre, dass diese Kunst nur im Plural existiert, existieren und fortbestehen darf. Beschreibungen, Zuordnungen und auch die Qualitäten dieser Künste scheinen unendlich vielfältig zu sein. Der Versuch, diese auf den Nenner, Sockel und Ebene sowie auch nur in einen neuen Begriff und Kategorie, Brand, Marke, Kanon und Diskurs oder nur unter ein Logo zu bringen: wäre unzulässig – und nahezu überflüssig! Wie jede-r heute weiss.

Offensichtlich und offenbar gehört zur Kunst-Therapie, die immer neu anhebende und fortlaufende Erfindung und Aneignung der Möglichkeiten von Kunst und Therapie als Zwitter-Tätigkeit. Tätigkeiten, die in einem geschlossenen, geschützten und damit nicht offenen System stattfinden.

Wird KunstTherapie neuerdings zur Erfindung von Kunst und Therapie? Dient sie der Forschung von Kunst und Therapie?

Die Vielfältigkeit (manche assoziieren damit sofort beliebig) der kontradiktorischen Aussagen, Argumente und Stellungnahmen, die sich unter den Berufsangehörigen der KunstTherapie sofort einstellen. Sobald sie und andere beginnen durch, mit und über Kunst zu sprechen, zu schreiben, zu argumentieren und zu erzählen. Da selbstverständlich jede KunstTherapeut-in ander(e)s findet, zum Glück! Zum Finden, dem Gefallen und Entdecken möchte ich in diesem Zusammenhang gar nichts weiter – weder ästhetisch, noch moralisch und ethisch – andeuten.

Doch, sobald „dies zielorientierte therapieren wollen“ in institutionalisierten und vertraglichen Bezügen weggelassen wird.

Inklusion stattfindet.

Weder der Absicht, dem Zweck und dem Nutzen, noch dem Ziel der Therapie und Heilbehandlung gefolgt wird. Was wird dann und heute quasi automatisch passieren? Theoretisch und praktisch angenommen, dies wird nur annähernd stimmen und zutreffen: Kunst in keinem Fall mehr in Zusammenhang mit Pathologie, Wirkung der Therapie und dem Behandlungserfolg etc. zu bringen und wahrzunehmen.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.