Blog zu Sitzungen 2015 – 2018

 

Quintessenz der Sitzungen und Fotografien (2015)

 

Aus welchen Quellen „schöpfen“ wir für die künstlerische oder therapeutische Arbeit?

Jede Künstlerin stellt individuell – subjektiv und durch das Setting bedingt – KunstSchaffen anhand ihrer Arbeit retrospektiv dar. Analog und/oder digital fotografisch: materiell bis körperlich, zeichnerisch-malerisch, visuell bis sprachlich in Mundart und Geste der Künstlerin wird die künstlerische Arbeit mit ihrer Entscheidung und Stellungnahme  –  vorgestellt. Zum Austausch und Dialog wird es für den Moment im Kontext des Zusammentreffens der Gruppe her- oder zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird die Gabe der Künstlerin für die Dauer des Projekts KUNST (der KunstTherapie) zur Archivierung freiwillig mit informierter Einwilligung des personenbezogenen Datenschutzes bereitgestellt. Dieses sind unter anderen: Fotografisches, Fragenkataloge, Listen, Protokolle, Dokumente, Konzepte, Texte, Theorien, Modelle, Schemen, Bücher, Gedichte, Poesie in Bild und Text, Illustrationen, Collagen, Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Plastiken, Masken, Puppen, Installationen, Choreografien, Inszenierungen, Bücher, Postkarten, Fragmente, Videos, Kompositionen, Techniken, Methoden und Ideen sowie Themen und Räume für künstlerische Ausstellungen, Tagungen, Events, Happenings, Workshops etc. Mit dem ersten Anblick interessant, möglicherweise neu oder bekannt, für den Betrachter. Von traditions- und herkunftsgebunden bis alt-modisch, modern, postmodern oder auch post postmodern bleibt KunstSchaffen oft mit der Stellungnahme und dem Namen der Künstlerin (oder personenbezogenen Daten) verbunden, die geschützt sind.

Welchen Spuren werden wir und jede für sich auf dem Gelände, am Rand und in den Grenzen oder Geländer des Feldes der visuellen Kunst folgen? Wie wollen wir die Bereiche künstlerisch-praktischen bis künstlerisch-wissenschaftlichen Forschens der Künstlerin und Kunsttherapeutin im Weiteren darstellen, waren die wesentlichen Fragestellungen von Lucia? Das Feld der visuellen Kunst ist weit – global vernetzt – und damit beliebig und universell. Wirkungen der Bilderflut und Bildermacht sind beschrieben, wie wir wissen. Inwieweit sind wir abhängig oder unabhängig von der visuellen Orientierung der Points of view, Perspektiven und Richtungen räumlicher Ansätze und Vorstellungen, ästhetischer Meinungen, Beobachtungen und Urteile? Welchen Strömungen und Bewegungen in – mit – durch zeitgenössisches und gegenwärtiges KunstSchaffen und künstlerisches Forschen wollen wir als Gruppe und mit diesem Projekt KUNST der KunstTherapie folgen?

Die kunsttherapeutische Arbeit mit Klienten im biopsychosozialen Setting in den institutionalisierten Rahmenbedingungen findet unter festgelegten Regeln, Prinzipien und nach Verordnungen mit ethischen Richtlinien statt. Als Begrenzungen des individuellen, subjektiven und freien KunstSchaffens und Forschens sind sie als Handlungsspielraum wahrzunehmen. Wie wollen und können wir gemeinsam die Spuren, Bereiche und Erkenntnisse der Kunstfreiheit bei der jeweiligen Künstlerin  nachvollziehen und empathischer gegenseitig wahrnehmen? Mit diesen Fragestellungen beispielsweise haben wir uns am Anfang der Zusammentreffen beschäftigt. Da zeitgenössisches und gegenwärtiges KunstSchaffen und Forschen sich mit – durch – im Bild verorten und gleichzeitig frei setzt lässt. Freies – bildendes – zufälliges – radikales visuelles KunstSchaffen und künstlerisches Forschen der Künstlerinnen wollen wir den weiteren Raum und Zeit sowie Wahrnehmung schenken. Uns interessieren die Wirkungen, welche über den Rahmen, Gestaltungen und den Ort des Bildnisses – im Fotografischen und der Fotografie und anderem – hinausgehen.

Hierzu hat Claire die Termine für die Sitzungen jeweils für das Jahr und die Jahre organisiert. In unterschiedlichen Lokalitäten der Schweiz war der *Tatort des Zusammentreffens der Künstlerinnen der KunstTherapie als Sitzung*. Zumeist das Museum oder die Kunsthalle für Gegenwartskunst, wo wir uns auf der Terrasse oder im Foyer zu vereinbarten Terminen getroffen haben. Zündstoff liegt im öffentlichen und halboffen Kultur- und Kunstraum zur Diskussion bereit. Mit dem Mitgebrachten haben wir es versucht in Verbindung, Anbindung und Anschluss zu setzten. Zumeist haben wir uns auf ein Thema oder eine Fragestellung geeinigt bis zum nächsten Zusammentreffen.

((Da KunstTherapie oftmals im geschützten, abgeschlossenen und terminierten Rahmen oder Setting unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Die fertiggestellten Bilder und Artefakte sowie die Kunstwerke und speziellen Präsentationen der Kunsttherapie werden der Öffentlichkeit durch Ausstellungen, Veröffentlichungen, Tagungen und Symposien thematisch gezeigt und dem Publikum zugänglich gemacht)).

Hier werden subjektive Qualitäten und Kompetenzen des KunstSchaffens und künstlerischen Forschens der Künstlerinnen und Kunsttherapeutinnen im Fotografischen mit und ohne Untertitel oder Text protokolliert.

 

 

 

Quintessenz der Sitzungen und Fotografien (2016):

Unterwegs sein – ins Bild oder ins Fotografische setzen – den anderen Künstlerinnen der Gruppe ein Bildnis des eigenen KunstSchaffens senden; die Auswahl und Entscheidung der Künstlerin – war die Wahl, Leidenschaft und das Interesse zum KunstSchaffen, die beim Zusammentreffen präsentiert wurden: es wurde gezeichet, gemalt, gestaltet, gestrickt, gelismet, performt, inszeniert, fotografiert, gesprochen und getextet für das Begehren, die Sehnsucht, das Verlangen sowie Interesse den roten Faden und seidenden Faden zu finden, der uns verbinden könnte. Geht diese Metapher als Bild auf oder ist sie zu fadenscheinig für das weitere Vorgehen formuliert? Praktisches KunstSchaffen und künstlerisches – wissenschaftliches Forschen zu verbinden, um weiterhin künstlerisch praktisch forschend – analysierend – präsentierend – visualisierend und schreibend tätig zu sein. Die Zukunft vor Augen und trotzdem die Bilder retrospektiv zu betrachten: wo – wie – wann – wozu – warum – weswegen – weshalb und letztendlich für wen wollen wir das Projekt KUNST der KunstTherapie visualsieren, darstellen und damit realisieren? Die Definition der Zielgruppe war für dies Projekt kurzzeitig im Fokus und Visier. Wir haben es wieder fallen gelassen und uns der visuellen Kunst der Gegenwart und den Bildnissen der Künstlerinnen und ihrem künstlerischen Forschungsanliegen zugewandt.

Gemeinsamer Museumsgang Kunstmuseum Thurgau Kartause Ittingen Anfang 2016, Aargauer Kunsthaus Aarau, Basilica Bar Lounge, Schwarzcafe und Terrasse während der Manifesta 11 Kunsthalle Zürich hat uns zu anderen Stationen und Erkenntnissen gebracht:

 

 

 

Quintessenz der Sitzungen und Fotografien (2017):

 

 

Kunsthalle Zürich 2017 auf der Terrasse: wie soll das letzte Bildnis oder Selfie als Künstlerin aussehen, war die wesentliche Fragestellung von Nicole? Was war das erste Kunstwerk, welches wir als künstlerisch eindrucksvoll – möglicherweise bis heute – in Erinnerung behalten haben? Wer in unserer Familie hat sich künstlerisch betätigt? Welche Bildnisse hängen wir an die Wand? Welche Kunstwerke von welchen Künstlern sammeln oder kaufen wir? Welche Verbindungen und Beziehungen haben wir zu Künstlern und Künstlerinnen, die nicht therapeutisch oder kunsttherapeutisch tätig sind?

 

 

 

 

Quintessenz der Sitzungen und Fotografien (2018):

 

Engagement:

  • wie man wird, wer man nicht ist
  • wie man betrachtet, wer man nicht ist
  • wie man versteht, wan man nicht verstehen kann

 

 

253 KUNSTFORUM: Vom Sinn der Kunst

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Was kann Kunst?

Wie denkt Kunst?

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