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Ausstellung «#DieKunst» öffentlich schreiben Kunst

massstabsgetreu

Heute wird die moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie der visuellen Kunst in klassischer oder typischer «Disziplinierung» gesehen. Als Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis und Verfahren der Kunstforschung

im fotografischen: bild & text

im filmischen: bild & bewegtbilder

im träumerischen: bild & selbstbilder

im ästhetischen: bild & public action

im formalen: bild & experimentelles

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SCREENSHOT

Heute wird die moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie visueller Kunst in klassischer «Dokumentation» (Typoskript) und/oder typischer «Disziplinierung» «Full Text (PDF}» «Images (Artistic)» «Design» «Verfilmung» multimedial installiert. Teilnehmend beobachtet, gesendet & kommuniziert.

DUTY-FREE-ART

Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis und Verfahren der Kunstforschung, die ästhetisch – ohne Worte – «kommunizieren». Bildverstehen wird quasi naturhaft vorausgesetzt, da es gegeben ist. Und sich von der Sprache, dem Wort sowie Lesen emanzipiert. Somit keiner weiteren Erklärung oder Vermittlung, noch Untersuchung und Erzählung, Geschichte, Prosa und damit Literatur (Visual Literacy) etc. bedarf. Da Bilder im Fotografischen als Lichtbilder, Film und Videoaufzeichnungen quasi selbst erklärend sind.

Das Stellen von Verständnisfragen scheint geradezu das Tabu zu werden!

Und die visuelle Kunst hört da auf, wo getwittert wird?

Kunst wird als etwas prinzipiell und grundsätzlich Unverstehbares, Zuversichtliches und Unverfügbares gesetzt. Verständliche und durchschaubare oder überschaubare Arbeiten und Projekte der Künstler*innen verfehlen die Absicht, Intention und Intuition des schöpferischen KunstSchaffens. Nur physische Präsenz und Anwesenheit garantieren «echte» – «wahre» visuelle Kunst. Die Originalität zu den Wissenschaften, die verkörpert wird

Die qualitativen Studien, Entwürfe, Konzepte, Dokumentationen und Arbeiten zu künstlerischen Praktiken des visuellen (autobiografischen) Kunstschaffens und/oder Schreibens der Künstler*innen interessieren

2019071819.16

Somit wird Erzählen und kein Erklären in mehrfacher (künstlerischer) Performanz im Zentrum stehen: Die Erzählung über die Erzählung, Aufzählung und so weiter

offer only one lesson in invisibility in helsinik by Hito Steyerl offers five lessons in invisibility in the video ‚How Not to Be Seen,‘ 2013

die nach Forschungsfragestellungen zu Aufbau, konstruktiven Bau- und Schaustellen der kunstbasierten Praxis des Kunstschaffens im Vorgarten, auf der Strasse, in Wohnungen, im Atelier, in Studios, in Freiräumen etc. führen werden. Die über den Ort der Bildbetrachtung hinausgehenn werden:


schau an

Erzähl- und Sichtweisen, die ohne Punkt, Koma und Satzzeichen – Interpunktionen – fliessend bis freifliegend werden. Freilassend, strömend: flüchtig bis verfliegend – zerspringend im künstlerischem Tun, Machen und Handeln. Bilder und ihre Biografien, die Bildgenesen – Ikonologien – Ikonografien – Ikonolklasmen werden auf den „Tisch“ bis „Fe-Tisch“ bis „Tableau“ gebracht.

Die (autobiografischen) Texturen und Bilder selbst, die Künstler*innen und/oder Kunstforscher*innen verfassen.

Erinnerungen, Träume und Gedanken spielen die Rolle. Wie wird der Umgang mit (kollektiven) Erinnerungen zu Bildern und Dingen gestaltet – verhandelt – kommuniziert?

«Visual Literacy» – « Bildwissenschaft» – «Literatur» werden mit Bildern, Szenen und Installationen im fotografischem inszeniert – begleitet – evoziert. Resultate – Artefakte – Texte werden beeinflusst. Durch die Projektgruppe am Tisch (Stammtisch) wird erzählt, zugehört, beobachtet, ausgetauscht, verhandelt und gelacht. Da werden verschiedenste Voraussetzungen, Hintergründe und Perspektiven interessant, die mit dem Bild «grundsätzlich» einhergehen.

Aus der zu erwartenden Vielfalt und Änderung der Perspektive wird möglicherweise so etwas wie #dieKunst resultieren, die neue Ordnungen des Sehens eröffnet:

Und die vormals architektonische Autorität und Dominanz des Designs in WordPress anverwandelt sich zur (strategischen) Aufmerksamkeit für die Performanz. Die mit Fragen unmerklich die visuelle Wahrnehmung anleitet und die Erkenntnisse «outsourcen» wird. So werden diese Bild- und Textarchive nicht nur in eigener: individueller: subjektiver: Art und Weise – solo oder mono – prozessiert.

Um «Bildbiografien» anzulegen, das Neue immer auf der Basis des Gesehenen (Erlebens der Ereignisse und/oder Wissens) ins visuelle kollektive Gedächtnis mit aufzunehmen. Hinzu kommt, dass sich die Attraktivität insbesondere der fotografischen Bilder daraus speist, dass ihre Lektüre hier nicht durch »Bildungsautorität» zentral verwaltet – beeinflusst – manipuliert wird.

Das Bild, um dies zu betonen, beharrt darauf (nicht) verstanden zu werden. Da es nicht auf einer linearen Lektüre oder einem Film mit Anfang und Ende beruht. Das Bild lässt sich simultan, schnell erfassen und bietet gleichzeitig verschiedene Zugänge, Anschlüsse und Einstiege an, um den Blick gemächlich umherschweifen zu lassen. Das Bild wartet mit (sinnlichen) Reizen und formaler Ordnung auf, die sich abhängig von Vorkenntnissen und Bilderfahrung sowie mit Bedeutungen anreichern lassen, falls reagiert wird:

massstabsgetreu

Über Anschauung und Abschauen werden Informationen als „Visual Literacy“ auch für die zugänglich gemacht werden, die weder über Ausbildung noch spezifisches Sprach- und Schreibvermögen verfügen. Die Text-Bild-Relation ist häufig die kulturelle Leitdifferenz Ihre Veränderung, die den Status der beteiligten Größen an dieser Leitdifferenz neu bestimmt,
schlägt sich in kulturellen Praktiken,
künstlerischen Darstellungsweisen, in der
Rezeption und in theoretischen Diskursen der Kunstforschung
nieder. Das Verhältnis von Text und Bild
wird im Verlauf der abendländischen Geschichte immer wieder neu bestimmt. Jedoch ist es nie ein neutrales, gleichberechtigtes Verhältnis gewesen, wie das
Bindewort „und“ zwischen ihnen suggeriert, denn Massstab und Relation betrifft Ermächtigungs- und Ursprungsfantasien: wer sieht
und wer wird gesehen, wer spricht, worüber wird gesprochen, was wird
besprochen: Stratifikation

Die von Lessing gesetzten ontologischen Distinktionen (Differenzierungen, Konstrastierungen, Stratifizierungen etc.) verstanden Bilder als das der
Sprache völlig Entgegengesetzte. Lessing
plädierte zudem für eine Überlegenheit
poetischer über die bildnerischen Werke.
Dagegen gründen „Visual Culture Studies“ auf einer (zunächst in der «Semiotik» durchgeführten) Enthierarchisierung der
Konzepte von Text und Bild.

Grundannahmen gehen von der notwendigen Interdependenz «Interferenz» bei Verbalisierungs- und Visualisierungsvorgängen aus, die Verstehen und Wissen formieren.
Bilder existieren nicht außerhalb der
Diskurse, sondern immer in Kombination

mit «Kodifizierung»: in den Erzählungen, die von ihnen wiedergegeben
werden. Vergleichbar der Texte, die nur über den imaginativen und illusionären Akt der Bildunterstützung und Bildgebung Bedeutung erlangen. Hier reagieren die Darstellungsweisen in Texten und Bildern auf die Herausforderungen neuer Technologien.

Formen der Bildlichkeit stellen Schnittstellen dar, an der die Generierung,
Formierung, Verfügbarmachung und Tradierung von kulturellen Bedeutungen
analysiert wird: in sämtlichen Formen von Bild-Text- und Daten Bezügen und in intermedialen Überschneidungsphänomen. Wie
z. B. Illustrationen, filmische Adaptionen oder Videos; in bildlichen Verfahren aus unterschiedlichen Medienquellen: zu der diskursiven und poetischen Verarbeitung von visueller Erfahrung. Das Forschungsgebiet
„Visual Culture“ beschäftigt sich mit
dem Spannungsfeld von Textualität und Visualität. Dabei werden die gegenseitigen
Modellierungen, Editierungen und Überarbeitung von textuellen und ikonischen Strukturen im Tafelbild (System) untersucht. Zumeist Analyseverfahren angewandt, welche die Art ihrer
Interaktion und den Bedeutungswandel
beim Medienwechsel (Bild-Begriff-Lemma-Data etc.) erfassen.
Es zeigt sich somit, dass sich die
„Visual Culture Studies“, Literatur- und Bildwissenschaft-en sowie visuelle Kunstforschung überschneiden. Innerhalb der Literaturwissenschaft z.B. heißt die Verortung von „Visualität“ als Interessengebiet kaum, dass
Textanalysen fortan die geringere Rolle
spielen werden.

Der Komplex
Bildlichkeit und Sehen wird auf differenziertere Betrachtung literarischer Texte und Bilder treffen. Visualität in der Kunstforschung kann als
Bündel von Text- und Bildstrategien sowie flüchtige oder systematische Ansammlung und Darstellung begriffen werden, die Künstler*innen und KunstSchaffende
in ihrer bestimmten ästhetischen Wahrnehmungskonstellation hier teilgebend einfügen

bring an instrument for no musical experience necessary





Von bimatter

Pilotprojekte
#nobreadlessart
#keinebrotloseKunst

visual arts - art and scientific re-search - arthistory
Project: #16

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