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künstlerisch forschen

künstler*in-bruch-seite-n kunstbasiert – künstlerisch forschen: Beispiele geben

performativ anfangen

entwerfen
skizzieren, notieren, auflesen, sammeln, komponieren
kapitelmarken & zeitstempel 
transformieren
signieren
laufen lassen, hervorheben, betonen, fixieren
überblende
überbrücke
überrede
übergehe
überlaufe
überpräge
übertrage
übertreibe
überspule
überschiesse
überschalle
überhöre
überfliege
übervereinfache 
überhole
übergreife
nicht übel 
überflüssig
»nicht (unbedingt) dabei sein wollen« 
LEERE STELLE LIEBEN 
LEERSTELLEN LIEBEN
in keinem Fall aufräumen
etikettieren
klassifizieren
entsorgen
vernichten
löschen
verbrennen
ruinieren
zerschneiden 
zerstören 
zerfallen
abfallen
fallen
Staubkorn im Licht - Leerstelle im Japanpapier - Loch in weiss 

«originelles» «experimentelles» »experimental« -.- »Systeme»

experimentieren: forschen in Kunst & Wissenschaft

Forschung kann sich in Experimenten sowie bei Experimentieren und »Exprimieren« manifestieren. Es liegt nahe. Anzunehmen, dass sich künstlerische Forschung jedenfalls in den bildenden Künsten in den meisten Fällen in Versuchsanordnungen (z.B. auf Japanpapier) manifestiert. Denn andere etablierte Formen des Forschens, zu denen beispielsweise das «SCHREIBEN diskursiver TEXTE» und das logische Schliessen gehören, spielen jedenfalls in den bildenden Künsten allenfalls eine marginale Rolle. Künstlerisch forschen? Wie soll das gehen? Kunst oder das Handeln von Künstlern als Forschung zu verstehen? Inwiefern wird das möglich? Und inwiefern ist es sinnvoll? Die Versuche zu antworten, sowie m-eine Skepsis halten an, lassen mich erstarren, wie zur Salzsäule werden. Ist das nicht lediglich ein ebenso naiver wie anmassender Plan, anmassendes ästhetisches Programm, ersonnen von (Konzept-)Künstler*in-nen? Kunstschaffende, die nur zu gerne ihre künstlerischen Interventionen als ein analogon scientiae, als der wissenschaftlichen Erkenntnis ebenbürtig und gleichwertig darstellen und damit an der hohen gesellschaftlichen Reputation der Wissenschaft teilhaben wollen?

Dieser Verdacht wird seit mehr als 10 Jahren gehegt: »Praxis Dr. Kunst geschlossen«.

Zweifellos manifestieren sich in aktuellen Tendenzen der Kunst und der Kunsttheorie-n Kunst als eine FORM der Erkenntnisgewinnung und Forschung zu begreifen, ziemlich handfeste materielle und kunstpolitische Interessen. Dass sie kein Grund und Ansatz sind, Kunst als Forschung zu begreifen, liegt auf der Hand. Allerdings sind sie ebenfalls kein Grund, sich die Frage nach der Möglichkeit künstlerischen Forschens zu versagen.

Die Vorstellung, Kunst könne ein analogon scientiae sein, ist nämlich älteren Datums, ohne allzuviel Recherchegetue. Aristoteles‘ Annahme, dass die Erkenntnis sich qua POIESIS – durch das Schaffen, Herstellen und Hervorbringen von Werken also – vollziehen – ihr Urbild erkennen können. Das wirkliche – echte – wahre – reale – gegenwärtige – emphatische – leidenschaftliche Begehren nach dem Urbild, der Urform, der Urkraft, dem Ur ohne Horn, ohne Uhr. «Visuelle Kunst» zum Beispiel, auf dem «Hof», im Künstlerdorf, im Internet, kurz Netzkunst genannt. Im Freien, in Kulturen und im »Öffentlichen« Raum: Kunst zu schaffen. Heute bedeutet dies für mich: in öffentlichen Räumen, auf öffentlichen Flächen «Kunst» & «Kunstforschen» her(aus)zustellen, hervorzubringen und zu zeigen. Nicht zu plakatieren, wie Ankündigung an Litfassäulen oder Tafeln, sondern eher wie „Blumentöpfe in Vorgärten“ zu setzen, Brot zu backen #keinBrotLoseKunst. Etwas hervorzuheben, hervorzubringen, zu produzieren, zu schreiben, zu streamen, zu lieben. Synchron zu performen.

Gleichzeitig sowie a-synchron nach zu forschen

kunstbasiert, »epistemologisch« sowie künstlerisch ästhetisch : «öffentlich und frei» kunstschaffen-d : visuell, sprachlich, performativ forschen-d. Im Dreiländereck, unter’m DACH der deutschsprachigen Teile Europas – plurizentrisch – orientiert zu sein. In Verfahrensweisen, Methoden und Ausdrucksweisen, die sich sehr, mega, turboschnell in Licht- und Überschallgeschwindigkeit ändern. Auf den Feldern, die mir bekannt, unbekannt und noch nicht bekannt gemacht worden sind. Gebiete und Oberflächen, die noch zu erkunden wären, zum Beispiel anhand von Spuren, Archäologie und Erinnerung. (Landschaften & Körper & Zwischenräume & Wände & Hintergründe & Dinge (Zeugs & Fotografien in schwarz-weiss).

inframince, ist das Adjektiv, mit dem ich intensiv denke, arbeite & hantiere

«Antiform» das Substantiv, mit dem ich in seiner puren Materialität zur radikalen Anti-Form und radical chic komme. Der doppelte Nullpunkt der Skulptur und Plastik im Sozialen scheint erreicht?!. Was bleibt ist die Drei- und Mehrdimensionalität sowie Multiperspektivität?. Material an sich, das nur mehr auf sich selbst als auf andere verweist. Infra-mince: Trennung — ScheideWand. Da sie das Intervall (in einem Sinn der Oszillation, Schwankungsbreite) und Scheidewand (im anderen Sinn Kamera, Bildschirm, Schau-Fenster, Display und ja, das Glas, die Gläser, Brillengläser sind). Paravent, der Raumteiler, aus hauchdünnem JAPANPAPIER, der Raumteiler – die Trennung – die Differenz – die Unterscheidung – zwei Sinne: männlich und weiblich?

Kunstfiguren werden es mit der Dauer, Zunahme der Bildträger (im Fotografischen, Filmischen und Textlichen) offenkundig-er zeigen, belegen und beweisen.

Es ist experimentieren mit den experimentalen Systemen. Die Öffnung der Kontingenzspielräume im Namen der Kunst der Kunst Therapie. Denn was werden experimentale Anordnungen anderes als Einrichtungen, um Kontingenz zu ermöglichen? Pointiert gesagt: „Wissenschaft und Kunst – Kunstwissenschaft(-en) – ihren Erkenntniszuwachs niemals planend und linear kontrollierend.“ Sondern das gefunden wird, wonach nicht gesucht wurde oder wird beim (künstlerischen und kunstbasierten) Forschen. Hans-Jörg Rheinberger resümiert: „Man kann das Forschen also als eine Suchbewegung charakterisieren, die sich auf der Grenze zwischen dem Wissen und dem Nichtwissen bewegt. Das Grundproblem besteht darin, dass man nicht genau weiss, was man nicht weiss. Damit ist das Wesen der Forschung kurz, aber bündig ausgesprochen“:

Wie sich dies Schreiben (wie von selbst *sowieso* mit jeder Interpunktion) herauszustellen und zu zeigen vermag. Heraussetzen, aus setzen, frei lassen, woran ich künstlerisch intensiv – allein – autonom – forsche und tagtäglich arbeite. Den Computer, wie eine Schreibmaschine oder Content Managementsystem nutzen? Am Liebsten möchte ich, zu den jeweilige-n und ewige-n Anfänger*in-nen der Computer- und Kunstwelt gehören. Nicht im Kosmos, Weltraum oder auf irgendeinem Kunstfeld ohne Horizont landen. An der Oberfläche und in Distanz sein. Anfänger*in-nen und «Novizen» sind neugierig. Ziemlich frei, kaum, wenig, gar nicht vorbelastet. Reagieren situativ spontan. Unbefangen, unverstellt und frech.

Frech & Friedlich.

In keinem Fall werden sie unverschämt. Regel- und ordnungswidrig, kämpferisch und kriegerisch in Hinblick auf Konventionen und sogenannte Traditionen. #Anfänger*innen wollen wissen. Und zwar sehr genau, präzise und exakt. Sie wollen selbst erkennen, beurteilen und bewerten. Ob es wahr – wirklich – echt – real usw. ist. Die Resultate selbst sehen, das Fazit selbst ziehen. Täuschung. Lüge. Verführung. Ego Fiction. Science Fiction. Fiktive Wissenschaft in der heutigen Kunst.

Explizit will ich selbst den Vorstellungsraum der Regelüberschreitung, jedenfalls insoweit Wissenschaft den konventionellen, nicht-konstruktivistischen Begriff als ausgesprochen non-fiktional firmieren, be-setzen. Denn Spurendenken und die Spurensicherung muss in bestimmten Hinsichten immer mit der Erweiterung des Bloss-Vorgegebenen (Konvention und Formatierung) einsetzen. So setzt es die Bereitschaft zur Interpretation – voraus – sich über Spuren – zu verständigen. Ein Detail, Kleinteil oder eine Einkerbung, Fleck, Rechenschieber usw. treten zumeist erst in nachforschender-deutender Perspektive als Rest oder Resultat von etwas hervor, das nicht länger vollständig vorhanden bzw. nicht mehr als AuslöseKraft präsent (wesentlich) ist. Das Sprechen über spurensichernde Kunst baut auf diesem Deutungsapriori der Spur(en)wahrnehmung und Witterung auf.

Hier riecht es gut. Vertreter*in-nen denken und gehen vom spurensichernden aus, von zumindest potenziell spurfähigen bis spurfähigem Material, welches vorliegt.

Sind #Wagnispatternpaare spurfähiges Material für künstlerisches und kunstbasiertes Forschen?

Dies wird wichtig und relevant!

Nach wie vor interessieren mich »Denkmodelle« – Kunst- und Denkmaschinen – »Konstellationen« mehr, als das Lesen des Textes, Zuhören und das Beobachten zur Beantwortung einer vorformulierten Fragestellung: Fiktive Wissenschaften in der heutigen Kunst: „was kommt nach Science Fiction?“ Die Unterscheidung von «Virtuosen» und «Laien» im Sinne von Max Weber lasse ich fallen und tausche diese aus: Differenzierung und Übersetzung von «Zentrum», «Semi-Peripherie» und «Peripherie» erscheint mir wesentlich. Da mich vieles peripher zu tangieren scheint. Trotz der Deadline, die gesetzt wird?

Automatisch scheint – so – etwas wie „Magie“ & „Ehrfurcht & „Respekt“ & „Scham“ etc. vor Professionalität, Expertise und bestimmten Rollenfunktionen sowie der Übertragungstechnik und dem Veröffentlichen: #kunsttalk als #Livestream auf. „Du kannst nicht nicht kommunizieren“ – „Jedes Verstehen ist ein Missverstehen“. Sobald ich mich länger und intensiver damit befasse, dem Unbekannten, Fremden, Ausserirdischen. Mich sozusagen einlasse, ziemlich weit & lange aus dem Fenster bzw. vor das Objektiv der Kamera lehne. Ich versuche, probiere aus, die Licht- und Tonverhältnisse und Proportionen sind selten gut. Das Hauch-Deutsch klingt verwaschen. Um Einblicke in die Kultur des Buches, Bildes und Textes, Katalogs, Theaters, Kinos, Schauspielhauses, der Oper, dem Musikstück usw. sowie den laufenden Film – Video – LiVEstream, nicht LifeSTREAMING zu erhalten.

Die Menschenmassen und Ansammlungen auf den Strassen & Plätzen zu sehen, die Spektakel, Aufführungen und das Festival be-suchen. Den Ort zu finden oder suchen, wo ästhetisch in keinem Fall alltäglich, banal, trivial, fäkal, sakral, böse, krank etc. mit und ohne Witz kommuniziert, getrunken und gegessen wird.

Kann von der Spur her nur allein oder nur zusammen gedacht werden? Zusammen sein & allein?. Wo jede-r seinen Platz im Fensterbildchen an der Wand erhält (nichts zugewiesen werden muss, erklärt und erzählt sowie vermittelt oder moderiert werden muss).

Performativ forschen.

Mit Proben, Versuchen, Experimenten und Selbsterfahrungen mag es (zweifelsohne etwas) zu tun haben. Mit dem Anderen, dem Wesentlichen und dem NichtWissen sowie der Leerstelle, vermute ich jedoch mehr. Schwergewicht. Dies gibt mir Gelegenheit zu dieser Vorbemerkung, das ich Spuren hier primär empirisch verstehe und sekundär sehe. (Nicht als Ersatz, Zeichen und Symbol für irgendetwas, was soviel, so gross, so weit, so fern wie die Leerstelle, das schwarze und weisse Loch wird).

Weiter im Text. Realisieren. Aktualisieren. Ästhetisch – visuell & performativ – kommunizieren – du kannst nicht nicht kommunizieren. #FreiheitMachtAngst. #Scham. Fragen und handeln – sagen und kommentieren – performativ spontan, ohne abzulesen, ohne Skript, Plan und Programm. Cool und frech bleiben. Nicht erklären und erzählen oder rechtfertigen wollen. Nur kommentieren. „Die Spurensicherung blüht und glüht“. Initiieren – organisieren – aufzeichnen. Dokumentieren, nicht vergessen! Dafür einen neuen – leistungsstärkeren – Computer bestellen, denn mit diesem alten & langsamen Ding von einem Gerät, lässt sich kaum schnell genug auf „der Höhe der Zeit“ mit arbeiten. Geschweige denn zusammenarbeiten. Ich favorisiere – nach wie vor – selbst – selber machen – unterwegs zu sein, auszuprobieren, visuell-künstlerisch zu experimentieren, aufzuschreiben und zu fotografieren. Neuerdings zu filmen & Audiospuren an Sound aufzunehmen, welches nahezu »kinderleicht und spielerisch« wird. Wirken mag, keine Ahnung? TRAILER – VIDEOCLIP – LIVESTREAMING.

HYSTERESIS.

Zurzeit schreibe ich – trotzdem und vorerst – an diesem Text, den ich bereits am 14. April 2017 begonnen habe. Das Zoom klingt, ich nehme nicht an. Das Telefon klingelt, ich nehme nicht ab. Das Handy surrt, ich schaue nicht nach. Es klingelt an der Haustür, ich gehe nicht hin. Die Kirchenglocken tönen aus der Ferne, ich höre sie. Dahin gehe ich nicht. Das Auto hupt. Die Sirene des Schiffs tönt. Das Fahrrad klingelt.

Alarmierendes vor dem Fenster, ich schaue nicht hin oder hinaus. ALLEGORESE. Ich schreibe von oben nach unten. Dies ist wichtig. In die Blanko-Bücher wird *von links oben nach rechts unten* oder *umgekehrt* von den Seitenkanten aus geschrieben, gezeichnet und gemalt mit Farbstiften. Eingeklebt, zugeschnitten und eingeheftet. Die mache Künstler*in-nen als Tagebücher (rotes tägliches Notiz- und Skizzenbuch) benennen, titulieren & auffassen und in die Hand nehmen. Sei es d’rum. M-eine Erfahrungen gemeinsam Bücher, in Bücher zu schreiben und diese zu gestalten oder als @ Mail ART zu begreifen, sind durchweg positiv, konstruktiv und gelungen. „Gemeinschaftskatalog“. „Gemeinschaftliche AGENDA“. Es freut mich, sobald ein Buch zu mir (zurück) kommt und ich es „heiraten“ darf, auch falls es nur gerade angefangen & angelesen und noch nicht bis zum Ende hervorgebracht oder durchgearbeitet worden ist. Wenn das Buch eine Weile bleiben möchte, den Platz im Büchergestell, auf dem Tisch, am Boden einnimmt. Zwischen all‘ den anderen Rücken an Büchern, die mich ständig beobachten und wenig stören, sobald ich schreibe. Aus ihnen heraus etwas paraphrasiere oder gleich zitiere. Die Buchrücken vermitteln mir das Gefühl zwar allein, autonom, frei; jedoch nicht einsam, verlassen und voll angst zu sein. Bücher sind meine allerliebsten Dinge, neben den gerahmten und ungerahmten Bildern. Kolleg*in-nen, die kaum stören wollen. Sie sind leise, verstauben und halten viel bereit und zurück, womit ich mich im einzelnen und im Detail befassen mag und kann.

Allein (1 zu unbekannt) Zu zweit (2 zu unbekannt) Zu dritt (3 zu unbekannt) Zu viert (4 zu unbekannt) Zu fünf (5 zu unbekannt) Zu sechs (sechs zu unbekannt) Zu sieben (sieben zu unbekannt) Zu acht (acht zu unbekannt) Zu neun (neun zu unbekannt) Zu zehn (zehn zu unbekannt) Zu elf (elf zu unbekannt) Zu zwölf (zwölf zu unbekannt) Zu dreizehn (dreizehn zu unbekannt) Zu vierzehn (vierzehn zu unbekannt) Zu fünfzehn (fünfzehn zu unbekannt) Zu sechzehn (sechzehn zu unbekannt)

Aufzeichnen, notieren, dokumentieren, terminieren sowie fixieren, nicht vergessen, bei allem Engagement.

Fixieren ist wichtig, da es ansonsten abfärben könnte.

Im Dia- bis Trialog und Polylog mit Menschen, Gruppierungen und Kulturen sein. Die Möglichkeiten, die sich durch Situationen und Bedingungen «SmartSetting» und Livestreaming der pluralisierenden und pulsierenden sowie kraft- und sinnvollen «Kunst» eröffnen:

Offene Augen & Hände sind Gesten

Offene Ohren – für Wünsche und Handlungen – «radical chic» – der anderen – in der Kunstwelt. Heute will ich kaum hören, sehen, gezeigt, präsentiert, erklärt und langatmig erzählt bekommen. Heute will ich denken und schreiben. Sichtbare Zeichen und Interpunktionen setzen. Schnell übersehen und überlesen, überfliegen. Was wird aus den zahlreichen performativen und komponierten Bildakten in den Videos? Die sich still und leise sowie zart & filigran abzutasten, abzuzeichnen und einzuschreiben beginnt? Da kommt plötzlich dies Brachiale, Aggressive und Plakative auf, wie der „Reisswolf“ in die Kultur der Dokumente, wie der Wolf in die Herde der #Schafe, mit dem keiner zuvor gerechnet hätte. Die Störung-en. Die Ordnungswidrigkeit-en. Die Zerstörung-en. Die Auflösung-en. Die Ablösung-en. Die Verbrennung-en. Die Vernichtung-en. Dies Animalische. Dies Biologische. Die Pest. Die Pause. Der Rückzug. Die Gefangenschaft der Künstler*in-nen nicht nur in ökonomischen – Corona – Covid 19 bedingten Zwängen, sondern in jenen der techno-wissenschaftlichen Welt, der Informationstechnoligen und des virtuellen Netzes.

Nichtsdestotrotz lässt sich das Feld der Kunst nach wie vor als eine Welt oder Kosmos beschreiben. Mit einer Reihe an Besonderheiten, zum Beispiel als der «Ort paradoxer Eigenschaftsmischungen», zu denen die Einheit von Ruhe und Bewegung (Tanz) ebenso wie die Verbindung von Sinnlichkeit und Intellekt gehören, die Freiheit versprechen. Die Anweisung, das Problem, der Konflikt, die Macht, die Kraft. Die möglicherweise «haptisch», wie «design», wie «inszeniert», wie verpackt, wie nackt, wie bloss ausgestellt und zur Schau und Supervision gestellt wirkt und wird. Im Blick der Künstler*_in-nen selbst als Betrachter*in-nen und Beobachter*in-nen werden diese Buch- und Bild*Seite-n allein an-gefasst sowie fortlaufend zu dem Videomaterial und sonstigem Material hergestellt. Der Standort und die Position wird dabei ständig oder kaum gewechselt sowie ausgetauscht. Erfasst, kommentiert, korrigiert, bewerte, beurteilt. Einfach weiter (durch) blättern. Zettelchen im Wind, schreiben und weiter scrollen, nur stoppen oder anhalten, wenn es zu passen scheint oder passend gemacht wird oder worden ist.

Vor- und Zurückspulen nicht vergessen, das Tempo bestimmst alleine du. Luxus. Und falls du dich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, Regeln, Standards und Normen sowie die Moral der Umgebung halten willst, dann wirst du geblitzt, schlimmstenfalls hinausgeworfen, aus geschafft. Möglicherweise sogar für deine Lichtgeschwindigkeit-en bestraft. Die Polizei ist autorisiert zur Wiederherstellung der Ordnung. Die «Kantonspolizei» übernimmt Verantwortung für die Sicherheit. Sie ist bürgernah, innovativ und vorausschauend. Sie kontrolliert, beschränkt und überwacht. Bei jeder Ordnungswiderigkeit – Delikt – wird sie aktiv. Fast präventiv ruft sie zur Vergeltung auf. Zur Sühne für ein begangenes Unrecht – Ordnungwiderigkeit – kommt sie sofort vorbei. Bussen werden für die unüberlegte Tat – Ordnungswiderigkeit – auferlegt. »Freiheitsstrafe«

Dinge und Spuren sind heute sehr leicht, einfach und unkompliziert zu beseitigen. ENTSORGEN. Mach‘ dir keine SORGEN. «Gelassenheit zu den Dingen» und die »Offenheit für das Geheimnis & Rätsel» der Dinge, das Zeugs, die Musik, Bilder, Gemälde, Brocken und Trödel, Schiefer und Erde zu entwickeln wird da schon schwerer. Was ist mit all‘ dem Gerümpel in den Wunderkiste-n, den Paketen, Verpackungen und Kisten anzufangen. Kostüm aus Abfall nähen? Die Ganzkörpermaske für’s #StansilawLem2021 Festival?

Im »Original« sind die #Schwarzbücher sogenannte graue Literatur, #kunstbücher sowie analoge und digitale Unikate. Als Versions- und Visionsgeschichten bleiben sie digital. Sie werden selten ausgedruckt und gespeichertZum Teil sind und bleiben sie in meinen Erinnerungen vorhanden. Wie Fotografien, Videolifestreamingprodukte »fotografischen« bleiben sie hier jederzeit abrufbar, sobald sie veröffentlicht sind. Auf YouTube, in den anderen social media Kanälen und Konten sichtbar, sobald egeteilt wird. Oder als Entwurf zurückgezogen und gespeichert werden.»Originale« werden bislang in Schränken, Schubladen, Mappen, Vitrinen, Boxen und Archiven etc. aufbewahrt, um diese Dinge vor dem Verstauben, Verrotten und Zerfallen sowie ihrer Vergänglichkeit zu bewahren. Vor Vernichtung, Verbrennung und Verwitterung sowie der Zerstörung durch Menschen und Tiere zu schützen.

«Originale» warten auf Befreiung

Kunstsprache-n kommunizieren ästhetisch. In Bildern, Texten und Kontexten mit und durch die Performance der Kunstfigur @bimatter & Birgit Matter. Aufmerksamkeit und Achtsamkeit der Künstler*in, Künster*in-nen, der Anderen und Unbekannten werden sie eventuell erhalten. Die Arbeit-en aufheben, in die Hand nehmen. Ansehen, weiter bearbeiten, neu zusammenstellen, anders verbinden, verlinken, ankoppeln, einbetten, kommunizieren oder einfach vergessen. Da es nicht zur ihrem Konzept zu passen scheint, assimiliert, adaptiert oder assoziiert werden kann. Interessant für mich ist zu beobachten, wie langsam sich die Präferenzen gegenüber künstlerischen Medien verändern. Malerei und Skulptur, Installationskunst und Arbeiten im »Fotografischen« dominieren das Interesse trotz «Postmedia-Ära». Video und digitale Produktionen bilden das Schlusslicht der Präferenzliste, ungeachtet des gesellschaftlichen Stellenwertes, welches das Internet und die virtuelle Welt-en mittlerweile haben.

Die Funktion der Ähnlichkeit bei »Form« und «Antiform» wird schnell nach Typik (veraltet Typologie) eingeordnet. Die Organisationsmomente des Wissens und der Kenntnis werden beim ästhetischen Denken oft in Gegenteile verkehrt, transformiert, verwandelt, un- und umgestaltet oder einfach „gestülpt„: damit diese aus dem Umfeld, Lager und Kontext sowie dem Raum der «wahrheitsverbürgenden Urteile» in jedem Fall ausgeschlossen sind bzw. werden. Fortan finden sich die Dinge im Widerspiel des Trug- und Abbilds der Täuschung und des Scheins oder Lichts wieder. Der Illusion, dem Traum, der Illumination im Freien. Anstatt die Validität der Wissens- und Bildbestände in der Kultur abzusichern, wird die Ähnlichkeit zum Ordnungs-, Grund- oder Wertemuster der Zauberspiele, Zauberspirale, Illusionen, Chimären und Simulakren der Anderen. Für Unbekannte offen gehalten. Ähnlichkeiten erscheinen als Annäherungen des Trugbildes ans Abbild auf der Spur. Spur als Schein, Spuren von Nähe – Annäherung-en – Aura – der Schein von Ferne, der Schein aus der Ferne, Distanz, Distanzierungen und so weiter. Virtuelle Scheinbilder, Abbilder, hohle Formen, sobald der Rückgriff nicht mehr gelingen will.

Im Rückgriff

auf umgangssprachliche, von mundartlichen Dialekten und sprachphilosophischen Überlegungen werden (schließlich) die wahrheitsverbürgenden Standards und Werturteile 
als Praxisformen 
der (Bild)Sprache
in Kunst, Kultur und Kommunikation bestimmt.

Mit offenen und geschlossenen Augen, Ohren werden Bilder subjektiv und individuell vorstellbar, imaginiert oder träumerisch simuliert.

Hierbei handelt es sich kaum um die Überlieferungen der Kulturen, Zeiten, Werbepausen und Ankündigungen im Sinne: „Veni, vidi, vici“ des Comics, der Stadt Zile unter der Patentnummer „2011-00640-Ticaret“, des römischen Feldherren namens Gaius Julius Cäsar. Popsong – Popkultur – Techno- und Musik- und Poesiekulturen begleiten das Videomaterial (#kunsttalk) Antiform-en

Vini Vici – Universe
VINI VICI

Möglicherweise im Verständnis visueller Kunst hetue, die vom ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert und im 21. Jahrhundert bildender «Kunst» – «Fine Arts». Sowie durch die Kunsthistorie der Romantik „des schönen Scheins & dem aufkommenden Massentourismus“ beeinflusst sind. Durch Television, Kino und Film sowie visuelle digitale Medien, Spiele und Design geprägt werden.

Vermutlich wird es als »authentisch« und 1:1 bezeichnet, sobald es mit den eigenen Augen gesehen und mit erlebt wird.

Beispiele zur pikturalen Logik des Exemplarischen: Bilder und Texte werden oft in Selbstreferenz zur herstellenden Künstler*in und ihrer Vita gesetzt. Zur Autobiografie (Ego-Fiction oder Science Fiction) der visuellen Künstler*in Birgit Matter, die bis heute künstlerisch und kunstbasiert forscht. Bisher verweigert sie sich erfolgreich die eigene «tote» schöne und fertige Homepage birgit.matter.ch anzulegen. Nach dem Motto, Slogan, Modell, Mode, Marke oder Brand, Ikone oder Icon als Geschäft und Unternehmen, Institution oder StartUp zu führen. Sie arbeitet perfomativ an ihren Projekten 16.

Dies kann in Bezug zur modernen, postmodernen oder post-postmodernen Ästhetik gesehen und erfahren werden, sobald die Kunstfigur Birgit Matter im fotografischen durch’s Bild sichtbar und schriftlich per Text oder mündlich kommunizieren will.

Zur sprachlich-textlichen Kommunikation in den Projektarbeiten benutze ich vorerst die »umgangssprachlichen« Auffassungen der materiellen (»pictures«) und immateriellen (»images«), wenn ich von Bildern spreche oder diese zeige. «Metabilder», »Bild im Bild» und «doppeltes Bild» konstituieren, konstruieren, komponieren sich hier automatisch in verschiedenartigen Konstellationen weiter. Zum Beispiel durch die sinnlich wahrnehmbare und belichtete Oberfläche sowie die maschinell lesbare und potenziell zu bearbeitende oder sich stetig verändernde Unterfläche. Die Aufspaltung in Abbild, Datenstruktur und Codes, bilden für mich das «Analogon» zum abgebildeten Subjekt und Objekt, dem Gegenstand und Bildmotiv. Ausdruck, m-eines Begehren, etwas festhalten zu wollen, welches kaum festzuhalten oder still zu stellen oder zum Schweigen zu bringen ist. Der vielfältige und formenreiche Komplex visuellen KunstSchaffens, der heute durch künstlerische Performance und Inszenierung möglich wird. Methodische und theoretische Betrachtungs- und Verstehensweisen, die ich zugleich herzustellen versuche, sobald die Finger suchend über die Anschläge der Tasten flippen. Vor und zurück, hin und her, die Tastatur, das unendliche Möglichkeitsfeld.

«Metabilder» bilden wahrscheinlich das Environment, die Cloud oder Blase sofort ab, in welcher sich die Kunstfigur befindet sowie bewegt. So stelle ich es mir zurzeit vor. Das Kaugummi liegt bereit zur weiteren Blasenbildung. Durch die Re-Präsentationen der Anwesenden und Abwesenden werden Bildbetrachtungen und das sogenannte «Bildverstehen» in jedem Fall realisiert. Diese können sowohl abhängig als auch unabhängig vom Zugang, Subjekt und Interesse an der «Person-en» und deren Biografie oder Lebenslauf werden. Parallel zur «Gruppe», einer «Seite» oder Beitrag in sozialen Medien werden sie eventuell gesehen, beobachtet und verfolgt und sogar gemocht. Gemieden, ausgeblendet und verschwiegen.

Gewissermassen visuell – mundartlich sprechend, deutsch-sprachig gestikulierend, sitzt die handwerklich-technisch nicht ganz auf Höhe der Zeit entworfene Kunstfigur vor der Kamera am Bildschirm. Als «analoge Halluzinelle» wandert sich durch die Räume, Landschafen und reist von Ort zu Ort, von Festival zu Festen, zu Besuch an private und öffentliche Haustüren verschiedenster Einrichtungen.

Um die optimale WAND zu finden

Gibt es die passende Fassade: Verkleidung und Maskerade für die visuelle performative Kunst und Kunstfigur? Alltägliches. Literarisches und malerisches, zeichnerisches und poetisches, volkstümliches und traditionelles, kulturelles und kunsthistorisches, alter und neuer Kitsch & Trödel, nationale und internationale Abfallprodukte, regionales und lokales Rares, künstlich und künstlerisch Gemachtes: haptische, auditive und visuelle Kunstwerke. Spassige – lustige – humorvolle Reflexionen sind. Ohne die Dringlichkeit der Anliegen, Ansprüche und Fragen der freien Kunst ins LÄCHERLICHE, BANALE, FÄKALE, TEUFLISCHE, SEXUELLE, PATHOLOGISCHE zu ziehen. Graphik und Narrativ mit und ohne Farbe oder Musik etc. sind bis heute Merkmale, Kriterien und Adjektive, die benannt und gewünscht werden. KunstSchaffende (Künstler*in-nen) und einige mehr verwandeln heute Daten, Informationen und Gespräche um.

«Visualisierung und Mediatisierung» sind bildliche Handlungsweisen, welche performativ ästhetisch kommunizieren in Abhängigkeit vom Fotografischen & Filmischen. Sowohl mit und «ohne Sprache», als ob. Konzipieren, simulieren und imaginieren oder rezipieren. Strukturierende Systeme und Konzepte darstellen? Richtungen und Perspektiven festlegen? Nur eins, das einzelne Bild an der Wand: vermag es kaum darzustellen. Mehreres zugleich darstellen, welches sich synchron, wie es zu einem bestimmten Zeitpunkt existierte und gewesen ist, zeigen und sinnvoll verdeutlichen? Diachron, wie es sich über die Zeit verändert, ist für Untersuchungen (im Nachhinein) wertvoll. Inwieweit die historische & zurückblickende Betrachtungsweise zur ästhetischen Kommunikation der Kunst ausgezeichnet wird, möchte ich in dieser Art und Weise des künstlerischen Forschens zum einen mit herausstellen und zugleich & zum anderen visuell zeigen. Sowie schriftlich kommentieren und kritisieren.

Der disziplinäre Kontext ist und bleibt zurzeit die »Ikonologie« und die «Bildtheorien», auch wenn das Bild, der Bildakt und die Kunstwerke, ArteFakte, Objekte, Unikate sowie Antiform in den Fokus gesetzt werden. Die Verhältnisse und Proportionen in diesem Diskurs interessieren mich. (Falls diese sich in Clouds, auf einem Feld, in einem Bereich, Raum, Fenster, Display, Bildschirm und mehreren Screens oder an einer Wand zeigen und bewegen), die (ästhetisch) kommunizieren. Debatten, Diskussionen und der Diskurs zur visuellen Kunst und Kunstforschung (beispielsweise Malerei, Zeichnung, Grafik, Design etc.) werden durch die Möglichkeiten erweitert. Verlieren kaum an Berechtigung, sondern werden mit Un-Bekannten geteilt, die sich aufgrund von Zugang, Anschluss sowie per Zufall mit Teilnehmenden ergeben. Künstlerbuchseite-n nehmen an Bedeutung und Sinn zu, sobald pikturales und textuelles (Essay, Poesie, Traum) in Selbstreferenz der Kunsterfahrung-en und Kunstfiguren geteilt werden. Auch, falls diese zu aktuellen Debatten, Statements, Diskussionen und Diskurse «chaotisch» und ungeordnet verlaufen. M-ein Begehren Bildakte im Fotografischen mit Texten zu verbinden sind Treibstoff und Motiv zugleich. Die «Fotografie» und das Fotografische fällt sofort ins Auge. Da sie, wie Roland Barthes in La chambre claire, Paris 1980 schreibt, immer die Verlängerung der Geste sind, die sagt: das da, genau das, dieses eine ist’s!

Und sonst nichts;

die «Fotografie» kann nicht in den philosophischen Diskurs überführt werden. Die digitale Fotografie entzieht sich dem Zugriff.

Sie ist ein freies, künstliches und künstlerisches Produkt in der Cloud, Blase, Wolke am Himmel für jede-n. Sie ist über und über mit Kontingenz beladen: prinzipieller Offenheit, Nicht-Notwendigkeit des Bestehenden, Möglichkeit und mit Evidenz, deren transparente und leichte Hülle sich zeigt.

japanpapier ohne roten punkt – birgit matter 2021

Zeige Fotografien einem anderen; er wird sogleich die seinen hervorholen und sagen: „Sieh, hier, das ist …“  und so weiter; die Fotografie ist immer nur ein Wechselgesang von Rufen wie „Sieh mal! Schau! Hier ist’s!“. Die Fotografie ist an „r-eine“ Hinweis-Sprache und an das Zeigen gebunden. Tatsächlich lässt sich die bestimmte & ausgewählte Fotografie nie von ihrem Bezugsobjekt (Referenten; von dem was es darstellt) unterscheiden oder differenzieren. Wenigsten nicht auf der Stelle und nicht für jede-n, was bei jedem beliebigen anderen Bild möglich ist, da es von vornherein und per se durch die Art und Weise belastet ist, in welcher der Gegenstand simuliert wird. Den fotografischen Signifikanten auszumachen ist nicht unmöglich (Fachleute tun es und können dies gut). Es erfordert den sekundären, weiteren Akt des Wissens und der Reflexion. Erkennen, wieder erkennen künstlerischer Bildakte und Bildformatierungen im fotografischen werden hier zudem in »quecksilberiger« Verbindung zur Selbstreferenz inszenierend – imaginierend – träumerisch dargestellt und analog installiert, um fotografiert zu werden. Schicht um Schicht, Schritt für Schritt handelt es sich um Zeichnerisches bis Malerisches, gestalterisches bis plastisches, mit und ohne Staub der Pigmentfarben, des Schiefers (1.6 Milliarden Jahre alt), der Kohle, die zu Bildern im #Fotografischen werden. Das Fotografische und das Theoretische auf den Forschungs- und Kunstfeldern. Mit Konzeptkunst, Performance visueller Kunst in Film und Video sowie Kunstgeschichte und Künstler*inbiografien *liebäugelt mein ich. «Palimpset» – «Kunstdruck» – Portfolio an Bildchen, Bildfelder auf Bildträgern, Bildobjekten und Bildmotiven im fotografischen und filmischen, die vor mir sind.

Künstler*in-nen-buch-seiten, die ästhetisch als kunst der kunst therapie kommunizieren.

Seit 1959 hatte sich von Paris her die Konzeption des offenen Kunstwerks durch die Texte Roland Barthes‘ herumgesprochen. Das war eine der Konsequenzen, die aus der Widerlegung des «Werksanspruchs» in Gesprächen und mit Scharfsinn erfolgte: da bleibt nur das NICHTWERK und die Linie ein beispielhaftes künstlerisches Nichtwerk und Antiform zu schaffen. Da dem fotografischen bewegten Bild im Film, Video oder Vlog oder Blog des SmartSettings seit jeher auch ambivalente, janusköpfige und subjektive Beziehungen zur Realität, Wirklichkeit, Rationalität und Erkenntnismöglichkeit als visuelle Kunst, Kultur und Theorie attestiert werden, entscheide ich zeitweise an diesem Formrepertoire, – reichtum im Überfluss zu partizipieren. (Ethisch und moralisch mag dies verwerflich sein, doch ich mache es). Für mich bieten diese Formen Zugänge und Anschlussmöglichkeiten zu konzeptuellen Gerüsten, Programmen, Plänen, Architekturen und Erfahrungen in aktualisierender Kommunikation mit Anderen, die mir unbekannt sind und die ich so kennenlernen darf. Ohne sie für die künstlerische Arbeit, in kunstbasierter Art & Weise von Werkstatt- oder Fabrik- und Studiocharakter nur funktionalisierend, formalisierend, fotografierend oder zeichnerisch nutzen zu wollen.

Mit methodischem und technischem Störsinn partizipiere ich in Performativität und experimentiere in der Form des „doing and thinking“ eines Guerilla Girls, der Künstler*in und Forscher*in zugleich. Ich versuche anschliessend sowohl als ob zu re-konstruieren – post-hermeneutisch – sowie frei zu schreiben. Genau, wie andere das moderne, positivistische Forschungsethos zurückweisen, mache ich es auch. Formen realistischer oder wirklicher «Epistemologie», die Idee von Forschung und Wissenschaft als vernunftgeleitete, systematische Suche nach Erkenntnis mit „neuen Medien“ und „Methoden“. Zu anerkannten wissenschaftlichen und klassischen Verfahrensweisen des visuellen KunstSchaffens zur Erkenntnisgewinnung herauszufordern.

Linien, Verbindungen und Verlinkungen sowie In-form-a-t-ion-en zu folgen

Die Aufwertung des Fotografischen im Videomaterial zu einer heute kritisch werdenden Praxis. Die Reproduktion-en und die Verbreitung-en sowie kontinuierlichen Verschaltungen der Inhalten und Formen thematisiert werden, basieren bei mir auf der grundlegenden De-konstruktion des fotografischen Abbilds selbst. Rosalind Epstein Krauss definierte das »Fotografische« als genuin postmodernistische Praxis, die allgemeinverständlich ist (VisualLiteracy). Das – seit jeher als ein besonders wahrgenommenes – Verhältnis der Fotografie zur Realität – wurde als künstlerische Strategie entdeckt, um die zunehmend – durch virtuelle Verbindungen strukturierte Welt – zu erfassen. Fotografie und Videostill sind für mich sehr ähnlich. In den laufenden Auseinandersetzungen mit schwarz-weiss Fotografien aus Familienalben und fehlenden Negativen habe ich inhaltliche und formale Anschlussmöglichkeiten zu einem Stammtisch 1st Freitag in Zürich besucht. Dieser wird laufend modifiziert, in andere Richtungen, Projekte und Konstellationen von #SmartSetting und Format gesteuert, gelenkt und umbenannt. #PaulWatzlawick #StanislawLem2021 #KatharinavonZimmern2022. In diesen Projekten partizipiere ich zeitweise als anwesende und abwesende Kunstfigur und Forscherin mit Projekten16, da es mir Anschlussfähigkeiten zu anderen und unbekanntem eröffnet #OpenScience.

sie werden es dada nennen, wie du willst.
wer will dich daran hindern zu machen was du willst?
du bist frei?
performativ, künstlerisch und kunstbasiert, telepräsent zu experimentieren, mit und ohne methodischen störsinn. texte sprechen selbst oder vorlesen als formen künstlerischer ästhetischer kommunikation: 1. Geburtstag #CastelbergerNode im #SmartSetting #a-sychrone #Antiform-en

Im Gegensatz zu der in erster Linie unterschiedlichen Materialisierung und Mediatisierung »des Fotografischen«, leitet mich mein Interesse immer wieder zurück zum Motiv, Bildmotiv und der Form. Den Intentionen der Fragestellungen, nach denen oft gefragt wird: zu Abbildungen des Raums, der Körper, den Plastiken, Skulpturen, Kunstfiguren usw. Darstellungsformen des subjektiven und der Leibsubjekte: Mensch-en. Gerade die Infragestellung des Subjekts, durch systematische Verweigerung oder Übertreibung in nur einem Körperbild, Image, malerischen Porträt, Profil, Selbstbildnis und fotografischen Selfie der sozial zugewiesenen Rolle, Funktion und Aufgabe eines Denk-Modells auf- und abzutauchen, finde ich reizvoll bis reizend. Die zärtlichste Form der Einmischung heutzutage. Physiologische und psychosoziale Telepräsenz der Anwesenden und Abwesenden, die körperliche Materialität in virtuellen Abbild sowie dessen endlose Wiederholungen, stetig weiter verschaltet werden. Jederzeit wieder zu trennen und nahezu unverbindlich sind. In potenzieller Manipulation und Manipulierbarkeit amalgamiert und kommunziert es. Somit Material und Grundlagen für die weiterhin visuell künstlerische und kunstbasierte Forschung, kontingente künstlerische Arbeit, visuelles Kunstschaffen und Performanz bieten, die ästhetisch kommuniziert als ©©bimatter – @bimatter = birgit matter und so weiter

Aby Warburg löst seine Untersuchung zur „Wanderung der Bilder“ in zweifacher Hinsicht: nicht nur historisch betrachtet, sondern auch faktisch „wanderten“ die Artefakte beziehungsweise deren Reproduktionen in die Kunstgeschichte wie auf den Tafeln des Mnemosyne Atlas in die Öffentlichkeit, die Innen- und Aussenansichten der öffentlichen Strassenkulturen

Künstlerin am Boden mit ihren Proben an künstlerischer Forschung
schwarz bücher – benutzer name – socken puppen, die versuchen Artikel zu schreiben, gleichzeitig künstlerisch zu forschen und zu veröffentlichen
grundlagen und hintergründe der #schwarzen bücher sind nicht nur ein bild
bild und text unterwegs zur oper. damit die welt in einem einzigen haus
eine oper, choreografie, komposition und konstellation der kunstwelt

ton-maske – plastik – skulptur – bild

ästhetisch-visuelles kommunizieren hängt am Tonfall zum bild

mundart
wortlos*
mundart & kunstsprache
bilderserie zu maske-n
in schwarz – weiss verflüssigen – Bütten- und Japanpapier in DIN Massen
«antiform» digitales im fotografischen überblenden

Von matter birgit

Pilotprojekte
#nobreadlessart
#keinebrotloseKunst
#KatharinavonZimmern

visual arts - art and scientific re-search - arthistory
Project: #16

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