Massstabsgetreues

Heute wird die moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie der visuellen Kunst in klassischer oder typischer «Disziplinierung» erkannt. Aufklärungs- und Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis, Verfahren der Kunstforschung und künstlerischer Forschung, die ästhetisch – ohne Worte – «kommunizieren». Keiner weiteren Erklärung, Vermittlung und Untersuchung, noch Erzählung bedürfen. Geschichten in Blockform und Spezifizierungen, die hier, da sie selbst-er-klärend erzeugt, hergestellt sowie freigegeben – werden.

Klar ist, ich schreibe, kopiere und füge ein. Lösche, verändere und gestalte. So wie jeder heute versucht ist, es zu machen? Ich meine, Bilder im Fotografischen, mit und ohne #hashtag, Text und Sprache zu verwenden. Sowie diese hoch- und herunterzuladen, zu posten, freizulassen, zu verbreiten oder auszudrucken. Selbsthergestellte «Raum- und Bewegungsbilder» bis «Farbklänge» mit und ohne zusätzliche Effekte zum Aushandeln im audiovisuellen und visuellen. Jetzt könnte ich auch ein Audiopaper mit dem Mikrophone am Computer herstellen – animiertes Tik Tok Video entwerfen – Manifest auf Papier zeichnen. Anstelle mit den Fingern auf der Tastatur herumzudrücken, um es hier in Lettern einzufügen.

Wahrscheinlich wird es sowieso kaum einer lesen, da es zu lang – grau und langweilig – daher kommt. Wer bevorzugt heute noch grau, blau, weiss usw.

MacBook Air schwarze Tastatur – iPhone graue Buchstabenfelder auf dem Touchscreen

Um sich «sozial» an Schnitt- oder Teilmengen – Gruppen – «Public Domain» und «Gemeinfreiheit» zu beteiligen. Am «Diskurs» oder der «Diskussion» Bildbetrachtung und Bildverstehen teilnehmen. An Prozessen künstlerischer Forschung, Kunstforschung und Wissenschaft (OpenScience) jederzeit aktiver mitmachen. Wozu hier thematisch noch Blogs geschrieben und Vlogs gemacht werden? Um Bilder im Fotografischen (Visual Literacy) und Texte (Oral-History) möglicherweise in und mit künstlerischen Anwendungsmöglichkeiten (besser) zu verstehen? Oder, um Bildakte visuell Kunstschaffender gegenwärtig – in direkter An- und Abwesenheit der Künstler*innen mit oder ohne Kontaktaufnahme – zu betrachten und hochzuladen?

Wer informiert und beteiligt sich heute an der Welt aus «Kulturgut» – «Museum» – «Kunstsoziologie», «Kunstbetrieb» – «Kunstsystem» – «Medienkunst« – «Kommunikation» – «Performance-Art» etc.?

In wie weit «Schönheit» – «Gesundheit» und «Krankheit» – «Wissen» – offene, freie bis zweckorientierte «Wissenschaft» – «Literatur» – «Kunstgeschichte» – «Gesellschaft» der nächsten Gesellschaft – «Politik» – «Kultur» – «Natur» – «Äther» – «Philosophie» – «Physik» – «Mathematik» – «Musik» – «Informatik» und so weiter hierbei die Rolle spielen, muss mich das interessieren?

Jenes entscheidet, löscht und wischt, verdrängt oder wählt heute sowieso jeder selbst aus. (Diese Auflistung folgt keiner Ordnung, keinem Konzept, Programm, Plan oder Code etc. und lässt sich problemlos erweitern, verändern oder löschen sowie anders definieren und zusammenstellen). Hierfür nutze ich bislang verschiedene Tools, Pools und Geräte. Geht es um den Zugang und Zugänge – den Zugang finden – die Zugangsberechtigung usw.?

Auch wenn Präsenz heute oft bedeutet Befasstsein oder Tätigsein sowie visuelles Kunstschaffen, ohne dabei angeheuert, ausgestellt und angestellt zu sein. Sollte ich es genauer, treffender und präziser formulieren, dass jeder heute Erfahrenes und Erlebtes fotografisch, filmisch und schriftlich sowie audiovisuell aufzeichnet und speichert. Grosses Interesse an Kunst, sei es in Form von Musik, Malerei und Reisen zeigt. Hauptsächlich jedoch die Frauen zwischen 60 und 80 Jahren, die an einem Biografiekurs teilnehmen, um ihre Autobiografie zu schreiben. Diese bestätigen zumindest diese Gemeinsamkeiten (vgl. Andrea Züger Leben schreiben. Eine qualitative Studie zu Praktiken des autobiografischen Schreibens, 2019, S.12). Doch, egal welchen Alters werden Menschen ständig zum «autobiografischen Schreiben» aufgefordert.

Jeden verstehe ich, der es boykottiert, unterlässt und nicht mitmachen will. Somit wird kaum vom «Nullpunkt der Literatur», Ende der Kunst, denken in Bildern oder In Bildern Denken ausgegangen.

Die Verstehens-Erwartung an die Lebensgeschichte (nur) eines Bildes oder Bildakts als visueller Kunstanspruch, Kunstwerk und Rezeptionshabitus wird ästhetisch (dabei eher selten) übernommen (vgl. Marianne Karabelnik Das Kunstversprechen Lebensgeschichte eines Bildes 2018). Spielen Musealisierung der Vergangenheit sowie Erinnerung und die Verdrängung der Gegenwart die Rolle dabei, wenn ich beginne zu schreiben und aufzuzeichnen? Der Text scheint eingeplant. Im Widerstand zu den Bildern in meiner Sprache zu entstehen. Ästhetisch zu kommunizieren. Visuelle bis malerische Kunst zu schaffen und auch künstlerisch bis literarisch zu forschen. Und zwar in den Kontrollformen mit freiheitlichem und symbolischen Aussehen, Kultur und Kapital, wie heute gesagt wird. „Im Schreiben und Erzählen ordne ich mein Leben“ meinen Autor*in-nen, die Biografisches und Autobiografisches im Alltag aufzeichnen. Auch die, welche mit Pseudonym schreiben und anonym publizieren.

Es öffnen sich zahlreiche Fenster, Zugänge und Ansätze, die nur angeklickt, angetippt und leicht berührt werden?

Die Nichtverstehens-Erwartung besteht darin, dass alles verstanden wird und ich verärgert bin. Verärgert darüber, dass in der Ausstellung und Herstellung beim Schreiben so gar nichts Neues, Irritierendes, Verstörtes und Fremdes zu sehen sein wird. Auch wenn ich einzelne Bildakte im Fotografischen, Grafischen oder Malerischen noch nicht als «Interferenzphänomen» sehe. So bleiben sie doch hier alle im Rahmen und der Form des Erwartbaren. Was heute unter Kunstfotografie, visueller Kunst sowie autobiografischer Literatur, Kunstliteratur sowie Kunstforschung oder auch künstlerischer Forschung verstanden wird.

Nur spezielle Kunstausstellungen – visuelle Kunstherstellungen bekannter Bild*künstler*innen oder kunstwissenschaftliche Resultate belegen heute, dass eben diese Erwartung unterlaufen wird oder werden kann. Ich will das Gezeigte nicht verstehen. Ich will mich daran *abarbeiten* und damit auseinandersetzen. Hierzu habe ich zusätzlich zwei Sauerteigkulturen zum Brotbacken anlegt, eine wilde Tomatenpflanze in einen Tontopf gesetzt und in den Wald gestellt. Die #Schafe einschliesslich mich an die Holzwiesstrasse und auf den Holzweg getrieben. Ich will klagen, mich beklagen, den Ärger und die Verärgerung herauslassen – freisetzen. Was ich wesentlich kritisiere im Anstimmen des Kanons und Chors hier: Kunst verkam und verkommt zum Sedativum, zum Erlebnispark und Atelier- und Fabrikbesuch: allüberall (auf der Höhe der Zeit) diese Ausrufe: Wie sinnlich, wie taktil, wie haptisch, wie innovativ und produktiv! Nun, manche sagen *paraphrasierend*: das war schon immer so!

Ja, das war es. Nur seit zehn, zwanzig Jahren und heute wird der Sprung, Re-produktion und Re-load etc. innerhalb der Generierung von symbolischem Kapital gemacht, die ihresgleichen suchen.

Biografie. Ein Spiel / Theater und autobiografisches

Bildwahrnehmung und Rezeptionshabitus zum Beispiel werden durch präzise Reportagefotografie (Biografie) und Filmesequenzen seit den ca. 1930er vorkonfiguriert. Filme (Filmtheorie), Radio (Radiotheorie) sowie Literatur, Museumsbesuche und Kunstbetrachtungen der Gemälde im Original, spezielle Kunstausstellungen, Gespräche und so weiter konfigurieren meine weitere Investigation nicht nur im Internet. Immer wieder selber machen, künstlerisch und technisch zu experimentieren und zu versuchen noch andere Möglichkeiten zu finden, kann ich kaum widerstehen. Immer wieder anzufangen. Damit meine ich auch durch Bildkünstler*innen, dessen Werk, Biografie und Homepage ich ansatzweise kenne, wieder erkenne und zum Teil verfolge. Das Mögliche will ich nicht nur verkleinern, sondern auch vergrössern als Projektion zum Beispiel.

Alltagserfahrungen werden häufig an Nichtverstehens- und Verstehenserwartung des Bildes im Fotografischen, Filmischen und Malerischen angelehnt. Mit visuellem Kunstanspruch an An- und Abwesende re-produziert und hergestellt. Wobei das Stellen von Verständnisfragen hier ausdrücklich kein «Tabu» sein wird.

PC 6208 See, Speak, Hear No Evil, Vintage Japanese Photography Published by Catch Publishing at the heart of the image http://www.catch.nl/ angelehnt an das Drei-Affen-Prinzip der Verneinung und negativen Bedeutungswandel in der westlichen Kultur

Kunst wird als etwas prinzipiell Unverstehbares gesetzt, verständliche und durchschaubare Arbeiten und künstlerische Forschungen der Künstler*innen verfehlen ihre Absicht, sind keine «richtigen» Kunstwerke und »künstlerische Arbeit» heute. Häufig wird Präsenz, Anwesenheit und sichtbar Performance und Stellungnahme der Künstler*innen zu visuellen Arbeiten erwartet, um zum Beispiel von einem Original, echten und wirklichen visuellen Kunsterlebnis oder -künstlerisch-wissenschaftlicher- Forschung oder Mappe zu sprechen. In diesem Zusammenhang wird oft noch von «Authentizität» (wie in der «bildenden Kunst der Moderne») gesprochen oder diese erwartet.

In dieser Situation richte ich meine Aufmerksamkeit auf einzelne Bilder und Szenen im Fotografischen. Fokussiere den Bildakt, nach meiner ästhetischen Rezeptionserwartung oder Nicht-Erwartung beginne alle übrigen und den Text vorerst auszublenden. Doch selbst die ausgewählten Bilder können oft nur mit bestehenden Ordnungsmustern, bekannten Kontexten und Verhältnissen sowie Worten und Konzepten verglichen (oder abgeglichen) und beurteilt werden. Der Anstieg an Informationsdichte gerade im visuellen Bereich (Display) des Einzelnen kann Gefühle des Unverständnis, der Langeweile oder Überforderung verstärken. Denn Bilder binden unsere Aufmerksamkeit und Begehren auch dann, wenn sie nicht, kaum verstanden werden und unbekannt bleiben.

Auf zu schreiben und aufzuzeichnen, worüber und wovon gesprochen werden kann, geredet und erzählt wird. Sich einzumischen in den laufenden Diskurs und Diskussionen wird für mich die zärtlichste Form der Annäherung. Anschlussfähigkeit zur künstlerischen Forschung, visueller Kunst und Erkenntnismöglichkeiten, die ich finde und suche. Selbst das Wort ergreifen, zu schreiben und damit anzufangen. Gestalten und selbst schreiben jeden Tag. Auch wenn es auf den ersten Blick, wie die «Investigation» und «Intervention», «Beweisführung» und «Rechenschaft» oder Argumentation und Begründung wirken könnte. Giorgio Agamben analysierte den griechischen Begriff «stasis», der sowohl Bürgerkrieg (Weltbürgerkrieg) als auch Unveränderlichkeit bedeutet: etwas, das potenziell sehr dynamisch ist, aber auch das völlige Gegenteil. In den 80iger Jahren war die Verwendung dieses Begriffs umstritten, da einige versuchten, die (deutsche) Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und deutsche Verbrechen aller Art herunterzuspielen. Viele andere Denker, darunter Hannah Arendt in Über die Revolution (1965), haben diesen Begriff reformuliert. Jean-Luc Nancy, Michael Hard und Antonio Negri neben vielen anderen gebrauchen ihn. Ursprünglich bedeutet stasis Stillstand, Standpunkt und Stellungnahme.

Restitution und Begründung zu «Kulturbesitz» scheinen die Rolle des «Identitären in Kunst und Kultur» zu spielen. «Feuilleton» oder «Kunstforschung» als Kunstgeschichte-n, Fiktion-en oder Roman-e, in Spiel- und Kinofilmen, auch in Games, im Theater, in Musik etc. scheinen heute genauso und nebeneinander bedeutend zu sein. Im «Narrativ» der einzelnen Menschen sind sie (wieder) zu erkennen und zu erinnern. Obgleich andere «Feature», wie zum Beispiel http://www.soundstudieslab.org/what-is-an-audio-paper/, «Podcast», «Games» und wirklich kurze Videos (TikTok) zurzeit laufend veröffentlicht werden. Auf die Definition der Sprache oder Worte scheint es dabei kaum und nicht mehr anzukommen. Jeder weiss, wovon gesprochen wird? Jeder performt interaktiv mittels der Technik dieser App. sogleich, da diese selbsterklärend und animierend mit den zahlreichen Effekten kinderleicht zu bedienen ist. Gespielt, kreativ gestaltet wird in Form von Videos? Die immer neue kreative Kontrollformen mit freiheitlichem und witzigen Aussehen liefern, die zur schnellen, friedlichen und interkulturellen Verständigung beitragen? Interferenzphänomene (Stroop Effekte) des Lesen und Verstehens des Sprachlichen oder Texte werden ausgeblendet. An diese Stelle tritt das komische und witzige Schauspiel der kreativen Unterhaltung. Die keiner Auseinandersetzung, tiefergehender Analyse und Kommunikation mehr Bedarf, da es ästhetisch, sofort und direkt vermittelt wird.

Dennoch hält mich die Lektüre James Joyce „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ (2012) – «A Portrait of the Artist as a Young Man“ (1916/17) – Jean Paul Vorschule der Ästhetik (1980-1990) – Natalie Lettner Maria Lassnig Die Biografie (2017) – «Feministische Avantgarde» sowie die 70iger Jahre, Geschichten von der letzten Print-Tankstelle vor der Datenautobahn, sozusagen noch befangen. Die wilden Jahre des Lesens und Sprechens, die «Ulrich Raulff» als kleines Porträt der «Generation Theorie» verfasste, die er freiwillig nicht preisgeben wollte. Wer das Erleben historischer Phasen erleben will, greift leicht zur maritimen Metaphorik »die Welle kennen, auf welcher wir im Ozean treiben, allein wir sind diese Welle selbst.«

„Wovon man nicht sprechen oder erzählen kann“: Ästhetik Mystik MedienNaturAtmosphäreAuraÄtherAngstEmotionKitschAlltagskunstStreetart und so weiter? Visuelle Kunst: Bilder, künstlerische Ausdrucksmittel, Bildfahrzeuge oder -vehikel und andere bildtragende Medien (Visual Literacy) nicht in Kunstgattung und als Kategorie zu verstehen. Ihre komplexe Bedeutung kann sich bis zu einem gewissen Grad von der Sprache und ihrer Begrifflichkeit emanzipieren. Zu «Interferenzphänomenen» möglicherweise, die verschieden verstanden und ausgelegt werden können.

Bilderflut, noch nie gab es eine Zeit, in der so viele Menschen so häufig und in solcher Menge selbst Fotografien und Aufzeichnungen oder Videos herstellen, verbreiten und kommentieren, wie heute. Die hohe Vertrautheit mit Fotografie, Film und Radio führt kaum zwingend zu differenzierter Wahrnehmung. Bildgestaltungs- und Medienkompetenz sowie der Fähigkeit zu ästhetischer Anschlusskommunikation in Formen des Erzählens und Schreibens. Gefühls- und Denkbewegungen, Körper- und Handbewegungen, die sofort symbolisch interagieren. Beobachten und Zeigen als audiovisuelle Kulturtechniken, die nicht mehr gelesen und verstanden werden müssen.

Die Verstehens-Erwartung, denn nicht alle visuellen Aus- und Herstellungen haben Kunstanspruch. Oft werden zum Beispiel historische Fotografien gesammelt, um zu dokumentieren. Ich erkenne implizit oder spüre die Absicht der Bilder, den Kommunikationsmodus der Bilder im Fotografischen oder Filmischen. Dabei ist es weniger aktives, bewusstes Durchdringen einer Materie als eher die Abwesenheit von Irritation, Unverständnis und Betroffenheit. Nur unter Verzicht auf eine aktive Auseinandersetzung und nur bei ausdrücklicher Nachfrage, die sich schnell wieder verflüchtigt, gehe ich vom Gefühl des Verstandenhabens aus. Oft verlasse ich dann die Räume mit dem Gefühl, den eigenen Horizont *leicht* erweitert zu haben und lande wieder bei dem eigenen handfesten und selbstständigen umsetzen, schreiben und gestalten sowie verlinken.

Ent-täuschte Verstehens-Erwartung: heute begegnet die gegenwärtige bis hypergegenwärtige Kunst- und Bildproduktion jedoch nach wie vor dem blanken Unverständnis. Es ist möglicherweise dasselbe Unverständnis, die Liebhaber*innen gerne in angemessenen «Feature» (Darstellungsform) zu sich nehmen und von Kunst, visueller Kunst, Kunstforschung und künstlerischer Forschung erwarten. Erst an diesen feierlichen Inszenierungen des vermeintlich Sinnlosen entzündet sich dann der Ärger des Unverständigen. Sie fühlen sich ausgeschlossen und gleichzeitig wird die Erlebnisbasis unter diesen Bedingungen nahezu schmal.

Abwesende Verstehens-Erwartung, die kein Verständnis erwartet, sondern ein Erlebnis. Es wird kaum davon ausgegangen, dass sich in nur einem Bild, Kunstwerk und künstlerischen Arbeit der komplexe Sinngehalt subjektiviert, objektiviert sowie operationalisiert, der mittels intensiver Anschauung oder Interpretation zu erschliessen wäre. Hierzu zählt beispielsweise nie über das Gezeigte, Dargestellte und Sichtbare zu reden und zu schreiben. Die schwarzen Mappen und schwarzen Bücher weiterhin zu verbergen und im Verborgenen zu halten.

Täglich fange ich an. Nehme es in Angriff, damit es nicht andere für mich und anstelle von mir tun. Möglicherweise können sie es einfacher, leichter und effizienter erledigen und wesentlich besser schreiben als ich. So wie andere und Maschinen heute in der Lage dazu sind. Besser zu zeichnen, malen, schreiben, zu designen und zu kommunizieren. Hierum geht es mir in erster Linie nicht. Ich schreibe trotzdem, gestalte und forsche weiter – im Widerstand. Versuche häufiger einen Punkt zu setzen und Pause-n zu machen. Anschlusskommunikation wird zum Bestandteil der Bild- und Medienkompetenz, wird heute gesagt. Das Instrumentarium, um über Bilder im Fotografischen zu reden und zu erzählen. Nutze ich ausreichend die Möglichkeit den Bildakt in unterschiedlichen Bild-Kontexten zu betrachten? Je nach Blickwinkel, Bildposition und Bildreproduktion gelangen verschiedene Ensembles und Assemblages ins Blickfeld als Interferenzphänomene.

Wobei es nach, wie vor ungewiss sein wird, was wirklich passiert, wenn ich hier schreibe? Keineswegs meine ich die Form des «Einschreibens», die bekannt ist. Die ich nutze, um etwas zu einem bestimmten Zweck oder mit bestimmten Fragestellungen (per Post) zu adressieren. In der Erwartung auf Antwort und Beantwortung der Fragen und Fragestellungen:

einschreiben – sammlungen momente auswählen – freigeben

In der Art und Weise, wie ich es bislang erfahre, dass es vor-formatiert, bewertet und definiert, beurteilt, mit-gemacht und unterlassen wird: entweder als (visuelle) Kunst oder Nicht-Kunst. Der Anfang war zum Beispiel: Automatismen der «Kulturtechnik», «Wissenschaft» und des «Kunstbetriebs» oder «Kunstsystems» zu unterlaufen.

Wegzulaufen, hin- und her zu laufen, wandern, reisen, sich bewegen, fliegen, kreisen, tanzen etc. umherzuschweifen, aufzusuchen, zu gestalten und nachzudenken. Zu lesen und zu erzählen und auszuprobieren. Kunst in Zeiten des globalen Bürgerkriegs, Weltkunst und Intermedia Art in verschiedenen Lagern, Settings und Alltagskulturen zu schaffen?

Welche Rolle spielt visuelle Kunst in der globalen Kette der Projektionen als Produktion, Re-produktion oder Körper?

Wird der Hyper- und Metatext (m-einer geschriebenen, künstlichen und natürlichen) Sprachzeichen, Symbole, Tönungen und Stimmlagen es herstellen? Damit der Bild- und Schreibakt die aktuelle Performance zur Gegenwartskunst (Hypergegenwart) visueller Kunst und Kunstforschung wird? Versucht diese angewandte künstlerische Forschung, die möglichst hohe ökologische Validität mit dem «Forschungsdesign» in dieser Gruppe und im Verlinken zu anderen Plattformen zu gewährleisten? Wird es sich hier von «journalistischen Textsorten» differenzieren?

Sogleich wird es an dem Anderen, Fremden und Unbekannten und einem Liebhaberpublikum abgleiten, da bin ich sicher.

Trotzdem versuch ich künstlerisch weiter zu forschen: „Sieh es doch so“ – den Wechsel- und Drehpunkt, manche nennen diesen auch Angel- oder Sehpunkte, der Merkmale sichtbar herzustellen. Zu Aspekten, der lieb gewordenen und vertrauten Perspektive, unter Kunst, Ästhetik und Wissenschaft (Open Science) etc. mit zu machen. Ich liebe die Geschichte und Geschichten, aber die Geschichte liebt mich nicht. Wie Hito Steyerl schreibt: Egal, wann ich sie anrufe, immer geht ihr Anrufbeantworter dran. Sie sagt: «Logo hier einfügen» (vgl. Hito Steyerl Duty Free Art Kunst in Zeiten des globalen Bürgerkriegs aus dem Englischen von Sabine Schulz 2017, S. 7).

Bild- und Kunstgeschichte sowie «Bildtheorie» und genauer Bildtheorien, wissenschaftliche, künstlerische, historische und philosophische Erkenntnisse (immer wieder) zu lesen und in Frage zu stellen. Aus diesem Grund: experimentiere ich. Mit verschiedenen Zugängen, Anschlüssen und Verbindungen zu Laborsituationen, Umgebungen und Feldern oder grünen Wiesen und Wäldern in situ, in place und am Ort.

Informationen aus dem Büchergestell, «World Wide Web» sowie dem (surrealen) Studio motivieren mich, um es direkt hier hinein zu schreiben und einzufügen. Der Speicherort, den ich jeder Zeit aufrufen, lesen und verändern sowie wieder löschen kann?

Gedanken, Assoziationen und «Denkfiguren» zum Bildakt als «Lemma» werden zentral, wenn sie ästhetisch kommuniziert werden. (KunstTherapie, die visuelle Kunst von anderen Bereichen des Lebens und der menschlichen Praxis abzugrenzen und zu integrieren versucht). Zentral für den Begriff Kunst und visuelle Kunst sei somit die Differenz zu anderem, die (ästhetisch immer) mit kommuniziert werden. Mit geht es darum, dem Gefühl von Unverständnis (wie wahrscheinlich jedem) zwischen Formen emotionalen Erlebens und nur der mentalen Verarbeitung der gezeigten Bilder zu begegnen. Da sich die (ästhetische) Kommunikation und die Interaktion von Menschen mehr und mehr im visuellen Bereichen abspielt.

Zurzeit stelle ich (wieder) «Bildakt», «Pathosformel» und «Fetisch» sowie Schlagbild, Schlagwort und das Bildfahrzeug in den Vordergrund. Die ästhetische Kommunikation mit künstlerischer Performance und Erzählung wird zur formverändernden Akteurin in den Fokus offener Wissenschaft und Kunst gestellt. Die künstlerische Praxis dabei stillgestellt. Mit dem (auch autobiografischen) Schreiben hier, mag es sich ver-ändern. Heute wird (immer noch) erwartet, dass die Künstler*in in (sozialen) Räumen und Umgebungen für’s Publikum ein Bild zeigt, her- und ausstellt (siehe hierzu Beitrag #wikiD 20190219 #OpenScience ab ca. 1:04:03). Wobei ich davon ausgehe, dass ein erfahrenes Publikum sehr sensibel auf «gefühlte» Bevormundung reagiert.

ab ca. 1:04:03 in diesem video-live-stream auf youtube veröffentlicht seit dem 20190219

Wahrscheinlich auch, da ich so sozialisiert bin, sofort entsprechend darauf reagiere und mich dementsprechend verhalte. Jederzeit – weiterhin – automatisch und laufend durch die Umgebungen, wie zum Beispiel «SmartSetting» (Environment, Soziale Räume, Institutionen etc. und Menschen) sozialisiert werde. Ich konfrontiere mich damit, wie jeder andere vermutlich auch. Da die Grenzen der Institutionen unscharf geworden sind. Informationen in jeder Form sicht- und unsichtbares (ästhetisch) kommunizieren.

Wenn ich anfange Bilder zu sammeln, zusammen zu fügen und zu stellen oder neu herzustellen. Auszuwählen, zu fokussieren und zu entscheiden. Diese länger und intensiver betrachte. Da es ästhetisch in der einen und anderen Form sowohl speziell als auch allgemein-gültig ästhetisch kommuniziert. Ich überlege und denke längere Zeit nach:

Zeitgleich und weiterhin wird das Bild der Schrift hier vor-formatiert, mathematisch berechnet und gedanklich vor mir hergestellt, damit es jederzeit (wieder) angesehen, beobachtet und bearbeitet wird. Die Versuche der «Definition» in diesem «Format» und «Feature» entsprechen dem, wie ich es augenblicklich und in diesem Moment sehe, wahrnehme und erkenne. Wenn ich es hier einfüge, dann setzen sich Maschinen und Programme sowie anderes in Bewegung oder Gang. Stellen Verbindungen, Verknotungen und andere Beziehungen oder Verlinkungen her. Auch, um mit Angeboten, Informationen, Dienstleistungen, Hilfestellungen oder Beratungen, um es mir und Anderen «Recht» zu machen. Die (noch) unbekannt sind und wahrscheinlich bleiben werden, wenn sie «Lurker», Hilfsprogramme oder Bots etc. als Maschinen sind. Sie entscheiden, beurteilen, kontrollieren, beobachten und zensieren sowie überwachen (immer) mit. Die Maschinen (Bots), Menschen, Kunstschaffenden und Künstler*in-nen, die subjektiv und aus ihrer Sicht Aufmerksamkeit schenken, kritisieren, reden und Kontakt aufnehmen, mitwirken und schreiben. Wird «Aufmerksamkeit» für Bild und Text in diesem Design WordPress heute überhaupt noch befürwortet, um künstlerisch zu forschen? Die Textblöcke sind zu lang – schon klar.

Ästhetik und Kunstforschung in aktueller visueller Hyper-Gegenwartskunst der Künstler*in-nen ist, bleibt und wird vielfältig. Sogar kompliziert bis komplex, auch wenn es befürwortet und beobachtet wird. Und nicht nicht kommuniziert wird. Ästhetisch kommuniziert es immer, soweit die Annahme.

Wem nützen ästhetische Bildangebote zur Identifikation im Fotografischen? «Bild» und «Textur» geben Zwischenraum – Space sowie Raum – für Eigenwilliges, für Verweigerung, den Widerspruch und die Experimente der Künstler*in-nen allein, selbst und in der Gruppe. Künstlerische Experimente, Resultate und Ergebnisse sowie Entwürfe, Nachweise und Geschichten kommunizieren ästhetisch formal und inhaltlich, auch wenn sie sich hier zusätzlich herstellen. Die Schriftform, die gewählte Sprache und Ausdrücke sowie das Design, Mode und Trend beeinflussen die Darstellung der Ereignisse post factum.

Zu urheberrechtlich geschützten Werken gehören die künstlerischen Arbeiten und Entwürfe (ca. 70 – 110 Jahre), die nach wie vor gelten und einen Einfluss darstellen:

Erforderlich ist immer, dass das Werk in körperlich wahrnehmbarer Form vorhanden ist – blosse – Ideen, die nicht realisiert worden sind, geniessen keinen Schutz. Es geht darum, dass das Bild und Werk das Ergebnis einer persönlichen geistigen Schöpfung ist. Das Gesetz spricht davon, dass der Urheber das ausschliessliche Recht hat, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten. Dieses Recht (Urheberrecht, im Englischen: Copyright -Right to copy) umfasst das Vervielfältigungsrecht = Reproduktionsrecht. Bei Werken der bildenden Kunst besonders wichtig, das erlaubt, Vervielfältigungen des Werkes herzustellen.

Gleichviel ob vorübergehend oder dauerhaft, in welchem Verfahren oder in welcher Zahl. Auch das bei Werken der bildenden Künste wichtige Ausstellungsrecht gehört zu den dem Urheber zustehenden Verwertungsrechten. Es ist das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke eines Werkes der bildenden Künste zur Schau zu stellen. Das Ausstellungsrecht ist das einzige der Verwertungsrechte, das mit dem Verkauf des Originals eines Werkes der bildenden Künste auf den Käufer übergeht (sofern der Urheber sich beim Verkauf das Ausstellungsrecht nicht ausdrücklich vorbehält, was in der Praxis so gut wie nie vorkommt). Alle anderen Verwertungsrechte bleiben auch bei einem Verkauf oder Verschenken eines Kunstwerks beim Urheber. Der Urheber hat ferner das ausschliessliche Recht der öffentlichen Zugänglichmachung; dies ist das Recht, sein Werk in unkörperlicher Form öffentlich wiederzugeben (Recht der öffentlichen Wiedergabe).

Das scheint wichtig. Hierin liegt wohl die nie endende Lust am wesentlichen, dem Wesen «visueller Kunst»: Indem Ideale von ihr entworfen – gedacht – gestaltet und sichtbar werden; erfindet sie sich selbst? In Vergleichen und Entwickeln, in Selbst- und visueller Kunsterfahrung oder in künstlerischer Performance der anwesenden Künstler*in-nen beim Kunstschaffen im Setting oder Environment. Hieraus ergibt sich für mich zum Beispiel auch die Geschichte und der Kontext der visuellen Kunst als moderne Beschränkungsform.

In den heute möglichen Darstellungsformen, die künstlerisch und wissenschaftlich interessieren, wenn sie zur weiteren Kunstforschung verwandt werden. Kunstwerke, Bildakte sowie Performance der Künstler*in sind oft rätselhaft und geheimnisvoll. Selten sofort zu verstehen. Auch wenn sie die Selbst- und Kunsterfahrung der Künstler*in_nen visuell, schriftlich offensichtlich fotografisch als Bildakt dokumentieren. Mit der Kunstsprache der Künstler*in und Gruppe mit visueller Alphabetisierung zu Visual Literacy werden.

Bewegende oder statische Bildakte im Fotografischen, die ästhetisch sofort kommunizieren, warenförmig, vielfältig und im Prinzip tot und leblos sind. Auf dieser Homepage werden sie gesammelt und in social media frei- und preisgegeben. Heute beobachtet: mit gefällt mir / gefällt nicht beurteilt. Schnell weggewischt, wiederholt aufgerufen, bearbeitet, gespeichert, verändert und gelöscht. Mit Freigabe und Veröffentlichung bewegen sich Bildakte im Fotografischen und die Schreibakte als Block (oder auch Buch) angeblich nach eigenen Gesetzen und Prinzipien, die bislang mit «Informationstheorie», «Theoriekritik» und «TextezurKunst» sowie Veranstaltungen, Workshops oder Kursen etc. bekannt werden.

Verständnis der Ästhetik als (mögliche) Entgrenzung, die immer mit kommuniziert? In dieser Perspektive eröffnen sich Fragen zur «Gestalt», «Plastik», «Figur» etc. «Interferenz» und «Intersektionalität» in diesem «Environment». Im fotografischen Bildakt und Text sind Erinnerungen, Erfahrungen sowie Erlebtes enthalten. Fragmente, Information und Daten, die ich aufbewahre und speichere. Mich interessiert der Zugang und Ansatz zu einem in ihnen entgrenzten und (sich) entgrenzenden Formalismus, der sich ästhetisch mit visuellem KunstSchaffen und Schreiben frei setzt. Neu formiert, gestaltet und gleichzeitig ästhetisch kommuniziert wird. Wozu Kunst, was kann Kunst und wie denkt Kunst sind für mich Fragen. Im Zuge des «Posthumanismus», «Posthistorie», «Postoperaismus» etc. stellen sich für mich immer wieder Fragen zur visuellen (Hyper-)Gegenwartskunst. «Kreativität» und «Kompetenzen» der Künstler*in-nen, Forscher*in-nen und Autor*in-nen werden sich anders herstellen, die nach wie vor ästhetisch kommunizieren.

Visuelle (Hyper-)Gegenwartskunst evoziert ästhetische Verfahren mit dem Ansatz, die an «Devianz» mit (un-)sicherem Ausgang zu reichen drohen. Mit diesen massstabsgetreuen Angriffen sind die Technofrauen als Mythos der Maschine des 20. und 21. Jahrhunderts (Alex und Siri), das Cybermädchen als Symptom von Instabilität und das Guerilla Girl als Künstler*in heute im Fotografischen gemeint. Nicht ein Guerilla Girl im Interieur des Settings im Lokalen in Zürich, Bern oder Aarau, Studio, Büro oder Atelier in Herrliberg. Die schon häufiger im Kreis Kunstschaffender, Künstler*in-nen, Wissenschaftler*in-nen und Anderer sass. Ästhetisch wortlos konsumiert und beobachtet. Nicht nicht kommunizierte und kritisierte. Anders als bislang zu intervenieren, nachzuforschen und zu untersuchen versuchte. Offen ist bisher der Zugang des „Wechselspiels von Theorie und Empirie“. Ziel ist es, eine Offenheit für das, was die Forschung ergibt, zu bewahren. Dass heisst für mich: die eigenen theoretischen Vorstellungen nicht überzubewerten. Ich will offen und neugierig bleiben auf die Fragen, die generiert werden.

Die «Guerrilla Girls», ursprünglich die anonym operierende feministische «Gruppe» in «New York», deren Ziel es ist «Sexismus» und «Rassismus» in der Kunstwelt zu bekämpfen.

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«Guerilla Girls» und Vorkämpferinnen werden in der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum als Bewegung aktiv. Wird es in diesem Bildakt im Fotografischen augenscheinlich so hergestellt und ästhetisch kommuniziert, wie es zu den Guerrilla Girls in der Wikipedia beschrieben ist? Wo sind die Aufschreie? Wo sind Robin Hood, Batman, Wonder Woman?

visuell KunstSchaffen, künstlerisch forschen, ästhetisch kommunizieren und bewegen

Gestern: Der modernen, postmodernen und heute post-postmodernen Autonomie visueller Kunst in klassischer und typischer Disziplinierung der freien ästhetischen künstlerischen Praxis versuche ich mich anzunähern und gleichzeitig zu widersetzen. Vermutlich, um mich vor der Art und Weise nur einer Identifizierung nach typischen (menschlichen, personengebundenen, psychologischen, biologischen, sozialen, soziologischen, kultur- und humanwissenschaftlichen und körperlichen) Merkmalen visueller Kunst (der KunstTherapie) im face to face Kontakt nur an einem Platz, in einer Position, einem Bild und einem Ort zu entziehen.

Hieraus bedingt sich für mich die Geschichte der visuellen Kunst als moderne Beschränkungsform. In Bild- und Warenformen im fotografischen, die ästhetisch kommunizieren. In wie weit sie als *Selfie*, *Selbstbildnis*, *Porträt* und *Image* oder *Logo* ästhetisch kommunizieren. Heute nur mit gefällt mir nicht oder gefällt mir sofort beurteilt werden. Das Bild, die Szene und die Intervention im Vordergrund und vor dem Hintergrund in der Umgebung und dem Kontext wahrzunehmen, (auch wenn ich sie kaum mehr verstehen kann) sind Herausforderungen. Verständnis der Ästhetik, als deren mögliches Medium zur Entgrenzung im Fotografischen: was und wie kommuniziert? In dieser Perspektive eröffnen sich Fragen zur Performance und Gestaltung der Form, Plastik, Skulptur, Maske und des Körpers in der Szene, Situation und Projektion. Im Setting der Umgebung und dem Environment, in dem es stattfindet und stattgefunden hat und stattfinden wird.

Mich interessiert der Zugang und Ansatz zum entgrenzten und (sich) entgrenzenden Formalismus, der auch ästhetisch kommuniziert.

Dieser evoziert in visueller Gegenwartskunst ästhetische Verfahren und Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Ansatz, die an «Devianz» mit (un-)sicherem Ausgang reichen und zu driften drohen. Wenn sie nur mit der Idee, dem Ideal oder Gedanken bemessen, verglichen und entwickelt werden, die sich nicht verschriftlichen.

In diesem Angriff wird das Guerrilla Girl in den Vordergrund gerückt. Der Angriff im Fotografischen, auf das Interieur des Settings in einem lokalen Raum, wo auch ästhetisch wortlos mit anderen kommuniziert wird. «Guerrilla Girls», die ursprünglich eine «anonym» operierende feministische «Gruppe» in New York waren, deren Ziel es ist «Sexismus und Rassismus» in der Kunstwelt zu „bekämpfen“. «Guerilla Girls» sind in der Öffentlichkeit auch im deutschsprachigen Raum (Köln, Berlin, Hamburg etc.) aktiv. Mit dieser Fotografie wird es für mich jedoch augenscheinlich auch: redundant, wenn der «methodische Störsinn» in Form der Unruhe im «Smart Setting» nur partizipierend und beobachten sowie nicht nicht kommunizierend wird. Ästhetisch zwar durch Anwesenheit oder Präsenz kommuniziert. Jederzeit auch wieder abrufbar wird. Doch nur denen zugänglich wird, welche die Möglichkeit und den Zugang hierzu finden.

gegen-reformation – gegen-öffentlichkeit – re-integration mit visuell-methodischem störsinn. ausblenden der körper – face to face – ästhetische sowie soziale kommunikation am 7.09.2018

Vielen Dank gilt den visuell Kunstschaffenden und kunstbasiert forschenden Künstler*in-nen in social media, vielerorts und Vorort im Cafe Gloria Josefstrasse 59, 8005 Zürich, „Rote Fabrik“ sowie Tina Piazzi & Stefan M. Seydel (http://dfdu.org/) Asylstrasse 9 CH 8032 Zürich-Hottingen und Zürcher Hochschule der Künste und Universitäten. Danke an Hansruedi Matter, die Familienangehörigen und vielen Freunden im Atelier, Studio, Büro, Zuhause, Museum und Kunsteinrichtungen. Auf der Strasse, im Auto, Vespa oder Velo, öffentlichen Verkehrsmittel oder welche zu Fuss und auch ganz anders unterwegs sind. Mit und ohne Natel, mobile Medien und Datenträger in der Hand und damit vor den Augen (zu haben), um sich zu orientieren. Ohne euch wären und werden massstabsgetreue Angriffe mit methodischem Störsinn aktualisierender visueller (Hyper-)Gegenwartskunst – Open Science – Forschung – Kunst etc. kaum möglich. Weder herzustellen noch zu schreiben, die visuell-ästhetisch kommunizieren. Ohne Informationstechnik etc. und bestimmte Institutionen (auch wenn ihre Grenzen unscharf geworden sind) wären diese Herausforderungen zukunftsweisend kaum möglich und reizvoll. Auch ihnen gilt mein Dank. Die Danksagung in alphabetischer Anordnung täuscht eine Gleichheit der Hilfeleistungen vor, die nicht existiert. Die Abstufung zwischen viel und wenig, zwischen Sachhilfen und technischen Hilfen, zwischen Angehörigen, Freuden und Kollegen möchte ich erwähnen.

Kunst der KunstTherapie, die Anliegen des Projekts Kunst der Gruppe und Visueller Kunstforschung hätte ich vermutlich auf sich beruhen und in Zukunft liegen gelassen. Kaum unter den Bezügen des Aufbaus dieser Seiten und Blogs in Bild und Text in Angriff genommen. Neu ist diese Herausforderung bis 2020 es wieder, immer wieder an- und aufzufassen und diese Verbindung nicht abreissen zu lassen, sondern noch stärker als bisher zu verknoten. Damit sich diese Seiten weiterhin interaktiv – möglichst frei, spontan und zufällig – aufbauen und verlinken. Trotz des erhöhten Risikos, dass sich Fehler, Lücken, Unverständnis und Unverfügbares damit einschleichen, womit bislang keiner rechnet. Zu Merkmalen, Kategorien, Titeln, Überschriften, Gestalten und Formen oder Lemmata, die subjektiv und ästhetisch kommunizieren. Die sich auf die Aspekte beziehen und individuelle Bedeutung haben, wie zum Beispiel:

  • visuell
  • ästhetisch
  • theoretisch
  • künstlerisch
  • wissenschaftlich
  • mathematisch
  • physikalisch
  • psychisch
  • materiell
  • grafisch
  • bildlich
  • textur
  • text

ohne titel – sammlungen – momente auswählen heute freigeben – ohne kommentar

am klavier, die weissen und schwarzen tasten anschlagend und es buchstäblich nach draussen zu stellen

Bei künstlerisch relevanten Performern, die sich den gängigen Mechanismen verweigern, beispielsweise die Einmaligkeit ihrer Performances dadurch steigern, daß sie die Dokumentation durch Foto oder Video verbieten, und daher öffentlich wenig bekannt sind. Wenn es dann trotzdem ein Echo bei anerkannten Kritikern oder Institutionen der Performance-Szene gibt, ist die Relevanz sozusagen „mehr wert” als bei Performern, die auf dem Medienklavier spielen.
«print matters»

Schliesslich wird im Französischen und anderen lateinischen Sprachen eine Ausstellung als «Exposition» bezeichnet. Und nicht als «Imposition» oder «Komposition». «Saskia Sassen» charakterisiert diese Aktivitäten als «Bürgerpraktiken, die über die Nation hinausgehen.»

Die «Stasis» wirkt als Mechanismus, der das Kosmopolitische ins Korporative und die Polis ins Proprietäre konvertiert.

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