Kategorien
artistic Research «#DieKunst» Fotografisches gegenwärtiges visuelles KunstSchaffen integrative Forschung Künstler*in künstlerische Forschung Kunst Kunstforschung kunstprozesse

knotenkonzepte nebenbei überarbeiten

Wirkungen künstlerischer Bildakte selbstbestimmter und frei schaffender «Künstler*in-nen» der NetzwerkProjekt Gruppe sind im Vordergrund; mindestens ein «Image» und Bild ihrer künstlerischen Arbeit hatte jede an die Künstler*in-nen (der Gruppe Kunst der «KunstTherapie») elektronisch adressiert. Gaben und Gesten visuellen KunstSchaffens in Blick- und Ausrichtung sowie Anziehung der anderen war Voraussetzung und Wirkung

Musculus gluteus maximus ist ein großflächiger Muskel mit weitgefächertem Ursprung und kräftiger Ansatzsehne. Er entspringt vom Darmbeinkamm (Ala ossis ilii), der Rückfläche von Kreuzbein und Steißbein (Os sacrum und Os coccygis), dem Ligamentum sacrotuberale und der Fascia thoracolumbalis
seite skizzen buch
seite skizzen buch
roten faden verstricken
anfang und ende des roten fadens finden
rote faden konzept ablegen oder wiederaufnehmen
mit goldenem faden zusammennähen?
erklären – erläutern – zeigen – handschriftlich notieren
zeigen, was so wie so bekannt ist: inhaltästhetisch – materialästhetisch -gehaltsästhetisch – reflexive moderne
das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit aufschichten, auffädeln, verschachteln oder verpacken?

an autoscopic moment, 2010 Acrylic on wood – 22.5 x 27.5 Autoscopy is defined here as a visual experience where the subject sees an image of herself in external space, viewed from within her own physical body. Autoscopy may arise from a convergence of several variables, including gender, personality factors, neurological and/or psychiatric disease, exhaustion and dissociation, whose interaction may override the normal inhibition of temporal lobe activity. A cognitive neuropsychological hypothesis is proposed, together with avenues for future research.

im fotografischen – workflows und works in progress – bilder befreien und freisetzen – den bildakt frei werden lassen

Cafe Gloria Zürich September 2016 Lucia, Maja, Birgit, Nicole und Blazenka fotografiert

Malerei ist und bleibt der Kollektivsingular (Sammelbegriff) für die KunstderKunsttherapie?

Für das KünstlerSein und KünstlerZusammenSein mit und ohne Werk als Projekt, Gruppe, Team und Interessengemeinschaft?

Bereits Platon lässt Sokrates ausführen, dass für die Malerei dasselbe wie für die Sprache gelte. Deren bezeichnende Sache oder Ding nicht etwa in aller Ausführlichkeit zu wiederholen sei, sondern zugreifend durch Auslassung charakterisieren solle.

Beispielsweise die Serie durch Auslassungen der Reihenfolge, das Dreieck durch die Ecke und den Kreis durch Viertelkreise darzustellen. Es gäbe, so Sokrates, weder Worte noch Kunstwerke, wenn diese die Dinge nachahmend lediglich verdoppeln (abbilden oder fotografieren) würden. Worte wie Gemälde besitzen durch ihre Fähigkeit zur verknappender Darstellung vielmehr die klassifikatorische (nicht klassifizierende) Kraft der bezeichnenden Wiedergabe. Die Platon schon im Timaios etwa Modellen der Astronomie zuerkannt hat.

Über Zusammensetzung und Wirkungsweisen des Kosmos „ohne genauere Betrachten der Modelle sprechen zu wollen“ so führt er aus, „wäre vergebliche Mühe“ (so schreibt der Kunsthistoriker Horst Bredekamp 2010, S. 39).

visuelle kunst – praxis – ästhetisch kommuniziert – die Liebe zur Malerei: weiss

ästhetische wirkungen künstlerischer und gestalterischer bildakte werden heute zu «bilderwolken». «bilderfahrzeugen» im fotografischen oder zu videofilmen: dynamisierte, bewegte und schnell wechselnde und animierte features an bildern. merkmale vor hinter- oder untergründen, die auf höhe der zeit wahrgenommen werden. bilder, modelle, muster, ordnungssysteme usw., die als sogenannte «blick- und effektfelder oder zonen» vom sogenannten publikum gesehen, beobachtet, wahrgenommen sowie auch erkannt werden. da sie immer auch ästhetisch kommunizieren. investigation, intervention und kunstaktionen, die der gesellschaft (preis-)gegeben und verantwortet werden?

künstlerische forschung und performance wird in der nische, im büro, in der fabrik, halle, kirche, kathedrale, küche, keller und in anderen architektonischen räumen vorbereitet. im kollektiven wohnzimmer und automobil, auf der trace, strasse und dem weg durch die landschaften und städte der kulturen zubereitet. bevor es den tunnel, die durch- und zugänge passiert, gesendet und empfangen wird. geblitzt, kontrolliert und monetarisiert ist. so zu sagen auf dem radar erscheint. im bild – text und werk mit und ohne signature – des kunstschaffenden dargestellt wird.

im öffentlichen frei- und zwischenraum der «LecturePerformance» werden bilder, bildakte und künstlerische produktionen in der verpackung des kunstschaffenden direkt vorgestellt. es impliziert räumliche und essayistische dimensionen, fakten, tatsachen und auch vorstellungsmomente, die noch unbekannt sind. da das internet zwar kaum überall, doch von überall global erreichbar wird. heute, da sich »Lecture Performance» zu »LecturePerfomance» zu terminierter «LecturePerformance» exponentiell zu vermehren scheint.

kunstaktionen und -reflexionen sowie #kunsttalks relativieren.

entwickeln und hervorbringen: merkmale, aspekte, formen bis zu formaten. sie zeigen anschlüsse, zugänge, verbindungen, wege, passagen und zonen zu kunsthistorien und ästhetischen theorien auf. in aktueller (hyper-)gegenwartskunst: kunstforschung. in künstlerischer und kunstbasierter forschung wird dies möglichst offen und kollektiv versucht. intervention-en greifen, im gegensatz zur beratung, im engen sinne direkt und spontan in das aktuelle geschehen der interaktion menschen zu maschinen zu menschen kommunikation sowie künstler und publikum ein. Vermutlich, um unerwünschte ästhetische phänomene gar nicht (erst) entstehen zu lassen.

hauptverkehrsknotenpunkte versucht jede-r künstler*in der kunstderkunsttherapie nach möglichkeit bewusst zu vermeiden und zu umgehen. gerade und nahezu diesen auszuweichen, um den weg, parcour und roten faden der geschichte – erzählung (matrix -index) im bild und text selbst zu ermitteln und darzustellen.

seventeengallery.com.

Um Missverständnisse vorweg aufzuklären, falls es überhaupt möglich ist: im Alltag wird unter Hedonist jemand oder jedwede-r verstanden, der nicht gerne arbeitet und andere für sich schaffen lässt. Sich gemütlich zurücklehnt – aber nicht jemand – der das gelungene Leben sucht. Das gelungene Leben ist das philosophische Verständnis des Hedonismus, welches schon die alten Griechen erkannt haben. Im ungefähr vierten vorchristlichen Jahrhundert haben einige Denker darauf hingewiesen, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist und nichts darauf hinweist, dass es so etwas wie ein Weiterleben nach dem Tod und eine unsterbliche Seele gibt.

Damit standen Philosophien im Widerspruch zu Platon, nach dessen Vorstellung die Seele nach dem Tod in ein Schattenreich eintaucht, um dann in irgendeinem höheren Bereich die Unsterblichkeit zu erfahren. Im Gegensatz zu Platons Idealismus sind die Hedonisten empirisch orientiert, sie betonen die Bedeutung des Diesseits. Danach sind wir Menschen ein Stück Natur, wir leben eine Zeit lang und wir haben die Bestimmung, dieses Lebensintervall zu gestalten und irgendwie zu „meistern“. Nur in dem oberflächlichen Alltagsverständnis, bei dem Hedonismus mit „Wein, Weib und Gesang“ identifiziert wird, bedeutet Lebensfreude Verschwendungssucht.

Für die ethischen und ästhetischen Idealisten Kant, Hegel und Fichte u.a. ist die Idee des erfreulichen, glücklichen und optimalen Lebens nur ein wertloses Beiwerk. Danach ist es bedeutungslos, ob Menschen sich gut fühlen und ob ihr Leben gelungen ist, Hauptsache sie tun ihre Pflicht. Der Mensch ist aus kantischer Sicht ein Pflichtautomat. Und was moralisch ist und was nicht, wird durch die Ethik bestimmt. Ein Beispiel ist der kategorische Imperativ Immanuel Kants: Handle so, dass die Grundsätze deines Handelns ein allgemeines Gesetz sein könnten. Jede Ethik macht also Vorgaben, jenseits derer es keine tieferen Begründungen gibt. Selbst die Wissenschaft benötigt solche Axiome, auch die Quantenphysik oder Naturwissenschaften halten keine *Letztbegründung* bereit. Ebensowenig gibt es keinen Ursprung der Ethik und Ästhetik, aus dem Werte und Urteilskraft entstehen. Einige haben mir häufiger vorgeworfen und mich darauf hingewiesen, dass ich idealistisch agiere und argumentiere im visuellen Kunstschaffen. Diese alten und längst überholten Verbindungen, „alten Zöpfe“ und männlichen „Vorbilder“ an Philosophen und Künstlern, seien abzuschneiden. Abzutrennen und sich davon zu distanzieren, anstatt sich mit ihnen in Kontexten zu verbinden und zusammenzufügen.

Von bimatter

Pilotprojekte

#keinebrotloseKunst

visual arts - art and scientific re-search - arthistory
Project: #16

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.