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massstabsgetreues

Heute wird die moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie der visuellen Kunst in klassischer oder typischer «Disziplinierung» als Kunstwerk, Werk, Medium und Reflexion gesehen. Als Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis und Verfahren der kunstbasierten, wissenschaftlichen Forschung & Kunstforschung

im fotografischen: bild & text

im filmischen: bild & bewegtbilder

im träumerischen: bild & selbstbilder

im ästhetischen: bild & public images

im formalen: bildakt & experimentelles

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SCREENSHOT

Heute, wie im #kunsttalk wird sich moderne, postmoderne und post-postmoderne Autonomie visueller Kunst und Werkautonomie zeigen. Die Gesellschaftsgeschichte der Moderne (Tradition), Industrie – Moderne und Reflexive Modernisierung – realisiert sich heute parallel. Kunstgeschichtlich werden diese je nach Theoriemodell als Neuzeit, Klassische Moderne, Avantgarde, Postmoderne und Reflexive Moderne etc. bezeichnet.

DUTY-FREE-ART

Befreiungsversuche visuell-künstlerischer Praxis, Methoden & Verfahren, die ästhetisch – ohne Worte, Handschrift & Sprache – «kommunizieren». Bildverstehen wird quasi »naturhaft« vorausgesetzt, da es jedem Lebewesen gegeben und sozialisiert wurde. Und sich von der menschlichen Sprache & Mundart, vom Wort sowie dem Lesen und Bild emanzipiert. Somit keiner weiteren Erklärung oder Vermittlung, noch Untersuchung, Analyse, Erzählung, Erklärung, Geschichte, Story, Prosa und damit Literatur (Visual Literacy) bedarf? Da Bilder im Fotografischen als bewegte Lichtbilder im Film, Video, Traum etc. quasi selbst erklärend und damit zu Science Fiction werden oder sind.

Und die Kunst hört angeblich da auf, wo getwittert wird?

Täuschung, Manipulation und Symbolik entlarvt wird!

Das Stellen von Verständnisfragen scheint geradezu das Tabu in der Kunst zu werden?!

Kunst wird als etwas prinzipiell und grundsätzlich Unverstehbares, Zuversichtliches sowie Unverfügbares sowie Zukunftsträchtiges gesetzt. Verständliche und durchschaubare oder überschaubare Arbeiten und Projekte der Künstler*in-nen verfehlen die Intention und Intuition des „schöpferischen“ KunstSchaffens. Nur physische Präsenz, Anwesenheit sowie Telepräsenz garantieren heute «echte» – «wahre» – «wirkliche» – «konzeptuelle» – «originelle« visuelle Kunst?

Die Originalität zu den Wissenschaften, die verkörpert wird?

Die qualitativen Studien, Entwürfe, Konzepte, Dokumentationen und Arbeiten zu künstlerischen (wissenschaftlichen) Praktiken interessieren. Visuelles (autobiografisches) Kunstschaffen und/oder Schreiben der Künstler*in-nen nebenher oder in erster Linie fokussiert auf die Forschungstätigkeiten in zeitgenössischer Gegenwartskunst.

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Hiermit wird kaum Erzählen und kein Erklären in mehrfacher (künstlerischer) Performanz im Zentrum der #kunsttalks sein: Die Erzählung über die Erzählung, das Sprechen über Sprechen, die Meta-Aufzählungen und Meta-Reflexionen über die gehaltsästhetischen Aspekte, die mit jede-r Kapitelmarke und dem Zeitstempel mit und ohne Signatur gesetzt werden.

offer only one lesson in invisibility in helsinik by Hito Steyerl offers five lessons in invisibility in the video ‚How Not to Be Seen,‘ 2013

Forschungsfragestellungen zur Architektur, zur Organisation konstruktiver Schaustellen in kunstbasierter & künstlerischer Praxis des Kunstschaffens. Forschen im Vorgarten, auf der grünen Wiese, der offnen Strasse, in der Landschaft, in Wohnungen, in Ateliers, in Studios, in Freiräumen etc. Die über den Ort, die Region, Lokales, die Geografie und Topografie der »Bildbetrachtung« als «Bildakt» nur einer Seite und Leinwand hinausweisen.


siehe da da

Blickweisen, die ohne Punkt, Koma und Satzzeichen – Interpunktionen – fliessend bis freifliegend werden. Freigelassen, flüchtig und schnell verfliegen. Aus der Reihe, Serie und Anordnung „springen“. Mit und ohne künstlerisches Tun, Machen und Handeln im Freien mit dem Wind (nicht Windkanal) aus bestimmten Richtungen. Bilder und ihre Biografie-n, die Bildstrecken, die Bildgenese-n – Ikonologie-n – Ikonografie-n – Ikonolklasme-n werden dann wieder aufgesammelt. Auf „Tische“, „Gartentische“, „Fe-Tische“, „Tableaus“, „Konferenztische“, „Hochzeitstische“, „Abstell- und Beistelltische“ab- und hochgeladen.

Die (autobiografischen) Bilder und Texturen selbst, die Künstler*in-nen und/oder Kunstforscher*in-nen verfassen.

Erinnerungen, Träume und Gedanken sowie der #Zufall werden die Rolle spielen. Wie wird der Umgang mit (kollektiven) Erinnerungen zu Bildern, Dingen und Zeugs heute gestaltet – verhandelt – kommuniziert?

«Visual Literacy» – « Bildwissenschaft» – «Literatur» werden mit Bildern, Szenen und Illustrationen sowie Installationen im fotografischen begleitend evoziert. Resultate – Artefakte – Texte werden quasi als FAZIT mit und ohne Pointe formuliert. In Gruppierungen wird schnell erzählt, zugehört, beobachtet, ausgetauscht, verhandelt und gelacht. Da werden verschiedenste Voraussetzungen, Hintergründe und Perspektiven interessant, die «grundsätzlich» – quasi vor – dem Bild und Bildakt – ästhetisch zu schweben scheinen, bevor diese benannt, beschrieben und erklärt werden.

Aus der zu erwartenden Vielfalt und Änderung der Perspektive-n wird möglicherweise so etwas wie #dieKunst resultieren, die neue Ordnungen des Sehens, Erkennens und Verstehens eröffnet:

Und die vormals architektonische Autorität und Dominanz des Systems und Designs in WordPress lässt sich anverwandeln. Transformiert sich zur (strategischen) Aufmerksamkeit für die Performanz zur Orientierung an Kunst und Kunstwerken: inhalts-material-gehaltsästhetisch. Mit Fragen wird unmerklich die visuelle Wahrnehmung angeleitet. Um Erkenntnisse und Artfakte «outzusourcen» und zu «kommunzieren». So werden diese Bild- und Textarchive kaum in eigener oder eigenwilliger Regie: individueller: subjektiver: Art und Weise – solo oder mono – öffentlich prozessiert.

Um «Bildbiografien» anzulegen, die das «Neue« immer auf der Basis des Gesehenen (Erlebens der Ereignisse) ins visuelle kollektive Gedächtnis und die Erinnerung mit aufnehmen. Hinzu kommt, dass sich die Attraktivität insbesondere der fotografischen Bilder daraus speist, dass ihre Lektüre hier sowie im #kunsttalk möglichst nicht durch »Bildungsautorität» zentral verwaltet – beeinflusst – manipuliert wird.

Das Bild, um dies zu betonen, beharrt darauf (nicht) verstanden zu werden. Da es nicht auf einer linearen Lektüre, einer Serie oder einem Film mit Anfang und Ende beruht. Das Bild lässt sich simultan, schnell erfassen und bietet gleichzeitig verschiedene Zugänge, Anschlüsse oder sogenannte Einstiege an, um den Blick gemächlich umherschweifen und wandern zu lassen. Das Bild wartet mit (sinnlichen) Reizen und formaler Ordnung auf, die sich abhängig von Vorkenntnissen und Bilderfahrung mit Bedeutungen & Symbolen sowie Kontext-en anreichern lassen, falls reagiert wird:

Über Anschauung und Abschauen werden Informationen als „Visual Literacy“ für jede-n zugänglich werden, die weder über Ausbildung noch spezifisches Sprach- und Schreibvermögen verfügen.

Die Text-Bild- oder Bild-Text Relation sind kulturelle Leitdifferenzen. Ihre Veränderungen, die den Status der beteiligten Größen an dieser Leitdifferenz neu bestimmt, schlägt sich in kulturellen Praktiken, künstlerischen Darstellungsweisen, in der Rezeption und in theoretischen Diskursen der Kunstforschung nieder. Das Verhältnis von Text und Bild oder Bild und Text wird im Verlauf der abendländischen Geschichte immer wieder neu bestimmt. Jedoch ist es nie neutral, gleichberechtigt im Verhältnis gewesen, wie das Bindewort „und“ zwischen ihnen suggeriert, denn Massstab und Relation betrifft sofort Ermächtigungs- und Ursprungsfantasien: wer sieht und wer wird gesehen, wer spricht, worüber wird gesprochen, was wird besprochen: Die von Lessing gesetzten ontologischen Distinktionen (Differenzierungen, Konstrastierungen, Stratifizierungen etc.) verstanden Bilder als das der Sprache völlig Entgegengesetzte. Lessing plädierte zudem für eine Überlegenheit poetischer über die bildnerischen Werke.

Dagegen gründen „Visual Culture Studies“ auf einer (zunächst in der «Semiotik» durchgeführten) Enthierarchisierung der Konzepte von Text und Bild.

Grundannahmen gehen von der notwendigen Interdependenz «Interferenz» bei Verbalisierungs- und Visualisierungsvorgängen aus, die Verstehen und Wissen formieren. Bilder existieren nicht außerhalb der Diskurse, sondern immer in Kombination mit «Kodifizierung»: in den Erzählungen, die von ihnen wiedergegeben werden. Vergleichbar der Texte, die nur über den imaginativen und illusionären Akt der Bildunterstützung und Bildgebung Bedeutung erlangen. Hier reagieren die Darstellungsweisen in Texten und Bildern auf die Herausforderungen neuer Technologien mittels maschineller Kommunikation.

Formen der Bildlichkeit stellen Schnittstellen dar. An der die Generierung, Formierung, Verfügbarmachung und Tradierung von kulturellen Bedeutungen analysiert wird: in sämtlichen Formen von Bild-Text-Daten Bezügen und deren »intermedialen» Überschneidungsphänome-n. Wie z. B. die Illustrationen, filmischen Adaptionen oder Videocuts; in bildlichen Verfahren aus unterschiedlichen Medienquellen: zur diskursiven und poetischen Verarbeitung der visuellen Erfahrung. Das Forschungsgebiet »Visual Culture« beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld von Textualität und Visualität. Dabei werden die gegenseitigen Modellierungen, Editierungen und Überarbeitung von textuellen und ikonischen Strukturen im Tafelbild (System) untersucht. Zumeist Analyseverfahren angewandt, welche die Art ihrer Interaktion und den Bedeutungswandel beim Medienwechsel (Bild-Begriff-Lemma-Data etc.) erfassen.
Es zeigt sich somit, dass sich die »Visual Culture Studies«, Literatur- und Bildwissenschaft-en sowie visuelle Kunstforschung vielfach überschneiden. Innerhalb der Literaturwissenschaft z.B. heißt die Verortung von „Visualität“ als Interessengebiet kaum, dass Text- und Zeichenanalysen fortan die geringere Rolle spielen werden.

Der Komplex Bildlichkeit und Sehen wird auf differenziertere Betrachtungen literarischer Texte und Bilder treffen. Visualität in der Kunstforschung, künstlerischen und kunstbasierten Forschung kann als Bündel von Text- und Bildstrategien sowie flüchtigen und systematischen Ansammlungen und Darstellungen begriffen werden, die Künstler*in-nen und KunstSchaffende sowie Forschende und Interessierte in ihrer bestimmten ästhetischen Wahrnehmungskonstellation teilgebend einfügen:

bring an instrument for no musical experience necessary





Von bimatter

Pilotprojekte
#nobreadlessart
#keinebrotloseKunst

visual arts - art and scientific re-search - arthistory
Project: #16

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