Nächstes Treffen: hier – Termin noch offen

Das «Projekt» KUNST DER KUNSTTHERAPIE befasst sich in der Kultur gegenseitiger Intervision der Kunsttherapeutinnen und Künstlerinnen mit visueller Kunst. Die Gestaltung des Bildaktes und bildkünstlerischer Dokumentation in Text und Bild sind «mittelbar» und «sichtbar» im Vordergrund. Die Gestaltungsmöglichkeiten visuellen KunstSchaffens und künstlerischer Forschung werden jeweils in Treffen und mit der Teilnahme dargestellt und präsentiert.

Am Anfang stand die Erwartung und «Hypothese», dass sich visuelles Kunstschaffen der «Kunst der KunstTherapie» als «Kompetenz» oder sogar spezielle bildkünstlerische visuelle Kompetenz und «Ästhetik» besprechen, erläutern, analysieren, erklären und beschreiben und damit auch beweisen, darstellen und ausstellen lasse.

13263831_626052167548878_1842226632821611296_n
©birgitmatter  bilderknoten – bundle – an Bildakten der Künstlerinnen

inzwischen 

sind die singulären «Bildakte» – «kunstprozesse» – «kunstprojekte» der Künstler-in-nen als visuelle Kunst – Gegenwartskunst und zeitgenössischer Kunst – im Vordergrund, die jede Künstler-in in eigener Initative hier herstellt. Die sichtbaren – bildlichen und wörtlichen – Stellungnahmen der Künstlerin in Mundart und subjektiver Eigenart, die sie selbst her- und ausstellen sowie zeigen will. Visuelles KunstSchaffen und künstlerisches Forschen betont die «solitäre», «eigenwillige» und «freiwillige» Entscheidung der Künstlerin. Bildkünstlerisch zu forschen und zu dokumentieren sind – hier und jetzt – mit der jeweiligen Künstlerin ausgestellt und präsentiert.

Visuelles KunstSchaffen und künstlerisches Forschen sind in Art und Weise «Selbst» durch die Künstler-in initiiert. Mit Engagement, künstlerischer Erfahrung und Aus- und Weiterbildlung präsentieren sich hier fotografische, malerische, zeichnerische oder schriftliche Produktionen entsprechend als Bildakte, Illustrationen, Videos oder Texte mit und ohne Kommentare oder Stellungnahmen. Das klassische und neue «Bild» wird kritisch gegen oder mit den aktuellen oder kunsthistorischen Bildtheorien verteidigt.

«Anachronismus» und «Chronik» werden mit und ohne Angaben dargestellt, wie visuell-künstlerisch geforscht und / oder künstlerisch geschaffen wird, wurde oder worden ist. Der Einsicht und auch Erkenntnis wird gefolgt, dass es keine gemeinsame und soldiarische künstlerische Zeitgenossenschaft und Gemeinschaft als ein «wir» im digitalen Raum gibt. Mehr noch, dass die implizite Annahme einer solchen Gemeinschaft, Genossenschaft, Gesellschaft oder auch Generation von Frauen und Kunsttherapeutinnen als ein «wir» – in der gegenwärtigen Zeit der Globalisierung und des Lebensalltag – die tatsächlichen, wirklichen, realen, politischen, sozialen und psychosozialen sowie kulturellen, wissenschaftlichen und ökonomischen Differenzen und Schnittstellen verstärkt.

Schnittstellen sind deutlich wahrzunehmen und zu erkennen. Ungleichheiten, unfaire Zugriffsmöglichkeiten, Zugangs- und Anschlussvoraussetzungen, Zwangsläufigkeiten sowie Unfreiheiten «solitär» KunstSchaffender und KunstForschender werden mit einer solidarischen Behauptung eines «wir» unsichtbar und unangreifbar gemacht, die jedes visuelle Kunstschaffen heute zudem beeinflussen können.

Visuelle Kunst als «Gegenwartskunst» bedeutet sich als kritische Instanz gegenüber einem behaupteten «wir» als Zeitgenossenschaft oder dem Zeitgenössischen der Moderne oder Postmoderne und auch anderen Zuschreibungen immer wieder als Kunstschaffende entgegenzusetzen. In wie weit «Kunstgattungen» zur Orientierung, Ausrichtung und Postionierung der Künstler-in heute noch nützen, jenes wird sich mit Zunahme der Beiträge zeigen und herausstellen.

Einem festgelegten Zeit- und Projektplan, vorgefasstem Projektziel, Manifest oder Konzept einer Gruppe „Kunst der KunstTherapie“ wird für die Zukunft nicht gefolgt. Die Entscheidung, diese Seiten und Blogs sukzessiv mit den Beiträgen der visuell Kunstschaffenden und künstlerisch Forschenden aufzubauen, zu organisieren und zu erweitern, ist entschieden und von den Teilnehmenden beschlossen.

Die Betrachtung der künstlerischen Bildakte eröffnet immer Fragen der subjektiven Wahrnehmung und Ästhetik: subjektiv und intersubjektiv, sichtbar und bewusst im Austausch, Dialog und Polylog der «Gegenwartskunst»: Kunstforschung und visuelles KunstSchaffen sind kurzzeitig und gegenwärtig für den Moment oder Augenblick an einen Tatort im Lokalen gebunden. Längerfristig und mit Dauer kann visuelles KunstSchaffen, welches bildkünstlerisch dokumentiert ist, als Kraft künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung verstanden werden, die Erkenntnisse generiert.

Erkenntnisse, die sich in – mit – durch visuelles KunstSchaffen herstellen und im Bildakt und der Geste der Künstler-in mitteilen. Zuschauer, Mitwirkende und die anderen Künstler-in-nen kommentieren. Kunstwissenschaftlich lassen sich gezeigte, ausgestellte und präsentierte künstlerische Bildakte wiederum mit den Erkenntnistheorien des Ästhetischen, Kunst- und Bildtheorie(n) und Philosophien verbinden und auch retrospektiv und prospektiv verknüpfen. In wie weit es von der Künstler-in vorgenommen wird, ist freigestellt.

Visuell-künstlerische Möglichkeiten, die unterschwellig, randständig und auch offensichtlich in Kunst-Strömungen und kulturellen Bewegungen wahrzunehmen, auszudrücken und herzustellen sind. Perzipierend und rezipierend finden sie oft parallel oder direkt mit dem visuellen KunstSchaffen (mit und auch ohne sichtbar dargestelltes materielles Kunstwerk) statt. Anderer Meinung zu sein, zu diskutieren, zu kommentieren, zu erzählen, zu fragen und zu schreiben sind die Herausforderungen, die zukünftige Diskurse und intersubjektive Dialoge auszeichnen und visuelle künstlerische Forschungen weiter bewegen werden. Im Vordergrund ist und bleibt dabei der künstlerische Bildakt, der auf bestimmte Gegenstandsbereiche und Sehfelder fokussiert,. Während durch die Herstellung der Künstlerin bewusst aus- oder überblendet oder nicht belichtet wird. Inwieweit der Bildakt dem Untergrund des Denkens und Bewusstseins  «Selbst» entspricht, entscheidet die Künstler-in.

Das Setting und der Kontext sind für jede Art und Weise visuellen KunstSchaffens und Betrachtens von Bedeutung. Der Ort und Tatort, wo freies KunstSchaffen der Künstler-in mit Gegenständen, Dingen und Materialien etc. stattfindet. Im Atelier, Studio, Wohnzimmer, Küche, Halle, Museum, sonstige Räumlichkeit oder Lokalität, wie zum Beispiel Strasse, Platz, Garten, Café, Restaurant, Wald, Feld, Wiese, See, Meer, Bahn, Auto, Flugzeug etc. In diesem Ansinnen waren künstlerisch-sichtbare Bildakte im Interesse, die schnell und direkt zu fotografieren waren.

Seit Beginn des Projektes hat Blazenka Kostolna die Künstler-in-nen in ihrem Atelier und Wohn- und Arbeitsraum sowie Lebensraum direkt vor Ort besucht und fotografiert. Die Zusammentreffen der Gruppe vor Ort, an denen sie teilnahm, sind für den Blog zu den Sitzungen 2015-2018 fotografisch festgehalten worden. Jeder Künstler-in hat sie Fotoserien zur Auswahl gesandt. Zudem hat sie zwei Buchprojekte realisiert und bereits bei den Treffen der Gruppe vorgestellt.

Nicole Ottiger und Maja Seifert Metz haben entscheidende Impulse 2018 gesetzt, damit diese Seite, die von Birgit Matter initiert und eröffnet wurde, fortgeführt und aufgebaut wird. Mit dem Kontext und Abhängigkeiten des gegenwärtig-visuellen KunstSchaffens und Philosophien befasst sich mittlerweile jede Künstler-in dieser Gruppe, die künstlerisch forschend tätig ist. Die Kunstfreiheit ist in Art. 21 der Schweizer Bundesverfassung (BV) statuiert. Mit der Aufnahme der Kunstfreiheit in den Katalog der Grundrechte gewährleistet das staatliche Recht die Autonomie der Kunst. Mit Retrospektion und Reflexion stellt jede Künstler-in mit informierter Einwilligung des personbezogenen Datenschutzes visuelle Kunst und Kunstforschung hier aus.

Gruppenregeln und Gruppendynamiken sowie Formalisierungen durch Norm- und Moralvorstellungen und auch Sprachen sowie die Gestaltungsmöglichkeiten in Grafik und Design von WordPress sind auch immer wieder die Herausforderungen, denen sich die informelle und interessierte Projektgruppe der Künstler-in-nen stellt. Letzendlich behauptet sich die kritische Instanz der visuellen Kunst und Künstler-in, die künstlerisch schafft und forscht. «Künstlerische Forschung» und  «Gegenwartskunst» zu präsentieren, obliegt hier alleinig der Entscheidung der Künstler-in «Selbst».

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.