künstler*in buchseiten

der Anfang

bezeichnet nach wie vor und definiert die Erwartung an das «Original

wirkliches – echtes – wahres – reales – gegenwärtiges Begehren visuelle Kunst zu schaffen, kunstbasiert und «epistemologisch» weiter zu forschen. In verschiedenen Verfahren, Bereichen und Feldern wird es sich auf – mit und durch – die Zunahme an Bildträgern im fotografischen herausstellen. Dabei bin und bleibe ich die ständige Anfängerin, dieses ist wichtig. Realisieren und aktualisieren sowie zu schreiben und ästhetisch zu kommunizieren. Ich favorisiere selbst und selber machen, zu probieren und visuell-künstlerisch zu experimentieren sowie ständig aufzuschreiben. Allein (1 zu unbekannt) oder zu zweit (2 zu unbekannt) oder zu dritt (3 zu unbekannt) etc. aufzuzeichnen. Im Dialog oder Poylog der Gruppe – Team sowie in den Möglichkeiten des «SmartSettings», die sich anbieten und angeboten werden.

Mit offenen Augen sind Gesten und Zeichensetzungen des Bildaktes im fotografischen still abzutasten, wenn diese haptisch wirken. Im Blick der Künstler*in selbst als Betrachter*in werden die Buchseiten angefasst, erfasst und weitergeblättert. Im «Original» sind diese Schwarzbücher» oder «grauer Literatur» nach wie vor vorhanden. Verborgen werden sie in einem Schrank aufbewahrt und auf weitere Befreiung der Bilder warten. Durch den Blick und die Aufmerksamkeit der Künstler*in, Künster*in-nen und Andere werden sie (wieder) aufgenommen, wenn sie erneut gesehen, bearbeitet durch mich wieder oder neu ablegt oder zusammengestellt werden.

Mit offenen und geschlossenen Augen werden Bilder subjektiv und individuell vorstellbar, imaginiert und simuliert.

Möglicherweise im Verständnis visueller Kunst, die vom ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert und 21. Jahrhunderts bildender «Kunst» – «Fine Arts» – Kunsthistorie oder Television und visuelle Medien geprägt wird. Vermutlich wird es noch als »authentisch« und 1:1 bezeichnet. Da Bild und die Beispiele zur pikturalen Logik des Exemplarischen in Selbstreferenz zur Künstler*in und ihrer Vita gesetzt werden können. Zur Autobiografie (Ego-Fiction oder Science Fiction) der visuellen Künstler*in Birgit Matter, die künstlerisch und kunstbasiert forscht. Diese können in Bezug zur modernen, postmodernen oder post-postmodernen Ästhetik gesehen und erfahren werden, wenn sie im fotografischen kommunizieren.

Zur sprachlichen und textlichen Kommunikation in diesem Projekt nutze ich vorerst die »umgangssprachliche« Auffassung der materiellen (»pictures«) und immateriellen (»images«) Bilder. «Metabilder», »Bild im Bild» und «doppeltes Bild» konstituieren und konstruieren sich hier auch automatisch weiter. Zum Beispiel durch die sinnlich wahrnehmbare und belichtete Oberfläche sowie die maschinell lesbare und potenziell zu bearbeitende oder sich stetig verändernde Unterfläche. Die Aufspaltung in Abbild, Datenstruktur und Codes, bilden für mich das «Analogon» zum abgebildeten Subjekt und Objekt im Bildmotiv. Mein Begehren, etwas festhalten zu wollen, welches kaum festzuhalten oder still zu stellen ist. Der vielfältige Alltag visuellen KunstSchaffens in künstlerischer Performance und Inszenierung in methodischen und theoretischen Betrachtungsweisen, die ich herzustellen versuche.

«Metabilder» bilden wahrscheinlich Environment und Cloud, so stelle ich es mir zurzeit vor. Durch Repräsentationen Anwesender und Abwesender wird Bildbetrachtung realisiert, die sowohl abhängig als auch unabhängig von Zugang, Subjekt und Interesse an der «Person-en» werden. Parallel zur «Gruppe» und «Seite» Bildbetrachtung und Bildverstehen in sozialen Medien werden sie eventuell gesehen. Die gewissermassen visuell, mundartlich sprechend und sprachlich, handwerklich-technisch und alltäglich, literarisch und malerisch, volkstümlich, traditionell und kulturell, nationale und internationale, künstliche und künstlerische, haptische und auditive etc. Merkmale der Bilder beinhalten, die KunstSchaffen (der Künstler*in-nen und einiges mehr) in Daten verwandeln. Zur «Visualisierung und Mediatisierung» bildlichen Handelns, die ästhetisch kommunizieren. Mit und ohne Sprache konzipiert, simuliert oder imaginiert werden. Die dennoch ein strukturiertes System darstellen, das sich synchron, wie es zu einem bestimmten Zeitpunkt existiert zeigt. Oder das sich diachron, wie es sich über die Zeit verändert, untersucht. Inwieweit die historische Betrachtungsweise zur ästhetischen Kommunikation ausgezeichnet wird, möchte ich in dieser Art und Weise herausstellen, zugleich zeigen und visuell sowie schriftlich kritisieren.

Der disziplinäre Name des Kontexts ist und bleibt für mich dennoch zurzeit »Ikonologie« und «Bildtheorien», auch wenn das Bild, der Bildakt und die Kunstwerke in den Fokus gesetzt werden. Verhältnisse in diesem Diskurs interessieren mich. (auch wenn diese in Clouds, auf einem Feld, in einem Bereich, Raum, Fenster, Display, Bildschirm und mehreren Screens zurzeit bewegen), die (ästhetisch) kommunizieren. Debatten, Diskussionen und der Diskurs zur visuellen Kunst und Kunstforschung (beispielsweise Malerei, Zeichnung, Grafik, Design etc.) werden durch diese Möglichkeiten erweitert. Verlieren kaum an Berechtigung, sondern werden mit Un-Bekannten zudem geteilt, die sich aufgrund von Zugang, SmartSetting und den Zufall des Partizipierenden ergeben.

Künstlerbuchseiten nehmen an Bedeutung und Sinn zu, wenn pikturales und textuelles Erzählen in Selbstreferenz der Kunsterfahrung geteilt werden. Auch wenn diese quer zu aktuellen Debatten oder Statements verlaufen. Mein Begehren die Bildakte mit Texten zu verbinden sind Treibstoff und Motiv zugleich. Die «Fotografie» und Fotografisches fällt sofort ins Auge. Da sie, wie Roland Barthes in La chambre claire, Paris 1980 schreibt, immer die Verlängerung

der Geste ist, die sagt: das da, genau das, dieses eine ist’s!

Und sonst nichts;

die Fotografie kann nicht in den philosophischen Diskurs überführt werden.

Sie ist über und über mit Kontingenz : prinzipieller Offenheit, Nicht-Notwendigkeit des Bestehenden, Möglichkeit und mit Evidenz beladen, deren transparente und leichte Hülle sie zeigt. (Welches philosophische Begriffe sind und meinen Widerspruch erzeugen). Zeige Fotografien einem anderen; er wird sogleich die seinen hervorholen und sagen: „Sieh, hier, das ist …“  und so weiter; die Fotografie ist immer nur ein Wechselgesang von Rufen wie „Sieh mal! Schau! Hier ist’s!“.  

Denn sie deutet mit dem blosssen Finger (der schwarzen Zeh im Socken) auf ein bestimmtes Gegenüber. Sie ist an reine Hinweis-Sprache und an das Zeigen gebunden. Tatsächlich lässt sich eine bestimmte Fotografie nie von ihrem Bezugsobjekt (Referenten; von dem was es darstellt) unterscheiden oder differenzieren. Wenigsten nicht auf der Stelle und nicht für jedermann, was bei jedem beliebigen anderen Bild möglich ist, da es von vornherein und per se durch die Art und Weise belastet ist, in welcher der Gegenstand simuliert wird. Den fotografischen Signifikanten auszumachen ist nicht unmöglich (Fachleute tun es und können es), aber es erfordert einen sekundären oder weiteren Akt des Wissens und der Reflexion.

Erkennen und wieder erkennen der künstlerischen Bildakte und Bildformatierungen im fotografischen werden hier zudem in »quecksilberiger« Verbindung zur Selbstreferenz inszenierend und imaginierend dargestellt. Schicht um Schicht, Schritt für Schritt handelt es sich um Zeichnerisches bis Malerisches, gestalterisches bis plastisches, mit und ohne Staub der Pigmentfarben, die zu Bildern werden. Das Fotografische und Theoretische in Forschungsfeldern; ständig liebäugel ich mit der Konzeptkunst, Performance visueller Kunst in Film und Video sowie Kunstgeschichte und Künstlerbiografien. «Palimpset» und «Kunstdruck» im Bildlichen, Bildfeld, auf Bildträgern und im Bildobjekt im fotografischen und filmischen vor mir.

Parallel zum praktischen – retinal sichtbaren – visuellen gegenwärtigen KunstSchaffens mit meinen Händen, Körper und Gesicht – an nur einer Künstler*n-buch-seite, die ästhetisch kommuniziert.

Seit 1959 hatte sich von Paris her die Konzeption des offenen Kunstwerks durch die Texte Roland Barthes‘ herumgesprochen. Das war eine der Konsequenzen, die aus der Widerlegung des «Werksanspruchs» in Gesprächen und mit Scharfsinn erfolgte: da bleibt nur das NICHTWERK und die Linie ein beispielhaftes künstlerisches Nichtwerk zu schaffen.

Da dem fotografischen bewegten Bild im Film, Video oder Vlog des SmartSettings seit jeher auch ambivalente, janusköpfige und subjektive Beziehungen zur Realität, Wirklichkeit, Rationalität und Erkenntnismöglichkeit als visuelle Kunst, Kultur und Theorie attestiert werden, entscheide ich zeitweise an dieser Form zu partizipieren. Für mich bieten sie Zugänge zu konzeptuellen Gerüsten, Programmen, Plänen und Erfahrungen in aktualisierender Form mit den Anderen, die unbekannt sind. Ohne diese für künstlerische Arbeit und kunstbasierte Art nur funktionalisieren, formalisieren und zeichnerisch nutzen zu wollen. Neben und zur künstlerischen Arbeit im Atelier, Studio, Büro sowie auf der Strasse in Gegenwart des Anderen oder Anderer finden sie laufend statt, die auch ästhetisch, gestisch, bildlich und auditiv sowie in Sprache / Sprachen kommunizieren.

In kunstbasierter Forschung mit methodischem Störsinn partizipiere ich an Performativität und experimentiere in der Form des „doing and thinking“ des Guerilla Girls, Künstler*in und Forscher*in. Ich versuche zu re-konstruieren und post-hermeneutisch zu schreiben. Genau, wie andere das moderne, positivistische Forschungsethos zurückweisen, möchte ich es auch tun. Formen realistischer Epistemologie und die Idee von Forschung als vernunftgeleitete, systematische Suche nach Erkenntnis mit „neuen Medien“ zu den wissenschaftlichen und klassischen Verfahren zum visuellen KunstSchaffen, um Erkenntnisgewinnung herauszufordern.

Linien und Verbindungen zu folgen und diesen eben gerade nicht mehr nur zu verfolgen

Die Aufwertung des Fotografischen zu einer kritischen Praxis, mit der die Reproduktion und Verbreitung sowie die kontinuierliche Verschaltung von Inhalten thematisiert werden, basieren auf der grundlegenden Dekonstruktion des fotografischen Abbilds selbst. Rosalind Krauss definierte das »Fotografische« als genuin postmodernistische Praxis. Das – seit jeher als ein besonders wahrgenommenes – Verhältnis der Fotografie zur Realität – wurde als künstlerische Strategie entdeckt, um die zunehmend – durch virtuelle Verbindungen strukturierte Welt – zu erfassen. Fotografie und Videostill sind für mich sehr ähnlich. In den laufenden Auseinandersetzungen mit schwarz-weiss Fotografien aus Familienalben und fehlenden Negativen habe ich inhaltliche und formale Anschlussmöglichkeiten zu einem Stammtisch 1st Freitag aufgesucht. Dieser entwickelt sich laufend, in andere Richtungen und Projekte weiter entwickelt und heisst mittlerweile anders. Mit und an diesen Projekte partizipiere ich zeitweise als Anwesende und Abwesende, da es mir neue Anschlussfähigkeiten und Techniken eröffnet.

sie werden es dada nennen – wie du willst. wer will dich daran hindern zu machen was du willst? auditives und sprachliches experimentieren mit methodischem störsinn, text und sprechen selbst als formen ästhetischer kommunikation zum 1. Geburtstag #CastelbergerNode im SmartSetting a-sychron

Im Gegensatz zu der in erster Linie unterschiedlichen Materialisierung und Mediatisierung »des Fotografischen«, leitet mich mein Interesse immer wieder zurück zum Motiv und Bildmotiv und der Intention meiner Fragestellung: zur Abbildung des Körpers, Plastik und Skulptur für die Darstellungsformen des subjektiven auch visuelle Künstler*in zu sein in verschiedenen sozialen Rollen. Gerade die Infragestellung des Subjekts durch die Verweigerung in einem Körperbild, malerischen Porträt, Selbstbildnis und fotografischen Selfie oder Modell auf- und abzutauchen. Vor diesem Hintergrund möchte ich andere und immer wieder neue künstlerische Arbeitsstrategien und visuelle Verfahren ausprobieren sowie dazu schreiben. Wobei fotografisches und abgelegte Postkarten als »theoretische Objekte« (nicht als Vorlage für Handzeichnungen und Gemälde) zur künstlerischen Arbeit und zur Kunstforschung genommen werden. Physische (psychische) Präsenz der Anwesenden und Abwesenden, die körperliche Materialität im virtuellen Abbild sowie dessen endlose Wiederholung werden stetig weiter verschaltet, die jederzeit wieder zu trennen sind. In potenzieller Manipulation und Manipulierbarkeit amalgamiert es. Somit auch Grundlagen für die weiterhin visuell künstlerische und kunstbasierte Forschung, kontingente künstlerische Arbeit und visuelles Kunstschaffen bieten, die auch ästhetisch kommuniziert als ©©bimatter – birgit matter und so weiter

Aby Warburg löst seine Untersuchung zur „Wanderung der Bilder“ in zweifacher Hinsicht: nicht nur historisch betrachtet, sondern auch faktisch „wanderten“ die Artefakte beziehungsweise deren Reproduktionen in die Kunstgeschichte wie auf den Tafeln des Mnemosyne Atlas in die Öffentlichkeit der Innen- und Aussenansicht der Strassenkultur ein

Künstlerin am Boden mit ihren Proben an künstlerischer Forschung
schwarzbücher – benutzername – sockenpuppe
grundlagen und hintergründe
ohne schwarzbuch
bild und text unterwegs zur oper. kunst oder welt in nur einem haus?
bin ich eine oper oder choreografie in der kunstwelt?

der anfang ton-maske, plastik oder skulptur

ästhetische kommunikation und visuelles kunstschaffen hängt am begriff von etwas

mundart
das wortlos in mundart und kunstsprache der künstler*in visuell ästhetisch kommuniziert

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