Nächstes Treffen in Bern – Programm – progr.ch – am 08.08.2019 um 18:00 Uhr

Dies «Projekt» KUNST DER KUNSTTHERAPIE befasst sich in der heutigen «Kultur», «Tradition» und «Technik» mit visueller Kunst im «Setting» an Begegnungsorten. Das heutige Projekt KUNST der GRUPPE experimentiert mit dem »Dialog», ästhetischer Kommunikation zum visuellen KunstSchaffen und Kunstforschung im Kontext und Environment. Vorläufig wird es zur Lesbarkeit und zum Aufbau dieser Ausstellungsform mit der »Enzyklopädie« aus «freien Inhalten», Wissen und Erkenntnis verlinkt. Parallel werden zunehmend Quellen, Seiten, Blogs und Vlogs zur Visual Literacy angefügt. Die laufenden Transformationen werden mit den Bildern und Texten sowie Artikeln, Konzepten und Beiträgen der Künstler*in-nen nicht nur verschriftlicht oder «wikifiziert», falls sie es als Wording des gemeinsamen Diskurs möchten, wollen und genauso entscheiden.

Zu Beginn des Projektes standen Kunsttherapeut*innen und Künstler*innen in erster Linie im mündlichen Dialog und Austausch mit ihrem visuellen Kunstschaffen und künstlerischen Forschungsvorhaben. Die künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten zur «Dokumentation» in Bild (fotografisch) und Textur (zeichnerisch-schriftlich-typografisch-malerisch) für die Ausstellung herzustellen. Jetzt stehen Seiten und Blogs zur Verfügung sowie die geplante Möglichkeiten zu interaktiven Vlogs, die sich «mittelbar» und «sichtbar» herstellen lassen. Der Workflow künstlerischer Forschung, visuellen Kunstschaffen und Kunstforschung werden jeweils in den Treffen und mit Teilnahme der Anwesenden hier und andernorts dar- und hergestellt.

Am Anfang wird die (intentionale) «Fragestellung», «These» und/oder «Hypothese» für die künstlerische Forschung und Kunstforschung als Beitrag in den Treffen erwartet.

zwischendurch 

laufen die singulären «kunstprozesse» und kollaborativen «kunstprojekte» der Künstler*in-nen als künstlerisches Schaffen weiter. Visuelle Kunst – Gegenwartskunst und zeitgenössischer Kunst – und Kunstforschung, die gesehen und zur Kenntnis genommen werden. Hier zudem verlinkt und verbunden werden. Jede Künstler*in und/oder Autor*in stellt sie in eigener Initiative und Regie, künstlerischem Handeln und ästhetischer Kommunikation her. Sichtbare – bildliche und wörtliche – Stellungnahmen der Künstler*in werden erwartet. In Mundart, Textur und subjektiver Performance und Eigenart, die sie sichtbar zeigen will. Visuelles Kunstschaffen und künstlerisches Forschen betont die «solitäre», «eigenwillige», «selbstständige», »subjektive« und «freiwillige und befreiende» und/oder «wissenschaftliche» Entscheidung der Künstler*in.

Visuelles Kunstschaffen und künstlerisches Forschen werden in dieser Art und Weise «Selbst» durch, mit und in der Künstler*in initiiert und entwickelt. Mit Engagement, künstlerischer Erfahrung sowie mit und ohne Aus- und Weiterbildung präsentieren sich hier Bildakte, Illustrationen, Gemälde, Skulpturen und Videos. Mit und ohne auditiven und/oder schriftlichen Kommentar als Stellungnahme der Künstler*in, die durch andere gegeben werden. Das klassische und neue «Bild» sowie der Bildakt werden kritisch gegen und mit aktuellen kunsthistorischen und kunstwissenschaftlichen verfügbaren Bildtheorien zumeist intuitiv von der Künstler*in verteidigt, da sie richtig und gut sind. Künstlerisches Handeln und ästhetische Kommunikation werden «sichtbar» und «erkennbar», falls sie als Evidenz der Kunst oder mit Zeugenschaft wirken.

«Anachronismus», «Chronik» und «Dokumentation» geben auch ohne weitere Angaben einen Verlauf oder Serien wieder. Wie heute visuell-künstlerisch geforscht und künstlerisch geschaffen werden kann. Da es kaum eine gemeinsame, solidarische und kohärente künstlerische Zeitgenossenschaft und Gemeinschaft als ein «wir» im digitalen Raum, Space und Cyborg bei der derzeitigen R-Evolution (oder zum Vergleich ausserhalb dieser Rahmenbedingungen) im 21. Jahrhundert geben kann oder wird? Mehr noch, dass die implizite Annahme einer solchen Gemeinschaft, Zeitgenossenschaft und Gesellschaft: als ein «wir», die Gegensätze noch verstärken wird. In der gegenwärtigen Zeit der Globalisierung und des Lebensalltag sind es die tatsächlichen, wirklichen, realen, politischen, sozialen und psychosozialen sowie kulturellen, wissenschaftlichen und ökonomischen Differenzen und Schnittstellen, denen sich insbesondere die Frauen als Künstler*in-nen gegenübergesetzt sehen. Schnittstellen und Differenzen sind tagtäglich wahrzunehmen und zu erkennen, die (auch) laufend ästhetisch weiter kommuniziert werden. Ungleichheiten, unfaire Zugriffsmöglichkeiten mit Zugangs- und Anschlussvoraussetzungen, Zwangsläufigkeiten sowie Unfreiheiten der KunstSchaffenden und Kunstforschenden werden selbst mit der solidarischen und lauten Behauptung eines «wir» unsichtbar und unangreifbar gemacht. Die eine visuell kunstschaffende Künstler*in heute auch beeinflussen (können).

Visuelles KunstSchaffen als aktuelle «Gegenwartskunst» bedeutet, sich in kritischer Instanz gegenüber einem behaupteten «wir» entgegenzusetzen. Einer Zeitgenossenschaft, dem Zeitgenössischen der Moderne und Postmoderne sowie auch den anderen oder speziellen Vorurteilen und Stigmata. In wie weit «Kunstgattungen» zur Orientierung und Ausrichtung der künstlerischen Position einer Künstler*in heute noch nützlich sind, wird sich mit Zunahme der Beiträge zeigen und dementsprechend herausstellen.

Dem festgelegten Zeit- oder Projektplan, vorgefasstem Projektziel, Manifest oder Konzept einer Gruppe „Kunst der KunstTherapie“ wird für die Zukunft in den Treffen nicht mehr gefolgt. Die Entscheidung Seiten und Blogs sukzessiv mit den Beiträgen der visuell Kunstschaffenden und künstlerisch Forschenden aufzubauen, zu organisieren und zu erweitern, ist entschieden.

Die Betrachtung des künstlerischen Bildakt eröffnet immer die Fragen zur subjektiven Wahrnehmung und Ästhetik: subjektiv und intersubjektiv, sichtbar und bewusst im Austausch, Dialog und Polylog der «Gegenwartskunst»: Kunstforschung und visuelles KunstSchaffen sind kurzzeitig und gegenwärtig für den Moment oder Augenblick an einen Ort gebunden. Längerfristig und mit Dauer kann visuelles KunstSchaffen, welches bildkünstlerisch archiviert wird, als Logik, Intensität und Kraft künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung verstanden werden, die Erkenntnisse generiert und herstellt.

Erkenntnisse, die sich nur in – mit – durch visuelles KunstSchaffen sichtbar herstellen. Sich im Bildakt und der Geste der Künstler*in mitteilen. Zuschauer, Mitwirkende und Partizipierende kommentieren, auch wenn sie nur beobachten und gefällt mir klicken. Kunstwissenschaftlich lassen sich gezeigte, ausgestellte und präsentierte künstlerische Bildakte mit den Erkenntnistheorien des Ästhetischen, Kunst- und Bildtheorie(n) und Philosophien verbinden und weiterentwickeln. Retrospektiv und prospektiv verknüpfen. In wie weit es von der Künstler*in vorgenommen wird, ist freigestellt.

Visuell-künstlerische Möglichkeiten, die unterschwellig, randständig und offensichtlich in den Kunst-Strömungen und kulturellen Bewegungen wahrzunehmen, auszudrücken und herzustellen sind bzw. werden. Perzipierend und rezipierend finden sie oft parallel oder direkt mit dem visuellen KunstSchaffen (mit und auch ohne sichtbar dargestelltes materielles Kunstwerk) statt. Anderer Meinung zu sein, zu diskutieren, zu kommentieren, zu erzählen, zu fragen und zu schreiben sind die Herausforderungen, die zukünftige Diskurse und intersubjektive Dialoge auszeichnen. Visuelle künstlerische Forschungen und Kunstforschung will weiter bewegen, intensivieren und konzentrieren. Im Vordergrund ist und bleibt dabei der künstlerische Bildakt als bestimmter Gegenstandsbereich, der ästhetisch kommuniziert und auf Sehfelder fokussiert. Welche bewusst aus- und überblendet oder nicht belichtet werden. Inwieweit der Bildakt ästhetisch kommuniziert, Denken und Bewusstsein «Selbst» anspricht, entscheidet die Künstler*in, falls sie diesen hier herstellt.

Setting und Kontext sind für jede Art und Weise visuellen KunstSchaffens und Betrachtens von Bedeutung. Der Ort und Tatort, wo freies KunstSchaffen der Künstler-in mit Gegenständen, Dingen und Materialien etc. stattfindet. Im Atelier, Studio, Wohnzimmer, Küche, Halle, Museum oder sonstige Räumlichkeiten und Lokalität, wie zum Beispiel Strasse, Platz, Garten, Café, Restaurant, Wald, Feld, Wiese, See, Meer, Bahn, Auto, Flugzeug etc. In diesem Ansinnen waren zuerst künstlerisch-sichtbare Bildakte im Fotografischen von Interesse, die schnell und direkt zu fotografieren waren, um Auskunft und Information zu ästhetischen Sichtweisen der Künstler*innen zu eröffnen.

Seit Beginn des Projektes besucht und fotografiert Blazenka Kostolna die Künstler*in-nen in ihrem Atelier, Wohn- und Arbeitsraum sowie Lebensraum direkt vor Ort. Die Zusammentreffen, an denen sie teilnahm, sind für den Blog zu den Sitzungen 2015-2018 fotografisch festgehalten. Den Künstler*in-nen wurden Fotoserien zur Auswahl gesandt. Zudem hat sie zwei Buchprojekte realisiert und in den Treffen vorgestellt.

Nicole Ottiger und Maja Seifert Metz haben entscheidende Impulse 2018 gesetzt, damit diese Seite durch Birgit Matter initiiert, eröffnet, begleitet und aufgebaut wird. Mit diesem Kontext, Environment sowie seinen Abhängigkeiten zum gegenwärtig-visuellen KunstSchaffen und Philosophien und Theorien befasst sich mittlerweile jede Künstler*in, die künstlerisch forschend tätig ist.

Die Kunstfreiheit ist in Art. 21 der Schweizer Bundesverfassung (BV) statuiert. Mit der Aufnahme der Kunstfreiheit in den Katalog der Grundrechte gewährleistet das staatliche Recht die Autonomie der Kunst. In Reflexion stellt jede Künstler*in mit informierter Einwilligung visuelle Kunst und Kunstforschung hier mehr oder weniger aus.

Gruppenregeln und Gruppendynamiken sowie Formalisierungen durch Norm- und Moralvorstellungen und auch Sprachen waren die anfänglichen Herausforderungen. Gestaltungsmöglichkeiten des Designs in WordPress sind zusätzliche Herausforderungen, denen sich die informelle Projektgruppe stellt. Letztendlich wird sich die kritische Instanz der ästhetischen Kommunikation zu Inhalt, Qualität und Form behaupten.

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