Warum so spät

Birgit Matter 2019

Interview

Warum so spät?

Hätte es kaum für so wichtig und bedeutend gehalten.

Was machst du? Wieso verwendest du den Konjunktiv?

16.0 Bildakte und Bildfahrzeuge (16. Kunstforschungsprojekte) umfassend nach und nach in diesem Jahr zu bewegen und zu koppeln. Auf zu listen. Die Entwürfe wieder zu verwerfen, zu schreiben, zu zeichnen und zu malen. Die Farbe grau wird bevorzugt. Konjunktiv ist die dienende Aussageweise für die Kunst. Möglichkeitsform, Wissen und die Erkenntnis, dass es auch anders möglich wäre und sein könnte. Obgleich Bilder als Tatsachen in (sekundärer) Zeugenschaft hergestellt werden. Indem sie für widerständige sowie widerspenstige Erlebnisse der Menschen die Form finden, indem sie teilnehmende und gemeinsame Erfahrung übersetzen.

Wozu machst du es?

In den Künsten gehen Darstellungsformen und Reflexionsformen ineinander über. Bilder werden zu Verzeichnissen: Index, Leitmotiven und Evidenz, die keine sogenannte «Zweckforschung» benötigen. Eventuell «Most-important», um «Zweck und Zweckfreiheit» visueller Kunst und künstlerischer Forschung herauszustellen. Ausgehend von »Duty Free« und dementsprechend «Duty Free Art», welche zunächst die Praxis der zollfreien Lagerung visueller Kunst meint, eröffnet die Frage: was visuelle Kunst frei von jeder Pflicht (zu performen, zu lehren, einen Wert zu verkörpern, zu vermitteln, zu schreiben, zu lesen etc.) heute bedeuten könnte.

Niklas Luhmann u.a. nehmen in ihren Theorien der Kunst kaum Rücksicht auf geisteswissenschaftliche Vorbehalte (heute: digital humanities) gegenüber Begriffen wie «Maschine» und «Programm». In den Ausführungsschritten entscheidet heute immer noch die Künstler*in-nen, wenn sie eigenständig und originär sein dürfen. Die Auswahl zwischen Möglichkeiten, die «passend» an die bereits getroffene Entscheidung anschliesst. Der künstlerische «Formfindungsprozess» läuft nicht wie die programmierte Maschine, sondern eher wie die historische Maschine und Erinnerung ab. Also wie die Maschine, die sich durch den gerade erreichten eignen Zustand bestimmen lässt. Die als «strikte» und «lose» Kopplungen bezeichnet werden. Entscheidungen, die Kunstschaffende im Prozess der Herstellung fällen. Diese sind Selbstbeschränkungen (strikt) vor dem Horizont der medienbedingten Möglichkeiten (lose). Vergleichbar der Farbauswahl, wie diese sich aus einem Farbspektrum und «Spektren an Farben» ergibt.

Beobachtungs- und Voyeuranweisungen sowie die Bildträger provozieren die (ästhetische) Kommunikation durch programmierte Form- und Farbauswahl an visuellen Effekten. Über sogenannte «Wahrnehmungsmedien» werden «Bewegungsfreiheit» mit Engführung der Sprache hergestellt. Im Kunstsystem der Differenz: passend/nicht passend oder stimmig/unstimmig. Durch die wiederholte Wiedereinführung («re-entry») des Ausgeschlossenen in die systeminterne Unterscheidung entwickeln Systeme interne «Unterscheidungsebenen» – so auch in den «Selbstbeschreibungen» des Kunstsystems – weiter). Durch «Wieder- und Neubeschreibungen» provozieren Künstler*innen interne Differenzierungen der Möglichkeiten im Kunstsystem.

Wenn es keine Zweckforschung ist, sondern nur Differenzierung der Möglichkeiten des Kunstsystems, was ist es dann tatsächlich? Was du machst?

Nr. 1 in der physikalischen Zweckforschung wird mit «Picture-transformer» (Bildwandler) bis heute überschrieben. Dieser ist einem bestimmten Wissen, Zweck und Knowledge-Item (q) zugeordnet. «Construction of a testing apparatus und testing the physical properties of picture transformers» nachzuweisen und zu belegen. Denn Bildwandler übertragen Bildinformationen aus einem Wellenbereich in einen anderen – bevorzugt aus dem unsichtbaren in einen sichtbaren. Diese Erfindung des Bildwandlers gelang schon in den 1930iger Jahren (Manfred von Ardenne). Bildwandler (Bildtelefon-Bildfahrzeuge) im Fotografischen und Filmischen werden heute fast täglich und von jedem benutzt und angewandt, da deren Bedienung kinderleicht ist. (Überwachungskamera, Kamera am Computer, Laptop, Drohnen, SmartPhone, Digitale Kamera usw. zumeist gleichzeitig, versammelt, parallel, gekoppelt usw.). Auch, um Bilder in soziale Medien hochzuladen, Live-Streaming im Medialen herzustellen, Postcast und Videos zur Television (TV) zu produzieren, reproduzieren und wiederholen. Im Fernsehen, durch die Kanäle und Zugänge an Endgeräten oder Kinoleinwand, Public Viewing etc. werden sie projiziert und angeschaut. (Alexa und Siri schauen kaum zu. Sie hören mit). Röntgenbilder, bildgebende und digitale Verfahren, Programme am Computer im Fotografischen und Filmischen sind Bildwandler. Bildbewegungen, die dem inneren und kulturellen Bild-repertoire als sogenannte *Bild-fahrzeuge* (Aby Warburg) zugeordnet werden können, wenn sie erkannt und verstanden werden.

Der Kontext Echtzeit, Übertragung und Transformation der Bilder wird klar, hell, lichtdurchflutet bis transparent durch die Nutzung von Maschinen, Programmen und Endgeräten. Deutlich und leicht zu durchschauen. Technisch-physikalische, elektromagnetische und andere Bildwandler-Methoden, die zeitweise parallel, gleichzeitig und bewusst un-abhängig voneinander ge- und benutzt sowie verwendet werden. Mit klassischen künstlerischen Methoden der Bildgestaltung, Zeichnung und Malerei werden sie strikt, lose und un-abhängig der anwesenden Künstler*innen gekoppelt. Um Listen, Konzepte und die Herstellung zu konkretisieren. Aus Bildern, Filmen und Videos etc. Texte zu schreiben und (ästhetisch) zu kommunizieren.

Indem sowohl als ob praktisch-manuell bis visuell-ästhetisch-gedanklich- technisch-gestalterisch-grafisch usw. herausgefordert wird. Visuelle Kunst, Literatur und Kunstforschung sowie künstlerische Forschung beschäftigen mich zum Beispiel andauernd. Hierzu wird beispielsweise an diesen Blogs geschrieben. Da sie (ästhetisch) kommunizieren. Wenn nicht mit den Menschen, dann zumindest mit den Maschinen – Endgeräten und Programmen – Kulturen und Gruppen, beziehungsweise unbekannten Netzwerken, Knoten usw. Die prominente Rolle spielt bei der künstlerischen Forschung zurzeit die «Praxis des Schreibens» . «Malen» und «Zeichnen» sowie die künstlerische visuelle «Performance», die hier im «Fotografischen» und «Filmischen» zudem «miniaturisierend» «illustrierend» (ästhetisch) kommunizieren. Sie spielen die Rolle.

Was spielt die Rolle?

Grafik, Radierung, Buchdruck und Gemälde sowie Bleistiftzeichnungen, deren Bildtextur eher geprägt und einprägend als Oberflächentextur sind. Verdichtet, auftragend, ergänzend sowie spiegelnd oder projizierend (siehe Beitragsbild), wenn sie heute im Fotografischen und Filmischen re-produziert, geschnitten, teilgegeben und geteilt werden.

Vergleiche zu «SmartSetting» enstehen sofort: Video – Live-Streaming – Übertragung oder tägliche «Vlog» und «Blog» – Aufzeichnungen in Log- und Tagebücher usw., die erstellt und hergestellt werden. Häufig zum Thema oder Titel, Termin und Frage mit Un-Bekannten für Un-Bekannte wird es eingerichtet bis organisiert. Um situativ-visuell-performativ-gestisch bis geräuscherzeugend, sprachlich bis repräsentativ ästhetisch zu handeln, erzählen und zu erklären. Fragestellungen zu konkretisieren, Vorgehensweisen zu demonstrieren oder Projekte und sogenannten Workflow vorzustellen.

Distributionskanal, um Anliegen, Forschungsergebnisse, Workflow, Projektstand oder andere (künstliche bis künstlerische) Informationen prozessual zu verbreiten. Mit und ohne technische Störungen, die un-absichtlich und somit zufällig – soziokulturell bis human – von den An- und Abwesenden mit erzeugt werden. Die technisch und künstlerisch initiiert werden. Künstliche Intelligenz so zu sagen. Künstlerische Aktionen stören in meinem Verständnis immer (ein wenig) die bestehenden Regeln, Ordnungen und Erwartungen des an- und abwesenden. Die zarten bis zärtlichen Formen, um sich einzumischen, «immersive Projekte». Eintauchen und Vertiefen. In un-bekannte «Einordnung», «Habituation» und andere Realitäten der Zusammenarbeit: zwischen Mensch, Maschine und Programm. Leser*innen, Betrachter*innen, Beobachter*innen, Lurker*innen, Autor*innen etc. nehmen teil, auch wenn sie es nicht selbst offensichtlich oder offensiv herstellen. Im Prinzip interessieren Beschreibungen der sozialen bis kulturellen und auch künstlerischen Rolle (kaum noch), da diese die Institution, Organisation, Gesellschaft, Kultur und Politik sowie Kunstsystem-e mit bestimmen.

Fragmente (Bruchstücke), Details und Aspekte der Bildakte sowie Schlüsselbegriffe und Schlüsseltexte im Kontext und Environment, die erzeugt und mit Beteiligung hergestellt werden. Da sowohl Ästhetik und Philosophie als auch künstlerische Forschung angehalten wird, die Gegenwart: historische bis gesellschafts-politische Bedingungen der Realität zu kritisieren. Die Abwägungen der Verhältnisse visueller Kunst in Vergangenheit und Gegenwart sowie Erinnerung verändern sich laufend auch ohne dazutun. Was verändert sich, wenn sie als künsterische Forschung verstanden werden, jenes interessiert mich. Öffentlich angefangen wird, sichtbar und aktualisierend täglich zu schreiben.

Anfangen öffentlich zu schreiben, was bedeutet das?

Zunächst bedeutet es, offensichtliches in aktueller Gegenwart – Hypergegenwart – aufzuzeichnen. Hiermit sind künstlerische und wissenschaftliche Entwicklungen selbstverständlich (noch) nicht abgeschlossen, jedoch buchstäblich offen und frei als Morsealphabet der Energie. Mit schreiben zu beginnen und anzufangen, um es konkret, genauer und tatsächlich zu formulieren: Ortientierungskategorie – feldeigene Kategorien – Kategorien kartografieren. Versuche es sichtbar herzustellen: Jenseits der Sprache ästhetisch vom Denkapparat mitgedacht, gefühlt und geformt oder gebildet wird. Während (die Kunst-) Wissenschaft ihr Legitimität durch ihre eigenen Regeln gewinnt und ihr Methode stets offenlegt. Ist visuelle Kunst oder die Praxis der Kunstschaffenden als Feldforschung wirklich unabhängig und frei? Frei von Bestätigungen, Anerkennungen und Auszeichungen oder Wertungen, Bewertungen und Kritik durch Kunstsystem und Wissenschaften?

Zugleich ist die visuelle Kunst sogar darauf bedacht, den Schein ihrer Autonomie durch das Verhüllen ihrer Regeln, Geheimnisse und State of the Art zu sichern, zu schützen und im Verborgenen zu halten. Mit diesen Paradoxien unter Public Domain und Gemeinfreiheit umzugehen, werden sie zu wirklichen und tatsächlichen Herausforderungen. Methodisch lassen sie sich mit Archivieren und Speichern, Experimentieren und Durchspielen von Möglichkeiten, Figuren und Kategorien charakterisieren, die zur Verfügung stehen oder sich neu entfalten und gestalten. Künstlerisches Tun, Handeln und Schreiben weist formulierte Erkenntnisinteressen und reflektierte Vorgehensweisen auf. Die Mühe, die jede*r Forscher*in, Künstler*in und Autor*in sichtbar werden lässt. Dies wird es sein, welches das längst oder bereits Vergangene unsichtbar gemacht hat.

Was machst du genau sichtbar?

Verschwiegene Papiere, Akte-n, Bücher, Gegenstände usw., die trotz zahlreicher Umzüge stets mitgeführten Bestände an verstaubten Dingen und mittlerweile alten Bildern, die in ihrer Art und Weise wichtig und bedeutend sein könnten, neu zu ordnen. Das „Höchstpersönliche“, „Subjektive“ und die aktuelle „Hypergegenwart“ halten visuelle Künstler*innen, Forscher*innen und Autor*innen heute für eben so bedeutend. Mit Rückblick auf das Atmosphärische zum Beispiel während des Schreibens ist das Anordnen der Sätze als «ästhetische Arbeit» zu verstehen, die dazu führen soll, dass die geordneten Sätze zu einem geordneten Leben führen. Die «Ingression» und «Ingressionserfahrung» mit und ohne hashtag bezieht sich dabei nicht nur auf den Moment während des Schreibens, sondern auf die Dauer und das ganze Leben. Mit dem hashtag #keinebrotloseKunst wird gepostet. Mit zwei Sauerteigkulturen Brot selbst zu backen wieder aufgenommen. Mit Senfpulver Bilder gemalt, gestaltet und entfaltet. Diese #Projekte stecken nach wie vor in den Anfängen und Medienwechseln werden eher lose gekoppelt.

Jeden Tag beginne ich mit Bücherlesen aktueller Literatur (aus dem Jahr 2019 und früher). Gehe ins Atelier oder Büro, um Bilder zu gestalten oder zu schreiben. Zu malen, übermalen, unkenntlich machen und zu entsorgen. Zweifelsohne werden Formen und Farben expressiver (manche nennen sie auch wilde) Ästhetik, Imagination, Realismus etc. übrig bleiben. Um Geschichten (neu) zu schreiben und zu erzählen, die sich autobiografisch mit dem Bild, Bildakt sowie Text bewegen. Damit aus maschinellen Speichern und Reproduktionsapparaten die Erinnerungsbilder in das unzuverlässige und versehrt menschliche Gedächtnis zurückkehren werden, soweit die Hoffnung zur Anthropologie des schöpferischen Menschen. Als in den sechziger und siebziger Jahren das Experimentieren mit Formen begann, wurden sie als Ausdruck der kulturellen Entwicklung und Möglichkeiten begriffen.

Zurzeit werde ich keine Inter-views mehr in dialekt- und fremdsprachennahes Hochdeutsch, ins Englische oder aus dem Englischen übertragen. Das mehrmalige intensive Lesen der Transkripte und Typoskripte vornehmen. Bevor diese auswertet, sequenziert und kartographiert werden. Um das Material in inhaltlich zusammenhängende Text- oder Bildsequenzen zu koppeln. Bei der darauf folgenden Paraphrasierung und Zeichnung werden die Textsequenzen in material- und bildnahe Sprache zusammengefasst. Nach der bild- und textnahen Auswertung wird die eher abstrahierende Zusammenfassung, «abduktives Schlussfolgern» oder Resultat angestrebt, wie es heute allerorts üblich wird.

«Paraphrase» und «Artefakt» wird vorerst im Fotografischen zum Bild verdichtet. In Form der Zusammenfassung kondensiert, konserviert und abgespeichert. In weiteren Erhebungsphasen werden die Zusammenfassungen in (möglischst feldeigene) Kategorien der Assoziationen und Metaphern überführt und kartographiert. Material aus Bild und Text zu zentralen Schlüsselbegriffen verdichtet.

Im gesamten Erhebungsprozess der 16. Kunstforschungsprojekte wird dem induktiven Vorgehen und dem Prinzip der Offenheit gefolgt. Die eruierten Schlüsselbegriffe und -bilder werden in (theoretische) Zusammenhänge und Theorien eingebettet. Stets unter dem Blickwinkel der möglichen und aktuellen Kontextualisierung, die Sinn und Bedeutung mit Blick auf den aktuellen Forschungsstand künstlerischer Forschung – State of the Art – ergeben. Hierbei komme ich aus und mit meinen Sichtweisen an der Verhandlung des Wahrheitsbegriffs kaum vorbei. Denn beim Schreiben sehe ich mich mit dieser Problematik dauerhaft konfrontiert – Vergangenheit und Erinnerungsleistungen – zu synthetisieren.

Miniaturisieren, Komprimieren und Verdichten verändert die visuelle ästhetische Kunstherstellung und Kunstforschung sowie die Praxis bildkünstlerisch zu forschen. Soweit die These und bisherige Hypothese, nach der gearbeitet wird. Hierdurch wird wahrscheinlich und tatsächlich Erinnerungskultur kollektiv kultiviert, die ausschliesst und zugleich das Geheimnis (visueller) Kunstherstellung umgibt, die von Bereichen des Magischen und Mythischen zu differenzieren sind.

Hermann Kurzke (2019): Söhne wiederholen nicht das Leben der Väter, aber sie fühlen sich von ihren Vätern beobachtet. So, als sässen die auf ihren Schultern wie Käuzchen. Töchter wiederholen nicht das Leben der Mütter, aber sie fühlen sich von ihren Müttern beobachtet. So, als sässen die auf ihren Schultern wie Raben oder Elstern. Die Grosselterngeneration beeinflusst vermutlich auch noch, welche auf den Schultern der Elterngeneration sitzt und so weiter.

Topoi Tiere und Fauna: #Schafe, Lamm und Gorilla oder auch Huhn, Hahn und Gänse, Nashorn, Büffel, Steinbock, Käuzchen, Raben, Elstern, Wolf, Hund und ja, auch Katzen schauen zu und beobachten. Das Thema: Tiere führt zu endlos erscheinenden Listen (nicht nur in den sozialen Medien).

Postkartenmotive und Briefmarken, Kalendersprüche und Zitate, die gesammelt werden. Kunstdruckpostkarten der Gemälde, die zum Beispiel augenscheinlich im Original gesehen und anschliessend an die weisse Schrankwand im Büro geheftet worden sind. So ist das Koordinatensystem, Raster und Gitter nach ästhetisch-expressiven Mustern als triviale Kunstsammlung im Alltag entstanden. Es ist erfasst, analysiert, interpretiert und ausreichend ausgestellt und könnte jetzt entsorgt werden.

Fragmente, Abfall und Zufall, jenes, welches übrig bleiben wird. Überreste des Überflusses der Externalisierungsgesesllschaft werden interessant. Den aktuellen Forschungsstand recherchieren. Bezüge zu Quellen und Referenzen als strikte oder stringente Koppelungen wieder herstellen, über-schreiben oder löschen, mitmachen oder unterlassen. Den Rückzug antreten.

Jederzeit zu überschreiben, zu löschen und wieder herzustellen wird ziemlich dynamisch. Sichtbarkeit, die auch beunruhigend und verzerrend wird. Bizarr, irritierend bis störend oder nervig wirkt. Kopplung durch Vernetzung und Kommunikation mit Menschen und Maschinen, was interessiert dich daran?

Mit technischen Vernetzungs- und Koppelungsmöglichkeiten und Verlinkungen zur (ästhetischen) Kommunikation kenne ich mich (nach wie vor noch) zu wenig aus. In diesen Verhältnissen interessieren Echtzeit und Original sowie Re-Produzierbarkeit und Gefühle der Empathie, Authentizität und Vertrauenswürdigkeit. Genauso, wie zeitliche, mathematisch-physikalische, künstlerische bis gestalterisch-performative und sprachliche etc. Verzögerungen, Unschärfen, Überlagerung, Überschichtung, Überblendung, Verzerrungen sowie Interferenzphänomene (Prezi etc.), die automatisch hergestellt werden. Nur halbwegs verstehbar unter dem Aspekt der Halbwertszeit werden. Da ich oder die Maschine, Rube-Goldberg-Maschine mit *something for nothing* oder nach dem Motto „and now for something completely different“ keine Fortsetzung findet. Die Möglichkeiten Begriffe (Lemma) und Bilder (Pixel) im Fotografischen zu koppeln, zum Beispiel mit Geschichte-n, Erzählungen, Referenzen und Quellen zu belegen und beglaubigen, die viel oder gar nichts miteinander zu tun haben. Die in diesem Format beispielhaft hergestellt werden. «Versionen» der Geschichte: Praxis des (auto-bio-grafischen) Schreibens, Kunstschaffens und künstlerisches Forschens im Fotografischen.

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